„Der Tod Jesu“, ein Passionsoratorium nach dem Text von Karl Wilhelm Ramler gehört in die Reihe der wunderbaren Alterswerke Georg Philipp Telemanns. 1755 in Hamburg uraufgeführt hat es leider – und zu Unrecht – nie die Berühmtheit des nur eine Woche später in Berlin aufgeführten Oratoriums auf den gleichen Text von Carl Heinrich Graun erlangt. Telemann stand mit dem viel jüngeren Graun in väterlich-freundschaftlichem Briefwechsel, und es ist durchaus möglich, dass das gleichzeitige Komponieren desselben Textvorwurfs ein bewußter Wettstreit beider Musiker war. Dafür würde der Austausch beider Werke in Hamburg und Berlin ein Jahr später sprechen. Wie dem auch sei – der alte Meister hat es dem Jüngeren hier ganz schön gezeigt! Seine Musik ist herber, aber auch charakteristischer als die „empfindsame“ und modische Grauns, voll von überraschender, ja drastischer Harmonik und – trotz sparsamster Instrumentation – voller unerhörter Klangbilder. Das alles ist bei Ludger Rémy und seinem Telemann-Kammerorchster Michaelstein in allerbesten Händen. Unsere Sänger-Starbesetzung: Dorothee Mields, Britta Schwarz, Jan Kobow, Klaus Mertens und der Magdeburger Kammerchor.
Press comments
BBC Music Magazine 9 / 2000: "The solo vocalists make a
strong showing."
Fanfare 10 / 2000: "Another of Telemann's late
masterpieces. One can only hope for many more such
idiomatic, inspired performances."
Early Music Review: "Another outstanding achievement."
Goldberg: "Excellent soloists."
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