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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    892 Rezensionen

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    Dunkelsommer

    Dunkelsommer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.07.2019

    Mässig spannend

    Lelle sucht seine Tochter. Vor drei Jahren hat er sie an einer Bushaltestelle abgesetzt und seitdem nie mehr gesehen. Er ist Lehrer und vor allen in den Schulferien ist er jeden Tag bzw. jede Nacht unterwegs und versucht immer noch, sie zu finden.
    In dem gleichen Sommer kommt Meja in den Ort gezogen. Sie ist 17 und wird Lelles Schülerin werden. Ihre Mutter hat über das Internet einen Mann kennen gelernt und sie sind dort hingezogen. Doch Meja fühlt sich nicht wohl und als sie selbst einen Jungen kennen lernt und sich verliebt, zieht sie zu dessen Familie.

    Das Buch wird als bester schwedischer Spannungsroman angekündigt. Mal davon abgesehen, dass ich nicht weiß, wie man einen Spannungsroman definiert, fand ich das Buch eher mäßig spannend. Es ist in zwei Teile aufgeteilt. Der größere erste Teil handelt in erster Linie ausschließlich von der Suche nach dem verschwundenen Mädchen. Und von der Zeit, die Meja verbringt, und von ihren Erlebnissen. Die Suche des Vaters nach seiner Tochter ist nachvollziehbar, auch die Reaktion seiner Frau. Jeder trauert anders und geht anders mit dem Geschehen um. Auch Meja hat einiges erlebt. Das alles ist zwar nicht schlecht beschrieben, lässt aber im Prinzip jegliche Spannung fehlen. Erst der letzte sehr kurze Teil wird etwas spannender, wenn sich das auch fast ausschließlich auf die letzten 50 Seiten bezieht. Insgesamt kommen in dem Buch sehr viele eher skurrile oder schräge Typen vor. Trotzdem habe ich ziemlich schnell auf den wirklichen Täter schließen können. Schade, da hätte man mehr draus machen können.

    Mayer, G: Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1

    Mayer, G: Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.07.2019

    Sehr schöner Beginn

    Violet hat Ferien und hilft ihrer Tante, die einen Blumenladen hat. Doch dann verschwindet erst Lord Nelson, der Kater. Er ist nicht der einzige. Violet merkt schnell, es fehlen weitere Katzen. Wo sind sie hin? Wer steckt dahinter? Etwa Andy, der mit ihr in eine Klasse geht. Er leugnet zwar, doch er lügt auch und so wird Violet immer misstrauischer.

    „Der magische Blumenladen“ ist der Anfang einer Reihe. Und für mich ist es ein schöner Beginn. Gedacht für Kinder ab 6 Jahren eignet sich das Buch sowohl gut zum Vorlesen wie auch für Erstleser. Es ist nicht allzu dick und hat schöne Bilder, die man sich beim Vorlesen gemeinsam ansehen kann, die aber auch einen Erstleser ein bisschen „Luft“ dazwischen lassen.
    Am Anfang werden die wichtigsten Personen (inklusive der Tiere) vorgestellt. So hat man sofort einen Bezug. Auch das magische Blumenbuch und die Rätsel um die verschwundenen Kerzen wecken die Fantasie und Neugier und laden zum Miträtseln ein.
    Das Buch finde ich sehr gut und auch sehr schön als Geschenk.
    Nächstes Jahr in Havanna

    Chanel Cleeton
    Nächstes Jahr in Havanna (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2019

    Familiengeschichte

    Havanna 1958. Das Land steckt in einer Krise, die Revolutionäre um Che Guevara und Fidel Castro versuchen, die Macht im Land zu erreichen. Elisa ist 19 und stammt aus einer der reichsten Familien des Landes, die ihr Geld mit Zucker verdient. Sie ist komplett abgeschirmt von dem normalen Leben der einfachen Menschen im Land, sie hat keine Ahnung, wie schlecht es ihnen geht. Dann lernt sie Pablo kennen, einen Revolutionär. Und verliebt sich in ihn. Doch ihre Familie muss das Land verlassen.
    Gut 60 Jahre später macht sich Marisol auf den Weg nach Kuba. Sie ist die Enkelin von Elisa und soll die Asche der Großmutter in Kuba verstreuen.

    Das Buch ist eine Familiengeschichte, teilweise die Familiengeschichte der Autorin. Es ist damit logischerweise sehr subjektiv beschrieben. Aus der Sicht einer reichen Familie, die nach der Revolution in Kuba alles verloren hat, die emigrieren musste und gern zurück nach Kuba wollte. Damit klammert die Autorin komplett die schlechte Lage der einfachen Menschen vor der Revolution aus. Und sie negiert auch viele Verbesserungen nach der Revolution. So erwähnt sie mit keinem Wort das kostenlose Gesundheitswesen für die Kubaner, das bis heute nicht einmal die USA ihren Bürgern bieten kann. Das muss man im Hinterkopf behalten, wenn man das Buch liest. Es ist trotzdem legitim, die Geschichte aus Sicht ihrer Familie zu erzählen.

    Das Buch selbst ist sehr gut lesbar. Man spürt die Liebe zu Kuba. Allerdings sind vor allem die beiden Frauenfiguren Elisa und Marisol etwas blass geblieben. Elisa ist sehr naiv quasi bis zum Schluss. Sie verliebt sich zwar in einen Revolutionär, aber sie beginnt trotzdem nicht, einmal darüber nachzudenken, warum er sich an den Aufständen beteiligt. Ähnlich ist es mit Marisol. Auch sie fährt relativ naiv nach Kuba mit der romantisch verklärten Vorstellung über das Land, das sie aus den Erzählungen ihrer Familie kennt. Sie hat sich nicht damit beschäftigt, wie sich Kuba inzwischen verändert hat.
    Unabhängig davon ist das Buch trotzdem gut gelungen. Es stellt, wenn auch manchmal einseitig, ein interessantes Land vor und auch die Menschen, die darin leben und sich ihr Leben einrichten müssen. Es ist sehr warmherzig geschrieben und es ist etwas, das ich einen Wohlfühlroman nennen würde. Man kann sich auf Sofa kuscheln und richtig vorwärts schmökern. Es gibt zumindest auch Anregungen, sich mit Kuba zu beschäftigen. Es zeigt die Liebe zu diesem Land.
    Killoren, K: Rezept unserer Freundschaft

    Killoren, K: Rezept unserer Freundschaft (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2019

    Falsches Frauenbild

    Billy ist Anfang 40. Sie lebt in New York. Zusammen mit ihren drei Freundinnen zieht sie um die Häuser. Doch ihre Freundinnen sind reich und/oder haben einen sehr guten Job und keine Geldprobleme, während Billy sich die Miete für ihre Wohnung nicht mehr leisten, bei den teuren Klamotten nicht mithalten kann und es satt hat, Geschenke oder Geldangebote zu bekommen. Ihre Arbeit macht sie nicht glücklich. Und nach einem riesigen Streit zieht sie in die Provinz.

    Anfangs hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen. Billy und ihre Freundinnen wirken mit Anfang bis Ende 40 so, als wären sie 15-jährige Teenager, die keine Verantwortung haben, total albern sind und nichts als Partys im Kopf haben. Sie sind zum Teil gelangweilt, sie haben absolute Luxusprobleme, und so richtig Freundinnen sind sie eigentlich auch nicht, denn sie zicken sich sehr viel an. Das ist nicht meine Vorstellung eines modernen Frauenbildes. Im Gegenteil, das ist etwas, was mich total abstößt. Und so wollte ich das Buch auch sehr schlecht bewerten. Doch ab Mitte des Buches wird das Ganze dann besser. Die Hauptfiguren machen eine - wenn auch nicht immer glaubwürdige - Reife durch, die Beziehungen untereinander haben mehr Inhalt. So ist das Buch am Ende dann doch noch lesenswert, zumindestens als ein unterhaltsamer Sommerroman.

    Kalte Wasser

    Kalte Wasser (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2019

    Durch gelesen

    Lauren liegt im Krankenhaus. Nach einer schwierigen Geburt ist sie Mutter von Zwillingen geworden. Die beiden Jungs sind sich sehr ähnlich. In der Nacht bedrängt sie eine unbekannte junge scheinbar obdachlose Frau und will eines ihrer Kinder gegen eines der Kinder von Lauren tauschen. Lauren. kann sich gerade noch im Bad einschließen und ruft die Polizei, doch diese findet keine Spur der Entführerin. Einzig die Polizistin Harper glaubt Lauren und führt Ermittlungen durch. Doch die Entführerin versucht es wieder…

    Der Plot an sich ist nicht neu. Eine junge Mutter hat extrem Angst um ihre Kinder. Die Geschichte hier erhält zusätzliche Spannung, weil es zum einen Zwillinge sind und nur ein Kind getauscht werden soll. Zum anderen gab es ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit und viele alte Geschichten und Sagen, die sich um das gleiche Thema drehen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Spannung ist immer unterschwellig da und mehr oder weniger sehr deutlich vorhanden. Man hat mehrere Verdächtige, ob den Ehemann, ob eine andere junge Frau oder sogar Laurens Freundinnen. Die Geschichte ist gut geschrieben.
    Harz

    Ane Riel
    Harz (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2019

    Für mich kein Thriller

    Liv ist sechs und lebt mit ihren Eltern auf dem Kopf. Der Kopf ist das abgeschiedene Ende einer Insel. Doch eigentlich ist Liv tot. Denn mit sechs Jahren hat der Vater sie als ertrunken bei den Behörden gemeldet, damit sie in keine Schule muss. So lebt sie auf einem völlig verwahrlosten Grundstück. Der Vater ist mehr als nur ein Messie und stark gestört. Die Mutter liegt nur im Bett. Liv begeht Diebstähle, um die Familie zu ernähren, und geht auch auf die Jagd. Das geht jedoch nur so lange gut, bis ihre Oma auf Besuch kommt.

    Das Buch gilt als der besten Thriller in Dänemark. In meinen Augen ist es aber kein Thriller. Die Handlung wird aus der Sicht von Liv erzählt. Dadurch wirkt vieles sehr naiv. Liv hat komplett kein Unrechtsbewusstsein, denn sie wurde von ihrem Vater so erzogen, dass sie die seltsamen Handlungen als völlig normal empfindet. Zwei Drittel des Buches sind eigentlich die Geschichte der Großeltern und Eltern von Liv und dann ihre eigene. Ein wenig spannend wird es überhaupt erst, als die Großmutter zu Besuch kommt. Aber auch danach wird alles sehr breit und auch etwas langatmig erzählt. Erst das Ende ist ein wenig rasanter, aber eigentlich auch nicht überzeugend für mich. Schade, da hätte man mehr draus machen können.
    R.I.P.

    R.I.P. (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2019

    Hat mich nicht ganz gepackt

    Stella ist 16 und arbeitet nebenbei in einem Kino. Sie ist ganz allein abends dort und wartet, dass ihr Freund sie abholt. Doch im Gebäude ist ihr Mörder. Der Mord wird über Social Media übertragen. Die Polizei ermittelt, lange ziemlich aussichtslos, erst nach längerer Zeit kommt sie auf die Idee, dass der Mord mit Mobbingverhalten zu tun haben könnte. Und ein weiterer Junge wird vermisst.

    Zu allererst muss ich bei dem Buch das tolle Cover erwähnen, das ist richtig gut gelungen. Ansonsten fand ich das Thema Mobbing unter Jugendlichen nicht nur sehr aktuell, sondern auch sehr gut gewählt. Ich glaube, viele sind sich nicht klar, was sie damit überhaupt anrichten. Allerdings muss ich sagen, dass mich die Umsetzung insgesamt nicht so ganz mitgenommen hat. Das Buch hat mich nicht wirklich gepackt. Ich kann nicht mal genau sagen, woran das liegt, welche Details mich gestört haben. Vielleicht lag es auch an der Hitze, die gerade geherrscht hat, als ich das Buch gelesen habe. Aber es ist lange her, dass ich ein Buch gelesen habe, bei dem ich so oft eingeschlafen bin wie hier bei RIP. Es ärgert mich ein wenig, dass ich es nicht konkret begründen kann. Vielleicht tue ich dem Buch unrecht, aber mehr als durchschnittlich ist es für mich nicht.
    Die stille Tochter

    Die stille Tochter (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2019

    Schwächer

    Oslo 2016. In einem See wird eine Leiche gefunden. Beziehungsweise die Überreste davon. Tommy Bergmann bekommt die Ermittlungen auf den Tisch und bald vermutet er, dass die Leichenreste zu Christel Heinze gehören. Sie wurde 1982 als vermisst gemeldet. Sie arbeitete wohl als Spionin für die Russen. Kurz danach wird auch Arvid Storholt ermordet. Er war ebenfalls Spion. Gehören die Fälle zusammen?

    Ich kenne alle Bücher dieser Reihe. Und ich fand „Die stille Tochter“ ist das schwächste davon. Die Geschichte wird in zwei Zeiten erzählt. Da geht es einmal um die 1980er Jahre, die Flucht von Christel aus der DDR bei einer Reise nach Norwegen, ihr Weg als Spionin. So ganz nachvollziehbar war da einiges nicht für mich, vor allem die Beweggründe für die Flucht und die anschließende Entwicklung als Spionin. Im Wechsel dazu geht es um die Ermittlungen in der Gegenwart. Ich hatte in beiden Zeiten meine Schwierigkeiten, weil unheimlich viele verschiedene Personen auftauchen, die alle irgendwie spionierten, die alle Decknamen hatten oder mehrere Namen. Alles zog sich sehr in die Länge und die Spannung war minimal. Selbst am Ende, als endlich aufgedeckt wurde, wer der so lang gesuchte Spion war, war ich eigentlich nur noch froh, dass es zu Ende ist. Teilweise wusste ich dann gar nicht mehr, um welche Person es sich überhaupt handelt. Ich hatte aber auch keine Lust, das alles nochmals nach zu lesen. Ich hoffe, der nächste Teil wird wieder besser und spannender.
    10 Stunden tot

    10 Stunden tot (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2019

    Schwierig

    In Helsingborg wird ein kleiner Junge in einer Waschmaschine ermordet. Fabian Risk ist nicht an der Untersuchung des Falls beteiligt. Nachdem beim letzten Fall seine Tochter angeschossen wurde und noch im Krankenhaus ist, versucht er gerade, seine Ehe und damit seine Familie zu retten. Doch nach weiteren Morden und der chronischen Unterbesetzung der Kripo kehrt er in den Dienst zurück.

    Das Buch ist für mich etwas schwierig. Es ist gut lesbar, spannend, wenn auch ein wenig zu viel auf den privaten Ebenen passiert. Aber ich würde es als eine Art Zwischenbuch der Reihe auffassen. Denn viele Sachen bleiben unaufgeklärt und in der Schwebe. Dazu kommt, dass man die Zusammenhänge wohl nur verstehen kann, wenn man die Vorgängerbücher kennt. So einfach mit diesem Buch anfangen, ist nicht möglich, weil zu viel Wissen fehlt. Da ich die Vorgänger kenne, hatte ich damit kein Problem und war sofort im Geschehen drin und fand das Buch gut.
    Allerdings fand ich den deutschen Titel gelinde gesagt idiotisch. Er passte überhaupt nicht zum Geschehen. Der Originaltitel ist viel besser.
    Kunstgeschichte als Brotbelag

    Kunstgeschichte als Brotbelag (Buch)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.06.2019

    Nein, danke!

    Ich muss voranstellen, dass ich das Buch nur geliehen bekommen habe – und ich bin froh darüber. Unabhängig davon, was die Herausgeberin früher gemacht hat (das fließt nicht in meine Bewertung ein), war ich erst einmal erstaunt über das kleine Büchlein und den dazugehörigen Preis. Noch dazu, weil ich immer noch nicht wirklich weiß, wozu es dienen soll. Auch die Umsetzung fand ich nicht gerade künstlerisch wertvoll oder besonders ansprechend.

    Schon die entsprechende Challenge im Internet hat mich etwas genervt. Ich habe noch gelernt: Mit Essen spielt man nicht! Und auch wenn ich das heute nicht mehr ganz so dogmatisch sehe – natürlich darf Essen gern künstlerisch veredelt werden – erschließt sich mir der Sinn des Buches und der Aktion nicht. Da werden große Kunstwerke von namhaften Malern nachgestellt. Manches Mal so grauenhaft schlecht, dass es mir weh tat. Allerdings sind einige dieser sogenannten Kunstwerke dann doch nicht verzehrfähig – und genau hier ist die Aktion für mich zu Ende. Es wird so viel über den Klimawandel gesprochen, es gibt soviel Hunger auf der Welt – und hier werden aufwendig hergestellte Lebensmittel von Anfang an für den Müll produziert. Das kann ich nicht unterstützen und hier fängt für mich Verantwortung im ganz Kleinen an.
    Dos Santos, J: Vaticanum

    Dos Santos, J: Vaticanum (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.06.2019

    Besser

    In Rom wird der Papst entführt. Der islamische Staat will ihn um Mitternacht umbringen. Der Historiker Tomas Noronha weilt gerade in Rom, weil er unter dem Petersdom nach dem Grab des Apostels Petrus sucht. Der Papst kann in einer kurzen Botschaft einige Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben. Thomas versucht zusammen mit der Wirtschaftsprüferin Catherine, das Rätsel zu lösen. Doch niemand glaubt ihn.

    Mir hat das Buch besser als seine Vorgänger gefallen. Natürlich erinnert es stark an die Bücher von Dan Brown. Und auch hier ist Thomas derjenige, der sozusagen fast im Alleingang alles auflöst und die Welt rettet. Trotzdem war das Buch für mich verständliche als die Vorgänger. Dort ging es um sehr hohe Wissenschaft und ich war oftmals überfordert. Hier ging es eher um eine einfache Lösung eines Rätsels. Die dargestellten Verwicklungen des Vatikans mit der Mafia sind inzwischen nachgewiesen, so dass das Buch keine reine Fiktion ist. Es war für mich gut und sehr flüssig lesbar, unterhaltend und auch spannend.
    Im Freibad

    Im Freibad (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.06.2019

    Zusammenhalt

    Kate arbeitet bei einer Londoner Regionalzeitung. Sie ist zuständig für kurze Meldungen, Ankündigungen und kleine Artikel. Eines Tages soll sie über das Freibad im Viertel schreiben und lernt dabei Rosemary kennen. Diese schwimmt schon das ganze Leben im Freibad und hängt sehr daran. Doch jetzt will die Stadtverwaltung das Bad verkaufen, denn es rechnet sich nicht. Ein Investor will darauf einen Tennisplatz für reiche Wohnungskäufer und Mieter bauen. Doch die Menschen im Viertel kämpfen für ihr Bad.

    Das Buch ist gut lesbar. Es berichtet über normale Menschen, über ihre Sorgen und Probleme und auch über Freundschaften und das Einstehen für wichtige Dinge. Gelungen sind die Beschreibungen der einzelnen Personen. Mit der Zeit schließt man sie sehr stark ins Herz. Auch das Ende fand ich gut, es endet in keinem reinen Happyend wie sonst üblich. Das macht das Buch realistischer und verleiht ihm auch mehr Tiefgang.
    Ginns, R: Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karac

    Ginns, R: Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karac (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.06.2019

    Lustige Reise um die Welt

    Samanthas Onkel ist verschwunden. Seine 3 Neffen und Nichten bekommen eine Art Erbe. Samanthas Bruder bekommt das Stadion der New York Yankees und die Mannschaft, ihre Schwester einen Scheck über 2,4 Millionen. Samantha ist enttäuscht, denn sie bekommt nur einen alten roten Schirm. Sie ist ziemlich sauer und enttäuscht. Doch durch den Schirm erlebt sie viele Abenteuer.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Gerade richtig für 9-jährige. Die Kapitel sind nicht zu lang, so dass man die Lust am Lesen behält (wenn man noch nicht so gern liest) oder schnell weiterlesen kann. Der Bezug von echten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten zur Reise im Buch ist gut gelungen. So lernt man nebenbei viel (kennen). Am Ende des Buches gibt es 3 Rätsel, die sich auf das Gelesene beziehen. Die Illustrationen passen dazu. Alles in allem eine Leseempfehlung von mir.
    Mein Leben als Sonntagskind

    Judith Visser
    Mein Leben als Sonntagskind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.06.2019

    Berührend

    Jasmijn ist anders. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, sie möchte ihre Ruhe. Laute Musik, viele Menschen, Fernsehprogramm – alles wird ihr zu viel. Von einer Kindergeburtstagsparty bekommt sie Migräne, an einem Discobesuch ist nicht zu denken. In der Schule ist sie in einigen Fächern hervorragend, andere interessieren sich überhaupt nicht. Die besten Freunde sind ihre Hündin Senta und Elvis. Doch Jasmijn möchte sein wie alle anderen.

    Das Buch empfand ich als sehr gut und sehr berührend. Jasmijn weiß nicht, dass sie Autistin ist und das Asperger Syndrom hat. Und so versucht sie, ihr Leben auf ihre Art in den Griff zu bekommen. Das beschreibt sie relativ trocken und direkt. Dadurch bekommt man als Leser einen wirklich guten Eindruck in die Welt dieser Menschen, in ihre Gefühle und ihre Probleme. Und man bekommt ein hohes Maß an Verständnis dafür. Jasmijn hat mein Mitgefühl, aber auf keinen Fall mein Mitleid. Denn das braucht sie nicht. Sie lebt zwar in ihrer eigenen Welt, aber diese ist auf keinen Fall besser oder schlechter als jede andere. Sie braucht einfach mehr Rücksicht, mehr Verständnis für ihre Bedürfnisse. Ich wünsche ihr, dass sie ein für sie gutes Leben führen kann, dass sie mit ihren Büchern auch weiterhin Erfolg haben wird, dass sie für sich immer gute Entscheidung trifft.
    Baldvinsson, K: Versprechen der Islandschwestern

    Baldvinsson, K: Versprechen der Islandschwestern (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.06.2019

    Ganz nett

    Deutschland 1949. Die Menschen leiden immer noch an den Nachwirkungen des Krieges. Deswegen entschließen sich die Schwestern Helga und Margarete, für ein Jahr nach Island zu gehen und dort auf einem Bauernhof zu arbeiten. Margarete sieht in Island ihre neue Zukunft, Helga allerdings hat schreckliches Heimweh und fühlt sich dort nicht wohl. Sie sprechen die Landessprache nicht, sie fühlen sich einsam. Doch gerade Margarete gewöhnt sich mehr und mehr an Island, lernt Theo kennen und verliebt sich in ihn und möchte in Island bleiben. Doch es kommt alles ganz anders.

    Das Buch wird auf zwei Ebenen erzählt. Einmal im Jahr 1949 bis in das Jahr 1950 hinein mit den Erlebnissen von Helga und Margarete. Und dann im Jahr 2017, als Margarete zusammen mit ihrer Enkelin Pia und deren Tochter Island zum ersten Mal seit 1950 besucht. Die Probleme zwischen Pia und ihre Tochter sind gut dargestellt. Allerdings sind die Lösungen auch immer genregerecht nett und einfach. Gleiches gilt für die Probleme zwischen Margarete und Helga. Und die Liebesgeschichte um Pia ist ebenfalls nett, aber voraussehbar. Gut gefallen hat mir das Rezept am Anfang und auch die Beschreibung der isländischen Küche. Vermisst habe ich ein wenig mehr die Beschreibung der besonderen Bräuche die Isländer in der Vergangenheit und auch heute. Von daher mein Fazit. Ein gut lesbares, aber doch relativ an der Oberfläche bleibendes Buch, das zwar gut unterhält, aber auch für mich nicht mehr.
    Alles Was Ich Dir Geben Will

    Alles Was Ich Dir Geben Will (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.06.2019

    Wie ein Thriller

    Manuel ist Schriftsteller. Sein Ehemann Alvaro ist Geschäftsmann und auf Dienstreise. Bei einem Autounfall verliert er sein Leben und Manuel wundert sich, wieso Alvaro in Galicien unterwegs war. Die Polizei will die Akte ganz schnell als Unfall schließen, doch Manuel kann sich nicht erklären, was Alvaro dort wollte. Noch größer wird die Verwunderung, als Manuel der Alleinerbe von Alvaro wird. Nur erbt er nicht nur das Geschäft, sondern auch ein riesiges Anwesen, denn Alvaro war adlig. Er hat große Ländereien, ein Weingut usw. All das wusste Manuel nicht. Immer mehr merkt er, dass er seinen Mann wohl überhaupt nicht kannte. Zusammen mit einem Priester und einem Polizisten stellen sie Untersuchungen an, denn sie glauben nicht an einen Unfall und die Sache wird immer mysteriöser.

    Das Buch hat mich sehr überrascht. Es liest sich wie ein Thriller. Gut geschrieben mit einer sehr hohen Spannung. Zum Ende hin lässt sie zwar ein wenig nach, doch das ist eher geringfügig. Je weiter die Ermittlungen vordringen, desto vielschichtiger wird die Geschichte. Und zwar auf mehreren Ebenen, sowohl in Alvaros Familie wie auch bei dem Priester und auch bei dem Polizisten. Eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit und gelesen habe.
    Die wilde Baumhausschule, Band 1: Raubtierzähmen für Anfänger

    Die wilde Baumhausschule, Band 1: Raubtierzähmen für Anfänger (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2019

    Gelungen

    Greta kommt in eine neue Schule – auf einem Elefanten. Schlecht, dass das Schulhaus nicht lange hält. So kommt Greta auf die Idee, dass der Unterricht bei „ihr“ stattfindet. Genauer gesagt, auf dem Gelände, auf dem ihre Eltern einen Zoo haben. Die Idee ist gut – nur passieren dann in dem Zoo eigenartige Dinge und Theo, Gretas Mitschüler, ein wenig Konkurrent und in erster Linie der Anführer bei Streichen, gerät bald in den Verdacht, daran schuld zu sein.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Für Vorschulkinder fand ich die einzelnen Kapitel etwas zu lang zum Vorlesen. Aber gedacht ist es für Kinder ab 8 Jahren – also Erstleser. Für diese ist die Geschichte sehr schön. Sie ist einerseits lustig mit den vielen Tieren und den Streichen. Andererseits auch lehrreich – das Verhalten der Kinder untereinander. Schade, dass die Bilder nicht farbig sind. Auch hier fand ich die Kapitel teilweise ein wenig zu lang. Kinder, die nicht gern lesen, könnten abgeschreckt werden. Andererseits ist die Spannung aber durchweg vorhanden, so dass die Neugier auf jeden Fall geweckt wird. Insgesamt finde ich das Buch aber gut und auch die Fortsetzung die Reihe.
    Schneewittchensarg

    Roman Voosen
    Schneewittchensarg (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2019

    Im Glasreich

    Im Glasreich, so wird in Schweden die Gegend mit viel Glasindustrie genannt., wird eine Ausstellung eröffnet. Eine der renommiertesten Glasfirmen will ihre Geschichte und die besten Erzeugnisse zeigen. Ein Kunstwerk ist ein gläserner Sarg. Doch in diesem befinden sich die Knochen und ein altes Hochzeitskleid einer jungen Frau. Die Braut ist vor 40 Jahren bei einer Hochzeitsfeier spurlos verschwunden. Die Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss stehen mit ihrem Team vor einer schwierigen Aufgabe, einen 40 Jahre alten vermutlichen Mord aufzuklären.

    Die Beurteilung des Buches ist für mich ein wenig schwierig. Der Anfang ist spannend. Die Ermittlungen bewegen sich im üblichen Rahmen dieser Reihe. Wie ebenfalls üblich wird auch wieder sehr viel Privates von dem Team berichtet. Ich glaube, für Leser, die die nicht alle diese Fälle gelesen haben, ist es inzwischen etwas schwierig, die Einzelheiten zu verstehen. Im Laufe der Ermittlungen kommt es in der Mitte des Buches allerdings zu einem längeren Hänger, in dem jegliche Spannung fehlt. Das Ende hingegen birgt dann wieder einige Überraschungen. Insgesamt empfand ich das Buch als eines der schwächeren dieser Reihe, doch alles im allem ist es immer noch sehr gut lesbar.
    Unbarmherzig

    Inge Löhnig
    Unbarmherzig (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.06.2019

    Gute Fortsetzung

    Während Tino jetzt zu Hause bleibt und die Betreuung der gemeinsamen Tochter übernimmt, geht Gina wieder ihrer Arbeit bei der Münchner Kriminalpolizei nach. Sie ist immer noch in der Abteilung für ungeklärte Altfälle. Als in einem kleinen Ort die Skelette von zwei Menschen mehr zufällig gefunden werden, setzt Gina alles daran, diesen Fall übernehmen zu können. Unter großer Mühe finden sie und ihr Team heraus, dass die Skelette aus dem Jahr 1944 stammen und eventuell mit Zwangsarbeitern in der damaligen Munitionsfabrik zusammenhängen.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist eine gelungene Fortsetzung der beiden Reihen um Gina und Tino. Es ist wie immer ein eher ruhiger Stil. Die Spannung ist gleichmäßig vorhanden, nicht übermäßig hoch. Die Autoren punktet mit genauen Beschreibungen der Situation sowohl 1944, aber auch in der Gegenwart. Das Privatleben von Gina und Tino passt sehr gut dazu. Es sind herrliche normale Kriminalisten und ein alltägliches Familienleben. Der Fall selbst gibt einen guten Einblick in die damaligen Verhältnisse und in die Situation der Zwangsarbeiter. Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, für mich ist das immer ein Indiz, dass mich sowohl der Inhalt interessiert wie auch der Stil gefesselt hat.
    Scott, N: Leuchten jenes Sommers

    Scott, N: Leuchten jenes Sommers (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.05.2019

    Einfach lesenswert

    Sommer 1939. Auf Summerhill in Cornwall einem größeren, doch etwas heruntergekommenen Anwesen lebt Madeleine mit ihrer Tante und einigen Bediensteten. Ihre Schwester Georgiana ist auf einer Reise durch Europa, als der beginnende Krieg sie zwingt, nach England zurückzukehren. Doch sie bringt aus London einige Freunde mit und auch Victor. Er ist ihr Freund/Liebhaber und auch Vater ihres künftigen Kindes. Doch Victor ist nicht der, der er zu sein scheint. Er bedrängt Madeleine und hat den Ruin von Summerhill im Sinn.
    70 Jahre später kommt Chloe nach Summerhill. Ihr Auftrag ist, Fotos von Madeleine zu machen. Diese ist Schriftstellerin und Zeichnerin, lebt aber extrem zurückgezogen. Doch Chloe hat große Probleme in ihrer Ehe.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe es in zwei Abschnitten durchgelesen, aber nur deshalb, weil mir die Zeit dazwischen fehlte. Wahrscheinlich wäre es eines dieser Bücher geworden, dass ich in einem Ritt gelesen hätte. Der Grund liegt darin, dass es extrem lesenswert ist. Ein sehr guter Stil, interessante Geschichte, Liebe, ohne kitschig zu sein, und auch ausreichend Spannung. Die Geschichte wird wechselseitig vor Beginn des Zweiten Weltkrieges und in der Gegenwart erzählt, aber mehr und mehr merkt man, wie sich die Geschichten annähern und in unterschiedlichen Zeiten das gleiche bedeuten. Es ist ein Buch mit sehr viel Tiefe.
    Leider entfällt es allerdings einige Rechtschreib- und Übersetzung-/Grammatikfehler, aber das kann man der Autorin nicht anlasten. Deshalb von mir die volle Punktzahl.
    Der Zopf meiner Großmutter

    Alina Bronsky
    Der Zopf meiner Großmutter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2019

    Klein, aber fein

    Max ist Russe und zusammen mit seinen Großeltern nach Deutschland ausgewandert. Max hat eine eigentlich eher schwere Kindheit. Die Großmutter überwacht alles. Er darf nirgendwo hin aus Angst, dass Viren kommen. Er darf keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, falls unterwegs ein Unfall passiert, er darf kaum etwas essen, was sie nicht zubereitet hat und dies ist püriert. Eigentlich ist es ein Wunder, dass sich Max relativ normal entwickelt. Erst, als er zu Schule kommt, hat er es ein wenig leichter. Die Oma versucht gar nicht wirklich, Deutsch zu lernen. Der Großvater ist sehr ruhig und widerspricht seiner Frau nicht. Die Eltern von Max werden nicht erwähnt. Dann verliebt sich der Großvater in die Klavierlehrerin von Max und die Verhältnisse werden noch mehr durcheinander.

    Das Buch ist nicht sehr dick und lässt sich sehr gut und sehr flüssig lesen. Anfangs fand ich es teilweise ziemlich witzig und skurril, aber ich hatte immer Mitleid mit Max. Und anfangs hatte ich auch Mitgefühl mit der Großmutter. Sie hat die Chance genutzt, nach Deutschland zu kommen. Aber in ihrem Kopf und in ihrem Herzen ist sie immer in Russland geblieben. Sie hat übermächtig Angst um ihren Enkel, warum das so ist, erfährt man im Laufe des Buches. Gleichzeitig ist sie aber auch unheimlich tyrannisch. Je mehr die Geschichte fortfährt, desto mehr Verständnis hatte ich für den Großvater und seine Entscheidungen. Das Verständnis für die Großmutter nahm bei mir immer mehr ab. Denn eigentlich verfolgte sie nur ihre eigenen Ziele und die seelischen Verletzungen, die sie erlitten hatte, gab sie noch schlimmer an alle anderen weiter. Ihre Entscheidung ganz zum Schluss war für mich komplett unverständlich. Das Buch halte ich für sehr gut gelungen.
    Murder Swing

    Andrew Cartmel
    Murder Swing (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2019

    Etwas langatmig

    Er nennt sich Vinyl-Detektiv und sucht noch seltenen Schallplatten, um sie dann weiterzuverkaufen. So wird er von einer Frau Namens Nevada angeheuert, um eine ganz spezielle Jazzplatte zu suchen. Die Suche gestaltet sich schwierig, denn sie sind nicht die einzigen. Alle Leute, die mit der Platte irgendwie zu tun hatten, werden nach und nach ermordet.

    Das Buch wird als Thriller bezeichnet. Für mich war es eher ein etwas mittelmäßiger Krimi. Gerade die Anfänge - also der erste Teil mit der Suche nach der Schallplatte - gestalteten sich sehr langatmig. Immer das gleiche: Sie gehen auf einen Markt oder in einen Secondhandshop, durchwühlen endlos Kisten nach Schallplatten und finden ab und zu schon mal etwas. Erst mit dem zweiten Teil geht die Geschichte etwas spannender vorwärts. Ich denke, das Buch ist in erster Linie gut geeignet für Leute, die sich für alte Schallplatten, für Musikgeschichte oder Jazz interessieren. Alles davon ist nicht mein Interessengebiet und von daher fand ich das Buch auch eher mittelmäßig, wenn auch gut lesbar.
    Weiße Fracht

    Gil Ribeiro
    Weiße Fracht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.05.2019

    Lost bleibt gut

    Hochsommer in Fuseta und die letzten Wochen von Lost Leander in Portugal. Denn bald ist sein Austauschjahr zu Ende. Da wird ein Toter gefunden. Ein deutscher Aussteiger, der schon jahrelang in Portugal lebt... und der der Bruder von Losts Vorgesetztem in Hamburg ist. Der Mord hat Parallelen zu Morden in Spanien vor einigen Jahren. Wenig später wird eine ältere Lehrerin ebenfalls ermordet. Wieder gleichen sich die Tatorte, aber es findet sich kein Zusammenhang ...

    Der 3. Teil um Leander Lost gefiel mir noch besser als seine Vorgänger. Das liegt sicher auch daran, dass man inzwischen mit den Besonderheiten vertraut ist und nicht mehr so viele Erklärungen braucht. Es ist ein durchweg ruhiger Krimi mit eher wenig Spannung. Wettgemacht wird das aber wieder durch die wunderbaren Beschreibungen der Portugiesen, ihrer Sitten, des Essens u. ä. Das macht den besonderen Reiz des Buches aus. Das Ende klang leider sehr abschließend. Doch ich hoffe, ich irre mich damit und es gibt eine Fortsetzung.
    Auris

    Vincent Kliesch
    Auris (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2019

    Super und doch schade

    Jula Ansorge wurde vor Jahren vergewaltigt. Der Tat angeklagt wurde ihr Bruder, der sich im Gefängnis das Leben nahm. Seitdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Justizirrtümer aufzuklären. So untersucht sie auch den Fall des Professors Matthias Hegel, genannt Auris, der angeblich eine Prostituierte ermordet hat und dafür im Gefängnis sitzt. Ihr kommen große Zweifel daran. Und bald schon stellt sie fest, dass die Prostituierte jemand ganz anderes war. Doch alle raten ihr, die Finger von dem Fall zulassen.

    Das Buch ist super zu lesen und trotzdem bin ich enttäuscht. Zum einen ist es ein typischer Fitzek. Mit vielen Handlungssträngen, bei denen es eine Menge Überraschungen gibt. Es ist aber auch ein typischer Kliesch. Ein direkter geradlinige Stil, der sehr hohe Spannung aufbaut. Die Figur eines Phonetikers ist sehr interessant, kommt leider in dem speziellen Teil aber auch etwas kurz. Und eigentlich könnte ich mit dem Lob so weitermachen, wenn da nicht das Ende wäre. Es scheint neuerdings groß in Mode zu kommen, dass auch innerhalb von Krimireihen die Fälle nicht mehr wirklich abgeschlossen werden, sondern der Leser geradezu gezwungen wird, auch das Folgebuch zu lesen. Schön für die Spannung, aber insofern ärgerlich für den Leser, denn das Folgebuch erscheint irgendwann in ferner Zukunft und bis dahin hat man vieles vom aktuellen Fall schon wieder vergessen. Daher mein Punktabzug. Irgendwann könnte ich mich auch verärgert entschließen, keine weitere Fortsetzung mehr lesen zu wollen. Denn im nächsten Buch wird ja für die neuen Leser erst mal wieder viel erklärt, was ich dann schon kenne. Ich bezahle also für eine Leistung 2 x.
    So schöne Lügen

    So schöne Lügen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2019

    Werte

    Louise ist 29 und schon einige Zeit in New York. Sie wollte Autorin werden, doch aus den großen Träumen ist nichts geworden. Stattdessen hat sie 3 Jobs, eine heruntergekommene kleine Bude und hält sich gerade so über Wasser. Dann lernt sie Lavinia kennen. Anfang 20, scheinbar steinreich, verkehrt in den gehobenen und hippen Kreisen und macht nichts außer Party, Shoppen und in den Tag hinein leben. Lavinia nimmt Louise überall mit hin und schnell gewöhnt sie sich an dieses Leben. Doch es funktioniert nur so lange, wie sie macht, was Lavinia will.

    Das Buch ist gut lesbar und sehr interessant. Denn es zeigt eine Welt der scheinbar Schönen und Reichen, Angesagten und Wichtigen. Und gleichzeitig zeigt es die Verlogenheit und Hohlheit dieser Welt und vieler Menschen darin. Den geringen Wert diese sogenannten Freundschaften. Und was manche dafür unternehmen, um unbedingt dazugehören zu wollen. Und wie leicht es eigentlich auch ist zu täuschen, denn echte Freunde würden schnell merken, dass etwas nicht stimmt. Es bringt einem zum Nachdenken über die wirklich wichtigen Werte.
    701 bis 725 von 892 Rezensionen
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