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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Der Totengräber und der Mord in der Krypta

    Oliver Pötzsch
    Der Totengräber und der Mord in der Krypta (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2023

    Gespenster

    Wien 1895. In der Krypta des Stephansdoms führt ein Wächter illegal Touristen herum. Diese finden eine Leiche. Kriminalinspektor Leopold von Herzfeldt wird mit den Untersuchungen beauftragt, denn der Tote war Jude und der Chef von Leo möchte, dass die Angelegenheit aufgeklärt wird. Es stellt sich heraus dass der Tote vergiftet wurde. Und er hat mehr als nur einige Feinde...

    Dieses Mal bewegt sich die Geschichte um Geistersichtungen, Seancen und Übersinnliches. Zur damaligen Zeit war das gerade sehr groß in Mode und sogar seriöse Wissenschaftler haben sich damit beschäftigt. Das ist ganz interessant zu lesen. Auch der Einbau des Schriftstellers Arthur Canon Doyle ist passend. Allerdings hatte ich gerade in der ersten Hälfte des Buches ein bisschen damit zu kämpfen, dass die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu langsam vorwärts ging und nicht immer sehr spannend war. Erst ab der Mitte des Buches ändert sich das. Und dann überschlagen sich teilweise die Ereignisse. Trotzdem wie immer in dieser Reihe gut lesbar.

    Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.

    Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2023

    Er kann es besser

    Auf einigen Campingplätzen werden immer wieder Männer umgebracht. Endlich gibt es allerdings nun ein Phantombild. Als Psychologin Evelyn dies sieht, erschrickt sie und freut sich gleichzeitig. Denn das Bild ähnelt ihrem Bruder. Dieser ist vor zwei Jahren zusammen mit seiner Frau im Urlaub spurlos verschwunden. Das Bild scheint nun ein erstes Lebenszeichen zu sein. Doch Evelyn weiß nicht, was besser ist: ihren Bruder und damit eventuell einen Mörder zu finden oder nichts zu tun.

    Ich bin ein großer Fan des Autors. Doch bei diesem Buch muss ich eindeutig sagen: eigentlich kann er es besser: Die Geschichte war etwas zu sehr vorhersehbar. Und die Figuren waren auch irgendwie nicht sympathisch. Evelyn konnte mich nicht überzeugen und auch die Motive von Gerhard waren in meinen Augen nicht wirklich nachvollziehbar. Obwohl das Buch gut geschrieben ist und sich leicht lesen lässt, bleibt es für mich leider Mittelmaß. Ein Lob allerdings für das schöne Cover.
    Mit kalter Präzision

    Michael Tsokos
    Mit kalter Präzision (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2023

    Interessant

    Nach dem Fortgang von Rechtsmediziner Abel ist Dr Sabine Yao stellvertretende Abteilungsleiterin. Sie wird explizit zu einem Selbstmord gerufen. Die Frau des bekannten Schönheitschirurgen Roderich Kracht scheint sich erhängt zu haben. Doch bei der Obduktion treten gravierende Fragen auf und Dr. Yao gräbt tiefer...

    Das Buch ist der Beginn einer neuen Reihe um die Rechtsmedizinerin. Wie immer ist es nicht durchgehend hochspannend, aber auf jeden Fall sehr interessant, die Bücher von Prof. Tsokos zu lesen.
    Er schafft es, die neuesten Erkenntnisse der Rechtsmedizin in verschiedene Fälle einzuarbeiten. So kann ich als Laie vieles nachvollziehen und verstehen. Manchmal hoffe ich, dass die Täter seine Bücher nicht lesen, um Fehler zu vermeiden. Andererseits merken sie vielleicht, wie schwierig es ist, ohne Spuren davonzukommen. Alles in allem kann ich eine Leseempfehlung aussprechen und freue mich auf die Fortsetzung der Reihe.
    Cullen, L: Formel der Hoffnung

    Cullen, L: Formel der Hoffnung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2023

    Ein wichtiger Kampf

    Der zweite Weltkrieg läuft und in den USA erhält Dr. Horstmann eine Assistentenstelle im Krankenhaus. Dr Horstmann ist allerdings eine Frau namens Dorothy und ihre Einstellung ist eigentlich ein Fehler. Doch sie ist gut genug, um die Arbeit zu behalten. Sie forscht an einem Mittel, dass die furchtbare Kinderlähmung eindämmen oder behandeln kann. Die Forschungen werden viele Jahre dauern...

    Ich habe vor dem Buch noch nie von dieser Ärztin gehört und mir war auch nicht klar, wie gefährlich die Kinderlähmung zu dieser Zeit war. Als ich geboren wurde, gab es das Mittel schon und die Krankheit war kein Thema mehr. Umso erstaunter war ich, jetzt darüber zu erfahren. Das Buch ist wunderbar geschrieben und lässt sich gut lesen. Ebenso wunderbar herausgearbeitet wurde der Kampf gegen diese Krankheit, den verschiedene Wissenschaftler geführt haben. Ebenso gut herausgearbeitet wurde aber auch die Rolle, die Frauen dabei gespielt haben. Und wie sie dafür so gut wie nie eine öffentliche Anerkennung erhalten konnten. Das geschieht jetzt mit dem Buch und das finde ich richtig und wichtig. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.
    Ich bin Frida

    Caroline Bernard
    Ich bin Frida (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2023

    Momentaufnahme

    1938 in Mexiko. Frida Kahlo bekommt die Chance, ihre erste eigene Ausstellung in New York zu zeigen und zwar eine Einzelausstellung ohne ihren damals noch berühmteren Mann Diego Rivera. Sie hat Zweifel, ob sie das alles schafft. Doch sie nimmt die Chance wahr ...

    Das Buch ist eine Art Momentaufnahme, die zeigt, wie viele wichtige Entscheidungen Frida Kahlo in diesem Jahr treffen musste. Sie ist auf dem Weg, eine sehr berühmte Malerin zu werden. Gleichzeitig werden ihre Selbstzweifel und ihre noch vorhandenen Abhängigkeiten gut erklärt. Aber eben auch ihr Weg in eine Selbstständigkeit und hin zu einer starken Frau. Dabei trifft sie auf Freunde, die ihr helfen, aber auch auf Menschen, die sie eher hindern. Doch sie geht ihren Weg und genau das wird anschaulich beschrieben und ist emotional nachvollziehbar. Genau das gefällt mir an dem Buch. Es beschreibt eine sehr wichtige Phase und es beschreibt die Freiheiten, aber noch mehr die Abhängigkeiten der damaligen Frauen. Das empfinde ich als sehr gut gelungen und von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Die gute Schwester

    Die gute Schwester (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2023

    Wer ist wer?

    Megan und Leah sind eineiige Zwillingsschwestern und sich zum Verwechseln ähnlich. Doch charakterlich sind sie völlig verschieden. Als Megan auf dem Handy ihres Mannes eindeutige Bilder von Leah entdeckt, kommt es zum Streit und Megan tötet Leah. In ihrer Verzweiflung beginnt sie ein Doppelleben. Doch das wird immer schwieriger...

    Das Buch ist ein sehr gutes. Es wird in fünf Teilen erzählt und aus Sicht der jeweils betroffenen Person. Megan nimmt daran den größten Teil ein und das erste sehr lange Kapitel ist dadurch an manchen Stellen ein wenig langatmig und für mich auch zu detailliert. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto interessanter und spannender wird sie auch. Es kommt immer wieder zu unerwarteten Wendungen und am Ende fragt man sich immer nur, wer ist nun wirklich welche Schwester und wer hat was getan. Das ist gut gelungen und von mir gibt es deshalb eine Leseempfehlung.
    Dieses schöne Leben

    Mikki Brammer
    Dieses schöne Leben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2023

    Steigert sich

    Clover ist Sterbebegleiterin. Ansonsten ist sie (sorry für den Ausdruck) „eine arme Sau“, denn sie hat so gut wie keine sozialen Kontakte, keine Freunde und ist einsam. Von einem schönen Leben kann keine Rede sein…

    Die ersten 150 Seiten des Buches waren extrem schwierig für mich. Denn es ging nur um den Tod. Gut, den Teil der Sterbebegleitung fand ich in Ordnung und oft sehr berührend. Aber Clover hat nichts anders als den Tod: sie hat Thantalogie studiert und sie besucht als einzige Freizeitaktivität Death-Cafés. Ich habe mich mit dem Tod beschäftigt und in unserer Familie wird er nicht verschwiegen. Aber hier die ganze Zeit nur damit beschäftigt zu sein, machte mich depressiv und gleichzeitig fühlte ich mich genervt. Wie kann ein Leben so schieflaufen. Clover sieht die Welt nur durch Liebesfilme, steigert sich da rein und wenn in echt jemand nicht dem entspricht, zieht sie sich beleidigt und oft zu Unrecht verletzt auf Jahre in ihr Schneckenhaus zurück. Sie hätte dringend psychologische Hilfe gebraucht. Das alles ist supergut beschrieben und lesbar, nur das Thema machte mich immer reizbarer und ich wollte tatsächlich das Buch abbrechen.

    Allerdings änderte es sich danach. Da passieren viele gute Dinge und es fallen kluge Sätze und das Buch dreht sich. Und die Autorin schafft es, dass es an keiner Stelle unrealistisch wird und vor allem nicht kitschig. Ich hatte dies auch für das Ende befürchtet – aber nein, auch hier gut gelungen. Und so wird dieses Buch dann eben doch noch richtig gut und ich kann eine Leseempfehlung ausprechen.
    In Liebe, deine Lina

    Barbara Leciejewski
    In Liebe, deine Lina (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.11.2023

    Schöne Familiengeschichte

    Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in der Pfalz. Dort steht die Zeit scheinbar still und die Dorfgemeinschaft hält sich an alte Sitten und Bräuche und möchte möglichst keine Veränderung. Lina ist die Tochter eines Steinbrucharbeiters. Sie wächst in einer Kindergemeinschaft im Dorf auf und als Jugendliche verliebt sie sich in ihren alten Freund Albert. Dieser ist Sohn des Dorfkaufmanns und Schmieds. Somit die gehobene Gesellschaft im Dorf. Als Lina schwanger wird, will Albert sie zwar heiraten, hält sie aber eine Weile hin und seine Familie verbietet die Hochzeit. Albert beugt sich der Entscheidung der Familie und Lina wird vom Dorf als ledige Mutter gemieden und gemobbt. Karl, ebenfalls ein ehemals uneheliches Kind aus dem Dorf, bietet ihr einen Ausweg an und die Familie zieht nach Bremen um.

    Das Buch ist eine schöne Familiengeschichte und gleichzeitig ein Zeitzeugnis über das Leben in einem kleinen Dorf sowie in Bremen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die großen Ereignisse der damaligen Zeit spielen zwar in das Leben der Familien hinein, sind aber nicht Hauptsache des Buches. Es geht in erster Linie um Liebe und Familie und Entscheidungen, die das Leben verändern können. Wie immer ist es der Autorin hervorragend gelungen, die Figuren facettenreich zu zeichnen und die Geschichte gut zu erzählen, ohne kitschig zu werden. Von daher gibt es für mich von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf die angekündigte Fortsetzung.
    Tief im Schatten

    Tief im Schatten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.11.2023

    Spannend

    Es ist Winter und sehr kalt. Mehr zufällig wird im Wald ein toter Mann gefunden, der gefesselt und schwer misshandelt wurde. Bald stellt sich heraus, dass er ein früher sehr bekannte und erfolgreicher Sportler war, der heute eine Klempnerfirma hat. Scheinbar hat er keine Feinde und alle sind zufrieden mit ihm. Es gibt wohl keinen Grund für die Ermordung...


    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich fand es über große Strecken auch sehr spannend. Auch wenn man ungefähr ab der Hälfte des Buches eine Ahnung hatte, warum der Mord erfolgt ist, so gibt es im weiteren Verlauf noch einige Überraschungen. Besonders gut hat mir allerdings gefallen, wie die Polizei ermittelt hat und wie die Probleme bei den Ermittlungen auch in private Bereiche hinein ragen. Die Autorin kann sehr gut schreiben und das beweist sie in diesem Buch auch wieder. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Das Nachthaus

    Das Nachthaus (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.10.2023

    Völlig anders

    Eine Kleinstadt in der tiefsten Pampa. Nach dem Tod von Richards Eltern lebt er jetzt bei Onkel und Tante und fühlt sich in der Schule und im Ort überhaupt nicht wohl. Sein ziemlich einziger Freund Tom ist ebenso ein Außenseiter. Eines Tages gehen die beiden in den Wald und nur Richard kommt zurück. Die fantastische Geschichte, die er erzählt, glaubt ihm niemand. Alle denken, er hat Tom in den Fluss gestoßen und will das nicht zugeben. Kurz danach verschwindet erneut ein Jugendlicher und wieder ist Richard der letzte, der ihn gesehen hat...

    Eine Warnung vorweg: Wer erwartet, in diesem Buch etwas Ähnliches zu finden, wie die Bücher z. B mit Harry Hole, wird maßlos enttäuscht sein. Auch ich konnte mich mit dem Buch nicht so wirklich anfreunden. Um mehr zu begründen, müsste ich aber etwas tun, was ich nicht will: spoilern, spoilern. spoilern. So erwähne ich nur die positiven Sachen. Die Geschichte greift vor allem am Anfang in Richtung Horror, was nicht unbedingt mein Geschmack ist. Trotzdem ist das ganze sehr spannend, was ich wiederum mag. Der Autor schreibt gewohnt gut und die Auflösung ist interessant. Zumal es zur Auflösung eine Auflösung und eine Auflösung gibt. Trotzdem ist das Buch etwas völlig anderes, was ich normal mal lese und was ich auch erwartet hätte. Von daher fällt es mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich würde aber auch niemanden davon abhalten, das Buch zu lesen. Es wird wahrscheinlich eines dieser Bücher werden, dass man entweder komplett hasst oder komplett liebt. Momentan geht es bei mir eher in die erste Richtung. Trotzdem vergebe ich mehr Punkte für die Idee und die gute Umsetzung.
    Kleine Probleme

    Nele Pollatschek
    Kleine Probleme (Buch)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.10.2023

    Abgebrochen

    Es ist Silvester und Lars hatte eine Woche Zeit, allein zu Hause diverse Arbeiten und Aufträge zu erledigen. Es ist nichts passiert. Gar nichts. Silvester bekommt er eine Art Panik und fängt mit einigen der Sachen an.

    Das Buch hat ein schönes Cover. Allerdings weiß ich nicht so richtig, was der Vogel mit dem Inhalt zu tun hat. Vielleicht hätte sich dies im Verlaufe des Buches noch erklärt. Doch ich habe das Buch abgebrochen nach ¼. Das mache ich wirklich sehr selten, doch ich fand so gar keinen Zugang dazu und wollte meine Lesezeit nicht mehr damit verbringen. Dabei ist der Stil richtig super und es hat sich gut gelesen. Aber ich bin mit dem Inhalt nicht klargekommen. Die Hauptperson ist faul, stinkend faul. Anders kann man es nicht bezeichnen. Wenn er nur halb so viel etwas gemacht hat, wie er sich Ausreden dafür ausdachte – kein Mensch hätte ein Problem gehabt. So wurde ich immer wütender und genervter. Tut mir leid für die Autorin, aber mit einem anderen Thema lese ich sie gern wieder.
    Wie ein Stern in mondloser Nacht

    Marie Sand
    Wie ein Stern in mondloser Nacht (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.10.2023

    Schwach

    Berlin in den 1950er Jahren. Die ganz junge Henni lebt mit Mutter und Bruder zusammen im zerstörten Berlin in einer Kellerwohnung. Als sie ihre erkrankte Mutter auf einer Putzstelle vertritt, lernt sie Ed kennen - den Sohn aus reichem adligem Hause. Dessen Vater ist Arzt und macht für viel Geld Abtreibungen für reiche Frauen. Ed und Henni verlieben sich und Henni wird schwanger. Eds Mutter zwingt sie, das Kind abzutreiben. Ihre eigene Mutter unterstützt das, weil sie so an Geld kommt, um mit dem erkrankten Sohn an die Ostsee zu ziehen (es ist hier nie die Rede davon, dass Henni nachkommt, dabei ist sie noch nicht mal volljährig). Letztendlich bricht Henni die Schule ab und zwingt Eds Vater, ihr eine Ausbildung als Hebamme zu ermöglichen. Später richtet sie einen Geburtsraum ein und die erste Babyklappe, in dem Fall eine Kiste, von Berlin…

    Das Buch hätte richtig gut sein können. Denn es ist ein wichtiges Thema und die Geschichte zur Erfindung der Babyklappe ist interessant. Doch leider ist etwas herausgekommen, dass ich mit viel gutem Willen allenfalls als schwach bezeichnen kann. Zum einen dreht sich einen Großteil des Buches nur um die Beziehung zwischen Ed und Henni. Henni ist wenigstens noch sympathisch, was sie allerdings an dem sehr egoistischen und wankelmütigen Ed findet, erklärt sich mir nicht (von der anfänglichen jungen Liebe mal abgesehen). Dazu kommen eine Menge Logikfehler. Ein Beispiel: Henni ist zu jeder Zeit telefonisch erreichbar, gleichzeitig ist sie aber auch ständig in der gesamten Stadt Berlin - Ost wie West - unterwegs. Sie unterhält die Beziehung zu Ed, bringt Kinder auf die Welt und irgendwie ist sie weder müde noch gestresst. Das passt nicht zusammen. Ein anderes Beispiel: Im Osten der Stadt wird sie quasi von Biene erpresst, die eine Freundin von Eva war. Die Geschichte mit Eva passierte aber, als Henni noch im Krankenhaus arbeitete. Damals hatte sie noch gar keinen eigenen Geburtsraum/Babykiste und wieso kommt Biene dann an ihre Adresse? Auch die Geschichte in der Gegenwart hat viel zu viele konstruierte Zufälle. Die einzige Person, die mir durchweg wirklich sympathisch und authentisch war, ist Marta. Auch die Gründe der Ost-West-Unterschiede in den Lebensbedingungen (Stichwort: Waschmittel z. B.) werden mit keinem Wort erwähnt. Im Westen ging es durch den Marshallplan sehr schnell aufwärts, der Osten hat noch lange Reparationen an die Sowjetunion zahlen müssen. Das alles hat mir mehr und mehr den Spaß am Buch genommen. Dazu kommt noch, dass durch einige Nebenstränge die Geschichte teilweise ziemlich langatmig wurde und gar nichts mehr mit dem Hauptthema Babyklappe zu tun hatte. Das bedauere ich, denn das Thema hätte viel mehr Tiefgang verdient. So spreche ich keine Leseempfehlung aus.
    Eine glückliche Familie

    Jackie Kabler
    Eine glückliche Familie (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.10.2023

    Viel verschenkt

    Beth ist 10 Jahre alt, als ihre Mutter die Familie überraschend verlässt und sich nie wieder bei ihr meldet. Viele Jahre sind vergangen und Beth hat inzwischen eine eigene Familie. Sie lebt zusammen mit ihren beiden Kindern. Ihr Mann hat eine neue Freundin, doch sie konnten die Trennung gut regeln und sind glücklich. Da steht eines Tages eine ältere Dame vor der Tür und behauptet, dass sie Beths Mutter ist. Beth nimmt sie auf und lernt auch ihrer Halbschwester kennen. Alle sind glücklich, scheinbar ...

    Das Buch wird wahlweise als Thriller oder Krimiroman beworben. Viele bemängeln, dass dafür nicht genug Spannung vorhanden ist. Das stimmt. Nur steht auf dem Bucheinband eben einfach nur Roman. Mich hat etwas ganz anderes gestört. Praktisch von den ersten Kapiteln an weiß man über einen dunklen Punkt in Beths Vergangenheit Bescheid und so hat man immer im Hinterkopf, dass es nur darum gehen könnte. Man kommt gar nicht auf die Idee, dass die Geschehnisse andere Gründe hätten. So ist gerade der Anfang extrem langatmig und teilweise auch langweilig. Etwa nach einem Drittel nimmt das Buch Fahrt auf. Ab hier lässt es sich relativ gut lesen. Doch leider ist das Ende dann auch wieder sehr vorhersehbar und auch hier ist man relativ zeitig auf etwas festgelegt. Das bedauere ich sehr, denn damit verschenkt das Buch unheimlich viel Potenzial und kommt leider nicht über Mittelmaß hinaus.
    Sandmann, E: Porträt auf grüner Wandfarbe

    Sandmann, E: Porträt auf grüner Wandfarbe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.10.2023

    Zu viel

    Nicht lange nach der Wende wird die in England lebende Gwen von ihrer Tante gebeten, sie zusammen mit ihrer Freundin nach Polen zu begleiten, um die Stätten ihrer Kindheit zu besuchen. Diese Bitte beunruhigt Gwen und sie nimmt sie als Anlass, zum einen ihr Leben zu ändern und zum anderen nach der Vergangenheit ihre Familie zu forschen, denn dort gibt es viele weiße Flecken und gegenseitige Beschuldigungen...

    Das Buch ist ein groß angelegter Familienroman der über zwei Weltkriege und insgesamt rund 80 Jahre dauert. Gerade der Anfang ist absolut verwirrend, weil man als Leser die vielen Namen und die wie zueinander stehenden Person schwer auseinanderhalten kann. Hilfreich ist dabei das beigelegte Lesezeichen, auf dem die wichtigsten Personen kurz skizziert sind. Trotzdem ist gerade der Anfang für mich extrem schwer zu lesen gewesen. Um nicht zu sagen, in Teilen auch etwas langatmig. Die Geschichte wird in Gegenwart und Rückblenden in der Vergangenheit erzählt. Ungefähr ab der knappen Mitte des Buches wurde es dann für mich auch richtig interessant und ich konnte das Buch auch relativ flott weiterlesen. Leider war das Ende für mich dann so kitschig, dass ich doch etwas enttäuscht war und das Buch so nur als Mittelmaß einstufen muss. Da wäre mehr möglich gewesen
    Marly, M: Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves S

    Marly, M: Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves S (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.10.2023

    Interessantes Leben

    Loulou versucht, sich von ihrer Mutter zu lösen, und sie schafft es letztendlich nur durch eine Heirat mit dem irischen Ritter Desmond. Doch schon nach kurzer Zeit merkt sie, dass er sie eher enttäuscht. Sie interessiert sich vor allem für Mode. In den Swinging Sixties in London kommt sie mit bekannten Persönlichkeiten dieser Zeit zusammen, so z. B. Rolling Stones. Doch letztendlich lernt sie in Paris Yves Saint Laurent kennen und damit ändert sich ihr Leben endgültig...

    Das Buch beschreibt ein interessantes Leben und eine interessante Persönlichkeit. Ich bin mit der Modewelt wenig vertraut und hatte vorher noch nie von Loulou gehört. So war für mich alles neu und ich habe ihren Lebensweg mit großem Interesse verfolgt. Das Buch ist gut geschrieben und man trifft dort viele Persönlichkeiten aus der kulturellen Szene von London, New York und vor allem Paris. Während es anfangs vor allem um Loulou geht, ändert sich das mit ihrer Einstellung und ihrer Freundschaft mit Yves Saint Laurent. Im letzten Teil des Buches geht es mehr um diesen großen Modemacher.
    Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Terafik

    Nilufar Karkhiran Khozani
    Terafik (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.10.2023

    Zwischen den Welten

    Nilufer ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und ihre Eltern stammen aus Iran. Nach der Scheidung geht der Vater irgendwann zurück in sein Heimatland und kümmert sich so gut wie nicht nur um die Tochter. Erst als sie erwachsen ist, kommt es zu einem Besuch des Irans und ihrer dortigen Familie.

    Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Zum einen spürt man genau, wie Nilufer sich praktisch zwischen den Welten befindet und sich für kein Land so richtig entscheiden kann oder will. Sie fühlt sich in Deutschland nicht wohl und im Iran gleich gar nicht. Das kann ich zwar mit dem Kopf verstehen, aber ich fühle es nicht beim Lesen. Weil das Buch mich seltsam unberührt zurücklässt. Nilufers Familie versucht alles, ihr den Besuch so angenehm wie möglich zu machen. Doch ihr Vater ist weiterhin distanziert und wirkt gefühllos und sie ihm gegenüber auch irgendwie. Irgendwie dachte ich die ganze Zeit, dass sie doch eigentlich gar nicht richtig was miteinander zu tun haben wollen. So war ich am Ende irgendwie nur froh, dass die Geschichte aufhört und sie nach Deutschland zurückkehren kann.
    Leichenblass im Fass

    Joost Jensen
    Leichenblass im Fass (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.10.2023

    Gefährliches Tüdelbräu

    Die Friesenbrauerin Gesine wird von ihrem Dorf für den norddeutschen Brauwettbewerb angemeldet. Mit einer Stimme Mehrheit gewinnt sie diesen sogar. Danach ist nichts mehr, wie es war. Über das Internet wird ihr Tüdelbräu bekannt und das Dorf von Touristen überrannt. Das sorgt zwar für Umsätze, bringt aber Unfrieden in den Ort. Dies steigert sich noch, als ihr größter Konkurrent beim Schützenfest auftaucht und wenig später tot ist. Gesine steht unter Mordverdacht…

    Der zweite Teil der Reihe nimmt aktuelle Bezüge zu Internethypes und deren Folgen. Der Krimi selbst ist nicht besonders spannend, weil es gar nicht viele Verdächtige gibt und ich schon ungefähr ab Mitte des Buches wusste, wer es war. Gut gefallen hat mir allerdings die oft witzige Beschreibung der Dorfbevölkerung. Alles in allem ein netter Regionalkrimi, den ich als guten Durchschnitt einordnen würde.
    Schwarzvogel

    Frida Skybäck
    Schwarzvogel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.10.2023

    Sehr gut

    Fredrika ist Polizistin und kehrt nach einem Vorfall zurück in ihre alte Heimat, um dort in der Mordkommission zu arbeiten. Eine junge Frau bricht im Eis ein und Fredrikas Oma beobachtet das Ganze und ist der Meinung, das ist kein Unfall. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Fredrika ist zum einen persönlich involviert, weil sie so ziemlich den gesamten Ort und kennt und ihre Familie scheinbar ebenfalls betroffen ist. Zum anderen muss sie mit einem neuen Kollegen zusammenarbeiten Henry ist so ganz anders als sie und es dauert ein wenig, bis sie gut miteinander arbeiten können.

    Das Buch ist der erste Teil einer neuen Reihe und ich muss sagen, dass ich schon jetzt ein Fan davon bin. Ich habe es quasi in einem Ritt durchgelesen und mich keine Minute gelangweilt, obwohl es nicht immer an jeder Stelle hochspannend war. Aber interessant war die Konstellation, wie jemand in einem kleinen Ort, wo er jeden kennt, ermitteln muss. Und wie der Zwiespalt ist, wenn scheinbar die eigene Familie, vielleicht sogar der eigene Vater, in den Fall verwickelt sein könnten. Die Hauptpersonen haben Ecken und Kanten, sind aber sehr sympathisch. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Nur eine Lüge - Zwei Familien, eine tödliche Verbindung

    Malin Stehn
    Nur eine Lüge - Zwei Familien, eine tödliche Verbindung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.09.2023

    Ganz stark

    Eine große Hochzeit steht an. Das Schwierige daran ist, dass die beiden Familien seit acht Jahren nichts mehr miteinander zu tun haben wollen. Denn damals gab es einen schwerwiegenden Vorfall und danach ist nichts mehr, wie es war. Doch mehr oder weniger verläuft bei der Feier erstmal alles wie geplant, kleinere Fehltritte werden übersehen.... doch dann findet man eine Leiche...

    Das Buch wird zwar als Roman bezeichnet, es hätte das Etikett Thriller oder Psychothriller auf jeden Fall verdient. Es ist für mich das zweite Buch der Autorin, dass ich lese. Und wie auch der Vorgänger ist dieses unheimlich spannend. Die Kapitel werden aus Sicht der verschiedenen handelnden Personen erzählt und man hat sowohl in der Vergangenheit wie in der Gegenwart nie das Gefühl, dass man ansatzweise weiß, um was es geht. Es ist keine Minute langweilig und man will einfach immer nur weiterlesen.
    Die Erfindung des Lächelns

    Tom Hillenbrand
    Die Erfindung des Lächelns (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    25.09.2023

    Zu viel

    Paris 1911. Aus dem Louvre wird das damals nicht sehr bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci Mona Lisa gestohlen. Zu der Zeit war es einfach ein Bild unter vielen. Verschiedene Polizeiinstitutionen versuchen, die Täter und vor allem das Bild wiederzufinden. Doch das scheint aussichtslos...

    Das Buch hätte richtig gut werden dann können. Die Geschichte an sich ist interessant und spannend und birgt viel Stoff für einen guten Roman. Doch in meinen Augen wollte der Autor einfach zu viel. Da werden große Persönlichkeiten mit dem Bild in Verbindung gebracht. Das ist an sich gar nicht schlecht. Doch es wird dazu ausführlich, um nicht zu sagen sehr ausführlich, über diverse Nebenstränge berichtet und das wird irgendwann langatmig und dann auch zum Teil langweilig. Vor allem die nahezu ausufernde Verwendung diverse Fremdwörter hat mich irgendwann nur genervt. Anfangs habe ich noch nachgeschlagen, doch irgendwann wurde mir das zu viel und ich habe es gelassen. Es hat mir den Spaß in dem Buch etwas verdorben. So ist das Ergebnis letztendlich für mich leider nur Durchschnitt und ich kann nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.
    Die Triade von Madrid

    Andreas Storm
    Die Triade von Madrid (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.09.2023

    Sehr umfangreich

    Der zweite Fall der Reihe bringt Lennard Lomberg nach Spanien, genauer gesagt nach Grenada. Dort wurde ein Gemälde gestohlen, das eigentlich schon als verloren galt. Der Verteidigungsminister der BRD beauftragt Lomberg, sich der Sache anzunehmen und das Gemälde zu finden, ohne dass davon etwas an die Öffentlichkeit gerät. Denn das Gemälde hat eine bewegte Vergangenheit, die geheim bleiben soll...

    Die Geschichte in diesem Buch ist unheimlich komplex. Sie spielt auf vier verschiedenen Zeitebenen und hat mich manchmal überfordert. Teilweise wusste ich nicht, wer die handelnden Personen sind und in welchem Zusammenhang sie stehen. Dazu kamen noch viel mehr Details, die das Ganze ziemlich in die Länge zogen und die Spannung aus dem Buch nahmen. Mir kam es mehr wie ein Roman und weniger wie ein Krimi vor. Dabei ist die Geschichte an sich äußerst interessant. Aber in der Umsetzung gibt es noch Luft nach oben.
    Der Weg ins Apfelreich

    Anna Fredriksson
    Der Weg ins Apfelreich (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.09.2023

    Etwas mehr erwartet

    In einem kleinen Ort in Südschweden leben Vanja, deren Tochter Sally und ihre Enkelin Josefin, und zwar jede ihr eigenes Leben, aber räumlich nah beieinander. Josefin betreibt mit ihrem Mann einen alternativen Hof und Sally eine Pension. Vanja ist eine bekannte Malerin. Doch das Verhältnis zueinander ist nicht leicht, besonders Vanja tut sich schwer, mit der Vergangenheit und der Gegenwart klarzukommen

    Das Buch ist der dritte Teil einer Reihe um die drei Frauen. Ich kenne die beiden Vorgängerteile nicht und hatte besonders auf den ersten 150 Seiten große Probleme, die entsprechenden Personen auseinanderzuhalten und ihre Beziehung zueinander zu verstehen. Das kann ich der Autorin nicht anlasten, allerdings wäre es hilfreich gewesen, wenn zumindest ein Personenregister vorhanden gewesen wäre. So musste ich mich doch durch die Seiten durchkämpfen und habe einige Entscheidungen bzw. Aussagen nicht richtig verstanden. Dazu kommt, dass mir die Person Vanja zutiefst unsympathisch ist. Im Verlaufe des Buches versteht man allerdings mehr und mehr, um was es eigentlich geht. Damit liest es sich auch definitiv leichter. Ich hätte fast eine gute Beurteilung abgegeben, doch leider hat das Ende mich dann wieder in einigen Teilen ziemlich enttäuscht. So bleibt das Buch für mich leider nur Mittelmaß. Ich würde es nur jemanden empfehlen, der die Vorgängerbücher kennt.
    Meine Männer

    Meine Männer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.09.2023

    Anders

    Ende des 19 Jahrhunderts arbeitet Brynhild in Norwegen auf einem Hof als Magd. Sie verliebt sich in den Hoferben und als sie ein Kind erwartet, wird dieser gewalttätig. Sie verliert das Kind und geht in die USA zu ihrer Schwester. Sie gibt sich einen neuen Namen und versucht, ein neues Leben zu beginnen. Doch sie hat große Probleme...

    Das Buch ist komplett anders. Anders, als ich es erwartet habe. Aber auch anders, als ich bisher ein Buch gelesen habe. Die Sprache ist sehr besonders. Man kann das schlecht beschreiben, es ist außergewöhnlich. Allerdings hatte dies zur Folge, dass ich emotional mit den Figuren überhaupt nicht zurechtgekommen bin und keinen Zugang fand. Es war ein wenig so: eine überaus wunderschöne und strahlende Verpackung, die den Blick vom Inhalt weggelenkte. Auch fand ich die Hauptfigur gerade am Anfang mehr als naiv und danach zum Teil traumatisiert, aber eben auch irgendwie kalt. Das Buch war nicht mein Fall.
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2023

    Alma ermittelt wieder

    In Baden-Baden herrscht das Schachfieber. Das internationale Schachturnier mit fast allen bekannten Schachspielern seiner Zeit lockt viele reiche Menschen in die Stadt. Allerdings auch reichlich Diebe und die Polizei ist gut beschäftigt. Alma arbeitet wie immer im Telefonamt und wird von einer Kollegin gebeten, den Todesfall ihrer Cousine zu untersuchen. Diese wurde in einer Wäschetrommel in einer Wäschefirma gefunden. Die Polizei ist schnell bei Selbstmord bzw. einem Unglücksfall, doch das will die Kollegin nicht glauben. Bei ihren Recherchen gerät Alma einmal mehr in große Gefahr...

    Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um die Telefonistin Alma und ihre Freundin sowie Angehörige und Bekannte. Wie immer wird das Zeitgefühl gut eingefangen. Mitte der 1920er Jahre kommen verrückte Tänze der Shimmy auf. Allerdings haben Frauen weiterhin nur wenige Rechte und werden schlecht bezahlt. Auch das Aufkommen des Dritten Reiches wird thematisiert. Die eigentliche Krimihandlung ist wie in den vorherigen Bänden nicht allzu hochspannend, aber immer noch interessant genug, dass man das Buch gern liest. Die Personen sind sympathisch, auch wenn ich einige Gedankengänge gerade gegen Ende des Falles nicht immer nachvollziehen kann. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung
    Kommissar Jennerwein darf nicht sterben

    Jörg Maurer
    Kommissar Jennerwein darf nicht sterben (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2023

    Vielleicht doch?

    Kommissar Jennerwein macht ein paar Tage Urlaub in einem Wellnesshotel. Er soll sich dort allein erholen und auf keinen Fall irgendwelche Fälle lösen. Natürlich bleibt es nicht bei Sauna und sportlichen Unternehmungen, sondern Jennerwein wird von einem koreanischen Mitarbeiter eines riesigen Konzerns engagiert, um herauszufinden, warum ein weiterer Mitarbeiter verschwunden ist und vor allem wohin. Dabei macht die Firma quasi um alles ein Geheimnis und kontrolliert alles. Zusätzlich zu diesen heimlichen Unternehmungen schwebt Jennerwein in Lebensgefahr, denn ein Auftragskiller soll ihn ermorden.

    „Kommissar Jennerwein darf nicht sterben“ ist mein 1. Buch aus der Reihe. Inzwischen frage ich mich: Vielleicht sollte er doch sterben? Denn ehrlich gesagt hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Anfangs fand ich es ja noch irgendwie lustig, dass sich einige seiner alten Fälle und Täter zusammentun, um sich einen Auftragskiller für Jennerwein überhaupt leisten zu können. Doch das Ganze wirkt mehr und mehr nicht komisch, sondern einfach überdreht und oder mit der Zeit langweilig. Gleiches gilt für die Suche nach dem verschwundenen Mitarbeiter in dieser riesigen Fabrik, wo alles nur noch mit Künstlicher Intelligenz arbeitet und man Mensch und Maschine kaum unterscheiden kann. Auch das war am Anfang etwas witzig, aber mit der Zeit war es mir einfach zu schräg (auch wenn natürlich sehr gut recherchiert, in absehbarer Zeit wird vieles davon so sein oder ist es schon) und ich kann die Lobeshymnen auf die Reihe nicht nachvollziehen. Vielleicht waren die ersten Bücher einfach besser. Meins ist es jedenfalls nicht.
    126 bis 150 von 898 Rezensionen
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