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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    892 Rezensionen

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    Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.07.2022

    Unterhaltend

    Alma arbeitet beim Telefonamt. Es ist das Jahr 1922 und das Ganze spielt in Baden-Baden. Während sie ein Gespräch vermittelt, hört sie zufällig mit, wie eine eigenartige Nachricht übermittelt wird. Wenig später kann sie zuordnen, dass es um eine ermordete Industriellen-Frau ging. Das Ganze lässt ihr keine Ruhe und so forscht sie weiter nach.

    Das Buch ist unterhaltend. Es ist kein Krimi, auch wenn er viel davon hat. Es ist allerdings als Roman betitelt und als solcher sehr gut lesbar. Für mich interessant waren vor allem die Arbeits- und Lebensverhältnisse junge Frauen in den 1920er Jahren. Ihre Probleme und Schwierigkeiten und ihre ungeheure Lebenslust. Als Krimi hätte ich das Buch als unspannend bezeichnet. Aber so war es eher eine genaue Kennzeichnung der damaligen Zeiten. Verschiedene Klassen werden vorgestellt und so hat man einen guten Einblick in die damalige Zeit. Ich kenne Baden-Baden nicht und konnte daher mit den wirklichen Gegebenheiten nicht so viel anfangen. Aber die Beschreibungen erschienen mir sehr realistisch. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.
    Auch das Cover finde ich passend und gelungen.
    Harlander, W: Schmelzpunkt

    Harlander, W: Schmelzpunkt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    25.07.2022

    Aktuell

    In der Arktis werden Unmengen toter Fische, Robben usw. gefunden, das Eis ist brüchig und dünn, die Gletscher schmelzen und beim Abbruch riesiger Mengen Eises gibt es einen Tsunami, der ein Inuit-Dort fast vollständig vernichtet. Wissenschaftler untersuchen das Ganze bzw. versuchen es, denn immer wieder gibt es Anschläge auf sie. Geheimdienste mischen mit und diverse Länder sind beteiligt.

    Das Buch ist hochaktuell und beschreibt die Veränderungen in der Arktis und die Auswirkungen auf die gesamte Erde. Das ist wichtig. Allerdings fand ich es insgesamt schwächer als die Vorgänger. Ich hatte oft das Gefühl, dass mir ein erhobener Zeigefinger aus dem Buch entgegenragt und vieles plakativ war. Dagegen ist an sich nichts zu sagen – allerdings in einem Thriller sollte es einfach besser verpackt sein. Hier war es mir oft zu viel, auch was die handelnden Personen angeht. Die waren zum größten Teil einfach extrem schwarz/weiß und wirkten zum Teil fast als Karikatur, die ich nicht ernst nehmen konnte. Das ist schade, denn eigentlich ist das Buch gut lesbar und verpackt wichtige Sachen. Und bis etwa zur Mitte war es auch richtig gut, danach allerdings ging es eher in Richtung James-Bond-Abklatsch.
    Susanna

    Alex Capus
    Susanna (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.07.2022

    Zu kurz

    Susanna wird in der Schweiz geboren und wächst in einer Stadt mit calvinistischem Hintergrund auf. Das Leben der Familie, der Eltern, der Brüder, ist vorgezeichnet und wird bis ans Lebensende keine Veränderungen haben. Doch da kommt für einige Zeit ein ehemaliger Armeekamerad des Vaters auf eine Art Dauerbesuch, denn er musste aus Deutschland fliehen. Als er nach Amerika auswandert, folgt ihm nach einiger Zeit die Mutter und nimmt nur Susanna mit. So wächst sie in Amerika auf und verdient mit der Malerei Geld. Mehr oder weniger wird sie ihr ganzes Leben lang unkonventionell bleiben.

    Das Buch lässt mich etwas unglücklich zurück. Es erzählt die Lebensgeschichte einer interessanten Frau, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Aufgrund des Buches habe ich angefangen, mich mehr mit ihr zu beschäftigen, was sehr faszinierend ist. Leider erfährt man im Buch davon nur Bruchstücke. Wenige Episoden sind sehr breit erzählen, danach folgen wieder ganz kurze Abschnitte, die mehr an ein Sachbuch oder einen Lexikoneintrag erinnern. Das alles ist zwar gut lesbar, hat aber für mich viel zu viele Lücken. Das Besondere im Leben von Susanne, nämlich die Begegnung mit Sitting Bull und ihr Eintreten für seine Interessen und die der „Indianer“/First Nation werden nur auf ganz wenigen Seiten beschrieben und das Buch endet sehr abrupt. Da hätte man meiner Meinung noch viel mehr draus machen können.
    Was ich nie gesagt habe

    Was ich nie gesagt habe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.07.2022

    Gelungene Fortsetzung

    Tom, Gretas Sohn, ist ein bekannter Fernsehmoderator und nach einem Zusammenbruch im Fernsehen schon gut vier Monate zu Hause. Er ist relativ frisch in eine Kollegin verliebt und beginnt, sein Leben zu ändern, als er mehr durch Zufall erfährt, dass er einen Halbbruder in Holland hat. Er heißt Henk und möchte alles über ihren gemeinsamen Vater Konrad wissen. Doch Tom kann ihm nicht wirklich weiterhelfen, denn der Vater ist bereits einigen Jahre tot und vorher hatte Tom sich mit ihm zerstritten. Auch seine Mutter Greta kann nicht berichten, denn sie ist seit gut zweieinhalb Jahren an Alzheimer erkrankt. Die Suche nach der Vergangenheit wird schwierig…

    Das erste Buch, die Geschichte um Greta, war wunderbar und berührend. Es ist schwierig, nach einem solchen Buch einen etwa gleichwertigen Nachfolger zu schreiben. Doch der Autorin ist das, scheinbar mühelos, gelungen. Dabei wiederholt sie nicht einfach die Geschichte, sondern erzählt sie aus einer komplett anderen Perspektive und aus Sicht der sozusagen angeheirateten Familie von Greta. Dabei werden wieder viele wichtigen Themen angesprochen und trotzdem hat man nie das Gefühl, belehrt zu werden. Auch hier berührt die Geschichte wieder sehr. So gesehen kann ich das Buch absolut nur empfehlen. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich jetzt gern noch die Geschichte der ersten Tochter von Greta, Marie, lesen wollen.
    Fischers Frau

    Fischers Frau (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    18.07.2022

    Sehr zäher Beginn

    In Greifswald wird der Museumskuratorin Mia Sund ein pommersche Fischerteppich vorgelegt. Sie soll prüfen, ob dieser Teppich echt ist. Denn entgegen allen anderen bekannten Teppichen ist dieser in verschiedenen Grüntönen gehalten, was absolut ungewöhnlich ist. Die Prüfung geht soweit, dass Mia zum ersten Mal seit ewigen Zeiten eine Reise unternimmt…

    Das Buch erzählt zumindest ein wenig die Geschichte der pommerschen Fischerteppiche. Ich hatte vorher noch nie davon gehört, obwohl ich sicherlich bei einem Museumsbesuch in Greifswald diese Teppiche auch gesehen habe. Aber ich konnte sie nicht zuordnen. So hat das Buch mir etwas Neues erzählt und ich habe inzwischen ein wenig mehr über diese speziellen Teppiche recherchiert. Ansonsten war vor allem der Beginn des Buches absolut und extrem zäh. Ich musste mich die ersten 50 – 60 Seiten regelrecht beim Lesen quälen und war immer öfter versucht, das Ganze abzubrechen. Danach nahm die Geschichte ein wenig Fahrt auf und war verständlicher und auch leichter lesbar. Doch insgesamt waren einfach viel zu viele Erzählstränge in dem Buch, die oft irgendwie offen blieben und teilweise verwirrend waren. Das fand ich sehr schade.
    City on Fire

    Don Winslow
    City on Fire (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.07.2022

    Nimmt einen mit

    1986, USA, Rhode Island, Providence/Dogtown. Eine italienische Mafiafamilie und eine gleiche irische haben sich die Stadt untereinander aufgeteilt. Die eine Gang ist für den Hafen zuständig, die andere kümmert sich um Spielautomaten und Drogen. Mit der Polizei, Politikern und Behörden haben sie mehr oder weniger Deals abgeschlossen, so dass alle eine Art Auskommen haben und es mehr oder weniger einigermaßen friedlich zugeht. Bis eine Frau dazukommt, die erst auf italienischer Seite und dann auf die irische wechselt – wegen einem Mann. Sozusagen Helena von Troja auf modern im Mafiamilieu. Und damit ist der Frieden vorbei…

    Normalerweise lese ich keine Bücher über die Mafia und über Bandenkriminalität. Doch dieses hat mich überrascht. Anfangs gab es eine Unmenge von Figuren und man musste sich ziemlich einlesen, um zu wissen, wer zu wem gehört und wie miteinander verbandelt ist. Doch je weiter die Geschichte vorwärts ging, desto mehr nahm sie mich mit. Sicherlich liegt es auch an einer der Hauptfiguren, Danny, der in all diesem Chaos anfangs nur versucht, seine Familie über die Runden zu bringen. Doch mehr und mehr wird er verstrickt in ein Netz von Familie und Loyalität und wird eher unfreiwillig zum Anführer, dem bestimmte Entscheidungen regelrecht aufgezwungen werden. Trotzdem bleibt er irgendwie sympathisch. Und das macht viel von dem Buch aus, das der erste Teil einer Trilogie ist. So sehr ich mich anfangs gegen das Thema wehrte, ich werde wohl auch die Fortsetzung lesen.
    Das Haus der stummen Toten

    Das Haus der stummen Toten (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.07.2022

    Zieht sich

    Eleanor erholt sich nur langsam davon, dass sie ihre Großmutter Vivianne tot aufgefunden hat. Erstochen mit mehreren Stichen einer Schere. Monate später erfährt sie, dass sie von ihrer Großmutter einen Hof namens Solhöga geerbt hat. Darüber ist sie sehr erstaunt, denn niemals zuvor wurde in ihrer Familie über diesen Hof gesprochen. Zusammen mit ihrem Freund und ihrer Tante fährt sie mit einem Notar auf den Hof, um das Erbe zu katalogisieren. Doch die ganze Zeit fühlt sie sich beobachtet und es geschehen mehr und mehr eigenartige Dinge, bis sie die Leiche des Gutsverwalters und den Notar schwer verletzt finden.

    Das Buch konnte mich nicht wirklich in seinen Bann ziehen. Die Geschichte beginnt gut und auch spannend. Die Fortsetzung erfolgt in Form der Geschehnisse aus der Vergangenheit und der aktuellen Vorkommnisse. Dadurch hat man bald eine Ahnung, worum es sich handeln könnte. Aber so richtig spannend wird das ganze einfach nicht mehr. Das Ende ist zwar zum einen Teil überraschend, aber auch in meinen Augen unendlich konstruiert Und nach der langen Zeit auch nicht wirklich 100-prozentig nachvollziehbar. So bleibt das Buch für mich irgendwie blass und allenfalls Durchschnitt.
    Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.

    Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.07.2022

    Hochaktuell

    Poppy ist etwas über 2 und während eines Besuches bei den Großeltern verschwindet sie Alle gehen von einer Entführung aus, denn nur wenige Wochen vorher ist es einem anderen Mädchen in dem Alter passiert. Dieses kommt allerdings noch 12 Stunden völlig ohne Verletzungen zurück. Die Polizei sucht nach Poppy, denn das kleine Mädchen ist aufgrund eines Bloggs ihrer Mutter Lotte überall bekannt. Doch sie wird nicht gefunden und stattdessen ergeben die Ermittlungen immer mehr Geheimnisse innerhalb der Familie.

    Das Buch ist hochaktuell. In der heutigen Zeit versuchen immer mehr Leute, ohne große Arbeit mit ihren Bloggs viel Geld verdienen zu wollen, und geben alles von sich preis. Oft werden dafür auch die Kinder eingespannt, die in einem Alter sind, in dem sie sich nicht wehren können. Oder die Tragweite der Entscheidungen gar nicht einschätzen können. Die Gefährlichkeit dessen wird heruntergespielt. Das Buch zeigt sehr gut, welche Auswirkungen das haben kann. Das empfinde ich als großes Plus. Die eigentliche Geschichte ist dagegen nur bedingt spannend, denn spätestens ab Mitte des Buches hat man eine Ahnung davon, dass wohl die Familie mit ihren Geheimnissen nicht ganz unschuldig an den Geschehnissen ist. Das Ende war dann für mich nur zum Teil überraschend. Alles in allem gibt es trotzdem eine Leseempfehlung von mir, denn das Buch ist gut lesbar und zeigt ohne erhobenen Zeigefinger auf, was alles passieren kann. Also neben der reinen Unterhaltung gibt es dann ein Mehr.
    Gretas Erbe

    Nora Engel
    Gretas Erbe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.07.2022

    Aschenputtel

    Greta lebt bei einer Winzerfamilie, denn ihre ledige Mutter ist bei ihrer Geburt verstorben. Familie Hellert hat Greta aufgezogen, allerdings gehörte sie nie richtig zum Familienkreis. Schon frühzeitig musste sie im Haushalt, später in den Weinbergen mitarbeiten und ersetzte so eine Arbeitskraft, ohne mehr als dafür Essen, abgelegte Kleidung und ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Obwohl sie alles tut, um dazuzugehören und damit auch die Launen und altmodischen Ansichten ihres Stiefvaters zu ertragen, stößt sie oft auf Ablehnung. Bis sich die Zeiten ändern…

    Das Buch hat mir gut gefallen. Es spielt Anfang der 1970er Jahre in der Pfalz und zeigt viel von der damaligen Arbeit im Weinberg und bei der Weinherstellung. Daneben zeigt es aber genauso gut die Änderungen, die die Jugend erreichen will. Noch sind Frauen allenfalls in Küche, Kirche und bei Kindern gewünscht, als Arbeitskraft im Haushalt eingespannt. Aber selbstständig und den Männern gleichberechtigt – das ist alles noch in weiter Ferne. Die Zeit wird wunderbar anschaulich beschrieben und in die Familiengeschichte eingebettet. Und obwohl das Ende fast märchenhaft ist, ist die Geschichte an sich kein Märchen, sondern sehr gut gelungen. Von mir eine Leseempfehlung.

    Die versteckte Apotheke

    Sarah Penner
    Die versteckte Apotheke (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.07.2022

    Spezielle Hilfe für Frauen

    Caroline fliegt allein nach London. Eigentlich sollte es eine Reise zum zehnten Hochzeitstag werden, doch kurz vorher erfährt sie, dass ihr Mann sie betrügt. Dies ist der Anlass, über ihr bisheriges Leben und ihre Ehe intensiv nachzudenken. In London findet sie im Schlamm der Themse ein altes Apothekerfläschchen und als sie darüber recherchiert, findet sie heraus, dass es Ende des 18. Jahrhunderts eine Apothekerin gegeben hat, die auf sehr spezielle Weise Frauen geholfen hat. Entweder durch hilfreiche Arznei, aber noch mehr durch Gifte, mit denen die Frauen sich aus unmöglichen Situationen befreien konnten. Die Suche nach mehr Informationen bringt Caroline in eine gefährliche Lage.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist wunderbar anschaulich gestaltet und hat viele kleine Details, die zum Inhalt des Buches passen und die in der Buchhandlung Aufmerksamkeit erregen. Das Buch selbst ist gut lesbar und erzählt eine interessante Geschichte, über eine Frau im 18. Jahrhundert, die eigentlich eine Mörderin ist, für die man aber als Leser sehr viel Verständnis aufbringt. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzielt. Mir haben beide gefallen. Die Gegenwart wird geprägt von einer interessanten Recherche, die Vergangenheit wird gut beschrieben und man erfährt viel über die so genannten Arzneien im Detail. Als kleine Zugabe gibt es am Ende noch einige Rezepte. Völlig harmlos, würde ich sagen. Auf jeden Fall gibt es von mir eine Leseempfehlung.
    Als das Böse kam

    Ivar Leon Menger
    Als das Böse kam (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.07.2022

    Tolles Debüt

    Auf einer Insel irgendwo in Europas Norden lebt eine Familie (Mutter, Vater, 2 Kinder) völlig abgeschottet von der Welt. Einmal im Monat fährt der Vater auf das Festland, um die Einkäufe zu tätigen. Einmal die Woche kommt Onkel Ole, der Briefträger, vor dem sich die Kinder aber verstecken müssen. Ansonsten ist ihnen streng verboten, ins Wasser zu gehen oder das Boot zu benutzen oder das Arbeitszimmer des Vaters zu betreten. Widerspruch hat strenge Strafmaßnahmen zur Folge und immer mal wieder wird eine Art Übung durchgeführt, die die Kinder in einen Schutzraum treibt. Die Eltern warnen die Kinder immer wieder vor den Fremden, die sie töten wollen. Inzwischen ist die große Tochter Juno 16 geworden und beginnt, das alles in Frage zu stellen. Und auch ihr jüngerer Bruder Boy will gern die Insel verlassen. Da entdeckt Ole bei einem Besuch Juno und fotografiert sie, womit er etwas in Gang setzt, was nicht mehr aufzuhalten ist …

    Das Buch ist ein tolles Debüt und ich habe es quasi in einem Zug durchgelesen. Die Geschichte packt einen und man weiß über lange Strecken nicht, wohin sich die Geschichte entwickelt. Die Kinder sind einfach zu bedauern, wie sie in Angst und Schrecken versetzt werden, um zu überleben. Das alles ist vor allem aus Sicht von Juno beschrieben und hat bei mir sofort bestimmte Bilder ausgelöst (ich denke, das Buch wird verfilmt werden). Also von daher eine absolute Leseempfehlung.

    Warum ich trotzdem nicht die volle Punktzahl gebe? Bei der Auflösung fehlten mir persönlich einige Erklärungen. Obwohl bei de Eltern seit Jahren nicht arbeiten, schaffen sie es, Strom zu bezahlen, Lebensmittel usw. In der Richtung hätte ich weitere Fragen, die ich hier aber nicht stellen möchte, da ich damit viel zu viel spoilern und verraten würde. Daher nur eine Andeutung als Erklärung für meine Entscheidung.
    Das Letzte, was du hörst

    Andreas Winkelmann
    Das Letzte, was du hörst (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.06.2022

    Schwächer

    Frauen begehen Selbstmord, nachdem sie vorher ihre Partner umgebracht haben. Bei dem Selbstmord hören sie einen Podcast „Hörgefühlt“. Sie waren Fans dieses Podcast und haben teilweise an sehr teuren Seminaren dazu teilgenommen. Die Journalistin Roya hat ihre eigenen Gründe, warum sie bei dem Anbieter recherchiert. Doch diese Recherche bringt auch sie in Lebensgefahr…

    Vorab: ich liebe die Bücher von Andreas Winkelmann. Allerdings finde ich dieses etwas schwächer als die Vorgänger. Es beginnt spannend und teilweise auch verwirrend. Im großen Mittelteil dann kann man die Polizei bei den Ermittlungen begleiten und Roya bei ihren Recherchen. Die kurzen Kapitel werden aus Sicht der jeweilig Handelnden erzählt und man bekommt auch Rückblenden in die Vergangenheit, die allerdings in der Phase des Buches noch nicht viel aussagen. So fehlt mir über eine lange Strecke die Spannung. Da der Autor aber bei den vorherigen Büchern immer ein sehr spannendes Ende eingebaut hatte, habe ich auch hier weitergelesen – und wieder gibt es ein zum Teil sehr unerwartetes und spannendes Finale. So kann ich trotz allem eine Leseempfehlung aussprechen, empfinde das Buch – gemessen an den bisherigen Büchern des Autors – aber eher als Durchschnittsthriller.
    Der Zoom-Killer

    Chris Meyer
    Der Zoom-Killer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.06.2022

    Heftig

    Bei einer Videokonferenz wird der Leiter der Konferenz vor laufender Kamera gefoltert und ermordet. Die anderen Teilnehmer müssen zuschauen und dürfen nicht reagieren. Tom Bachmann und sein Team versuchen, den Mörder zu ermitteln, was sich als außerordentlich schwierig gestaltet. Weder ist ein Motiv auf dem ersten Blick zu erkennen, noch gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, in welche Richtung es gehen soll. Da taucht ein Mann aus der Vergangenheit bei Tom auf…

    Der zweite Teil der Reihe um Tom Bachmann setzt relativ nahtlos dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Das Geschehen selbst ist spannend und zum Teil hochaktuell, für die Motive kann man am Ende Mitgefühl haben. Mir waren nur manche theoretischen Erläuterungen ein wenig zu viel und das Ende dann auch etwas abrupt und zu schnell behandelt. Auch wenn es natürlich ein Cliffhanger auf den nächsten Teil ist. Alles in allem kann ich eine Leseempfehlung aussprechen, ein Thriller, der auf jeden Fall zu den besseren gehört.
    Affenhitze

    Affenhitze (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.06.2022

    Klufti vom Feinsten

    Das Allgäu stöhnt unter einer Hitzewelle. Und gerade da müssen sich Kluftinger und sein Team mit einem Mord in einer Tongrube beschäftigen. Bei Ausgrabungen, die den Urzeitaffen Udo hervorbrachten, wurde Professor Brunner umgebracht. Es steht dann eine Menge Verdächtige an, doch Kluftinger muss sich noch um ganz andere Sachen kümmern. Zum einen ist er weiterhin Interims-Polizeipräsident mit vielen ungeliebten Aufgaben, zum anderen muss er die Tagesmutter seiner kleinen Enkelin observieren und außerdem seine Frau bei einem Flohmarkt für Flüchtlinge unterstützen. Er hat also voll zu tun.

    Das Buch ist ein Kluftinger vom Feinsten. Der Fall und die Ermittlungen selbst sind nicht unbedingt hochspannend, aber das erwartet man bei der Reihe auch nicht. Stattdessen ist das Buch an vielen Stellen echt witzig und die Autoren sparen auch nicht mit Selbstironie. Klufti meistert seine altbekannten Probleme mit der modernen Technik erstaunlich gut, wenn er auch oft über das Ziel hinausschießt. Als Leser konnte ich mich darüber königlich amüsieren. Auch kleine Seitenhiebe in Richtung Wissenschaft, Modeerscheinungen und Gendern bleiben nicht aus. Alles in allem ein Buch, dass nicht nur die Herzen von den Kluftinger-Fans höher schlagen lässt.
    Oxen. Noctis

    Oxen. Noctis (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.06.2022

    Spannend

    Sieben ehemalige Soldaten werden erschossen aufgefunden. Der Schütze muss ebenfalls ein ausgebildeter Soldat sein. Die Suche nach ihm und vor allem nach den Gründen gestaltet sich äußerst schwierig. Ex-Elitesoldat Niels Oxen wird als Berater engagiert. Bald hat er auch eine Spur gefunden, doch dann verschwindet er selbst spurlos. Und sein Leben ist in höchster Gefahr.

    Ich fand das Buch richtig gut und über große Strecken auch sehr spannend. Es ist gut lesbar und vermischt einen Thriller mit viel Spannung und Abenteuer gleichzeitig mit aktueller Weltpolitik, aber auch mit einfacher Kriminalität und mit dem Wirken diverser Geheimdienste. Auch die handelnden Personen sind vielschichtig und es geht vorwiegend um den Fall und nur am Rande um Privates. Das alles passt richtig gut zusammen und deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

    Die Leiche am Deich

    Joost Jensen
    Die Leiche am Deich (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2022

    Luft nach oben

    In dem kleinen ostfriesischen Ort Sünnum wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie ist die Ehefrau des Landwirtes Burmeister. Dieser hat vor, eine große Milchviehanlage zu bauen. Damit ist der gesamte Ort nicht einverstanden und es gibt schon lange Proteste dagegen. In letzter Zeit hatte sich die Ermordete an diesen Protesten beteiligt. Ins Visier der Polizei als Verdächtiger gerät allerdings Enno, der diese Proteste geleitet hat. Daran glaubt die Friesenbrauerin Gesine allerdings nicht. Und ermittelt auf eigene Faust…

    Das Buch ist ein typischer Regionalkrimi, der mit nicht zu viel Spannung, aber sehr viel Lokalkolorit arbeitet. Allerdings war es mir hier oft zu viel. Gefühlt die Hälfte des Buches handelte davon, so viel wie möglich des von Gesine gebrauten Bieres zu vertilgen. Die Figuren waren für mich oft gnadenlos überzeichnet. Es gab so gut wie nur schwarz und weiß und keine Zwischentöne und Gesine ging ohne Rücksicht auf Verluste durch die Geschichte, obwohl sie ihre Tochter damit fast ausschließlich große Schwierigkeiten bereitete. Das alles war für mich einfach zu übertrieben und, auch wenn ich natürlich weiß, dass ein Krimi nicht unbedingt Realität ist, zu unrealistisch. So ist mein Fazit für dieses Buch: man kann es als nette Unterhaltung lesen, aber es hinterlässt keinen wirklich bleibenden Eindruck.
    Freunde. Für immer.

    Freunde. Für immer. (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2022

    Freunde?

    Fünf Freunde treffen sich für ein Wochenende in einer abgelegenen Region, um dort den Junggesellenabschied von Jonathan zu feiern. Doch bald müssen sie die Polizei rufen, denn zwei ihrer Freunde werden vermisst. Bald findet die Polizei ein Auto, allerdings nur mit einer Leiche und deren Gesicht ist komplett zertrümmert, so dass sie nicht wissen, um wen es sich handelt. Bei der Untersuchung des Falles merken sie schnell, dass die Leute ihnen nicht die Wahrheit sagen beziehungsweise vieles verschweigen.

    Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Geschichte geht nur ganz ganz langsam los und ist doch nicht wirklich spannend. Die Kapitel werden aus wechselnder Perspektive der fünf Leute erzählt. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Geschichte, vor allem hat jeder eigene Geheimnisse und versucht, seine sogenannten Freunde für sich auszunutzen. Das Ganze ist nicht schlecht geschrieben, aber es konnte mich auch nicht wirklich packen. Das Ende barg eine Überraschung, konnte das Buch für mich allerdings nicht so verbessern, dass es über den Durchschnitt hinausragte.

    Die Freundinnen vom Strandbad

    Julie Heiland
    Die Freundinnen vom Strandbad (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.06.2022

    Wirklich gelungene Beschreibung

    Ost-Berlin Mitte der 1950er Jahre. Im Freibad am Müggelsee treffen sich zufällig drei junge Mädchen und retten einem alten Mann das Leben. Durch diese unerwartete Begegnung werden drei völlig gegensätzliche Charaktere zu Freundinnen. Die Freundschaft überdauert alle Probleme und wird mit den Jahren immer tiefer. Bis Anfang der 1960er Jahre auf einmal die Mauer gebaut wird und schwere Entscheidungen anstehen.

    Ich empfand das Buch als richtig gut gelungen. Zuerst die Beschreibung des damaligen Lebens in der DDR. Die Probleme bei der Versorgung, die Schwierigkeiten in der Schule, die ständige Bespitzelung durch die Stasi. Ebenso gut beschrieben ist allerdings auch die Freundschaft zwischen den Mädchen, ihre Probleme im Teenageralter, die ersten Lieben, aber eben auch das ständige Überlegen, was man wo sagt und welche Möglichkeiten man überhaupt hat. Die oft vorhandenen Ungerechtigkeiten und Einschränkungen. Das alles ist verpackt in eine sehr persönliche Geschichte, die sich sehr gut lesen und die die damalige Zeit wieder aufleben lässt. Die Fortsetzung des Buches ist angekündigt und ich freue mich darauf. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
    Tiefes, dunkles Blau

    Seraina Kobler
    Tiefes, dunkles Blau (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.06.2022

    Gemütlich, aber spannungslos

    Rosa ist Seepolizistin in Zürich und hat sich gerade einige Eizellen einfrieren lassen, da sie sich stark ein Kind wünscht, der Partner aber fehlt und sie immer älter wird. Ihr Arzt wird kurz danach tot im See aufgefunden und es stellt sich bald heraus, das ist Mord war.

    Das Buch hat mich stark an ein Schweizer Klischee erinnert. Wenn Schweizer sprechen, klingt es sehr langsam, aber auch sehr gemütlich. So ähnlich war das Buch. Sehr gut zu lesen, es wirkte alles heimelig, gemütlich und angenehm. Die Beschreibungen sind gelungen. Was dem Buch als Krimi aber völlig fehlte, war die Spannung. So reizte es mich sehr wenig, es weiter und fertig zu lesen. Kurze Zeit nach dem Beenden wusste ich zwar den Täter noch, den endgültig richtigen Grund aber nicht mehr. Also ist sehr wenig hängengeblieben. Die Beschreibungen der diversen Gerichte machten Appetit, bei mir allerdings nicht auf eine Fortsetzung.

    Nordwestnacht

    Svea Jensen
    Nordwestnacht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.05.2022

    Guter Krimi

    In St. Peter-Ording ist ein Filmteam unterwegs, um eine vierteilige Krimiserie für das Fernsehen zu drehen. Doch schon kurz nach Beginn wird der Aufnahmeleiter tot aufgefunden, ertrunken in der See, angekettet an einem Pfahlhaus. Kurze Zeit später ist die neue zweite Hauptdarstellerin verschwunden. Anna von der Vermisstenstelle und Hendrik von der örtlichen Polizeistation beginnen die Untersuchungen und stellen schnell fest, dass beide Fälle zusammenhängen.

    Der dritte Teil der Reihe um St. Peter-Ording ist ein guter solider Krimi. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, die örtlichen Gegebenheiten werden geschickt eingebaut und die privaten Geschichten der Ermittler sind gut integriert, ohne in den Vordergrund zu kommen. Eine gewisse Spannung ist vorhanden und man tappt eine längere Zeit im Unklaren, was die Gründe der Fälle angeht. Die Hauptpersonen sind sympathisch, aber Menschen mit Ecken und Kanten, die auch Fehler machen. Alles in allem eine gute lokale Krimireihe, für die ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Die Knochenleser

    Jacob Ross
    Die Knochenleser (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.05.2022

    Anders

    Michael Digson, genannt Digger, wird eher unfreiwillig Polizist und landet bei einer Spezialeinheit auf der Karibikinsel Camaho. Ein Jahr in England bleibt ihm, um sich weiterzubilden und eine Art Forensiker zu werden. Das braucht er auch bald, um mehrere Fälle aufzuklären.

    Die Beurteilung des Buches ist für mich etwas schwierig. Es ist ganz anders als die üblichen Krimis. Zum einen spielt es in einer selten beschriebenen Gegend. Zum anderen sind die Hauptfiguren, wie überhaupt die gesamte Polizei, sehr speziell und anders. Ich habe mich durch die ersten zwei Drittel des Buches ziemlich durchgekämpft. Ich kam mit dem Stil nicht zurecht und vor allem der spezielle Slang, der geschriebene wirklich furchtbar zu lesen ist, hat mir nicht gefallen und mir viel Lesespaß genommen. Erst gegen Ende der Geschichte konnte ich flüssiger lesen. Alles in allem finde ich das Buch nicht richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich weiß nicht, ob eine Fortsetzung angedacht ist. Ich glaube nicht, dass ich sie lesen möchte.
    Polizeiärztin Magda Fuchs - Das Leben, ein wilder Tanz

    Helene Sommerfeld
    Polizeiärztin Magda Fuchs - Das Leben, ein wilder Tanz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.05.2022

    Abschluss

    Berlin 1924. Magda ist weiterhin Polizeiärztin und führt ihre eigene Praxis. Doris wird immer erfolgreicher im Filmgeschäft und Celia hat Probleme in ihrer Ehe. Ein Mord an einer adeligen Holländerin wird untersucht und alle Beteiligten sind irgendwie mit der Geschichte verbunden. Denn sie zieht ihre Bahnen bis in die höchsten Kreise.

    Das Buch ist der Abschluss der Trilogie um die Polizeiärztin Magda. Aber wie in den Vorgängerbänden auch schon geht es hier nicht ausschließlich um Magda, sondern auch um ihre Freundinnen, Bekannte und auch Angestellte. Durch diese vielen unterschiedlichen Personen ist es möglich, in jeweils andere Milieus einzutauchen und auf diese Art und Weise Menschen in verschiedenen Lebenssituationen kennenzulernen. Ob bitterarm oder steinreich – das alles ist wirklich sehr gut beschrieben und miteinander verbunden. Neben dem Lesevergnügen lernt man so eine wilde, aber auch sehr interessante Zeit kennen. Von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf die neue Reihe.
    Grue, A: Tod im Trödelladen

    Grue, A: Tod im Trödelladen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.05.2022

    Geht so

    Eine kleine Stadt in Dänemark mit einem Trödelladen, der von einer Reihe Rentner ehrenamtlich betrieben wird. Als kurz hintereinander drei Leute davon sterben, wird Anne-Maj misstrauisch und beginnt eigenmächtig und teilweise gegen den Willen der Polizei, die Fälle zu untersuchen.

    Das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Zum einen wird extrem viel Nebensächliches sehr ausführlich beschrieben und das Ganze wirkt dadurch langatmig und zum Teil auch sehr langweilig. Zum anderen hat man ganz schnell eine bestimmte Person in Verdacht, welche sich dann auch bestätigt, auch wenn man das Motiv nicht wirklich weiß. Alles in allem kann man das Buch lesen, es stellt keine besonderen Herausforderungen. Allerdings bleibt es auch nicht wirklich im Gedächtnis haften. Auch wenn das Genre schon mal prädestiniert dafür ist, mit wenig Spannung auszukommen, bei diesem Buch gab es gar keine.

    Klönne, G: Für diesen Sommer

    Klönne, G: Für diesen Sommer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.05.2022

    Macht nachdenklich

    Heinrich ist alt und gebrechlich und wird von seiner ältesten Tochter Monika schon länger betreut. Doch als diese eine Auszeit braucht, wird die jüngere Tochter Franziska ins Haus geholt. Diese ist aber schon viele Jahre nicht mehr dort gewesen und im Streit vom Elternhaus weg. Die Gräben sind tief. Und es ist schwierig, wieder zueinander zu finden, weil es sehr viele Familiengeheimnisse gibt.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Zum einen hat es einen angenehmen, gut lesbare Stil. Zum anderen die Geschichte an sich. Ich mag Familiengeschichten. Hier vermischen sich die Erlebnisse im zweiten Weltkrieg mit der Zeit der Nachkriegsgeneration und dem Aufbegehren junge Leute. Das alles ist in eine Familie gepackt. Gleichzeitig geht es aber auch darum, wie man im Alter selbstbestimmt leben und wie weit die Familie eingreifen kann und vor allem darf. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Das Thema kommt früher oder später sicherlich auf jeden zu.
    Flug 416

    T. J. Newman
    Flug 416 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.05.2022

    Wow

    Flug 416 ist gerade gestartet, als Kapitän Bill Hoffmann einen unerwarteten Anruf im Cockpit erhält. Seine Familie wurde gekidnappt und der Entführer verlangt von ihm, dass er entweder das Flugzeug zum Absturz bringt oder dass seine Familie sterben wird. Verhandlungen sind sinnlos. Bill gelingt es zwar, seine Crew zu informieren, doch das reicht nicht aus. Denn im Flugzeug befindet sich ein Komplize des Entführers.

    Wow – was ist das für ein Debüt? Es ist lange her, dass ich ein Buch wirklich in einem Rutsch gelesen habe, noch dazu eins, das 400 Seiten hat. Doch dieses Buch konnte ich einfach nicht aus den Händen legen. Dabei ist die Geschichte an sich gar nicht so neu, doch die Umsetzung ist absolut gelungen und super spannend. Vor allem auch, weil hier normale Menschen beschrieben werden, keine Superhelden. Sie versuchen, mit beschränkten Mitteln, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist so realistisch beschrieben, dass man das Gefühl hat, man ist bei dem Flug dabei. Ehrlich gesagt, bin ich im Moment froh, dass meine für dieses Jahr geplanten Flüge alle schon hinter mir liegen. Ich glaube, ich hätte bei einem Flug in nächster Zeit ein sehr ungutes Gefühl. Von mir gibt es eine
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