Josefine Kitzbichler: Theorie der Übersetzung antiker Literatur in Deutschland seit 1800, Gebunden
Theorie der Übersetzung antiker Literatur in Deutschland seit 1800
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- Verlag:
- De Gruyter, 07/2009
- Einband:
- Gebunden, HC runder Rücken kaschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783110206234
- Artikelnummer:
- 7612977
- Umfang:
- 448 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 09001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Copyright-Jahr:
- 2009
- Gewicht:
- 934 g
- Maße:
- 246 x 175 mm
- Stärke:
- 30 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.7.2009
Beschreibung
Das Übersetzen antiker Literatur rückte in Deutschland um 1800 in den Fokus einer intensiven Diskussion. Nach Herder und Voss stellte sich die Frage neu, wie fremd oder wie nah die Antike in deutscher Sprache dargestellt werden konnte und sollte. Schleiermacher und Humboldt entschieden sich dafür, die kulturelle Fremdheit und sprachliche Individualität der Texte zu betonen, während in der Folgezeit unterschiedliche Verfahren der Assimilierung entwickelt wurden. Der vorliegende Band zeichnet die Geschichte dieser Theoriediskussion bis in die Gegenwart nach.
Klappentext
Das Übersetzen antiker Literatur rückte in Deutschland um 1800 in den Fokus einer intensiven Diskussion. Nach Klopstocks Erneuerung der deutschen Dichtersprache, Herders Entdeckung der historischen Dimension der Nationalsprachen und Voss' epochaler Homerübersetzung stellte sich im Kontext der Romantik die Frage neu, wie fremd oder wie nah die Antike in deutscher Sprache dargestellt werden konnte und sollte. Schleiermacher und Humboldt entschieden sich ähnlich wie Voss für die Abkehr vom rhetorischen Modell des Übersetzens und für die Betonung der kulturellen Fremdheit und sprachlichen Individualität der Texte, während in der Folgezeit unterschiedliche Verfahren der stilistischen Assimilierung entwickelt wurden. Die Diskussion nach dem Ende der Goethezeit, die hier erstmals untersucht wird, kreiste dabei um Fragen der Bühnenwirksamkeit, der Bildung des Lese und Theaterpublikums und des kulturellen Selbstverständnisses: Um 1900 schrieb Wilamowitz der deutschen Literatur einen der Antike ebenbürtigen Formenschatz zu, in den antike Texte problemlos zu transponieren seien. Dagegen opponierten sowohl Dichter wie George und Borchardt, aber auch das Modell des ?dokumentarischen? Übersetzens des Philologen Schadewaldt hebt sich dagegen ab. Der vorliegende Band unternimmt es, die Theoriediskussion bis in die Gegenwart nachzuzeichnen.
Anmerkungen:
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