Paul Butterfield: Keep On Moving (Hybrid-SACD)
Keep On Moving (Hybrid-SACD)
Die SACD verwendet eine höhere digitale Auflösung als die Audio-CD und bietet außerdem die Möglichkeit, Mehrkanalton (Raumklang) zu speichern. Um die Musik in High-End-Qualität genießen zu können, wird ein spezieller SACD-Player benötigt. Dank Hybrid-Funktion sind die meisten in unserem Shop mit "SACD" gekennzeichneten Produkte auch auf herkömmlichen CD-Playern abspielbar. Dann allerdings unterscheidet sich der Sound nicht von einer normalen CD. Bei Abweichungen weisen wir gesondert darauf hin (Non-Hybrid).
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- Label:
- MFSL
- Aufnahmejahr ca.:
- 1969
- Artikelnummer:
- 12668452
- UPC/EAN:
- 0821797230964
- Erscheinungstermin:
- 30.12.2026
Weitere Ausgaben von Keep On Moving |
Preis |
|---|---|
| LP, (180g) (Limited Numbered Edition) | EUR 47,99* |
| CD | EUR 8,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 2649
- Verkaufsrang in Super Audio CDs: 66
»Keep on Moving« wurde ursprünglich 1969 veröffentlicht und war die fünfte Elektra-Veröffentlichung der Paul Butterfield Blues Band. Vier Jahre lang war der Namensgeber und Anführer der Gruppe das einzige Originalmitglied, das von ihrem ersten Album aus dem Jahr 1965 übrig geblieben war. Diese Ausgabe der Butterfield Blues Band, die eine ähnliche Richtung wie Michael Bloomfields Electric Flag einschlug, stellte die Bläsersektion mit David Sanborn am Altsaxophon, Gene Dinwiddie am Tenor und Keith Johnson an der Trompete in den Vordergrund.
Die Ausrichtung der Band war eine von den Bläsern dominierte Soulmusik, die erstmals auf The Resurrection of Pigboy Crabshaw erkundet wurde und die sich von den hochgeschätzten düsteren Bluesexperimenten von East-West und dem Gitarrenduett von Michael Bloomfield und Elvin Bishop entfernte. Dieses Album bedeutete auch den letzten Auftritt des AACM- und Art Ensemble of Chicago-Schlagzeugers Phillip Wilson, dessen Butterfield-Abgesang die Zusammenarbeit mit Gene Dinwiddie auf dem Hippie-Gospel-Track »Love March« war.
Die Butterfield Blues Band lässt sich auf dem bläserlastigen »Keep on Moving« von der Leidenschaft des R&B mitreißen: Das Album besticht durch eine Bläsersektion mit David Sanborn und legt den Schwerpunkt auf die Kunst des Grooves.
Und dann war nur noch einer übrig. Paul Butterfield ist auf »Keep on Moving« das letzte verbliebene Gründungsmitglied seines gleichnamigen Kollektivs. Es ist schwer vorstellbar, dass es anders sein könnte. Die Butterfield Blues Band knüpft nahtlos an »In My Own Dream« an und gibt sich ganz der Leidenschaft des R&B hin – und fordert damit indirekt jedes von Bläsern begleitete Ensemble jener Zeit heraus, mit ihrer Energie, ihrem Puls, ihrer Präzision und ihrem Flair mitzuhalten. Während er sich auf diesem Album von 1969 mit einer erstklassigen Begleitbesetzung voll und ganz dem Soul verschrieb, löste Butterfield die Band nur zwei Jahre später auf.
Die Präsenz und die Platzierung der beeindruckenden Bläsersektion – bestehend aus einem jungen David Sanborn, Gene Dinwiddie, Trevor Lawrence, Keith Johnson und Steve Madaio – profitieren besonders von der neu gewonnenen Transparenz und Präsenz. Die Trennung zwischen den Instrumentalisten ist so ausgeprägt, dass man Tenor-, Bariton- und Altstimmen klar unterscheiden kann. Man spürt die Luft zwischen den blechbläsigen Klangfarben, Pausen und Schwellen. Die Gitarren von Butterfield und Howard »Buzz« Feiten klingen mit einem ähnlichen Gefühl von Realismus und Direktheit, wobei alles – von den raumfüllenden Tönen bis hin zum drahtigen Knacken ihrer Saiten – mit räumlicher Tiefe zum Vorschein kommt. Die Klangbildgestaltung, das Tempo und der Naturalismus tragen weiter dazu bei, »Keep on Moving« als ein weitaus besseres Album zu präsentieren, als viele Kritiker der damaligen Zeit glaubten.
Wer erwartet, dass die Butterfield Blues Band die Stilrichtung ihrer ersten beiden Alben wiederholt, könnte geneigt sein, sich dem zu verschließen, was der Gitarrist und Sänger auf diesem Album vorantreibt, das in die Billboard Top 200 kletterte und die letzte Zusammenarbeit des Bandleaders mit Phillip Wilson, dem Mitbegründer und Schlagzeuger des Art Ensemble of Chicago, markierte. Die Richtung, die die Gruppe einschlägt, wird bereits in den ersten Takten des treffend betitelten Eröffnungsstücks »Love March« deutlich. Das Stück, das sich durch Fanfaren mit Hornklängen und »Hup-Two«-Kadenz auszeichnet, ist zickzackförmig und psychedelisch angehaucht und versetzt die Gruppe mitten ins Zeitalter des Wassermanns. Dabei tauscht Butterfield sogar kurzzeitig seine Sechs-Saitige gegen eine Flöte ein.
Der Rest des Albums schlägt funkige, bluesige Pfade ein, die von rollenden Basslinien, dichten Bläsern, straffen Rhythmen und den typischen Mundharmonika-Einlagen geprägt sind. Bläserwände umrahmen »Morning Sunrise«, einen mitreißenden Rave-Up, bei dem Butterfields ungezügelter Gesang im Kontrast zum gemessenen Spiel seiner Bläsersektion steht. Ähnlich wie die meisten Titel auf »Keep on Moving« – wenn du nicht schon vor dem Ende dieses Gute-Laune-Stücks Lust hast, aus dem Sessel zu springen und zu tanzen, solltest du deinen Puls überprüfen – lehnt es sich an eingängige R&B-Strukturen an und stellt Grooves vor Riffs.
Tracklisting
Die Hörproben gehören zum Artikel Paul Butterfield: Keep On Moving (CD). Das Tracklisting kann bei diesem Artikel ggf. abweichen.
Disk 1 von 1 (SACD)
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1 Love march
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2 No amount of loving
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3 Morning sunrise
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4 Losing hand
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5 Walking by myself
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6 Except you
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7 Love disease
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8 Where did my baby go
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9 All in a day
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10 So far so good
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11 Buddy s advice
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12 Keep on moving
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