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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Scott, N: Leuchten jenes Sommers

    Scott, N: Leuchten jenes Sommers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.05.2019

    Einfach lesenswert

    Sommer 1939. Auf Summerhill in Cornwall einem größeren, doch etwas heruntergekommenen Anwesen lebt Madeleine mit ihrer Tante und einigen Bediensteten. Ihre Schwester Georgiana ist auf einer Reise durch Europa, als der beginnende Krieg sie zwingt, nach England zurückzukehren. Doch sie bringt aus London einige Freunde mit und auch Victor. Er ist ihr Freund/Liebhaber und auch Vater ihres künftigen Kindes. Doch Victor ist nicht der, der er zu sein scheint. Er bedrängt Madeleine und hat den Ruin von Summerhill im Sinn.
    70 Jahre später kommt Chloe nach Summerhill. Ihr Auftrag ist, Fotos von Madeleine zu machen. Diese ist Schriftstellerin und Zeichnerin, lebt aber extrem zurückgezogen. Doch Chloe hat große Probleme in ihrer Ehe.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe es in zwei Abschnitten durchgelesen, aber nur deshalb, weil mir die Zeit dazwischen fehlte. Wahrscheinlich wäre es eines dieser Bücher geworden, dass ich in einem Ritt gelesen hätte. Der Grund liegt darin, dass es extrem lesenswert ist. Ein sehr guter Stil, interessante Geschichte, Liebe, ohne kitschig zu sein, und auch ausreichend Spannung. Die Geschichte wird wechselseitig vor Beginn des Zweiten Weltkrieges und in der Gegenwart erzählt, aber mehr und mehr merkt man, wie sich die Geschichten annähern und in unterschiedlichen Zeiten das gleiche bedeuten. Es ist ein Buch mit sehr viel Tiefe.
    Leider entfällt es allerdings einige Rechtschreib- und Übersetzung-/Grammatikfehler, aber das kann man der Autorin nicht anlasten. Deshalb von mir die volle Punktzahl.
    Der Zopf meiner Großmutter

    Alina Bronsky
    Der Zopf meiner Großmutter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2019

    Klein, aber fein

    Max ist Russe und zusammen mit seinen Großeltern nach Deutschland ausgewandert. Max hat eine eigentlich eher schwere Kindheit. Die Großmutter überwacht alles. Er darf nirgendwo hin aus Angst, dass Viren kommen. Er darf keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, falls unterwegs ein Unfall passiert, er darf kaum etwas essen, was sie nicht zubereitet hat und dies ist püriert. Eigentlich ist es ein Wunder, dass sich Max relativ normal entwickelt. Erst, als er zu Schule kommt, hat er es ein wenig leichter. Die Oma versucht gar nicht wirklich, Deutsch zu lernen. Der Großvater ist sehr ruhig und widerspricht seiner Frau nicht. Die Eltern von Max werden nicht erwähnt. Dann verliebt sich der Großvater in die Klavierlehrerin von Max und die Verhältnisse werden noch mehr durcheinander.

    Das Buch ist nicht sehr dick und lässt sich sehr gut und sehr flüssig lesen. Anfangs fand ich es teilweise ziemlich witzig und skurril, aber ich hatte immer Mitleid mit Max. Und anfangs hatte ich auch Mitgefühl mit der Großmutter. Sie hat die Chance genutzt, nach Deutschland zu kommen. Aber in ihrem Kopf und in ihrem Herzen ist sie immer in Russland geblieben. Sie hat übermächtig Angst um ihren Enkel, warum das so ist, erfährt man im Laufe des Buches. Gleichzeitig ist sie aber auch unheimlich tyrannisch. Je mehr die Geschichte fortfährt, desto mehr Verständnis hatte ich für den Großvater und seine Entscheidungen. Das Verständnis für die Großmutter nahm bei mir immer mehr ab. Denn eigentlich verfolgte sie nur ihre eigenen Ziele und die seelischen Verletzungen, die sie erlitten hatte, gab sie noch schlimmer an alle anderen weiter. Ihre Entscheidung ganz zum Schluss war für mich komplett unverständlich. Das Buch halte ich für sehr gut gelungen.
    Murder Swing

    Andrew Cartmel
    Murder Swing (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2019

    Etwas langatmig

    Er nennt sich Vinyl-Detektiv und sucht noch seltenen Schallplatten, um sie dann weiterzuverkaufen. So wird er von einer Frau Namens Nevada angeheuert, um eine ganz spezielle Jazzplatte zu suchen. Die Suche gestaltet sich schwierig, denn sie sind nicht die einzigen. Alle Leute, die mit der Platte irgendwie zu tun hatten, werden nach und nach ermordet.

    Das Buch wird als Thriller bezeichnet. Für mich war es eher ein etwas mittelmäßiger Krimi. Gerade die Anfänge - also der erste Teil mit der Suche nach der Schallplatte - gestalteten sich sehr langatmig. Immer das gleiche: Sie gehen auf einen Markt oder in einen Secondhandshop, durchwühlen endlos Kisten nach Schallplatten und finden ab und zu schon mal etwas. Erst mit dem zweiten Teil geht die Geschichte etwas spannender vorwärts. Ich denke, das Buch ist in erster Linie gut geeignet für Leute, die sich für alte Schallplatten, für Musikgeschichte oder Jazz interessieren. Alles davon ist nicht mein Interessengebiet und von daher fand ich das Buch auch eher mittelmäßig, wenn auch gut lesbar.
    Weiße Fracht

    Gil Ribeiro
    Weiße Fracht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.05.2019

    Lost bleibt gut

    Hochsommer in Fuseta und die letzten Wochen von Lost Leander in Portugal. Denn bald ist sein Austauschjahr zu Ende. Da wird ein Toter gefunden. Ein deutscher Aussteiger, der schon jahrelang in Portugal lebt... und der der Bruder von Losts Vorgesetztem in Hamburg ist. Der Mord hat Parallelen zu Morden in Spanien vor einigen Jahren. Wenig später wird eine ältere Lehrerin ebenfalls ermordet. Wieder gleichen sich die Tatorte, aber es findet sich kein Zusammenhang ...

    Der 3. Teil um Leander Lost gefiel mir noch besser als seine Vorgänger. Das liegt sicher auch daran, dass man inzwischen mit den Besonderheiten vertraut ist und nicht mehr so viele Erklärungen braucht. Es ist ein durchweg ruhiger Krimi mit eher wenig Spannung. Wettgemacht wird das aber wieder durch die wunderbaren Beschreibungen der Portugiesen, ihrer Sitten, des Essens u. ä. Das macht den besonderen Reiz des Buches aus. Das Ende klang leider sehr abschließend. Doch ich hoffe, ich irre mich damit und es gibt eine Fortsetzung.
    Auris

    Vincent Kliesch
    Auris (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2019

    Super und doch schade

    Jula Ansorge wurde vor Jahren vergewaltigt. Der Tat angeklagt wurde ihr Bruder, der sich im Gefängnis das Leben nahm. Seitdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Justizirrtümer aufzuklären. So untersucht sie auch den Fall des Professors Matthias Hegel, genannt Auris, der angeblich eine Prostituierte ermordet hat und dafür im Gefängnis sitzt. Ihr kommen große Zweifel daran. Und bald schon stellt sie fest, dass die Prostituierte jemand ganz anderes war. Doch alle raten ihr, die Finger von dem Fall zulassen.

    Das Buch ist super zu lesen und trotzdem bin ich enttäuscht. Zum einen ist es ein typischer Fitzek. Mit vielen Handlungssträngen, bei denen es eine Menge Überraschungen gibt. Es ist aber auch ein typischer Kliesch. Ein direkter geradlinige Stil, der sehr hohe Spannung aufbaut. Die Figur eines Phonetikers ist sehr interessant, kommt leider in dem speziellen Teil aber auch etwas kurz. Und eigentlich könnte ich mit dem Lob so weitermachen, wenn da nicht das Ende wäre. Es scheint neuerdings groß in Mode zu kommen, dass auch innerhalb von Krimireihen die Fälle nicht mehr wirklich abgeschlossen werden, sondern der Leser geradezu gezwungen wird, auch das Folgebuch zu lesen. Schön für die Spannung, aber insofern ärgerlich für den Leser, denn das Folgebuch erscheint irgendwann in ferner Zukunft und bis dahin hat man vieles vom aktuellen Fall schon wieder vergessen. Daher mein Punktabzug. Irgendwann könnte ich mich auch verärgert entschließen, keine weitere Fortsetzung mehr lesen zu wollen. Denn im nächsten Buch wird ja für die neuen Leser erst mal wieder viel erklärt, was ich dann schon kenne. Ich bezahle also für eine Leistung 2 x.
    So schöne Lügen

    So schöne Lügen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2019

    Werte

    Louise ist 29 und schon einige Zeit in New York. Sie wollte Autorin werden, doch aus den großen Träumen ist nichts geworden. Stattdessen hat sie 3 Jobs, eine heruntergekommene kleine Bude und hält sich gerade so über Wasser. Dann lernt sie Lavinia kennen. Anfang 20, scheinbar steinreich, verkehrt in den gehobenen und hippen Kreisen und macht nichts außer Party, Shoppen und in den Tag hinein leben. Lavinia nimmt Louise überall mit hin und schnell gewöhnt sie sich an dieses Leben. Doch es funktioniert nur so lange, wie sie macht, was Lavinia will.

    Das Buch ist gut lesbar und sehr interessant. Denn es zeigt eine Welt der scheinbar Schönen und Reichen, Angesagten und Wichtigen. Und gleichzeitig zeigt es die Verlogenheit und Hohlheit dieser Welt und vieler Menschen darin. Den geringen Wert diese sogenannten Freundschaften. Und was manche dafür unternehmen, um unbedingt dazugehören zu wollen. Und wie leicht es eigentlich auch ist zu täuschen, denn echte Freunde würden schnell merken, dass etwas nicht stimmt. Es bringt einem zum Nachdenken über die wirklich wichtigen Werte.
    Bell und Harry

    Bell und Harry (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.05.2019

    Zauberhaft

    Harrys Familie lebt in London. Sie beschließen, den Sommer in New York hier zu verbringen. Dazu mieten sie in einem kleinen Ort ein Haus, das mitten im Moor zwischen Feldern und Wiesen und Weiden liegt. Harry ist der jüngste Sohn. Er freundet sich mit Bell an. Bell ist der etwas ältere der beiden Jungen und der Sohn des Vermieters. Die beiden unternehmen sehr viel miteinander, erleben Abenteuer und machen auch öfter mal Blödsinn. Anfangs tut sich die Londoner Familie etwas schwer mit dem Leben auf dem Land. Doch sie kommen jeden Sommer wieder und später sogar im Winter. Und mehr und mehr bringen sie Verständnis auf für die Leute im Auto. Umgekehrt lernen auch die Dorfbewohner die Familie aus der Stadt näher kennen und es entstehen Freundschaften.

    Ich empfand das Buch als sehr zauberhaft. Es ist poetisch geschrieben, aber gleichzeitig weckt es auch Verständnis für die speziellen Eigenschaften der Städter und der Dorfbewohner. Es werden immer nur einzelne Geschichten erzählt und im Laufe des Buches merkt man, wie die Jahre vergehen, wie sich die Jungen verändern, größer und erwachsener werden, viele neue Generationen der Familie dazukommen und wie ein immer engeres Geflecht zwischen den Menschen entsteht. Es ist ein kleines dünnes Buch, das aber nicht nur einfach unterhält, sondern einem auch irgendwie sehr glücklich macht. Es ist ein Loblied auf die Freundschaft.
    Eyssen, R: Mörderisches Lavandou

    Eyssen, R: Mörderisches Lavandou (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2019

    Gute Fortsetzung

    Mitten in Le Lavandou wird der abgesägte Fuß einer jungen Frau gefunden. Wenig später findet man auch die Leiche der Frau. Die Leiche ist verstümmelt und geschändet. Die junge Frau war schon ein paar Tage als vermisst gemeldet, ihr Freund gerät in Verdacht. Ihr Vater ist außer sich vor Sorge und Kummer und schießt auf den Freund. Doch es stellt sich heraus, dass der Mann unschuldig ist. Denn wenige Tage später wird erneut ein abgesägter Fuß gefunden. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, die Polizei legt sich schnell auf einen psychisch Kranken fest. Doch der Rechtsmediziner Leon Ritter hat Zweifel daran. Er macht sich damit keine Freunde und gerät schnell selbst in den Verdacht, an den Morden beteiligt zu sein.

    „Mörderisches Lavandou“ es die gelungene Fortsetzung der Reihe. Wie immer steht Leon Ritter im Mittelpunkt, wie immer ist er so ziemlich der einzige, der den richtigen Riecher hat. Manchmal wirkt das ein wenig aufgesetzt. Trotzdem ist das Buch gut lesbar und vermittelt viel von dem Leben der Menschen in der Provence. Ein wenig hat mir hier die Spannung gefehlt. Die wenigen Verdächtigen wirkten auf mich als Leser nicht wirklich verdächtig. Es fehlten mehr Leute, die Gründe für die Morde gehabt hätten. Die Auflösung ist daher dann auch nicht wirklich überraschend. Trotzdem freue ich mich auf eine weitere Fortsetzung.
    Marina, Marina

    Marina, Marina (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.04.2019

    Anders

    Anfang der 1960er Jahre in Italien. In dem kleinen Küstenort Sant‘Amato leben ganz normale italienische Familien. Da gibt es Marina, die Frau des Friseurs. Für den 13-jährigen Nino ist es seine erste große Liebe. Doch Marina liebt einen anderen. Da ist sein bester Freund, der unbedingt Fußballer bei Juventus Turin werden will. Doch wie es im Leben so ist, das meiste kommt ganz anders als gedacht.

    Das Buch ist anders und hat mich überrascht. Das Cover ist eher locker und leicht und erinnert an Italien, Ferien, Urlaub, Meer, Sonne, Strand und fröhlichem Leben. Auf der Innenseite sind einige Fotos, die den Ort Sant‘Amato zeigen. Es gibt Karten, so dass man sich gut zurechtfindet. Über jedem Hauptkapitel steht ein Lied als Titel. Meist sind es Schlager. Und dazu wird erklärt, wann das Lied an welcher Stelle in der italienischen Hitparade stand, wer der Sänger ist. Manchmal noch eine Geschichte zum Sänger oder zum Autor oder was das Lied so besonders macht. Die eigentlichen Geschichten sind völlig unterschiedliche Episoden. Es kommen ziemlich viele Personen darin vor und anfangs hatte ich so meine Probleme, sie auseinander zu halten. Beziehungsweise herauszubekommen, in welcher Beziehung Sie zueinanderstanden. Es werden Alltagsgeschichten erzählt und gerade am Anfang waren sie für mich sehr sprunghaft. Ich habe mich gefragt, was das alles soll. Doch im Laufe des Buches wird immer mehr deutlich, wie die Geschichten ineinandergreifen. Warum welche Person was macht, wie weit die Geschichte in die Vergangenheit greift. Es ist überhaupt kein Urlaubsbuch mit Sonne, Strand und Meer, sondern eine sehr gute Beschreibung des Lebens in Italien von vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in den 1980er Jahren. Das ist sehr gut gelungen und lässt sich gut lesen.

    Schatten der Toten

    Schatten der Toten (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.04.2019

    Verwirrend

    Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Ihr Chef fällt aus und so muss sie ziemlich unfreiwillig die Führung der Firma übernehmen. Dabei ist sie eigentlich mit ganz anderen Sachen beschäftigt. Ihre neue Liebe und deren Tochter Tabea. Und dem Tod von Eva Kellermann, mit deren Tochter Isa sie ein sehr spezielles Verhältnis hat. Und da ist noch ihr Vater: Bastide Larcan. Der ist in Odessa gestrandet. Eine neue Operation steht an und Judith fährt ebenfalls dorthin. Doch es wird gefährlich.

    „Schatten der Toten“ ist der 3. und (voraussichtlich) letzte Teil der Reihe um Judith Kepler. Für mich gehört das Buch zu solchen, die man wohl nur richtig verstehen kann, wenn man die Vorgängerbände kennt und sich damit alle Zusammenhänge erschließen. Ansonsten ist es schwierig, aufgrund der vielen Personen, aber auch der vielen Interessen in Gegenwart und Vergangenheit wirklich alle Details und Hintergründe zu verstehen und auch die Beweggründe. Lesbar ist es sehr gut und teilweise auch spannend bis sehr spannend. Teilweise allerdings haben mich die vielen Abkürzungen genervt. Aber insgesamt war es für mich auch ziemlich verwirrend.
    Dion, K: Angehörigen

    Dion, K: Angehörigen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.04.2019

    Leider etwas zäh

    Gene Ist Witwer. Nach fast 50 Ehejahren starb seine Frau Maida ziemlich plötzlich. Nach der ersten Trauer gibt es das Problem, dass er eine ganz andere Vorstellung von der Gedenkfeier hat als seine Tochter. Er lässt sich auch ziemlich gehen und die Tochter findet das nicht gut. Sie haben ihre Probleme. Als es langsam aufwärtsgeht, engagiert die Tochter eine Haushälterin. Gene verliebt sich in diese, doch die Beziehung ist sehr einseitig. Immer mehr stellt er sich die Frage, ob er seine Frau wirklich gekannt hat und ob sie in ihrem Leben glücklich war.

    Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Zum einen der Titel. Es geht eigentlich fast ausschließlich um Gene, ein wenig um seine Tochter und um seine zwei engsten Freunde. Alles ist aus Sicht von Gene geschrieben und der Titel ist somit etwas irreführend. Das Buch ist in drei größere Teile eingeteilt. Der größte Teil am Anfang handelt vom Tod und von der Zeit danach. Der zweite Teil handelt in erster Linie von der Zeit mit der Haushälterin. Der dritte kürzere Teil ist eine Art Abschluss. Mich hat das Buch enttäuscht. Zum einen fand ich vor allem den ersten langen Teil sehr zäh zu lesen und ich musste mich regelrecht zwingen. Jeder trauert anders. Jeder verarbeitet die Trauer anders. Aber trotzdem habe ich mich immer gefragt, warum Gene auf einmal anfängt, im Leben seiner Frau alles anzuzweifeln. Das geht am Ende sogar soweit, dass er glaubt, die Tochter ist nicht seine eigene. Für mich nicht wirklich verständlich. Ich hatte mir von dem Buch mehr erwartet.
    Schweigepflicht

    Jens Lapidus
    Schweigepflicht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.04.2019

    Schwierig

    Emelie ist gerade Anwältin geworden. Sie arbeitet in einer angesehenen Wirtschaftskanzlei und hat eine große Karriere vor sich. Mehr freischaffend arbeitet in dieser Kanzlei auch Teddy, ein ehemaliger Häftling, der jetzt sein Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen will. Doch alles kommt anders, als in einem einsamen Haus im Wald ein brutal zu Tode gekommener Mann gefunden wird. Nicht weit von ihm in einem Auto befindet sich ein junger Mann im Koma, der nur langsam aus diesem zurück findet und nach Teddy verlangt. Emelie nimmt sich der Sache an. Doch es wird gefährlich.

    Die Beurteilung des Buches ist für mich ein wenig schwierig. Damit meine ich den Inhalt. Denn es geht um viel Kriminalität und viel Bandenkriminalität. Es ist erschreckend, was sozusagen unter dem Radar der Polizei alles abläuft. Allerdings empfand ich das Buch auch als sehr gut geschrieben. Der Stil hat mir gefallen. Es wechseln Protokolle der Polizei sich ab mit gut beschriebenen Slang der Banden und der Jugendlichen aber auch ganz normalen Berichten. Manchmal war mir das Ganze ein wenig zu ausführlich, aber über den größten Teil des Buches herrscht eine gewisse Grundspannung, die zum Ende hin einige Überraschungen hervorbringt. Das Buch lässt sich hervorragend lesen und ich denke eine Fortsetzung ist schon angelegt. Ich würde sie lesen.
    Rückwärtswalzer

    Vea Kaiser
    Rückwärtswalzer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.04.2019

    Zauberhaft schräg

    Onkel Willi ist gestorben. Onkel Willi stammt aus Montenegro, lebt schon viele Jahre lang in Wien bei Tante Hedi und möchte nach seinem Tod in Montenegro begraben werden. Nur hatte inzwischen Tante Heidi das Geld, dass für die Überführung nach Montenegro gedacht war, ihrer Tochter Nina gegeben. Es fehlt also für die Überführung. Hedi und ihre zwei Schwestern beschließen mit dem Auto nach Montenegro zu fahren. Nur, dass sie selbst nicht Auto fahren und zu muss Neffe Lorenz einspringen. Lorenz ist ein arbeitsloser Schauspieler, der sehr in den Tag hinein lebt, der eine Menge Schulden hat und aufgrund dessen wieder bei der Familie lebt. Gerade ist auch seine Beziehung gescheitert. Ob er will oder nicht, er muss das Abenteuer mitmachen. So wird Onkel Willi eingefroren und die Reise über mehrere Ländergrenzen beginnt.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. In den ersten Kapiteln fand ich diesen oft schrägen Humor einfach zauberhaft. Ich habe mich sehr amüsiert über diese unterschiedlichen Schwestern und ihre doch teilweise komischen Ideen. Doch je länger ich das Buch las umso mehr zog es mich insofern in den Bann, als dass die Familie in den Vordergrund trat und die Geschichten von früher. Zugleich interessant, aber auch tragisch. Obwohl viele Dinge in der Familie schief liefen, hielten sie immer wie Pech und Schwefel zusammen. Dazu kommt noch, dass der Schreibstil mir ebenfalls gefallen hat. Die Geschichte an sich ist nicht neu, aber die Umsetzung fand ich richtig stark.
    Nemesis

    Nemesis (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.04.2019

    Unglaubwürdig

    Staatsanwältin C. J. Townsend ist zurück in Miami. Dort kommt sie einem Club auf die Spur, der das sogenannte „Spiel ohne Grenzen“ spielt. Dabei werden junge Frauen angelockt und brutal gefoltert und ermordet. Die Männer sehen zu und zahlen dafür viel Geld. C. J. versucht, dem ein Ende zu machen.

    Das Buch ist der vierte Teil der Reihe um C. J. Townsend. Leider war er in meinen Augen mehr als unglaubwürdig. Er beginnt unheimlich spannend, doch die Spannung endete für mich in dem Moment, als sie beginnt, die Ermittlungen und die Rache in die eigenen Hände zu nehmen. Als Staatsanwältin steht sie auf der Seite des Gesetzes, aber sie begeht Selbstjustiz. Das passt nicht zusammen. Noch schlimmer wird es, als sie sozusagen im Alleingang mehrere Menschen umbringt. Beim ersten Mord hat sie sich noch vorbereitet. Doch danach läuft vieles eher zufällig ab, und zwar so dilettantisch, dass sie niemals damit hätte durchkommen können. Das Buch ist ein Thriller und natürlich weiß ich, dass da einiges nicht der Realität entspricht. Aber so viel Unreales, wie hier angeboten wird, das geht mir zu weit. Da hilft es auch nicht, dass das Buch sehr gut lesbar ist und über große Teile auch unheimlich spannend. Schade, da wäre mehr möglich gewesen.

    Das Verschwinden der Stephanie Mailer

    Das Verschwinden der Stephanie Mailer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.04.2019

    Enttäuscht

    Stephanie Mailer ist eine Journalistin, die in der kleinen Stadt Orphea bei einer Lokalzeitung arbeitet. Sie stößt auf einen 20 Jahre alten Fall, bei dem der Bürgermeister, seine Frau und sein Sohn sowie eine unbeteiligte Passantin ermordet wurden. Der Täter wurde gefasst und ist tot. Doch ihr kommen Zweifel daran, ob die damaligen Ermittler Jesse und Derek wirklich den richtigen Täter gefasst haben. Doch dann verschwindet Stephanie und Tage später wird ihre Leiche gefunden.

    Das Buch hat mich über weite Strecken enttäuscht. Es ist mit sehr viel Vorschusslorbeeren bedacht und die Vorgängerbücher wurden hochgelobt. Ich hatte noch nie vorher von diesem Autor gelesen und war sehr neugierig und hatte auch hohe Erwartungen. Das Buch beginnt auch ganz rasant. In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vorwärtsgetrieben und man ist sofort mit großer Spannung bei der Sache. Auch das Ende ist dann wieder rasant, wenn auch der Täter nicht ganz überraschend ist. So sind es doch die Umstände. Jetzt könnte man das Buch hoch loben, wäre nicht der mehr als lange ausgedehnte Mittelteil. Und dieser ist für mich sehr langatmig und in großen Teilen auch sehr langweilig. Es werden sehr ausführlich alle möglichen Lebensumstände der nur irgendwie auch am Rande vorkommenden Personen beschrieben. Über den Kapiteln ist jeweils der Name dessen genannt, der in dem Kapitel die Geschichte gerade erzählt. Die Perspektiven wechseln von der Gegenwart in die Vergangenheit, manchmal mehrmals in einem Kapitel, was teilweise sehr verwirrend ist. Und teilweise habe ich auch nicht verstanden, was das sollte. Insgesamt hätte dem Buch eine deutliche Straffung und Kürzung sehr gut getan. So habe ich mich über viele Seiten regelrecht gequält und für mich ist das Buch dadurch nur Mittelmaß.
    Eine eigene Zukunft

    Eine eigene Zukunft (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.04.2019

    Etwas märchenhaft

    Mitte der 1930er Jahre kommen drei junge Frauen mit ihrer Mutter von Spanien nach New York. Der Vater, der sich jahrelang nicht um sie gekümmert hat, möchte plötzlich seine Familie um sich haben und holt alle nach Amerika. Dort hat er ein kleines Restaurant eröffnet und alle sollen helfen. Doch bei einem Unfall im Hafen stirbt der Vater bald und die Familie steht ziemlich mittellos da. Die Mädchen versuchen, sich ein Leben aufzubauen…

    Für mich war das Buch ein wenig wie ein modernes Märchen. Da kommen drei junge Mädchen aus Spanien nach Amerika. Anfangs werden sie ein bisschen dargestellt, als kämen sie aus dem tiefsten Urwald und hätten noch nie etwas von Zivilisation bemerkt. Ihre Mutter ist da sogar noch etwas schlimmer, sie verweigert sich allem. Im Laufe des Buches entwickeln sich die Mädchen zu jungen Frauen, die eigene Wege gehen und die sich auch dem Leben in New York anpassen. Sie lernen verschiedene Menschen kennen, die ihnen gut tun, die ihnen aber auch Schaden bringen. Am Ende des Buches gibt es dann wie im Märchen auch wieder eine besondere Wendung. Alles in allem aber eine gut lesbare Geschichte über noch gar nicht so lange vergangene Zeiten und über eine Entwicklung einer Familie
    Powerfrauen

    Powerfrauen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.04.2019

    Mehr möglich

    Powerfrauen Ist ein Sachbuch. Vorgestellt werden 85 Frauen unterschiedlichster Art. So gibt es Schauspielerinne, Politikerinnen, Künstlerinnen, Rebellinnen in Gegenwart und Vergangenheit. Interessant sind die Verbindungen untereinander: Wer hat wen inspiriert, wer ist mit wem verwandt, wer folgt wem. Einige Verbindungen überraschen sehr. Trotzdem hat mich das Buch nicht zu 100 % überzeugt. Jede Frau wird auf einer kurzen Doppelseite vorgestellt. Wenig Text, viele große bunte Zeichnungen. Mir waren diese Vorstellungen einfach zu kurz und oft zu oberflächlich. Für mich hätte es mehr gebracht, wenn die Vorstellung in die Tiefe gegangen wäre. Natürlich hat man dadurch einen ersten Eindruck und die Möglichkeit, jede einzelne Frau später anderswo näher kennen zu lernen. Und mir persönlich haben diese sehr bunten Illustrationen nicht gefallen. Ich gebe zu, ich mag das generell nicht sehr. Alles in allem ein interessantes Buch jedenfalls für einen ersten kurzen Einblick in die Welt und die Kraft der Frauen.
    Sag dem Abenteuer, ich komme

    Lea Rieck
    Sag dem Abenteuer, ich komme (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.04.2019

    Anders

    Lea noch nicht ganz 30, hat eine gute Arbeit in Deutschland. Doch sie ist unzufrieden und schmeißt kurzerhand alles hin, um mit ihrem Motorrad, das sie Cleo nennt, einmal die Welt zu umrunden. Dabei hat sie ihren Motorradführerschein erst anderthalb Jahre und ist auch noch nie mit einem vollgepackten Motorrad gefahren. Trotzdem startet sie mit einer Mischung aus Naivität und sehr viel Mut zu ihrer Weltreise.

    Das Buch ist anders, als ich es erwartet habe. Genau das ist jetzt auch meine Schwierigkeit bei der Beurteilung. Nur weil ich etwas anderes erwartet habe, muss es deshalb nicht schlecht sein. Aber ich hatte meine Schwierigkeiten damit, dass sehr viele Begebenheiten und Länder einfach nur ganz kurz angerissen werden und man dann als Leser ein wenig im Leeren stehen bleibt. Um einige Beispiele zu nennen: so wird die Fahrt durch Kanada mehrfach angesprochen, dann aber mit keinem Wort mehr erwähnt. Oder Schenja, der Begleiter, der anfangs länger beschrieben wird. Am Ende des Buches heißt es nur, Schenja ist gestorben, aber man erfährt nicht wie - warum. Natürlich ändert das nichts an der Tatsache, aber irgendwie bleiben mir zu viele Fragen offen. Unabhängig davon hat die Autorin in meinen Augen unheimlich viel Mut bewiesen, beim Lesen des Buches hatte ich aber oft das Gefühl, sie hat es mehr für sich geschrieben. Ich fühlte mich oft außen vorgelassen. Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die Fotos. Ich fand es nicht gut, dass sie viele Fotos als eine Art Modellfotos gemacht hat, in ihrem roten Kleid wirkten sie oft sehr gestellt und waren für mich ein Widerspruch zu ihrem Text. Außerdem kritisiere ich die Anordnung der Fotos. Dafür mache ich aber eher den Verlag verantwortlich. Viele Fotos sind so über zwei Seiten verteilt, dass man Details oft gar nicht erkennen kann. Oder das Buch über den Einband furchtbar aufbiegen muss.
    Alles in allem ist das Buch lesbar. Wer so eine Reise plant, erfährt viel Interessantes. Ich habe aber gerade zu diesem Thema schon bessere Bücher gelesen.
    Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.

    Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.04.2019

    Schwierig

    Faye und Jack führen nach außen hin eine gute Ehe, haben eine gut gehende Firma, sind steinreich und offensichtlich glücklich. Doch der Scheint trügt. Jack betrügt Faye und unterdrückt sie, wo er nur kann. Als sie ihn mit seiner Mitarbeiterin im Bett erwischt, wirft er sie aus dem Haus und die verweigert ihr jegliche Unterstützung und auch den Anteil an der ehemals gemeinsamen Firma. Faye ist am Boden, doch sie hat aus ihrer Kindheit und ihrer Familie ein großes Geheimnis. Und sie will Rache.

    Die Beurteilung des Buches ist für mich etwas schwierig. Es ist in drei Kapitel unterteilt und besonders das erste Kapitel fand ich etwas langatmig und teilweise auch etwas spannunglos. Das ändert sich allerdings im Laufe des Buches radikal. Man kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören und es bekommt eine unheimliche Dynamik und auch Spannung. Trotzdem kann ich mich nicht so richtig damit anfreunden. In dem Buch werden so ziemlich alle Männer als „miese Schweine“ hingestellt. Gerade was die Figur des Jack angeht, ist es am Ende dann doch für mich etwas zu viel. Außerdem wird Faye als eine durchgängig unterdrückte die Person dargestellt. Dabei ist sie eigentlich auch nicht viel besser, denn um ein Leben mit Jack zu erreichen, geht sie auch buchstäblich über Leichen. Oder agiert wie ein von der Autorin dargestellter Mann.
    Bei allem Verständnis dafür, dass die Autorin etwas für Frauen tun will, ist mir das Ganze ein wenig zu schwarz-weiß dargestellt. Trotz allem war es ein sehr gut lesbares Buch, auch wenn ich persönlich die Krimis der Autoren besser finde.
    Gefangen im Riesenbuch (3)

    Gefangen im Riesenbuch (3) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.04.2019

    Gut mit kleinen Schwächen

    Emily soll für die Schule ein Buch lesen. Doch sie mag Lesen gar nicht und daddelt lieber auf ihrem Smartphone. Durch einen Zauberwirbel landet sie auf einmal in der Fantasiestadt Mirathasia. Vor einem Riesenbuch trifft sie auf Julian, der sie mit in das Buch zerrt, als es eine Art Alarm gibt. Julian liest gern und merkt, dass das Riesenbuch ein Herz hat, was aber immer langsamer schlägt. Um es zu retten, muss Emily Freude am Lesen finden.

    Ich fand das Buch gut. Hier wird den Kindern versucht beizubringen, dass Lesen viel besser ist als mit dem Smartphone zu spielen. In der heutigen Zeit ein sehr wichtiger Gedanke. Umgesetzt ist das kindgerecht. Die Sprache passt, die Bilder auch. Für mich die einzige Schwäche war, dass die angebotenen Bücher relativ einseitig waren. Hier hätte ich mehr Klassiker erwartet. Doch man kann der Autorin eine gewisse Eigenwerbung nicht verdenken. Alles in allem ist es für mich aber ein empfehlenswertes und zeitgemäßes Buch.
    Madame Piaf und das Lied der Liebe

    Michelle Marly
    Madame Piaf und das Lied der Liebe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.03.2019

    Die Piaf

    Das Buch behandelt die – laut der Autorin – wohl glücklichsten Jahre der französischen Sängerin Edith Piaf. Es erzählt kurz die Geschichte der Piaf bis zum 2. Weltkrieg. Wie sie aus einfachsten und sehr schweren Verhältnissen zu einer der gefeiert Sängerin in Frankreich und später in der Welt wurde. Allerdings wird sie 1944 der Kollaboration mit den Nazis angeklagt und fürchtet ein Auftrittsverbot. In dieser Zeit lernt sie Yves Montand kennen und lieben. Sie bildet ihn ebenfalls zu einem sehr charismatischen Sänger und später auch Schauspieler aus. Doch bald trennen sie sich. Die späteren Jahre bis zu ihrem Tod werden dann nur in ganz wenigen Sätzen behandelt.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich kannte Edith Piaf nur sehr wenig, sie starb schon vor meiner Geburt. Natürlich waren mir ihr Name und einige wenige Lieder bekannt, aber ich wusste überhaupt nichts über ihr kurzes, aber sehr intensives Leben. Das Buch hat mir ihr Leben und ihre Kunst nähergebracht. Ich habe mich jetzt mehr mit ihr beschäftigt. Der Autorin ist etwas gelungen, was nur selten passiert: sie hat ein Buch mit großer Leichtigkeit, aber auch viel Tiefgang geschrieben. Sie hat es geschafft, den Charme der Franzosen in das Buch zu packen, aber auch die schlechten Seiten und die schweren Zeiten der Piaf zu beschreiben. Sie hat eine kleine Frau, eine riesengroße Künstlerin, einen interessanten Menschen und die damalige Zeit sehr gut charakterisiert.
    Was uns erinnern lässt

    Kati Naumann
    Was uns erinnern lässt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.03.2019

    Nahe Geschichte

    Milla ist auf einer Wanderung im Thüringer Wald und findet Reste eines Hauses und einen alten Keller. Sie will diesen als einen Lost Place im Internet veröffentlichen. Als sie sich den Keller genauer ansieht, findet sie ein altes Schulheft. Der Name darauf lautet Christine Dressel und Milla wird neugierig und sucht nach dieser Frau. Sie findet sie auch und so erfährt sie die Geschichte der Familie Dressel, des ihr gehörenden Waldes und vor allem des alten Hotels „Waldeshöh“ am Rennsteig. Eine Geschichte, die bis in den zweiten Weltkrieg zurück reicht…

    Das Ganze wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen ist es die Geschichte der Familie Dressler, die den Krieg übersteht, die schweren Jahren nach dem Krieg und dann die schlimmen Jahre, als mit der Errichtung der Grenze zur BRD das Haus im engsten Sperrgebiet stand und sie quasi zwischen zwei Zäune leben mussten. Die lange Zeit der Schikanen durch die Polizei und die Grenztruppen, keine Möglichkeit eines normalen Lebens. Und trotzdem empfanden sie das Haus als ihr Zuhause und ihre Heimat. Die schwere Zeit, nachdem sie in einer Nacht- und Nebelaktion das Haus verlassen mussten.
    Im zweiten Handlungsteil geht es um die Zeit 30 Jahre nach der Wende, in der die Familie versucht, das Grundstück zurück zu erhalten. Es geht um Familienzusammenhalt und Enttäuschung, aber auch um Verrat.
    Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es ist sehr gut lesbar und unterhält, gleichzeitig erfährt man aber auch sehr viel über die damalige Zeit, aber auch die heutige Zeit. Die Figuren sind nicht einfach nur schwarz-weiß, sondern vielschichtig angelegt. Man merkt der Autorin an, dass sie den Thüringer Wald sehr liebt. Ich kann das Buch nur absolut empfehlen.
    1793

    1793 (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.03.2019

    Bedrückend

    1793 in Stockholm. Ein so genannter Häscher findet im Fluss die Reste einer Leiche. Es ist nur noch ein Körper, alle Gliedmaßen wurden entfernt, die Augen ausgestochen, die Zunge abgeschnitten. Der Jurist Cecil Winge versucht zusammen mit dem Häscher Jean Michael Cardell, den Fall aufzuklären.

    Ich empfand das Buch nicht als Krimi. Wie fast alle historischen Krimis steht hier weniger der Fall im Mittelpunkt, sondern es wird mehr über die Zeit, die Umstände, in denen die Leute leben mussten, und Ähnliches beschrieben. Der Kriminalfall selbst rückt ein Stück in den Hintergrund. Damit könnte ich gut leben, aber ich empfand das Buch sehr bedrückend. Zum einen waren es brutale Zeiten, zum anderen wurde das auch noch sehr brutal beschrieben. Dabei empfand ich sehr wenig Spannung. Die Geschichte ist gut lesbar und auch interessant, doch als ein Meisterwerk - wie es auf der Rückseite beschrieben steht - empfinde ich es nicht.
    Griffin, M: Dark Call - Du wirst mich nicht finden

    Griffin, M: Dark Call - Du wirst mich nicht finden (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.03.2019

    Steigert sich

    Holly Wakefield arbeitet als Psychiaterin in einem Gefängnis für Schwerverbrecher. Sie hat fast vergessen, dass sie sich früher für die Polizeiarbeit zur Verfügung gestellt hat. So ist sie überrascht, als sie einen Fall betreuen soll. Es geht um einen sehr speziellen Serienmörder.

    Das Buch beginnt eher ruhig und langsam. Viel Ermittlungsarbeit, viele Erklärungen. Noch nicht so viel Spannung. Speziell hat mich gestört, dass für mich gefühlt jeder Serienmörder Erwähnung und Beschreibung finden musste, obwohl das nichts mit dem Fall zu tun hatte. Erst ab der Mitte geht die Geschichte vorwärts, wird immer spannendender und hat ein Ende doch einigen Überraschungen. Von daher schätze ich das Buch als gutes Debüt ein mit Luft nach oben.
    Onkel Stan und Dan 02 und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer

    Onkel Stan und Dan 02 und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.03.2019

    Wunderschön

    Da sind sie wieder: Dachs Dan und Onkel Stan. Eigentlich leben sie friedlich auf einer Farm in einem kleinen Dorf. Doch da gibt es Dr. P‘Krall. Der ist ein Betrüger und er kann es gar nicht leiden, wenn jemand anders ist. Und Onkel Stan ist nun einmal ungewöhnlich. Deshalb schafft er ihn in sein Gefängnis.
    Doch er hat nicht mit Dan, dem Dachs, gerechnet. Dieser versucht natürlich, Onkel Stan zu retten und er ist nicht allein dabei. Er hat noch seine Freunde – Kinder und andere Tiere mit lustigen Namen oder anderen Besonderheiten.

    Ich finde das Buch einfach wunderschön. Zum einen die herrlichen Zeichnungen. Die machen so viel Spaß. Und dann der Text, der gerade zu – vor allem – zum Vorlesen anregt. Und die Geschichte ist an sich auch noch pädagogisch wertvoll: da geht es um Freundschaft und Hilfe und auch darum, dass jeder anders und das auch gut so ist. Volle Punktzahl.
    726 bis 750 von 898 Rezensionen
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