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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Schwestern im Tod

    Schwestern im Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.06.2020

    Spannend

    Kommissar Servaz muss einen Todesfall aufklären. Die Frau eines bekannten Krimiautors wird tot aufgefunden – getötet durch Schlangenbisse. Und Servaz ermittelt und stellt schnell fest: er kennt den Ehemann. Es ist 25 Jahre her und sein erster richtiger großer Fall bei der Polizei. Damals wurden 2 Mädchen gefunden – ermordet. Alles wie in einem Buch des Schriftstellers. Und auch der jetzige Tod stammt aus einem Buch ...

    Das Buch ist eigentlich 2 Krimis in einem. Im ersten Teil wird der alte Fall von vor 25 Jahren aufgerollt und aufgeklärt. Das ist schon spannend. Dann geht es nahtlos zum aktuellen Fall über und dort wird es durch die vielen Wendungen und auch einige Überraschungen nicht langweiliger. Manchmal war mir ein bißchen zu viel Philosophie dabei – das ist man aber bei dem Autor gewöhnt. Die Auflösung des alten Falls war Klasse. Das letztendliche Ende für den aktuellen Fall fand ich vom Motiv her dann nicht ganz so überzeugend.
    Punktabzug gibt es auch für den wieder einmal fehlerhaften Klappentext. Der vermutliche Mörder aus dem Fall vor 25 Jahren sitzt nicht im Gefängnis, sondern hat sich erhängt.
    Alles in allem aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
    Der Knochengarten

    Val McDermid
    Der Knochengarten (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.06.2020

    Solide

    Auf dem Gelände eines ehemaligen Nonnenklosters mit angeschlossenem Waisenheim für Mädchen werden bei Bauarbeiten die Skelette von circa 40 Kindern gefunden. Während die Ermittlungen in diesem Fall anlaufen, findet ein Leichenspürhund die Skelette von acht jungen Männern unter den Gemüsebeeten. Während bei den Kindern die Todesursache nicht festgestellt werden kann, wurden die Männer ermordet. Das ehemalige Team von Carol Jordan muss unter einem neuen Leiter die Fälle lösen.

    Das Buch ist der elfte Fall in der Reihe um Tony Hill und Carol Jordan. Es ist ein solider Krimi, allerdings nicht der beste der gesamten Reihe. Rund ein Viertel des Buches hat mich gelangweilt und ich bin nur langsam in die Geschichte reingekommen. Was auch daran lag, dass neben dem reinen Kriminalfall und dem alten Team die Kapitel ständig wechseln zu Tony im Gefängnis und zu Carol. Ich glaube, jemand der die Vorgängerbände nicht kennt, hat keine große Chance, die Zusammenhänge zu verstehen, zumal noch einige andere Personen aus der Vergangenheit auftauchen. Gerade am Anfang fehlt auch jegliche Spannung. Im weiteren Verlauf des Buches ändert sich das zwar, doch trotzdem sind die eigentlichen Hauptfiguren Tony und Carol stark an den Rand des Geschehens gedrängt. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass die Geschichte auserzählt wurde. Irgendwie kann ich mir die beiden nicht als Privatermittler vorstellen, aber momentan sehe ich eigentlich keine andere Möglichkeit für die Zukunft. Zusammenfassend schätze ich ein, dass das Buch für die Fans der Reihe ein absolutes Muss ist. Leuten, die die Reihe nicht kennen, kann ich es nicht empfehlen.
    Wieso? Weshalb? Warum?, Band 7: Fahrzeuge auf der Baustelle

    Andrea Erne
    Wieso? Weshalb? Warum?, Band 7: Fahrzeuge auf der Baustelle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.06.2020

    Für Jungs

    „Fahrzeuge auf der Baustelle“ ist ein weiteres Buch aus der Reihe Wieso Weshalb Warum. Dieses Sachbuch wird in erster Linie kleine (und große) Jungen ansprechen.
    Es geht um so wichtige Fragen: Was kann ein Bagger alles? Wer bringt den Beton. Welche Maschinen gibt es noch und was machen sie?

    Das alles ist für die kleinen „Leser“ kindgerecht aufbereitet und verständlich rübergebracht. Dazu gibt es große bunte Bilder, auf denen man neben den Maschinen auch viele Kleinigkeiten entdecken kann. Es gibt kurze Texterklärungen, die beim Vorlesen verständlich sind, die zum Nachfragen und weiterem Entdecken anregen. Sie eignen sich auch gut zum Üben für Erstleser.
    Nicht nur dieses eine Buch, diese ganze Reihe ist generell sehr empfehlenswert.

    Kostbare Tage

    Kostbare Tage (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.06.2020

    Und wieder Holt

    Dad Lewis hat nur noch wenige Tage zu leben. Er nutzt die verbleibende Zeit, um sich von seiner Familie, Freunden und Bekannten sowie Nachbarn zu verabschieden, um sich zu erinnern und um zu versuchen, evtl. Fehler zu korrigieren, zu verzeihen und Verzeihung zu bekommen.
    Parallel dazu hat Pastor Lyle Probleme mit seiner Gemeinde und seiner Familie.

    Das Buch ist wie viele dieser Reihe eine Art Episodengeschichte. Fein und leise beschrieben. Bei Lesen fragt man sich, was man selbst in dem Fall machen würde und ob man einiges nicht besser eher korrigiert, weil man nicht wirklich weiß, wie viele Tage man hat. Aber es wird nicht nur das Sterben beschrieben, sondern auch ganz alltägliche Sachen. Das Verschwinden eines Kindes, das sich verlaufen hat. Hilfe unter Nachbarn oder einfach ein schöner Nachmittag. Jeder findet etwas anderes, was ihm kostbar ist.
    Trotzdem bin ich manchmal mit dem Buch nicht ganz warm geworden, die Sprünge innerhalb der Geschichten waren mir oft zu groß. Ich kann nicht einschätzen, ob es daran lag, dass ich nicht alle Vorgängerbücher kenne. Eine weiteren Punktabzug gibt es noch für die sehr eigenwillige Verwendung der wörtlichen Rede bzw. der dazu komplett fehlenden Zeichensetzung.
    Dietl, E: Billy mit den Bambusbeinen

    Dietl, E: Billy mit den Bambusbeinen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.06.2020

    Süß und wichtig


    Billy ist ein an sich lustiges junges Insekt mit kleinen Flügeln, einem langen Rüsselchen und noch längeren Beinen. Doch gerade damit hat er so seine Probleme. Als er nämlich erstmals ohne seine Eltern unterwegs ist, stellt er fest, eigentlich sind alle Insekten anders als ehr. Da hat jemand rote Flügel und schwarze Punkte, da kann jemand ganz toll hüpfen oder hat wunderschöne große Flügel. Und so wird Billy traurig, denn er hat das Gefühl, alle anderen sind schöner oder können etwas besser als er – nur er kann nichts so richtig. Doch dann trifft er einen kleinen Käfer – mit ganz kurzen Beinen. Und der wiederum erzählt ihm, dass er auf Billys Beine so neidisch ist, weil er so viel damit machen kann.

    Das Buch ist für 4-jährige Kinder gedacht und in Reimform geschrieben. Das hat mir gut gefallen. Denn neben dem reinen Vorlesen eignet sich das auch gut, um eine Art kleines Gedicht zu lernen. Die schönen Bilder dazu laden regelrecht zum Entdecken ein. Pädagogisch kommt natürlich dazu, dass die Kinder so auf nette und eher nebensächliche Art lernen, dass es unwichtig ist, wie jemand aussieht oder was jemand kann – es wird immer Vor- und Nachteile geben und es ist nicht gut, wenn alle gleich sind.
    Schwarzer August

    Gil Ribeiro
    Schwarzer August (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.06.2020

    Portugal mit Humor

    Lost ist zusammengezogen mit der Schwester seiner Chefin. Und er ist glücklich. Da explodiert ein Auto vor der örtlichen Bankfiliale. Es gab nur Sachschaden. Die Ermittlungen kommen nicht recht voran, als Tage später 3 Schiffe ebenfalls explodieren. Wiederum nur Sachschaden. Doch die Serie hört nicht auf und es kommen Personenschäden dazu. Und dann auch noch die Forderungen des Attentäters.

    Wie immer geht es in der Serie nicht um den reinen Kriminalfall. Vielmehr gibt es Beschreibungen von Land und Leuten, diversen Eigenheiten und natürlich der Küche. Ich kenne alle Teile der Reihe. Rein vom Kriminalfall her fand ich diesen Teil nicht so interessant. Das Besondere ist natürlich Lost. Und mir hat seine Entwicklung in diesem Teil gefallen. Es gab Stellen, da habe ich laut gelacht. Dieser trockene Humor ist genau meiner. Mir hat aber gut gefallen, wie die Besonderheiten eines Aspergers erklärt wurden. Man konnte über ihn lachen, aber es war nie irgendwie abwertend beschrieben. Im Gegenteil: mehr und mehr gewinnt man ihn „lieb“. Und dieser eigene Witz macht das Buch ebenfalls liebenswert.
    Wolff, C: Magier von Paris

    Wolff, C: Magier von Paris (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2020

    Familienstreit

    Claire und Rafael sind Magier. Ihre Väter hatten einen Unfall und jetzt müssen die beiden zusammenhalten, obwohl sie eigentlich gegeneinander kämpfen sollen. Denn ihre Familien Delune und Belleson haben schon seit gefühlten Ewigkeiten Streit miteinander und bekämpfen sich. Doch das kann so nicht weitergehen, denn jetzt gibt es noch einen Gegner in Paris.

    Die Geschichte erinnert natürlich stark an Romeo und Julia. Da das Buch aber für 10-jährige Leser gedacht ist, werden diese mit Shakespeare noch nicht viel anfangen können. Und so gesehen ist es eine interessante Abwandlung. Zumal man hier auch die anderen Familienangehörigen kennenlernen darf, wenn auch auf ungewöhnliche Weise. Denn eigentlich sind sie ja tot, aber als Magier leben sie quasi als Geister weiter. Einige davon sind schon sehr speziell oder habe spezielle Vorlieben. Das macht das ganze teilweise sehr witzig.
    Der Kampf untereinander und gemeinsam gegen den einen Magier und die Gründe für die Familienfehde sind interessant. Für meine Begriffe manchmal allerdings vom Stil her nicht so richtig spannend.
    Das Cover möchte es noch erwähnen, ich finde es gut gelungen. Ebenso die Illustrationen im Buch.
    Scheller, A: Ravensb. Exit Room Rätsel: Gefangen in der Burg

    Scheller, A: Ravensb. Exit Room Rätsel: Gefangen in der Burg (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2020

    Gute Beschäftigung

    Das Buch enthält – ähnlich aufgebaut wie Escape Rooms – zwei Rätselgeschichten, die aber miteinander verbunden sind. Es zählt zu einer Reihe ähnlicher Bücher, die nur an verschiedenen Orten spielen. Gedacht ist es für 8-jährige Rätsler. Ich denke, das ist auch die absolute Untergrenze. 1 – 2 Jahre älter kann nicht schaden. Hier geht es um eine Burg, in dem die Rätsel zu lösen sind. Der Leser geht durch eine falsche Tür, diese fällt zu und damit ist er gefangen und muss sich irgendwie befreien. Der Aufbau ist gut – man muss die Seiten erst selbst öffnen, die Rätsel sind komplett unterschiedlich. Manche sind einfach, was das Frustlevel klein hält. Manche sind anspruchsvoll, so dass auch Zeit in Anspruch genommen werden muss. Dazu sind verschiedenen Materialien zu nutzen – sei es Schere, Stifte, Kleber. Ist man durch – kann das Buch naturgemäß kein zweites Mal benutzt werden. Dies in Verbindung mit dem Preis von 13 € gibt für mich den Punktabzug.
    Ansonsten ist es ein liebevoll gemacht, schöne Bilder, gute Ideen, kindgerechter Text. Am Ende gibt es eine Auflösung und eine Art Wertung, wie gut man war. Mir gefällt auch, dass sich die Kinder damit sowohl allein befassen können, dass man aber das ganz auch als Familie oder als Team mit mehreren Personen spielen kann. Ich finde das Buch auch als Geschenkidee sehr gut.
    Löwenberg, U: Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen im Fun

    Löwenberg, U: Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen im Fun (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2020

    Gute Beschäftigung

    Das Buch enthält – ähnlich aufgebaut wie Escape Rooms – zwei Rätselgeschichten, die aber miteinander verbunden sind. Es zählt zu einer Reihe ähnlicher Bücher, die nur an verschiedenen Orten spielen. Gedacht ist es für 8-jährige Rätsler. Ich denke, das ist auch die absolute Untergrenze. 1 – 2 Jahre älter kann nicht schaden. Hier geht es um einen Funpark (man hätte es sicher auch Kirmes oder Rummel nennen können), in dem die Rätsel zu lösen sind. Der Aufbau ist gut – man muss die Seiten erst selbst öffnen, die Rätsel sind komplett unterschiedlich. Manche sind einfach, was das Frustlevel klein hält. Manche sind anspruchsvoll, so dass auch Zeit in Anspruch genommen werden muss. Dazu sind verschiedenen Materialien zu nutzen – sei es Schere, Stifte, Kleber. Ist man durch – kann das Buch naturgemäß kein zweites Mal benutzt werden. Dies in Verbindung mit dem Preis von 13 € gibt für mich den Punktabzug.
    Ansonsten ist es ein liebevoll gemacht, schöne Bilder, gute Ideen, kindgerechter Text. Am Ende gibt es eine Auflösung und eine Art Wertung, wie gut man war. Mir gefällt auch, dass sich die Kinder damit sowohl allein befassen können, dass man aber das ganz auch als Familie oder als Team mit mehreren Personen spielen kann. Ich finde das Buch auch als Geschenkidee sehr gut.
    Der Sommer der Islandtöchter

    Der Sommer der Islandtöchter (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2020

    Nett

    In dem Buch geht es um Hannah, die zusammen mit ihrem kleinen Sohn Max nach Island kommt, um dort ein Jahr zu verbringen und die Trennung von ihrem Mann zu verarbeiten. Sie hilft in einem kleinen Café und lernt den Handwerker Jon kennen und verliebt sich in ihn.
    40 Jahre vorher ist ihre Mutter Monika ebenfalls auf Island gewesen und der Urlaub endet ganz anders, als sie sich ihm vorgestellt hat.

    Die Geschichte ist ganz nett. Sie lebt davon, dass sie auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Man erfährt einiges über die Landschaft und die Sitten in Island. Wie immer ist eine Familiengeschichte mit viel Dramatik dabei, die sich am Ende in Wohlgefallen auflöst, wie es das Genre scheinbar verlangt. Ansonsten stellt das Buch keine größere Herausforderung vom Inhalt her. Es ist gut lesbar, ein nettes Sommerbuch. Nicht mehr und nicht weniger.
    Ich bleibe hier

    Marco Balzano
    Ich bleibe hier (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    25.05.2020

    Zweigeteilt

    In dem Buch geht es um die Geschichte der beiden Dörfer Graun und Reschen in Südtirol in der Zeit von etwa 1920-1950. Erzählt wird alles von der Lehrerin und Bäuerin Trina an ihre verschwundene Tochter. Besonders geht es aber um die Zeit ab 1939, als die Menschen sich entscheiden mussten, ob sie nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz ziehen, um Deutsch bleiben zu können. Oder ob sie in ihrer Heimat bleiben, aber damit Italiener 2. Klasse werden . Der Krieg kommt dazu und danach der Kampf gegen den Bau eines Stausees, der beide Dörfer vernichten wird.

    Für mich ist die Beurteilung des Buches zweigeteilt. Zum einen ist da die historische Geschichte, die interessant, aber auch sehr berührend und aufwühlend ist. Das Buch hat mich neugierig gemacht und ich habe mehr über die Hintergründe recherchiert.
    Gleichzeitig fand ich aber den Stil nicht so gut, eher kalt und irgendwie emotionslos geschrieben. Mehr wie ein Bericht, ohne Wertung und ohne Gefühl, fast wie ein Protokoll.
    Einen weiteren Punktabzug gibt es für mich wieder einmal für den Text auf der Rückseite des Buches. Da wird das ganze so dargestellt, als ist Trina DIE Widerstandskämpferin gegen alles. Dabei ist sie es nur am Anfang, als sie den Kindern heimlich Unterricht gibt. Danach ist sie eigentlich mehr als passiv und schließt sich eher ihrem Mann an. Dieser will nicht wegziehen, also bleibt sie auch. Dieser desertiert, also geht sie mit. Dieser kämpft gegen den Stausee. Sie ist die ganze Zeit eher eine Art Mitläuferin.
    Martin, N: Raffael - Das Lächeln der Madonna

    Martin, N: Raffael - Das Lächeln der Madonna (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.05.2020

    Gelungen

    Das Buch beschreibt das Leben des Malers Raffael vom etwa 17. Lebensjahr bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1520. Seine Ausbildung, seinen erst langsamen, aber dann nahezu unaufhaltsamen Aufstieg zu einem der besten. Maler seiner Zeit. Dabei schafft es der Autor, den Maler als Mensch darzustellen, gleichzeitig aber auch die wichtigsten politischen Ereignisse dieser Zeit aufzuzeigen, ohne zu langweilen. Er macht bekannt mit weiteren berühmten Künstlern, wie Michelangelo oder da Vinci. Aber noch mehr haben mir die - teilweise fiktiven - Nebengestalten gefallen. Hier wurden mehr Facetten erreicht, als bei den bekannten Leuten.
    Ich habe schon Bilder von Raffael im Original sehen dürfen, aber nach dem Lesen des Buches werde ich sie mir jetzt erneut - und mit anderen Augen - ansehen. Raffael wurde in vielen Büchern oft als Schönling und eher seichter Maler beschrieben. Jetzt habe ich ein anderes Bild von ihm.
    Harel, M: Monty, Castor und der Findelfuchs

    Harel, M: Monty, Castor und der Findelfuchs (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.05.2020

    Liebenswert


    Waschbär Monty und Biber Castor wohnen auf einer Verkehrsinsel. Es geht ihnen ganz gut, aber irgendwie wollen sie mehr und so wächst die Sehnsucht nach dem Stadtpark, in dem es angeblich allen gut geht. Ausreichend Futter auf jeden Fall. Dann finden sie einen kleinen Fuchs. Foxi will unbedingt in diesen Stadtpark und die beiden Freunde sind der Meinung, er ist zu klein, um dorthin allein zu kommen. Also gehen sie mit. Und so beginnt für die 3 unterschiedlichen Freunde eine ganz spannende Reise.

    Das Buch ist sehr liebenswert. Die drei unterschiedlichen Tiere sind auch völlig unterschiedlich in ihrer Art. Monty ist brummelig und auch ein wenig arrogant. Doch im Ernstfall ist er eben auch sehr hilfsbereit. Castor dagegen ist so etwas wie der „Vater“ der Gruppe -s ehr fürsorglich, sehr achtsam und manchmal in dieser Richtung ein bißchen zu sehr. Und Foxi quasi als „Kind“ ist abenteuerlustig, schlau, aber auch manchmal zu wagemutig und denkt nicht bis zum Ende.
    So ergänzen sich die drei ausgezeichnet und es entsteht eine wunderschöne und liebenswerte Geschichte über eine Freundschaft. Unterlegt mit ebenso liebenswerten Zeichnungen eignet sich das Buch hervorragend zum Vorlesen, wird aber auch Erstleser begeistern können.

    Szillat, A: Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle (Eddie

    Szillat, A: Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle (Eddie (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.05.2020

    Herrlich schräg

    Eddie – also eigentlich korrekt Graf Edward – ist gerade 299. Jahre alt geworden. Naja, theoretisch. Denn er ist schon lange tot – also in der Realität. Gestorben ist er mit 10. Da wurde er als Junge von den Müller-Söhnen in den Burggraben geworfen. Die folgende Krankheit hat er nicht überstanden. Das Endergebnis ist allerdings, dass er seitdem als Gespenst auf der heimischen Burg unterwegs ist und sich dort gut eingerichtet hat. Er fühlt sich wohl, zaubert ab und zu mit mäßigem Erfolg und hat auch eine nette Freundin: Tilla, die Fledermaus. Liebenswert, aber extrem kurzsichtig, was ihr einige Unfälle beschert.
    Doch mit der Ruhe ist es vorbei. Die Menschen fallen ein und aus der verschlafenen Burg soll eine Schule werden. Eddie ist entsetzt. Seit seinem frühen Tod hat er ein Trauma bezüglich Kindern zurückbehalten. Und jetzt will er mit aller Macht verhindern, dass es wieder Kinder in seinem Reich gibt.

    Das Buch ist einfach herrlich schräg. Da ist eine liebenswerte Fledermaus und ein eigentlich am Ende auch liebenswerter Geist, der sich umstellen muss und so nach und nach lernt, was Freundschaft bedeutet und dass man alte Gewohnheiten und Ängste ablegen muss, um etwas neues zu bekommen.
    Die Kapitel sind für Erstleser ab 8 Jahren in der richtigen Länge. Geübte Leser kommen schnell weiter, weil es genug Spannung gibt. Nicht so geübte Leser können sich auch an den Zeichnungen festhalten. Für mich ist das alles eine sehr gute Mischung und es gibt eine Leseempfehlung.
    Löwenberg, U: Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen auf de

    Löwenberg, U: Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen auf de (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2020

    Gute Beschäftigung

    Das Buch enthält – ähnlich aufgebaut wie Escape Rooms – zwei Rätselgeschichten, die aber miteinander verbunden sind. Es zählt zu einer Reihe ähnlicher Bücher, die nur an verschiedenen Orten spielen. Gedacht ist es für 8-jährige Rätsler. Ich denke, das ist auch die absolute Untergrenze. 1 – 2 Jahre älter kann nicht schaden. Hier geht es um eine Insel, auf der die Rätsel zu lösen sind. Man landet durch einen Sturm ungewollt dort. Der Aufbau ist gut – man muss die Seiten erst selbst öffnen, die Rätsel sind komplett unterschiedlich. Manche sind einfach, was das Frustlevel klein hält. Manche sind anspruchsvoll, so dass auch Zeit in Anspruch genommen werden muss. Dazu sind verschiedenen Materialien zu nutzen – sei es Schere, Stifte, Kleber. Ist man durch – kann das Buch naturgemäß kein zweites Mal benutzt werden. Dies in Verbindung mit dem Preis von 13 € gibt für mich den Punktabzug.
    Ansonsten ist es ein liebevoll gemacht, schöne Bilder, gute Ideen, kindgerechter Text. Am Ende gibt es eine Auflösung und eine Art Wertung, wie gut man war. Mir gefällt auch, dass sich die Kinder damit sowohl allein befassen können, dass man aber das ganz auch als Familie oder als Team mit mehreren Personen spielen kann. Ich finde das Buch auch als Geschenkidee sehr gut.
    Scheller, A: Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen im Hote

    Scheller, A: Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen im Hote (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2020

    Gute Beschäftigung

    Das Buch enthält – ähnlich aufgebaut wie Escape Rooms – zwei Rätselgeschichten, die aber miteinander verbunden sind. Es zählt zu einer Reihe ähnlicher Bücher, die nur an verschiedenen Orten spielen. Gedacht ist es für 8-jährige Rätsler. Ich denke, das ist auch die absolute Untergrenze. 1 – 2 Jahre älter kann nicht schaden. Hier geht es um ein Hotel, in dem die Rätsel zu lösen sind. Der Aufbau ist gut – man muss die Seiten erst selbst öffnen, die Rätsel sind komplett unterschiedlich. Manche sind einfach, was das Frustlevel klein hält. Manche sind anspruchsvoll, so dass auch Zeit in Anspruch genommen werden muss. Dazu sind verschiedenen Materialien zu nutzen – sei es Schere, Stifte, Kleber. Ist man durch – kann das Buch naturgemäß kein zweites Mal benutzt werden. Dies in Verbindung mit dem Preis von 13 € gibt für mich den Punktabzug.
    Ansonsten ist es ein liebevoll gemacht, schöne Bilder, gute Ideen, kindgerechter Text. Am Ende gibt es eine Auflösung und eine Art Wertung, wie gut man war. Mir gefällt auch, dass sich die Kinder damit sowohl allein befassen können, dass man aber das ganz auch als Familie oder als Team mit mehreren Personen spielen kann. Ich finde das Buch auch als Geschenkidee sehr gut.
    Margos Töchter

    Margos Töchter (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2020

    Schwächer

    „Margos Töchter“ ist der Fortsetzungsband des erfolgreichen Buches „Ab heute heiße ich Margo“. Leider empfand ich ihn insgesamt als wesentlich schwächer. Während im ersten Teil die Figur von Margo sehr kraftvoll ist und die historischen Begebenheiten in die Geschichte gut eingearbeitet wurden, hatte ich bei diesem Buch eher das Gefühl, dass es zuerst eine Liste mit historischen Geschehnissen in Ost- und vor allem Westdeutschland gab und die Geschichte danach darum aufgebaut wurde. Für mich wurde damit mehr Wert auf Sachdetails gelegt, als auf die Figuren selbst. So blieben sie für mich lange Zeit eher blass. Erst ab Mitte des Buches wird die Geschichte ein wenig persönlicher und man kommt den Figuren näher. Es ist immer noch ein gutes Buch, dass die Geschichte Deutschlands in der näheren Vergangenheit verarbeitet. Leider erinnerte es mich oft eher an ein Sachbuch. Daher der Punktabzug.
    Weber, S: Land unter bei Samuel

    Weber, S: Land unter bei Samuel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2020

    Klima

    Samuel muss umziehen mit seiner Familie. Dabei geht es gar nicht so weit weg, er zieht von einem Ende Berlins an das andere, denn sein Vater – der Klimawissenschaftler ist – hat dort eine neue Arbeit bekommen. Und trotzdem ist es für die Kinder eine riesige Entfernung und damit verbunden eine große Veränderung. Samuel, aber auch seine Schwester Kiara, vermissen ihre alten Freunde, die Schule, die gewohnte Umgebung. Allein aufgrund des Berufs des Vaters beschäftigt sich die Familie sehr viel mit dem Klima(wandel). Und so hat Samuel plötzlich eine Art Ziel, als er von der Insel Kiribati hört und den dortigen und künftigen Problemen. Er will helfen und er lernt, dass Hilfe schon mit ganz kleinen Sachen anfangen kann.

    Das Buch ist für Leser ab 9 Jahren gedacht. Es beschäftigt sich kindgerecht mit einem wichtigen Thema. Zum Glück geht es aber daneben auch noch um ganz normale Alltagsprobleme: neue Freunde finden, in der neuen Schule klarkommen, Zoff mit der Schwester.
    Die Kapitel sind kurz. So werden auch kleine Leser, die dies noch nicht so gut können oder wollen, bei der Stange gehalten. Untermalt mit schönen Bildern ist es ein Buch, das ich empfehlen kann.
    Die Mitte ist ein guter Anfang

    Franka Bloom
    Die Mitte ist ein guter Anfang (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2020

    Schade

    Arne macht Eva einen Heiratsantrag. Das kommt mehr als überraschend, denn beide sind schon über 20 Jahre zusammen und haben eine große Tochter. Eva ist 49. Und sie wird nach dem Antrag immer misstrauischer. Warum bekommt sie jetzt um diese Zeit plötzlich einen Antrag? Da muss doch mehr dahinter stecken…

    Das Buch hätte richtig gut werden können. Da ist jemand fast 50 und bekommt noch so langer Zeit einen Heiratsantrag. Da beginnt diese Person, sich tiefe Gedanken über ihr Leben zu machen und was sie davon noch erwartet. Eine Frau sozusagen im besten Alter, das hätte interessant werden können, witzig und mit viel Tiefgang. Doch leider endet diese Phase bereits nach wenigen Zeilen und es beginnt das übliche Hin und Her zur Vorbereitung einer Hochzeit. Immer mehr hatte ich das Gefühl, die handelnden Personen sind Kinder. Andauernde Streitereien über jeden noch so kleinen unwichtigen Mist, ein Benehmen, dass an Pubertierende erinnert. Und damit rutscht das ganze Buch auf ein Niveau, dass leider wieder nur der übliche Durchschnitt ist. Zwar gut lesbar, teilweise auch unterhaltsam, aber eben auch nur Mittelmaß. Schade, das wäre mehr möglich gewesen.
    Wie uns die Liebe fand

    Wie uns die Liebe fand (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.05.2020

    Etwas anderes erwartet

    Ein kleines Dorf im Elsass. Madame Nanon ist 92 und erzählt aus ihrem Leben.

    Allerdings hätte ich vor allem auch nach dem Klappentext etwas komplett anderes erwartet. Da wird in Bezug auf das Elsass auf die Geschichte verwiesen. Doch die Geschichte kommt in dem Buch eher am Rande und nur in ganz kurzen Abschnitten vor. Eigentlich geht es in erster Linie um Dorftratsch. Wer mit wem und warum. Oder warum eben auch nicht. Das ist nicht direkt schlecht geschrieben, es ist gut lesbar und aus der Sicht der Ich-Erzählerin Nanon sogar teilweise richtig humorvoll. Auch das Cover ist passend dazu. Trotzdem hat mich das Buch nicht wirklich mitgenommen. Es fehlt mir irgendwie der Tiefgang. Oder ein Höhepunkt. Alles lief so gleichmäßig vor sich hin, die Figuren blieben eigenartig blass, teilweise wirkten sie komisch. Mehr und mehr langweilte ich mich irgendwie dabei. Am Ende ist dann noch ein großer Teil mit Rezepten aus dem Elsass. Alles in allem mein Fazit: man kann das Buch lesen, aber ich würde es nicht direkt empfehlen.
    Pandatage

    Pandatage (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.04.2020

    (Be-)Rührend

    Eine kleine Familie – heile, glückliche Welt. Doch dann stirbt die Mutter bei einem Verkehrsunfall. Vater Danny und Sohn Will bleiben zurück. Jeder trauert für sich. Will spricht seit dem Unfall kein Wort mehr. Danny ist komplett überfordert und versucht, die Familie mit viel Arbeit über Wasser zu halten. Doch auch ein Jahr später hat sich nichts geändert. Nur die Situation ist schlimmer geworden, denn die Mietschulden werden höher und der Vermieter droht. Dann wird Danny auch noch arbeitslos …

    Das Buch ist einfach (be-)rührend. Es ist wunderbar geschrieben, aber ohne auf die Tränendrüsen zu drücken. Man kann sich völlig hineinfühlen und die beiden „Männer“ verstehen. Diese Vater-Sohn-Beziehung ist so gut beschrieben. Doch auch die weiteren Figuren, ob es Dannys Freund und Arbeitskollege ist oder Wills bester Freund Mo. Wobei mir am besten die Szenen mit Danny und Will allein gefielen.
    Einzige Kritik meinerseits bezieht sich auf den Buchrückentext, wo von „saukomisch“ die Rede ist. Ich fand vieles witzig und humorvoll, aber nichts saukomisch. Das wird bei einer Verfilmung sicher anders sein.
    Dem Autor ist auch noch etwas sehr gut gelungen: er schafft es, jede kitschige Situation zu umgehen. So gibt es weder eine große Liebesgeschichte, die alles rettet, noch ein Lottogewinn oder ähnliches. Es gibt eine ungewöhnliche, aber herzliche Lösung am Ende.
    Ich kann das Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen.
    Mehr Achtsamkeit im Alltag

    Mehr Achtsamkeit im Alltag (Div.)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.04.2020

    Hübsch

    Das Tagebuch „Mehr Achtsamkeit im Alltag“ ist ein hübsches kleines Büchlein. In der Einleitung wird darauf hingewiesen, dass man den Alltag stressfreier und gelassener gestalten soll. Dafür bietet das Buch verschiedene Zitate und Denkanstöße sowie kleine Übungen. Ehrlich gesagt, kann ich damit nicht so wirklich viel anfangen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Auffällig am Buch ist, dass es als Tagebuch verwendet keinerlei Daten oder Einteilungen hat. Man kann also so viel einschreiben und so oft, wie man möchte. Man ist in keinen festen Rahmen gepresst. Die Seiten werden immer wieder unterbrochen durch wunderschöne mandalaähnliche Malereien. Die Seiten selbst sind angemessen dick. Ich denke, man kann sowohl mit Kuli wie mit Tinte schreiben. Ich konnte es nicht ausprobieren da ich das Buch nicht behalten möchte. Ebenfalls gut gefallen hat mir das Lesebändchen und der Gummi außen sowie am Ende eine Art kleines Fach für Fotos oder Sammeln von anderen Kleinigkeiten. Den Punktabzug gibt es von mir für den doch etwas dünnen Umschlag. Ich denke, wenn man das Buch öfter und länger verwendet, wird er sich schnell abgreifen.
    Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen

    Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.04.2020

    Wichtig

    „Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen“ ist in meinen Augen ein wichtiges Buch. Gedacht für Kinder ab 10 Jahren erklärt es so ziemlich alles, was man – teilweise auch als Erwachsener – schon immer mal über die Nachrichten, die Sender dazu und auch die Sprecher wissen wollte. Dabei ist der Autorin – die selbst Redakteurin bei einer Nachrichtensendung war – eine Art „Spagat“ gelungen. Sie erklärt das ganze kindgerecht, ohne irgendwie banal oder stark vereinfachend rüberzukommen.

    Mir hat besonders gut gefallen, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Sendern erklärt wurden und auch den Grund dafür. Auch die Interviews mit bekannten Nachrichtensprechern und -sprecherinnen sowohl aus dem privaten wie dem öffentlich-rechtlichen Bereich fand ich richtig gut.

    Dabei gibt es nicht nur den informierenden Text, sondern auch kleine Illustrationen oder einfache Tabellen zur weiterführenden Erklärung. Ebenso immer mal wieder kleine Rätsel für die Kinder – das lockert auf, macht Lust am Weiterlesen und hält auch Spaß am Rätsel selbst bereit.

    Ich halte dieses Buch für definitiv eins der besten Sachbücher in der letzten Zeit für Kinder. Auch ein tolles Geschenk für die kleinen Leser.
    Beute

    Beute (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.04.2020

    Interessanter Politik-Thriller

    Griessel und Cupido bekommen in Südafrika einen neuen Fall auf ihren Tisch. Ein Mann wurde tot neben den Gleisen gefunden. War es Selbstmord oder hat ihn jemand aus dem Zug gestoßen. Die Ermittlungen bringen immer mehr Merkwürdigkeiten zu Tage.
    Gleichzeitig lebt in Frankreich Daniel. Er ist vor Jahren untergetaucht und hat sich ein neues einfaches Leben aufgebaut. Jetzt bekommt er den Auftrag, den südafrikanischen Präsidenten zu töten.

    Das Buch ist ein interessanter Polit-Thriller. Der Autor gibt Einblicke in das heutige Südafrika und die entsprechenden Probleme. Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Frankreich und Südafrika erzählt. Der Strang, der in Frankreich spielt, hat mir besser gefallen. Es liegt sicher auch daran, dass ich besser einschätzen konnte, dass der Autor die Gegend wirklich realitätsnah beschreibt. Ich war dort und habe vieles im Buch wiedererkannt. Auch fand ich einfach spannender, wie der Protagonist mit sich kämpft, ob er den Auftrag ablehnen oder annehmen soll, und was es dafür für Gründe gibt. Die Ermittlungen in Südafrika dagegen fand ich teilweise etwas langatmig beschrieben und dementsprechend zäher zu lesen. Gut gelungen ist die Zusammenführung beider Fälle und ein doch überraschendes Ende.
    Das war mein erstes Buch dieser Reihe. Ich hatte, was die Fälle betrifft, keine Probleme mit dem Verständnis. Allerdings fehlte mir im Privatbereich der Ermittler das entsprechende Vorwissen.
    Alles in allem ein gutes Buch, aber für mich kein herausragendes.
    Helsin Apelsin und der Spinner

    Stefanie Höfler
    Helsin Apelsin und der Spinner (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.04.2020

    Ein besonderes Mädchen

    Helsin ist 8 und ein wenig anders bzw. besonders. Sie muss ihre Gefühle, gleich welcher Art, immer sofort rauslassen. Wenn sie fröhlich ist, dann macht sie die Leute um sich herum ebenfalls fröhlich. Aber wenn sie sich ärgert oder wütend ist, dann gewinnt der sogenannte „Spinner“ die Überhand und sie verliert die Kontrolle. Das passiert, als Louis neu in ihre Klasse kommt und zuerst einmal Helsin ärgert. Er nennt sie „Helsin Apelsin“ und Helsin sieht darauf hin „rot“ und schlägt zu. Nicht die beste Idee von Helsin…

    Der Autorin ist es gut gelungen, Helsin zu beschreiben. Ihre Art „Wutanfälle“ nennt sie Spinner und gibt dem ganzen damit einen kindgerechten Namen. Auch die Beschreibung, was dabei in Helsin passiert, ist gut formuliert und wohl jeder kann sie nachvollziehen bzw. hat sie schon mal so ähnlich erlebt.
    Die Geschichte umfasst dann sehr viel. Sie ist gut geschrieben und mit schönen Bildern unterlegt. Gut geeignet sowohl zum Vorlesen wie auch zum Selberlesen. Gedacht ist es für 8-jährige Leser und sie werden mit dieser gleichaltrigen Hauptfigur und ihren Freunden mitfiebern und sich wiedererkennen können. Dabei gibt es auch lustige und lehrreiche Stellen. Mir hat es gefallen.
    551 bis 575 von 898 Rezensionen
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