Referenzeinspielung
Obwohl diese Einspielung bereits 20 Jahre alt ist, hole ich sie immer wieder gern aus dem Regal. Hier hat Naxos in frühen Jahren eine Refernzeinspielung vorgelegt, die ich vielen neueren vorziehe. Ilya Kaler ist ein viel zu wenig beachteter Virtuose von Weltrang, der hier mit einer nahezu sensationellen Virtuosität, Leichtigkeit und Sicherheit aufspielt und keine spieltechnischen Grenzen zu kennen scheint. Auch das Orchester agiert hörbar ambitioniert, immer dicht am Solisten und fernab jeglicher Routine. Ein Höhepunkt ist die lange und mit endlosen Maximalschwierigkeiten gespickte Kadenz des ersten Satzes der 1. Konzerts, die die musikalische Thematik sinnvoll, stilecht und im Sinne der Papanini typischen Virtuosität verarbeitet. Leider ist Herkunft dieses Bravourstückes nicht aufgeführt. Die Tontechnik realsiert ein räumliches in sich geschlossenes Klangbild, in dem der Solist zwar deutlich wahrzunehmen ist aber nicht künstlich hervorgehoben wird.