Adalbert von Goldschmidt: Satanische Himmelfahrt, Kartoniert / Broschiert
Satanische Himmelfahrt
- Ein Fragment in Versen, erweitert um Essays von Karl Kraus und Hans Liebstöckl. Aus dem Nachlass ediert, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Christian Filips
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Christian Filips
- Verlag:
- Engeler Urs Editor, 06/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783907369548
- Artikelnummer:
- 12777048
- Umfang:
- 94 Seiten
- Gewicht:
- 295 g
- Erscheinungstermin:
- 11.6.2026
- Serie:
- Das Versteck - Band 666
Klappentext
Ein teuflisches Versdrama aus Wien, 1906: Die Natur und der Satan unternehmen eine gemeinsame Weltreise zur Inventur der angeblich aussterbenden Menschheit. Auf einem Teppich rasen sie um die Welt und beobachten stichprobenartig das Sexualverhalten der menschlichen Spezies. Ihr philosophischer Dialog entspinnt sich als anarchistisches Stationendrama, in dem der Untergang der k. u.k.-Monarchie ebenso verhandelt wird wie der aufkommende Sozialdarwinismus, der Antisemitismus als politisches Programm und die Psychoanalyse. Der Geschichtsteleologie des 19. Jahrhunderts wird eine mal kreisförmige, mal disruptive Philosophie des kosmischen Schwindels entgegengesetzt: "Der Weltraum hat die Drehkrankheit". Dieser bislang unveröffentlichte, so unbändige wie explosive Text hat sich als handschriftliches Fragment im Nachlass erhalten. Womöglich ist er kurz vor dem Tod des Dichterkomponisten während eines Klinikaufenthalts im Sanatorium Bellevue für Nervenleidende in Wien-Hacking entstanden. Christian Filips hat den Text aus dem Nachlass ediert, kommentiert, mit einem Nachwort versehen und um zwei Nachrufe von Karl Kraus und Hans Liebstöckl erweitert. Goldschmidts Spott auf die "Unsterblichkeitsclowns" um 1900 könnte dabei helfen, den herrschenden Irrsinn unserer Gegenwart mit ihrer Fixierung auf eugenische Biotechnologien besser zu begreifen. Denn manchmal versteckt sich der Teufel im Detail einer vergessenen Handschrift des Wiener Musikvereins.
Anmerkungen:
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