Inhalt Einstellungen Privatsphäre
jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite jpc.de – Leidenschaft für Musik Startseite
  • Portofrei ab 20 Euro
  • Portofrei bestellen ab 20 Euro
  • Portofrei innerhalb Deutschlands Vinyl und Bücher und alles ab 20 Euro
0
EUR
00,00*
Warenkorb EUR 00,00 *
Anmelden
Konto anlegen
    Erweiterte Suche
    Anmelden Konto anlegen
    1. Startseite
    2. Alle Rezensionen von raschke64 bei jpc.de

    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    892 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Zimmermann, B: Wolkenstürmerin

    Zimmermann, B: Wolkenstürmerin (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.11.2022

    Gut lesbar

    Marlene Lilienthal ist ausgebildete Pilotin und arbeitet in der Firma mit ihrem Onkel und ihrem Cousin zusammen, nachdem ihre Eltern bei einem Flug abgestürzt sind. Früher baute die Firma Flugzeuge, doch 1957 ist daran erst einmal nicht mehr zu denken. Marlene kommt auf die Idee, eine Flugtaxifirma zu gründen und beruflich zu fliegen. Doch es stellen sich ihr einige Hindernisse in den Weg. Bei einem Besuch im Familienferienhaus an der Ostsee lernt sie einen Mann kennen. Damit beginnt das Abenteuer erst…

    Das Buch ist ganz nett und gut lesbar. Allerdings hatte ich mir von der Geschichte mehr versprochen. In erster Linie mehr über die Fliegerei nach dem zweiten Weltkrieg und besonders über die Rolle der Frauen darin. So fand ich die Figur der Marlene nicht wirklich stimmig. Auf der einen Seite will sie alles für Frauenrechte tun und selbstbewusst leben, Auf der anderen Seite fällt sie in das typische Frauenmuster, kaum dass ein attraktiver Mann erscheint. Hier verfällt die Geschichte dann in starke Klischees. Der Mann ist natürlich besonders attraktiv und auch Marlene erreicht Verbesserungen in erster Linie mehr durch ihr Aussehen, als durch ihr Können. So sind weite Strecken des Buches dann einfach nur eine Liebesgeschichte, die– auch wenn sie auf einen Ost-West-Verhältnis hinläuft – ziemlich austauschbar ist. Das hat mich etwas enttäuscht und so hinterlässt das Buch keinen wirklich bleibenden Eindruck, sondern ist für mich dann doch eher Durchschnitt.
    EAST. Welt ohne Seele

    Jens Henrik Jensen
    EAST. Welt ohne Seele (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.11.2022

    Nicht meins

    CIA-Agent Kazanski erhält einen Auftrag und fliegt nach Krakau. Er soll „Die Witwe“ finden. Diese ist die Chefin einer der größten Verbrecherorganisationen Polens beziehungsweise Osteuropas. Kazanski soll den Kontakt wiederherstellen und sie finden. Doch schon kurze Zeit nach seiner Ankunft geschehen mehrere Mordversuche auf ihn.

    Wer die Reihen „Sog“ oder „Oxen“ des Autors kennt, hat einfach hohe Erwartungen an dieses Buch beziehungsweise diese Trilogie. Sie wurde vor fast 25 Jahren geschrieben und ist sozusagen der Anfang der schriftstellerischen Tätigkeit. Der Erfolg der anderen beiden Reihen veranlasste vermutlich den Verlag, auch dieses Frühwerk zu veröffentlichen. In meinen Augen war das keine gute Idee. Ich fand das Buch über weite Strecken eher langweilig und die Hauptfigur auch nicht wirklich nachvollziehbar (was den Einsatz betrifft). Gefühlt war er immer irgendwo gefesselt, wurde geschlagen, wurde gerettet und schüttelte sich mit Alkohol zu. Wie er in diesem Zustand überhaupt Geheimdiensttätigkeit durchführen konnte und wie er mit den vielen Verletzungen quasi ohne Probleme durch die Geschichte ging, war für mich nicht richtig glaubhaft. Gut an dem Buch fand ich die Beschreibung von Krakau, eine der schönsten Städte, die ich kenne. Aufgrund dessen konnte ich mir die Gegebenheiten noch relativ gut vorstellen. Doch alles in allem hat mich das Buch nicht so überzeugt, als dass ich die beiden weiteren Bände noch lesen werde.
    Harper, J: Sturm

    Harper, J: Sturm (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.11.2022

    Spannung fehlt

    Kieran ist zusammen mit seiner Freundin und seiner Tochter zurückgekehrt in seinen kleinen Heimatort am Meer. Vor zwölf Jahren gab es einen schweren Sturm, bei dem Kieran der Schuldige daran war, dass sein Bruder und dessen Freund in den Fluten gestorben sind. Am gleichen Tag verschwand ein junges Mädchen. Kieran ist nur wenige Tage bei seiner Familie, weil sein Vater dement wird und seine Eltern umziehen müssen. Da wird eine junge Frau ermordet am Strand gefunden. Und eine neue Polizistin nimmt die Ermittlungen auf und rührt auch an den alten Geschehnissen.

    Das Buch ist als Thriller bezeichnet. Ich empfand es aber nicht so. Über weite Strecken war das Buch in meinen Augen ziemlich langatmig geschrieben. Es dauert eine Weile, bis man die benannten Personen zu ordnen konnte. Und noch mehr, um die alte Geschichte zu verstehen. Das Lesen ging nicht wirklich flott vorwärts und die Geschichte dümpelte ein wenig vor sich hin und es kam so gut wie keine Spannung auf. Die Lösung des Falls war nicht uninteressant, aber ebenfalls nicht wirklich besonders spannend. Von mir gibt es daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.
    Rachejagd - Gequält

    Nica Stevens
    Rachejagd - Gequält (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.11.2022

    Spannend

    Anna ist Journalistin und erhält einen Brief. Er wurde mit Blut geschrieben und ziemlich schnell stellt sich bei der Untersuchung heraus, der Absender ist Edward Harris. Dieser hat Anna zusammen mit ihrer Freundin Natalie vor drei Jahren entführt und gequält. Während Anna fliehen konnte, stirbt ihre Freundin. Anna leidet immer noch an den Nachwirkungen. Nick ist FBI -gent und war vor vielen Jahren mit Anna liiert. Er übernimmt die Ermittlungen und holt sich die Profilerin Lynette zu Hilfe. Annes Kollege Zane ist IT-Spezialist und hilft ebenfalls bei den Ermittlungen. Doch trotz aller Anstrengungen gerät Anna erneut in Lebensgefahr. Und ihre Helfer ebenfalls.

    Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie und sehr spannend. Die handelnden Personen überzeugen. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar. Als Leser ist man den Ermittlungen manchmal ein wenig voraus. Allerdings meistens nur damit, was als Nächstes passieren wird. Weniger damit, wer dahinter stecken könnte und vor allem warum. Das Ende birgt eine Überraschung. Und bis dahin passiert einiges und die Spannung wird über große Teile des Buches wirklich sehr hoch gehalten. So ist der Cliffhanger auf Teil 2 quasi mit Ansage. Zum Glück erscheint das Buch schon in wenigen Wochen.
    Die karierten Mädchen

    Alexa Hennig Von Lange
    Die karierten Mädchen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.11.2022

    Deutsche Geschichte

    Klara arbeitet in einem Erholungs- und Waisenheim für Kinder in der Nähe von Dessau. Sie ist froh, dass sie in der schweren Zeit diese Stelle bekommt. Bald arbeitet sie sich gut ein und als die Leiterin der Einrichtung stirbt, übernimmt Klara ihre Aufgaben. Zusammen mit einer Freundin versucht sie, das Heim finanziell über die Runden zu bringen. Eines Tages wird ein kleines Mädchen abgegeben, Tollas Mutter ist Jüdin und verstirbt einige Zeit darauf. Klara versucht, Tolla als ihr Kind auszugeben und im Heim zu behalten.

    Das Buch ist eine Geschichte, die auf der Grundlage der Erinnerungen der Oma der Autorin entstand. Es spielt auf zwei Ebenen. In der Gegenwart ist die alte Dame blind und diktiert ihre Lebenserinnerungen auf Band. Gleichzeitig liest man sozusagen parallel die Geschehnisse in der Vergangenheit. Für meine Begriffe gut gelungen ist es, die Situation der Frauen damals darzustellen. Wie sie versuchten, in schweren Zeiten zu überleben. Wie sie auch teilweise naiv gegenüber der Politik und den Nazis waren und wie sie die Hintergründe gar nicht erfassen oder erfassen konnten. Sie haben nur versucht, ihr Leben so gut wie möglich zu leben. Unterschwellig spürt man auch immer die Angst, dass sie möglichst keine Fehler machen. Aus heutiger Sicht ist es natürlich leicht, diese Menschen zu bewerten und über sie zu urteilen. Aber man selbst war nicht dabei und kann somit nicht einschätzen, wie man selbst reagiert hätte.
    Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie und ich werde die Fortsetzung lesen.
    Das letzte Grab

    Lukas Erler
    Das letzte Grab (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.11.2022

    Nicht ganz stimmig

    Die Rechtsanwältin Carla Winter bekommt die Nachricht, dass ihr Exmann in der Türkei bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Als sie nach Hause kommt, findet sie ihre Wohnung verwüstet vor und ihren One-Night-Stand im Schrank ermordet. Die Zusammenhänge werden ihr erst klar, als sie in die Türkei fährt und mehr über den Unfall ihres Exmannes wissen will.

    Das Buch ist für mich nicht ganz stimmig. Auf der einen Seite wird die Anwältin als sehr ängstlich und korrekt geschildert, auf der anderen Seite macht sie auf einmal Sachen, die ein normaler Mensch – schon gar nicht in ihrer Position – normalerweise tut. Das passt für mich nicht ganz zusammen. Ich hatte das Gefühl, der Autor konnte sich nicht wirklich entscheiden, ob er einen Thriller, Krimi oder einfach einen Abenteuerroman schreiben wollte. Davon abgesehen sind die meist relativ kurzen Kapitel gut lesbar und man kommt sehr schnell vorwärts. Die Teile um den Kunsthandel fand ich sehr interessant. Alles in allem empfinde ich, dass es für eine gute weitere Reihe noch einiges an Luft nach oben gibt.
    Die Vergessene

    Karin Slaughter
    Die Vergessene (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.11.2022

    Schwächer

    1982 findet in dem kleinen Ort Longbill Beach der Abschlussball der Highschool statt. Emily ist im siebenten Monat schwanger und geht auf dem Ball, obwohl sie schon Monate davor von allen geschnitten und gemobbt wird und die Schule nicht mehr besuchte. Auf dem Heimweg vom Ball wird sie ermordet. Weder der Vater des Kindes noch der Mörder wird jemals gefunden. 40 Jahre später kommt Andrea Oliver in den Ort. Sie ist gerade US-Marshall geworden und soll eine Richterin beschützen. Doch unabhängig davon hat sie ganz eigene Gründe, den Auftrag anzunehmen.

    Das Buch findet auf zwei Zeitebenen statt. Dabei ist die Ebene in der Vergangenheit wesentlich spannender und interessanter und auch mit viel mehr Gefühlen beladen. Das liest sich sehr gut und auch flüssig weg. Im Gegensatz dazu ist die Geschichte in der Gegenwart oft ein wenig zu langatmig und zu zäh beschrieben. Das ist schade, denn die Autorin kann definitiv mehr. So ist das Buch am Ende dann nur Durchschnitt. Ich hoffe, die im letzten Kapitel angedeutete Fortsetzung wird besser.
    Sten, V: Kalt und still

    Sten, V: Kalt und still (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.10.2022

    Sehr guter Beginn

    Hanna hat Probleme in ihrer alten Dienststelle. Als sich auch noch ganz überraschend ihr Lebensgefährte von ihr trennt, fällt sie in ein schwarzes Loch. Ihre Schwester schickt sie in das Ferienhaus der Familie nach Are. Dort wird nur kurze Zeit später die 18-jährige Amanda vermisst. Hanna beteiligt sich an der Suche. Doch wenig später wird es Mädchen erfroren auf einem Skilift gefunden. Die Polizei ermittelt, doch die Personaldecke ist mehr als dünn. Hanna bietet ihre Hilfe an und ist sehr froh, dass sie dort erst einmal befristet eine neue Stelle erhält.

    Das Buch ist der Beginn einer neuen Reihe. Und es ist ein sehr guter Beginn. Sowohl der Titel auch als das Cover sind sehr passend zum Inhalt. Das Leben im hohen Norden wird sehr gut beschrieben. Der Fall selbst ist ein ganz typischer Krimi. Nicht hochspannend, aber mit sehr realistischen Ermittlungen, einigen Verdächtigen, die ein Motiv haben. Aber eben auch von ganz normalen Ermittlern, die so ihre eigenen Probleme haben. Das Team ist sehr sympathisch. Das Buch selbst ist sehr gut lesbar. Die kurzen Kapitel verleiten dazu, dass man mit dem Lesen nicht aufhören kann. Ich werde auf jeden Fall die Fortsetzung lesen.
    Herzschuss

    Andreas Föhr
    Herzschuss (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.10.2022

    Solider Regionalkrimi

    Im beschaulichen bayerischen Miesbach wird der Landtagsabgeordnete Gansel ermordet. Kommissar Wallner übernimmt die Ermittlungen. Er hat es nicht leicht, denn seit kurzem hat er eine neue Chefin. Und die Ermittlungen gehen ganz schnell in die Richtung, dass sein Polizeikollege der Täter sein könnte. Er selbst glaubt zwar nicht daran, doch seine Vorgesetzten sind anderer Meinung.

    Das Buch ist die Fortsetzung einer ganzen Reihe. Es ist auf jeden Fall ein sehr solider Regionalkrimi. Und mein erster, den ich davon lese. Dass ich die Vorgängerbücher nicht kenne, war für das Verständnis überhaupt kein Problem. Man kann das Buch problemlos einzeln lesen und versteht die Zusammenhänge. Die Ermittlungen sind nach vollziehbar und es werden verschiedene Erzählstränge präsentiert, die dann zusammengeführt werden. Der bayerische Dialekt hält sich insoweit in Grenzen, dass auch ein Nicht-Bayer gut folgen kann. Mein Fazit: solide und gut lesbar.

    Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen

    Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.10.2022

    Sträter pur

    Das Buch behandelt – noch Meinung des Autors – die besten Geschichten der letzten drei Jahre von Bühne, Fernsehen oder Erlebnissen. Naturgemäß spielt Corona dabei eine große Rolle. Aber es geht auch um seiner Meinung nach sehenswerte Filme, verschiedene Geschichten und Märchen, Kritik an der Sprache oder Erinnerungen aus der Kindheit. Das alles ist Sträter–typisch verarbeitet. Ich habe mich beim Lesen oft einfach köstlich amüsiert. Irgendwie hatte ich auch die Stimme von Sträter ständig im Kopf. Inhaltlich muss ich nicht mit allem einverstanden sein, doch die pointiert gesetzte Sprache hat mich immer fasziniert. Seine oft lakonischen Bemerkungen sind genau mein Fall. Sehr berührend fand ich das Kapitel über seine Depressionen und den Umgang damit. Das ist unheimlich ehrlich, gleichzeitig aber auch Mut machend. Alles in allem ein mehr als nur gelungenes Buch und von mir gibt es dafür absolut eine Leseempfehlung.
    Dark Clouds

    Thilo Falk
    Dark Clouds (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.10.2022

    Komplex

    Europa, und speziell Deutschland, versinkt im Regen. Und zwar im Stark– und Dauerregen. U-Bahnen werden geflutet, Verkehrsverbindungen funktionieren nicht mehr, der Flugverkehr wird eingestellt usw. Die Probleme werden größer und größer und es passiert erst einmal gar nichts, die Verantwortlichen wiegeln ab oder verbreiten Falschmeldungen. Mehr durch zu Zufall kommen drei Leute aus der Wirtschaft, dem Versicherungswesen und der Wissenschaft zu der Erkenntnis, dass das Wetter manipuliert wurde. Doch mit diesem Ansatz nimmt sie niemand bei den Behörden für voll…

    Das Buch ist ein Thriller. Anfangs beginnt er allerdings ein wenig wie ein Sachbuch. Das hat für mich das Lesen zu Beginn etwas schwierig gemacht. Doch es war notwendig, um das sehr komplexe Thema einigermaßen verständlich zu erklären. Je weiter das Buch vorwärts kam, desto mehr wurde es zu eher hochwertiger Unterhaltung, bei der man allerdings ebenfalls sehr viel lernen konnte. Bei einigen technischen Sachen war ich überfordert, das mindert aber nicht das Lesevergnügen. Das Buch ist absolut hochaktuell und warnt auf seine Weise, dem Klimawandel nicht weiter tatenlos zuzusehen. Gleichzeitig wirbt es für Zusammenarbeit und neue Denkansätze. Das tut es ohne erhobenen Zeigefinger und mit unheimlich viel Spannung. Von mir gibt es deshalb eine absolute Leseempfehlung.
    Jeschke, T: Svendborg 1937

    Jeschke, T: Svendborg 1937 (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.10.2022

    Enttäuscht

    Die jüdische Familie Dinkelspiel besitzt in Stuttgart eine Galerie. 1937 schaffen sie es, vor den Nazis nach Dänemark zu fliehen. In dem kleinen Ort Svendborg kommen sie bei einer Tante unter. Doch richtig froh werden sie dort nicht. Im gleichen Ort lebt auch Bertolt Brecht mit seiner Familie und seinen Frauen im Exil.

    Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut. Mich interessieren Geschichten wie dieses sehr. Noch dazu, wo berühmte Künstler, wie Brecht oder Eissler, ins Spiel kommen. Wobei das nicht das wichtigste ist, sondern die jüdische Familie. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Es ist fast ein Sachbuch und es gibt keine einzige direkte Rede im Buch. So konnte ich überhaupt keine Beziehung zu den handelnden Personen aufbauen, mir fehlten jegliche Gefühle und ich konnte nicht alle Entscheidungen nachvollziehen. Alles wirkte irgendwie sehr distanziert. Schade, meines Erachtens hätte man da viel mehr draus machen können
    Findelmädchen

    Lilly Bernstein
    Findelmädchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.10.2022

    Das passt

    Köln 1955. Helga und ihr etwas älterer Bruder Jürgen kommen aus Frankreich zurück nach Deutschland. Von dort hat sich ihr Vater endlich gemeldet, der in russischer Kriegsgefangenschaft war. Der Vater betreibt einen kleinen Kiosk. Helga will eigentlich aufs Gymnasium. Doch das Haus, in dem sie alle wohnen, gehört ihrer Tante Meta und die fordert, dass Helga auf eine Haushaltungsschule geht, um baldmöglichst verheiratet zu werden. Im Rahmen dieser Ausbildung muss Helga ein Praktikum in einem Waisenhaus machen, die Zustände dort sind entsetzlich und Helga kommt damit gar nicht klar.

    Das Buch ist die Fortsetzung von „Trümmermädchen“. Ich kannte den ersten Teil nicht, das ist auch überhaupt kein Problem und keine Voraussetzung, um dieses Buch sehr gut zu verstehen. Es geht um die Probleme der 1950er Jahre. Frauen sind nur für Haushalt, Küche und Kinder gut. Ledige Frauen mit Kind und noch schlimmer Frauen mit einem so genannten Besatzerkind werden behandelt wie der letzte Dreck. Ihnen werden die Kinder weggenommen und in Waisenhäuser gesteckt. Das alles ist sehr realistisch beschrieben. Oft gehen solche Bücher ins Triviale oder Kitschige. Die Autoren hat das alles vermieden. Auch wenn einige Sachen vorhersehbar sind, besticht das Buch durch einen guten Stil, durch nachvollziehbare Handlungen und noch mehr durch eine große Wärme und Empathie. Hier passt einfach alles. Ein Buch, dass ich absolut empfehlen kann.
    Findelmädchen

    Lilly Bernstein
    Findelmädchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.10.2022

    Das passt

    Köln 1955. Helga und ihr etwas älterer Bruder Jürgen kommen aus Frankreich zurück nach Deutschland. Von dort hat sich ihr Vater endlich gemeldet, der in russischer Kriegsgefangenschaft war. Der Vater betreibt einen kleinen Kiosk. Helga will eigentlich aufs Gymnasium. Doch das Haus, in dem sie alle wohnen, gehört ihrer Tante Meta und die fordert, dass Helga auf eine Haushaltungsschule geht, um baldmöglichst verheiratet zu werden. Im Rahmen dieser Ausbildung muss Helga ein Praktikum in einem Waisenhaus machen, die Zustände dort sind entsetzlich und Helga kommt damit gar nicht klar.

    Das Buch ist die Fortsetzung von „Trümmermädchen“. Ich kannte den ersten Teil nicht, das ist auch überhaupt kein Problem und keine Voraussetzung, um dieses Buch sehr gut zu verstehen. Es geht um die Probleme der 1950er Jahre. Frauen sind nur für Haushalt, Küche und Kinder gut. Ledige Frauen mit Kind und noch schlimmer Frauen mit einem so genannten Besatzerkind werden behandelt wie der letzte Dreck. Ihnen werden die Kinder weggenommen und in Waisenhäuser gesteckt. Das alles ist sehr realistisch beschrieben. Oft gehen solche Bücher ins Triviale oder Kitschige. Die Autoren hat das alles vermieden. Auch wenn einige Sachen vorhersehbar sind, besticht das Buch durch einen guten Stil, durch nachvollziehbare Handlungen und noch mehr durch eine große Wärme und Empathie. Hier passt einfach alles. Ein Buch, dass ich absolut empfehlen kann.
    Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben?

    Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.10.2022

    Wer soll das glauben?

    Patrick führt ein ganz normales Leben als kaufmännischer Leiter und mit seiner Frau zusammen. Doch dann wird er beschuldigt, Frauen zu stalken, zu schlagen und zu ermorden. Er weist alle Vorwürfe vehement von sich und behauptet, die der Polizei vorliegenden Beweise, speziell die Videos, wurden gefälscht. Doch die Polizei kann keine Fälschung erkennen und verhaftet ihn…

    Das Buch ist sehr gut lesbar. Die kurzen Kapitel treiben einem beim Lesen regelrecht vorwärts. Die Beschreibungen sind nachvollziehbar und besonders hat mich fasziniert, welche technischen Möglichkeiten es in Bezug auf diverse Fälschungen inzwischen gibt. Fast hätte ich das Buch mit voller Punktzahl bewertet, wäre da nicht das Ende. Es kam für mich zwar überraschend, aber es war für mich nicht völlig plausibel. Die Verhaltensweisen davor waren so völlig anders. Um das genauer zu begründen, müsste ich viel zu viel spoilern, was ich nicht will. So ist das Buch für mich ein immer noch guter Thriller, der unterhält.
    Ein Kommentar
    Anonym
    01.12.2022

    Ende nicht schlüssig

    Völlig überraschend und für mich nicht plausibel
    Das habe ich ganz genauso empfunden.
    Stille blutet

    Ursula Poznanski
    Stille blutet (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.10.2022

    Nicht ihr bestes Buch

    Bei einem eher Trash-Sender in Wien verkündet die Nachrichtensprecherin Nadine ihre eigene Ermordung. Kurz danach ist sie wirklich tot. Nur wenig später passiert das Gleiche mit einem älteren Fotojournalisten. Alles rätselt, wie die Fälle zusammenhängen könnten. Doch bald gibt es nur noch einen Verdächtigen: den ehemaligen Freund von Nadine.

    Ich mag die Bücher der Autoren sehr, doch dieses gehört für mich nicht unbedingt zu ihren besten. Es wird als Thriller verkauft, doch für mich ist es in großen Teilen ein normaler Krimi. Mit dem Titel kann ich nicht wirklich viel anfangen, was den Inhalt des Buches angeht. Die kurzen Kapitel sind gut lesbar. Mit den eingeschobenen Kapiteln mit sehr eigenartigen Überschriften und sozusagen einer Stimme aus dem Hintergrund kann ich mich nicht anfreunden, vermutlich wird sich das in den folgenden Büchern der angekündigten Reihe passend noch klären. Im Moment hat es mich eher genervt. Positiv hat mir die Figur der jungen Kommissarin Fina Plank gefallen. Ebenso das Team, auch wenn Oliver eine eher miese Rolle spielt. Eine Entwicklung ist angedeutet. Sehr gut getroffen fand ich die Reaktionen im Netz auf den angeblichen Täter. Das zeigt sehr deutlich, wie solche Sachen heute in den Medien und im Internet ablaufen. Alles in allem ist das Buch allerdings über weite Strecken für mich eher durchschnittlich, erst am Ende die Auflösung ist wieder gewohnt gut. Auf jeden Fall ist eine Steigerung möglich und auch nötig für die Reihe.
    Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt

    Charlotte Roth
    Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.10.2022

    Berlins wilde Zeiten

    Anfang der 1920er Jahren kommt Nina von Veltheim aus der Uckermark nach Berlin, um sich dort ihren Traum zu erfüllen. Sie möchte ans Theater, allerdings will sie eher als Regisseurin arbeiten. Zur damaligen Zeit fast undenkbar. Doch sie lässt sich nicht entmutigen und versucht, eine Varieté-Truppe zusammenzustellen. Es gelingt ihr unter großen Mühen, doch sie findet keine Anerkennung.

    Das Buch ist ein sehr gelungenes Zeitzeugnis. Zum einen zeigt es den Aufbruch der Frauen zur damaligen Zeit. Zum anderen zeigt es aber auch das wilde Berlin mit den vielen Vergnügungen. Ebenfalls zeigt es aber auch die starken Schattenseiten mit Hunger, Not, Geldabwertung und den daraus folgenden Problemen. Gut gefallen hat mir außerdem, dass der Kampf der Frauen um Anerkennung sehr realistisch gezeigt und die Hauptfiguren ein eigenes Leben haben dürfen. Sie sind sehr vielschichtig und im nächsten Band wird man sicherlich noch mehr über die einzelnen Personen erfahren. Vieles ist nur angedeutet und birgt genug Stoff für ein weiteres interessantes Buch.
    Schnee

    Yrsa Sigurdardóttir
    Schnee (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.10.2022

    Genial, aber ...

    Im isländischen Hochland werden fünf Leichen gefunden. Niemand kann sich erklären, was die Leute tun wollten und warum sie sich im Freien ohne jegliche Bekleidung aufgehalten haben. Gleichzeitig geschehen auf einer alten US-Basis, die jetzt noch ein Radargerät betreibt, mysteriöse Dinge. Und nicht nur dort…

    Das Buch ist genial. Und bis ungefähr 20 Seiten vor dem Ende hätte ich die volle Punktzahl vergeben. Die drei unterschiedlichen Erzählstränge verlaufen anfangs nebeneinander und haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Die Auflösung am Ende allerdings birgt mehr als nur eine Überraschung und ist absolut gelungen. Leider gibt es keine vernünftige Erklärung dafür, warum die mysteriösen Dinge geschehen. Bei einigen Personen kann ich es noch nachvollziehen, so als eine Art schlechtes Gewissen. Warum aber völlig unbeteiligte Personen das angeblich auch erleben, erschließt sich mir nicht. Und das ist für mich das große Manko an dem ansonsten sehr gutem Buch. Während die realen Sachen komplett aufgelöst werden, bleibt der Rest einfach offen. Da ich an solche Sachen nicht glaube, ist das für mich enttäuschend.
    Ein Kind namens Hoffnung

    Marie Sand
    Ein Kind namens Hoffnung (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.10.2022

    Potential verschenkt

    Elly arbeitet in Berlin als Köchin. Lange war sie im Adlon, ehe sie zu einer jüdischen Familie wechselte. Besonders Leon, den Sohn, liebt sie über alles. 1938 wird die Familie verraten und die Eltern werden von den Nazis abgeholt. Elly schafft es, Leon zu schützen, und sie verspricht der Mutter Sara, ihn zu retten.

    Das Buch erzählt eine Geschichte, die zwar nicht genau so, aber ähnlich stattgefunden hat. Das Thema ist berührend und auch wichtig. Leider wurde in meinen Augen viel Potenzial verschenkt. Denn fast bis zum Ende des Buches konnte ich emotional nicht mit den Figuren mitfiebern. Das Buch ist einfach zu lesen und hat einen eher sachlichen Stil. Elly reagiert oft sehr pragmatisch, was ich verstehe. Aber durch diesen sehr distanzierten Stil kamen für mich keine Gefühle ins Spiel. Das ändert sich erst ganz am Ende des Buches, wo ich wiederum die Reaktion von Sara nicht wirklich verstehen konnte. Hier war meines Erachtens mehr möglich gewesen.
    Brandner, M: Kerl aus Koks

    Brandner, M: Kerl aus Koks (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.10.2022

    Sympathisch

    Erzählt wird die Lebensgeschichte von Paul, der die ersten Jahre in Bayern verbringt, den seine Mutter dann aber in den Ruhrpott holt. Dort fühlt er sich schnell wohl, auch weil sein Stiefvater für ihn zu einem echten Vater wird. Und vieles ausgleicht, was die Mutter nicht so besonders gut macht. Paul wird sich in vielen Berufen versuchen, die Bundeswehr überstehen und ein sehr bewegtes Leben führen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Schauspieler, der hier zum Autor wird, war mir schon immer sympathisch und auch als Schriftsteller trifft das wieder zu. Er beschreibt mit seiner zum Teil lakonischen Art, aber immer mit sehr viel Humor und Menschenliebe, Teile seines Lebens. Damit beschreibt er aber gleichzeitig auch ein Aufwachsen im Nachkriegsdeutschland und einiges an Freiheit. Er verschweigt auch nicht seine Fehler beziehungsweise Fehlentscheidungen, aber das macht ihn nur noch menschlicher. Ich kann das Buch absolut nur empfehlen. Das Cover ist ein wirklicher Hingucker und zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.
    Tohrus Japan

    Tohru Nakamura
    Tohrus Japan (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.10.2022

    Sympathisch und interessant

    Ich muss gestehen, dass ich bisher den Spitzenkoch und jetzigen Autor überhaupt nicht kannte. Das dürfte ein Fehler meinerseits sein. Denn das Buch hat mich in mehrerer Hinsicht überrascht. Zum einen ist der Autor sehr sympathisch und mir hat die Aufteilung des Buches sehr gefallen. Zuerst führt uns der Autor nämlich in Deutschland an verschiedene japanische Orte und erst dann erzählt er über seinen Lebenslauf und seine Kochleidenschaft. Danach geht es dann mit den Rezepten los. Diese sind in verschiedene Abschnitte unterteilt, die jeweils mit einer Warenkunde beginnen. Das empfand ich als sehr gute Idee. Auch das Glossar am Ende mit den Erklärungen zu den einzelnen fremden Zutaten hat mir als Laien sehr weitergeholfen. Die Rezepte werden begleitet mit wirklich wunderschönen Fotos und sind für mich verständlich. Von den meisten japanischen Zutaten hatte ich allerdings noch nie was gehört. Aber mir gefällt die Verbindung zwischen deutscher und japanischer Küche. Unabhängig davon fand ich das Buch aber als sehr hochwertig und würde es als Geschenk für Leute, die japanisches Essen mögen, und auch als Leseempfehlung bezeichnen.
    Zwischen heute und morgen

    Carmen Korn
    Zwischen heute und morgen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.09.2022

    Die 1960er

    Der zweite Teil der Geschichte um die Familien in Hamburg, Köln und San Remo deckte den gesamten Zeitraum der 1960er Jahre ab. Es geht aufwärts und die Lebensbedingungen verbessern sich immer mehr, jedenfalls für die meisten in der Familie. Aber es gibt auch Probleme und Todesfälle. Wie es eben in jeder normalen Familie geschieht.

    Das Buch beginnt mit einer kurzen Vorstellung der wichtigsten Hauptpersonen und ihrer Verbindung zueinander und dann auch mit den Stammbäumen der Familien. Das finde ich gut, denn gerade am Anfang musste ich mich erst wieder einlesen und die vielen Personen auseinanderhalten und richtig zuordnen. Wie auch im ersten Band ist es gut gelungen, die Vielschichtigkeit des Jahrzehnts darzustellen. Die neuen Entwicklungen, die Veränderungen in Politik und Wirtschaft, aber auch im Bereich der Familie. Das macht das Buch sehr gut lesbar, auch wenn ich es etwas schwächer als den Vorgängerband empfand. Das lag in erster Linie daran, dass ich einige der Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehen konnte. Unabhängig davon gibt es von mir eine Leseempfehlung.

    Ryan, J: Köchinnen von Fenley

    Ryan, J: Köchinnen von Fenley (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.09.2022

    Köstlich

    Großbritannien 1942, mitten im Krieg gibt es schon länger eine Lebensmittelrationierung. Die Menschen müssen zwar nicht unbedingt Hunger leiden, aber es fehlen viele Dinge, die traditionelle Gerichte unbedingt benötigen. Daher hat ein Ministerium es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen mit Kriegsrezepten zu versorgen. Passend dazu veranstaltet eine BBC-Radiosendung einen Kochwettbewerb. Es geht darum, mit möglichst wenigen Lebensmitteln, die auf die Karten zugeteilt werden oder sogar außerhalb der Rationierung zu bekommen sind, sehr gute und schmackhafte Gerichte herzustellen. Die vier Damen, die sich daran beteiligen, sind alle gute Köchinnen, jede auf ihre eigene Art und Weise. Die Gewinnerin wird die BBC-Radiosendung künftig mit moderieren. Für alle ist es ein Aufstieg und eine riesige Chance.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zum einen erfährt man, wie es in England im zweiten Weltkrieg in Bezug auf die Lebensmittelrationierung zuging. Welche Lebensmittel waren relativ gut verfügbar, welche waren kaum erhältlich. Wie haben die Frauen es geschafft, ihre Familien zu ernähren. Zum anderen ist das Buch in sich gut lesbar. Es erzählt warmherzig eine Geschichte, die Mut macht und gleichzeitig unterhält. Anfangs sind die handelnden Figuren ein wenig zu schwarz-weiß gezeichnet und fallen manchmal in Richtung Klischee ab, doch im Laufe des Buches ändert sich das dann doch. Die eingebauten Rezepte klingen sehr interessant und ich werde tatsächlich versuchen, einige davon nachzukochen beziehungsweise nachzubacken.
    Storm, A: Das neunte Gemälde

    Storm, A: Das neunte Gemälde (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.09.2022

    Nicht einfach

    Leonhard Lomberg bekommt einen Anruf und soll ein verschollenes Gemälde übergeben bekommen. Kurze Zeit später ist der Anrufer tot. Lomberg ist erst einmal verdächtig, mit dem Mord in Verbindung zu stehen. Er kann den Verdacht zwar entkräften, begibt sich aber nun selbst auf die Suche nach dem Bild. Umso mehr, weil das Bild mit seinem eigenen Vater zu tun haben soll.

    Das Buch ist als Kriminalroman bezeichnet. Das trifft es ziemlich gut, wobei ich persönlich die Betonung mehr auf Roman lege. Es ist genug kriminelle Energie dabei, aber diese ist nicht immer unbedingt sehr spannend rübergebracht. Gerade am Anfang hatte ich einige Probleme, die zwischen 1914 und 2016 spielenden Handlungsstränge zu verfolgen und die vielen Personen einzuordnen. Trotzdem hat mich die vielschichtige Geschichte zum einen interessiert, zum anderen auch einiges gelehrt und je weiter das Buch fortschritt, desto verbanden sich die vielen unterschiedlichen Sachen. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, man muss sehr aufmerksam dabei bleiben, um die Geschichte in allen Facetten zu begreifen. Unabhängig davon hat es mir aber wirklich sehr gut gefallen und ich freue mich auf die angekündigte Fortsetzung.
    Drei Tage im August

    Anne Stern
    Drei Tage im August (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.09.2022

    Sehr ruhig

    August 1936. In Berlin findet gerade die Olympiade statt und die Stadt wird noch einmal bunt und international. Trotzdem ist die Düsternis im Hintergrund die die Macht der Nazis zu spüren. Die ehemalige Prachtstraße Unter den Linden ist ein wenig heruntergekommen. Der Ku‘Damm läuft ihr den Rang ab. Trotzdem gibt es noch viele Geschäfte. So der Buchladen des Juden Franz Marcus oder die berühmte Chocolaterie Sawade, in der Elfie Geschäftsführerin ist. Da gibt es den Leierkastenmann und die Menschen im Hotel Adlon.

    Das Buch erzählt sehr ruhig die Geschichte vor allem von Elfie. Als Laie konnte ich nicht erkennen, ob sie manisch–depressiv, leicht autistisch oder nur mit einem Kindheitstrauma behaftet ist. Auf jeden Fall ist sie sehr speziell. Erzählt wird aber auch die Geschichte des berühmten Ladens Sawade, den es bis heute noch gibt. Und die Geschichten einiger Leute, die mit Elfie verbunden sind. Das alles ist komprimiert auf die drei Tage im August. Es gelingt der Autorin, die ganzen Lebensläufe darin unterzubringen. Nicht gefallen haben mir die zum Glück wenigen eingeschobenen Kapitel, in denen die Linden selbst sprechen. Sie erzählen von der Vergangenheit, aber auch der Zukunft der Straße und das fand ich zum einen komisch, zum anderen auch irgendwie befremdlich. Es hätte diese Kapitel nicht gebraucht.
    251 bis 275 von 892 Rezensionen
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
    11
    12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36
    Newsletter abonnieren
    FAQ- und Hilfethemen
    • Über jpc

    • Das Unternehmen
    • Unser Blog
    • Großhandel und Partnerprogramm
    MasterCard VISA Amex Diners Club PayPal
    DHL
    • AGB
    • Versandkosten
    • Datenschutzhinweise
    • Barrierefreiheitserklärung
    • Impressum
    • Kontakt
    • Hinweise zur Batterierücknahme
    * Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
    ** Alle durchgestrichenen Preise (z. B. EUR 12,99) beziehen sich auf die bislang in diesem Shop angegebenen Preise oder – wenn angegeben – auf einen limitierten Sonderpreis.
    © jpc-Schallplatten-Versandhandelsgesellschaft mbH
    • jpc.de – Leidenschaft für Musik
    • Startseite
    • Feed
    • Pop/Rock
    • Jazz
    • Klassik
    • Vinyl
    • Filme
    • Bücher
    • Noten
    • %SALE%
    • Weitere Bereiche
      • Themenshops
      • Vom Künstler signiert
      • Zeitschriften
      • Zubehör und Technik
      • Geschenkgutscheine
    • Hilfe
    • Anmelden
    • Konto anlegen
    • Datenschutzhinweise
    • Impressum
    • Kontakt