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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    892 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Dein ist das Reich

    Dein ist das Reich (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.07.2021

    Schwierig zu lesen

    Deutsche Kolonialgeschichte – hier speziell in Neuguinea – da gibt es nicht viele Bücher außerhalb von Sachliteratur. Umso mehr war ich auf dieses Buch gespannt. Doch um es vorwegzunehmen – ich wurde enttäuscht.

    Die Autorin beschreibt die Geschichte ihrer Großeltern: Marie, Heiner, Linette, Johann (Namen wurden von ihr geändert). Diese werden über eine christliche Mission als Missionare nach Neuguinea, speziell Kaiser-Wilhelms-Land, geschickt. Sie unternehmen die Reise aus ganz unterschiedlichen Gründen. Johann ist überzeugt, Heiner reizt das Land und die Bearbeitung dessen, Marie muss eher unfreiwillig heiraten. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen und jeder der Personen ist anders, teilweise passen sie eigentlich gar nicht zusammen.
    Sie fühlen sich überlegen (dem Zeitgeist entsprechend) gegenüber den „Wilden“, lernen kaum die Sprache des Landes und pochen auf ihre christlichen Überzeugungen. Aus heutiger Sicht – und das Geschilderte ist gerade mal 100 Jahre her – ist es schon erschreckend. Aber damals war es normal. Die Autorin übernimmt das – anfangs war das für mich ungewöhnlich. Doch natürlich wollte sie die damaligen Sichtweisen so authentisch wie möglich schildern.

    Allerdings kommt das alles eher als ein Sachbericht bei mir an. Nicht wie ein Roman. Die Figuren blieben irgendwie „kraftlos“. Die zeitliche Einordnung der wechselnden Kapitel fällt schwer. Das Lesen ist irgendwie zäh und meine Empathie mit den Personen hält sich in engen Grenzen. Dazu werden sehr oft Fotos benannt – und diese dann ganz ausführlich beschrieben. Das fand ich furchtbar ermüdend. Ich musste mich oft zum Weiterlesen zwingen bzw. habe auch Seiten quer gelesen. Das ist schade, denn das Thema ist an sich interessant. Die Umsetzung allerdings – da hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Ich möchte niemanden vom Lesen abhalten, kann es aber auch niemandem empfehlen.

    Viktor

    Judith Fanto
    Viktor (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.07.2021

    Eine Suche

    Holland 1994. Die Studentin Geertje gibt sich einen neuen Namen. Sie nennt sich Judith und will damit auf ihre jüdischen Wurzeln hinweisen. In ihrer Familie ist sie dann so eine Art schwarzes Schaf. Und sie ist nicht das erste in dieser Familie, denn ihre Familie – ursprünglich aus Wien stammend, hatte in den 1920er Jahren dort Viktor, der alles andere als ein gläubiger Jude ist.

    Das Buch beschreibt die Familiengeschichte der Autorin. Das ist gleichzeitig interessant, aber auch berührend. Denn es ist eine typische Geschichte einer jüdischen Familie in der Zeit der Nazis. Diese Familie hat insofern Glück, dass Teile davon eine Ausreise nach Belgien schafften und somit gerettet werden konnten. Trotzdem hat mich das Buch nicht restlos überzeugt. Die Geschichte an sich ist gleichzeitig traurig, wie auch Mut machend. Allerdings hat mir die Umsetzung nur in Teilen gefallen. Die Kapitel wechseln ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Allerdings ist gerade in der Vergangenheit schwierig herauszufinden, in welchem Zeitraum man sich gerade befindet. Es werden oft viele Jahre ausgelassen und man muss ein bisschen raten, wo man gerade ist. Und in der Gegenwart war es für mich nicht immer nachvollziehbar, warum Geertje/Judith unbedingt als Jüdin leben wollte. Die Gründe waren mir nicht richtig klargeworden.
    Das letzte Bild

    Das letzte Bild (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.07.2021

    Zu viel

    1970 findet man in einem abgelegenen Tal in Norwegen die verbrannte Leiche einer Frau. Es wurde nie herausgefunden, wer diese Frau war. Sie erhält den Namen Isdal-Frau nach dem Ort des Verbrechens.
    Erst im Jahr 2014 findet man mit modernen Untersuchungsmethoden heraus, dass die Frau ihre ersten Kinderjahre in der Nähe von Nürnberg verbracht haben muss und sich später dann in Belgien und Frankreich aufgehalten hat. Doch noch immer ist unklar, wer sie ist.

    Das sind die realen Hintergründe des Buches. Die Autorin spinnt um diese Fakten eine Geschichte einer deutschen Journalistin und Autorin namens Eva, die aufgrund eines Fotos der toten Frau eine Familienähnlichkeit mit ihrer Mutter festgestellt hat und sich so auf die Suche nach der Geschichte macht.

    An sich ist beides eine interessante Geschichte. Sowohl der wahre Hintergrund wie auch die Fiktion dazu bergen viel Stoff. Und genau das ist dann auch das Problem. Die Autorin versucht, so viel wie möglich davon unterzubringen. Und die Geschichte dann auch noch mit den Lebensborn-Heimen und den Nazis sowie einem Volkshelden von Norwegen zu verstricken. Dabei wird der Fall in Gegenwart wie in Vergangenheit wie ein Kriminalfall aufgebaut und von allen möglichen Seiten beleuchtet. Und zwar bis in jede kleinste Kleinigkeit hinein. Das machte das Lesen über viele Strecken aufgrund von Wiederholungen und Längen teilweise sehr langweilig. Dann wiederum gab es Abschnitte, die hat man wirklich wie einen Kriminalfall sehr gut lesen können. Dabei blieben die handelnden Personen aber irgendwie unnahbar und dem ganzen Buch fehlten die wirklichen Gefühle. Die Geschichte von Evas Tante ist eigentlich sehr traurig, aber als Leser hat man eher das Gefühl, man liest Protokolle. Von daher fällt es mir schwer, das Buch wirklich zu empfehlen.
    Die Akte Adenauer

    Ralf Langroth
    Die Akte Adenauer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.07.2021

    Ein bisschen wie 007

    Philipp Gerber ist Deutscher, der vor den Nazis mit seiner Familie in die USA floh. Dort trat er der Armee bei und bekämpfte die Nazis. Er blieb in Deutschland in amerikanischen Diensten. Doch 1953 wird er zum BK A abgeordnet. Dort soll er den Mord an seinem Vorgänger aufklären. Gleichzeitig gerät er an brisante Informationen, die einen Mord an einem hochrangigen Politiker beinhalten. Scheinbar haben verschiedene Leute Interesse an seinem Tod. Gerber gerät zwischen alle Fronten.

    Das Buch ist deutsche Geschichte spannend umgesetzt. Am Anfang muss man sich etwas hineinlesen, doch dann nimmt das Ganze rasant Fahrt auf. Philipp Gerber ist eine sympathische Hauptfigur. Durch ihn bekommt der Leser Informationen sowohl über den amerikanischen Geheimdienst, wie auch deutsche Interessen Anfang der 1950er Jahre. Politik ist ein schmutziges Geschäft. Das wurde in dem Buch deutlich klargemacht. Leider ist dem Autor für meine Begriffe bei den spannenden Aktionen ein wenig die Fantasie durchgegangen. Je länger ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl, Philipp Gerber ist eine Art neuer James Bond. Quasi im Alleingang rettet er fast alle und jeden und übersteht das Ganze ziemlich unbeschadet, im Gegensatz zu seinen Gegnern und zu einigen Helfern. Das machte zwar das Lesen leicht, aber irgendwie fühlte ich mich ein wenig veralbert. Von daher erst einmal nur eine durchschnittliche Bewertung.
    Nessensohn, H: Mut. Machen. Liebe

    Nessensohn, H: Mut. Machen. Liebe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.07.2021

    Einfühlsam und hochaktuell

    Paul plant, in Italien eine Art Pilgerweg über Assisi nach Rom zu laufen. Diese Idee ist ihm relativ spontan gekommen und so ist er nicht wirklich darauf vorbereitet. Gleich am Anfang lernt er Liz kennen. Die alte Dame ist über 80, relativ flott beim Laufen und hat ihren ganz eigenen Kopf. Die beiden freunden sich schnell an und Paul erzählt ihr von seinen Problemen und dem ungewollten Outing durch einen Freund. Liz wiederum erzählt die Geschichte von Helmut und Enzo, die in Köln der 1950er Jahre spielt. In einer Zeit, in der Homosexualität noch unter Strafe stand.

    Das Buch ist hochaktuell und gleichzeitig sehr einfühlsam geschrieben. Am Anfang musste ich mich erst einlesen und fand die Jugendsprache von Paul irgendwie bemüht eingesetzt. Doch im Laufe der Geschichte verliert sich das. Und vor allem die historische Geschichte um Helmut und Enzo ist sehr berührend. Sie zeigt feinfühlig, was homosexuelle Menschen damals durchmachen mussten und wieviel zumindest in Deutschland schon erreicht und verbessert wurde, wenn natürlich auch noch nicht alles in Ordnung ist. Das Nachwort geht auf historische und derzeitige Gesetze ein. Das rundet das Ganze noch ab. Aber die Geschichte selbst spricht für sich.

    Nicht ganz so gut gefallen hat mir der Einband des Buches, der aus einer Art dicken Pappe besteht. Das erinnerte mich ein wenig an Billigbücher aus vergangenen Zeiten und rein haptisch gesehen habe ich mich damit nicht so wohl gefühlt.

    Rein inhaltlich allerdings gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Wildtriebe

    Wildtriebe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.07.2021

    Sehr ruhig

    Ein Dorf mit vielen alten Bauernhöfen. So auch der Bethches-Hof, auf dem mehr oder weniger die Großbäuerin Lisbeth den Ton angibt. Sie hält fest an alten Traditionen, trägt die traditionelle Tracht und hat große Schwierigkeiten damit, als ihr einziger Sohn Konrad die Schwiegertochter Marlies auf den Hof bringt. Marlies kommt aus der Stadt und arbeitet in einem Kaufhaus. Sie kann sich nur schwer an das Leben auf dem Dorf und vor allem auf den Bauernhof gewöhnen. Dabei gibt sie sich große Mühe, die entsprechenden Arbeiten zu erlernen. Doch ihrer Schwiegermutter kann sie nichts recht machen.

    Das Buch beschreibt das Leben auf dem Dorf mit allen Vor- und Nachteilen. Und auch das Leben auf einem Bauernhof. Anfangs einer der größten Höfe geht es im Laufe der Zeit durch mehrere selbst und auch nicht selbst verschuldete Entscheidungen immer mehr bergab. Aber vor allem beschreibt das Buch den Konflikt zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter. Es ist ein ständig währender Krieg, doch dabei kommt es nie zu einer Art offenem Kampf. Jeder frisst seinen Frust in sich hinein, sucht sich eine Nische und erledigt seine Arbeit. Gesprochen wird so gut wie nie. Genau das wird auch so beschrieben. In einfachen Sätzen und relativ gleichförmig. Dadurch bekommt man zwar gut vermittelt, wie gleichförmig die Arbeit und das Leben auf dem Hof ist. Aber dadurch entsteht auch beim Lesen nach einer gewissen Zeit Langeweile. Es passiert nicht wirklich etwas, das einem emotional mitgenommen hat. Man beobachtet die Figuren, aber man ist beim Leben von ihnen nicht dabei. Mir waren sie irgendwie völlig gleichgültig. Selbst die Enkeltochter, die etwas aus der Reihe fällt, erweckte keine Sympathie bei mir. Allerdings auch keine Antipathie. Es war mir irgendwie völlig egal, wie es mit der Familie ausgeht. Das empfinde ich eigentlich als schade und auch als Manko des Buches.
    Lady Churchill

    Lady Churchill (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.07.2021

    Interessante Frau

    Über Winston Churchill, den englischen Premierminister, ist viel bekannt und wurde viel geschrieben. Über seine Frau Clementine im Hintergrund fast nichts. Man weiß, dass sich das Ehepaar gegenseitig liebevolle Spitznamen gab, man weiß, dass sie fünf Kinder hatten. Aber man weiß relativ wenig, was Clementine für ihren Mann und England geleistet hat.

    In diesem Buch wird die Geschichte aus Sicht von Clementine erzählt. Man erfährt viel über diese interessante Frau, die schon in jungen Jahren um das Frauenwahlrecht und generell um mehr Rechte für Frauen gekämpft hat. Aus eher einfachen Verhältnissen steigt sie mit der Heirat von Winston Churchill in höchste, auch adlige Kreise auf und muss sich dort behaupten. Das gelingt ihr nach und nach immer besser und sie schafft es, ein eigenes Profil für sich zu finden. Das Buch beschreibt das Ganze sehr gut, schon nach wenigen Seiten ist man mitten im Geschehen und auch gefesselt. Clementine wird hier zwar manchmal etwas überhöht dargestellt und ihr einziges Manko sind die Kinder, für die sie weder genug Zeit, noch Interesse aufbringt. Ob es in echt auch so gewesen ist, weiß niemand so genau. Auf jeden Fall werden ihre Leistungen hier gewürdigt.
    Der Brand

    Daniela Krien
    Der Brand (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.07.2021

    Szenen einer Ehe

    Rachel und Peter wollen auf einer Hütte in Bayern Urlaub machen. Doch diese brennt ab und so nehmen sie das Angebot an, in der Uckermark ein einsames Haus mit Grundstück zu hüten. Der Sommerurlaub soll nicht nur der Erholung dienen, sondern auch klären, ob ihre Ehe weiterhin Bestand haben wird und vor allem wie.

    Das Buch ist sehr gut lesbar und zeigt ohne größere Schnörkel eine Ehe, die am Scheideweg steht. Das Paar lebt 30 Jahre zusammen, hat zwei Kinder großgezogen, hat nach der Wende in guten Berufen Aufstiegschancen und keine materiellen Probleme. Doch irgendwie haben sie das Gefühl, dass sie einander nicht mehr genug lieben. Aber gleichzeitig auch keine Trennung wollen. Das alles ist sehr geradlinig beschrieben und als Leser kann man es völlig nachvollziehen und bekommt direkt und indirekt Lösungsvorschläge und gedankliche Ansätze, die auch für das eigene Leben gültig sein können. Die Autorin ist sehr gut darin, Menschen mit ihren verschiedenen Facetten zu beschreiben. Ihre Bücher zu lesen, ist für mich immer ein Genuss.
    Ausweglos

    Henri Faber
    Ausweglos (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.07.2021

    Spannend

    Noah kümmert sich um die Wäsche, als er plötzlich ein Messer an der Kehle hat und der Angreifer fordert ihn auf, ihn zu seiner Frau zu bringen. Doch Noah hat die Schlüssel der Nachbarswohnung, weil die Bewohner im Urlaub sind. Er geht mit dem Angreifer in diese Wohnung, doch als er wieder zu sich kommt, liegt er neben der ermordeten Nachbarin. Diese wurde verstümmelt und alles deutet darauf hin, dass ein schon lange gesuchter Serienmörder erneut sein Unwesen treibt. Noah ist ein wichtiger Zeuge, doch er kann sich ein wenig erinnern und es hat den Anschein, als weiß er mehr, als er sagt.

    Das Buch ist ziemlich spannend. Es wird aus der Sicht von Noah, seiner Frau Linda, Kommissar Elias und dem Mörder erzählt. Die Kapitel wechseln und so wird die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen vorangebracht. Lange Zeit hat man immer nur das Gefühl, dass etwas nicht stimmen kann. Aber man hat überhaupt keine Ahnung, was es sein könnte. Nicht so gut gefallen hat mir die gesamte Polizei, speziell die Mordkommission. Da war in meinen Augen und in der heutigen Zeit einiges unrealistisch. Die Auflösung des gesamten Falls birgt dann eine ganze Menge Überraschungen. Gerade die letzten Kapitel sind so aufgebaut, dass quasi jedes Kapitel eine neue Lösung bereithält. Und trotzdem ist es nicht das Ende und es gibt immer wieder unerwartete Wendungen. Das macht das Buch sehr gut.
    Raumfahrer

    Lukas Rietzschel
    Raumfahrer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.06.2021

    Genau beobachtet

    Jan arbeitet in einem Krankenhaus in einer Kleinstadt im Osten von Sachsen. Doch das Krankenhaus soll demnächst geschlossen werden. Auch ansonsten hat die Kleinstadt wenig zu bieten. Statt Schule und Sportplatz ein Supermarkt. Kaum Kultur.
    Ein Patient gibt Jan Unterlagen, die scheinbar nachweisen, dass die Familie von Jan mit der Familie des berühmten Malers Georg Baselitz verbunden ist. Doch Jans Vater reagiert nur wütend darauf.

    Dem Autor ist erneut gelungen, durch sehr genaue Beobachtungen den Zustand der Menschen speziell im ländlichen Bereich und kleineren Städten im Osten aufzuzeigen. Verbunden wird das ganze hier mit der Familiengeschichte des Malers Georg Baselitz, aber noch mehr mit dessen Bruder, der im Osten geblieben ist. Während man sich anfangs etwas schwer hineinfindet, nimmt der Verlauf des Buches eine steil nach oben zeigende Kurve. Immer mehr erkennt man die Verbindungen zwischen den einzelnen Personen, aber auch die zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Und genau das ist das Problem. Die DDR-Vergangenheit wird negiert und von außen erklärt. Eine Zukunft im Westen gibt es in diesen Bereichen eher wenig. Die Menschen fühlen sich oft alleingelassen und nirgendwo zugehörig. Genau das beschreibt der Autor ganz klar und deutlich.
    Die Karte

    Andreas Winkelmann
    Die Karte (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.06.2021

    Etwas schwächer als die Vorgänger

    In Hamburg werden Frauen ermordet, qualvoll erstickt und dabei gefilmt. Doch es sind nicht irgendwelche Frauen: es sind Joggerinnen, die ihre Laufstrecken in einer Gruppe öffentlich posten. Das ist die einzige Gemeinsamkeit und die Ermittlungen kommen nur schwer in Gang ...

    Teil 4 der Reihe um Kerner und Oswald greift ein aktuelles Thema auf. Durch das Freigeben vieler Informationen im Internet machen sich die Frauen leicht angreifbar. Das Buch ist sehr spannend. Mir gefällt, dass die Personen eine Entwicklung durchmachen und trotzdem das Private nicht zu sehr im Vordergrund steht. Neue Figuren erhalten mehr Raum. Trotzdem empfand ich das Buch schwächer als seine Vorgänger, was vor allem am Ende lag. Hier hatte ich das Gefühl, das der Abgabetermin nahe lag und es schnell fertigwerden musste. Denn vieles blieb unaufgeklärt. Wo lag das Motiv, die vielen Frauen zu töten? Wieso wurde die Geschichte eines Opfers so breit ausgewalzt, die des Täters aber in ein paar Sätzen zusammengefasst? Für mein Gefühl stimmte damit einiges in der Auflösung nicht.
    Trotzdem ist es ein lesenswertes Buch.

    Nordwestzorn

    Svea Jensen
    Nordwestzorn (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2021

    Guter Krimi

    Kommissarin Anna hat ihre Dienststelle jetzt in St. Peter Ording. Sie fühlt sich dort sehr wohl. Bei der Beschäftigung mit alten Fällen stößt sie auf einen vor 15 Jahren verschwundenen Jungen. Der damalige Leiter eines Jugendcamps ist angeklagt worden, freigesprochen und war dann noch lange Zeit im Ausland. Jetzt ist er zurückgekommen. Und die alten Verdächtigungen kommen erneut hoch…

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um die Soko in St. Peter Ording. Ich würde ihn als absolut guten Krimi bezeichnen. Die Ermittlungen sind solide beschrieben und nachvollziehbar. Die privaten Verhältnisse sind gut einbezogen, nehmen aber nicht überhand. Die handelnden Personen sind sympathisch mit kleinen Schwächen. Die Auflösung ist für mich gut gelungen, aber doch ein wenig zu einseitig. Für genauere Ausführungen müsste ich aber spoilern. Alles in allem kann ich das Buch aber empfehlen. Es ist wie bei einem Regionalkrimi üblich auch gut gelungen, die Umgebung mit einzubeziehen. Wer einmal dort in der Nähe war, wird vieles sofort wieder erkennen.

    Der Nachlass

    Der Nachlass (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2021

    Sehr speziell

    Hedda liegt im Sterben und holt ihre 4 Kinder, deren Partner und die Enkel zusammen, damit der Notar nach ihrem Tod das Testament und damit die Verteilung des millionenschweren Erbes bekanntgeben kann. Doch dieses wird nicht aufgeteilt, sondern es soll an den Gewinner eines Art Wettbewerbes gehen. Während die ersten Aufgaben noch harmlos sind, steigert sich das Ganze zu immer grausameren Sachen. Und die Familie macht nahezu widerspruchslos mit.

    Das Buch ist an sich sehr spannend. Leider auch etwas verwirrend. Die Kapitel springen munter zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, aber auch noch innerhalb der Gegenwart. Auch wenn in der Überschrift eine Zeit angegeben ist, stirbt in einem Kapitel eine Person, um im nächsten putzmunter mitzumachen oder im folgenden ein Kind zu sein. Das empfand ich oft eher anstrengend und irritierend. Überhaupt ist die ganze Familie sehr unsympathisch. Man fragt sich beim Lesen, was da in der Vergangenheit schiefgelaufen oder passiert ist. Denn selbst die Rückblenden beschreiben nur Zustände und erklären nichts. Trotzdem liest es sich gut weg ... bis leider zum Ende, für den es hier den Punktabzug gibt. Die Erklärung und Auflösung sind sehr kurz und für mich nicht wirklich glaubwürdig.
    Die Senfblütensaga - Zeit für Träume

    Clara Langenbach
    Die Senfblütensaga - Zeit für Träume (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2021

    Für Fans von Familiengeschichten

    Metz 1908. Emma stammt aus einer kleinbürgerlichen Familie und möchte studieren. Doch schon der Besuch einer Vorlesung als Gast endet mit einem Fiasko. Auch die Eltern halten gar nichts davon und vor allem die Mutter sucht verzweifelt nach einem reichen Mann für Emma. Die allerdings verliebt sich in Carl. Sohn eines Fuhrgeschäftsunternehmers. Doch auch Carl hat große Schwierigkeiten mit seiner Familie, denn er will das Familienunternehmen nicht übernehmen, sondern lieber in die Senfherstellung einsteigen ...

    Das Buch ist für Fans opulenter Familiengeschichten bestens geeignet. Wer schon einmal in Metz war, hat die Bilder zu den entsprechenden Beschreibungen vor Augen. Für die Geschichte selbst ist es nicht notwendig. Sie liest sich mit allen Wendungen und Dramen gut weg. Die Figuren sind manchmal etwas zu einseitig gezeichnet und manchmal ist es einfach ein wenig zu viel Drama. Über die Senfherstellung selbst erfährt man in diesem 1. Teil noch relativ wenig. Insgesamt ist es gute Unterhaltung.
    Fräulein Mozart und der Klang der Liebe

    Beate Maly
    Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2021

    Einfach zu lesen

    Salzburg, 1766. Nannerl, die große Schwester des berühmten Wolfgang Amadeus Mozart muss lernen, dass sie künftig nur noch an 2. Stelle stehen wird. Alles wird nur noch auf den Bruder ausgerichtet werden, seine Karriere, seine Musik, sein Leben. Sie darf bestenfalls mitlaufen, soll aber eigentlich alles tun, um ihn zu unterstützen.

    Das Buch lässt mich nicht zufrieden zurück. Der Stil ist sehr einfach, gut zu lesen, aber manchmal ist er zu einfach, ins Banale abrutschend. Nannerl wird als relativ emanzipierte Persönlichkeit beschrieben mit einer großen Liebesgeschichte. Nur relativiert die Autorin selbst diese eigenen Aussagen im Nachwort. Sie hat aus der historischen Nannerl eine moderne gemacht und, damit es besser ins Buch passt, auch noch diverse Jahreszahlen angepasst. Nannerls große Liebe wird dabei sehr einseitig beschrieben. Der Mann findet keine neue Stelle, aber so richtig überzeugt es nicht. Dass der Bruder sehr freizügig lebte, ist bekannt. Vater und Schwester dürfen für die Schulden aufkommen. Das Warum erschließt sich mir auch nicht in dem Buch. Leopold Mozart wird als harter Mann beschrieben, der aber gleichzeitig selbst Schulden macht für den Sohn, der längst auf eigenen Beinen steht. Das alles wird für mich sehr oberflächlich behandelt. Da hat der Familienhund mehr Tiefgang. So ist mein Fazit: das Buch ist eine nette Unterhaltung, mehr nicht.

    Das Buch des Totengräbers

    Oliver Pötzsch
    Das Buch des Totengräbers (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2021

    Schwarzes Wien

    Inspektor Leopold von Herzberg kommt aus Graz zur Wiener Polizei, dort allerdings nicht so gut an mit seinem Hochdeutsch und den neuen Ermittlungsmethoden. Er macht sich keine Freunde. Auch weil er in seinem ersten Fall eher im Alleingang ermitteln will. Es geht um einen toten Halbbruder von Johann Strauß und mehreren ermordeten Dienstmädchen. Doch hat das alles wirklich miteinander zu tun?

    Der Autor ist bekannt für seine gut recherchierten historischen Romane. Auch diesem Buch merkt man diese Sorgfalt an. Da geht es um neue Ermittlungsmethoden, aber auch um den Fortschritt im Allgemeinen, sei es bei Fahrrädern, Autos oder Kameras. Er nimmt uns mit in die Abgründe von Wien, aber auch auf den heute noch existierenden Zentralfriedhof. Die Fälle sind für mich nicht gerade Hochspannung, bergen aber einige Überraschungen. Insgesamt ist das Buch gut lesbar und ich kann es empfehlen.
    Das Leben, ein ewiger Traum

    Das Leben, ein ewiger Traum (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.06.2021

    Frauen im Aufbruch

    Berlin 1920. Der Krieg ist noch deutlich zu spüren, als die Ärztin Magda Fuchs in die Stadt kommt. Sie ist verwitwet, ihr Mann wurde ermordet und sie verlor ihr ungeborenes Kind. So will sie neu anfangen und als Polizeiärztin arbeiten. Über ihren Beruf lernt sie verschiedene Frauen in der pulsierenden Stadt Berlin kennen. Doris aus der Provinz, die große Träume hat. Ina, die als Fürsorgerin arbeitet und für die armen Kinder der Stadt zuständig ist. Oder auch Celia, die aus gutbürgerlichem Haus stammt und als Mörderin ihres Mannes angeklagt ist. Alle Frauen haben Träume und versuchen, diese, so gut es geht, umzusetzen.

    Nach der 1. Serie „Die Ärztin“ ist die Reihe um die Polizeiärztin Magda die Fortsetzung des Autorenpaares zum Thema Frauen in Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie schließt in vielen an die Vorgängerreihe an. Das ist auch ganz natürlich, da Frauen zu dieser Zeit nicht viele Möglichkeiten hatten, gehobene Berufe auszuüben. Auch hier geht es wieder um die armen Menschen der Stadt, in dem Fall speziell auch um die Kinder. Aus heutiger Sicht erwartet man von einer Polizeiärztin wohl eher eine Tätigkeit in Richtung Pathologie. Damals war sie u. a. zuständig für aufgefundene Kinder und auch für Prostituierte. Durch die verschiedenen Tätigkeiten der Frauen gelingt es dem Autorenpaar auch wieder, dass man quasi alle Gesellschaftsschichten der damaligen Zeit kennenlernt. Das alles ist routiniert beschrieben und gut zu lesen. Es verlangt keine besonderen Anstrengungen, es ist gute Unterhaltung mit ein bisschen Geschichtswissen verknüpft. Mir war es am Ende ein wenig zu sehr in die Richtung geraten, dass alles glücklich ausgehen muss. Schon im ersten Teil. Doch alles in allem kann ich das Buch zum Lesen empfehlen.
    Die Roseninsel

    Anna Reitner
    Die Roseninsel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2021

    Schöner Schmöker

    Liv ist in Berlin Ärztin. Doch sie hat große Probleme mit der Arbeit und ihrem Freund und findet durch Zufall eine Stelle als Vertretung auf der kleinen Roseninsel im Starnberger See. Dort soll sie vier Wochen als Gärtnerin arbeiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fühlt sie sich auf der Insel sehr wohl und erholt sich langsam. Dann findet sie eines Tages ein altes Tagebuch, das vor 100 Jahren von der Tochter des bayerischen Königs geschrieben wurde. Liv will mehr und mehr über die junge Frau herausfinden…

    Das Buch ist ein schöner Schmöker. Es wechselt in den Kapiteln von der Vergangenheit zur Gegenwart. Beide Frauen erleben ähnliches. Auch wenn die Geschichte in der Vergangenheit komplett erfunden ist, passt sie aber zur restlichen Geschichte. Neben vielen fiktiven Sachen erfährt man auch einiges mehr an reellem Hintergrund aus der Vergangenheit der bayerischen Könige. Das ist gut beschrieben und stellt an den Leser keine größeren Anforderungen. Dem Genre gemäß endet natürlich alles positiv – in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit. Von daher würde ich das Buch zum Beispiel als schöne Urlaubslektüre – gerade in Bayern – empfehlen.
    Fritz und Emma

    Fritz und Emma (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2021

    Mit viel Herz

    Marie und Jakob ziehen in ein kleines Dorf in der Pfalz. Jakob ist der neue Pfarrer. Marie ist weder gläubig noch findet sie im Dorf Arbeit. Eigentlich will sie nur noch weg. Doch dann organisiert sie die 750-Jahr-Feier. Dabei gibt es nur ein Problem. Ein Hauptpunkt soll die Auszeichnung des ältesten Bürgers im Ort sein. Doch die älteste Frau stirbt vor dem Fest und so sind jetzt die beiden Ältesten Emma und Fritz. Beide am gleichen Tag geboren. Und beide schon seit Jahrzehnten so verzankt, dass sie kein Wort miteinander reden. Das wird schwierig für das Fest…

    Das Buch erzählt mit sehr viel Wärme über ein kleines Dorf mit rund 800 Einwohnern. Es erzählt in Gegenwart und Vergangenheit. In der Gegenwart geht es hauptsächlich um die Vorbereitung des Festes und die vielen Änderungen, die das Dorf in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg durchgemacht hat. Und auch, wie vieles dadurch verloren geht an Zusammenhalt, an Geschäften oder auch an Geschichten.
    In der Vergangenheit es geht es um die spezielle Geschichte von Fritz und Emma und um die vielen Erlebnisse in dieser Zeit. Das alles ist sehr realistisch geschildert und man hat sowohl das Dorf wie auch die Leute vor Augen. Es wird mit all seinen und ihren Vor- und Nachteilen und den Eigenheiten beschrieben. Als Leser gehört man quasi irgendwie dazu und hat sehr viel Sympathie für die Menschen. Es ist ein Buch mit sehr viel Herz, aber auch mit viel Tiefgang. Es gibt einige Sachen, über die man während und nach dem Lesen nachdenken kann. Ich würde es jederzeit weiterempfehlen.
    Eine perfekte Ehe

    Eine perfekte Ehe (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2021

    Zäher Beginn

    Die Wirtschaftsanwältin Lizzie erhält einen Anruf ihres ehemaligen Studienfreundes Zach. Er sitzt im Gefängnis und soll seine Ehefrau Amanda ermordet haben. Lizzie lässt sich widerwillig darauf ein, ihn zu verteidigen. Bei den Untersuchungen des Falls merkt sie bald, dass sowohl in der Ehe von Zach und Amanda wie auch in den Ehen einiger der Freunde einiges komisch ist. Aber auch sie selbst hat einige Geheimnisse…

    Für das Buch braucht man in meinen Augen ziemliches Durchhaltevermögen. Der Anfang ist nämlich sehr zäh und langatmig. Da wird jede einzelne Person und jede einzelne Ehe bis ins Detail beschrieben und man hat das Gefühl, dass das alles nicht wirklich etwas miteinander zu tun hat und man es auch in wesentlich weniger Seiten hätte beschreiben können. Dazu kommen noch mysteriöse Vorfälle in der Schule und mit den Kindern. Erst im letzten Drittel wird das ganze wesentlich spannender, miteinander passend und es gibt dann wirklich viele überraschende Wendungen. Leider dauert es bis dahin sehr lange, so dass für mich das Buch, was dann zum Ende richtig gut wird, insgesamt wirklich nur Durchschnitt ist. Schade, denn eigentlich hat das Buch Potenzial. So kann ich allerdings nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen
    Der Blutkünstler

    Chris Meyer
    Der Blutkünstler (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2021

    Nicht schlecht

    Tom Bachmann ist Profiler und soll das BK A dabei unterstützen, den so genannten Blutkünstler zu finden. Dieser Mörder quält und foltert seine Opfer, ausschließlich Frauen, sehr lange und er stellt aus ihnen „Kunstwerke“ her. Bachmann versucht, ihn zusammen mit seinen Mitarbeitern zu finden. Doch das ist nicht einfach.


    Das Buch ist an sich nicht schlecht. Es ist ziemlich brutal, aber gleichzeitig sind die entsprechenden „Kunstwerke“ gut ausgedacht. Es ist eine gewisse Spannung vorhanden, mir war allerdings zu viel Theorie über andere Fälle im Buch vorhanden. Außerdem ist ziemlich zeitig klar, was Bachmann als Vergangenheit mit sich rumschleppt. Insgesamt wirkt er auch nur mäßig sympathisch und die Leute in seinem Team sind es ebenfalls. In diesem Bereich hat das Buch Luft nach oben. Ich nehme aber an, dass es als eine Reihe angelegt wurde. Von daher besteht die Möglichkeit der Verbesserung ja immer noch. Gerade das Ende war dann doch ein wenig zu konstruiert in meinen Augen. Alles in allem kann ich das Buch allerdings zum Lesen empfehlen.
    Golz, M: Sturmvögel

    Golz, M: Sturmvögel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2021

    Wunderbar

    Emmy verlebt ihre Kindheit in ganz armen Verhältnissen auf einer Nordseeinsel. Obwohl sie viel arbeiten muss, fühlt sie sich wohl. Dann stirbt ihre Mutter und sie muss als älteste Tochter für die Geschwister sorgen. Wenig später stirbt auch ihre Großmutter und als dann noch ihr Vater stirbt, werde die Geschwister auseinandergerissen. Die Kleinen kommen in Kinderheime und Familien. Emmy ist 14 und muss nach Berlin. Dort arbeitet sie als Dienstmädchen bei einer reichen Familie. Und sie kommt dem Sohn einer reichen Bankiersfamilie mehr als nur nahe. Als sie schwanger wird, heiraten sie. Dann folgt der zweite Weltkrieg…

    Das Buch ist eine ungewöhnliche Geschichte über eine noch ungewöhnlichere Frau. Aufgewachsen in großer Armut, nicht sehr gebildet, kämpft sie sich durchs Leben und behält fast immer ihren Humor. Quasi bis zum Ende und noch nach ihrem Tod hat sie einige Überraschungen parat. Das Ganze ist in den wechselnden Kapiteln in Gegenwart und Vergangenheit beschrieben. Es ist, als fühlt man sich der Familie zugehörig. Dazu kommt noch, dass meine Oma – Jahrgang 1918 – ein ähnliches Leben hatte. Auch sie war als Dienstmädchen bei einer reichen Familie angestellt, auch sie musste im Krieg ihre Kinder durchbringen und auch später hat sie sie allein großgezogen. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, Emmi ist auch meine Oma. Auch die Überraschung am Ende passen einfach zu dieser wunderbaren Frau.
    Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern

    Nuala O'Connor
    Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.05.2021

    Schwierig

    Das Buch beschreibt biografisch die Geschichte von Nora Joyce, der langjährigen Geliebten und Partnerin und späteren Ehefrau des irischen Schriftstellers James Joyce.

    Für mich war das Buch in mehrerer Hinsicht schwierig. Zum einen beginnt es in einer extrem vulgären und teilweise obszönen Sprache und entsprechenden Beschreibungen diverser Sexszenen zwischen Nora und James. Ich war nahe daran, das Lesen aufzugeben. Dann habe ich mich über die Geschichte der beiden belesen und stellte dabei fest, dass dies wohl tatsächlich bei ihnen so üblich war. Im Laufe des Buches ändert sich der Stil dann etwas und die Sprache wird normaler. Die Beziehung der beiden war die ganze Zeit sehr schwierig und ließ für mich ganz wenig Sympathie für beide aufkommen. Später handelte das Buch von den vielen Umzügen der Familie aus verschiedenen Gründen. Irgendwann waren es einfach nur Wiederholungen der immer gleichen Geschichte: der Mann säuft, die Frau muss sich in allem fügen, die Familie hat kein Geld, versucht sich überall etwas zusammenzuborgen, ist nur etwas Geld vorhanden, wird es von allen quasi mit vollen Händen rausgeschmissen. Zum Lesen wurde es irgendwann ziemlich langweilig. In der ganzen Geschichte war für mich eigentlich nur eine Person extrem bedauernswert, der Bruder von James Joyce. Alles in allem bin ich froh, das Buch beendet zu haben. Eine wirkliche Leseempfehlung kann ich nicht aussprechen.
    Teufelsberg

    Teufelsberg (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.05.2021

    Zweigeteilt

    West-Berlin zum Ende der 1960er Jahre. Mehrere Frauen werden vergewaltigt und ermordet. Kommissar Heller ist unter anderem mit der Aufklärung dieser Verbrechen beauftragt. Dann wird eine jüdische Frau ermordet. Ihr Mann ist Richter, ebenfalls Jude, und hatte in der Vergangenheit mehrere Morddrohungen der radikalen Linken erhalten. Auch ein Bombenattentat wird erwartet…

    In meinen Augen ist es Buch zweigeteilt. Zum einen ist es gut lesbar und fängt die Stimmung der Zeit, speziell in West-Berlin, sehr gut ein. Das Problem ist allerdings, dass es für einen Kriminalroman viel zu langatmig und ausufernd beschrieben ist, so dass es nicht viel Spannung gibt. Es liegt daran, dass die Autoren versuchen, so viel wie möglich über diese Zeit zu berichten. Für einen interessierten Leser, der sich auskennt, ist es eher nichts neues. Für einen Leser, der wenig über diese Zeit weiß, ist es wiederum nicht ganz ausreichend. Auch wenn am Ende des Buches weitere Erklärungen folgen. Und so ist es irgendwie von allem etwas, aber nicht so ganz richtig.
    Das Mädchen im Nordwind

    Das Mädchen im Nordwind (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.05.2021

    Gelungene Geschichte

    Sofie hat ein Kind verloren. Während sie trauert, geht ihr Freund fremd. Die Beziehung kommt in eine Krise und Sofie nimmt sich für 3 Monate eine Auszeit und geht nach Island. Dort soll sie ein Haus renovieren. Dabei lernt sie nicht nur den attraktiven Sohn der Besitzerin kennen, sie findet auch ein altes Tagebuch, dass auf Deutsch geschrieben ist. Darin ist eine Teil der Familiengeschichte aufgeschrieben, doch niemand interessiert sich dafür und will etwas davon hören.

    Das Buch ist eine sehr gelungene Geschichte. Auf zwei Zeitebenen wird sowohl die Geschichte von Sofie erzählt wie auch die Geschichte von Luise. Luise ist die Tochter einer reichen jüdischen Kaufmannsfamilie aus Lüneburg, die Ende der 1930er Jahre einen Isländer kennenlernt und sich in ihn verliebt. Mit viel Glück schafft sie es, ihn in seine Heimat zu begleiten. Doch ihre Eltern müssen zurückbleiben und erleben den Schrecken der Naziherrschaft komplett mit. Dies ist sehr realistisch, aber auch sehr berührend beschrieben. Mir hat vor allem an diesem Teil gefallen, dass im Gegensatz zur Gegenwart nicht alles in Freude und Harmonie endet, sondern realistischer dargestellt wurde. Deshalb ist für mich der geschichtliche Teil der wesentlich bessere. Im Teil in der Gegenwart erfährt man viel über Land und Leute und einige Eigenarten der Isländer, die diese sehr sympathisch machen. Ein Buch, das von mir eine Leseempfehlung erhält, weil es schafft, geschichtliche Hintergründe gut zu erzählen, gleichzeitig aber auch eine gute Unterhaltung ist.
    426 bis 450 von 892 Rezensionen
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