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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Tagebuch meines Verschwindens

    Camilla Grebe
    Tagebuch meines Verschwindens (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.10.2019

    Schwächer

    Ormberg ein kleiner Ort und ein Berg gleichen Namens mitten im Nirgendwo. Die Bewohner kennen sich alle untereinander gut. Da gibt es die Legende um ein Geisterkind. Da wurden vor Jahren die Knochen eines Kindes gefunden. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Jetzt findet man dort die Leiche einer Frau. Da sie an der gleichen Stelle gefunden wurde, nimmt man an, dass sie mit dem Kind zusammenhängt. Die Behörden ermitteln, doch dann verschwindet ein Kommissar spurlos.

    Die Beurteilung des Buches ist für mich etwas schwierig. Positiv kann ich anmerken, dass ich die Autorin eigentlich sehr mag und dass sie auch in diesem Buch wieder einen guten und leicht lesbaren Stil gefunden hat. Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, an deren Anfang immer der Name desjenigen steht, der in dem Kapitel in der Ich-Form berichtet.
    Leider ist das Buch allerdings trotzdem in meinen Augen sehr ausschweifend und die Figur der Hanne ist für mich aufgrund ihrer Erkrankung und dem trotzdem möglichen Verbleib ohne Folgen in der Polizei nicht mehr wirklich glaubhaft. Alles in allem fehlt mir vor allem im Mittelteil komplett die Spannung. Ich glaube, hier hätte man mehr draus machen können.
    Heap, J: Welt in allen Farben

    Heap, J: Welt in allen Farben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.10.2019

    Ungewöhnlich

    Nova ist blind. Von Geburt an. Trotzdem kommt sie mit dem Leben gut zurecht, sie arbeitet bei der Polizei als Dolmetscherin, spricht fünf Sprachen und hat eine Freundin. Bis ihr angeboten wird, dass sie durch eine Operation ihre Sehfähigkeit erhalten wird. Nova lässt sich operieren und danach ist nichts mehr, so wie es vorher war. Als Sehende hat sie die größten Schwierigkeiten. Seelisch wie auch körperlich ist sie am Ende. Bei einem Arzt lernt sie Kate kennen. Diese hat ihre eigenen Probleme. Ihr Mann ist Polizist und gewalttätig. Nova und Kate gehen eine Beziehung ein, doch es gibt große Probleme.

    Das Buch ist ungewöhnlich. Es ist gut geschrieben, ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Dabei hätte es die Geschichte um Kate und ihren Mann eigentlich gar nicht gebraucht. Die Geschichte von Nova allein ist schon besonders. Ich habe mir ehrlich gesagt vorher nie Gedanken gemacht, wie es ist, wenn jemand, der blind ist, plötzlich wieder sehen kann. Oder dass man Sehen erst mal erlernen muss. Ich hatte wirklich angenommen, dass es ganz normal und einfach ist wie bei jedem Sehenden. Über die Probleme habe ich nie nachgedacht. Durch das Buch habe ich sehr viel gelernt.
    Tagebuch eines Buchhändlers

    Shaun Bythell
    Tagebuch eines Buchhändlers (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.10.2019

    Interessant

    Shaun Bythell besitzt in einem kleinen Ort im tiefsten Schottland ein Antiquariat. Irgendwann beginnt er, ein Tagebuch über die Erlebnisse in seinem Geschäft zu führen. Dieses Tagebuch veröffentlicht er über ein ganzes Jahr lang. So kann man als Leser miterleben, vor welchen Aufgaben Buchhändler und Antiquariate stehen, welche Probleme sie haben, wie die Zukunft aussieht. Gleichzeitig kann man aber auch erleben, welche Anstrengungen unternommen werden, damit das Buch eine Zukunft hat. Ebenfalls interessant sind die verschiedenen Kundentypen, aber auch seine Mitarbeiter.

    Das Buch ist ziemlich pragmatisch geschrieben, es beginnt immer mit den Online-Bestellungen, wer an dem Tag im Laden gearbeitet hat, mit den jeweiligen Erlebnissen und endet mit dem Umsatz, den die Anzahl von Kunden im Laden getätigt hat. Es gibt einen interessanten Einblick in die Welt des Buchhandels. Mir hat gut gefallen, welche Anstrengungen unternommen werden und welche guten Ideen es gibt, um den Buchhandel zu verbessern und vor allem weiterzuführen. Beim Lesen habe ich mich nur manchmal gefragt, warum der Autor als Arbeitgeber eine ziemliche Niete ist, um es mal drastisch auszudrücken. Denn so ziemlich keiner seiner Angestellten entspricht auch nur im Entferntesten seinen Vorstellungen. Warum hat er das nicht geändert? Also entweder seine Vorstellungen oder seine Angestellten.

    Auf jeden Fall hat der Autor erreicht, dass ich das Buch sehr gern gelesen habe. Und gleichzeitig macht er damit natürlich unheimlich Werbung für sein Geschäft und für sein Bücherdorf. Jeder Tourist, der das Buch kennt und nur annähernd in der Nähe ist, wird sicher jetzt das Geschäft besuchen. Ich wünsche dem Autor noch viele gute Jahre mit seinem Antiquariat und noch viele interessante Bücher.
    Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company

    Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.09.2019

    Weihnachten modern

    Freda bekommt einen eigenartigen Anruf. Und ehe sie zur Besinnung kommt, landet sie mit ihrem Kater Mr. Livingstone am Nordpol. Und der Kater kann sprechen. Sie kommen zur sogenannten Christmas Company, eine Art Konzern des Weihnachtsmanns, der für alle aber „der Chef“ ist. Alle haben mehr als reichlich zu tun, um wie jedes Jahr die Weihnachtswünsche der Kinder zu erfüllen. Dumm nur, dass Computerhacker und böse Wintergeister genau das verhindern wollen. Der Weihnachtsmann bittet Freda und Kater Mr. Livingstone um Hilfe, um das Chaos zu verhindern und die normale Produktion zu gewährleisten. Damit beginnt für alle – denn die beiden begleiten noch ein Engel namens Serafin und ein netter Kobold Jonker – ein großes Abenteuer und eine Reise durch die Arktis mit allen dort möglichen Gefahren.

    Mir hat das Buch super gefallen, denn die Autorin hat so vieles miteinander verbunden, dass man das Buch als Kind, aber auch gut als Erwachsener lesen kann. Zuerst fand ich die Modernisierung von Weihnachten mit einem „Chef“, einer Firma, Computerganoven u. ä. wunderbar gelungen. Das interessiert auch die heutigen computeraffinen Kinder.
    Trotzdem hat sie immer noch viel kindliches Abenteuer, viel Zauber und Magie (sprechende Tiere u. ä.) und viele Weihnachtswesen bzw. historische Figuren untergebracht. Von einigen hatte ich nur in Ansätzen gehört, viele kannte ich überhaupt nicht. Das ist aber kein Problem – im Anhang gibt es genügende (und sehr interessante) Erklärungen dazu.
    Die Gärten von Monte Spina

    Die Gärten von Monte Spina (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.09.2019

    Überrascht

    Toni hat ihren Mann durch einen Unfall verloren und kommt über den Verlust nur sehr schwer hinweg. Sie ist Gärtnerin und erhält die Chance, in England in einem berühmten Garten und Park zu arbeiten. Von dort aus erhält sie eine Empfehlung, um nach Monte Spina zu kommen - eine karge Vulkaninsel vor Lanzarote. Es ist ein kleines einsames Eiland, auf dem nur eine Art Hausmeister, eine Hausdame, eine Köchin und eine weitere Angestellte leben. Der Besitzer der Insel, Max Bror, ist nur zweimal im Jahr für einige Tage dort. Toni nimmt sich des Gartens an und freundet sich auch so langsam mit den anderen Angestellten an. Als Max Bror auf die Insel kommt, ist er wie immer ein ziemliches Ekel. Trotzdem verliebt sie sich in ihn

    Das Buch hat mich überrascht, und zwar im positiven Sinne. Die Beschreibung der Insel und der Menschen ist wunderbar gelungen. Allerdings dachte ich im Mittelteil, das läuft auf so eine übliche kitschige Romanze hinaus. Armes vom Leben gebeuteltes Aschenputtel trifft auf reichen, aber sehr gefühlsarmen Mann und Traumprinzen. Aus ihr wird eine schöne Prinzessin und der Mann wird liebenswert und nett. Genau das passiert aber nicht. Die Autorin beschreibt die Entwicklung sehr genau und verfällt nicht in die Klischees. Allein dafür gibt es von mir die volle Punktzahl.
    Hotel der Magier

    Hotel der Magier (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.09.2019

    Zauberhaft

    Ein Hotel in der „Pampa“ mit Namen „Zur letzten Chance“. Dort arbeitet Seth als Küchenjunge. Hochkarätige Gäste sollen kommen und Seth arbeitet am Essen. Doch einer der Gäste hat eine Allergie und so bereitet Seth ihm ein spezielles Dessert. Das Rezept hat er in einem Buch gefunden. Doch dem Gast bekommt das Dessert nicht, er stirbt daran. War es vergiftet? Hat Seth etwas fasch gemacht? Oder gibt es einen anderen Täter und warum?

    Das Buch ist eine Mischung aus Zauberei und Krimi, kindgerecht aufbereitet und dadurch sehr spannend. Seth ist sympathisch und er bekommt noch Hilfe durch einen sprechenden Kater. Tiere „gehen“ ja immer. Die ganze Geschichte ist gut lesbar, spannend, ohne allzu sehr Angst zu verbreiten, was ich wichtig finde.
    Das Highlight allerdings ist für mich das Cover. Allein für diese schöne Gestaltung mit den liebevollen Details gibt es von mir schon die volle Punktzahl.
    Aufbruch in ein neues Leben

    Linda Winterberg
    Aufbruch in ein neues Leben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.09.2019

    Hebammen


    Berlin 1917. Edith, aus gutem jüdischem Hause stammend, Margot aus ärmlichen Verhältnissen und Luise aus der Provinz lernen sich kennen, als sie sich zur neu gegründeten Hebammenausbildung treffen. Sehr schnell werden die so unterschiedliche jungen Frauen Freundinnen. Die Ausbildung ist schwer und vor allem zeitintensiv und mehr und mehr bekommen sie die Auswirkungen des ersten Weltkrieges zu spüren, wie Kindersterblichkeit, nie genügend zu essen, später auch die Grippeepidemie.

    Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist eine Mischung aus Geschichte und Frauenroman. Man erfährt vieles über die damalige Zeit, die neue Ausbildung und die Zustände, die in reichen wie in armen Familien herrschten. Aber auch darüber, wie die Menschen in der schweren Zeit versuchten, trotzdem etwas Spaß und Freude zu haben. Manche Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, manche haben nicht wirklich Tiefgang und erinnert ein wenig an Kitschromane. Doch in der Mischung insgesamt ist das Buch gut und flüssig lesbar und sorgt neben der Unterhaltung auch für einiges an Wissen.
    Matysiak, M: Spukalarm in der Schokofabrik

    Matysiak, M: Spukalarm in der Schokofabrik (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.09.2019

    Fantasievoll

    Klara zieht mit ihrer Mutter um in eine Siedlung, die ihr eigentlich nicht gefällt, auch wenn die Straßen witzige Namen haben, die eine Süßigkeit beinhalten. Klara vermisst ihre alten Freunde, ihre alte Umgebung. Dazu kommt noch, dass die neue Gegend Schokoladensiedlung heißt, weil es eine alte Schokoladenfabrik gibt. Dort spukt es – jedenfalls ist öfter nachts ein Licht darin zu sehen. Klara lernt bald neue Freunde kennen, die Nachbarsjungen Matti und Theo. Und natürlich sind die Drei neugierig und wollen dem Spuk auf den Grund gehen.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Gedacht ab 8 Jahren sind rund 160 Seiten Text (wenn auch mit schönen Illustrationen) dann für Erstleser schon sportlich. Da die Geschichte aber in viele Kapitel unterteilt ist, kann man sich sicher Häppchenweise ranwagen. Auch zum Vorlesen ist das Buch gut geeignet. Ich fand es eher fantasievoll spannend und nicht so sehr gruselig, was ich aber eher positiv finde. Es geht um Entdeckergeist, um Freundschaft und Hilfe. Kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen.
    Die Stille des Todes

    Die Stille des Todes (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.09.2019

    Fehlt Spannung

    Kommissar Ayala, genannt Kraken, muss zusammen mit seiner Kollegin Gauna mehrere grausame Morde in seiner Stadt aufklären. Immer wird ein Pärchen nackter Menschen gefunden. Sie kennen sich nicht, aber sie sind immer gleich alt. Die Morde habe vor 20 Jahren angefangen. Damals wurde Tasio dafür verurteilt, ein bekannter und beliebter Fernsehmoderator und Archäologe. Sein Zwillingsbruder war bei der Polizei und hat bei der Verhaftung mitgewirkt. Jetzt soll Tasio erstmals Hafturlaub bekommen, als die Morde erneut beginnen. Er ist bereit, mit Kraken zusammenzuarbeiten. Doch sie können den Mörder nicht stoppen, zumal Kraken auch privat einige Probleme hat, denn er verliebt sich in seine Vorgesetzte.

    Die Beurteilung des Buches ist ein wenig schwierig für mich. Vom Stil her ist es sehr gut beschrieben. Sehr ausführlich werden die Sitten und Gebräuche der Stadt und des Umlandes ausgeführt. Das war mir manchmal zu viel, denn in meinen Augen lenkte es von dem Fall stark ab. Insgesamt empfand ich das Buch weniger als einen Thriller, eher als einen soliden Krimi. Durch die eingestreuten Rückblenden wusste man als Leser schon ab etwa Mitte des Buches, wer der Täter ist. Auch die unbedingt notwendige Liebesgeschichte fand ich einfach zu viel. Das Ende birgt zumindest die Überraschung, dass die Person des Täters neu ist, auch wenn man die familiären Zusammenhänge kannte. Alles in allem musste ich mich zumindest in den ersten zwei Dritteln des Buches ein wenig zwingen zum Weiterlesen. Erst das letzte Drittel habe ich flüssig durchgelesen. Alles in allem ist damit das Buch für mich eher Durchschnitt mit Luft nach oben.
    Über die Grenze

    Maja Lunde
    Über die Grenze (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2019

    Einfühlsam

    Die Handlung spielt im Jahr 1942 in Norwegen. Gerda ist 10 und träumt von den 3 Musketieren. Sie möchte auch solche Abenteuer erleben. Das wird sie auch, aber ganz anders als gedacht. Denn Norwegen ist von den Deutschen besetzt und Gerdas Eltern haben in ihrem Haus zwei jüdische Kinder versteckt. Dafür werden sie von der Wehrmacht und den mit ihr kollaborierenden Norwegern verhaftet. Gerade steht erst mal allein mit ihrem älteren Bruder da. Sie will die beiden Kinder nach Schweden zu ihrem Vater bringen. Ihr Bruder ist dagegen, lässt sich aber überreden. Damit beginnt eine Art Reise, die mehr als nur einfache Abenteuer birgt.

    Ich fand das Buch sehr gut sowohl vom Thema her wie auch von der Umsetzung. Jedes Kapitel wird durch kleinere Zeichnungen unterstützt. So sind die Erlebnisse auch noch bildhaft dargestellt. Gut fand ich ebenso, dass die Kinder Kinder bleiben in ihren Entscheidungen, den guten wie den schlechten. Mein Vorschlag wäre allerdings, dass Eltern und Kinder dieses Buch gemeinsam lesen. Denn ich denke, da sollte vieles noch zusätzlich erklärt und erläutert werden. Es werden viele Fragen kommen. Doch unabhängig davon gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung
    Geblendet

    Andreas Pflüger
    Geblendet (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.09.2019

    Abschluss

    Jenny Aaron ist in Behandlung. Es gibt eine Therapiemöglichkeit, um ihr Augenlicht zurückzuerhalten. Doch noch während der Behandlung kommt es zu einem Vorfall, bei dem fast die gesamte Abteilung ausgelöscht wird. Die wenigen noch verbliebenen Mitglieder versuchen, die Verursacherin zu finden. Jenny soll ihnen helfen. Doch damit riskiert sie den Abbruch der Behandlung und für immer blind zu bleiben.

    Der dritte Teil um die blinde Spezialpolizisten Jenny Aaron ist der Abschluss der Reihe. Ich bin ehrlich gesagt froh darüber. Sprachlich ist an dem Buch relativ wenig auszusetzen. Doch für einen Thriller fehlte mir fast durchgehend die Spannung. Ich kam mit dem Lesen nicht so recht vorwärts, weil es unheimlich viele Rückblenden der verschiedensten Protagonisten gab, in denen die jeweiligen Befindlichkeiten beziehungsweise auch Gründe für ihre Arbeit dargelegt wurden. Dazu wurde noch viel über Kampfkunst ausgeführt, teilweise esoterische oder philosophische Weisheiten. Alles zusammen war mir einfach zu viel. Die Teile, in dem es um reine Aktionen gingen, fand ich wesentlich besser und auch leichter zu lesen. Alles in allem war es für mich am Ende ein eher durchschnittliches Buch. Das ist eigentlich schade, denn wie gesagt, der Stil des Autos gefällt mir gut.

    Messer

    Messer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2019

    Harry ist zurück

    Harry Hole ist jetzt wieder ganz unten. Nachdem ihn seine Frau aus dem Haus geworfen hat, verfällt er in seine alten Muster und trinkt sich quasi bis zur Besinnungslosigkeit. Seinen Job bei der Polizeihochschule hat er damit verloren und arbeitet jetzt wieder als ganz einfacher Ermittler bei der Kriminalpolizei. Und bekommt es gleich mit einem alten Bekannten zu tun, denn der mehrfache Vergewaltiger Svein Finne ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Ist er auch der Mörder von Rakel!

    Das neue Buch um Harry Hole hat mir sehr gut gefallen und ich empfand es als eines der besten dieser Reihe. Über die Qualität des Autos muss man nicht viele Worte verlieren. Mir hat aber gut gefallen, dass er Harry wieder zu seiner alten Schwäche und damit aber gleichzeitig zu seiner Stärke zurückgeführt hat. Harry als treusorgender Ehemann und Lehrer ohne Alkohol war auf Dauer nicht mehr der alte Harry. So musste etwas passieren, damit die Reihe nicht in Langeweile versinkt. Das ist dem Autor mit dem Tod von Harrys Frau gelungen. Die weiteren Ermittlungen waren vom Feinsten. Es wird ein Verdächtiger nach dem anderen präsentiert, um fast gleichzeitig wieder entlastet zu werden, und so hat man fast bis zum Ende keine Ahnung, wie die Sache wirklich ausgehen wird.
    Pfeffer, A: Als uns Einstein vom Himmel fiel

    Pfeffer, A: Als uns Einstein vom Himmel fiel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.08.2019

    Thema gut umgesetzt

    Nia und Luke sind seit Ewigkeiten gute Freunde. Und auch ihre Mutter/Vater kennen sich seit Ewigkeiten. Sie sind beide alleinerziehend und beschließen, jetzt zusammenzuziehen und eine Familie zu werden. Anfangs freuen sich die beiden, doch im Alltag ergeben sich schnell Schwierigkeiten. Keiner der beiden steht wie vorher alleinig im Mittelpunkt. Entscheidungen müssen plötzlich abgesprochen werden. Die Eltern wirken etwas überrascht und überfordert. Und die Situation beginnt zu eskalieren.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es beschreibt reale Situationen, die gerade in Zeiten der Patch-Work-Familien so oft vorkommen. Und es wertet nicht, sondern erklärt die Situation kindgerecht. Ein schwieriges Thema – für mich sehr gut umgesetzt. Man kann dem Geschehen problemlos folgen und ist sofort überzeugt von den Abläufen.
    Als Hamster-Fan ist dieser natürlich im Buch für mich das Sahnehäubchen obenauf. Absolute Leseempfehlung von mir.

    Schomburg, A: Die besten Tantenretter der Welt

    Schomburg, A: Die besten Tantenretter der Welt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.08.2019

    Macht Spaß

    Jonas und Fabian leben bei ihrer Tante Erdmute. Die ist etwas verrückt (liebenswert gemeint), denn man hat oft den Eindruck, dass sie nicht lange überlegt und ihre Einfälle gleich umsetzt. So überfällt sie in einem knallroten Kleid eine Bank, denn sie braucht Geld.
    Das geht natürlich nicht so richtig gut. Und so fahren sie relativ rasant mit dem Geld in ein einsames Waldhotel. Doch damit tritt keine Ruhe ein, denn die dort wohnenden Leute sind auch ziemlich speziell. Dann verschwindet ein Briefmarkenalbum und die Polizei schaltet sich ein. So haben die beiden Jungen ziemlich viel zu tun, um die Tante „rauszuhauen“.

    Das Buch ist sehr lustig zu lesen (oder auch vorzulesen). Die Figuren haben viel Fantasie und es ist auch witzig, dass hier die erwachsene Tante kindlicher ist als ihre Neffen. Nicht so gut finde ich die Idee mit dem Banküberfall an sich, auch wenn es sich am Ende gut auflöst. Hier sollte man als Vorleser vielleicht noch ein paar pädagogische Worte fallen lassen. Ansonsten macht das Buch aber einfach viel Spaß.
    Otto

    Dana von Suffrin
    Otto (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.08.2019

    Durchgekämpft

    Otto ist sehr alt und sehr krank. Er ist auf die Hilfe seiner zwei Töchter angewiesen. Doch schon während seines Lebens hat er sehr eigene Vorstellungen davon. Jetzt im hohen Alter und von der Krankheit gezeichnet, tyrannisiert er noch immer die Familie und speziell seine beiden Kinder. Er verlangt von ihnen, dass sie stets und ständig für ihn da sind. Obwohl er genug Geld hat, sollen die Kinder die Haushälterin zum Teil noch bezahlen. Immer wieder erzählt er von seinem Leben und dem Judentum.

    Das Beste am Buch ist das Cover. Das ist jetzt ein wenig von mir überspitzt, doch ich musste mich verbissen schwer durch das Buch kämpfen. Es aus der Sicht der Tochter Timna geschrieben. In kurzen Kapiteln mit völlig unterschiedlichen Anekdoten hintereinander erzählt. Dies allerdings relativ zusammenhangslos, so dass ich oft überlegen musste, wer ist die Person, die da genannt wird. Warum werden manche Details episch ausgewalzt und so das ganze langatmig und langweilig gemacht? Alles in allem hatte ich mir von dem Buch mehr versprochen und auch etwas anderes vorgestellt.
    Im Wald der Wölfe

    Linus Geschke
    Im Wald der Wölfe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.08.2019

    Schwächer

    Jan Römer macht Urlaub im Thüringer Wald. In der Nähe von Frauenwald hat er eine Ferienhütte gemietet und will abschalten. Eines Abends klopft es an der Tür und eine blutüberströmte Frau fällt ihm in die Arme. Sie stellt sich als Hannah vor, doch am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Er beginnt zu recherchieren und stellt fest, dass es im Wald von Frauenwald seit vielen Jahren Morde gegeben hat, die Toten trugen das Brandmal eines Wolfes. Zusammen mit seinen Freunden ermittelt er…

    Im Wald der Wölfe ist der vierte Band um die Journalisten Jan Römer und Mütze. In meinen Augen ist er allerdings der schwächste Band. Anfangs war ich erschrocken über den Stil, einfache Sätze wie aus einem Schüleraufsatz. Das änderte sich dann zum Glück im Laufe des Buches. Außerdem fehlte vor allem im langen Mittelteil fast durchweg die Spannung. Viele Sachen wurden auch mehrfach wiederholt. Was auch in den Vorgängerbänden sehr gut war, wurde hier wiederholt, nämlich der Bezug zu konkreten Orten. Ich habe Verwandte in der Nähe von Frauenwald und kenne die Gegend deshalb ein wenig. Vieles im Buch Genannte konnte ich sofort wieder erkennen.
    Alles in allem hat mich dieser Band ein wenig enttäuscht. Ich gehe davon aus, dass es eine Fortsetzung mit Mütze als Hauptperson geben wird. Ich hoffe, der Autor findet dann zur Stärke der ersten Bände zurück.
    Die letzte Witwe

    Karin Slaughter
    Die letzte Witwe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.08.2019

    Gewohnt gut

    Sara und Will haben frei und die Eltern zu Besuch. Da hören sie in der Nähe Explosionen und verorten das in die Universität. Beide machen sich auf den Weg dahin, als sie unterwegs an einem schweren Verkehrsunfall halten. Der entpuppt sich aber als eine Art Überfall und Sara wird entführt, weil eine Ärztin gebraucht wird. Will kann ihr nicht helfen. Sara landet in einem Art Camp in der Wildnis bei einer paramilitärischen Organisation, die noch größeres plant.

    Die Geschichte ist gewohnt gut. Die Autorin hat einen ansprechenden Stil. Nur am Anfang die ersten Kapitel, die jeweils nacheinander aus Sicht von Sara und Will erzählt werden, haben mich etwas genervt, weil sich dort alles doppelte. Doch da die beiden danach unabhängig voneinander agieren (müssen), kommt das nicht mehr vor. So ist der weitere Fortgang dann nicht immer superspannend, sondern eher inhaltlich erschreckend, da alles sehr nah an der Realität ist. Auch die private Geschichte von Will und Sara geht weiter, wobei mir gefallen hat, dass sie in diesem Buch eher wenig Raum einnimmt, sondern es wirklich in erster Linie um den Fall geht.
    Jagd auf die Bestie

    Jagd auf die Bestie (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.08.2019

    Spannende Jagd

    Lucien Folter ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen und ist wieder unterwegs. Seinen Weg pflastern wie auch vorher schon Leichen. Robert Hunter macht sich erneut auf, ihn zu jagen. Er ist nicht allein. Neben seinem Team sind alle möglichen Behörden an der Jagd beteiligt. Doch der Täter ist nicht nur grausam, sondern auch außer ordentlich intelligent. Und so geht das Katz- und Maus-Spiel weiter. Und wird noch sehr persönlich …

    Das Buch ist ein typischer Carter. Es schließt an einen Vorgängerband an, aber man kann es problemlos lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Die Handlung wird trotzdem klar und deutlich. Wie immer ist es sehr spannend. Die Handlung ist relativ geradlinig, einige interessante Sprünge sind eingebaut. Das Ende deutet auf einen weiteren Band hin, auf den ich mich sehr freue.
    Der Kastanienmann

    Der Kastanienmann (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.08.2019

    Interessant mit Überraschungen

    Dänemark. In Kopenhagen wird die Polizei gerufen, weil auf einem Spielplatz die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Sie wurde gefoltert und man findet in der Nähe eine kleine selbst gebastelte Figur aus Kastanien. Die große Überraschung ist allerdings, dass diese Figur den Fingerabdruck eines jungen Mädchens trägt. Das Mädchen wurde vor einem Jahr entführt und ermordet und ist die Tochter der Sozialministerin. Kommissarin Naia Thulin soll sich um den Fall kümmern. Als Unterstützung erhält sie Mark Hess, einen ausgemusterten Kommissar von Europol. Der will eigentlich so schnell wie möglich zurück zur alten Behörde, reißt sich deshalb bei der Untersuchung des Falles erst einmal kein Bein aus. Doch es bleibt nicht die einzige Leiche.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Trotz seiner relativen Dicke habe ich es ziemlich schnell durchgelesen. Der Stil ist geradlinig, die beiden ermittelnden Hauptfiguren sind stimmig. Spannung ist durchgehend vorhanden. Wobei ich das Buch auch als einen guten Krimi bezeichnen würde. Die Auflösung birgt einiges an Überraschungen. Man merkt deutlich, dass der Autor Drehbücher geschrieben hat. Beim Lesen hatte ich viele Orte direkt vor Augen, ich kann mir eine Verfilmung gut vorstellen.
    Wenn der Bauernhof erwacht

    Wenn der Bauernhof erwacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.07.2019

    Tiere

    Das Buch ist für Kinder ab 2 Jahre gedacht. Dementsprechend dick sind die Seiten, ein Blättern ist auch mit ungeübten Fingerchen möglich. Und auch dementsprechend besteht das Buch in erster Linie aus vielen Bildern und wenig Text.
    Die Bilder sind so gestaltet, dass man die Tiere erkennt (also keine lila Kuh und grünes Schwein). Mir hat ebenso gut gefallen, dass hier die Tiere auf einem Bauernhof vorgestellt werden – absolut wichtig für Stadtkinder, die die Tiere kaum oder höchstens mal im Zoo sehen. Kindgerecht wird gezeigt, wie die Tiere am Morgen aufwachen (unterstützt vom Hahn). Die wenigen Textzeilen lassen sich gut vorlesen und die Stimmen der Tiere können gut nachgeahmt werden. Das ganze Buch ist einfach liebevoll gestaltet.

    An Nachteule von Sternhai

    Holly Goldberg Sloan
    An Nachteule von Sternhai (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.07.2019

    Absolut zu empfehlen

    Bett und Avery sind 12 und leben in den USA, nur eben an genau entgegengesetzten Küsten. Normalerweise würden sie sich nicht kennenlernen, doch ihre alleinerziehenden Väter lernen sich kennen und lieben. Und wollen als eine Familie zusammenleben. Sie stellen sich vor, dass die beiden Mädchen gute Freundinnen werden. Doch die haben ganz andere Vorstellungen. Freundinnen und keinen Fall, eigentlich ist ein Kennenlernen schon zu viel.
    Doch dann beginnen sie, sich als Nachteule und Sternhai E-Mails zu schreiben. Anfangs eher zögerlich und man merkt ihnen an, dass sie eigentlich nichts von der anderen wollen. Doch dann stellen sie Fragen und über die Fragen beginnen sie zaghaft, sich kennenzulernen und immer persönlicher zu werden. Und so kommt am Ende eine Freundschaft heraus.

    Mir ist bei dem Buch zuerst der eigenwillige Titel aufgefallen. Dass fast das gesamte Buch aus E-Mails besteht, war mir nicht klar. Eigentlich mag ich solche Bücher gar nicht, doch hier wurde ich angenehm überrascht. Man merkt natürlich, dass es ein Jugendbuch ist. Die Sprache ist dem angepasst und trotzdem langweilt man sich auch als Erwachsener nicht.
    Was aber für mich noch wichtiger war, ist die Botschaft des Buches – Freundschaft, die auch und gerade zwischen so völlig unterschiedlichen Menschen möglich ist. Schwule Väter – die ganz normal sind. Auch nach der Trennung der Eltern ein vernünftiges Verhältnis. Und das ohne einen erhobenen Zeigefinger, sondern eher subtil verpackt. Ganz toll gelungen.
    Ceviche. Das Kochbuch

    Ceviche. Das Kochbuch (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.07.2019

    Unbekannte Gerichte

    Ich habe mir das Buch ausgeborgt, denn ich hatte vorher noch nie etwas von Ceviche und der peruanischen Küche gehört. Nach dem Lesen bin ich zwiegespalten.

    Positiv ist auf jeden Fall die Aufmachung des Buches, es wirkt einfach, aber auch edel. Die Fotos sind super. Das Buch hat Wiedererkennungswert und ist schon besonders.

    Insgesamt überwiegen die Ceviche-Rezepte, was für mich allein vom Titel her schon okay war. Zusätzlich gibt es noch ein paar andere Sachen, z. B. Nachtisch. Die Rezepte selbst sind in Ordnung, aber meiner Meinung nach sehr speziell und für den teils ungeübten Koch schwierig, allein schon von einigen speziellen Zutaten her. Viele Rezepte hatten neben dem peruanischen auch einen japanisch-(chinesischen?) Einschlag. Alles in allem ist es ein schönes hochpreisiges Buch, für mich aber weniger geeignet.
    Der Gesang der Flusskrebse

    Delia Owens
    Der Gesang der Flusskrebse (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.07.2019

    Anders

    Kya ist 6, als ihre Mutter die Familie verlässt. Sie versteht nicht, dass die Mutter vor dem saufenden und schlagenden Vater flieht. Kurz danach folgen die 3 älteren Geschwister. Nur ihr Bruder Jodie bleibt ein wenig länger und bringt Kya viele Dinge bei. Doch eines Tages geht auch er. So muss sie sich oft allein durchlagen denn der Vater ist meist abwesend und das Geld, was er ihr gibt, reicht nicht. Ihr einziger Schulbesuch dauert einen Tag. Danach geht sie nie wieder hin. Als sie 10 ist, verschwindet auch der Vater. Nur mit Hilfe des Schwarzen Jumpin‘ und seiner Frau Mable schafft es Kya. Doch sie bleibt allein und Außenseiterin.

    Das Buch ist zweigeteilt. Der erste Teil ist berührend, schön und sehr sensibel. Kya ist etwas Besonderes und lebt praktisch in und für die Natur im Marschland. Das hat die Autorin wunderbar beschrieben. Und vor allem glaubhaft. Auch wenn manchmal die Biologin mit ihr zu sehr durchging. Die Personen sind gut gezeichnet, die Handlungen nachvollziehbar.

    Leider ändert sich das im 2. Teil des Buches stark. Hier wurde eine Kriminalgeschichte eingebaut. Es gibt einige Überraschungen und das Ende ist dann für mich leider nicht mehr glaubwürdig.

    Doch trotzdem empfand ich das Buch als sehr gut.
    Atme!

    Atme! (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.07.2019

    Spaltet

    Nile geht mit ihrem Freund Ben einkaufen. Als sie aus der Umkleidekabine kommt, ist Ben spurlos verschwunden. Nile beginnt eine panische Suche und wendet sich in ihrer Not auch die die Noch-Frau Flo. Trotz der bevorstehenden Scheidung und der Differenzen will sie Nile helfen. Doch Nile merkt schnell, dass Flo nicht das hält, was sie verspricht.

    Ich hatte mit dem Buch so einige Schwierigkeiten. Positiv ist auf jeden Fall die Schreibweise. Kurze bis extrem kurze Kapitel machen das Vorwärtskommen leicht. Es herrscht eine hohe Spannung, man will immer sofort wissen, wie es weitergeht. Es gibt auch einige Überraschungen im Verlauf.

    Trotzdem denke ich, dass Buch wird die Leser sehr spalten. Einige werden es einfach genial finden, andere – und dazu gehöre ich- sind eher enttäuscht. Am Ende wollte ich das Buch fast an die Wand werfen mit der Bemerkung: So ein Quatsch. Auch wenn das Ende nicht so war, wie ich es erwartet hatte. Aber eigentlich begannen meine Schwierigkeiten schon auf den ersten Seiten. Eine erwachsene Frau dreht panisch durch, nur weil ihr Freund nicht mehr auf dem Hocker vor der Ankleidekabine sitzt. Und fast sofort denkt sie an Unfall, Entführung und ähnliches – nur weil er nicht sofort ans Telefon geht. Für mich nicht nachvollziehbar. Auch wenn die Reaktion im Laufe des Buches besser erklärt werden. Allerdings zieht sich das ganze so ziemlich durch das Buch. Um meine Meinung ausführlich zu begründen, müsste ich jetzt ganz stark spoilern. Damit würde ich aber anderen Lesern vieles verderben und das möchte ich nicht. Hier kann nur jeder für sich entscheiden. Für mich war das Buch jedenfalls am Ende eher eine Enttäuschung.
    Schreiner, J: One-Pot-Challenge

    Schreiner, J: One-Pot-Challenge (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.07.2019

    Macht Lust

    Ich konnte mir unter einer Challenge im Buch nicht so wirklich viel vorstellen. 3 Köche bekommen die Aufgabe, mit vorgegeben Zutaten ein One-Pot-Rezept zu erstellen. Die vorgestellten Rezepte sind teilweise ausgefallen, aber eben immer auch gut nachzukochen. Die Fotos machen Hunger und Appetit.

    Ich persönlich hätte auf den „Juror“ verzichten können. Die Entscheidungen sind logischerweise subjektiv. Allerdings ist es halt das besondere an dem Buch. Von daher bewerte ich das einfach nicht.

    Insgesamt ist das Buch jedenfalls gelungen. Viele neue und sehr kreative Rezepte, die zum Nachkochen anregen. Tolle Fotos, die alles erkennen lassen. Das Register am Ende ausreichend zum Nachschlagen. Die Rezepte sind anschaulich erklärt und logisch aufgebaut. Zutaten sind immer für 2 Personen gerechnet, so dass man es auch leicht für mehrere Personen variieren kann. Die Rezepte sind ausgewogen in den Zutaten (Reis, Nudeln, Gemüse usw.), für jeden dürfte etwas dabei sein. Mir gefällt die Idee von „einem Topf“ (oder Blech). Von mir also Daumen hoch für das Buch und ich finde es auch gut als Geschenk.
    676 bis 700 von 898 Rezensionen
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