Christoph Willibald Gluck (1714-1787): Ezio (Wiener Fassung 1763 / 64)
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Ezio (Oper in 3 Akten) (Gesamtaufnahme)
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1
Sinfonia: Allegro
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Signor, mai non più fasto la prole di Quirino (1. Akt)
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3
Signor, vincemmo
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4
Cara, di te più degno torna il tuo sposo
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5
Pensa a serbami, o cara, i dolci affetti tuoi
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6
E soffrirai, che sposa abbia la figlia
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7
Pria che sorg l'aurora, mora Cesare, mora
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8
Ezio sappia ch'io bramo seco parlar; che qui l'attendo
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9
So chi t'accese: basta per ora
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10
Fulvia, tu vuol sua sposa Cesare al nuovo di
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11
Ferma, sentimi, Onoria
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12
Va, ma tremo al tuo periglio
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13
Qual silenzio è mai questo! (2. Akt)
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14
Se nel trono in tanti affanni non ritrovo un cor fedele
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15
E puoi d'un tuo delitto Ezio incolpar?
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1
Che fo? Dove mi volgo?
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2
Recagli quell'acciaro
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3
Varo, se amasti mai, de'nostri affetti pietà dimostra
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4
Folle è colui che al tuo favor si fida, instabile fortuna
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5
Onoria, ascolta. Oggi, per mio riposo tu devi ad uno sposo
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6
Olà, qui si conduca il prigionier
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7
Ah temerario! ah ingrata!
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8
Passami il cor, tiranno!
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9
Olà! Varo si chiami (3. Akt)
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10
Se il fulmine sospendi, se ottengo il zuo perdono
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11
Varo, eseguisti il cenno?
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12
Vuoi consigli? Il chiedi invano. T'abbandono al tuo perdono
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13
Cesare, alla mia fede troppo ingrato sei tu, se ne sospetti
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14
Sono il mezzo a un' onda infesta
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Partì una volta: ah, lascia, mia speme, mio sostegno
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Misera, dove son! L'aure del Tebro son queste ch'io respiro?
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Inorridisci, o Roma: l'Attila lo spavento
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18
Della vita nel dubbio cammino
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Produktinfo
Gelungenes Recycling
Gluck galt lange als einer der großen Erneuerer der Operngeschichte, der mit Orfeo ed Euridice der italienischen Oper eine neue musikalische Richtung gewiesen habe, so wie er mit Iphigénie en Aulide dem französischen Musiktheater neue Wege gebahnt habe. Heutzutage wird diese Rolle zurückhaltender beurteilt. Hatte die ältere Musikgeschichtsschreibung Glucks Wirken in den Fokus der Opernreformen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gerückt, ist heute klar, dass hier eine ganze Gruppe von Komponisten am Werke war und Niccolo Jommelli oder Tommaso Traetta sicherlich eine ebenso bedeutende Rolle bei dieser Entwicklung zukommt.
Im übrigen warf Gluck die alte Opera seria keineswegs auf den Abfallhaufen: Schon ein Jahr nach Orfeo ed Euridice brachte er in Wien Ezio auf die Bühne, die Neuversion einer Oper auf ein Libretto von Metastasio, die er 1750 für Prag komponiert hatte. Da die meisten Opern damals selten länger als eine Saison aufgeführt wurden, konnte Ezio in Prag mit einer Wiederaufnahme in der folgenden Saison durchaus schon als Erfolg gelten.
Im übrigen war die Wiederverwertung bereits geschriebener Werk gang und gäbe. Auch bei Gluck spielte diese Praxis eine wichtige Rolle, wie besonders aus den Bearbeitungen seiner italienischen Werke für die französische Opernszene bekannt ist. So wurde beispielsweise mit korrigierenden Eingriffen wie dem Ersatz des in Frankreich weniger beliebten Kastraten durch einen Tenor aus Orfeo ed Euridice für Paris Orphée et Eurydice. Bei der Wiederaufnahme eines alten Opernstoffes musste Gluck indessen vorsichtig mit dem Altmaterial umgehen, da er möglicherweise inzwischen Teile bereits für andere Zwecke verwendet hatte: So fiel beim Wiener Ezio eine Arie des Prager Vorbilds dem Umstand zum Opfer, dass sie bereits mit einem anderen Text im Jahr zuvor eine Erfolgsnummer in Orfeo ed Euridice gewesen war.
Pressestimmen
FonoForum 07 / 09: "In der für einen Altkastraten
geschriebenen Titelrolle beeindruckt der junge
argentinische Countertenor Franco Fagioli mit
kraftvollem, charakteristischem Timbre und hohen
darstellerischen Qualitäten. Kirsten Blaise hat als seine
Geliebte Fulvia einen klaren, sicher geführten Sopran zu
bieten, der auch in ihrem dramatischen "Misera! Dove son"
die Leuchtkraft nicht einbüßt. Überzeugend mit heroischen
Untertönen Ruth Sand hoff als Kaiser Valentiniano. Sophie
Marin-Degor gibt die kaiserliche Schwester Onoria
stimmschön und kompetent."
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