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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Die Insel des Zorns

    Alex Michaelides
    Die Insel des Zorns (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.03.2024

    Viele Wendungen

    Die berühmte Schauspielerin Lana Farrar fährt mit ihrem viel jüngeren Mann und einigen engen Freunden zu Ostern auf ihre Privatinsel in Griechenland. Dort erleben sie einen Sturm und kommen nicht von der Insel herunter. Die Nacht endet mit einem Mord…

    Ich bin etwas unschlüssig, wie ich insgesamt das Buch beurteilen soll. Der Anfang ist rasant und lässt sich wunderbar lesen. In der Mitte war dann für meine Begriffe ein Hänger, als die Geschichte sehr ins Philosophische abdriftete. Ich hatte so meine Probleme damit, dass der Ich-Erzähler mich sozusagen persönlich anspricht. Ich mag diese Art von Büchern nicht. Am Ende gab es dann unheimlich viele Wendungen. Anfangs war das noch sehr spannend, danach war es mir einfach auch ein wenig zu viel. Das ging so bis zum Ende. Irgendwie hatte ich das Problem, dass mir eigentlich fast keine der Personen nur ansatzweise sympathisch wurden. Von einem Thriller hatte ich mir mehr versprochen.
    Krummes Holz

    Julja Linhof
    Krummes Holz (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.03.2024

    Schwierig

    Georg, genannt Jirka kommt nach 5 Jahren aus dem Internat zurück auf den elterlichen Hof. Der landwirtschaftliche Betrieb ist inzwischen kaum noch rentabel und stark heruntergewirtschaftet. Seine Oma ist dement, seine Schwester ist tagelang nicht da und er selbst weiß auch nicht so recht, was er eigentlich da will. Von seinem Vater fehlt jede Spur.

    Mich lässt das Buch sehr unentschlossen zurück. Und ich finde es extrem schwierig. Dabei meine ich nicht das reine Lesen, der Stil ist sehr angenehm und gut lesbar und man wird irgendwie in die Geschichte hineingebracht. Allerdings wechselt ständig die Zeitangabe, ich brauchte immer eine Weile, um zu erkennen, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Inhaltlich konnte ich allerdings sehr wenig damit anfangen. Die Kindheit der Geschwister war frustrierend, der Vater stark sadistisch. Ohne, dass eigentlich erklärt wird, warum er wirklich so geworden ist. Die Andeutungen reichten mir nicht aus. Die Suche von Jirka nach sich selbst ist zwar irgendwie nachvollziehbar, aber es hat mich emotional nicht wirklich angesprochen. Irgendwie sind in dieser Familie alle verkorkst. Das Ende war für mich einfach nicht akzeptabel. Es tut mir leid, aber ich kann keine wirkliche Leseempfehlung aussprechen. Dazu ist das Buch zu speziell.
    Mörderfinder - Stimme der Angst

    Arno Strobel
    Mörderfinder - Stimme der Angst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.03.2024

    Spannend

    Max Bischoff ist auf der Beerdigung seines ehemaligen Mentors und trifft dort eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer unheimlich ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Doch die „zweite Jennifer“ ebenfalls große Probleme und Max versucht, ihr dabei zu helfen. Kurz danach wird sowohl seine Partnerin Jana wie auch er selbst entführt und auf seinen ehemaligen Kollegen wird ein Mordversuch unternommen. Die Dinge überschlagen sich...

    Das Buch ist sehr spannend und ich habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auch wenn man glaubt, etwas zu wissen, ist es bei dem Autor üblich, dass man am Ende noch mit einigen völlig überraschenden Wendungen zu tun haben wird. Genau das macht den Reiz der Reihe aus. Ansonsten ist für mich auch Marvin immer ein Highlight mit seinen schrägen und flotten Sprüchen, so dass das Buch auch noch einen gewissen Witz hat. Alles in allem gibt es von mir ein absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf eine Fortsetzung.
    Paris Requiem

    Chris Lloyd
    Paris Requiem (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.03.2024

    Vielschichtig

    1940 in Paris, das von den Nazis besetzt ist, werden eigentümlicherweise urplötzlich Kriminelle aus dem Gefängnis entlassen. Angeblich hat es sie nie gegeben. Polizist Eddie versucht, dem ganzen nachzugehen. Gleichzeitig geschehen im Viertel grausame Morde unter den kriminellen Banden. Auch hier versucht er, zu ermitteln, was ihm aber nur teilweise gelingt. Denn verschiedene Menschen sind ihm auf den Fersen, u. a. die Nazis. Viel mehr, als er erst denkt, ist er in die Sache involviert...

    Das Buch ist ein sehr vielschichtiger Roman. Seine Stärken hat er für mich darin, wenn die Beziehungen der Menschen im besetzten Paris und die entsprechenden Situationen erklärt werden. Die Rolle der Nazis, der verschiedenen Organisationen, aber auch die Rolle, die die französische Polizei dabei gespielt hat und welchen Zwängen sie ausgesetzt war. Weniger überzeugt hat mich der reine Krimi-Teil. Ich fand ihn über weite Strecken ein wenig zu langatmig und nicht sehr wirklich spannend. Hier hätte ich mir einfach etwas mehr gewünscht.
    Mayfair House

    Alex Hay
    Mayfair House (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.03.2024

    Rache

    Eines der größten Herrenhäuser in London wird von einer neureichen Familie bewohnt. Mrs. King war lange die Haushälterin und wird überraschend entlassen. Als der Hausherr stirbt, übernimmt seine Tochter das Regime. Doch Mrs. King denkt nicht daran, sich alles gefallen zu lassen. Ihr großer Plan: in der Nacht eines riesigen Kostümballs will sie das Haus ausräumen und zwar wirklich alles und jedes noch so kleinste Stück. Dafür sucht sie sich Verbündete...

    Das Buch hat von allem etwas. Es ist eine Art historischer Abenteurerroman, gleichzeitig auch eine Kritik an den damals herrschenden (Familien)Verhältnissen zwischen Arm und Reich und speziell der wenigen Rechte von Frauen und der Ausnutzung der untergeordneten Stellungen, z. B der Bediensteten. Die Idee, das alles in einen großen Raub einzubinden, gefällt mir gut. Ebenso gut gefällt mir, dass gesellschaftliche Dinge angesprochen und die Verhältnisse offengelegt werden. Im ersten Teil fand ich die Vorbereitung für den Raubzug ein wenig zu ausführlich für meinen Geschmack und ich musste mich dann ein bisschen durch diese Seiten quälen. Alles, was davor und danach war, war sehr gut lesbar und auch unterhaltsam, aber eben auch mit einigen Überraschungen. Daher würde ich für das Buch eine Leseempfehlung aussprechen.
    Der Schacherzähler

    Judith Pinnow
    Der Schacherzähler (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.01.2024

    Warmherzig

    Oldman ist jeden Tag im Park und spielt Schach. Eigentlich heißt er Walter und ist seit vielen Jahren Witwer. Doch eines Tages wird er von Janne angesprochen. Janne ist neun und ein eher wilder Junge, der nicht so gerne in der Schule ruhig ist. Jana spricht Oldman an, weil er neugierig ist. So erklärt Oldman ihm das Spiel und Janne lernt super schnell. Die beiden freunden sich miteinander an und diese Freundschaft erweitert sich auch auf Jannes alleinerziehende Mutter. Doch alle haben so ihre Geheimnisse…

    Das Buch ist sehr warmherzig geschrieben und sehr gut lesbar. Auch wenn einige Dinge sehr vorhersehbar sind und man oft schon viel eher weiß, wie es enden wird, ist das nicht schlimm. Denn es liest sich sehr gut und man hat sehr angenehme Gefühle dabei und bekommt auch gute Laune. Ganz davon abgesehen zeigt es auch deutlich, wie gut es ist, wenn ältere Menschen eine Aufgabe bekommen und noch Ziele haben, und wie wichtig es ist, Kindern den Freiraum zu geben und sie nicht ständig einzuengen, sondern auch Vertrauen zu haben. Und ebenso, wie wichtig Freundschaft und gegenseitige Hilfe ist. Daher gibt es von mir für das Buch eine Leseempfehlung.
    Oxen. Pilgrim

    Jens Henrik Jensen
    Oxen. Pilgrim (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.01.2024

    Super Fortsetzung

    Nach den furchtbaren Ereignissen im Keller ist Oxen auf eine spezielle Weise traumatisiert. Er begibt sich auf eine Art Pilgerwanderschaft. Auf diese Weise kommt er langsam wieder ins Gleichgewicht, umso mehr, als sein Sohn wieder engen Kontakt zu ihm aufnimmt und teilweise mit ihm mitwandert. Doch er muss das unterbrechen, weil ihn Margarethe Franck um Hilfe bittet. Sie ist vom Dienst suspendiert und ihr Ex-Chef Axel Mossman bietet ihr an, bei einem speziellen Deal, bei dem Finanzdaten eingekauft werden sollen, dabei zu sein. Doch das alles scheint einfacher als gedacht. Zumal sie immer noch auf der Suche nach den letzten Tätern aus dem Keller sind...

    Das Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe. Mir hat gefallen, wie Oxen sich quasi selbst versucht zu heilen. Das erscheint mir angesichts seines Charakters sehr realistisch. Auch der weitere Fall und die Ermittlungen in quasi eigener Sache sind sehr spannend und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Mein Fazit ist allerdings, dass ich nichts mit irgendeiner Art von Geheimdiensten zu tun haben will. Die Menschen dort wollen vielleicht gutes, aber die Methoden sind nichts, wofür man sicher hergeben sollte. Unabhängig davon ist das Buch aber sehr gut lesbar und ich freue mich auf die Fortsetzung der Reihe.
    Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen

    Benjamin Stevenson
    Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.01.2024

    Ziemlich schräg

    Die Cunninghams haben zu einem Familientreffen eingeladen. Doch es ist keine normale Familie, denn irgendwie hat jeder eine Leiche, im wörtlichen Sinn, im Keller. Ernest Cunningham, genannt Ernie, ist Autor für Anleitung zum Krimischreiben und sozusagen der Aussätzige in der Familie, denn er hat seinen Bruder angezeigt und dafür gesorgt, dass dieser im Gefängnis landet. Doch das Familientreffen wird anders als gedacht, denn die Familie bleibt sich treu und trifft wieder auf Leichen.

    Für mich war das Buch ziemlich schräg. Die Geschichte an sich, also der Krimi, war gar nicht so schlecht und hätte als normaler Krimi richtig gut sein können, zumal das Ende wirklich einiges an Überraschungen birgt. Doch es ist aufgebaut, als würde ein Krimischriftsteller das Geschehen kommentieren. Anfangs ist das irgendwie auch noch witzig. Aber der Witz nützt sich schnell ab und hat mich dann sehr bald eher genervt. Als Beispiel nenne ich für die dauernd erwähnten Akkustände, die eigentlich völlig überflüssig waren. So fällt es mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Wer etwas schräge Bücher mit eigenartigem Humor mag, ist hier gut bedient. Wer einen reinen Krimi erwartet, dürfte dann doch eher enttäuscht sein.
    Die Töchter der Ärztin

    Helene Sommerfeld
    Die Töchter der Ärztin (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.01.2024

    Gute Fortsetzung

    1929. In Berlin stehen einige Entscheidungen an. Henny hat eine gutgehende Praxis , doch ihr Mann Victor will mit der Familie zurück nach Hollywood. Antonia ist aus Afrika zurück und versucht, in Berlin ihrem Doktor zu machen. Ihre Cousine Frieda erwartet Zwillinge und ihr Cousin Franz macht Karriere bei den Nazis. Die Familien stehen vor mehr als einer Zerreißprobe...

    Das Buch ist eine gute Fortsetzung der Reihe. Alle Frauenfiguren sind wie immer sehr selbstständig und eigenständig. Damit kommen sie nicht immer gut durchs Leben. Die damaligen Zeiten sind in ihrer Vielfältigkeit gut beschrieben. Nur die Figur von Adam fand ich nicht passend und ich hatte das Gefühl, sie ist dem jetzigen Zeitgeist geschuldet eingeschrieben worden. Ein farbiger Amerikaner, der in einer strengen Gemeinde aufwächst, wird Kommunist. Obwohl er das Kapital für ablehnt und bekämpft, spart er (wie?) genug Geld zusammen, um mehrere Jahre in Deutschland studieren zu können. Dann wird er noch (von wem?) nach Russland geschickt und landet fast sofort im Gulag. Irgendwie kam es mir vor, als müsste er kurz im Buch erscheinen und schnell wieder verschwinden. Alle anderen Figuren haben Zeit, sich zu entwickeln und das in mehrere Richtungen. Mit den neuen Familienmitgliedern sind die in den nächsten Jahren kommenden Probleme auch schon angerissen. Ich bin gespannt, wie es mit der Familie weitergeht.
    Im Herzen so kalt

    Sandra Åslund
    Im Herzen so kalt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.01.2024

    Gute neue Reihe

    In Östersund wird ein Umweltaktivist, der sich speziell mit dem Schutz des Waldes beschäftigt hat, erschossen. Aus Stockholm kommen die Ermittler Maya und Pär. Anfangs erhalten sie kaum Unterstützung, weder von den einheimischen Polizisten noch von den Menschen in Östersund. Doch das ändert sich mit der Zeit und so werden langsam, aber stetig Fortschritte erkennbar.

    Das Buch ist der erste Teil einer bisher geplanten dreiteiligen Reihe. Mir hat es ja gut gefallen. Es ist ein klassischer Krimi. Ermittlungen sind nachvollziehbar, die handelnden Personen vielschichtig. Neben dem reinen Krimi-Fall werden einige gesellschaftliche Probleme angesprochen. Trotzdem geht es in erster Linie um den Fall. Gut eingearbeitet wurden die speziellen Eigenschaften in Schweden bzw. der Schweden. Aber es wurden eben auch kritische Sachen angemerkt. Alles zusammen ergibt eine gute Mischung. Die Spannung ist nicht durchgehend sehr hoch, aber immer vorhanden. Ich freue mich auf die Fortsetzung und gebe eine Leseempfehlung.
    Taubenschlag

    Dennis Jürgensen
    Taubenschlag (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.12.2023

    Guter Krimi

    Nahezu gleichzeitig werden mehrere Tote gefunden. In Berlin eine Familie, die allerdings schon mehr als 30 Jahre tot ist. In verschiedenen norddeutschen Städten ältere Herrschaften, die brutal ermordet worden sind und die eine tote Taube bei sich haben. Durch ein europäisches Programm können Lykke und Rudi wieder zusammenarbeiten. Die Ermittlungen sind schwierig, denn es scheint gar nichts zusammenzuhängen und Rudi ist am Ende sogar sehr persönlich involviert.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein seriöser Krimi, die Ermittlungen sind nachvollziehbar und vor allem erscheinen sie mir auch sehr real. Was aber an dem Buch besonders ist, ist das sympathische Duo, dass sehr viel Witz versprüht. Das mag ich sehr. Der Fall selbst reicht ein ganzes Stück in die Vergangenheit und ist dadurch auch sehr interessant. Er ist nicht durchweg hochspannend, aber das hat mich nicht sehr gestört, weil die Geschichte trotzdem vorwärts ging. Von mir eine Leseempfehlung.
    Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam

    Robert Thorogood
    Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.12.2023

    Gemütlicher Krimi

    Vor der Hochzeit am nächsten Tag findet eine große Feier auf dem Anwesen bei Sir Peter statt. Er ist der reichste Mann von Marlow. Seine Braut ist seine ehemalige Krankenschwester. Gegen die Hochzeit haben einige etwas einzuwenden. Dann geschieht ein Unglück. Sir Peter wird in seinem verschlossenen Arbeitszimmer von einem Schrank erschlagen. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch der Mordclub ist der Meinung, es war keiner...

    Das Buch ist ein gutgeschriebener gemütlicher englischer Krimi. Die Spannung ist nicht allzu hoch. Doch die drei mehr oder weniger älteren Damen ermitteln zwar mit Ruhe, aber auch einer großen Hartnäckigkeit, einigem Witz und vor allem sehr unkonventionell. Das ist gut lesbar und man hat Spaß beim Lesen. Die Lösung ist nicht schlecht ausgedacht. Es ist kein Buch, das einem sehr lange im Gedächtnis bleibt, aber es unterhält ungemein gut. Von daher von mir eine Leseempfehlung.
    Helle Tage, dunkle Schuld

    Eva Völler
    Helle Tage, dunkle Schuld (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.12.2023

    Historischer Krimi mit geschichtlichem Hintergrund

    1948 arbeitet Carl Bruns in Essen bei der Kriminalpolizei. Im III. Reich wurde er dort aufgrund eines jüdischen Großvaters entlassen und arbeitete unter Tage. Jetzt muss er mehrere Verbrechen aufklären, die scheinbar auch mit der Nazizeit zusammenhängen. Daran verwickelt ist seine Jugendliebe Anna und deren Familie. Doch in diesen Zeiten ist es schwierig, Gut und Böse zu unterscheiden...

    Das Buch ist ein gut geschriebener historischer Roman, der Krimi-Elemente vereint. Es geht um Schuld, die nach dem Krieg noch wirkt und Auswirkungen auf viele Familien hat. Das ist gut beschrieben und anhand eines wirklichen Ereignisses, wenn auch fiktiv, dargestellt. Die schwierige Zeit wird gut erklärt und auch die Probleme, die die Menschen damals hatten. Ich fand nur das Ende ein wenig zu dick aufgetragen und dadurch ein wenig unglaubwürdig, das mindert allerdings nicht sehr das Lesevergnügen insgesamt.
    Monster

    Monster (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.12.2023

    Neuhaus vom Feinsten

    Die 16-jährige Lissy wird erdrosselt aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass ein abgelehnter Asylbewerber der Täter sein könnte. Doch er verschwindet spurlos. Das Team um Oliver von Bodenstein beginnt mit den Ermittlungen. Kurze Zeit später wird ein Mann überfahren. Doch daran ist er nicht gestorben, sein Körper ist voller Bisswunden. Die Ermittlungen werden immer umfangreicher und dem Team wird eine große Enttäuschung bevorstehen...

    Ich empfand das Buch als eines der besten in der Reihe. Vielschichtige Ermittlungen, bei denen man bis kurz vor dem Ende nicht weiß, wer der Täter von Lissy ist. Dazu ein zweiter großer Handlungsstrang, der viele gesellschaftliche Fragen aufwirft. Es wird nicht verurteilt, als Leser kann man sich gut eine eigene Meinung bilden. Auch das Trauma, das Polizisten oft bekommen, wird gut thematisiert. Dazu realistische Ermittlungen und eine immer vorhandene Spannung, da viele verschiedene mögliche Täter präsentiert werden. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Stille Falle

    Anders De La Motte
    Stille Falle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.12.2023

    Sehr gut

    Leo Asker hat ein Problem. Statt einer Beförderung landet sie aufgrund einer Intrige eines Kollegen in einer Abteilung im Keller, die von allen nur „Abteilung für hoffnungslose Fälle“ genannt wird. So abgeschoben beginnt sie, sich mit den Ermittlungen ihres erkrankten Vorgängers zu beschäftigen. Dabei stößt sie schnell auf Gemeinsamkeiten mit ihrem letzten Fall, von dem sie abgezogen wurde. Sie ermittelt auf eigene Faust weiter...

    Das Buch ist der erste Fall einer neuen Reihe, die mir sehr gut gefällt. Leo ist eine spezielle Polizistin mit interessanten Eigenschaften. Der Fall selbst ist spannend. Die kurzen Kapitel werden jeweils aus Sicht der unterschiedlichen Personen erzählt und dadurch ist ein ständiges Wechselspiel vorhanden und auch durchweg eine gute Spannung. Man hat überhaupt keine Idee, um was es gehen könnte und vor allem, wer involviert ist. Dazu gibt es genügend Verdächtige und erst ziemlich gegen Ende hin wird es konkreter. Das alles ist gut geschrieben und sehr gut gelungen und erhält von mir die volle Punktzahl
    Kant und das Leben nach dem Tod

    Kant und das Leben nach dem Tod (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.12.2023

    Sehr solider Krimi

    In der Nähe der Autobahn werden Leichenteile gefunden. Die Rechtsmedizin stellt fest, dass die Teile schon längere Zeit tiefgekühlt waren. Also ein alter Fall. Hauptkommissar Kant übernimmt die Ermittlungen und zusammen mit seinem Team konzentriert sich die Suche auf den Münchner Stadtteil Hasenbergl. Eine Wohnsiedlung für die eher arme Bevölkerung. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn jeder ist nur mit sich selbst beschäftigt und hat keine Ahnung, wer in der Nachbarschaft wohnt und was er tut...

    Der dritte Teil der Reihe ist ein sehr solider Krimi. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, das Team hat einige Ecken und Kanten, ist aber im Großen und Ganzen sympathisch. Mir gefällt, dass sie alle an einem Strang ziehen und es nicht die üblichen Zwistigkeiten gibt. Auch wenn man ungefähr ab der Hälfte des Buches weiß, worum es geht und wer der Täter sein könnte, mindert dass die Spannung nur sehr wenig. Denn man fiebert mit, wie die Ermittlungen sich gestalten und wie man den Täter fassen kann. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich freue mich auf eine Fortsetzung der Reihe
    Schatten über Colonia - Ermittlungen am Rand des Römischen Reichs

    Axel Melzener
    Schatten über Colonia - Ermittlungen am Rand des Römischen Reichs (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.12.2023

    Frischer Wind

    Anwalt Quintus verteidigt einen Germanen, der unschuldig angeklagt wird. Er soll zusammen mit anderen Germanen Raubüberfälle auf Villen freier Römer und später sogar in der Stadt Colonia durchgeführt haben. Zufällig lernt er die junge Römerin Lucretia kennen. Beide zusammen finden immer mehr Ungereimtheiten bei den Überfällen heraus und beginnen zu ermitteln. Doch damit kommen sie selbst in Lebensgefahr...

    Das Buch ist eine Mischung aus Historienschmöker und Kriminalfall. Der Stil ist sehr modern und bringt frischen Wind in das Genre. Ganz nebenbei werden viele Sachverhalte ausführlich erklärt. Das muss man mögen. Mir hat das sehr gut gefallen. Auch wenn es dabei einige Kleinigkeiten gibt, die historisch zu bemängeln wären. Ein wenig hat mir auch gefehlt, dass die Gründe des "Bösewichts" kaum erwähnt und etwas zu kurz abgehandelt wurden. So ging dieser Teil nicht sehr in die Tiefe. Alles in allem ist es aber ein unterhaltsames Buch geworden, eine Fortsetzung würde ich auf jeden Fall lesen.
    Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt

    Richard Osman
    Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.12.2023

    Ganz nett

    Es ist Weihnachten und in der Seniorenanlage feiert der Donnerstagsmordclub. Sie wünschen sich ein Jahr ohne Mord. Doch das passiert leider nicht. Ein guter Freund und Antiquitätenhändler namens Kuldesh wird erschossen. Er hat sich mit Drogendealern eingelassen und diese suchen jetzt das Paket mit den Drogen. Der Donnerstagsmordclub ermittelt...

    Das Buch ist der vierte Teil der Reihe um die sehr agilen und speziellen Senioren. Allerdings finde ich, es ist eher ein schwächerer Teil. Anfangs war ich ganz begeistert. Die witzigen Dialoge und schrägen Eigenschaften der älteren Herrschaften sind wieder wunderbar beschrieben, echt schwarzer britischer Humor. Doch leider ist das Buch gerade im Mittelteil extrem gedehnt und wird über einige Strecken sogar direkt langweilig. Das bedauere ich sehr. Da wäre mehr Potenzial gewesen und eine Straffung vielleicht ganz gut. Das Ende war für mich nicht in allen Teilen unbedingt nachvollziehbar. So ist das Buch für mich ganz nett zu lesen, teilweise witzige Unterhaltung, insgesamt aber eher Mittelmaß.
    Die geheime Gesellschaft

    Die geheime Gesellschaft (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.12.2023

    Leider sehr zäh

    London 1873. Die geheime Gesellschaft nur für Männer veranstaltet eine Menge Seancen und kassiert damit viel Geld ein. Doch immer mehr Gerüchte gibt es, dass bei den Sitzungen nicht alles mit rechten Dingen zu gehen soll. Die sehr bekannte Wahrsagerin Vaudeline d'Allaire wird von Paris nach London geholt, um einiges davon aufzuklären. Doch das ist nicht so einfach und zusammen mit ihrer Gehilfin Lenna gerät sie bald in Lebensgefahr…

    Das Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Vor allem in der ersten Hälfte war es unfassbar zäh und langweilig und ich war mehr als nur einmal versucht, das Lesen komplett abzubrechen. Im zweiten Teil wird das Ganze dann etwas spannender. Doch leider ist das Ende so unglaubwürdig (Feder - Bernstein zum Beispiel), dass ich das Buch nicht weiterempfehlen würde. Schade, denn der Vorgänger war richtig gut.
    Bevor die Welt sich weiterdreht

    Luca Brosch
    Bevor die Welt sich weiterdreht (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.12.2023

    Überzeugt mich nicht völlig

    1917 im Ersten Weltkrieg. In der neutralen Schweiz im noblen Kurort Davos arbeitet Johanna wieder in der elterlichen Kurklinik. Sie war als Krankenschwester im Krieg und kommt mit einem unehelichen Kind zurück, das ihr Vater ihr wegnimmt. Johanna will ihre Tochter zurück und gerät eher zufällig an den deutschen Geheimdienst, der sie erpresst und zur Spionage zwingt, damit sie ihre Tochter zurückerhalten kann.

    Mich konnte das Buch nicht völlig überzeugen. Das liegt in erster Linie daran, dass es nach einer Serie geschrieben wurde und das merkt man dem Buch leider sehr an. Es ist sicherlich gut lesbar, aber die Szenarien laufen irgendwie für einen Film ab. So sind relativ unmotiviert plötzlich Nebenhandlungen eingebaut, die für die eigentliche Handlung eher nebensächlich sind und ablenken. Auch die Hauptfigur der Johanna erscheint mir nicht durchweg glaubhaft. Dass sie als Krankenschwester nur vom Zugucken das Operieren lernt, halte ich den Kriegszeiten für möglich. Dass sie allerdings auch noch Fotos entwickeln kann, in Nullkommanichts das Spionieren lernt und darin besser ist als die ausgebildeten Spione, ist dann für mich doch etwas zu viel. Alles in allem ist es ein gut lesbares Buch, das man vielleicht inhaltlich nicht ganz ernst nehmen soll. Wenn man es wie einen Abenteuerroman liest, dann geht es in Ordnung.
    Hynes, J: Ich, Sperling

    Hynes, J: Ich, Sperling (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.12.2023

    Römisches Reich von unten

    Carthago Nova im Römischen Reich im 4. Jahrhundert nach Christus. Das Reich zerfällt langsam und das Christentum wird als führende Religion gehandelt. Daher werden alle Bordelle geschlossen. Nur eines existiert noch, denn der Besitzer ist der Bruder des Bischofs. Mit einigen Auflagen und offiziell im Verborgenen müssen vorwiegend Sklavinnen als sogenannte Wölfinnen arbeiten. Ein kleiner Waisenjunge wird aufgenommen und auch er wird später eine Wölfin werden …

    Das Buch ist eigenartig und schwer zu beschreiben. Ein sehr spezielles Thema wird aus der Sicht von „unten“ – also von betroffenen Sklaven und Sklavinnen erzählt. Das Thema ist schwierig, aber der Autor schafft es, es verständlich, gut und ohne Skandale, aber mit viel Empathie und Verständnis zu beschreiben. Mir persönlich war es an manchen Stellen ein wenig zu episch. Doch man kann sich dem Sog der Zeilen schwer entziehen, auch wenn es sehr heftig wird. Es ist eine Sicht auf das Römische Reich aus sehr persönlicher, aber ganz anderer Perspektive. Das ist eine große Leistung. Allerdings war mir das Ende dann ein wenig zu schnell und nicht ganz glaubwürdig. Und mir fehlte der großen Zwischenteil, auch wenn man weiß, dass es Sperling geschafft hat. Aber was ist dazwischen passiert und was hat er gemacht? Und wie konnte er mit seinem Trauma weiterleben. Hier würde ich mir eine Art Fortsetzung wünschen.
    Kaiser, M: Kajzer

    Kaiser, M: Kajzer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.11.2023

    Schwierig

    Menachem Kaiser (Kajzer) versucht, das Haus seines Großvaters nach der Wende in Polen zurückzubekommen. Das gestaltet sich als sehr schwierig. Erst mal ist es das falsche Haus, dann fehlen wichtige Papiere und dann ändert Polen die Gesetze und vor Gericht geht es auch nicht gut aus…

    Das Buch war für mich schwierig zu lesen und ist genauso schwierig zu bewerten. Da ist zum einen grundsätzlich die Forderung nach Rückgabe des Hauses. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Familie das Haus (oder beim Verkauf das Geld) benötigt. Und noch weniger hatte ich das Gefühl, dass sie es unbedingt wollen. Das alles war für mich sehr ambivalent. Unabhängig davon steht natürlich das Recht auf ihrer Seite, dass ihnen das Haus durch die Nazis weggenommen wurde und es ihnen zusteht.
    So habe ich anfangs das Buch mehr als Roman oder Familiengeschichte gelesen und da war es auch interessant. Auch wenn man eher wenig über die Familie erfährt und auch der Autor sehr wenig über seinen Großvater weiß und auch nicht sehr viel mehr über ihn bzw. diese Generation herausbekommt.
    Danach wechselt das Thema abrupt und das Buch wird zu einer Art Sachbuch. Der Autor bezeichnet es selbst als Sachbuch, aber das ist es für mich auch nicht. Es geht um die derzeitigen Schatzsucher speziell in Schlesien, die vom Bernsteinzimmer bis zu Nazidevotionalien alles wollen und es teilweise groteske Züge annimmt. Dieser Teil der Geschichte passt nicht zur Familie und ist eher langweilig. Mich hat beim Lesen „gerettet“, dass ich die Gegend kenne und so bei der Nennung von Orten zumindest ein Bild vor Augen hatte.
    Danach wechselt es wieder zum Zurückbekommen des Hauses und hier verstehe ich nicht wirklich, warum der Autor weiterhin an der polnischen Rechtsanwältin festhält, obwohl sie grobe Fehler vor Gericht gemacht hat – womit ich wieder beim 1. Abschnitt der Bewertung lande.
    Zu guter Letzt geht es nur noch um das Buch und die teilweise Geschichte eines eher weit entfernten Verwandten namens Abraham Kajzer, dessen Aufzeichnungen zumindest in Polen ziemlich bekannt sind. Das allerdings passt wieder nicht wirklich zur Familiengeschichte.
    Alles in allem und kurz zusammengefasst: Dem Buch fehlt die Entscheidung, ob es eher Roman oder Sachbuch sein soll und es fehlt definitiv eine Art roter Faden. So ist es für mich mit viel gutem Willen maximal Mindestmaß.
    Der Mentor

    Svenja Diel
    Der Mentor (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.11.2023

    Wird spannender

    Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, dass es noch weitere Leichen gibt. Das tritt auch ein. Die Ermittler erhalten Hilfe vom LKA München. Die Ermittlungen verlaufen nicht einfach und die Spur führt zu einer Studentenvereinigung. Doch noch immer werden junge Frauen vermisst und das Morden geht weiter

    Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit dem Buch. Für meine für mich ging es gerade in den Zeitsprüngen ein bisschen zu sehr hin und her und das war mir zu viel. Im Laufe des Buches und der Ermittlungen besserte sich das allerdings sehr und je mehr die ganze Sache dem Ende zugeht, desto spannender wird es auch. Es werden eine Reihe Verdächtiger präsentiert und durch den Wechsel der Perspektiven und der verschiedenen Ermittler weiß man über einen sehr langen Teil nicht, was da wirklich passiert und um was es geht und wer darin verwickelt ist. Daher kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Lindy Girls

    Anne Stern
    Lindy Girls (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.11.2023

    Etwas flach

    Berlin 1928. Aus Amerika schwappt eine neue Musik herüber. Der Swing erobert die Menschen und verbreitet Freude. Die Choreografin Wally ist begeistert und gründet eine Tanzgruppe. Ihre Mädchen sind keine ausgebildeten Tänzerinnen, sondern kommen aus verschiedenen Berufen bzw. von der Straße. Doch es ist schwer, ein Engagement zu bekommen, denn in den Varietés, Tanzpalästen und Hotels haben immer noch Männer das Sagen. Es wird nicht leicht. Doch sie geben nicht auf und trainieren bis zum Umfallen.

    Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite ist sehr gut eingefangen das Lebensgefühl der damaligen Zeit und das Aufkommen der neuen Tänze wie Swing oder Charleston oder Lindy Hop. Auch die Probleme der verschiedenen Menschen sind aufgeführt, seien es Drogen, Arbeitslosigkeit, Erstarken der Nazis und damit Unterdrückung der Juden, Homosexualität oder auch lesbische Liebe. Genau das aber ist das Problem. Es werden so ziemlich alle Sachen angesprochen und irgendwie in die Tanzmädchen hineininterpretiert. Dadurch wirken die Figuren aber sehr flach und man bekommt irgendwie keinen richtigen emotionalen Zugang dazu. Es ist einfach zu viel gewollt und das wird dann sehr kurz abgehandelt oder angerissen. So kommt das Buch leider über Mittelmaß nicht hinaus. Meine Empfehlung wäre, entweder man hätte an den Problemen etwas gekürzt und die restlichen vertieft oder dem Buch einige Seiten mehr gegönnt. Inhaltlich wäre es möglich gewesen.
    Benedict, A: Mord im Christmas Express

    Benedict, A: Mord im Christmas Express (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.11.2023

    Leider langweilig

    Roz ist aus dem Polizeidienst ausgeschieden und auf dem Weg nach Fort Williams. Dort erwartet ihre Tochter ihr erstes Kind. Es ist der Tag vor Weihnachten und durch einen Schneesturm fährt so gut wie kein Zug mehr. Doch Roz hat Glück und bekommt den einzigen Zug, der in Richtung Schottland unterwegs ist. Leider entgleist der Zug auf der Strecke im Nirgendwo und dann gibt es auch noch einen Mord....

    Zuallererst muss ich das wirklich wunderbar passende Cover zu dem Buch loben. Danach gibt es für mich leider nicht mehr viel positive Sachen. Das Buch wird mit Agatha Christie verglichen und als moderne Version ausgegeben. Doch leider ist jedes Buch der bekannten Autorin um Längen besser als dieser Mord im Christmas Express. Denn das Buch ist wirklich sehr langweilig. Es hat 330 Seiten und dafür habe ich vier komplette Abende gebraucht, um mich wirklich durchzuquälen. Zwei Drittel lang passiert so gut wie gar nichts und alles und jedes wird ausführlich beschrieben (und nervt teilweise wirklich). Spannung ist nicht vorhanden. Die moderne Version enthält auch alle politisch korrekten Themen. Der Mordgrund ist zwar verständlich und auch wichtig, was das Thema angeht, trotzdem erwarte ich von einem Krimi in erster Linie auch Unterhaltung und viel Spannung. Die fehlt hier zum großen Teil. Deswegen kann ich das Buch nicht empfehlen.
    101 bis 125 von 898 Rezensionen
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