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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    892 Rezensionen

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    Doyle, C: Sturmwächter

    Doyle, C: Sturmwächter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.02.2019

    Schöne Magie

    Fionn ist 11. Mit seiner kleineren und ziemlich nervenden Schwester Tara streitet er sich ständig. Sie müssen aber die Sommerferien zusammen verbringen und fahren auf die irische Insel Arranmore zu dem Großvater. Fionn ist anfangs von der Insel gar nicht so begeistert, bis er herausbekommt, dass sein Großvater ein Sturmwächter ist und mit Magie arbeitet. Damit wird der Sommerurlaub doch gleich viel abenteuerlicher.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte ist leicht lesbar und auf die Zielgruppe ausgerichtet. Anfangs erfährt man sehr viel über Fionns Familie und alles geht eher sehr langsam los. Mir persönlich ein wenig zu ausführlich und zu langsam. Hier könnten nicht so begeisterte Leser schon abspringen. Das eigentliche Abenteuer beginnt so richtig erst gegen Ende des Buches. Dann wird es definitiv auch spannender. Und es klingt nach einer Fortsetzung.
    Alles im allem würde ich aber trotzdem eine Leseempfehlung aussprechen.
    Lago Mortale

    Lago Mortale (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.02.2019

    Wenig spannend

    Simon Strasser, ehemaliger Polizeireporter aus Frankfurt/M., lebt seit 5 Jahren in Italien am Lago d’Orta. Er fühlt sich wohl, wenn auch noch nicht von einigen Einheimischen akzeptiert. Aber er hat auch Freunde gefunden. Bei ihm ist seine „Ziehtochter“, die Tochter einer früheren Freundin. Als er von der Terrasse aus beobachtet, wie eine Yacht fast einen Zusammenstoß mit einem Boot verursacht, wird er neugierig und unruhig und fährt mit dem Kajak dorthin. Auf der Yacht findet er einen toten jungen Mann, den Sohn einer einheimischen Fabrikantenfamilie. Es sieht nach einem Unfall aus, doch es geschehen noch einige komische Sachen…

    Ich habe das Buch an einem langen Nachmittag durchgelesen. Eigentlich ein gutes Zeichen, es ist gut und flüssig lesbar und unterhält. Das „eigentlich“ bezieht sich allerdings darauf, dass ich die volle Punktzahl gegeben hätte, wenn das Buch ein Roman oder ein Reiseführer gewesen wäre. Aber es ist ein Krimi und selbst für einen regionalen Krimi, bei denen man doch automatisch einiges weniger Spannung und dafür viel Lokales in Kauf nimmt, hatte es eindeutig zu wenig Spannung, viel zu wenig. Man fühlt sich in den Urlaub versetzt, alles wird ausführlich und gut beschrieben, gute Werbung für die Gegend. Aber die eigentlich Krimihandlung ist viel zu kurz und vor allem auch viel zu einfach. Die Polizei findet so gut wie nichts und der Ex-Reporter bekommt quasi alles in den Schoß gelegt und muss nur noch zugreifen. Unrealistisch und leider eben auch unspannend. Daher für mich nur Durchschnitt.
    Saucier, J: Niemals ohne sie

    Saucier, J: Niemals ohne sie (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.02.2019

    Mehr erwartet

    Ein kleiner Ort in den Wäldern von Kanada in den 1960er Jahren. Familie Cardinal hat 21 Kinder. Der Vater ist Erzsucher, die Mutter heillos überfordert. Eigentlich bekocht sie die Familie nur und bekommt die Kinder. Einmal im Leben hat der Vater Glück und findet eine ergiebige Erzader. Er verkauft die daraus entstehende Mine an eine Gesellschaft und die gesamte Familie fühlt sich betrogen. Denn statt endlich reich, erhält sie nur wenig Geld und das normale Leben geht weiter. Die Familie schottet sich nach außen hin völlig ab, die Jungen terrorisieren die Nachbarn. Erst ein Unglück und der Tod eines der Mädchen ändert das gesamte Leben der Familie.

    Ich hatte mir von dem Buch mehr erwartet. Es erzählt in den vielen Kapiteln eigentlich immer das gleiche. In jedem Kapitel erzählt ein anderes Kind seine Sicht auf die damaligen Verhältnisse und die Geschehnisse. Man weiß oft nicht, wer da eigentlich erzählt. Denn neben den Namen der Kinder haben sie alle auch noch Spitznamen und das ergibt ein ziemliches Durcheinander. Ich hatte auch einfach mehr über das Alltagsleben erwartet. Es wird nie erwähnt, warum die Familie so viele Kinder hat, ob die Mutter das so wollte. Überhaupt ist die Mutter eine sehr eigenartige Figur. Vieles wird nur angerissen und so lässt mich das Buch etwas enttäuscht zurück.
    Die Liebe im Ernstfall

    Die Liebe im Ernstfall (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2019

    Alles Liebe?

    Das Buch handelt von fünf Frauen. Die Frauen kennen sich teilweise untereinander, zwei sind Schwestern, es ist eine Ärztin dabei, die andere ist eine Patienten und so weiter. Sie kennen sich aber nicht alle fünf gemeinsam. Es geht um ihre Beziehungen, ihre Partnerschaften, ihre Kinder…


    Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Vielleicht habe ich auch etwas anderes erwartet. Der erste Roman von Daniela Krien war für mich richtig großartig. Jetzt gab es Phasen in dem Buch, die ich richtig toll fand. Aber oft habe ich mich gefragt, wieso sich die Frauen ausschließlich über ihre Männer oder über Sex definieren, d.h., sie waren nur glücklich - unabhängig von den Kindern -, wenn der Mann oder der Sex stimmte. Sie ordneten sehr viel ihrer Beziehung unter, gaben sich mit falschen Männern ab, obwohl sie das merkten. Sie machten also sehenden Auges Fehler. Sie suchten überhaupt nicht nach einer anderen Form von Glück. Das fand ich sehr einseitig und auch nicht immer sehr realistisch.
    Die Farben des Feuers

    Pierre Lemaitre
    Die Farben des Feuers (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2019

    Abenteuerlich

    Madeleine ist die Frau des berühmten französischen Bankiers Marcel Pericourt. Sie führt ein großbürgerliches Leben und hat nie Geldsorgen. Als ihr Mann stirbt, stürzt sich ihr Sohn aus dem Fenster und überlebt schwer verletzt. Künftig ist er gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Madeleine interessiert sich nicht sehr für die Geschäfte der Bank und überlässt alles einem Verwalter. Dieser betrügt sie und führt die Bank bewusst in den Bankrott. Aber auch der Bruder ihres Mannes beteiligt sich an diversen Intrigen und treibt sie ebenfalls in den Ruin. Ihre beste Freundin und Haushälterin Leonce hat den beiden geholfen. Und ihr ehemaliger Liebhaber und jetzt Zeitungsredakteur André hat auch große Schuld auf sich geladen. Madeleine rächt sich auf ihre Weise...

    Anfangs kam ich mit dem Buch überhaupt nicht zurecht. Ich langweilte mich und habe nach 50 Seiten überlegt, ob ich das Buch beendet. Es war eine reine Erzählung für mich komplett ohne Gefühl. Selbst als der Junge aus dem Fenster stürzte, hatte ich weder Mitleid noch Mitgefühl. Es war irgendwie, als würde man von außen auf die Geschichte schauen. Aber im Laufe des Buches wurde die Geschichte immer besser. Mehr und mehr erinnerte sie mich an „Der Graf von Monte Christo“ und ich hatte das Gefühl, das Buch hat sich diesen zum Vorbild genommen. War kein schlechtes Vorbild. Denn mehr und mehr schlug mich die Geschichte in ihren Bann und ich wollte unbedingt wissen, wie sie ausgeht.
    Liebes Kind

    Liebes Kind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2019

    Ganz stark

    Eine junge Frau wird bei einem Verkehrsunfall stark verletzt. Es stellt sich heraus, sie konnte ihren Entführer nach Monaten entfliehen. Dieser hatte sie in eine Hütte eingesperrt zusammen mit zwei Kindern, für die sie die Mutter sein sollte. Die Hütte war völlig abgeschirmt, das kann kein Licht hinein, es gab eine nicht immer funktionierende Anlage zur Belüftung. Essen wurde zugeteilt, es gab Toilettenzeiten und es gab keinen Widerstand, denn der wurde mit Schlägen und Essensentzug gebrochen. Jetzt ist die junge Frau frei... doch ist sie das wirklich?

    Das Buch ist ganz stark. Es gehört zu den besten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich habe es hintereinander in einem Stück gelesen und war die ganze Zeit versucht, zum Ende zu blättern, weil ich es vor Spannung nicht aushalten konnte. Es ist in kurze Kapitel eingeteilt. Die Überschrift ist der jeweilige Name, aus dessen Sicht in dem Kapitel erzählt wird. Immer, wenn man denkt, man hat ein wenig von der Geschichte begriffen, erfolgt eine unerwartete Wendung und alles ist wieder anders. Alle Verdächtigen waren es nicht, alle eigentlich Unverdächtigen verhalten sich komisch. Das Ende bringt noch eine riesengroße Überraschung. Alles in allem bekommt das Buch von mir eine absolute Leseempfehlung und es ist jede Seite wert.
    Sauer, B: Hunger der Lebenden

    Sauer, B: Hunger der Lebenden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2019

    Sehr gute Fortsetzung

    1947. Der Krieg ist seit 2 Jahren zu Ende. Doch die Menschen leiden weiter. Ruinen, kaum zu essen, wenig zu trinken, Wohnungen sind Mangelware. Der Schwarzmarkt blüht. Friederike Matthée ist weiterhin bei der Weiblichen Polizei und wird zu einem Mordfall gerufen. Einer Frau wurde regelrecht das Gesicht weggeschossen und die Täterin steht mit der Pistole scheinbar direkt daneben. Eine junge Frau, die schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt stand. Und die von der Toten zu Nazizeiten in ein Erziehungslager eingewiesen wurde. Doch sie leugnet hartnäckig die Tat.

    Mir hat auch der 2. Teil sehr gut gefallen. Okay, auf die Liebesgeschichte hätte ich verzichten können. Doch alles andere ist sehr lesenswert. Zum einen die beiden Fälle, die spannend sind. Noch mehr besticht das Buch für mich — obwohl ich das eigentlich bei Krimis nicht mag — mit der Nebenhandlung. Die exakte Beschreibung der Zeit und der Umstände, unter denen die Menschen leben musste, die Schwierigkeiten im Alltag, die Aufarbeitung des Krieges und die Nachwirkungen. Absolut lesenswert.

    Engman, P: Patriot

    Engman, P: Patriot (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.01.2019

    Aktuell

    Auch Schweden hat die gleichen Probleme mit den Flüchtlingen wie z. B. In Deutschland. Auch hier haben Menschen Angst. Das nutzt ein sogenannter Patriot aus, um gemeinsam mit zwei weiteren etwas zu tun. Im Glauben, sein Land und die Menschen zu retten. Und er nimmt sich als erstes die für ihn Lügenpresse vor und ermordet Journalisten, die sich für Toleranz und Flüchtlinge einsetzen.

    Das Buch ist sehr aktuell, erschreckend aktuell. Für mich sind manche Ängste der Menschen nachvollziehbar. Aber der Hass des sogenannten Patrioten richtet sich gegen die völlig falschen und ist völlig verblendet. Es ist erschreckend, dass die Gewalt so schnell und so rabiat ausartet und dass die Menschen nicht erkennen, wie sie ausgenutzt werden.
    Das Buch ist vom Stil her sehr gut lesbar. Die Geschichte an sich ist spannend. Allerdings macht sie auch einige Umwege und nicht immer konnte ich nachvollziehen, warum diese nötig sein sollten. Mir waren es in den Nebengeschichen ein paar Zufälle zu viel (z. B. dass sich August und der Täterkannten) und das Ende ein wenig zu kitschig. Doch das ist nicht so gravierend und das Buch eine interessante Neuentdeckung. Man merkt, dass der Autor das Schreiben beruflich gelernt hat, er ist gut darin.
    Jetzt gehörst du mir

    Jetzt gehörst du mir (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.01.2019

    Spannender Abschluss

    In Colchester werden drei männliche Leichen gefunden, sie sehen alle Phil Brennan ähnlich. Und sie haben Tarotkarten mit seinem Namen. Natürlich fährt Phil hin, um seinen Kollegen dort bei der Aufklärung zu helfen. Aber er kommt nie an. Seine Frau Marina und seine Kollegen machen sich auf die Suche nach ihm und stolpern dabei über immer mehr Leichen.

    Das Buch ist der Abschluss der Reihe um Phil und Marina. Es ist ein gelungener und spannender Abschluss. Viele Fäden aus der Vergangenheit, die lose waren, kommen jetzt zusammen. Man erfährt viel über die Vergangenheit der Frau, die Phil und Marina schon mehrmals mehr als nur nahe gekommen ist und für viel Leid gesorgt hat. Die Kapitel wechseln vom aktuellen Geschehen über Rückblenden auch zu den Gedanken der Frau. Das fand ich sehr interessant, denn dadurch klärt sich vieles auf. Im Mittelteil lässt die Spannung ein wenig nach, aber für mich war das kein Nachteil weil hier eben viele Sachen geklärt worden. Alles in allem bedaure ich es sehr, dass die Reihe nun zu Ende gegangen ist. Insgeheim hoffe ich eigentlich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Phil und Marina sind einfach ein gutes Team.
    Stella

    Stella (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.01.2019

    Auch das ist Geschichte

    Der Schweizer Friedrich ist Anfang 20, als er Berlin einen Besuch abstattet. Es ist das Jahr 1942. Friedrich stammt aus einer reichen Schweizer Familie. Sein Vater verdient gutes Geld mit Stoffhandel, seine Mutter sah sich als Künstlerin und hatte wenig Liebe für ihren Sohn übrig Friderichs Kindheit war nicht besonders gut. Der Vater war wenig zu Hause und Friedrich erhielt die meiste Liebe von der jüdischen Köchin. In Berlin will er Stärke von den Deutschen lernen und trifft auf Kristin, eine junge Frau, die ihn bezaubert. Er wohnt in einem noblen Hotel und mit seinem Geld bekommt er auch in Kriegszeiten doch jedes Lebensmittel. Eines Tages steht Kristin vor seiner Tür: kahl rasiert, gefoltert. Und sie erklärt ihm, dass sie die Jüdin Stella ist und seine Hilfe braucht. Er hilft ihr ziemlich bedingungslos

    Das Buch ist nach einer Einführung in die Jugend von Friedrich in zwölf Kapitel eingeteilt, jeweils einen Monat des Jahres 1942. Am Kapitelanfang stehen jeweils die Ereignisse, die in diesem Monat stattgefunden haben. Oft folgen auch Auszüge aus den Verhörprotokollen beziehungsweise Zeugenaussagen von Stellas Prozessen. Und dann wird die Geschichte zwischen Stella und Friedrich erzählt. Das alles hat mehr den Anschein eines Protokolls. Kurze, sehr sachliche Sätze. Wenige bis fast keine Emotionen. Damit hatte ich meine Schwierigkeiten, weil so überhaupt nicht erklärt wurde, warum Stella was tat, wie ihre Gefühle waren und was sie darüber wirklich dachte. Alles war sehr emotionslos.
    Warum ich trotz dieser Kritik dem Buch eine so gute Bewertung gebe liegt daran, das ist zum einen sehr gut lesbar war. Zum anderen zeigt es eine Geschichte, die zumindest mir überhaupt nicht bekannt war und die mich zum Nachdenken und auch zum Weiterrecherchieren anregte. Das Buch wirft viele Fragen auf. Es enthält sich fast jeder Art Bewertung. Dem kann ich insofern zustimmen, weil ich nicht einschätzen könnte, wie man sich selbst in solchen Zeiten wirklich verhalten hätte, wie man nach Folter und Angst um die Eltern entschieden hätte. Ich glaube, aus heutiger Sicht in einem doch relativ sicheren Deutschland – ohne Krieg und Verfolgung - kann man zwar darüber reden, aber es nicht wirklich nachvollziehen
    Bauer, J: Affe an der Angel

    Bauer, J: Affe an der Angel (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2019

    Teils - Teils

    Auf den ersten Blick ein sehr schönes Kinderbuch. Es ist in drei Geschichten eingeteilt: Fang, Marsch und Klopf. Und besticht vor allem durch die fantasievollen und wunderbaren Zeichnungen.

    Der kleine Darko lebt in der Stadt in einem Hochhaus. Er liebt Tiere, er liebt sein Tierlexikon und er hat eine schier unendliche Fantasie in dem Bereich. Als er im strömenden Regen nicht raus darf und statt dessen sein Zimmer aufräumen soll, kommt er auf die Idee, Regenwürmer zu studieren und diese aus dem Hochhaus aus dem 8. Stock zu angeln. Zumindest in seiner Fantasie.

    Was eigentlich gut ausgedacht ist, bereitet mir ein wenig Kopfschmerzen. Das Buch ist für „6 Jahre“ gedacht. In dem Alter bekommen die Kinder die Geschichten vorgelesen. Das geht ja noch ein wenig gut, denn da kann man als Erwachsener versuchen, gegenzusteuern. Doch ob das die Kinder auf Dauer erkennen, dass das Angeln aus dem Fenster nur in der Fantasie geschieht. Ich befürchte, dass sie es nachmachen wollen. Und wenn es Kinder sind, die allein lesen können und wollen – da ist niemand dabei, der warnen kann. Vielleicht bin ich übervorsichtig, doch mir kommen da so starke Bedenken.
    Benjamin, C: Unsterblichen

    Benjamin, C: Unsterblichen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.01.2019

    Schön

    4 jüdische Geschwister gehen mehr aus Spaß und Neugier zu einer Wahrsagerin. Dort bekommt jedes der Kinder sein Todesdatum genannt. Erst nehmen sie es nicht ernst, doch je älter sie werden, desto mehr glauben sie daran. Und dann stirbt der Erste genau am vorausgesagten Tag...

    Die Geschichte ist schön, das hört sich erst mal komisch an, wenn es um vorhergesagte Tode geht. Und trotzdem hat das Buch viel Poesie. Es wird in Etappen erzählt. Zuerst die Geschichte von Simon, der auch als erster stirbt, dann immer jeweils der nächste. Dabei bekommt man mit, dass der vorausgesagte Tod zwar eigentlich nicht zwingend ist, wenn man daran glaubt aber schon. und jeder lebt sein Leben dementsprechend anders. Man beginnt automatisch über sein eigenes Leben nachzudenken.
    Adolfsson, M: Doggerland. Fehltritt

    Adolfsson, M: Doggerland. Fehltritt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.01.2019

    Sehr gut

    Kommissarin Karen Eiken muss einen Mord aufklären. Doch nicht nur die Ermittlungen sind nicht einfach, ihr Chef, mit dem sie gerade eine Nacht verbracht hat, gehört zu den Verdächtigen. Denn die Tote ist seine Ex-Frau. Dazu kommt noch, dass sie von einigen Kollegen offen gemobbt wird. Und die Ermittlungen treten auf der Stelle....

    Doggerland ist der 1. Teil einer Triologie und das Buch ist sehr gut. Die Insel ist zwar komplett erfunden, trotzdem hat man nie das Gefühl von Unrealismus. Stattdessen hatte ich ziemlich schnell eine genaue Vorstellung davon und auch von den Menschen. Es ist sozusagen die große Gesellschaft nur im Kleinen. Der Stil hat mir gut gefallen. Es ist ein klassischer Krimi, über weite Strecken geht es um traditionelle Ermittlungsarbeit mit ein bisschen Privatem der Polizisten. Das Ende ist überraschend und gelungen. Alles in allem von mir eine Leseempfehlung und ich freue mich auf den 2. Teil.
    Der Verfolger

    Der Verfolger (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    04.01.2019

    Schwierig

    Dr. Stark ist Psychiater und findet auf seiner Couch einen Mann, den er seit 5 Jahren für tot glaubte. Denn es ist ein Berufskiller, der ihn verfolgt hatte. Das alles beginnt jetzt von Neuem und nichts scheint so zu sein, wie es wirkt.

    Ich fand das Buch ausgesprochen schwierig. Ich kenne den Vorgängerband nicht und so fehlten mir viele Bezüge. Ich verstand einige Anspielungen nicht und konnte nicht verstehen, warum der Killer so hinter Dr. Stark her war.
    Unabhängig davon hatte das Buch für mich einige Stellen, die mehr als nur arg konstruiert waren. Und auch einige Längen. Dr. Stark hat jeden Gedanken von allen Seiten analysiert und durchgekaut und so zog sich vieles unendlich hin und die Spannung sank mehr und mehr.
    Es gab allerdings auch einige überraschende Wendungen, doch insgesamt brachten sie das Buch nicht über den Durchschnitt hinaus. Eine Leseempfehlung würde ich nur an die Leute aussprechen, die den ersten Teil kennen.
    Templar, M: Sternen-Saga. Taurus

    Templar, M: Sternen-Saga. Taurus (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.12.2018

    Abenteuerlich

    Natalie ist 13 und zusammen mit ihrem Großvater schon viel gereist. Der ist nämlich Wissenschaftler und fährt regelmäßig zum Austausch mit Kollegen auf große Konferenzen. Natalie ist dabei und muss erleben, wie auf einer dieser Veranstaltungen ihr Großvater entführt wird. Dabei wollte er doch nur seine Erkenntnisse über eine uralte Maschine erklären. Seine Entführer sind eigenartig: sie tragen Tiermasken. Natalie will ihrem Großvater helfen und mit dem gleichaltrigen Giles erhält sie Unterstützung. Der ist nicht nur steinreich, er hat auch einen Leibwächter, der einiges auf dem Kasten hat.

    Das Buch liest sich gut weg. Es ist abenteuerlich und erinnert mich ein bißchen an Dan Brown – nur eben für Kinder/Jugendliche. Allerdings hatte ich oft das Gefühl, das Natalie ein wenig zu schnell auf Lösungen kommt, für die selbst Erwachsene länger gebraucht hätten. Es ging mir oft ein wenig zu „einfach“ bzw. die Lösung war sehr schnell da. Als Leser hat man nicht wirklich mitgeraten, sondern bekam alles präsentiert. Auf der anderen Seite trieb das natürlich stark vorwärts, zumal die Kapitel auch nicht sehr lang sind. Und am Ende gab es noch einige offene Fragen, die wohl erst der nächste Band auflösen wird.
    Friedrich, J: Lukas und die Meckerschweinchen

    Friedrich, J: Lukas und die Meckerschweinchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.12.2018

    Tierisch gut

    Lukas hat ein Hörgerät. Wenn er das ausschaltet, dann kann er auf einmal die „Sprache“ der Tiere verstehen. Als einziger – und das macht ihm trotz des „Handicaps“ zu etwas Besonderem. Und so umgibt er sich noch mit besonderen Menschen und Tieren. Seine Freundin Marie kann sich „unsichtbar“ machen. Natürlich nicht wirklich, weil sie aber so klein und eher unscheinbar ist, bemerkt sie kaum jemand und sie wird für die Umgebung – unsichtbar.
    Dann gibt es noch die Dogge Horst – groß und kräftig, aber total ängstlich und schüchtern. Und den Kater Millicent, sehr frech und vorlaut, dabei oft eher schlecht gelaunt.
    Zusammen sind die Vier ein unschlagbares Team, denn das kleine Meerschweinchen Lilli verschwindet aus dem Zoo und plötzlich sind die Vier gefragt mit der Suche nach Lilli.

    Die Geschichte ist toll. Zum einen ist es spannend. Zum anderen aber eben auch sehr liebevoll. Die so unterschiedlichen Menschen und Tiere halten fest zusammen. Am meisten kichern musste ich aber über die Kabbeleien zwischen Horst und Millicent. Einfach herrlich. Das Buch ist meines Erachtens gut geeignet für die Altersgruppe. Die Kapitel sind relativ kurz und so sind Erstleser nicht überfordert und gleichzeitig kann man es auch gut vorlesen. Das Buch ist aufgrund des unterschiedlichen Teams sowohl für Jungen wie für Mädchen interessant. Die Bilder unterstreichen alles liebevoll. Dafür kann man nur die volle Punktzahl vergeben.
    Winterhaus 01

    Ben Guterson
    Winterhaus 01 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.12.2018

    Wunderschön

    Elizabeth ist 11 und Waise. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen und so lebt sie jetzt bei Onkel und Tante. Diese haben auf einmal Geld (übrig) und so kann Elizabeth in ein sehr gutes Hotel, das besagte „Winterhaus“ fahren.
    Dort lernt sie bald den gleichaltrigen Freddy kennen, der ihr Freund wird. Sie überstehen einige Abenteuer und verleben einen sehr schönen Urlaub. Denn das Hotel ist mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Und so werden einige Unternehmungen gefährlich.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Schon das Cover ist einfach wunderschön. Da hat sich jemand wirklich sehr viel Mühe gegeben. Dazu kommt noch, dass es aufgrund der beiden Hauptpersonen sowohl Jungen wie Mädchen zum Lesen animiert. Elizabeth liest gern, sie liebt Rätsel aller Art. Jetzt könnte man sagen: typisch Mädchen. Aber genau das wird vermieden, denn Freddy ist ebenfalls sehr schlau und steht ihr in nichts nach. Die im Buch eingebauten Rätsel geben dem jugendlichen Leser einen zusätzlichen „Kick“. Die Bilder sind einfach nur schön. Rundum ein gelungenes Buch und von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Welk, S: Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho

    Welk, S: Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.12.2018

    Winterlich abenteuerlich

    Im nächsten Band um die beiden Schwestern Mimi und Flo geht es um die kommende Jahreszeit – den Winter. Wie in den Vorgängerbänden erleben die beiden jede Menge – zumindest für Erwachsene – verrückte Abenteuer. Für die Kinder ist da sicher vieles weniger verrückt, sondern mehr abenteuerlich und vor allem unterhaltsam. Denn die beiden Mädchen (es hätten auch Jungs sein können, die Erlebnisse sind wunderbar geschlechtsneutral) machen alles Mögliche an Winter“sport“ und eben all den Sachen, die Kinder im Winter gern machen. Und bringen damit ihre Eltern mit den teilweise kuriosen Einfällen zur Verzweiflung.

    Das Buch ist wunderbar zu lesen. Sowohl für die Zielgruppe „7 Jahre“ – also die Leseanfänger. Aber ebenso als Vorlesebuch für die etwas jüngeren. Die nicht übermäßig vielen Bilder sind schön, hier allerdings aufgrund der beiden Hauptfiguren deutlich „mädchenlastig“. Inhaltlich dürften aber auch die Jungs angesprochen werden. Man kann das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse, also ohne Vorgängerbuch, lesen. Zumal auch immer wieder neben dem Spaß die Pädagogik nicht zu kurz kommt, zumal nicht sehr deutlich in den Vordergrund gestellt, sondern eher „nebenbei“. Eine Reihe, die eindeutig für mich positiv ist.
    Redemption Point

    Redemption Point (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2018

    Eigenartig

    Ted soll ein Mädchen entführt haben. Er ist unschuldig, trotzdem wird er von der Öffentlichkeit, seinen Ex-Polizeikollegen, seiner Frau und Freunden verurteilt. Inzwischen lebt er auf dem Land und arbeitet mit Amanda zusammen als eine Art Privatdetektiv. Im Ort wurden zwei junge Leute ermordet. Und dann taucht auch noch der Vater seines angeblichen Opfers bei ihm auf...

    Redemption Point ist schon das zweite Buch um den Ex-Polizisten Ted. Ich kenne den Vorgänger nicht. Das ist auch nicht nötig, um den eigentlichen Fall zu verstehen. Allerdings wohl, um einige Zusammenhänge mit den handelnden Personen zu begreifen. Denn besonders Amanda fand ich mehr als eigenartig und auch irgendwie nicht stimmig. Das Buch an sich ist teils gut lesbar, teils hat es einige Längen. Das Ende war auch etwas abrupt. Irgendwie konnte ich damit nicht warm werden. Zu viel Gewalt, zu viele Zufälle.
    Die verlorene Schwester

    Linda Winterberg
    Die verlorene Schwester (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.11.2018

    Tragisch

    Schweiz, Ende der 1960er Jahre. Der Vater von Lena und Marie stirbt, die Mutter versinkt in Trauer und Depressionen. Nach einem Jahr schaltet sich das Jugendamt ein und bringt beide Mädchen gegen ihren Willen und gegen den Willen der Mutter in ein Heim. Dort bleiben sie nicht lange, sondern werden als sogenannte Verdingkinder in Familien gegeben und damit getrennt. Marie hat anfangs noch Glück. Sie kommt zu einer relativ verständnisvollen Familie mit einer Gärtnerei. Dort muss sie mithelfen, kann aber die Schule besuchen und später erhält sie eine Ausbildung als Floristin. Erst als sie sich in einen Jungen verliebt und schwanger mit ihm durchbrennt, wendet sich die Familie ab und sie kommt ins Gefängnis und das Kind wird ihr weggenommen.
    Lena dagegen kommt auf einen Bauernhof, darf nur selten zu Schule, wird statt dessen fast täglich geschlagen und später von dem Sohnes Hofes vergewaltigt. Erst als der neue Pfarrer auf die Zustände aufmerksam wird, scheint es einen Lichtblick zu geben.

    Auch wenn die Geschichte in dem Buch keine Biografie ist, sondern aus mehreren Schicksalen zusammengefügt, ist sie deswegen nicht weniger tragisch. Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre bin ich mit einer normalen Kindheit auf dem Dorf groß geworden. Die Vorstellung, dass zur gleichen Zeit in einem so fortschrittlichen Land wie der Schweiz solche Zustände geherrscht haben und in so großem Ausmaß, entsetzt mich völlig.
    Unabhängig davon ist das Buch aber sehr gut lesbar. Am Ende war es mir ein wenig zu dramatisch (Tante in der gleichen Straße, Geburtstag), das hätte die Geschichte nicht nötig gehabt. Doch trotzdem gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
    Ofirs Küche

    Ofir Raul Graizer
    Ofirs Küche (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.11.2018

    Sehr angenehm

    „Ofirs Küche“ ist ein sehr schönes Kochbuch, aber eben nicht nur. Zwischen den 80 Rezepten erzählt der Autor viele Geschichten, über sich, das Kochen, seine Vorstellung davon, Erfahrungen und was ihm wichtig ist.
    Besonders gut gefallen hat mir die Vermischung oder das Nebeneinander von jüdischen und palästinensischen Gerichten. Das sollte sich nicht nur in der Küche vertragen.
    Die Fotos sind interessant (Märkte, das Land z. B.) bzw. bei den Gerichten machen sie Appetit.
    Die Einteilung des Buches folgt dem eines üblichen Kochbuch: Vorspeisen, Beilagen, Suppen, Salate, Desserts usw.
    Überrascht hat mich, dass viele Gerichte relativ einfach sind und das nicht dogmatisch vorgegeben wird, was zu wem passt. So kann man sich sein Essen nicht nur in der Menüfolge, sondern auch auf dem Teller selbst zusammenstellen. Das Nachkochen ist oft sehr leicht gemacht, zumal erstaunlicherweise auch nur wenige – für mich – exotische Zutaten benötigt werden. Das hat mich überrascht und gleichzeitig bin ich froh darüber.
    So ist das Buch eine angenehme Überraschung und auch eine gute Geschenkidee.
    Lenz

    Lenz (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.11.2018

    Speziell

    Kommissar Eschenbach kommt nach 3 Monaten Auszeit aus den USA zurück und in seinem Büro herrscht mehr als miese Stimmung. Da ist ein komischer Fall und da ist vor allen seine Vertretung und künftige Stellvertreterin Frau Köhler, mit der niemand klar kommt. Und sein Freund Lenz ist verschwunden...

    Das Buch ist sehr speziell für mich. Einige Teile waren völlig spannungslos, andere waren zwar hochinteressant, hatten mit einem Krimi nicht so viel zu tun. Die politischen Hintergründe waren gut erklärt, bei den menschlichen hatte ich einige Probleme. Es ist allerdings auch mein erstes Buch aus dieser Reihe und ich denke, mir fehlte hier einfach viel zu viel Vorwissen um die handelnden Figuren. So war das Buch insgesamt zwar gut lesbar, für mich allerdings nicht so interessant, dass ich weitere davon lesen möchte.

    Der Mann am Grund

    Iva Procházková
    Der Mann am Grund (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.11.2018

    Eigentlich gut, aber ...


    Auf dem Grund eines Steinbruchs wird in einem See ein Auto gefunden. Darin sitzt ein Mann. Es ist der Polizist Zapletal, der für seine rüden Methoden bekannt ist und viele Feinde hat. Seine Kollegen untersuchen den Mord und kommen nicht richtig vorwärts, denn es gibt immer mehr Verdächtige, doch alle scheinen ein Alibi zu haben.

    Das Cover ist ein Blickfang, innen wie außen Ansichten von Prag. Und eigentlich hätte auch der Krimi richtig gut werden können, denn es ist an sich eine gute Idee, es gibt reichlich Verdächtige und das Ermittlerteam ist sympathisch. Die tschechischen Namen sind sicher ungewöhnlich, aber da ich ein paar Wörter Tschechisch spreche, war das für mich kein Problem. Was die Bezeichnung Prag-Krimi angeht, muss man sich schon etwas in der Stadt auskennen, um die Prager Seiten im Buch zu erkennen. Ansonsten könnte es jede Stadt sein. Das große ABER und für mich der Punktabzug ist allerdings der etwas zähe Mittelteil und vor allem der für mich völlig sinnfreie Einsatz der Astrologie. Einen Täter anhand von Sternzeichen zu profilen, halte ich für wissenschaftlich nicht beweisbar und die Vorstellung lässt mich nur den Kopf schütteln. Das ist für mich Humbug und das hat das Buch nicht nötig.
    Hogan, R: Vielleicht tanzen wir morgen

    Hogan, R: Vielleicht tanzen wir morgen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.11.2018

    Ratlos

    Mascha hat ihren kleinen Sohn verloren. Er ist ertrunken. Seit mehr als 10 Jahren trauert sie sehr extensiv und intensiv. So versucht sie durch langes Tauchen eine ähnliche Erfahrung herbeizuführen und verbringt viel Zeit auf dem Friedhof und denkt sich Geschichten zu den Grabsteinen aus.
    Dann gibt es noch Alice, die ihren Sohn mehr als überbehütet und ihm ihre Krebserkrankung gar nicht mitteilen will.

    Ich bin etwas ratlos, was die Beurteilung dieses Buches angeht. Zum einen erscheinen mir die Figuren teilweise eher skurril (auch wenn natürlich Trauer bei jedem anders ist). Doch über 10 Jahre lang jeden Tag selbst Ertrinken fühlen zu wollen (und das als Psychologin), erscheint mir nicht glaubhaft. Auch die im Klappentext erwähnten Anstöße zur Wandlung zur Sally waren eher wenig und wenn Mascha nicht von selbst schon so weit gewesen wäre, hätte Sally „reden können, so viel sie will“, es hätte nichts geändert.
    Auch die Figur der Alice erscheint mir nicht stimmig. Leider kann ich das nicht ausführlicher begründen, weil ich sonst viel zu sehr spoilern müsste.
    Dazu kommt, dass mich das erste Drittel verwirrt und gelangweilt hat. Verwirrt, weil ich trotz der Kapitelüberschriften nicht einschätzen konnte, was die Erzählstrenge sollen und wie sie auch ansatzweise zusammenhängen. Dann hat mich der teilweise ausufernde Stil und die endlosen Gräberbeschreibungen so gelangweilt, dass ich tatsächlich mehrfach über dem Buch eingeschlafen bin.
    Letztendlich wurde es dann ab dem 2. Drittel interessanter und auch stimmiger. Doch durchweg hatte das Buch eine eher negative Stimmung und wirkte deprimierend.
    Vriesekoop, B: Mulans Töchter

    Vriesekoop, B: Mulans Töchter (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.11.2018

    Interessant

    Die niederländische Autorin hat in China Interviews mit verschiedenen Frauen aus der Mittelschicht zu ihrer jetzigen Situation in China geführt und sie als die Nachfahrinnen von Mulan bezeichnet.

    Ich muss gestehen, dass ich vorher weder die Geschichte von Mulan kannte noch den entsprechenden Disney-Film. Für mich war sehr interessant zu lesen, wie die Frauen - zumindest die hier ausgewählten - im jetzigen China leben, wie ihre Vorstellungen sind, was sich ändert oder eben auch nicht. Für ein Sachbuch war allerdings für mich zu viel Nebenbei dabei. So verstand ich die Bemerkungen, dass man endlich wieder klimatisierte Verkehrsmittel erreicht u. ä. nicht wirklich im Zusammenhang mit dem Thema. Das mutete dann oft eher wie eine Reisebeschreibung an. Schwierig war für mich auch, dass die Autorin sich immer auf die Frauen der Mittelschicht bezieht, diese Schicht aber nicht eindeutig abgrenzt. Für mich gehören eine Ex-Sportlerin, die finanziell ehr gerade so über die Runden kommt, und eine millionenschwere Unternehmerin oder Schönheitschirurgin nicht in die gleiche Schicht. Die beiden letzteren sind für mich keine Mittelschicht mehr. Die Interviews fand ich an dem ganzen Buch am interessantesten, auch wenn die gezogenen Aussagen daraus für ein ganzes Land anhand von etwas mehr als 20 Interviews mit ausschließlich Pekinger Frauen doch gewagt sind als Verallgemeinerung.

    Trotz all dem war das Buch ein sehr interessanter Einblick in eine mir völlig fremde Gesellschaft, die sich derzeit wohl in einem starken Umbruch befinden wird.
    751 bis 775 von 892 Rezensionen
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