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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    Zerrissen

    Zerrissen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.11.2020

    Leider Realität

    Rechtsmediziner Dr. Fred Abel ermittelt wieder. Gleich mehrere Fälle brutaler Gewalt hängen zusammen. Ein kleines Mädchen wird schwerstverletzt, ein Arzt erschossen, ein krimineller libanesischer Familienclan überzieht Berlin mit Drogen und Terror. Und Fred Abel ist persönlich betroffen.

    Warum halte ich dieses Buch für so gut? Zum einen weiß der Autor absolut, worüber er schreibt. Natürlich verbindet er verschiedene reale Fälle zu einem Ablauf, den es so nicht gegeben hat. Aber damit schafft er neben einer sehr guten Spannung immer auch eine aktuelle Studie. Ungeschminkt berichtet er von dem Terror krimineller Clans, mehr als je ein Politiker zugeben wird. Und er schreibt auch darüber, mit welchen Schwierigkeiten die Polizei aus diversen Gründen zu kämpfen hat. Gleichzeitig lernt man aber auch so ganz nebenbei etwas über neue Ermittlungstechniken. Und zu guter Letzt wird man auch noch super unterhalten. Genau diese Mischung macht die Bücher von Michael Tsokos für mich mit zum besten dieses Genres.
    Asterix - Der Goldene Hinkelstein

    René Goscinny
    Asterix - Der Goldene Hinkelstein (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.11.2020

    In Kombination gut

    Troubadix hat sich in den Kopf gesetzt, beim Bardenwettstreit teilzunehmen. Er zweifelt nicht an seinen Sangeskünsten. Alle anderen schon. Und so begleiten ihn Asterix und Obelix, um Schlimmes zu verhindern. Und sie werden auch gebraucht …

    Das „Buch“ ist eher eine großformatige Broschüre, die als Begleitheft zu einem Hörbuch aufgelegt wurde und jetzt wieder aufgehübscht erneut angeboten wird. Es sind die üblichen Zeichnungen, die man von den Asterix-Comics kennt, aber es ist eben kein Comic in der klassischen Form. Stattdessen steht der Text (Asterix sagt … Obelix sagt …) neben den Bildern. Anfangs ist das Lesen etwas ungewohnt und auch eigenartig, doch das änderte sich bei mir nach kurzer Zeit. Sicher auch, weil ich die Zeichentrickfilme im Kopf hatte und da immer auch automatisch die entsprechenden Stimmen. Die Geschichte an sich ist nett und wie üblich müssen die Römer einiges einstecken.

    Parallel dazu hatte ich auch das entsprechende Hörbuch. Hier muss ich sagen, dass mir die Stimme des Asterix-Sprechers nicht so gefallen hat. Bei dem Bardenwettbewerb habe ich aber ob der „guten Stimmen“ und der entsprechend „hochwertigen Lied- und Textauswahl“ Tränen gelacht und kann so überhaupt nicht verstehen, warum Troubadix ausgebuht wurde.

    Alles in allem ist es ein nettes Buch-/Hörbuch, was für Fans sicherlich ein Muss ist. Für alle anderen auch aufgrund des nicht allzu hohen Preises einfach ein schöner Spaß.
    Die zitternde Welt

    Die zitternde Welt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.11.2020

    Luft nach oben

    Ende des 19. Jahrhunderts schafft es Maria, allein und hochschwanger, nach Anatolien/Türkei zu fahren, um den Vater des Kindes zu finden. Zu dieser Zeit ist das etwas absolut Ungewöhnliches, was sie schafft. Auch in Anatolien lebt sie ein für diese Zeit sehr ungewöhnliches Leben. Erst nach dem dritten Kind, welches stirbt, heiratet sie den Vater der Kinder. Bis dahin und auch danach bleibt sie eine starke und sehr eigenwillige Frau.

    Das Buch beginnt ganz stark. Da ist zum einen Maria, die eine interessante Figur ist. Da ist zum anderen die damalige Situation in Anatolien und das Spiel der verschiedenen Mächte, die dort das Sagen haben wollen. Die Einheimischen werden übergangen und als billige Arbeitskräfte gebraucht. Außerdem gibt es eine wunderbare Beschreibung der Natur des Landes. Leider lassen genau diese Stärken im Verlauf des Buches sehr nach. Der erste Weltkrieg greift in das Leben der Familie ein. Sie müssen gegen ihren Willen in ihr Heimatland Österreich zurück, was Maria nie ganz verkraften wird. Ihre Kinder entwickeln sich – mit Ausnahme ihrer Tochter – eher zum schwächeren. Und genau damit beginnt auch das Buch zu schwächeln. Besonders im zweiten Teil gibt es definitiv noch sehr viel Luft nach oben, da hat mich die Geschichte überhaupt nicht mehr mitgenommen.
    Aus dem Schatten des Vergessens

    Aus dem Schatten des Vergessens (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.11.2020

    Stark

    Eine Psychologin wird in Montreal grausam ermordet. Kurze Zeit später verschwindet ein älterer Anwalt, der ebenfalls ermordet aufgefunden wird. Ein Obdachloser begeht Selbstmord, indem er von einem Hochhaus springt. Bei ihm werden die Ausweise der Psychologen und des Anwalts gefunden. Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig...

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mich auch überrascht. In kurzen knappen Kapiteln werden mehrere Geschichten gleichzeitig erzählt. Man hat überhaupt keine Ahnung, wie sie zusammengehören und was das zu bedeuten hat. Dann sind da noch die sehr unterschiedlichen Ermittler Victor und Jacinthe. Man erfährt sehr viel aus dem Privatleben, besonders von Victor. Alles zusammen ist normalerweise etwas, was mich an guten Thriller eher stört. Doch hier ist es anders. Das sehr ungleiche Ermittlerpaar weckt mein Interesse. Sie sind beide auf jeweils ihre Art ein bisschen verrückt, aber auch sympathisch. Es sind Figuren mit Ecken und Kanten. Die Geschichte selbst ist spannend, weil sie neben den sehr brutalen, aber auch außergewöhnlich Morden Verwicklungen in die Politik und die Historie sowohl der USA wie auch der Provinz Québec aufzeigen. Zusätzlich hatte mich vieles an meinen eigenen Besuch in Kanada erinnert. Alles in allem hat mich das Buch sehr überzeugt und ich freue mich, dass es bald eine Fortsetzung geben wird.
    Rache, auf ewig

    Rache, auf ewig (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.11.2020

    Schwächer

    Auf Sylt wird ein Unternehmer auf sehr „kreative“ Art ermordet. Er wird von Bambus durchwachsen. Und er bleibt nicht das einzige Opfer des sogenannten Erlösers.

    Das Buch ist der 3. Teil um das Ermittlerduo Grall und Wyler. Jetzt allerdings arbeiten sie nicht mehr bei der Polizei, sondern haben eine eigene Firma gegründet, der es mehr schlecht als recht geht. Ich empfand diesen Band schwächer als seine Vorgänger. Der Anfang ist spannend und die Mordmethode zwar brutal, aber eben auch neu. Auch die weiteren Morde sind nichts für schwache Nerven. Dazwischen allerdings wirken manche Teile direkt langweilig, in anderen sehr kurzen Kapiteln raste man quasi durch das Geschehen. Die Figuren blieben eher blass, bis auf den Kommissar Kolja. Irgendwie war ich mehr und mehr beim Lesen distanziert. Es hat mich nicht richtig gepackt und die Motive konnten mich nicht wirklich überzeugen.
    Dreck

    William Buford
    Dreck (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2020

    Blöder Titel - gutes Buch

    Der Journalist Bill Buford ist ein über 50-jähriger übergewichtiger Amerikaner, der in seinem Leben schon viele teilweise verrückte Dinge gemacht hat. Nachdem er in Italien die dortige Küche kennengelernt hat, setzt er sich in den Kopf, nun auch noch französisch kochen zu lernen. Das ist aber nicht so einfach, denn mittlerweile hat er neben seiner Ehefrau auch noch kleine Zwillingssöhne. Seine Idee, für ein halbes Jahr nach Frankreich zu gehen, beendet seine Ehefrau sehr schnell. So geht am Ende die ganze Familie nach Lyon. Und aus den geplanten Monaten werden am Ende einige Jahre, die Familie wird in Lyon immer heimischer.

    Mir fällt es ein wenig schwer das Buch zu beurteilen. Das liegt daran, dass es eine Art Mischung aus allem möglichen ist. Da geht es um Bills Familie, da geht es darum, dass er in Frankreich überhaupt erst leben kann. Dann die Probleme, in einer Küche eine Ausbildung zu bekommen und dann dort auch arbeiten zu dürfen. Etwas geschockt war ich von der Art, wie in Frankreich die Ausbildung und die Arbeit in der Spitzengastronomie erfolgt. Gut gefallen hat mir wiederum, wie er die Küche und die entsprechenden Produkte beschreibt. Besonders am Anfang des Buches fand ich die Selbstironie sehr witzig. Alles in allem ein interessanter Einblick in das Leben und hinter die Kulissen der französischen Kochkunst.
    Frostgrab

    Frostgrab (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2020

    Starkes Debüt

    Milla bekommt eine Einladung. Es ist 10 Jahre her, da hat sie gemeinsam mit Freunden und Rivalen an dem Ort in den Bergen als Snowboarderin trainiert, an dem sie sich jetzt alle wiedertreffen sollen. Doch es ist kein so harmloses Wiedersehen, denn es geschehen mehr und mehr eigenartige Dinge. Sie kommen nicht mehr vom Berg runter, der Strom geht weg, das Wasser fällt aus und die Bedrohung scheint immer größer zu werden ...

    Frostgrab ist ein wirklich starkes Debüt. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und jeweils 10 Jahre zurück. Sie wird aus Sicht von Milla erzählt und birgt sehr viel Spannung. Man weiß weder, was in der Vergangenheit wirklich passiert ist, noch was in der Gegenwart abläuft. Zum einen ist da der Ehrgeiz und Wettkampf der Sportler, zum anderen die persönlichen Dinge. Jeder ist irgendwie verdächtig. Jeder hat einen Grund. Jeder traut und misstraut dem anderen. Manchmal geht es ein bisschen zu sehr in die technischen Details der Sportart, die man als Laie nicht wirklich versteht. Aber das stört den Lesefluss nicht.
    Auf jeden Fall würde ich ein weiteres Buch der Autorin lesen.
    Noch Ein Wort zum Cover: es ist richtig gut gelungen und passt zum Buch.
    Baskische Tragödie

    Alexander Oetker
    Baskische Tragödie (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.10.2020

    Ein persönlicher Fall

    Ein kleiner Junge findet am Strand ein mysteriöses Päckchen. Als er den Inhalt probiert, fällt er ins Koma. Es ist reines Kokain. Commissaire Luc Verlain beschäftigt sich mit dem Fall. Doch plötzlich steht er selbst unter Verdacht auf Drogenschmuggel, Entführung und Mord. Er kann nach der Verhaftung fliehen, doch die gesamte Polizei von Frankreich und Spanien sucht ihn. Und auch ein alter Bekannter ist ihm auf der Spur…

    Das Buch ist ein guter Krimi. Wie immer werden die Landschaft und die speziellen Eigenheiten der Menschen sowie das Essen geschickt verpackt. Teile der im Buch erwähnten Gegenden kenne ich persönlich und so hatte ich oft auch direkt die passenden Bilder vor Augen. Anfangs erschien mir die Handlung ein wenig stark konstruiert und teilweise unglaubwürdig. Doch im Verlauf des Buches änderte sich das. Die verschiedenen Handlungen und auch beteiligten Menschen kamen immer mehr zusammen und das ganze bekam einen realistischeren Verlauf. Alles in allem ein weiteres gutes Buch dieser sehr interessanten Reihe.
    Das letzte Licht des Tages

    Kristin Harmel
    Das letzte Licht des Tages (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.10.2020

    Enttäuscht

    Frankreich 1940, die Nazis sind einmarschiert und ein Weingut in der Champagne wird in den Widerstand einbezogen.
    Frankreich 2019, die 99-jährige Amerikanerin Edith kommt mit ihrer Enkelin Liv nach Frankreich und besucht die Champagne.

    Ich fange mit dem Positiven an. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und die kurzen Kapitel wechseln sich ab. Zur Vereinfachung steht über jedem Kapitel noch die Jahreszahl sowie die „Hauptperson“, um deren Sicht es in diesem Kapitel geht. Das alles ist gut lesbar und verlangt überhaupt keine Mühen, kein Nachdenken, keine geistige Anstrengung. Einfache Unterhaltung pur. Das Cover ist schön gestaltet – für das Genre sehr typisch. Passt aber nicht unbedingt zum Inhalt des Buches, speziell zu den Zeiten des II. Weltkrieges.
    Damit bin ich aber schon fertig, denn der Rest ist absolut enttäuschend. Ich habe etwas anderes erwartet, ein Buch mit Tiefgang, der besonders der Zeit des Widerstandes gerecht wird. Statt dessen bekam ich eine – Entschuldigung – Schmonzette (ich verstehe das Lob über die Autorin überhaupt nicht). Da ist Michel, der Weingutsbesitzer, der sich aufführt wie ein hochedler Adliger und eine Frau sucht, die eine dumme Tussi (auch wenn es den Begriff da noch gar nicht gab) ist. Schön aussehend, im Kopf nicht sehr hell – mehr wird nicht verlangt. Und Ines ist genau das. Eltern gestorben, sie lebt bei einer Freundin, die mit ihrem Mann ein Bistro führt. Trotzdem arbeitet Ines nur ab und zu mal mit, wenn sie gerade Geld braucht. Ansonsten führt sie das Leben einer verwöhnten Prinzessin und Michel ist der Mann der Träume, denn sie kann weiterleben, ohne was zu tun. Ein Jahr nach der Heirat ist Frankreich im Krieg und plötzlich verlangt Michel, dass Ines arbeitet. Oh Gott – warum das denn nun? Und sie soll auch noch in kürzester Zeit alles richtig lernen und können, nur keiner gibt ihr die Zeit. Wie realistisch ist das auf einmal? Er dreht total durch, als sie nach einem halben Jahr plötzlich das Auto nimmt und ihre Freundin besucht (mal ganz davon abgesehen, dass mich gewundert hat, dass die Franzosen noch über Jahre ihre Privatautos besaßen, herumfahren konnten und das Benzin auch nicht rationiert war). Nicht dass die Frau am nächsten Tag fehlt – nein, das Auto wird dringend gebraucht. Großer Krach – wie kann sie nur! Und so unrealistisch und so klischeebehaftet geht es weiter. Keine der Hauptfiguren ist ein wenig realitätsnah und sympathisch. Leider kann ich das nicht näher ausführen, ohne zu spoilern.
    Und selbst in der Gegenwart: die Großmutter wird als exzentrisch beschrieben, eigentlich ist sie aber ein ziemliches Ekel. Und die erwachsene Enkelin nimmt alles klag- und widerspruchslos hin. Und dann kommen noch solche Sätze wie: sein Blut tränkte die Erde des Weinberges. Sorry – würg.
    Mit viel gutem Willen und Zugeständnissen an das Genre vergebe ich meine Punkte.
    Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne

    Juliana Weinberg
    Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.10.2020

    Star und Mutter

    Die Reihe „Ikonen ihrer Zeit“ wird im 2. Teil mit Audrey Hepburn fortgesetzt. Die Geschichte beginnt im 2. Weltkrieg und endet in ausführlicher Erzählung mit Silvester 1980. Alles , was danach folgt noch in Audreys Leben folgt, wird nur ganz kurz gestriffen.

    Natürlich war mir der Name Audrey Hepburn bekannt und ihre Berühmtheit als Schauspielerin. Ich kenne sie von einigen Fotos, doch ich habe nur „Robin und Marian“ als Film gesehen und den nicht in so prägender Erinnerung. Alle anderen Filme waren weit vor meiner Zeit. Vor dem Buch hätte ich sofort gesagt, Audrey ist Amerikanerin. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie Europäerin und vor allem Holländerin ist. Erst mit dem Buch lernte ich eine sehr interessante Frau kennen. Es ist gut geschrieben. Natürlich aus Sicht von Audrey, aus Sicht einer Frau, die nie berühmt werden wollte und es doch wurde und damit leben musste und Probleme hatte. Es ist gut lesbar und erzählt auch eine interessante Geschichte. Filmgeschichte, Zeitgeschichte. Ich habe mir oft beim Lesen des Buches parallel Fotos von den Filmen oder den erwähnten Kleidern angesehen, den anderen Schauspielern, den Theateraufführungen. Ich habe bedauert, dass es im Anhang des Buches keine Fotos gab. Doch alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen.
    Final Control

    Veit Etzold
    Final Control (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.10.2020

    Erschreckend

    Mir fällt die Bewertung dieses Buches etwas schwer. Es ist als Thriller gekennzeichnet, doch mir fehlt dafür durchweg die Spannung. Trotzdem war das Buch gut zu lesen, was in erster Linie an den kurzen Kapiteln lag. Doch gerade am Anfang ist es nicht einfach, den verschiedenen Orten der Handlung und den verschiedenen Menschen zu folgen. Außerdem gab es einige – für mich unnötige - Wiederholungen. Ich habe bisher von Veit Etzold ausschließlich normale Thriller gelesen, keine Politikthriller. Die normalen haben mir wesentlich besser gefallen. Etzold weiß allerdings, wovon er schreibt. Es ist erschreckend, wie leicht die Wirtschaft manipuliert werden kann. Auch wenn es in meinen Augen nicht das spannendste Buch ist, ich habe auf jeden Fall unheimlich viel gelernt.
    Was uns verbindet

    Shilpi Somaya Gowda
    Was uns verbindet (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.09.2020

    Zweigeteilt

    Familie Olander muss einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Der 8-jährige Sohn Prem ertrinkt im Pool. Seine Schwester Karina gibt sich die Schuld, weil sie nicht aufgepasst hat. Vater und Mutter fühlen sich schuldig, weil sie arbeiten waren. Die Familie kommt damit nicht klar und zerbricht …

    Mich hat das Buch zweigeteilt zurückgelassen. Die Geschichte an sich behandelt ein wichtiges Thema. Der Verlust eines Kindes ist wohl mit das Schlimmste, was man erleben kann. Und jeder geht anders mit der Trauer um und versucht, diese zu verarbeiten. Das hätte ein richtig gutes Buch werden können, zumal die Autorin alles gut beschreibt. Doch dann kommt das große „Aber“: zum einen ist der Mittelteil ziemlich langatmig. Zum anderen kann ich nicht verstehen, was für eine Mutter das ist. Bei allem Verständnis für die Trauer um den Sohn – danach hat sie sich überhaupt nicht um ihre Tochter gekümmert, die Hilfe so nötig gehabt hätte. Doch sie hat nur sich und ihren Glauben gesehen. Auch das Ende ist ziemlich unrealistisch und vor allem ziemlich schnell auf ein paar Seiten abgehandelt. War der Abgabeschluss so nahe?
    Außerdem hat mich mal wieder der Klappentext aufgeregt. Da wird von 4 Familienmitgliedern gesprochen, die auf eine hoffnungsvolle Zukunft hinarbeiten. Ähh … ein Familienmitglied ist tot. Hoffnungsvolle Zukunft? Auch wenn ich Prem noch mit am sympathischsten im ganzen Buch fand, waren mir seine Teile, wie er – auf einer Wolke, im Himmel, wo auch immer? – die Familie beurteilt, zu abgefahren.
    Daher ist das Buch – leider – alles in allem für mich gerade mal Mittelmaß.
    Ihr Königreich

    Ihr Königreich (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.09.2020

    Guter Beginn

    Königreich — so nennt die Familie Opgard, die jetzt nur noch aus den Brüdern Carl und Roy besteht, ihr Grundstück in Norwegens Bergen, das Land ist nicht viel wert, Landwirtschaft kann man nicht betreiben. Doch Carl will jetzt darauf ein Luxushotel bauen ...

    Das Buch fängt richtig gut an. Durch kleine Einwürfe kommt Spannung auf und man wird eine Weile auf falsche Fährten gelockt. Es hat mit der Reihe um Harry Hole so gar nichts zu tun. Das wäre an sich nicht schlimm, nur hängt die Messlatte eben hoch. Und leider kann das Buch dann nicht mehr mithalten. Ein Mord nach dem anderen geschieht und man fragt sich mehr und mehr, wie sie damit durchkommen. Bei den heutigen Methoden und in so einem kleinen Ort sehr unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass sich alles mehr und mehr in die Länge zieht und am Ende doch recht unglaubwürdig wird. Schade, ich hätte mehr erwartet.
    Und die Welt war jung

    Carmen Korn
    Und die Welt war jung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.09.2020

    Stimmig

    Das Buch beginnt 1950 und endet 1959. Es erzählt die Geschichte dreier Familien, die in Hamburg, Köln und San Remo leben. Sie sind teils miteinander verwandt, teils miteinander befreundet. Nach und nach erweitern sie sich um Schwiegerkinder, Kinder, Enkel und Freunde.

    Es ist noch nicht lange her, da habe ich ein Buch über genau diese Zeit gelesen. Damals hat es mich sehr gestört, dass quasi alle Probleme dieser Zeit in das kleine Buch gepackt worden waren. Es war einfach überfrachtet und teilweise wirkte es aufgesetzt. Hier ist genau das gleiche passiert. Der Krieg ist noch nicht lange vorbei, die Probleme mit den Nazis sind aktuell, der Hass auf zurückkehrende Juden ist vorhanden, Frauen gehören in die Küche und in die Kirche, das Leben wird nur langsam besser. Doch in diesem Buch ist das einfach alles stimmig beschrieben. Diese verschiedenen Themen werden oft eher am Rande und mit Nebenfiguren behandelt, trotzdem sind sie eindringlich vorhanden und trotzdem ist das Buch gut lesbar und eine liebenswerte Familiengeschichte, die aber gleichzeitig nicht in den Kitsch abrutscht. Ich kann das Buch wirklich nur zum Lesen empfehlen und freue mich auf den zweiten Teil.
    Omama

    Omama (Buch)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.09.2020

    Abgebrochen

    Der II. Weltkrieg ist gerade zu Ende – die Russen stehen vor der Tür. Die jungen Mädchen/Schwestern Helga und Inge erwarten sie sehnsüchtig. Denn während die anderen Frauen Angst vor Vergewaltigungen haben, nimmt die schöne Inge quasi jeden Mann, während die hässliche Helga direkt darauf wartet, einen abzubekommen. So beginnt die Handlung des Buches, nachdem man sich durch ellenlange Ergüsse über Mutter- und Großmutterliebe und dem Inhalt oder Nichtinhalt der Windeln eines Babys kämpfen musste. Kann man machen, ist sicher eine sehr eigene Art von Humor. Es war aber nicht meine. Zumal ich mehr und mehr genervt von dem Buch war und es letztendlich abgebrochen habe.

    Ich kannte die Autorin und Kabarettistin vorher nicht. Natürlich habe ich die in letzter Zeit vorkommenden Anfeindungen und Ausladungen mitbekommen, aber ich wollte mir ein eigenes Urteil bilden und habe mich auf das Buch gefreut. Ja, die Autorin kann gut mit Sprache umgehen. Leider verschenkt sie in meinen Augen dieses Talent. Dass sie viel österreichische Begriffe verwendet, die ich zum Teil gar nicht kannte und auch nicht nachschlagen konnte, ist legitim. Sie kommt aus Österreich. Dass sie allerdings in der Geschichte der Oma so gar keinen richtigen Faden hat und quasi bei jeder sich bietenden Gelegenheit über alles Mögliche ausschweifend schreibt, unterbricht jeglichen Fluss und hat mir das Buch total verleidet. Während früher vor allem „Sex sells“ galt, muss man sich scheinbar heute ausgiebig und zu jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit mit den Hinterlassenschaften und deren Konsistenz beschäftigen. Auch nicht mein Humor. Es kommt wirklich nicht oft vor, dass ich ein Buch abbreche. Selbst, wenn es mir nicht gefällt, versuche ich, es auszulesen, um zu verstehen, was der Autor mir sagen will. Doch hier beschloss ich irgendwann, dass es zu schade um meine begrenzte Lesezeit ist.
    So weit die Störche ziehen

    Theresia Graw
    So weit die Störche ziehen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.09.2020

    Gute Familiengeschichte

    Ostpreußen 1939. Ein reicher Gutshof mit einem bekannten Pferdezuchtbetrieb. Dora, die älteste Tochter, wächst behütet und verwöhnt auf. Doch der Krieg beginnt. Sie erhält den ersten Dämpfer, als sie in Königsberg bei ihrem Onkel die Familie versorgen muss. Vater, Bruder, Verlobter ... alle müssen in den Krieg. Doch Dora kann zurück auf den Hof und erlebt dort abseits des Kriegsgeschehens eine Idylle mit relativ wenigen Einschränkungen. Doch das Ende des Krieges naht ...

    Mir hat das Buch über weite Strecken gut gefallen. Die Wandlung der verwöhnten Tochter zu einer pragmatischen, hart arbeitenden Frau ist nachvollziehbar. Die unterschiedlichen Figuren haben Tiefe. Es wird gezeigt, dass es überall gute und schlechte Menschen gibt, unabhängig von der Nationalität. Es wird gezeigt, was Krieg aus den Menschen macht. Mir gab es manchmal ein wenig zu viele Zufälle, was das Zusammentreffen der Menschen betrifft. Doch das ist wohl auch dem Genre geschuldet. Insgesamt ist es ein gelungener Roman über eine schwierige Zeit und den Verlust von Heimat.
    Wer auf dich wartet

    Wer auf dich wartet (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.09.2020

    Nicht durchgehend spannend

    Aidan skypt mit seiner Freundin Zoe, als ein Unbekannter in ihre Wohnung kommt. Aidan kann nicht alles verfolgen, glaubt aber, dass Zoe ermordet wurde. Er wendet sich anonym an die Polizei, kann aber keine Adresse mitteilen. Die Polizei stellt später fest, Aidan und Zoe sind doch eigentlich kein Paar mehr?

    Das Buch wird auf zwei Ebenen erzählt. Zum einen die aktuellen Ermittlungen, die sich mit Kapiteln des letzten Jahres abwechseln, in denen wiederum aber aktuelles berichtet wird. Das war manchmal etwas verwirrend. Ansonsten sind die Figuren fast alle so angelegt, dass sie immer wieder sehr verdächtig wirken. Und zum allergrößten Teil auch komplett unsympathisch. Die Polizisten sind dagegen durchweg sympathisch, auch wenn mich gestört hat, dass im Buch ständig zwischen ihren Vor- und Nachnamen gewechselt wurde. Zum Ende hin wird es spannender, denn da wird in fast jedem Kapitel ein neuer Verdächtiger präsentiert. Ich muss allerdings sagen, dass ich nach rund 2/3 des Buches auf den richtigen Täter getippt habe.
    Raum der Angst

    Raum der Angst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.09.2020

    Ziemlich gut

    Eine Gruppe von verschiedenen Leuten soll an einem wissenschaftlichen Experiment in einem Escape Room teilnehmen. Doch sie kommen nie dort an, stattdessen wird ihr Busfahrer ermordet aufgefunden, der Bus ist leer.
    Eine junge Frau wird entführt ... und trifft später auf die Gruppe der anderen. Und sie landen doch in einem Escape Room. Allerdings beginnt dort ein Spiel auf Leben und Tod.

    Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen. Es ist der Beginn einer Reihe. Die verschiedenen Räume sind gut beschrieben, die Todesarten ziemlich grausam. Das ganze Spiel allerdings ist über weite Strecken spannend. Warum ich trotzdem nicht die volle Punktzahl gebe, liegt daran, dass ich die Motivation des einen Mitspielers nicht verstehe und sie auch nirgendwo erklärt wird. Und dass ich auch nicht ganz die Motivation einer Beteiligten zum Weiterspielen verstehe. Nicht nach dem, was sie alles erlebt hat. Da fehlen mir einige Begründungen. Aber das kann der Autor ja im nächsten Teil noch verbessern oder vielleicht wenigstens erklären.
    Ein Mann der Kunst

    Kristof Magnusson
    Ein Mann der Kunst (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.09.2020

    Herrlich

    Ein Kunstförderverein erbt ein Grundstück, dass allerdings in den nächsten fünf Jahren bebaut werden muss. Man entscheidet sich für ein Museum und versucht, Fördergelder zu bekommen. Dann ist man auf der Suche, welcher Künstler ausgestellt werden soll. Und entscheidet sich für KD Pratz. Bevor ein endgültiges Urteil fällt, macht man eine Wochenendreise zu dem Künstler. Dieser lebt einsam auf einer Burg über dem Rhein und empfängt normalerweise keinen Besuch. Für ein eventuelles Museum macht er eine Ausnahme, doch dann geht alles gründlich schief.

    Das Buch hat mich irgendwie überrascht und ich fand es einfach nur herrlich. Herrlich schräg, herrlich ironisch, sehr witzig. Da werden Kulturinstitutionen auf die Schippe genommen, angefangen von den Fördervergaben bis zu den Leuten, die sich aus welchem Grund auch immer für kunstbegeistert halten und vor allem für kunstverständig. Mit wie vielen Worthülsen und sinnlosen Beschreibungen man Kunst umschreiben kann, hat mich einfach nur sehr amüsiert. Auch die eigentliche Vernichtung von Bildern wird sofort als eine Kunstaktion umgedeutet. Hier hält ein Autor einer bestimmten Menschengruppe einen Spiegel vor. Und das in einem sehr gut geschriebenen Stil.
    Wagner, A: Jahresringe

    Wagner, A: Jahresringe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.09.2020

    Zu viel gewollt

    Jahresringe beschreibt eine Familiengeschichte. Leonore wird als Kind mit dem Ende des 2. Weltkrieges aus Ostpreußen vertrieben. Sie findet in einem Dorf bei Aachen Aufnahme bei einem Bäcker. Doch zum Dorf wird sie nie gehören. Ihr Sohn Paul wird die Bäckerei verkaufen, als das Dorf wegen des Braunkohletagebaus aufgegeben wird. Die Enkel stehen sich feindlich gegenüber.

    Anfangs hat mir das Buch richtig gut gefallen. Der Autor hat eine geraden, aber auch sehr eindrucksvollen Stil und vor allem die Geschichte von Leonore ist beeindruckend geschildert. Leider lässt das dann im Verlaufe des Buches nach. Die Geschichte wird mit großen Auslassungen erzählt, einige Taten erschienen mir nicht wirklich motiviert. Das Verlassen von Pauls Frau ... bis dahin schien die Ehe in Ordnung, doch dann plötzlich wirft sie alles hin? Die Ehe - Ja. Aber die Kinder? Dann wurde so ziemlich jedes Thema angerissen (Nazis, KZ, Naturschutz, Schwule ...) - aber eben nur angerissen und nicht mehr überzeugend. Da war zu viel gewollt. Letztendlich ist es das gute Recht des Autors, wie er Heimat für sich definiert und auf welche Seite er sich stellt. Aber die angeblich so seelenlose neue Siedlung für alles verantwortlich zu machen, ist wohl ein bißchen einfach udn einseitig. Im so seelenvollen alten Dorf wurde Leonore noch nach Jahren als Zugezogenen wie eine Aussätzige behandelt und gemieden, der etwas behinderte Junge schlecht behandelt. Für mich ist das auch keine Heimat.
    Madame Curie und die Kraft zu träumen

    Susanna Leonard
    Madame Curie und die Kraft zu träumen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.09.2020

    Unvollendet

    Das Buch beschreibt die Geschichte - zumindest einen Teil davon - von Marie Curie.

    Es ist an sich gut lesbar und würdigt zumindest in Teilen die Leistungen dieser großartigen Frau und Wissenschaftlerin. Ich hatte vor vielen Jahren schon ein Buch zu diesem Thema gelesen, von daher war mir vieles bekannt.
    Leider hat das vorliegende Buch für mich einige Schwächen. Da ist z. B. der Stil: Marie Curie erzählt ihre Geschichte selbst. Doch statt es in der Ich-Form zu tun, wie es passend wäre, ist sie im ersten großen Teil Mania, später dann Madame Curie. Das schafft dafür mich einen großen unnötigen Abstand zur Hauptfigur.
    Die Hälfte des Buches nimmt die Kindheit und Jugend ein. Das ist interessant und zeigt die Wurzeln und die Entwicklung der außergewöhnlichen Persönlichkeit auf. Der 2. Teil behandelt die Zeit bis zum Tod ihres Mannes. Und damit ist es für mich unvollendet. Im Buch wird dauernd angeprangert, dass Marie Curie als Frau viele Ehrungen und viel Anerkennung für ihre Leistungen verwehrt wurden. Immer wurde alles ihrem Mann oder anderen Wissenschaftlern zugeschrieben. Und dann endet das Buch genau mit dem Tod des Mannes, die nachfolgenden, allein von ihr erbrachten Leistungen werden mit wenigen Sätzen erwähnt. Außerdem klingt es im Buch so, als wäre mit dem Tod von Pierre ihr Leben zu Ende. Auch das stimmt so nicht, wird aber ebenfalls nur mit ganz wenigen Sätzen erwähnt. Schade. Damit wurden ihre Leistungen wieder nur zur Hälfte gewürdigt.
    Das Erbe der Päpstin

    Das Erbe der Päpstin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.09.2020

    Gelungene Fortsetzung

    Freya kommt auf verschlungenen Wegen doch noch nach Rom zu ihrem Großvater Gerold. Der ist der Geliebte des Papstes, also der Päpstin Johanna. Kurze Zeit später sterben beide und Freya will Gerold rächen. Doch das ist nicht so einfach.

    Das Buch ist eine absolut gelungene Fortsetzung des bekannten Romans „Die Päpstin“. Auch wenn ich es nicht so schön finde, das Gerold in diesem Buch schon ziemlich alt ist. Aber die Autorin hat es geschafft, von der alten, sehr bekannten Geschichte nur einen ganz kleinen Teil zu nutzen, um einen neuen eigenständigen historischen Roman zu schaffen, der ein richtig gut lesbarer Schmöker ist. Die Hauptfigur Freya ist eine besondere Frau, doch die entsprechenden Eigenschaften sind gut erklärt und sie wird keiner Überheldin, sondern muss viel einstecken. Wahre historische Begebenheiten sind gut mit der Geschichte verflochten, die Autorin klärt am Ende auch auf, was „passend“ gemacht wurde, so dass man als geschichtsinteressierter Leser in Sachbüchern die Details nachrecherchieren kann. Ich war erst skeptisch, als ich von dem Buch hörte. Doch ich kann es uneingeschränkt zum Lesen empfehlen.
    Geburtstagskind

    Anders Roslund
    Geburtstagskind (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.09.2020

    Anders

    Zana Ist fünf, als ihre gesamte Familie genau an ihrem Geburtstag ermordet wird. Sie werden auf eine sehr spezielle Art erschossen. Kommissar Grens leitet die Ermittlungen. 17 Jahre später steht er in der gleichen Wohnung, er soll einen Einbruch aufklären. Doch die Ermittlungen gehen in eine völlig andere Richtung.

    Das Buch ist völlig anders, als es der Klappentext erscheinen lässt. Ich hatte dadurch zwar etwas anderes erwartet, aber das Buch war trotzdem nicht schlecht. In großen Teilen ziemlich spannend, manchmal etwas zu ausführlich. Ein paar Kürzungen hätten gut getan. Außerdem sind ein paar Sachen passiert, die ein wenig arg unrealistisch waren. Das Ende ist überraschend und bringt alle Fäden wieder zusammen. Mich hat allerdings etwas anderes enttäuscht und gestört. Im Klappentext wird erwähnt, dass es das erste Buch des Autors ist, das unter seinem Namen erscheint. Es wird nirgendwo erwähnt, dass der Autor bereits mehrere andere Bücher in einem Team geschrieben hat, in dem beide Hauptfiguren dieses Buches vorkommen. Leider bezieht sich in diesem Buch vieles auf die Vorgängerbücher. Dadurch fehlen mir einfach zu viele Informationen. Da das aber in meinen Augen eher ein Fehler der Werbeabteilung als des Autors ist, halte ich den Punktabzug in Grenzen.
    Die verstummte Frau

    Karin Slaughter
    Die verstummte Frau (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.09.2020

    Nicht das Beste der Reihe

    Eine junge Frau wird niedergeschlagen und stirbt. Die Ermittlungen bringen nichts, das Team kommt nicht weiter. Bis ein Gefängnisinsasse behauptet, dass er weiterhelfen kann. Er sitzt wegen genau der gleichen Taten ein, doch er behauptet seine Unschuld.

    Das Buch ist nicht das Beste der Reihe. Immer noch solide und routiniert geschrieben, aber ein wenig spannungslos bei der Tätersuche. Die Taten sind heftig. Manchmal dachte ich, es müssen nicht so viele Details sein. Doch anderseits kann man nur so überhaupt erahnen, was diese Frauen durchleiden mussten und bis an ihr Lebensende erleiden werden. Doch das Buch schweift manchmal ein wenig zu weit ab und es geht zu viel um private Sachen. Das hätte gekürzt werden können. Bis etwa zu Hälfte fand ich es manchmal sogar recht langweilig. Dann würde es besser, auch wenn in beiden Erzählsträngen in der Gegenwart und der Vergangenheit keine wirklich Verdächtigen präsentiert wurden. Irgendwann kam dann ein kleiner Nebensatz und der Täter war für mich klar. Hier wurde eindeutig zu viel Spannung verschenkt.
    Krämer, F: Ein ganz alter Trick

    Krämer, F: Ein ganz alter Trick (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.09.2020

    Gute Idee

    Pascal ist in einem Internat in einem Schloss. Doch er fühlt sich dort gar nicht wohl und denkt sich allerhand Streiche aus. Meist sind sie gar nicht so schlimm, doch als er den Rollator einer alten Dame in den See versenkt, ist das Maß voll. Als Strafe muss er in den Sommerferien 4 Wochen im Seniorenheim der alten Dame helfen. Während er sich vor der Zeit und den wohl langweiligen Alten grault, wird er eine Menge Abenteuer erleben.

    Das Buch ist für Leser ab zehn Jahre gedacht und wird wohl auch eher vor allem von Jungen gelesen werden, denn die Hauptperson ist ein Junge, von dem man leider im gesamten Buch nicht erfährt, wie alt er wirklich ist. An sich ist die Idee wirklich gut, einen Jungen für seinen Blödsinn in einem Altersheim helfen zu lassen, damit er die Probleme der Menschen dort mitbekommt. Die Bewohner des Heims sind recht genau beschrieben. Allerdings hat mich etwas gestört, dass man lange Zeit nicht erfährt, warum Pascal in diesem Internat ist. Ich dachte anfangs, dass seine Mutter gestorben ist. Das Ganze wird zwar im letzten Drittel des Buches aufgeklärt, doch bis dahin waren mir einige Reaktionen von Pascal dadurch nicht immer erklärbar. Auch manche Beschreibungen waren für mich nicht nachvollziehbar. So geht Wanda bis zu den Knien in den See, um den Rollator zu finden. Nun ist ein Rollator aber wesentlich höher als nur bis zu den Knien und so erschloss sich die Suche mir nicht wirklich, denn der See war ja auch kein Moor und das Wasser nicht undurchsichtig. Abgesehen von solch kleineren Sachen hat mir das Buch gut gefallen.
    501 bis 525 von 898 Rezensionen
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