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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Fünf Winter

    Fünf Winter (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2023

    Überraschend anders

    Joe McGrady ist Polizist in Honolulu. Er bekommt seinen ersten großen Fall übertragen: Mord an zwei jungen Leuten. Diese haben hochrangige Verwandte. Die Ermittlungen sind nicht einfach, doch bald gerät ein Mann ins Visier. Dieser reist allerdings nach Hongkong aus. McGrady folgt ihm und rechnet mit einer Woche Abwesenheit. Doch gerade in Hongkong angekommen, überfällt Japan Pearl Harbor und der II. Weltkrieg verlagert sich auch in diese Gegend. McGrady wird unter einem Vorwand festgenommen und nach Japan deportiert …

    Das Buch überrascht – im positiven Sinn. Es ist als Thriller bezeichnet, wird als Krimi beworben und ist gleichzeitig ein historischer Roman wie eine Liebesgeschichte. Normalerweise bin ich für diese Art „Mischmasch“ nicht zu haben. Doch das Buch ist irgendwie anders. Egal, auf welcher Ebene die Handlung gerade spielt, sie ist durchdacht, wunderbar zu lesen und nicht eine Minute langweilig. Man will nur wissen, wie es ausgeht. Erfährt aber gleichzeitig auch viele interessante und gut verpackte Sachen, liest irgendwie einen Abenteuerroman und landet dann wieder bei einem klassischen Krimi und streckenweise bei einem Thriller. Dieses Wechselspiel ist hervorragend geschrieben und seit langem das Beste, was ich unter einem „historischen Krimi“ gelesen habe. Volle Leseempfehlung meinerseits!
    Sibir

    Sabrina Janesch
    Sibir (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.03.2023

    Schwierig

    Das Buch behandelt die Familiengeschichte der Autorin. Ihr Vater wurde nach dem II. Weltkrieg als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Sibirien, speziell nach Kasachstan, verschleppt. Sie selbst erlebt 1990, wie sogenannte Russlanddeutsche in ihren Heimatort kommen.

    Das Buch war für mich in mehrerer Hinsicht schwierig. Ich wusste nichts davon, dass nach dem II. Weltkrieg nicht nur Kriegsgefangene bzw. Kriegsverbrecher nach Sibirien gekommen sind, sondern auch Kinder, Frauen, Alte und Kranke. So gesehen, habe ich aus dem Buch viel gelernt. Auch die Parallelen der Familien nach dem II. Weltkrieg und der nach der Wende nach Deutschland kommenden Russlanddeutschen waren frappierend. Das war für mich das Positive an dem Buch. Auch die Berichte über das damalige Leben in Kasachstan waren interessant. Auf der anderen Seite hatte ich aber große Schwierigkeiten mit dem Lesen. Ich kam nur sehr schwer vorwärts und fand es ungeheuer zäh. Oft hatte ich das Gefühl, ich lese gegen eine Wand an. Ich kann nicht genau sagen, warum das so war. Deshalb kann ich auch nicht wirklich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Die Superkartoffel - Ein Superheld mit Stärke

    Artur Laperla
    Die Superkartoffel - Ein Superheld mit Stärke (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.03.2023

    Superhelden mal anders

    Supermax ist ein Superheld, wie man ihn sich vorstellt (und aus diversen Filmen kennt). Er hält sich für den größten und schönsten, er ist stark und der Gute. Das Problem ist nur, dass es da den Doktor Megafies gibt, der ihn in eine Kartoffel verwandelt (und andere auch). Er dachte: Problem gelöst. Dumm nur, dass Supermax auch in Kartoffelform ein Superheld mit all seinen Kräften bleibt.

    Das Buch ist in Comicform geschrieben/gezeichnet. Man erkennt bekannte Helden wieder und die werden ziemlich überzeichnet. Ob das ein 7-jähriges Kind schon so erkennen kann, kann ich nicht einschätzen. Als erwachsener Leser habe ich mich köstlich amüsiert. Auch über die Anspielung Kartoffel und Stärke … auch hier denke ich, werden Kinder das nicht erkennen. Ansonsten sind die Bilder sehr schön bunt und der Text gering. Warum er ausschließlich in Großbuchstaben geschrieben wurde, erschließt sich mir nicht ganz. Aber das ist nur als Anmerkung gedacht. Erstleser werden sicher damit klarkommen. Insgesamt ist im gesamten Buch sehr viel Witz vorhanden und auch genügend Spannung. Mir gefiel die erste Geschichte besser als die zweite mit den Außerirdischen. Obwohl auch hier kräftig überzogen wurde. Zusammengenommen ist es ein schönes Buch, was für mich zwar eher Jungs anspricht, doch insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung.
    Windstärke Tod

    Bente Storm
    Windstärke Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.03.2023

    Nicht schlecht

    Die junge Wasserschutzpolizistin Agatha fischt in der Nähe von Cuxhaven einem Mann aus dem Wasser. Schnell stellt sich heraus, er ist nicht ertrunken, sondern wurde umgebracht. Die Ermittlungen ergeben, dass er als Mediator bei einem wichtigen Projekt agieren sollte. Es ging um einen großen Windpark in Küstennähe und es gab einige wichtige Personen, die sowohl dafür als auch dagegen waren. So sind mehrere Politiker in den Fall involviert und die Ermittlungen sind schwierig. Die Leitung bekommt Victor von der Kripo, der die Hilfe von Agatha eigentlich nicht will.

    Das Buch ist nicht schlecht. Anfangs amüsierte ich mich über die verschiedenen Namen und entsprechenden Anspielungen zu bekannten Persönlichkeiten. Ein wenig genervt hat mich das ständige Gezerre um die Kompetenzen. Das Buch war sehr gut lesbar, geradliniger Stil. Genauso erwartet man einen Regionalkrimi. Nicht unbedingt super hohe Spannung, aber genug davon vorhanden, dass ich dann zwar eine Vermutung hatte, aber keine Idee zu den Hintergründen. Alles in allem kann ich das Buch empfehlen und würde auch eine Fortsetzung lesen.
    Südlich von Porto lauert der Tod

    Mariana da Silva
    Südlich von Porto lauert der Tod (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.03.2023

    Nicht nur ein Urlaubskrimi

    Ria ist Polizistin in Stuttgart. Sie hat sowohl deutsche wie portugiesische Familienteile und möchte sich gerade in Portugal einen langen Erholungsurlaub können. Dieser beginnt zwar mit der Beerdigung ihres Großvaters, doch anschließend möchte sie nur noch Sonne und Meer und nichts mehr von ihrer Arbeit in Deutschland. Doch auch in Portugal arbeiten ihre Cousine und deren Mann bei der örtlichen Polizei und als eine tote Frau gefunden wird, hilft Ria erst einmal aus, denn üblicherweise sind in dem kleinen Ort leichte Delikte an der Tagesordnung und ihr Schwager als Leiter der Polizeistation ist heillos überfordert.

    Das Buch ist auf den ersten Blick wie typischer Urlaubskrimi. Das Cover ist auffällig, aber passend. Die großen Kacheln ziehen den Blick an. Später im Buch werden sie erklärt. Jedes Kapitel beginnt mit einem portugiesischen Begriff, einem Ort, einer Redewendung u. ä. Es gibt dazu eine kurze Erklärung. Das hat mir gut gefallen, denn es ist wie eine kleine Einweisung. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, zwar nicht super spannend, aber doch so gut, dass ich mit meinen Vermutungen falsch lag und das Ergebnis eine Überraschung war. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und man hat sofort das Gefühl, dass man unbedingt nach Portugal reisen sollte. Auch das Essen wurde ausreichend erwähnt, um Appetit zu wecken. Alles in allem wird eine Fortsetzung angedeutet. Diese würde ich gerne lesen. Das Buch ragt für mich aus den üblichen Auslandsurlaubskrimis in seiner Qualität hinaus.
    Wolfskinder

    Vera Buck
    Wolfskinder (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.03.2023

    Spannend unheimlich

    Über einem kleinen Dorf in den Bergen liegt in noch größerer Höhe die Siedlung Jakobsleiter. Dort lebt eine Art Sekte von Außenseitern. Zwei Jugendliche besuchen die örtliche Schule, doch sie nur gemobbt. Das geht bis zu heftigen Prügeln. Die neue Lehrerin versucht, sie mit einzubinden, doch nach kurzer Zeit verschwindet sie. Und reiht sich damit ein in eine Reihe von verschwundenen jungen Frauen...

    Das Buch ist heftig, unheimlich, aber auch sehr spannend. Über weite Strecken hat man überhaupt keine Ahnung, worum es sich im Einzelnen handelt. Die Kapitel werden jeweils aus Sicht verschiedener Beteiligter erzählt. Sowohl der Leute aus dem Ort, wie auch der Leute vom Berg. Und immer, wenn man denkt, man hat ein Stück der wahren Geschichte erfahren, ändert sich das Ganze wieder. Als Leser muss man einiges aushalten können, ich würde das Buch nicht guten Gewissens jedem zum Lesen empfehlen wollen, einigen wird es Albträume bescheren. Doch wer auf einen richtig guten Thriller steht, sollte diesen besonderen Erstling lesen.
    Die Bibliothek der Hoffnung

    Kate Thompson
    Die Bibliothek der Hoffnung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.03.2023

    Bücher verändern die Welt

    1944 in London haben die deutschen Bomben großen Schaden angerichtet. Die Menschen suchen Schutz in einer stillgelegten U-Bahn-Station. Neben einem Theater, einem Kindergarten, Tausenden von Schlafplätzen gibt es auch eine kleine Bibliothek. Die Bibliothekarinnen Clara und Ruby versuchen, so viele Bücher wie möglich an so viele Menschen wie möglich zu bringen und dabei deren Bedürfnisse zu berücksichtigen.

    Das Buch ist auf seine Art etwas Besonderes. Obwohl ich eigentlich etwas anderes erwartet habe, war ich am Ende nicht enttäuscht. Die Geschichte über die unterirdische Bibliothek ist zwar in großen Teilen fiktiv, doch das betrifft eehr das Personal und die handelnden Personen. In Wirklichkeit hat es diese besondere Bibliothek gegeben und die Geschichte darüber sollte noch mehr bekannt gemacht werden. Gut gefallen hat mir, dass am Anfang jedes Kapitels ein besonderer Spruch bzw. ein Zitat über Bücher oder Bibliotheken stand. Gerade dabei wurde klar, wie wichtig Bücher sind und wie viel sie verändern können. In der Welt, bei den Menschen, im Großen wie im Kleinen. Die fiktiven Geschichten um die Menschen im Untergrund waren mir am Ende manchmal ein wenig zu sehr „Happy end“. Doch das ist gleichzeitig auch eine Art von Hoffnung. Alles in allem gibt es von mir für das Buch eine absolute Leseempfehlung.
    Reider, K: Bildergeschichten zum Mitmachen: Hier kommt Finni

    Reider, K: Bildergeschichten zum Mitmachen: Hier kommt Finni (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.03.2023

    Gelungen

    Finni Fuchs ist ein kleiner Fuchs, der sich wie ein kleines Kind verhält. Das Buch ist für Kinder ab 2 Jahren gedacht und der Fuchs erlebt quasi die Kinderalltag mit. Die Tiere übernehmen hier die menschlichen Aufgaben. Finni ist mit sehr viel Energie ausgestattet und hat in 5 Kapiteln einen sehr vollen Tag zu erleben. Von morgens an über Kindergarten, Kuchenbacken, Großelternbesuch bis zum Bett sind viele Dinge in einen Tag gepackt. Aber durch die sehr schönen Bilder und den nur kurzen Text, der sich hervorragend zum Vorlesen eignet, wird alles plastisch dargestellt. Die Bilder sind unterschiedlich und dadurch kann man sie sich immer wieder ansehen. Man entdeckt ständig neues. Trotzdem erkennt sich das Kind in vielem wieder und hat eine feste Bezugsperson – quasi mit Finni einen kleinen Freund.
    Die Geschichten überfordern den kleinen Leser (besser Anseher) nicht. Statt dessen werden Alltagssachen mit etwas Humor rübergebracht.

    Am Ende gibt es noch eine Figur von Finni zum „Ausschneiden“ bzw. Herausnehmen und Kleidung dazu. Für 2-jährige vielleicht ein wenig früh, aber das kommt sicherlich auf das Kind an.

    Alles in allem ist es ein nettes kleines Buch, liebevoll gestaltet und auch als Geschenk sehr gut geeignet.
    Die kleine Rittereule

    Christopher Denise
    Die kleine Rittereule (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.03.2023

    Ich bin verliebt

    Kaum aus ihrem Ei geschlüpft, hat die kleine Eule nur einen einzigen Wunsch: Sie will ein Ritter sein! Und so bewirbt sie sich kurzerhand bei der Ritterschule und bekommt tatsächlich die Möglichkeit einer Ausbildung. Aller Anfang ist sehr schwer: ob das große Schild oder das eher unhandliche Schwert … alles wird gemeistert und die kleine Eule wird zur richtigen Rittereule mit Rüstung und einer ersten Nachtwache. Doch die wird ganz anders als geplant ...

    Ich bin verliebt in diese kleine Eule – und das als Erwachsener! Sie ist einfach zuckersüß. Anders kann man das nicht nennen. Wie muss das erst auf die eigentliche Zielgruppe – die Kinder – wirken? Dieses kleine Tier lebt seinen Traum und kämpft dafür. Aber es tut eben auch alles dafür. So haben die Kinder ein Vorbild zur Orientierung. Gleichzeitig wurden die Zeichnungen aber absolut liebevoll angelegt mit unheimlich vielen Details. Es gibt nur wenig Text und somit ist es ideal zum Vorlesen und gleichzeitig Betrachten und Erklären. Und zum immer wieder Ansehen. Auch ein ideales Geschenk für Kinder, und zwar Jungen wie Mädchen.
    Wiegele, U: Malvenflug

    Wiegele, U: Malvenflug (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2023

    Enttäuscht etwas

    Erzählt wird die Familiengeschichte der Familie Prochazka. Da der Vater ständig fremdgeht, trennt sich die Mutter Emma von ihm und fährt in die Schweiz zum Arbeiten. Das hat zur Folge, dass ihre vier Kinder verstreut aufwachsen. Die älteste Tochter Helga geht in ein Kloster, der ältere Sohn Fritz in einen Napola-Schule und die Jüngeren wachsen bei den Großeltern auf. Anfangs will Emma immer nur das Geld zusammenbekommen, um die Schulden zu bezahlen. Doch auch danach bleibt sie weiter in der Schweiz...

    Im Buch wird die Familiengeschichte im ersten Teil aus verschiedenen Sichten der einzelnen Familienmitglieder erzählt. Im zweiten Teil beschreibt den Fortgang nur noch Helga. Das Ganze ist gut lesbar und direkt beschrieben, konnte mich aber nicht anfassen. Zum einen ist alles in extremer Kurzform, fast wie ein Protokoll, verfasst. Gefühle werden ab und zu genannt, aber wie in der ganzen Familie herrscht dabei eine für mich unheimliche Kälte und Unnahbarkeit. So macht es mir keine der Personen irgendwie besonders sympathisch. Helga ist dabei noch die wärmste Person. Verbunden ist das Ganze mit den Kriegsjahren und dem Kriegsende und der Vertreibung der Sudetendeutschen. Dies wird nicht einseitig, sondern sehr reflektiert beschrieben. Das hat mir gefallen. Trotzdem hat mich das Buch am Ende enttäuscht und ich kann nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.
    Adam, L: Stigma

    Adam, L: Stigma (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.03.2023

    Heftig

    Die Mordkommission in Hamburg muss nach dem Auffinden einer Männerleiche, der die Augen ausgestochen wurden, versuchen, die Tat aufzuklären. Das ist nicht einfach, denn es findet sich anfangs kein wirkliches Motiv. Erst als eine weitere Leiche auftaucht, verdichtet sich der Verdacht, dass die Morde etwas mit dem Vorleben der Männer zu tun haben könnten...

    Die Geschichte ist ziemlich heftig. Sie wird auf zwei Erzählebenen geschildert. Zum einen geht es um die laufenden Ermittlungen und die darin verwickelnden Personen. Zum anderen ist da eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die vergewaltigt oder sexuell belästigt wurden. Dieser Teil ist extrem gut geschrieben, aber ebenso extrem schwierig zu lesen. Es ist erschreckend, wie viele verschiedene Formen des Missbrauchs von Frauen es gibt. Und noch erschreckender ist, wie wenig davon überhaupt zur Anzeige kommt und dass kaum Täter dann zur Verantwortung gezogen werden. Das Ende war für mich dann allerdings nur zur Hälfte überraschend, weil ich schon ab Mitte des Buches einen sich dann bestätigenden Verdacht hatte. Alles in allem gibt es von mir eine Leseempfehlung.
    Weinberg, J: Gut Erlensee - Cäcilias Erbe

    Weinberg, J: Gut Erlensee - Cäcilias Erbe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.03.2023

    Schwierige Entscheidungen

    Cäcilias Ausbildung als Lehrerin ist erfolgreich beendet. Sie hat das große Glück, in der Nähe von Gut Erlensee eine Anstellung in der Dorfschule zu erhalten, und macht sich mit Feuereifer an die Arbeit. Doch kurz bevor sie die Stelle antreten kann, bekommt sie eine Nachricht aus der alten Heimat. Ihr Vater ist gestorben. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie einige unerwartete und heftige Nachrichten...

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um das Gut Erlensee und seine Bewohner. Hier geht es besonders um die Patentochter Cäcilia, an deren Beispiel die Autorin klar macht, wie schwierig es nach dem Ersten Weltkrieg für Frauen war, eine berufliche Laufbahn einzuschlagen und diese mit Ehe und Familie verbinden zu können. Welche Steine den Frauen in den Weg gelegt wurden und wie schwer es diese hatten, gerade auf dem Lande die alten Sitten zu verändern. Es ist eine Zeit des Aufbruchs und anhand der verschiedenen Familienmitglieder werden unterschiedliche Probleme der damaligen Zeit dargestellt. Das Ganze ist gut lesbar und ebenso unterhaltsam. Man merkt deutlich die Unterschiede zwischen den älteren Familienmitgliedern und ihren Ansichten und den jungen Leuten mit moderneren Vorstellungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Cruz, M: Magic Kingdom. Im Reich der Märchen, Band 1: Der Fl

    Cruz, M: Magic Kingdom. Im Reich der Märchen, Band 1: Der Fl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2023

    Guter Beginn

    Als Filomena den letzten Band ihrer Buchreihe in der Buchhandlung kaufen will, muss sie schockiert erfahren, dass es den nicht geben wird. Unendlich frustriert macht sie sich auf den Heimweg und gerät in das größte Abenteuer ihres Lebens …

    Das Buch hat mir gut gefallen. Es beginnt schon mit dem Cover, das in der Buchhandlung ins Auge fallen wird. Neben einer sehr exotischen Hauptfigur gibt es (jedenfalls für mich) Aladins Wunderlampe, einen Prinzen und eine Art Robin Hood. Also sehr breit gefächert. Dann fand ich den Anfang mit dem neu interpretierten „Dornröschen“ einfach Klasse. Auch der weitere Verlauf: eine von den Eltern stark überbehütete Leseratte gerät in teilweise gefährliche Abenteuer, die sie nur mit viel Hilfe von modernisierten Märchenfiguren und Freunden bestehen kann. Das alles ist Stoff für ein aufregendes Buch, das einige Märchen(figuren) komplett umkrempelt und so die jungen Leser dafür interessiert. Auch mich als Erwachsenen hat die einfache Umkehr mancher altbekannter Charaktere fasziniert. Ein paar Kleinigkeiten (wie nette Sternchen bei den Seitenzahlen) runden das Ganze ab, das insgesamt sehr gut lesbar ist und natürlich auf die Fortsetzung hinweist. Für mich absolut gelungen.
    Verschwiegen

    Eva Björg Ægisdóttir
    Verschwiegen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2023

    Steigerungsfähig

    Die Polizisten Elmar ist aus Reykjavik zurück in ihren Heimatort Akranes gezogen. Sie hofft auf ruhige Dienste, doch schon bald wird am alten Leuchtturm eine tote Frau gefunden. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn viele Leute im Ort verschweigen Dinge aus der Vergangenheit...

    Das Buch hat mich insgesamt etwas enttäuscht. Ich fand es unheimlich zäh zu lesen und bin kaum vorwärts gekommen. Die Kapitel wechseln sich in Gegenwart und Vergangenheit ab. Gerade am Anfang prasseln unheimlich viele - zum Teil auch schwierige - Namen auf einen ein und man hat große Probleme, die dazugehörigen (Familien)verhältnisse zu erkennen. Immer, wenn man gerade ein aufkommendes Gefühl von Spannung hat, gibt es ein Kapitel aus der Vergangenheit und die ganze Spannung ist erst einmal weg. Relativ zeitig habe ich auch erkannt, worum es sich in der Vergangenheit handelt. Die Auflösung ist dann zwar eine Überraschung, doch das Ende ist für mich irgendwie unbefriedigend. Da das Ganze als eine Reihe angelegt ist, hat es in meinen Augen noch sehr viel Luft nach oben. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich einen Folgeband lesen möchte.
    Ostfriesengier

    Klaus-Peter Wolf
    Ostfriesengier (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.02.2023

    Und jetzt Marzipan

    In der Polizeidirektion Aurich ändert sich einiges. Die neue Direktorin Elisabeth Schwarz tritt ihren Dienst an. Sie ist völlig anders als ihre Vorgänger und die ostfriesischen Beamten haben damit so ihre Probleme. Doch viel wichtiger ist, dass bei ihrem Amtsantritt eine Bombe in einem Polizeiauto explodiert. Der dazugehörige Beamte wird wenig später erschossen. Und es bleibt nicht der einzige, vor allem nicht der einzige Polizist ...

    Im neuen Teil der Reihe um Ann Kathrin Klaasen geht es gleich um zwei parallele Kriminalfälle. Wie immer gibt es teils unkonventionelle Lösungen. Auch neue Figuren werden in die Geschichte eingeführt. Für diese Reihe muss man entweder ein Fan sein oder man kommt wahrscheinlich damit gar nicht klar. Allerdings sollte man einige der Vorgängerbände kennen, damit man die handelnden Personen einschätzen und zuordnen kann. Ebenfalls wie immer gibt es Bezüge auf reale Personen in Ostfriesland bzw. aus der Buchbranche. Ich mag diese Reihe sehr und gebe deshalb auch eine absolute Leseempfehlung. Und jetzt erst mal Marzipan …
    Die letzte Lügnerin

    Florian Schwiecker
    Die letzte Lügnerin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.02.2023

    Aktuell

    Rocco Eberhardt hat einen neuen Fall. Er vertritt einen ehemaligen Berliner Bausenator, dem ein Mord vorgeworfen wird. Doch Rocco hat ein komisches Gefühl und glaubt an die Unschuld seines Mandanten. Auf der anderen Seite befürchtet er allerdings, dass in die Geschichte auch sein Vater verwickelt ist, denn es geht um mehrere Millionen und viele Immobilien...

    Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um Rocco Eberhardt und seine Gerichtsverhandlungen und zeichnet sich wiederum durch absolute Aktualität aus. Die Spannung ist auch hier nicht durchgehend super hoch, aber immer vorhanden. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass zwei Profis über etwas schreiben, was sie gut können. In dem Fall kommt noch dazu, dass hier die Kompliziertheit von Immobiliensachen einfach und verständlich erklärt wird. Auf diese Art versteht man, welche Fehler in Berlin (aber anderswo auch) gemacht wurden und gemacht werden und man erkennt, welche Interessen dahinter stehen, dass sich möglichst wenig an der Situation ändert. Gleichzeitig werden aber auch Lösungswege aufgezeigt. Normalerweise müsste man das Buch vielen Politikern als Pflichtlektüre geben. Erschreckend ist, dass in vielen Bereichen absolute Amateure über die Geschicke von Stadt, Land oder Bund entscheiden. Das macht für mich den Reiz dieser Reihe aus, daher eine absolute Leseempfehlung.
    Die Klinik

    Hubertus Borck
    Die Klinik (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.02.2023

    Spannend und hochaktuell

    In einer Hamburger Klinik stirbt auf der Intensivstation ein Mann der nach einem Fahrradunfall zwar im Koma liegt, aber für den keine akute Lebensgefahr mehr besteht. Seine Ehefrau ist überzeugt, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch niemand glaubt ihr. Sie schafft es jedoch, eine Untersuchung der Rechtsmedizin durchzusetzen, und dabei wird festgestellt, dass sie Recht hat. Die Ermittlungen übernehmen Kriminalkommissarin Erdmann und ihr Kollege Eloglu.

    Der zweite Teil um die beiden Ermittler ist hochaktuell. Da geht es nicht nur einfach um einen Mordfall, sondern um wirkliche Zustände in heutigen Krankenhäusern und um den Umgang mit dem Personal sowie mit Ermittlungen, die möglichst nicht nach außen dringen sollen. Die Beschreibungen sind für mich sehr realitätsnah. Und obwohl man weiß, warum der Täter die Morde ausführt, bleibt die Spannung das ganze Buch über sehr hoch. Lange hat man überhaupt keine konkrete Idee, wer es sein könnte, und selbst dann, wenn man als Leser der Polizei einen Schritt voraus ist, gibt es immer noch wieder eine überraschende Wendung und eine andere Lösung. Daher gibt es von mir für das Buch eine absolute Leseempfehlung.
    Fatmanurs fabelhafte Backwelt

    Fatmanur Kilic
    Fatmanurs fabelhafte Backwelt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.02.2023

    Gelungen

    Erst mit dem Backbuch lernte ich Fatmanur kennen. Von den sozialen Medien kannte ich sie nicht. Daher bin ich auch völlig „unvorbereitet“ an dieses Buch herangegangen.

    Der erste Eindruck ist sehr gut. Ein sympathisches Cover und eine ebenso sympathisch wirkende Person. Ein fester Einband und wunderschöne Fotos, die Lust auf Backen machen.

    Eingeteilt ist das ganze in verschiedene Kapitel (u. a. Basics, Klassiker, Desserts oder Herzhaftes. Vorangestellt ist ein kleines Vorwort der Autorin und eine kurze Vorstellung. Mir hat gefallen, dass das wirklich kurz war. Man bekommt einen ersten Eindruck, aber die „Hauptersonen“ im Buch bleiben die Zutaten und das Backen. Am Ende ein paar Fotos der Familie der Autorin und ein klassisches Register zum schnellen Auffinden. So weit – so gut.

    Nach Durchsicht der verschiedenen Kapitel stellte ich schnell fest, dass das Buch überwiegend für Backanfänger geeignet ist. Das beginnt schon mit der Vorstellung der der wichtigsten Grundzutaten und Utensilien. Da ich öfter backe, musste ich hier ein wenig Schmunzeln. Ich kenne aber auch Menschen, für die das wirklich nötig wäre. Danach werden ein paar Grundteige vorgestellt und 4 verschiedene Buttercremes. Auch etwas für eher Anfänger.

    Auch z. B. das erste Kapitel der Klassiker. Hier sticht nichts besonders heraus. Die Zutaten sind normal und dürften in jedem Backhaushalt vorhanden sein. Backzeit und Zubereitungszeit ist benannt – dazu ebenfalls die Mindestkühldauer. Die Erklärungen sind nachvollziehbar. Auf jeder Seite ist noch ein QR-Code für das dazugehörige Erklär-Video. Das Kapitel Easy Peasy enthält auch etwas (nicht nur) für Leute, die gar nicht backen können oder wollen. Etwas anspruchsvoller sind die Rezepte für besondere Anlässe. Das letzte Kapitel befasst sich mit herzhaften Sachen, in dem Fall Brot, Brötchen u. ä.

    Da ich selbst öfter backe, habe ich Rezepte ausprobiert, die mir etwas neues boten: in dem Fall Ofen-Krapfen (kannte ich nur mit Ausbacken im Fett und war eine gute Alternative), Zimtschnecken-Kekse und Maulwurf-Törtchen (hier kannte ich nur den großen Kuchen). Alles ist gelungen und hat geschmeckt.

    Mein Fazit zum Buch: schöne Zusammenstellung, realisierbar, die Erklärungen funktionieren. Allerdings würde ich es wirklich eher Backanfängern empfehlen.
    Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers

    Arno Strobel
    Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.02.2023

    Überzeugt

    Max Bischoff, inzwischen nur noch Dozent und Privatermittler, wird von der Leiterin der K11 – seiner ehemaligen Arbeitsstelle – um Hilfe gebeten. Das verwundert ihn, denn ihr Verhältnis ist gelinde gesagt – unmöglich. Er soll einen alten Fall von vor 22 Jahren aufklären helfen, in dem eine kürzlich verstorbene Bekannte der Leiterin verwickelt ist. Bischoff nimmt an und gerät in ein Winzerdorf, in dem mehr oder wenige alle schweigen und er bald Drohungen erhält. Dann geschieht ein weiterer Mord …

    Der Autor hat es erneut geschafft, einen mehr als spannenden Thriller zu schreiben – im gewohnt guten und super lesbaren Stil. Die Beschränkung auf einen kleinen Ort schränkt die Täterauswahl ein – und trotzdem hatte ich bis zum Schluss keine wirkliche Idee, wer es war und warum es passierte. Dadurch war die Spannung durchweg vorhanden. Natürlich spielen auch die Animositäten mit diversen bei der Polizei arbeitenden Personen eine große Rolle und der sehr spezielle Wissenschaftler Dr. Wagner bereichert das Ganze unheimlich. Auch die Aussichten persönlicher wie arbeitstechnischer Art durch die junge neue Polizistin machen neugierig auf die Folgebände (die hoffentlich bald folgen). Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
    Hahn, R: Riffgeist

    Hahn, R: Riffgeist (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2023

    Überzeugt nicht

    In Binz wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Scheinbar war sie als Prostituierte tätig, doch es gibt keine richtigen Beweise. Im Hafen von Mukran findet der ehemalige Polizist Mike und jetzige Wachschutz ein kleines Mädchen. Es stellt sich heraus, dass sie ein Flüchtlingskind ist. Sie wird dem Jugendamt übergeben, doch bereits kurze Zeit später ist sie verschwunden...

    Das Buch ist der dritte Teil einer Reihe Rügen-Krimis. Es sind jeweils einzeln abgeschlossene Fälle. Jedoch ist es ohne Kenntnis der Vorgängerbände nicht wirklich einfach, alle Zusammenhänge zu verstehen und die Entscheidung der einzelnen Personen nachzuvollziehen. Die anfänglichen Ermittlungen sind völlig in Ordnung. Der zweite Teil des Buches handelt dann aber darüber, wie das verschwundene Kind wieder aufgefunden wird. Für detaillierte Beschreibung müsste ich zu viel spoilern. Doch dieser Teil des Buches ist in meinen Augen völlig unrealistisch und komplett überzogen. Die Personen tun Dinge, die ich – gerade mit ihrer Vorgeschichte - nicht wirklich nachvollziehen kann. Das Ganze wirkt auf mich nicht glaubwürdig und arg konstruiert. Daher kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.
    Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Martin Luther King Jr.

    Brad Meltzer
    Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Martin Luther King Jr. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2023

    Zum Nachdenken

    In der Kinderbuchreihe „Jede:r kann die Welt verändern!“ werden wichtige Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen kindgerecht biografisch vorgestellt. In diesem Fall ist es Martin Luther King, dessen Weg zu einem Kämpfer für die Gleichberechtigung der Schwarzen (ich verwende bewusst den Begriff, weil er zur Zeit von Martin Luther King Usus war) und damit der Abschaffung der Rassentrennung nachgezeichnet wird. Das wird über witzige Comiczeichnungen erreicht mit entsprechend kurzen Texten zum Vorlesen oder für Erstleser. Aufgrund der Ausrichtung auf Kinder um die 7 Jahre musste natürlich vieles vereinfacht und verkürzt dargestellt werden. Hier ist die (Lese)Begleitung durch einen Erwachsenen wünschenswert, denn manches wird bei den heutigen Kindern Fragen aufwerfen, die im Buch erst einmal nicht beantwortet werden. Das ist für mich aber in Ordnung.
    Mir persönlich hat nicht gefallen, dass Martin Luther King als Baby/Kind mit Bart gezeigt wird und als Erwachsener immer noch wie ein Baby. Ich vermute, sollte eine durchgehende Wiedererkennung damit gewährleistet sein. Ich glaube aber, Kinder sind so klug, dass sie den erwachsenen King auch erkennen, wenn er nicht mehr wie ein Baby gezeichnet ist.
    Turmgold

    Peter Grandl
    Turmgold (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.02.2023

    Nicht einfach

    In dem alten Bunker (aus Turmschatten) ist jetzt ein jüdischer Kindergarten untergebracht Neonazis versuchen, in den Turm einzudringen und die Kinder und die Kindergärtnerinnen als Geiseln zu nehmen. Die Polizei und die Sondereinheiten trauen sich deshalb nicht, den Turm zu stürmen. Doch eigentlich geht auf jeder Seite alles schief...

    Das Buch ist die Fortsetzung von Turmschatten. Es ist in sich abgeschlossen, man kann es auch ohne den Vorgängerband lesen, aber es wäre hilfreich, wenn man den ersten Teil kennt. Denn viele der Figuren in diesem Buch kommen im ersten Teil vor und ohne entsprechende Vorkenntnisse versteht man nicht alle Einzelheiten. Auch hier werden fiktive Ereignisse mit wahren politischen Begebenheiten gemischt und das so gut, dass man oft das Gefühl hat, alles ist wahr. Manchmal sind vor allem in den ersten Kapiteln gerade die Nebenfiguren ein wenig zu ausführlich beschrieben. Ich kann mir das nur so erklären, dass sie in der geplanten Fortsetzung noch eine Rolle spielen werden. Das Ende birgt eine Überraschung, die ich allerdings ein wenig zu konstruiert empfinde. Aber auch hier gibt es vielleicht einen Verweis auf Teil 3. Was mir an der Reihe sehr gut gefällt, ist die differenzierte Darstellung von Tätern wie auch Opfern. Da gibt es die strohdummen dumpfen Nazis, aber auch die gefährlichen. Da gibt es Menschen jeglicher Religion, die zusammenarbeiten. Da gibt es aber auch Menschen, die sich ändern - zum Guten wie zum Schlechten - und diese Änderungen werden ausführlich und nachvollziehbar begründet. Das macht das Buch sehr authentisch und vielschichtig. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.
    Turmgold

    Peter Grandl
    Turmgold (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.02.2023

    Nicht einfach

    In dem alten Bunker (aus Turmschatten) ist jetzt ein jüdischer Kindergarten untergebracht Neonazis versuchen, in den Turm einzudringen und die Kinder und die Kindergärtnerinnen als Geiseln zu nehmen. Die Polizei und die Sondereinheiten trauen sich deshalb nicht, den Turm zu stürmen. Doch eigentlich geht auf jeder Seite alles schief...

    Das Buch ist die Fortsetzung von Turmschatten. Es ist in sich abgeschlossen, man kann es auch ohne den Vorgängerband lesen, aber es wäre hilfreich, wenn man den ersten Teil kennt. Denn viele der Figuren in diesem Buch kommen im ersten Teil vor und ohne entsprechende Vorkenntnisse versteht man nicht alle Einzelheiten. Auch hier werden fiktive Ereignisse mit wahren politischen Begebenheiten gemischt und das so gut, dass man oft das Gefühl hat, alles ist wahr. Manchmal sind vor allem in den ersten Kapiteln gerade die Nebenfiguren ein wenig zu ausführlich beschrieben. Ich kann mir das nur so erklären, dass sie in der geplanten Fortsetzung noch eine Rolle spielen werden. Das Ende birgt eine Überraschung, die ich allerdings ein wenig zu konstruiert empfinde. Aber auch hier gibt es vielleicht einen Verweis auf Teil 3. Was mir an der Reihe sehr gut gefällt, ist die differenzierte Darstellung von Tätern wie auch Opfern. Da gibt es die strohdummen dumpfen Nazis, aber auch die gefährlichen. Da gibt es Menschen jeglicher Religion, die zusammenarbeiten. Da gibt es aber auch Menschen, die sich ändern - zum Guten wie zum Schlechten - und diese Änderungen werden ausführlich und nachvollziehbar begründet. Das macht das Buch sehr authentisch und vielschichtig. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.
    Die Herzchirurgin

    Jack Jordan
    Die Herzchirurgin (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2023

    Mutterliebe

    Anna arbeitet als Chirurgin in einem Krankenhaus. Ihr Sohn wird entführt und sie bekommt ihn nur zurück, wenn sie einen speziellen Patienten bei der nächsten Operation töten wird. Anna steckt in einem Dilemma: rettet sie den Patienten oder ihren Sohn?

    Das Buch ist über weite Strecken sehr spannend. Gerade am Anfang kommt die Spannung daher, dass man nicht weiß, wie die letztendliche Entscheidung von Anna ausfallen wird. Im weiteren Verlauf der Geschichte gibt es einige überraschende Wendungen, die die Spannung weiterhin hochhalten. Die Geschichte aus Sicht drei unterschiedlicher Frauen zu erzählen, ist ein guter Griff gewesen. Generell ist der Schreibstil sehr direkt und gut lesbar. Da verzeiht man dann auch schon die zum Teil „etwas hasenwilden“ Geschehnisse. Die Entwicklung von Anna als einer normalen Frau, Mutter und Ärztin zu etwas, dass ich nicht näher benennen kann, um nicht zu spoilern, ist manchmal nicht zu 100 % überzeugend. Trotzdem gibt es von mir für das Buch eine absolute Leseempfehlung.
    Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel

    Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2023

    Unterhaltsam

    Der Donnerstagmordclub hat wieder genug zu tun. Denn die vier entschließen sich, einen 10 Jahre alten Fall aufzurollen. Es geht um die Journalistin Bethany Waites, die ermordet wurde, weil sie einem großen Fall auf der Spur war. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn Elizabeth wird mit ihrem Mann entführt und ihr droht der Tod, wenn sie nicht jemanden anderen tötet. Jemanden, den sie aus der eigenen Vergangenheit kennt...

    Das Buch ist bereits der dritte Teil dieser Reihe um die vier alten Herrschaften, die sich um Morde kümmern oder mehr oder weniger unfreiwillig über solche stolpern. Nachdem ich den zweiten Teil als etwas schwächer empfunden habe, ist der dritte Teil wieder absolut super. Damit meine ich nicht unbedingt die Spannung, die eher nicht vorhanden ist, auch wenn die Auflösung einige Überraschungen bringt. Ich meine damit in erster Linie den großen Unterhaltungswert, der auch vor allem durch direkte oder indirekte Anspielungen und viel schrägen Humor hervorgerufen wird. Man muss das sicherlich mögen, aber mir gefällt es. Ebenfalls gefällt mir, dass neben den vier Clubmitgliedern inzwischen auch einige Personen dazu gekommen sind, die das Spektrum erweitern und die Sache bunter machen. Alles in allem gibt es von mir eine Leseempfehlung.
    201 bis 225 von 898 Rezensionen
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