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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Mitternachtsmädchen

    Jonas Moström
    Mitternachtsmädchen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.03.2019

    Steigert sich

    In Uppsala wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde gewürgt und ermordet. Vor ihr wurden schon zwei weitere Frauen überfallen und gewürgt, sie konnten sich aber retten. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich in der Universitätsstadt schwierig. Ein Team mit mehreren Profilern versucht, die Tätersuche einzugrenzen. Sie haben dann drei Verdächtige, aber bisher fehlen schlagkräftige Beweise. Und sie fürchten, dass der Täter erneut zu schlagen wird...

    Das Buch ist der dritte Fall in der Reihe mit der Psychiaterin Nathalie Svensson. Am Anfang war ich nicht sehr begeistert davon. Ich habe mich regelrecht gelangweilt und mir waren viele Beschreibungen zu ausführlich und es gab für mich zu wenig Spannung. Das änderte sich im Laufe des Buches dann doch. Die Präsentation der verschiedenen Verdächtigen ist sehr geschickt gemacht. Dadurch schwankt man sehr lange. Das hält die Spannung dann hoch.
    Worauf wir hoffen

    Worauf wir hoffen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.03.2019

    Familie

    Eine muslimische Familie indischer Herkunft versucht, sich in den USA ein Familienleben aufzubauen. Der Vater arbeitet und ist viel auf Dienstreisen, die Mutter ist Hausfrau. Die Töchter Hadia und Huda machen den Eltern wenig Sorgen, ganz anders der einzige Sohn Amar. Er ist der jüngste der Geschwister und schon in ziemlich jungen Jahren sehr rebellisch. Noch einen großen Streit verlässt er die Familie.

    Das Buch ist eine Familiengeschichte. Eigentlich könnten die Probleme zwischen den Geschwistern in jeder Familie vorkommen, aber hier verschärfen sie sich noch durch den muslimischen Hintergrund, obwohl die Eltern keineswegs Fundamentalisten sind. Während die Töchter schon mit neun Jahren entscheiden müssen, ob sie sich verschleiern, hat der Sohn viele Freiheiten. Dabei haben die Töchter keine echte Wahl, denn vor allem die Mutter suggeriert ihnen, dass eine Nichtverschleierung eine Sünde ist. Eine echte Wahl haben sie damit nicht. Sie müssen ebenfalls mit neun Jahren den Ramadan begehen, während Söhne dazu bis zum 15. Lebensjahr Zeit haben. Die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Aus Sicht der älteren Tochter, aus Sicht der Mutter, des Sohnes und zum Schluss des Vaters. Dabei erkennt jeder früher oder später die gemachten Fehler. Als Leser erkennt man aber auch gleichzeitig, dass einige Entscheidungen unausweichlich waren, weil die Familienkonstellation nichts anderes ergeben hat. Das Buch ist ziemlich ruhig, hat in einigen Teilen sogar einige Längen. Hier wäre eine Kürzung manchmal günstiger gewesen. Das Buch ist insgesamt trotzdem gut lesbar, den Punktabzug gibt es von mir vor allem für die – ob vom Autor oder vom Übersetzer so gewollt - das kann ich nicht entscheiden – verwendeten muslimischen Begriffe, die nicht übersetzt wurden. So wusste ich manchmal nicht, um was es genau geht. Anfangs habe ich das alles noch nachgeschlagen, aber das störte meinen Lesefluss erheblich. So habe ich das gelassen. Ein Glossar o. ä. wäre hilfreich gewesen.
    Chirovici, E: Echo der Wahrheit

    Chirovici, E: Echo der Wahrheit (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.03.2019

    Spannend


    Der Psychologe Dr. Cobb wird zu Josh Fleischer gerufen. Fleischer leidet an Leukämie und hat nur noch kurze Zeit zu leben. In der Jugend war er zusammen mit einem Freund in Paris in eine Geschichte verwickelt, bei der eine junge Frau ums Leben kam. Fleischer kann sich aber an die Nacht nicht wirklich erinnern und bittet nun Dr. Copp, der ein Spezialist auf dem Gebiet der Hypnose ist, zu versuchen, ob sie gemeinsam die Erinnerungen an diese Nacht wieder wachrufen können. Doch das Experiment funktioniert nicht wirklich. Nachdem Fleischer schon verstorben ist, will Dr. Copp versuchen, herauszufinden, wie die Geschichte damals wirklich war.

    Das Buch ist sehr spannend. Die Spannung ergibt sich daraus, dass auf der Suche nach der Wahrheit jeweils eine andere Geschichte und eine andere Sicht auf die Geschehnisse dieses Abends erzählt werden. Lange Zeit ist man nicht sicher, wer von den beiden jungen Männern der Gute und derBböse ist. Ganz am Ende gibt es dann noch eine ziemliche Überraschung. Das einzige, was mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat, waren die vielen philosophischen und psychologischen Erklärungen. Sie waren sicherlich nicht uninteressant, aber sie bremsten zumindest bei mir den Lesefluss. Trotzdem ist das ein sehr gutes Buch.
    Rheinblick

    Rheinblick (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2019

    Zweigeteilt

    Bonn, 1972. Es ist November, es ist kalt und der gerade die Wiederwahl gewonnene Kanzler Willy Brandt muss sich einer Stimmbandoperation unterziehen und ist im Krankenhaus. Dort betreut ihn die junge Logopäden Sonja Engel.
    Gleichzeitig treffen sich in der Gaststätte Rheinblick von Hilde Kessel viele Bonner Politiker, aber auch einfache Angestellte oder Leute aus dem Ort. Hilde erfährt viel, denn die Menschen unterhalten sich dort völlig frei. Normalerweise würde Hilde nie etwas davon nach außen erzählen, doch in einer Notsituation vergisst sie ihre Prinzipien und wird damit erpressbar. Auch Sonja wird von einigen Seiten bedrängt und soll verraten, was im Krankenzimmer von Willy Brandt besprochen wird.

    Das Buch war für mich zwei geteilt. Insgesamt ist es sehr gut lesbar und weckt das Interesse. Besonders die Abschnitte, in denen das normale Leben der damaligen Menschen beschrieben wird, sind sehr gut getroffen und sehr interessant. Die eher theoretischen Ausführungen in Richtung Politik dagegen haben mich manchmal etwas gelangweilt. Der eingestreute Kriminalfall macht das Ganze noch spannend. Nicht geändert bis heute hat sich wohl der Kampf um die Macht in der Politik und das Geschachere um Posten und Vorteile. Kein Wunder, dass sich die Menschen von der Politik abwenden. Die Begeisterung der Autorin über Willy Brandt kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das liegt aber daran, dass ich bei seiner Kanzlerzeit viel zu jung war, um eine vernünftige Beurteilung dazu vornehmen zu können. Insgesamt kann ich das Buch aber empfehlen.
    Allee unserer Träume

    Allee unserer Träume (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    25.02.2019

    Am Ende enttäuscht


    Ilse, geboren in Mühlhausen, als Tochter eines Architekten möchte ebenfalls Architektin werden. Doch es kommt der Krieg dazwischen. Danach beteiligt sie sich in Berlin am Aufbau der damaligen Stalinallee, später Karl-Marx-Allee. Dafür muss sie allerdings sehr viel aufgeben. Ihre Entwürfe werden unter dem Namen ihres Mannes veröffentlicht, sie selbst übernimmt am Ende die Bauleitung…

    Anfangs hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist wunderbar gut lesbar, Unterhaltung und Geschichte in einem. Doch mit Fortschreiten der Geschichte wurde es immer unglaubwürdiger. Es wird die Geschichte, in großen Teilen allerdings fiktional, der Mutter des Autos beschrieben. Ob aus dem Nichtvorhandensein von Fakten oder dem Schützen der Familie – ist werden große Löcher in der Geschichte sichtbar. So ist es nicht wirklich verständlich, warum die junge Frau den Namen ihrer Schwester annehmen muss, um nicht Probleme mit der sowjetischen Besatzungsmacht zu bekommen. Eine einfache Heirat und eine 14-tägige Ehe erscheinen mir keine ausreichenden Gründe dafür zu sein. Auch merkt man der Geschichte leider sehr deutlich an, dass sie aus Sicht von Westdeutschen geschrieben wurde. Die Beschreibungen Ost und West sind sehr schwarz-weiß gehalten. Auch in Westberlin gab es selbst zu Wende noch Mietskasernen, die genauso grau wie in Ostberlin waren. Aber die Hauptfigur landet ja am reichen Wannsee.
    Außerdem ganz furchtbar für mich waren die kurzen Sätze am Beginn eines jeden Kapitels, die den Inhalt darstellten. Das mag bei Büchern in den fünfziger Jahren so üblich gewesen sein und sicher hat sich das Autorenpaar daran orientiert, aber es nahm jegliche Spannung vorweg und ich fand es völlig unnötig und sehr störend. Alles in allem ist das Buch am Ende für mich gute Unterhaltung, allerdings dann nur Durchschnitt.
    Eisige Tage

    Alex Pohl
    Eisige Tage (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.02.2019

    Zwiegespalten

    Leipzig im tiefsten Winter und bei eisiger Kälte im Dezember. In einem Auto wird die Leiche eines zwielichtigen Anwalts gefunden. Zusammengeschlagen und erschossen. Bei der Untersuchung des Mordes kommen die Kommissare Hannah Seiler und Milo Novic nicht so recht weiter. Sie finden Fotos von ganz jungen Mädchen in eindeutigen Situationen. Und kurz danach wird ein junges Mädchen vermisst…

    Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Zum einen ist es wirklich sehr gut zu lesen, interessant und in Teilen auch spannend. Aber für mich ist es kein richtiger Krimi. Es gibt ein paar Ermittlungen, doch der Großteil läuft über die russische Mafia in Leipzig. Die Geschichte wird in der Gegenwart und teilweise in Rückblenden erzählt. Allerdings sind die Rückblenden oft auch sehr durcheinander Und man hat ein wenig Schwierigkeiten bei der Verfolgung des Ganzen. Ich denke mal, dass die Geschichte gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Das kann einem doch ziemliche Angst machen. Alles in allem ist es trotzdem ein gutes Buch.
    Doyle, C: Sturmwächter

    Doyle, C: Sturmwächter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.02.2019

    Schöne Magie

    Fionn ist 11. Mit seiner kleineren und ziemlich nervenden Schwester Tara streitet er sich ständig. Sie müssen aber die Sommerferien zusammen verbringen und fahren auf die irische Insel Arranmore zu dem Großvater. Fionn ist anfangs von der Insel gar nicht so begeistert, bis er herausbekommt, dass sein Großvater ein Sturmwächter ist und mit Magie arbeitet. Damit wird der Sommerurlaub doch gleich viel abenteuerlicher.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte ist leicht lesbar und auf die Zielgruppe ausgerichtet. Anfangs erfährt man sehr viel über Fionns Familie und alles geht eher sehr langsam los. Mir persönlich ein wenig zu ausführlich und zu langsam. Hier könnten nicht so begeisterte Leser schon abspringen. Das eigentliche Abenteuer beginnt so richtig erst gegen Ende des Buches. Dann wird es definitiv auch spannender. Und es klingt nach einer Fortsetzung.
    Alles im allem würde ich aber trotzdem eine Leseempfehlung aussprechen.
    Lago Mortale

    Lago Mortale (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.02.2019

    Wenig spannend

    Simon Strasser, ehemaliger Polizeireporter aus Frankfurt/M., lebt seit 5 Jahren in Italien am Lago d’Orta. Er fühlt sich wohl, wenn auch noch nicht von einigen Einheimischen akzeptiert. Aber er hat auch Freunde gefunden. Bei ihm ist seine „Ziehtochter“, die Tochter einer früheren Freundin. Als er von der Terrasse aus beobachtet, wie eine Yacht fast einen Zusammenstoß mit einem Boot verursacht, wird er neugierig und unruhig und fährt mit dem Kajak dorthin. Auf der Yacht findet er einen toten jungen Mann, den Sohn einer einheimischen Fabrikantenfamilie. Es sieht nach einem Unfall aus, doch es geschehen noch einige komische Sachen…

    Ich habe das Buch an einem langen Nachmittag durchgelesen. Eigentlich ein gutes Zeichen, es ist gut und flüssig lesbar und unterhält. Das „eigentlich“ bezieht sich allerdings darauf, dass ich die volle Punktzahl gegeben hätte, wenn das Buch ein Roman oder ein Reiseführer gewesen wäre. Aber es ist ein Krimi und selbst für einen regionalen Krimi, bei denen man doch automatisch einiges weniger Spannung und dafür viel Lokales in Kauf nimmt, hatte es eindeutig zu wenig Spannung, viel zu wenig. Man fühlt sich in den Urlaub versetzt, alles wird ausführlich und gut beschrieben, gute Werbung für die Gegend. Aber die eigentlich Krimihandlung ist viel zu kurz und vor allem auch viel zu einfach. Die Polizei findet so gut wie nichts und der Ex-Reporter bekommt quasi alles in den Schoß gelegt und muss nur noch zugreifen. Unrealistisch und leider eben auch unspannend. Daher für mich nur Durchschnitt.
    Saucier, J: Niemals ohne sie

    Saucier, J: Niemals ohne sie (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.02.2019

    Mehr erwartet

    Ein kleiner Ort in den Wäldern von Kanada in den 1960er Jahren. Familie Cardinal hat 21 Kinder. Der Vater ist Erzsucher, die Mutter heillos überfordert. Eigentlich bekocht sie die Familie nur und bekommt die Kinder. Einmal im Leben hat der Vater Glück und findet eine ergiebige Erzader. Er verkauft die daraus entstehende Mine an eine Gesellschaft und die gesamte Familie fühlt sich betrogen. Denn statt endlich reich, erhält sie nur wenig Geld und das normale Leben geht weiter. Die Familie schottet sich nach außen hin völlig ab, die Jungen terrorisieren die Nachbarn. Erst ein Unglück und der Tod eines der Mädchen ändert das gesamte Leben der Familie.

    Ich hatte mir von dem Buch mehr erwartet. Es erzählt in den vielen Kapiteln eigentlich immer das gleiche. In jedem Kapitel erzählt ein anderes Kind seine Sicht auf die damaligen Verhältnisse und die Geschehnisse. Man weiß oft nicht, wer da eigentlich erzählt. Denn neben den Namen der Kinder haben sie alle auch noch Spitznamen und das ergibt ein ziemliches Durcheinander. Ich hatte auch einfach mehr über das Alltagsleben erwartet. Es wird nie erwähnt, warum die Familie so viele Kinder hat, ob die Mutter das so wollte. Überhaupt ist die Mutter eine sehr eigenartige Figur. Vieles wird nur angerissen und so lässt mich das Buch etwas enttäuscht zurück.
    Die Liebe im Ernstfall

    Die Liebe im Ernstfall (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2019

    Alles Liebe?

    Das Buch handelt von fünf Frauen. Die Frauen kennen sich teilweise untereinander, zwei sind Schwestern, es ist eine Ärztin dabei, die andere ist eine Patienten und so weiter. Sie kennen sich aber nicht alle fünf gemeinsam. Es geht um ihre Beziehungen, ihre Partnerschaften, ihre Kinder…


    Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Vielleicht habe ich auch etwas anderes erwartet. Der erste Roman von Daniela Krien war für mich richtig großartig. Jetzt gab es Phasen in dem Buch, die ich richtig toll fand. Aber oft habe ich mich gefragt, wieso sich die Frauen ausschließlich über ihre Männer oder über Sex definieren, d.h., sie waren nur glücklich - unabhängig von den Kindern -, wenn der Mann oder der Sex stimmte. Sie ordneten sehr viel ihrer Beziehung unter, gaben sich mit falschen Männern ab, obwohl sie das merkten. Sie machten also sehenden Auges Fehler. Sie suchten überhaupt nicht nach einer anderen Form von Glück. Das fand ich sehr einseitig und auch nicht immer sehr realistisch.
    Die Farben des Feuers

    Pierre Lemaitre
    Die Farben des Feuers (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2019

    Abenteuerlich

    Madeleine ist die Frau des berühmten französischen Bankiers Marcel Pericourt. Sie führt ein großbürgerliches Leben und hat nie Geldsorgen. Als ihr Mann stirbt, stürzt sich ihr Sohn aus dem Fenster und überlebt schwer verletzt. Künftig ist er gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Madeleine interessiert sich nicht sehr für die Geschäfte der Bank und überlässt alles einem Verwalter. Dieser betrügt sie und führt die Bank bewusst in den Bankrott. Aber auch der Bruder ihres Mannes beteiligt sich an diversen Intrigen und treibt sie ebenfalls in den Ruin. Ihre beste Freundin und Haushälterin Leonce hat den beiden geholfen. Und ihr ehemaliger Liebhaber und jetzt Zeitungsredakteur André hat auch große Schuld auf sich geladen. Madeleine rächt sich auf ihre Weise...

    Anfangs kam ich mit dem Buch überhaupt nicht zurecht. Ich langweilte mich und habe nach 50 Seiten überlegt, ob ich das Buch beendet. Es war eine reine Erzählung für mich komplett ohne Gefühl. Selbst als der Junge aus dem Fenster stürzte, hatte ich weder Mitleid noch Mitgefühl. Es war irgendwie, als würde man von außen auf die Geschichte schauen. Aber im Laufe des Buches wurde die Geschichte immer besser. Mehr und mehr erinnerte sie mich an „Der Graf von Monte Christo“ und ich hatte das Gefühl, das Buch hat sich diesen zum Vorbild genommen. War kein schlechtes Vorbild. Denn mehr und mehr schlug mich die Geschichte in ihren Bann und ich wollte unbedingt wissen, wie sie ausgeht.
    Liebes Kind

    Liebes Kind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2019

    Ganz stark

    Eine junge Frau wird bei einem Verkehrsunfall stark verletzt. Es stellt sich heraus, sie konnte ihren Entführer nach Monaten entfliehen. Dieser hatte sie in eine Hütte eingesperrt zusammen mit zwei Kindern, für die sie die Mutter sein sollte. Die Hütte war völlig abgeschirmt, das kann kein Licht hinein, es gab eine nicht immer funktionierende Anlage zur Belüftung. Essen wurde zugeteilt, es gab Toilettenzeiten und es gab keinen Widerstand, denn der wurde mit Schlägen und Essensentzug gebrochen. Jetzt ist die junge Frau frei... doch ist sie das wirklich?

    Das Buch ist ganz stark. Es gehört zu den besten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich habe es hintereinander in einem Stück gelesen und war die ganze Zeit versucht, zum Ende zu blättern, weil ich es vor Spannung nicht aushalten konnte. Es ist in kurze Kapitel eingeteilt. Die Überschrift ist der jeweilige Name, aus dessen Sicht in dem Kapitel erzählt wird. Immer, wenn man denkt, man hat ein wenig von der Geschichte begriffen, erfolgt eine unerwartete Wendung und alles ist wieder anders. Alle Verdächtigen waren es nicht, alle eigentlich Unverdächtigen verhalten sich komisch. Das Ende bringt noch eine riesengroße Überraschung. Alles in allem bekommt das Buch von mir eine absolute Leseempfehlung und es ist jede Seite wert.
    Sauer, B: Hunger der Lebenden

    Sauer, B: Hunger der Lebenden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2019

    Sehr gute Fortsetzung

    1947. Der Krieg ist seit 2 Jahren zu Ende. Doch die Menschen leiden weiter. Ruinen, kaum zu essen, wenig zu trinken, Wohnungen sind Mangelware. Der Schwarzmarkt blüht. Friederike Matthée ist weiterhin bei der Weiblichen Polizei und wird zu einem Mordfall gerufen. Einer Frau wurde regelrecht das Gesicht weggeschossen und die Täterin steht mit der Pistole scheinbar direkt daneben. Eine junge Frau, die schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt stand. Und die von der Toten zu Nazizeiten in ein Erziehungslager eingewiesen wurde. Doch sie leugnet hartnäckig die Tat.

    Mir hat auch der 2. Teil sehr gut gefallen. Okay, auf die Liebesgeschichte hätte ich verzichten können. Doch alles andere ist sehr lesenswert. Zum einen die beiden Fälle, die spannend sind. Noch mehr besticht das Buch für mich — obwohl ich das eigentlich bei Krimis nicht mag — mit der Nebenhandlung. Die exakte Beschreibung der Zeit und der Umstände, unter denen die Menschen leben musste, die Schwierigkeiten im Alltag, die Aufarbeitung des Krieges und die Nachwirkungen. Absolut lesenswert.

    Engman, P: Patriot

    Engman, P: Patriot (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.01.2019

    Aktuell

    Auch Schweden hat die gleichen Probleme mit den Flüchtlingen wie z. B. In Deutschland. Auch hier haben Menschen Angst. Das nutzt ein sogenannter Patriot aus, um gemeinsam mit zwei weiteren etwas zu tun. Im Glauben, sein Land und die Menschen zu retten. Und er nimmt sich als erstes die für ihn Lügenpresse vor und ermordet Journalisten, die sich für Toleranz und Flüchtlinge einsetzen.

    Das Buch ist sehr aktuell, erschreckend aktuell. Für mich sind manche Ängste der Menschen nachvollziehbar. Aber der Hass des sogenannten Patrioten richtet sich gegen die völlig falschen und ist völlig verblendet. Es ist erschreckend, dass die Gewalt so schnell und so rabiat ausartet und dass die Menschen nicht erkennen, wie sie ausgenutzt werden.
    Das Buch ist vom Stil her sehr gut lesbar. Die Geschichte an sich ist spannend. Allerdings macht sie auch einige Umwege und nicht immer konnte ich nachvollziehen, warum diese nötig sein sollten. Mir waren es in den Nebengeschichen ein paar Zufälle zu viel (z. B. dass sich August und der Täterkannten) und das Ende ein wenig zu kitschig. Doch das ist nicht so gravierend und das Buch eine interessante Neuentdeckung. Man merkt, dass der Autor das Schreiben beruflich gelernt hat, er ist gut darin.
    Jetzt gehörst du mir

    Jetzt gehörst du mir (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.01.2019

    Spannender Abschluss

    In Colchester werden drei männliche Leichen gefunden, sie sehen alle Phil Brennan ähnlich. Und sie haben Tarotkarten mit seinem Namen. Natürlich fährt Phil hin, um seinen Kollegen dort bei der Aufklärung zu helfen. Aber er kommt nie an. Seine Frau Marina und seine Kollegen machen sich auf die Suche nach ihm und stolpern dabei über immer mehr Leichen.

    Das Buch ist der Abschluss der Reihe um Phil und Marina. Es ist ein gelungener und spannender Abschluss. Viele Fäden aus der Vergangenheit, die lose waren, kommen jetzt zusammen. Man erfährt viel über die Vergangenheit der Frau, die Phil und Marina schon mehrmals mehr als nur nahe gekommen ist und für viel Leid gesorgt hat. Die Kapitel wechseln vom aktuellen Geschehen über Rückblenden auch zu den Gedanken der Frau. Das fand ich sehr interessant, denn dadurch klärt sich vieles auf. Im Mittelteil lässt die Spannung ein wenig nach, aber für mich war das kein Nachteil weil hier eben viele Sachen geklärt worden. Alles in allem bedaure ich es sehr, dass die Reihe nun zu Ende gegangen ist. Insgeheim hoffe ich eigentlich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Phil und Marina sind einfach ein gutes Team.
    Stella

    Stella (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.01.2019

    Auch das ist Geschichte

    Der Schweizer Friedrich ist Anfang 20, als er Berlin einen Besuch abstattet. Es ist das Jahr 1942. Friedrich stammt aus einer reichen Schweizer Familie. Sein Vater verdient gutes Geld mit Stoffhandel, seine Mutter sah sich als Künstlerin und hatte wenig Liebe für ihren Sohn übrig Friderichs Kindheit war nicht besonders gut. Der Vater war wenig zu Hause und Friedrich erhielt die meiste Liebe von der jüdischen Köchin. In Berlin will er Stärke von den Deutschen lernen und trifft auf Kristin, eine junge Frau, die ihn bezaubert. Er wohnt in einem noblen Hotel und mit seinem Geld bekommt er auch in Kriegszeiten doch jedes Lebensmittel. Eines Tages steht Kristin vor seiner Tür: kahl rasiert, gefoltert. Und sie erklärt ihm, dass sie die Jüdin Stella ist und seine Hilfe braucht. Er hilft ihr ziemlich bedingungslos

    Das Buch ist nach einer Einführung in die Jugend von Friedrich in zwölf Kapitel eingeteilt, jeweils einen Monat des Jahres 1942. Am Kapitelanfang stehen jeweils die Ereignisse, die in diesem Monat stattgefunden haben. Oft folgen auch Auszüge aus den Verhörprotokollen beziehungsweise Zeugenaussagen von Stellas Prozessen. Und dann wird die Geschichte zwischen Stella und Friedrich erzählt. Das alles hat mehr den Anschein eines Protokolls. Kurze, sehr sachliche Sätze. Wenige bis fast keine Emotionen. Damit hatte ich meine Schwierigkeiten, weil so überhaupt nicht erklärt wurde, warum Stella was tat, wie ihre Gefühle waren und was sie darüber wirklich dachte. Alles war sehr emotionslos.
    Warum ich trotz dieser Kritik dem Buch eine so gute Bewertung gebe liegt daran, das ist zum einen sehr gut lesbar war. Zum anderen zeigt es eine Geschichte, die zumindest mir überhaupt nicht bekannt war und die mich zum Nachdenken und auch zum Weiterrecherchieren anregte. Das Buch wirft viele Fragen auf. Es enthält sich fast jeder Art Bewertung. Dem kann ich insofern zustimmen, weil ich nicht einschätzen könnte, wie man sich selbst in solchen Zeiten wirklich verhalten hätte, wie man nach Folter und Angst um die Eltern entschieden hätte. Ich glaube, aus heutiger Sicht in einem doch relativ sicheren Deutschland – ohne Krieg und Verfolgung - kann man zwar darüber reden, aber es nicht wirklich nachvollziehen
    Bauer, J: Affe an der Angel

    Bauer, J: Affe an der Angel (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2019

    Teils - Teils

    Auf den ersten Blick ein sehr schönes Kinderbuch. Es ist in drei Geschichten eingeteilt: Fang, Marsch und Klopf. Und besticht vor allem durch die fantasievollen und wunderbaren Zeichnungen.

    Der kleine Darko lebt in der Stadt in einem Hochhaus. Er liebt Tiere, er liebt sein Tierlexikon und er hat eine schier unendliche Fantasie in dem Bereich. Als er im strömenden Regen nicht raus darf und statt dessen sein Zimmer aufräumen soll, kommt er auf die Idee, Regenwürmer zu studieren und diese aus dem Hochhaus aus dem 8. Stock zu angeln. Zumindest in seiner Fantasie.

    Was eigentlich gut ausgedacht ist, bereitet mir ein wenig Kopfschmerzen. Das Buch ist für „6 Jahre“ gedacht. In dem Alter bekommen die Kinder die Geschichten vorgelesen. Das geht ja noch ein wenig gut, denn da kann man als Erwachsener versuchen, gegenzusteuern. Doch ob das die Kinder auf Dauer erkennen, dass das Angeln aus dem Fenster nur in der Fantasie geschieht. Ich befürchte, dass sie es nachmachen wollen. Und wenn es Kinder sind, die allein lesen können und wollen – da ist niemand dabei, der warnen kann. Vielleicht bin ich übervorsichtig, doch mir kommen da so starke Bedenken.
    Benjamin, C: Unsterblichen

    Benjamin, C: Unsterblichen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.01.2019

    Schön

    4 jüdische Geschwister gehen mehr aus Spaß und Neugier zu einer Wahrsagerin. Dort bekommt jedes der Kinder sein Todesdatum genannt. Erst nehmen sie es nicht ernst, doch je älter sie werden, desto mehr glauben sie daran. Und dann stirbt der Erste genau am vorausgesagten Tag...

    Die Geschichte ist schön, das hört sich erst mal komisch an, wenn es um vorhergesagte Tode geht. Und trotzdem hat das Buch viel Poesie. Es wird in Etappen erzählt. Zuerst die Geschichte von Simon, der auch als erster stirbt, dann immer jeweils der nächste. Dabei bekommt man mit, dass der vorausgesagte Tod zwar eigentlich nicht zwingend ist, wenn man daran glaubt aber schon. und jeder lebt sein Leben dementsprechend anders. Man beginnt automatisch über sein eigenes Leben nachzudenken.
    Adolfsson, M: Doggerland. Fehltritt

    Adolfsson, M: Doggerland. Fehltritt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.01.2019

    Sehr gut

    Kommissarin Karen Eiken muss einen Mord aufklären. Doch nicht nur die Ermittlungen sind nicht einfach, ihr Chef, mit dem sie gerade eine Nacht verbracht hat, gehört zu den Verdächtigen. Denn die Tote ist seine Ex-Frau. Dazu kommt noch, dass sie von einigen Kollegen offen gemobbt wird. Und die Ermittlungen treten auf der Stelle....

    Doggerland ist der 1. Teil einer Triologie und das Buch ist sehr gut. Die Insel ist zwar komplett erfunden, trotzdem hat man nie das Gefühl von Unrealismus. Stattdessen hatte ich ziemlich schnell eine genaue Vorstellung davon und auch von den Menschen. Es ist sozusagen die große Gesellschaft nur im Kleinen. Der Stil hat mir gut gefallen. Es ist ein klassischer Krimi, über weite Strecken geht es um traditionelle Ermittlungsarbeit mit ein bisschen Privatem der Polizisten. Das Ende ist überraschend und gelungen. Alles in allem von mir eine Leseempfehlung und ich freue mich auf den 2. Teil.
    Der Verfolger

    Der Verfolger (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    04.01.2019

    Schwierig

    Dr. Stark ist Psychiater und findet auf seiner Couch einen Mann, den er seit 5 Jahren für tot glaubte. Denn es ist ein Berufskiller, der ihn verfolgt hatte. Das alles beginnt jetzt von Neuem und nichts scheint so zu sein, wie es wirkt.

    Ich fand das Buch ausgesprochen schwierig. Ich kenne den Vorgängerband nicht und so fehlten mir viele Bezüge. Ich verstand einige Anspielungen nicht und konnte nicht verstehen, warum der Killer so hinter Dr. Stark her war.
    Unabhängig davon hatte das Buch für mich einige Stellen, die mehr als nur arg konstruiert waren. Und auch einige Längen. Dr. Stark hat jeden Gedanken von allen Seiten analysiert und durchgekaut und so zog sich vieles unendlich hin und die Spannung sank mehr und mehr.
    Es gab allerdings auch einige überraschende Wendungen, doch insgesamt brachten sie das Buch nicht über den Durchschnitt hinaus. Eine Leseempfehlung würde ich nur an die Leute aussprechen, die den ersten Teil kennen.
    Templar, M: Sternen-Saga. Taurus

    Templar, M: Sternen-Saga. Taurus (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.12.2018

    Abenteuerlich

    Natalie ist 13 und zusammen mit ihrem Großvater schon viel gereist. Der ist nämlich Wissenschaftler und fährt regelmäßig zum Austausch mit Kollegen auf große Konferenzen. Natalie ist dabei und muss erleben, wie auf einer dieser Veranstaltungen ihr Großvater entführt wird. Dabei wollte er doch nur seine Erkenntnisse über eine uralte Maschine erklären. Seine Entführer sind eigenartig: sie tragen Tiermasken. Natalie will ihrem Großvater helfen und mit dem gleichaltrigen Giles erhält sie Unterstützung. Der ist nicht nur steinreich, er hat auch einen Leibwächter, der einiges auf dem Kasten hat.

    Das Buch liest sich gut weg. Es ist abenteuerlich und erinnert mich ein bißchen an Dan Brown – nur eben für Kinder/Jugendliche. Allerdings hatte ich oft das Gefühl, das Natalie ein wenig zu schnell auf Lösungen kommt, für die selbst Erwachsene länger gebraucht hätten. Es ging mir oft ein wenig zu „einfach“ bzw. die Lösung war sehr schnell da. Als Leser hat man nicht wirklich mitgeraten, sondern bekam alles präsentiert. Auf der anderen Seite trieb das natürlich stark vorwärts, zumal die Kapitel auch nicht sehr lang sind. Und am Ende gab es noch einige offene Fragen, die wohl erst der nächste Band auflösen wird.
    Friedrich, J: Lukas und die Meckerschweinchen

    Friedrich, J: Lukas und die Meckerschweinchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.12.2018

    Tierisch gut

    Lukas hat ein Hörgerät. Wenn er das ausschaltet, dann kann er auf einmal die „Sprache“ der Tiere verstehen. Als einziger – und das macht ihm trotz des „Handicaps“ zu etwas Besonderem. Und so umgibt er sich noch mit besonderen Menschen und Tieren. Seine Freundin Marie kann sich „unsichtbar“ machen. Natürlich nicht wirklich, weil sie aber so klein und eher unscheinbar ist, bemerkt sie kaum jemand und sie wird für die Umgebung – unsichtbar.
    Dann gibt es noch die Dogge Horst – groß und kräftig, aber total ängstlich und schüchtern. Und den Kater Millicent, sehr frech und vorlaut, dabei oft eher schlecht gelaunt.
    Zusammen sind die Vier ein unschlagbares Team, denn das kleine Meerschweinchen Lilli verschwindet aus dem Zoo und plötzlich sind die Vier gefragt mit der Suche nach Lilli.

    Die Geschichte ist toll. Zum einen ist es spannend. Zum anderen aber eben auch sehr liebevoll. Die so unterschiedlichen Menschen und Tiere halten fest zusammen. Am meisten kichern musste ich aber über die Kabbeleien zwischen Horst und Millicent. Einfach herrlich. Das Buch ist meines Erachtens gut geeignet für die Altersgruppe. Die Kapitel sind relativ kurz und so sind Erstleser nicht überfordert und gleichzeitig kann man es auch gut vorlesen. Das Buch ist aufgrund des unterschiedlichen Teams sowohl für Jungen wie für Mädchen interessant. Die Bilder unterstreichen alles liebevoll. Dafür kann man nur die volle Punktzahl vergeben.
    Winterhaus 01

    Ben Guterson
    Winterhaus 01 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.12.2018

    Wunderschön

    Elizabeth ist 11 und Waise. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen und so lebt sie jetzt bei Onkel und Tante. Diese haben auf einmal Geld (übrig) und so kann Elizabeth in ein sehr gutes Hotel, das besagte „Winterhaus“ fahren.
    Dort lernt sie bald den gleichaltrigen Freddy kennen, der ihr Freund wird. Sie überstehen einige Abenteuer und verleben einen sehr schönen Urlaub. Denn das Hotel ist mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Und so werden einige Unternehmungen gefährlich.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Schon das Cover ist einfach wunderschön. Da hat sich jemand wirklich sehr viel Mühe gegeben. Dazu kommt noch, dass es aufgrund der beiden Hauptpersonen sowohl Jungen wie Mädchen zum Lesen animiert. Elizabeth liest gern, sie liebt Rätsel aller Art. Jetzt könnte man sagen: typisch Mädchen. Aber genau das wird vermieden, denn Freddy ist ebenfalls sehr schlau und steht ihr in nichts nach. Die im Buch eingebauten Rätsel geben dem jugendlichen Leser einen zusätzlichen „Kick“. Die Bilder sind einfach nur schön. Rundum ein gelungenes Buch und von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Welk, S: Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho

    Welk, S: Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.12.2018

    Winterlich abenteuerlich

    Im nächsten Band um die beiden Schwestern Mimi und Flo geht es um die kommende Jahreszeit – den Winter. Wie in den Vorgängerbänden erleben die beiden jede Menge – zumindest für Erwachsene – verrückte Abenteuer. Für die Kinder ist da sicher vieles weniger verrückt, sondern mehr abenteuerlich und vor allem unterhaltsam. Denn die beiden Mädchen (es hätten auch Jungs sein können, die Erlebnisse sind wunderbar geschlechtsneutral) machen alles Mögliche an Winter“sport“ und eben all den Sachen, die Kinder im Winter gern machen. Und bringen damit ihre Eltern mit den teilweise kuriosen Einfällen zur Verzweiflung.

    Das Buch ist wunderbar zu lesen. Sowohl für die Zielgruppe „7 Jahre“ – also die Leseanfänger. Aber ebenso als Vorlesebuch für die etwas jüngeren. Die nicht übermäßig vielen Bilder sind schön, hier allerdings aufgrund der beiden Hauptfiguren deutlich „mädchenlastig“. Inhaltlich dürften aber auch die Jungs angesprochen werden. Man kann das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse, also ohne Vorgängerbuch, lesen. Zumal auch immer wieder neben dem Spaß die Pädagogik nicht zu kurz kommt, zumal nicht sehr deutlich in den Vordergrund gestellt, sondern eher „nebenbei“. Eine Reihe, die eindeutig für mich positiv ist.
    Redemption Point

    Redemption Point (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2018

    Eigenartig

    Ted soll ein Mädchen entführt haben. Er ist unschuldig, trotzdem wird er von der Öffentlichkeit, seinen Ex-Polizeikollegen, seiner Frau und Freunden verurteilt. Inzwischen lebt er auf dem Land und arbeitet mit Amanda zusammen als eine Art Privatdetektiv. Im Ort wurden zwei junge Leute ermordet. Und dann taucht auch noch der Vater seines angeblichen Opfers bei ihm auf...

    Redemption Point ist schon das zweite Buch um den Ex-Polizisten Ted. Ich kenne den Vorgänger nicht. Das ist auch nicht nötig, um den eigentlichen Fall zu verstehen. Allerdings wohl, um einige Zusammenhänge mit den handelnden Personen zu begreifen. Denn besonders Amanda fand ich mehr als eigenartig und auch irgendwie nicht stimmig. Das Buch an sich ist teils gut lesbar, teils hat es einige Längen. Das Ende war auch etwas abrupt. Irgendwie konnte ich damit nicht warm werden. Zu viel Gewalt, zu viele Zufälle.
    751 bis 775 von 898 Rezensionen
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