Aribert Reimann (geb. 1936): Medea
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Im Jahr 2006 beauftragte die Wiener Staatsoper den deutschen Komponisten Aribert Reimann eine neue Oper zu schreiben. Nach kurzem Zögern nahm er das Angebot an und schuf mit Medeaein viel umjubeltes Werk, das in diesem Jahr seine Weltpremiere feiern konnte. Als Grundlage diente Franz Grillparzers Medea-Stoff, bei dem das Leid der Figur Medea, ihre Einsamkeit und Verlassenheit im Vordergrund steht. Während Reimann das Libretto verfasste, stellten sich bald erste Klangvorstellungen ein. Zuvor beschäftigte er sich intensiv mit den Sängern, um deren stimmliche Möglichkeiten auszuloten und die Partitur dementsprechend anpassen zu können. Bei der Uraufführung stand mit Michael Boder ein wahrer Reimann-Experte am Pult, der sich bereits zuvor mit der persönlichen musikalischen Sprache des Komponisten beschäftigte hat und sowohl Sänger als auch Orchester auch bei Medea ausgezeichnet führt. Hoch gelobt wurde vor allem Marlis Petersen, deren Rolle der Medea mit der „auf die Spitze getriebenen Expressivität“(NZZ) gesangstechnisch äußerst anspruchsvoll ist. Ebenso glänzend disponiert sind auch Michaela Selinger, Elisabeth Kulman und Michael Roider.
Rezensionen
„Wie hier der Dirigent Michael Boder, mit der Musik Reimanns innig vertraut, souveräne Übersicht bewahrt …verdient mehr als Respekt." (NZZ)
,,Zum Ereignis wird diese Aufführung vor allem aber auch durch ein schlechterdings phänomenales Ensemble mit Marlis Petersen als Medea an der Spitze, der Reimann eine ganz große Partie geradezu auf den Leib
zugeschnitten hat: eine würdige „Schwester“ der Strauss’schen Elektra oder Salome. Und das Wiener Staatsopernorchester unter Michael Boder entfaltet ein unerhörtes, faszinierendes orchestrales Klangspektrum, wie es wohl kaum mehr zu erreichen sein wird." (Fono Forum, 04 / 2011)
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FonoForum 04 / 11: "Zum Ereignis wird diese Aufführung vor
allem aber auch durch ein schlechterdings phänomenales
Ensemble mit Marlis Petersen als Medea an der Spitze, der
Reimann eine ganz große Partie geradezu auf den Leib
zugeschnitten hat: eine würdige "Schwester" der
Strauss'schen Elektra oder Salome. Und das Wiener
Staatsopernorchester unter Michael Boder entfaltet ein
unerhörtes, faszinierendes orchestrales Klangspektrum,
wie es wohl kaum mehr zu erreichen sein wird."
Preis der deutschen Schallplattenkritik: "Reimann gelingt
in seiner Medea die Quadratur des Kreises aus Tradition
und Gegenwart: Eine als beim Publikum erfolgreiche
zeitgenössische Oper mit großem Pathos, glühender
Leidenschaft und einer aberwitzigen Koloraturpartie, 2010
mit der grandiosen Marlis Petersen an der Wiener
Staatsoper uraufgeführt." (Robert Braunmüller)
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