Georg Philipp Telemann (1681-1767): Lukas Passion (1748)
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Eine besondere Wiederaufführung
Ein außergewöhnliches Ereignis war letztes Jahr bei den Magdeburger Festspieltagen die Wiederaufführung der letzten bekannten erhaltenen Passionskompositionen Telemanns - der Lukaspassion von 1748 - durch die Rheinische Kantorei und das Kleine Konzert unter Hermann Max. Das Autograph gelangte Mitte des 19. Jahrhunderts nach Berlin, wo es heute als einzige Quelle dieser Komposition aufbewahrt wird. Eigens für die moderne Wiederaufführung in Magdeburg wurde die historische Ausgabe ediert. Telemann griff alle vier Jahre auf denselben Passionsbericht zurück und unternimmt mit der Sprache der Musik eine immer neue Auseinandersetzung mit den Botschaften der vier Evangelisten. Das führt dazu, dass unter den 22 erhaltenen seiner 46 Hamburger "Kirchenpassionen" jede ein ganz anderes Gesicht trägt, und die Passionen die stilistische Entwicklung Telemanns vom Barock zur Frühklassik besonders deutlich zeigen. Die 1748er Lukaspassion ist ein besonderes Prachtstück: fast durchkomponiert, mit vielen aufwühlenden Accompagnati statt trockener Secco-Rezitative, mit dramatischen Arien und besonders prägnanten und zahlreichen Turba -Chören. Telemann at his best!
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A Special Repeat Performance
Last year’s Magdeburg Festival Days were marked by an extraordinary event: the revival of Telemann’s last known extant passion composition, the St. Luke Passion of 1748, by the Rheinische Kantorei and the Kleines Konzert under Hermann Max. In the mid-nineteenth century the autograph made its way to Berlin, where it today is preserved as the only source for this composition. The historical edition was prepared especially for the modern repeat performance in Magdeburg. Every four years Telemann returned to the same passion narrative, always employing the language of music to occupy himself in new ways with the gospel message of each of the four evangelists. This means that each of his twenty-two extant Hamburg »church passions« (from a total of forty-six) has an entirely different character and traces with special clarity Telemann’s stylistic development from the baroque to early classicism. The St. Luke Passion of 1748 displays special magnificence: it is practically through-composed and has many stirring accompagnati instead of dry secco recitatives, dramatic arias, and turba choruses of particular succinctness and in great numbers. This is Telemann at his best!
Press comments
klassik-heute: "So ist hier in der beeindruckenden
Telemann-Diskographie von cpo eine neue Folge zu begrüßen,
die dem Musikfreund auch außerhalb der dafür bestimmten
Zeit des Jahres Freude, Genuss und Erbauung bereiten
kann."
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