Unsere Sammlung mit -bisher- unbekannten Weihnachtsoratorien wächst beeindruckend und beglückend. Nach Joseph Eybler im Oktober, kann ich Ihnen für diesen Monat sogar zwei Trouvaillen ankündigen. Da ist einmal das Weihnachtsoratorium von Carl Heinrich Graun (1703-1759), dem Kapellmeister Friedrichs des Großen. Es wurde erst vor kurzem in Washington wiederaufgefunden. Eine genaue Datierung ist noch nicht möglich, aber sicher entstand es in Grauns vor-berliner Zeit in Dresden oder Braunschweig. Wie dem auch sei - es ist ein Meisterwerk an der Schwelle zum empfindsamen Stil. Besonders besticht der wohlausgewogene Wechsel von melodisch betonten und kontrapunktisch streng gearbeiteten Chorsätzen, von gefühlvollen, farbenreich instrumentierten Arien und harmonisch weit ausgreifenden Rezitativen. Ingrid Schmithüsen, Lena Susanne Norin, Markus Schäfer und Klaus Mertens sind unsere Solisten. Hermann Max leitet seine Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert auf historischen Instrumenten.
Press comments
FAZ vom 17.12.99: "Mustergültig im Sinne historischer
Aufführungspraxis eingespielt."
Concerto 1 / 2001: "Die eigentliche Überraschung ist das
Werk selbst, das unverkennbar Züge der Empfindsamkeit
trägt, dabei aber durch eine dramaturgisch geschickte
Abfolge verschiedenen Satztypen keinen Augenblick die
Aufmerksamkeit der Zuhörenden verspielt. Musterhafte
Interpretation."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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