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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Wenn sie lügt

    Linus Geschke
    Wenn sie lügt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.06.2024

    Steigert sich stetig

    Norah hat lange in Dresden gelebt und ist nun in ihren Heimatort im Thüringer Wald zurückgekommen. Das ist ihr nicht leicht gefallen, denn vor dem Wegzug galt sie als „Freundin des Killers“. Ihr damaliger schon Ex-Freund David hat zwei Jugendliche aus ihrer Clique ermordet und die Menschen gaben teilweise Norah daran die Schuld. David ist tot, doch bald erhält Norah eigenartige Drohbriefe, die scheinbar von David stammen. Wie kann das sein?

    Ich bin in das Buch ein wenig schwer hineingekommen und habe die ersten rund 150 Seiten tatsächlich nur langsam gelesen. Ich kann wirklich nicht begründen, woran das liegt. Denn am Stil hat sich nichts geändert und der ist richtig gut. Die aktuellen Kapitel wechseln mit Rückblicken auf das damalige Geschehen und es werden einige Menschen als mögliche Täter präsentiert und man ist lange Zeit mit in der Suche involviert. Je weiter das Buch dem Ende zugeht, desto mehr steigert sich die Spannung und desto weniger konnte ich mit Lesen aufhören. So ist es dann insgesamt ein sehr guter Thriller geworden.
    Das Baumhaus

    Vera Buck
    Das Baumhaus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.05.2024

    Erschreckend

    Henryk und Nora fahren mit ihrem Sohn Fynn nach Schweden. Henriks Familie hat dort ein Ferienhaus ganz einsam mitten im Wald an einem See. Das Haus ist inzwischen ein wenig verwahrlost und die Aufräumarbeiten dauern an. Nach wenigen Tagen verschwindet Fynn spurlos. Trotz groß angelegter Suche wird er nicht gefunden. Erst Tage später läuft er in ein Auto. Trotzdem ist damit die Geschichte bei weitem nicht zu Ende...

    Das Buch ist unheimlich spannend. Gleichzeitig aber auch erschreckend. Es ist richtig gut geschrieben und die Kapitel aus Sicht von Henrik oder Nora z. B. wechseln sich ab und treiben das Ganze stetig vorwärts. Bis was zum Ende hat man eigentlich überhaupt keine Idee, wer warum was gemacht hat und wie das alles zusammenhängt. Es ist so ein Buch, dass man einfach nicht aus der Hand legen kann. Gleichzeitig ist der Inhalt aber auch schrecklich, wenn man bedenkt was Menschen anderen Menschen antun können und wie lange das Auswirkungen haben kann. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung
    Der Nachtläufer

    Karin Fossum
    Der Nachtläufer (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.05.2024

    Nicht meins

    In einer norwegischen Kleinstadt werden vor allem ältere Menschen überfallen. Nachts steht plötzlich ein Mensch an ihrem Bett und bedroht sie mit einer Waffe. Bisher bleibt es bei den Drohungen, denn der Nachtläufer - wie er genannt wird- unternimmt nichts weiter und erschreckt nur die Menschen. Doch dann wird eine junge Frau getötet...

    Das Buch hat mich ziemlich enttäuscht. Ja, es ist eine Art Kriminalfall. Aber es ist komplett spannungslos. Anfangs hatte ich mit dem Täter noch Mitgefühl, doch mir erklärte es sich nicht wirklich, warum er viele seiner Sachen machte. Für mich erschien vieles ziemlich schwer und grundlos. Auch die Ermittlungen und der Ermittler waren für mich eigenartig. Alles wurde immer nur angedeutet oder quasi ausgedacht und ich konnte mich nicht in den Fall hineinversetzen und habe mich über weite Strecken direkt gelangweilt. Von daher möchte ich keine Leseempfehlung aussprechen.
    Das Licht in den Birken

    Romy Fölck
    Das Licht in den Birken (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.05.2024

    Zu schnell

    Thea hat lange in Portugal gelebt und möchte jetzt zurück in ihre alte Heimat in die Lüneburger Heide. Dort findet sie eine Wohnung auf einem Gnadenhof für Tiere. Dummerweise stellt sich schnell heraus, dass der Hofbesitzer sehr speziell ist und große finanzielle Probleme hat. Als die junge Frau Juli nach einem Unfall noch auf den Hof kommt, wird das Leben aller ziemlich auf den Kopf gestellt.

    Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Ich kenne alle Bücher von Romy Fölck und mag ihren Schreibstil. Der ist auch in diesem Buch wieder gut. Auch das inhaltliche Thema gefällt mir. Nicht gefällt mir allerdings die Umsetzung. Alles geht im Prinzip rasend schnell. Gerade angekommen, Riesenzoff und am nächsten Tag so ziemlich die Lösung für alles. Und so geht es durch das Buch. Kaum taucht ein Problem auf, ist es eigentlich schon gelöst. Die Figuren erhalten keine Zeit für eine Entfaltung – alles wird für mich einfach zu schnell und zu simpel abgehandelt und steuert auf eine ziemlich vorhersehbare Endlösung zu, die mir auch zu „rosarot“ ist. Somit ist es am Ende ein nettes Buch für zwischendurch, aber bleibt für mich nicht wirklich in Erinnerung. Da wurde in meinen Augen viel Potential verschenkt.
    Die Kranichfrauen

    Renate Greil
    Die Kranichfrauen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2024

    Schwierige Zeiten

    Es ist der Sommer 1947 und in Bayern am Ammersee sind die Amerikaner als Besatzungsmacht. Der ehemalige Yachtclub musste aufgelöst werden und am gleichen Ort soll eine Art Jugendtreff eingerichtet werden. Anna und Paula werden als Lehrerinnen eingestellt, doch sie dürfen den Kindern nicht Segeln beibringen, sondern putzen und nähen. Für wichtige Sachen werden zwei ehemalige Wehrmachtsangehörige eingestellt. Die Yacht Kranich gehört der Familie von Paula und sie bekommt mit, dass das Boot nach Amerika überführt werden soll. Sie versucht alles, um das zu verhindern

    Das Buch ist für mich zweigeteilt. Ganz stark ist es dort, wo es um die Situation der Frauen nach dem Krieg geht. Im Krieg haben sie wichtige Aufgaben übernehmen müssen und auch Arbeiten der Männer. Doch mit der Rückkehr aus dem Krieg oder aus der Gefangenschaft müssen sie auf einmal wieder in ihre ursprünglichen Rollen zurückgehen. Das bringt logischerweise Probleme mit sich, denn inzwischen haben sie gelernt, dass sie viel mehr können als nur Kirche, Kinder und Küche. Weniger gut gefallen hat mir das Buch im Bereich der Liebesgeschichten. Ich bedauere es etwas, dass es dort unbedingt mit einem Happy End enden musste. Das fand ich gerade im Vergleich zu den vorherigen realistischen Einschätzungen dann leider nicht mehr ganz so realistisch. Doch insgesamt ist es ein sehr gut lesbares Buch, dass ich empfehle.
    Die Dämmerung

    Marc Raabe
    Die Dämmerung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.05.2024

    Spannend

    Ein Notruf geht ein. Angeblich ist im Wald eine Art Untier unterwegs - halb Mensch halb Tier. Niemand glaubt der Anruferin, bis eine Leiche gefunden wird. Es ist Charlotte Tempel, eine sehr bekannte Charity Lady. Sie wurde ermordet und mit einem Hirschgeweih verziert. In Verdacht gerät die Tochter von Charlotte. Leo gehört zu den Klimaklebern und ist generell sehr aggressiv und hat ständig Probleme mit ihrer Mutter. Kurz darauf wird erneut eine Frau getötet und verstümmelt und wieder scheint Leo damit zu tun zu haben. Art Meyer ermittelt zusammen mit der hochschwangeren Nele und das Ganze entpuppt sich als sehr gefährlich...

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um Art und Nele und ist wiederum sehr spannend. Das liegt zum einen daran, dass die eingestreuten Kapitel aus der Vergangenheit viele Möglichkeiten offen lassen, gleichzeitig aber auch sehr betroffen machen. Es liegt aber auch daran, dass generell viele Möglichkeiten vorhanden sind und in viele Richtungen Ermittlungen gehen. Die Politik ist eingebunden, aber eben auch die Presse oder die Charity. Auch die privaten Sachen spielen hier herein, übernehmen aber nicht die Überhand und ergänzen das Ganze. Alles in allem ein sehr gelungener Thriller und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.
    Mord unterm Reetdach

    Eric Weißmann
    Mord unterm Reetdach (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.05.2024

    Mörderisches Sylt


    Kristan ist ein relativ erfolgreicher Immobilienmakler auf Sylt. Nach der Sonnwendfeier findet er eher zufällig die Leiche von Hinnerk Petersen. Der alte Mann war als vermisst gemeldet. Kristan soll sein millionenschweres Anwesen verkaufen. Am liebsten sofort, wenn es nach den Söhnen von Hinnerk geht. Doch Kristan ist misstrauisch und fängt an, etwas mehr nachzuforschen. Für ihn wird das lebensgefährlich.

    Mord unterm Reetdach ist das zweite Buch des Autors. Das erste Buch handelt von seinen Erlebnissen als Immobilienmakler auf Sylt und ich fand es sehr amüsant. Auch in diesem Buch bewegt er sich auf seiner bekannten beruflichen Strecke und verbinde diese mit einem Mord. Für mich ist das wirklich gut gelungen. Die Figuren sind sehr authentisch. Auch die Sylter Örtlichkeiten sind gut eingebunden und es ist ebenfalls mehr als genügend Spannung vorhanden, da es reichlich Verdächtige gibt. Auch die Seitenhiebe auf die Sylter High Society sind gelungen und runden das Buch ab. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich würde mich auf eine Fortsetzung sehr freuen
    Die Verlierer

    Petra Hammesfahr
    Die Verlierer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2024

    Zu viele Verlierer

    Ein Mann meldet seine Frau als vermisst. Allerdings erst nach 11 Tagen. Die Frau wäre im Urlaub vom Campingplatz aus joggen gegangen und nicht zurückgekommen. Er hätte sich nichts dabei gedacht, da sie Monate vorher ähnliches schon einmal getan hat. Sein Stiefsohn ist ebenfalls nicht erreichbar. Der Bruder der Frau vermutet einen Doppelmord, um an das vorhandene Vermögen zu kommen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig.

    Ich weiß nicht so recht, wie ich das Buch einordnen soll. Es gibt Ermittlungen, aber es ist eigentlich kein richtiger Krimi. Auf dem Einband steht Psycho Spannung, aber es ist kein Thriller. Und die meiste Zeit über fehlt so ziemlich komplett jede Spannung für mich. Trotzdem hat das Buch irgendwas an sich. Die Geschichte, wie sich Kinder fühlen, wenn sich die Eltern trennen und das Umgangsrecht mehr als schwierig ist oder stark eingeschränkt, berührt sehr. Auch wie lange solche Sachen nachwirken und das Leben der Kinder beeinflussen. Genau das ist die Stärke an dem Buch. Am Ende gibt es noch zwei Wendungen, aber in Richtung Krimi konnten sie das Buch für mich nicht verbessern. Das ist insofern schade, weil das Buch unter diesen Voraussetzungen vielleicht nicht die richtigen Leser finden wird. Denn was die Verliere in diesem Fall - die Kinder - angeht, wünsche ich dem Buch viele Leser
    Die Sehenden und die Toten

    Sia Piontek
    Die Sehenden und die Toten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2024

    Interessant

    Carla ist mit ihrer Tochter von Hamburg ins ruhige Wendland gezogen. Statt Mordermittlungen bearbeitet sie nun einfache Delikte. Doch dann wird ein toter Junge gefunden und sie wird für die Ermittlungen herangezogen bzw. ihr wird sogar die Leitung übergeben. So kommt sie wieder mit ihrer schwierigen Vergangenheit in Berührung und ihr ganz privates Umfeld wird mehr als ihr lieb ist hineingezogen

    Mir hat das Buch gut gefallen. Gerade die ersten Kapitel habe ich förmlich verschlungen. Ich kenne die Gegend ein wenig und konnte quasi alles sehr gut nachvollziehen und hatte ständig Bilder vor Augen. In der Mitte zogen sich die Ermittlungen dann ein wenig und die Spannung ließ etwas nach. Auch die extrem vielen privaten Probleme von Carla waren mir manchmal ein wenig zu viel. Gegen Ende gibt es dann eine Menge mehr Verdächtige und interessante Wendungen. Und ganz zum Ende hatte ich das Gefühl, es deutet sich eine Fortsetzung an. Alles in allem ist für mich das Buch ein guter Krimi und ich würde auch eine Fortsetzung lesen.
    Südlich von Porto wartet die Schuld

    Mariana Da Silva
    Südlich von Porto wartet die Schuld (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.04.2024

    Etwas schwächer

    Ria arbeitet jetzt komplett in Portugal. Im Moment macht sie Vertretung für ihre Schwägerin, die bald ein Baby bekommt. Da wird in den Dünen ein Toter gefunden und dieser stellt sich als wichtiger Richter heraus, der eine Verhandlung gegen einen holländischen Kriminellen leiten soll. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, auch weil Baptista als leitender Kommissar so seine eigenen Vorstellungen bezüglich Ria hat.

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe und ich fand es in einigen Teilen schwächer als der Vorgänger. Gut gefallen hat mir wie immer die Anfangsverzierungen der Kapitel mit typisch portugiesischen Kacheln. Auch der Einbezug von Land und Leuten ist gelungen. Allerdings fand ich in diesem Band die Ermittlungen ein wenig zu kurz in großen Teilen und dafür die privaten Sachen viel zu ausufernd. Das war eigentlich auch am ersten Teil schon so, doch da habe ich das noch unter Einleitung und Kennenlernen verbucht, jetzt war es mir manchmal einfach zu viel. So fehlte ein wenig die Spannung und es war mir zu wenig Krimi. Alles in allem war aber immer noch ein gut lesbares Buch, das unterhalten hat und für Portugal wirbt.
    Das Echo der Gezeiten

    Rebekka Frank
    Das Echo der Gezeiten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.04.2024

    Komplex

    1955 ist Tilla 16 Jahre alt und erlernt das Tauchen. Sie ist davon fasziniert und es wird sie nie wieder loslassen. Doch viele Jahre kann sie es nicht tun, weil beim letzten Tauchgang der Tauchlehrer nicht mehr zurückkam und ihr Vater, der ebenfalls taucht, weitere Interessen in dieser Richtung verbieten. Doch Tilla gibt nicht auf und beginnt ein Studium der Vorgeschichte und Archäologie und will das mit dem Tauchen verbinden.

    Mehr als 300 Jahre früher geschehen auf der Nordseeinsel Strand unheimliche Dinge. Immer wieder verschwinden Kinder und immer wieder wird das den Beginen angehangen. Nes und ihre Mutter haben in dem Beginenkonvent Zuflucht gesucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann bzw. Vater. Doch auch auf der Insel kommen sie nicht zur Ruhe.

    Das Buch ist sehr komplex und erzählt die Geschichte von zwei jungen Frauen im Abstand von gut 330 Jahren. Trotzdem gibt es unheimlich viele Parallelen. In der Vergangenheit durften Frauen nicht frei leben und wenn sie ein wenig abseits der Konventionen arbeiten oder leben wollten, waren sie großen Gefahren ausgesetzt. Große Gefahren haben die Frauen Mitte des 20. Jahrhunderts zwar nicht mehr so sehr. Doch immer noch dürfen sie wieder frei leben noch ihre Ausbildung wählen, in den Hochschulen werden sie regelrecht verachtet und gemobbt. Sie hatten es sehr schwer, sich durchzusetzen und eine eigene Karriere anzustreben. Die ersten 100 Seiten waren für mich etwas schwierig zu lesen, was ich aber nicht wirklich begründen kann. Danach ging es einfach nur flüssig vorwärts und die Geschichte zog mich mehr und mehr in ihrem Bann. Die Beschreibung des Mittelalters auf einer kleinen Insel war sehr gelungen. Desgleichen aber auch die Beschreibung der 1960er Jahre. Das Zusammenführen beiden Geschichten am Ende hat mir sehr gut gefallen.
    Insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung
    Gussie

    Christoph Wortberg
    Gussie (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.04.2024

    Starke Frau

    Gussi heiratet mit Mitte 20 den 19 Jahre älteren Konrad Adenauer, der drei Kinder aus erste Ehe mit in die Verbindung bringt. Sie liebt ihn von Herzen, aber sie sind sehr verschieden. Sie schafft es, ein unabhängiges selbstständiges Leben zu führen und dabei noch 5 Kinder zu bekommen, von denen vier überleben. Alles findet sich zusammen, bis die Nazis an die Macht kommen und Adenauer mehrfach verhaftet wird.

    Das Buch stellt eine starke Frau vor, die gar nicht so bekannt ist, und es ist gut, dass ihr Schicksal und ihr Leben einen größeren Leserkreis finden kann. Das gesamte Buch ist aus Sicht von Gussi geschrieben. Die große Politik findet eher am Rand statt. Adenauer wird als eher streng, verschlossen und vor allem sehr diszipliniert dargestellt. Der Stil des Buches ist ähnlich und oft ein wenig karg. In den Teilen, in denen es um Adenauer selbst geht, fand ich das sehr angemessen. In den Teilen, in denen die vor allem in jungen Jahren sehr lebenslustige Gussi beschrieben wird, hätte ich mir auch einen etwas lockereren Stil gewünscht. Alles in allem ist das Buch aber mehr als gelungen und von mir gibt es eine Leseempfehlung.

    Léost, C: Sommer, in dem alles begann

    Léost, C: Sommer, in dem alles begann (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.04.2024

    Mehr erwartet

    Ein kleines Dorf in der Bretagne wird Schauplatz eines speziellen Treffens von Helene, Marguerite und Odette. Marguerite kommt aus Paris und ist die Französischlehrerin von Helene. Odette kann mit der „Stadtfrau“ nichts anfangen und bekämpft sie mit allen Mitteln. Es kommt bis zur Katastrophe.

    Ich habe mich mit dem Buch sehr schwer getan. Es hat nur 235 Seiten und trotzdem habe ich mich fast eine ganze Woche durchgequält. Zum einen war es nicht mein Stil. Ich fand ihn über weite Strecken irgendwie langweilig. Zum anderen gab es nicht eine erwachsenen Person, die mir irgendwie sympathisch war. Ich konnte einfach keinen Zugang zu ihnen finden. Auch die Beschreibung der Bretagne und ihrer Menschen war nicht mal ansatzweise so, wie ich sie selbst erlebt habe. Auch das hat mir das Lesen nicht erleichtert. Alles in allem bin ich eher froh, dass das Buch zu Ende ist
    Die Tote am Kai

    Bente Storm
    Die Tote am Kai (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.04.2024

    Solide

    Agathas liebster Kollege von der Wasserschutzpolizei wird angeschossen und schwer verletzt. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig, auch deswegen, weil kurz danach in einem alten Container eine junge Frau erhängt aufgefunden wird. Auch hier stellt sich schnell heraus, es war kein Selbstmord. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen und trotz Verbot beteiligt sich Agatha auch wieder daran.

    Das Buch ist der solide zweite Teil der Reihe um die Wasserschutzpolizei von Cuxhaven. Ist es gut gelungen, die spezifischen Eigenheiten der Menschen dort und auch die örtlichen Gegebenheiten einzubeziehen. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar. Die zwischenmenschlichen Beziehungen ebenfalls. Sie dominieren zwar, aber laufen immer parallel zu den Ermittlungen. Mich hat ein wenig gestört, dass inzwischen so ziemlich alle Polizisten „Dreck am Stecken haben“. Das war mir am Ende ein wenig zu viel, zumal der Cliffhanger für den nächsten Teil auch wieder eine persönliche Verwicklung angekündigt.
    Maiwald, S: Spaghetti-vongole-Tagebücher

    Maiwald, S: Spaghetti-vongole-Tagebücher (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.04.2024

    Eine Liebeserklärung

    Der Autor lebt seit 20 Jahren in Italien und will anlässlich seines Geburtstages seinen italienischen Familienteil mit einem italienischen Essen überraschen. Allerdings meint er damit nicht ein Gericht, sondern ein mehrgängiges Menü, das teilweise relativ kompliziert ist. Um sich darauf vorzubereiten, fährt er durch die Lande und lässt sich zum Teil von berühmten Köchen oder Küchen beraten, klärt, wo er den besten Fisch her bekommt, oder erhält Tipps, wie ein richtig guter Kaffee entstehen kann.

    Mir hat das Buch gut gefallen, allerdings mit einer Ausnahme: ich hatte beim Lesen über weite Strecken ziemlich großen Hunger. Mein Lieblingsitaliener wird also demnächst wieder aufgesucht werden. Ansonsten ist es eine witzige, aber auch extrem liebenswerte Beschreibung des italienischen Lebens, vor allem natürlich des Essens und Trinkens und auch der Eigenheiten der verschiedenen Regionen. Das alles ist in launig kurzen Kapiteln beschrieben, die ergänzt werden mit einige Fakten und Anekdoten. Alles in allem ein richtig nettes Buch über Italien, auch als Geschenk sehr gut geeignet. Von mir eine Leseempfehlung.
    Mühlensommer

    Martina Bogdahn
    Mühlensommer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.04.2024

    Heimat

    Maria will mit ihren Töchtern zusammen mit Freunden ein Wochenende in den Bergen verbringen. Doch kaum dort angekommen, erhält sie den Anruf ihrer Mutter, dass ihr Vater schwer verunglückt ist und Maria auf den heimatlichen Hof zurückkommen soll, um zu helfen. Dort erwartet sie eine Menge an Arbeit, eine demente Oma, die Ungewissheit, was mit ihrem Vater ist, und ganz viele Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist die Erinnerung an eine Kindheit auf dem Lande, auf einem einsamen Bauernhof, der schon seit Hunderten von Jahren eine Mühle war. Da ich selbst auf dem Land groß geworden bin, konnte ich viele der Erlebnisse nachvollziehen. So das Schweineschlachten oder auch die dörflichen Feste und Feiern, aber eben auch die viele Arbeit und die Zwänge, die eine Landwirtschaft bzw. Tierhaltung auferlegt. Das alles ist gut geschrieben und man merkt die Liebe zur Heimat in jeder Zeile. Auch die Probleme in der Familie sind gut beschrieben und nachvollziehbar. Das Buch hat mit seiner au unaufgeregten Art viele Erinnerungen geweckt und die alten Gefühle wieder aufleben lassen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Und Großvater atmete mit den Wellen

    Trude Teige
    Und Großvater atmete mit den Wellen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.04.2024

    Noch besser als der Vorgänger

    1943 ist der Zweite Weltkrieg in vollem Gange. Die Brüder Konrad und Sverre aus Norwegen arbeiten als Matrosen auf einem Handelsschiff, das von Japanern torpediert wird und untergeht. Beide können sich auf unterschiedliche Weise nach Java retten. Konrad lernt im Krankenhaus die Norwegerin Sigrid kennen und lieben. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn beide landen in verschiedenen japanischen Gefangenenlagern und müssen täglich versuchen, irgendwie zu überleben

    Das Buch ist sozusagen der zweite Teil der Reihe um eine Familiengeschichte. Im ersten Teil ging es um die Großmutter, hier geht es in erster Linie um den Großvater. Ich fand die Geschichte noch wesentlich besser und vor allem wesentlich berührender als der erste Teil. Hier ging es ausschließlich um die Historie. Viele Fakten über die Internierungen von Zivilisten durch die Japaner im Zweiten Weltkrieg waren mir neu. Es ist sehr gut beschrieben, was sie durchleiden mussten. Aber ebenso, dass es immer Menschen gab, die sich für andere einsetzen und auch unter Lebensgefahr helfen. Das macht das Buch sehr hoffnungsvoll. Es lässt sich wunderbar lesen und bekommt von mir die absolut volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
    Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Stoff

    Amy Achterop
    Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Stoff (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2024

    Nette Unterhaltung

    Arie von der Hausboot-Detektei macht einen frühmorgendlichen Spaziergang und wird Zeuge, wie ein bekannter Unternehmer von einem Müllauto überfahren wird. Die Polizei geht von einem Unfall aus, denn es waren Drogen im Spiel. Doch die Tochter des Unternehmers glaubt nicht daran, denn ihr Vater hat Drogen verabscheut. Sie beauftragt die Hausboot-Detektei, den Fall zu untersuchen. Das wird richtig gefährlich.

    Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um die etwas schrägen, aber sehr liebenswerten Ermittler der Hausboot-Detektei in Amsterdam. In diesem Fall geht es um Stoff - sowohl wörtlich gemeint wie auch um Drogen. Was den Stoff angeht bzw. verschiedenen Fasern, habe ich sehr viel gelernt. Ansonsten ist das Buch einfach eine nette Unterhaltung. Es ist nicht hochspannend und manchmal auch sehr schräg (die Fliege, die den Schatz verrät). Aber es ist eben auch liebevoll gemeint und die heimlichen Stars sind sowohl Hund und noch mehr Fru Gunilla.
    Die Auszeit

    Emily Rudolf
    Die Auszeit (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.04.2024

    Schöne neue Welt

    Die bekannte Influencerin Viktoria steht kurz vor ihrem einmillionsten Follower. Das will sie ganz besonders feiern und fährt deswegen zusammen mit fünf engen Vertrauten und Freunden in ein Resort in den Alpen, das komplett abgelegen ist. Doch die Auszeit wird ganz anders als geplant und endet mit Toten...

    Das Buch ist das Debüt der Autorin. Insgesamt würde ich es als gelungen bezeichnen. Vor allem der Anfang und das doch teilweise überraschende Ende sind richtig gut. In der Mitte war es mir teilweise ein wenig zu langgezogen und ein bisschen zu viel Bäumchen wechsle dich. Hier hätte eine Straffung wahrscheinlich gut getan. Insgesamt allerdings hat mir sehr gut gefallen, wie deutlich die schöne neue Welt der Influenzer dargestellt wurde und wie verlogen das alles in Wirklichkeit ist. Natürlich weiß man das, vermutlich aber erst als etwas ältere Erwachsene. Junge Mädchen und Frauen (aber auch Männer) fallen oft darauf rein, geben ihr Geld für überteuerte Sachen aus und erwarten etwas ganz anderes. Das Buch wirkt wie eine Warnung. Deswegen von mir eine Leseempfehlung
    Eine Fingerkuppe Freiheit

    Thomas Zwerina
    Eine Fingerkuppe Freiheit (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2024

    Schade


    Paris 1821. In Frankreichs Nationaler Blindenanstalt lebt Louis Braille und entdeckt mit 12 Jahren zum 1. Mal die Möglichkeit, dass auch Blinde lesen und schreiben lernen. Nach und nach entwickelt er die nach ihm benannte Blindenschrift...

    Das Buch erzählt die Geschichte von Louis Brille. Allerdings ist es kein biografischer Roman, sondern über sein Leben wird episodisch aus verschiedenen Sichten berichtet, seien es die Eltern, der Pfarrer usw. Es ist gut, dass über diesen beeindruckenden Erfinder geschrieben wird. Er hat es in jeder Weise verdient. Doch leider bin ich mit dem Buch nicht sehr gut zurechtgekommen. Das ist schade, aber der Stil war so gar nicht meins. Er wirkte irgendwie altmodisch und vor allem wurden kleine Nebensächlichkeiten sehr breit ausgewalzt und umständlich beschrieben und die eigentliche Geschichte von Louis kam viel zu kurz. So wurde für mich viel Potential verschenkt und das Buch kommt leider über den Durchschnitt für mich nicht hinaus.

    Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück

    Ulf Kvensler
    Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2024

    Weitgehend spannend

    Anna wandert jedes Jahr zusammen mit ihrem Verlobten und ehemaligen Dozenten Henrik in die unberührte Natur Schwedens. Oft begleitet sie ihre beste Freundin Milena. Auch für dieses Jahr ist es wieder geplant. Da schlägt Milena vor, ihren kürzlich erst kennengelernten Freund Jakob mitzunehmen. Anna und Henrik stimmen mehr widerwillig zu und bereits auf der Fahrt beginnen die ersten Probleme. Im Nationalpark eskaliert das Ganze...

    Das Buch hat mir über weite Strecken wirklich sehr gut gefallen. Die Spannung entwickelt sich mehr und mehr aus der den Problemen der Wanderteilnehmer untereinander. Großartig ist die Natur Schwedens in dem Nationalpark beschrieben. Das ist eine Stärke des Buches. Leider war für mich das Ende nicht wirklich überzeugend und hat mich dann stark enttäuscht. Ich kann bedauerlicherweise nicht mehr dazu erklären, weil ich dazu sehr starke spoilern müsste, was ich nicht möchte. Außerdem blieben mir noch zu viele Fragen offen. So kann ich nicht die volle Punktzahl geben, allerdings immer noch eine Leseempfehlung für das Buch.
    Murder in the Family

    Cara Hunter
    Murder in the Family (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.03.2024

    Nicht mein Stil

    Vor 20 Jahren wurde ein junger Mann ermordet. Die Polizei untersuchte den Fall, aber weder seine ältere Witwe noch die drei Stiefkinder noch irgendjemand in der Nachbarschaft hatte etwas gesehen und so bleibt der Fall ungelöst. 20 Jahre später wird aus dem Fall eine Fernsehserie und die Ermittlungen erneut aufgenommen. Mit überraschenden Ergebnissen.

    Das Buch hätte richtig gut werden können. Doch leider konnte ich mit dem Stil so überhaupt nichts anfangen. Wenn ich einen Film sehen möchte, sehe ich einen Film. Wenn ich ein Buch lesen möchte, lese ich ein Buch. Doch ich möchte weder einen Film sehen, in dem die ganze Zeit gelesen wird, noch möchte ich ein Buch lesen, in der die ganze Zeit über eine Fernsehsendung geschrieben wird. Die ersten 100 Seiten habe ich mich regelrecht durchgequält und die Versuchung, das Buch abzubrechen, wurde immer größer. Irgendwann beschloss ich dann, weder die Namen, noch die Regieanweisungen, noch die Bemerkungen, was die Menschen gerade tun, zu lesen. Ab dann wurde es für mich wesentlich lesbarer. Und ich habe auch nicht das Gefühl, wirklich etwas wesentliches verpasst zu haben. Im letzten Drittel wurde es sogar noch richtig spannend. Doch das konnte insgesamt das Buch für mich nicht retten. Ich fand es schade, in anderer Form geschrieben, wäre es bestimmt ein richtiger Knaller geworden.
    Noch eine Anmerkung zum Klappentext. Wenn der Schreiber desselben das Buch selbst nicht liest und die Filmarbeiten drei Jahre nach dem Mord verortet, obwohl es 20 Jahre sind, ist das für mich ein sehr großer Fauxpas.
    Der blaue Salamander

    Luca Ventura
    Der blaue Salamander (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.03.2024

    Sehr viel Capri

    Im Beichtstuhl in der Kirche wird die Leiche von Rosalinda gefunden. Sie hat eine kleine Boutique und verkauft Ledersachen. Schnell ist mit dem Straßenfeger Salvatore ein Verdächtiger gefunden. Doch der Polizist Rizzi glaubt nicht daran, dass er der richtige Schuldige ist. Rizzi beginnt weitere Ermittlungen zusammen mit seiner Kollegin Antonia und bald stoßen sie auf die Spur der verschwundenen berühmten Handtasche, die sich der Blaue Salamander nennt.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde, die Reihe steigert sich mehr und mehr. Zum einen sind die Ermittler, auch wenn sie Ecken und Kanten haben, sehr sympathisch. Zum anderen spielt natürlich Capri und seine Bewohner eine riesengroße Rolle und macht sehr viel von dem Charme des Buches aus. Unabhängig davon gibt es realistische Ermittlungen und auch wenn die Spannung nicht superhoch ist, lässt sich das Buch sehr gut lesen und ist ein traditioneller Krimi, der in der oberen Liga mitspielt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Für immer, dein August

    Barbara Leciejewski
    Für immer, dein August (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.03.2024

    Berührende Familiengeschichte

    Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. August Schönborn ist 21 und hat ihn komplett in englischer Kriegsgefangenschaft verbracht. Jetzt darf er endlich nach Hause. Unterwegs hält er in Bremen an und besucht seine Brieffreundin Charlotte. Sie verlieben sich ineinander, doch August muss zurück in sein kleines Dorf in der Pfalz, denn dort wird er für den Unterhalt der Familie dringend benötigt. Trotzdem finden die beiden zusammen und bestreiten ein gemeinsames Leben...

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe, die stark an die Familiengeschichte der Autorin angelehnt ist. In diesem geht es vor allem um ihre Großeltern August und Charlotte. Optisch ist das Buch an den ersten Band angepasst und hat so einen hohen Wiedererkennungswert. Inhaltlich ist es eine sehr berührende Familiengeschichte, die anhand von Familie und Freunden die schwierigen Zeiten, aber auch die schönen Seiten des Dorflebens erzählt. Besonders der Zweite Weltkrieg macht tiefe Einschnitte in die Gemeinschaft. Das wird unaufdringlich, aber sehr eindringlich erzählt. Der Autorin gelingt es immer wieder, auch große Liebesgeschichten zu schreiben, ohne irgendwie in Kitsch zu verfallen. Diese Gabe empfinde ich als etwas sehr Besonderes. Daher gibt es von mir auch für dieses Buch wieder eine absolute Leseempfehlung
    Der Lärm des Lebens

    Jörg Hartmann
    Der Lärm des Lebens (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.03.2024

    Familiengeschichte

    Der bekannte Schauspieler Jörg Hartmann erzählt in dem Buch über seine Familie. Großen Raum nimmt sein Vater ein. Aber auch seine Kinder und sein Beruf werden vorgestellt.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Der Autor erzählt sehr sachlich, mit großer Liebe zu seiner Familie und seinem Beruf, nimmt sich selbst aber nicht wirklich wichtig (so in Richtung Star), was ich als sehr angenehm empfunden habe. Ich hätte mir gewünscht, dass ein wenig mehr über seine Großeltern geschrieben wird, sicherlich war es für sie in der Nazizeit sehr schwer. Das wurde nur in wenigen Zeilen ausgeführt.
    Und außergewöhnlich gut hat mir aufgefallen, wie Jörg Hartmann über seinen Beruf reflektiert. Es wird ganz deutlich, welche Einschränkungen dieser Beruf (natürlich auch viele andere) für ein Familienleben bedeutet. Weniger gut gefallen hat mir, dass die Kapitel nicht mit einer Jahreszahl versehen wurden. So musste ich anfangs oft ein wenig ein raten, in welcher Zeit das entsprechende Kapitel gerade spielt. Doch insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung
    76 bis 100 von 898 Rezensionen
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