Oliver Decker: Die Mitte in der Krise, Kartoniert / Broschiert
Die Mitte in der Krise
- Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Friedrich-Ebert-Stiftung
- Verlag:
- zu Klampen! Verlag, 01/2012
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783866741720
- Artikelnummer:
- 2730967
- Umfang:
- 176 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 12002
- Ausgabe:
- 2. Auflage
- Copyright-Jahr:
- 2012
- Gewicht:
- 310 g
- Maße:
- 210 x 210 mm
- Stärke:
- 148 mm
- Erscheinungstermin:
- 1.1.2012
Klappentext
Diese Studie untersucht die Entwicklung rechtsextremer Einstellungen im Zeitverlauf der Jahre 2002 bis 2010 und bettet die Analyse in den aktuellen gesellschaftspolitischen Zusammenhang der Finanz- und Wirtschaftskrise ein. Mit Blick auf die ökonomische 'Mitte' der Gesellschaft wird der Frage nachgegangen, ob es einen Zusammenhang zwischen Ökonomie und rechtsextremen Einstellungen gibt bzw. ob und wie sich die ökonomische Krise auch in einer politischen Krise auswirkt. Die Studie verzeichnet eine signifikante Zunahme antidemokratischer und rassistischer Einstellungen. Insbesondere chauvinistische und fremdenfeindliche Einstellungen nehmen dramatisch zu und dokumentieren krisenbedingte Mechanismen der Abwertung gegenüber 'Fremden'. Parallel dazu nimmt die Zustimmung zur Demokratie deutlich ab. Mehr als 90 % der Bevölkerung halten es für sinnlos, sich politisch zu engagieren, und glauben nicht, Einfluss auf die Regierung nehmen zu können. Die mit der Wirtschafts- und Finanzkrise einhergehenden gestiegenen Zustimmungswerte zu rechtsextremen Aussagen deuten darauf hin, dass die Unterstützung der Demokratie im Falle einer (wahrgenommenen) Bedrohung des wirtschaftlichen Wohlstands gefährdet ist. Der Wohlstand bringende Kapitalismus scheint als Garant für das demokratische System zu fungieren, der Stolz auf den 'Wirtschaftsstandort Deutschland' ersetzt als 'narzisstische Plombe' das Bedürfnis der Deutschen nach Zu- bzw. Unterordnung unter eine Autorität. Wird das Wohlstandsversprechen der Ökonomie nicht eingelöst, droht das demokratische Fundament zu wackeln.
Biografie (Oliver Decker)
Oliver Decker, geb. 1968, PD Dr. phil. habil., seit 2010 Vertretungsprofessor für Sozialpsychologie und Organisationspsychologie an der Universität Siegen, Privatdozent an der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover, seit 2012 Fellow an der University of London, Birkbeck College.Biografie (Elmar Brähler)
Prof. Dr. Elmar Brähler ist Leiter der selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig. Publikationen im Psychosozial-Verlag: Körpererleben, Neuauflage 1996, Entsolidarisierung (zusammen mit Hans-Jürgen Wirth), Übergang zur Elternschaft (psychosozial 58; zusammen mit Yvonne Richter), Quantitative Einzelfallanalysen und qualitative Verfahren (zusammen mit Corinne Adler), Migration und Gesundheit (psychosozial 63; zusammen mit Georg Siefen), Moderne Schwangerschaft zwischen Machbarkeit, Zwang und Auslese (psychosozial 71, zusammen mit Ulrike Hauffe)Anmerkungen:
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