• Schlager im Spiegel der Zeit, 1933
  • CD i **;

Detailed Information

  • Label: BearFamily
  • Order number: 4098814
  • Release date: 4.10.2010
  1. 1 Joseph Schmidt: Ein Lied geht um die Welt Start
  2. 2 Tibor Halmay: Mein Gorilla hat 'ne Villa im Zoo Start
  3. 3 Eva Busch: Ein Kuss, der muss aus Spanien sein (Die Süßigkeiten der Welt) Start
  4. 4 Curt Bois: Solang wir jung sind, Madame Start
  5. 5 Marlene Dietrich: Allein in einer großen Stadt Start
  6. 6 Max Hansen: Ach, Louise ! Start
  7. 7 Weintraubs Syncopators: Ich kauf' mir 'ne Rakete Start
  8. 8 Franziska Gaal: Gruß und Kuß, Veronika Start
  9. 9 Hans Albers: Immer wenn ich glücklich bin Start
  10. 10 Paul O'Montis: Es war einmal ein Musikus Start
  11. 11 Die Vier Nachrichter: Sie müssten mal zum Doktor geh'n, Herr Doktor Start
  12. 12 Rosy Barsony & Oscar Denes: Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh'n Start
  13. 13 Orchester Paul Godwin: Du schwarzer Zigeuner Start
  14. 14 Comedian Harmonists: Ein neuer Frühling wird in die Heimat kommen Start
  15. 15 Alexander Flessburg: Denkste denn, du Berliner Pflanze Start
  16. 16 Lilian Harvey: Wie hab' ich nur Leben können ohne dich Start
  17. 17 Marcel Wittrisch: Schön ist jeder Tag, den du mir schenkst, Marie-Luise Start
  18. 18 Die Vier Wedding Boys: Tante Anna! Start
  19. 19 Max Hansen: Was hast du schon davon, wenn ich dich liebe? Start
  20. 20 Renate Müller: An der Donau, wenn der Wein blüht Start
  21. 21 Die Fidelios: Bei der blonden Kathrein Start
  22. 22 Harry Steier: Adolf Hitlers Lieblingsblume ist das schlichte Edelweiß Start
  23. 23 Vier Richters: Als die gold'ne Abendsonne Start
  24. 24 Adalbert Muhs (Leitung): Des Försters Töchterlein (Lore, Lore) Start
  25. 25 Freddie's Jazz Band Johnson: Wo ist der Mann? Start
  26. 26 Hans Albers: Flieger, grüß mir die Sonne (Fliegermarsch) Start
  27. 27 Harry Steier: Braunau am Inn Start
  28. 28 Comedian Harmonists: Wenn am Sonntag Abend die Dorfmusik spielt Start
* Digibook

Product Information

(1-CD mit 76-seitigem, gebundenem Booklet (Luxusausführung). 28 Einzeltitel. Spieldauer: 85: 58) -- ENTWEDER (mögen) ODER (nicht): Kaum ein anderes Genre aus der musikalischen Unterhaltung hat jemals so extrem polarisiert wie der deutsche Schlager. Und er tut es noch heute, da er seinen Charme längst verloren hat und irgendwo zwischen Pseudo-Volksmusik und elektronisch versupptem National-Pop eingepfercht sein (durchaus erfolgreiches) Dasein fristet. -- Seit vielen Jahrzehnten ist 'der Schlager' fester Bestandteil inländischer Sangeslust und praller Repertoire-Kataloge. Unzählige Versuche wurden seitdem unternommen, dieses Phänomen auf Sammelplatten, in Mehrfach-Boxen und in ganzen Reihen zu bündeln. Mal mit, öfter leider ohne den so dringend notwendigen roten Faden - der aber ist unabdingbar, wenn Geschichte, Formen und Entwicklungen dieses Teils der Unterhaltungsmusik erzählt bzw. klingend dokumentiert werden sollen. -- Bear Family Records geht das mächtige Unterfangen jetzt an: 'Schlager im Spiegel der Zeit' heißt das umfangmäßig bislang engagierteste Projekt, das die Geschichte von Stilrichtungen, Liedern und Interpreten abbilden wird. Melodien und Künstler, die zwischen 1926 und 1970 für Erfolge und Gassenhauer, für Hits und Verblüffendes, für Momentaufnahmen und 'Ohrwürmer' gesorgt haben, werden in einer insgesamt 45 CDs umfassenden Reihe präsentiert. -- Wie sehr Zeitgeschichte und Schlager zusammengehören, zeigt sich spätestens nach Hitlers Machtübernahme im Januar 1933. Viele der Schlagermacher - Komponisten, Texter, Orchesterleiter und Sänger -, die den turbulenten und oft gar nicht so 'goldenen' zwanziger Jahren das musikalische Gesicht gegeben hatten, fielen als Juden im Dritten Reich in Ungnade, wurden aus ihrer Heimat vertrieben oder verfolgt, eingekerkert und ermordet. Die Liste ist lang und reicht von Friedrich Hollaender, Willy Rosen, Mischa Spoliansky, Rudolf Nelson und Robert Gilbert bis zu Kurt Weill und Paul Abraham. Stattdessen folgten Arbeiten, die sich dann und wann die Nazis der Dreißiger zunutze machten, um sie (auch) als Durchhaltestoff während der ruinösen Vierziger Jahre einzusetzen: Schlager als Beruhigungsmittel, Schlager als Waffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg boten die Wirtschaftswunderjahre der Fünfziger einen unerschöpflichen Nährboden für Komponisten und vor allem Texter - nicht zufällig stand der Schlager jetzt in seiner vollsten Blüte. Und selbst als Rock 'n' Roll, Beat & Co. die Sechziger (nicht nur musikalisch) aufmischten, hielt das erprobte Genre mit, blieb konkurrenzfähig durch Anpassung in Form von Cover-Versionen oder 'frei angelehnten' Eigenbauten. 'Schlager im Spiegel der Zeit' wird all diesen Tendenzen gerecht. -- Bear Family hat die Reihe nicht nach den ab 1956 bekannten Hitparaden aus einschlägigen Zeitschriften konzipiert - denn hier könnten (nicht mehr nachprüfbar) zahlende Anzeigenkunden nachhaltigen Einfluß genommen haben. Die vorliegende Reihe - gespickt mit Spitzenstars aller Epochen im trauten Nebeneinander mit Eintagsfliegen - basiert vielmehr auf den soweit wie möglich noch vorhandenen Unterlagen der Zeitschrift 'Der Automatenmarkt'. Sie listete und gab bekannt, womit primär Musikboxen gefüllt wurden, weil die hörende Kundschaft dies so verlangte. -- Begonnen wird die chronologisch gestaltete Reihe mit zwei Veröffentlichungen mit Unvergessenem der Jahre 1929 bis 1933 sowie 1954 bis 1959. -- Zu den großen Interpreten der Frühzeit gehören Willy Fritsch und Marlene Dietrich, Bertolt Brecht & Lotte Lenya, Richard Tauber, die Comedian Harmonists - und selbst der 'singende' Boxer Max Schmeling hat natürlich seinen Platz. Sie alle und viele andere interpretieren Melodien u. a. von Legenden wie Robert Stolz, Ralph Benatzky und Hanns Eisler, von Willi Kollo, Friedrich Hollaender und Paul Abraham. -- In den Fünfzigern gaben vornehmlich Top-Stars wie Peter Alexander, Caterina Valente, Freddy, Lolita und Vico Torriani unablässig den Schlager-Ton an, ihre Arbeiten sind längst nationales Kulturgut wie die der Kolleg(inne)n Margot Eskens, Bill Ramsey, Ivo Robic oder (damals) Nachgewachsene wie Peter Kraus, Conny Froboess, Ted Herold und Heidi Brühl - um nur einige wenige aus dem unerschöpflichen Reservoir zu nennen. -- Sie alle gestalten mit ihren Beiträgen eine Bear-Family-Reihe, die den deutschen Schlager - ob man ihn nun mag oder nicht - als das vorstellt, was er ist: als unauslöschlichen Bestandteil der (Musik-)Kultur eines ganzen Landes.

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