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    Xanaka Top 50 Rezensent

    Aktiv seit: 26. Mai 2016
    "Hilfreich"-Bewertungen: 31

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    347 Rezensionen

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    Die Villa am Elbstrand

    Charlotte Jacobi
    Die Villa am Elbstrand (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.12.2018

    Wunderbarer informativer Auftakt einer Familiengeschichte

    Im sorglosen Sommer 1912 ahnt die sechzehnjährige Sophie Brix nicht, dass sich ihr Leben innerhalb kurzer Zeit komplett ändern wird. Als sie am Glücksburger Strandhotel ein Feuer auf dem Dach bemerkt, kann sie relativ schnell die Angestellten informieren. Jedoch ist das diese Mädchen am Fenster unter dem Dach. Für sie scheint jede Hilfe zu spät zu kommen. Aber Sophie hat eine Idee und es gelingt ihr Anna Nieland, die Tochter des bekannten Reeders aus Hamburg, aus den Flammen zu retten. Mit dieser Rettung beginnt eine lebenslange Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, die Einfluss auf ihr gesamtes Leben haben wird.

    Anna gibt Sophie, die Tochter eines Melkers, zwei Jahre später die Möglichkeit nach Hamburg zu kommen und bei ihr als ihre Gesellschafterin zu leben. Am Anfang ist es nicht leicht für Sophie sich als einfaches Mädchen vom Land in der Großstadt und auch in der Familie Nieland zu behaupten und akzeptiert zu werden. Jedoch ihre liebenswerte, natürliche Art macht es den Familienmitgliedern schwer sie nicht zu mögen.

    Doch es kommen schwere Zeiten auf Sophie und die Familie Nieland zu. Die Welt ist in Aufruhr, ein Krieg scheint nicht mehr fern. Lest selbst, inwiefern diese Ereignisse Einfluss auf das Leben von Sophie und der Familie Nieland in der Villa am Elbstrand haben werden.

    Ich fand dieses Buch ungemein interessant. Es erzählte anschaulich, phasenweise sehr anschaulich, das Leben einer Familie in diesen damals unruhigen Zeiten. Sicher man weiß einiges über diese Zeit, aber durch das persönliche Schicksal der Protagonisten wurde es mir beim Lesen sehr viel informativer. Die historischen Fakten hat die Autorin gut recherchiert und geschickt in diesem Roman eingebettet.

    Mir hat das Buch gefallen. Es gibt verdiente fünf Lesesterne und eine Empfehlung an alle.
    Das Mädchen mit dem Schmetterling

    Kristin Hannah
    Das Mädchen mit dem Schmetterling (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2018

    Beeindruckend

    Julie und Ellie sind Schwestern und doch grundverschieden. Ellie, die ältere der Beiden, ist Polizeichefin in ihrem kleinen Heimatort am Mystic Lake. Julie dagegen ist eine äußerst erfolgreiche Kinderpsychologin in Los Angeles. Jetzt steht sie vor den Trümmern ihrer einstmals so erfolgreichen Karriere.

    Beide haben seit Jahren nur noch sporadischen Kontakt zueinander. Und doch ist es so, dass ein unvorhergesehenes Ereignis Ellie um die Hilfe ihrer Schwester bitten lässt. Ein sogenanntes Wolfskind ist urplötzlich im Distrikt aufgetaucht. Das völlig verwilderte und verwahrloste Kind ist nicht nur schwer traumatisiert, es spricht auch nicht. Niemand weiß woher das Kind kam, es wird kein Kind vermisst, auf das die Beschreibung und das ungefähre Alter passen könnte.

    Für Julie wird dieses Kind zum Rettungsanker. Sie versucht mit viel Einfühlungsvermögen und ihren Kenntnissen sich dem Kind zu nähern, um so Informationen über das Mädchen zu erlangen und es zu therapieren.

    Das ist eines der Bücher, die mich wieder einmal tief beeindruckt, aber auch betroffen gemacht haben. Die Story, die die Autorin hier geschrieben hat, ist so unfassbar und unglaublich. Gut gefallen haben mir die einfühlsame Beschreibung des Vorgehens der Psychologin als sie versucht mit dem Kind Kontakt aufzunehmen und sich ihr zu nähern. Auch ihre sehr emphatische Darstellung als und auch wie es beiden Schwestern gelingt, wieder ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

    Das Buch liest sich schon durch die Story richtig gut. Pausen während des Lesens fielen mir sehr schwer, weil ich fortwährend wissen wollte, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne!
    Gut Greifenau - Abendglanz

    Hanna Caspian
    Gut Greifenau - Abendglanz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2018

    Gelungener Auftakt

    Es ist die Familiengeschichte derer von Auwitz-Aarhayn. Sie beginnt in Greifenau im Mai 1913. Das Leben in Greifenau irgendwo in Pommern ist zu dieser Zeit für die gräfliche Familie fast angenehm und leicht, währenddessen ihre Angestellten vom frühen Morgen an zu tun haben, um das Gut am Laufen zu haben und das Leben der gräflichen Familie so angenehm wie möglich zu gestalten.

    Und doch haben auch diese mehr oder weniger mit Problemen der damaligen Zeit zu kämpfen. Als der alte Patron stirbt und sein Sohn Adolphis der neue Gutsherr wird, ist Konstantin dem Enkel klar, dass jetzt vielleicht die Zeit für Neuerungen gekommen sein könnte. Nicht umsonst hat er Landwirtschaft studiert. Er möchte nun endlich Maschinen kaufen und diese zum Einsatz bringen. Davon würden auch die Pächter profitieren.

    Auch Feodora, die Gräfin, kämpft mit den Alltagsproblemen einer Adligen zur damaligen Zeit. Sie möchte ihre Tochter Katharina, die gerade mal 12 Jahre alt ist, unbedingt gewinnbringend unter die Haube bringen. Eine Heirat mit einem Neureichen kommt gar nicht in Frage. Da kommt die Einladung von Ludwig von Preußen - einem Neffen von Kaiser Wilhelm gerade richtig. Er hat ein Auge auf Katharina geworfen und wäre doch nur wirklich standesgemäß.

    Hanna Caspian zeigt hier in ihrem Buch sehr anschaulich, wie sich das Leben auf einem gräflichen Gutshof zur damaligen Zeit abspielte. Ich habe ja bereits schon etliche dieser Familiengeschichten gelesen und bin jedesmal fasziniert, über diese andere Lebensweise damals. So viele Traditionen und Regeln an die man sich halten musste. Die Autorin nimmt sich aber auch die Zeit und zeigt uns das Leben der einfachen Leute und deren Probleme. Und es gibt da diese kleinen Geheimnisse, die sich zum Teil nach und nach offenbaren. Noch ist nicht alles gelöst, dafür gibt es noch zwei weitere Bücher über die Familie in denen wir, so denke, alles erfahren werden.

    Kurzum, ich war begeistert und kann das Buch unbedingt empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne.
    Rayne, P: One Best Man

    Rayne, P: One Best Man (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.11.2018

    Unterhaltsam

    Victoria ist nach der Scheidung von ihrem Mann Pete wieder zurück nach Chicago zu ihrer Mutter gezogen. Zum einen kann ihre Mutter sie bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter Jade unterstützen und andererseits kann Victoria sich um ihre Mutter kümmern, die an Multiple Sklerose erkrankt ist.

    Der Start in Chicago ist nicht einfach. Einen Job zu bekommen war da fast leicht, darum hatte sich ihr Chef gekümmert. Aber Victoria möchte nun auch noch ihren Uniabschluss machen, um für sich und ihre Tochter Jade gut sorgen zu können. Von Männern hat sie erst einmal die Nase voll.

    Doch dann trifft sie vor der Schule von Jade auf Reed Warner, den Trauzeugen ihres Exmannes. Er bringt auch gerade einen kleinen Jungen zur Schule. Und er erinnert sich genau an sie.

    Das ist nicht die typische Geschichte, die das Leben schreibt. Aber sie ist einfach schön zu lesen. Beim Lesen kann man wunderschön versinken und mitträumen. Allerdings hätte ich mir zur Spannung ein wenig mehr Konflikte gewünscht, dass wäre dem wahren Leben dann näher gekommen.

    Das Autorinnenduo hat mit der Geschichte über Victoria den ersten Band einer Trilogie geschrieben. Es folgen noch zwei weitere Bücher über die beiden Freundinnen von ihr, die in ihrem Leben und auch in dem Buch eine wesentliche Rolle spielen. Die Gemeinsamkeit aller drei Freundinnen ist das alle geschieden sind. Mit ihren Büchern zeigen die Autorinnen, wie es den Frauen gelingt mit ihrer Situation und dem Leben fertig zu werden.

    Das Buch liest sich wunderbar leicht, man kann herrlich dabei entspannen. Es ist natürlich leichte Kost, aber das tut auch ab und zu mal gut. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und vier Lesesterne.
    Die Suche

    Charlotte Link
    Die Suche (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.11.2018

    Solider Krimi von Charlotte Link

    Als in den Hochmooren Englands die Leiche der seit über einem Jahr vermissten Saskia Morris gefunden wird, ist das Entsetzen der Einheimischen groß. Bei Untersuchungen wird festgestellt, dass das Mädchen noch lange Zeit in Gefangenschaft gelebt haben muss, bevor es gestorben ist. Dann wird erneut ein junges Mädchen Amelie Goldsby vermisst.

    Detective Sergeant Kate Linville befindet sich zufälligerweise im Haus der Goldsbys als das Verschwinden ihrer Tochter bemerkt wird. Eigentlich muss sie sich um das Haus ihrer Eltern kümmern, deren Mieter hatten das Haus völlig verwüstet hinterlassen und sie möchte dieses jetzt ausräumen und renovieren, um es verkaufen zu können.

    Noch überraschter ist Detective Chief Inspector Caleb Hale, als er Kate im Haus der Goldsbys vorfindet. Beide kennen sich bereits von einem vorhergehenden Fall (Die Betrogene). Von Caleb erfährt sie, dass Amelie bereits das dritte verschwundene Mädchen in der Gegend ist. Ist hier ein Serientäter am Werk?

    Gut gefallen hat mir, dass zwei Protagonisten aus einem vorherigen Buch auftauchen. Bei beiden hatte ich das Gefühl sie bereits gut zu kennen. Weniger gut haben mir die endlosen Gedanken z.B. von Caleb Hale zu seinem Alkoholproblem, oder von Kate Linville über ihre verzweifelte Suche nach dem Mann des Lebens, gefallen. Hier hätten es gut und gerne 100 Seiten weniger getan, ohne dass das Buch an Inhalt verliert.

    Das Buch nimmt ab der Mitte so richtig Fahrt auf und man möchte es kaum noch aus der Hand legen. Die Story ist hervorragend, unvorhersehbar mit vielen Ecken und Wendungen, mit denen sich so nicht gerechnet hätte.

    Aufgrund der nicht notwendigen Längen vergebe ich hierfür vier Lesesterne, empfehle das Buch aber sehr gerne allen Krimifans.
    Lee, M: Ein einfaches Leben

    Lee, M: Ein einfaches Leben (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.11.2018

    Absolut beeindruckend und überwältigend

    Worin besteht für uns Europäer der Unterschied zwischen Japanern und Koreanern? Wir meinen es gibt keinen, im Gegenteil, für uns sehen sie sogar gleich aus. Das dem nicht so ist, kann man in diesem Buch erfahren.

    Es ist die Geschichte einer koreanischen Familie über den Zeitraum von 70 Jahren erzählt. Die Heldin Sunja wird mit ihren beiden Söhnen gezwungen, nach Japan zu emigrieren und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Dass das Leben in Japan noch viel schwieriger, als in Korea ist, hängt nicht nur mit den Sprachbarrieren zusammen. Schnell wird klar, ein Koreaner ist in Japan nicht viel wert. Er ist das unterste Glied in einer Kette. Ein Aufstieg in die Gesellschaft scheint nicht einmal nach mehreren Generationen möglich. Nur durch Selbstverleugnung der eigenen Herkunft und guten japanischen Papieren kann es gelingen ein anerkanntes Mitglied der japanischen Gesellschaft zu werden.

    Davon ist Sunja, die weder lesen noch schreiben kann, weit entfernt. Und doch gelingt es ihr, zusammen mit der Familie, ihren beiden Söhnen eine Schul- und Ausbildung zu ermöglichen. Das beide Söhne durch verschiedene Umstände zu Pachinko (so der Originaltitel dieses Buches) werden, war nicht geplant.

    Die Autorin, die hier das Leben einer Familie über einen sehr großen Zeitraum kennzeichnet, hat selbst über zwanzig Jahre an diesem Buch geschrieben. Ihr gelingt es viel von der Mentalität der Koreaner und auch der Japaner darzustellen. Beim Lesen erfährt man viel vom den Traditionen, dem Familienzusammenhalt und dem Stolz innerhalb der Familie. Aber es geht auch um den Krieg, die Not und den täglichen Kampf ums Überleben.

    Ein einfaches Leben ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch ein Buch über das Überleben in der Fremde, das Leben mit Vorurteilen und Fremdenhass.

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich kann es auf jeden Fall empfehlen und vergebe verdiente fünf Lesesterne.
    Stiller, D: Myrtenzweig (Regency Roman, Historisch, Cosy Cri

    Stiller, D: Myrtenzweig (Regency Roman, Historisch, Cosy Cri (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.10.2018

    Unterhaltsamer, historischer Cosy-Krimi

    Reynolds, die Kammerzofe von Lady Dorothy Beresford, ist verzweifelt. Ihr Bruder, ein Droschkenkutscher, wird des Mordes an Felton Seymor einem stadtbekannten Frauenheld beschuldigt. Für den Mord gibt es keine Zeugen und während der Kutschfahrt gab es auch keine Gelegenheit für den Mörder aufzusteigen. Also kann nur der Kutscher selbst den Mord begangen haben. Lady Beresford kann das nicht glauben, sie kennt den Kutscher selbst und weiß, der Täter muss jemand anderes gewesen sein.

    Im zweiten Handlungsstrang erfahren wir vom Patenkind der Beresfords - Rose Lymington, die aufgrund eines Skandals in ihrem Heimatort dringend gut verheiratet werden muss, um den Skandal vergessen zu lassen. Lady Beresford soll sie nun in die Londoner Gesellschaft einführen und den geeigneten Heiratskandidaten finden.

    Die Autorin erzählt hier mit viel Liebe eine spannende Geschichte die in London 1814 spielt. Es ist nicht nur ein Mordfall, der gelöst werden will, sondern auch eine Liebesgeschichte der anderen Art. Zusammengehalten wird die Story von Lady Dorothy. Sie ist für damalige Verhältnisse eine äußerst selbstbewusste Frau, die auch mal spontan und unkonventionell handelt. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und das macht sie als Protagonistin so sympathisch. Ihr gelingt es mit viel Feingefühl die Irrungen und Wirrungen des Mordfalls aufzudecken. Gleichzeitig kümmert sie sich auch mit großer Empathie um ihr Patenkind, damit diese ihr Glück findet. Beide Handlungsstränge werden geschickt zusammengeführt. Die Lösung ist eine große Überraschung.

    Durch die unterhaltsame Erzählweise und auch durch die kurzen Kapitel liest sich dieses Buch absolut angenehm und leicht. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter. Von mir gibt es dafür verdiente vier Lesesterne.
    Roßbach, S: Schatten über dem Odenwald

    Roßbach, S: Schatten über dem Odenwald (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.10.2018

    Alex ist nicht zu bremsen

    Alexandra König ist zu Tom, dem sympathischen Kriminalkommissar nach Beerfelden gezogen. Beide merken sehr schnell dass das Zusammenleben nicht einfach ist. Dann muss Tom auch noch einen neuen Fall übernehmen.

    Alex hat zufällig Urlaub und ist sofort Feuer und Flamme. Beim abgestürzten Auto von der Burg Breuberg stellt sich schnell heraus, dass das kein normaler Unfall war und das bei den Kopfverletzungen des Toten jemand nachgeholfen hat. Gemeinsam mit ihren Freunden Hedi und Herbert begibt sie sich auf Spurensuche und hat auch schnell die ersten Verdächtigen im Visier.

    Ich habe bereits den ersten Fall „Der Tote vom Odenwald“ gelesen. Genau wie im ersten Teil ist die Protagonisten unverbesserlich. Absolut naiv begibt sie sich mitunter bei Ihren Befragungen in Gefahr und es wundert nicht, dass sie selbst ins Visier der Täter gerät. Im Grunde kann ich Tom ihren Freund und ermittelnden Kommissar verstehen, dass er über ihre eigenmächtige Aktionen absolut wütend ist. Auf der anderen Seite ist Alex aber durchaus auch sehr erfolgreich und trägt an der einen oder anderen Stelle entscheidend zum Ermittlungserfolg bei.

    Gut gefallen hat mir, dass die Hauptpersonen sich durchaus weiter entwickelt haben, auch wenn man dieses Buch ohne den Vorgänger zu kennen, lesen kann. Wie gesagt, die Naivität und auch die Beschreibungen der Albträume bzw. ihrer Eifersüchteleien waren mir in der Beschreibung der Ausführlichkeit mitunter zu viel. Trotz allem ist dieser Krimi, wie auch der vorhergehende Krimi durchaus unterhaltsam. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente drei Lesesterne.
    Slow Horses

    Slow Horses (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.10.2018

    Spannender Agententhriller

    Was geschieht eigentlich mit Agenten des MI5, die ausrangiert werden? River Cartwright ist ein solcher ausrangierter Agent. Er wurde nicht wegen des Alters ausgemustert, nein er hat bei einem Übungseinsatz in seiner Ausbildung Kings Cross lahm gelegt. Das war es für ihn mit der Karriere. Er wurde ins Slough House versetzt. Dort wühlt er nun im Müll fremder Leute und analysiert abgehörte Ferngespräche Tag für Tag. Dieser Zustand ist für ihn und seine Kollegen, es gibt noch weitere Ausgemusterte, absolut demotivierend und frustrierend. Chef der dortigen Truppe ist Jackson Lamb, der sich von niemandem in die Karten blicken lässt. Warum er im Slough House gelandet ist, weiß niemand.

    Dann geschieht etwas Unvorhergesehenes. Ein Video mit einem Entführungsopfer - ein Pakistaner - wird veröffentlicht mit der gleichzeitigen Drohung, dass der junge Mann vor laufender Kamera enthauptet wird. Jackson Lamb hat einige Vermutungen bezüglich der Entführung und will noch einmal mitmischen in dem Geschäft.

    Eine verblüffende Story, überraschende Wendungen und vor allem viel Tempo machen diesen Agententhriller aus. Allerdings dauert es bis dahin. Am Anfang plätschert die Handlung vor sich hin, alle Beteiligten werden zum Teil sehr ausführlich dargestellt. Dann geschieht das Unfassbare. Plötzlich dynamisiert sich die Handlung, man hastet beim Lesen förmlich hinterher. Vor allem die Lösung dieses Falles überraschte und erschütterte mich. Im Nachhinein denke ich, es hätte genauso sein können.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.
    Bluthaus

    Bluthaus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.10.2018

    Atemlose Spannung vom Anfang bis zum Ende

    Frida will das Beste mit ihrer Auszeit bei der Polizei machen. Sie spürt, sie ist noch nicht so weit, ihren Dienst wieder bei der Polizei aufzunehmen. Um genügend Abstand zu bekommen, zieht sie wieder zu ihren Eltern auf den Obsthof.

    Dort steht völlig unerwartet Jo vor ihr, Johanna, ihre alte Freundin aus dem Internat. Dann ist sie auch schon wieder verschwunden. Nur Stunden später meldet Jo eine Tote auf einem verlassenen Bauernhof. Jo befürchtet relativ schnell ins Visier der Polizei zu geraten und bitte Frida um Hilfe. Dann ist sie auch schon verschwunden und alles deutet auf sie als Täter.

    Frida nimmt Kontakt mit Kommissar Bjarne Haverkamp auf und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihre Ermittlungen führen sie auf die Insel Holnis. Dort stolpert sie sozusagen über das Bluthaus und seine schreckliche Geschichte. Doch was hat das alles mit Jo zu tun? Je mehr Frida ermittelt, umso erschreckender werden ihre Erkenntnisse.

    Bereits der erste Krimi von Romy Fölck „Totenweg“ hatte mich schlichtweg begeistert. Jetzt im Nachfolgekrimi, den man getrost ohne Kenntnis des Ersten lesen kann, hat sie sich noch um einiges gesteigert. Nicht nur, dass es ihr gelungen ist, die düstere Atmosphäre die in den einzelnen Abschnitten herrscht gekonnt einzufangen, nein sie hat auch noch geschickt viele Irrungen und Wirrungen eingebaut, so dass man beim Lesen bis zum Schluss im Ungewissen blieb. Auch die zwei Zeitebenen, in denen sich das Buch bewegt, sind perfekt miteinander verbunden. Als Leser habe ich bis zum Schluss mitgefiebert und gehofft, dass alles gut ausgeht.

    Von mir gibt es eine unbedingte und ausdrückliche Leseempfehlung und natürlich die verdienten fünf Lesesterne.
    Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht

    Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.09.2018

    Interessante Familiengeschichte

    Louisa lebt in 1919 in London bei ihrer Mutter. Beide schaffen es mit Mühe den Lebensunterhalt zu verdienen. Louisas Onkel Stephen, der mit in der Wohnung lebt, hat Louisa stehlen beigebracht. Als er sie an seinen Geschäftsfreund verschachern will, flieht sie. Sie ergreift ihre große Chance und kann bei den Mitfords als Kindermädchen arbeiten. Hier findet ein für sie ein völlig anderes Leben in einer Großfamilie statt. Mit den sieben Kindern, sechs Mädchen und ein Junge, kommt sie auf Anhieb klar. Ein besonderes Verhältnis hat sie zu Nancy, der ältesten 17jährigen Tochter. Also Florence Nightingale Shore, eine Bekannte der Familie ermordet wird, beginnen Nancy und Louisa mit eigenen Erkundungen. Dabei entdecken sie Ungereimtheiten, finden Fehler in der Ermittlungen der Polizei und ermitteln auf eigene Faust.

    Jessica Fellowes hat die Geschichte der Mitford Schwestern aufgeschrieben. Jeder Schwester soll ein Band gewidmet werden. Dieses ist das Buch über die älteste Schwester Nancy Mitford. Die Geschichte beruht zum Teil auf wahren Begebenheiten, insofern kann man zusätzlich mehr über die Mitfords im Internet lesen.

    Mit der Schilderung der Familiengeschichte der Mitfords lässt uns die Autorin tief ins England der zwanziger Jahre tauchen. Gleichzeitig gelingt es ihr den Mord an Florence Nightingale Shore authentisch mit in die Geschichte einzubauen. Das verleiht dem ganzen einen ganz besonderen Charme. Die Spannung, die sich im Laufe der Geschichte aufbaut, nimmt durch die Ermittlungen der beiden Mädchen zusätzlich an Fahrt auf. Was sie herausfinden, das müsst ihr unbedingt lesen.

    An diesem Buch hat mir die Mischung aus Familiengeschichte und dem Kriminalfall. Beides miteinander zu verbinden, ist der Autorin sehr gut gelungen und hat dem Buch zusätzliche Spannung verliehen. Gespannt bin ich auf die Geschichten um die weiteren Schwestern der Mitfords. Denn das diese Spuren in der Geschichte hinterlassen haben, kann jeder nachlesen. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und neugierig gemacht. Von mir gibt eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.
    Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis

    Corina Bomann
    Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.09.2018

    Gelungene Fortsetzung

    Dieses ist nun bereits der zweite Teil der Löwenhof-Trilogie. Dieses Mal geht es um die Geschichte von Mathilda. Sie gehört eigentlich gar nicht zum Löwenhof. Kontakt zu Agnetha bekommt sie erst, als ihre Mutter verstarb und Agnetha sich als der von der Mutter festgelegte Vormund vorstellte. Da Mathilda noch minderjährig ist, hat sie keine Wahl und muss mit auf den Löwenhof. Hier trifft sie auf Ingmar und Magnus, die beiden Zwillingssöhne von Lennart und Agnetha. Obwohl Agnetha von Anfang an klarstellt, dass Mathilda ein vollwertiges Familienmitglied ist, wird sie besonders von Magnus als die Tochter eines Dienstmädchens behandelt und gemobbt. Er macht ihr das Aushalten auf dem Hof besonders schwer. Und dann ist da noch Paul, den sie bei Volljährigkeit in Stockholm heiraten will. Mathilda hat es in dieser Zeit nicht einfach und sie kann sich auch nicht erklären, warum ihre Mutter die Gräfin Agnetha zu Lejongard als ihren Vormund bestimmt hatte. Es gibt so viele Geheimnisse, die gelüftet werden müssen.

    Corina Bomann hat zwischen dem Ende des ersten und dem Beginn des zweiten Bandes ganze 16 Jahre vergehen lassen. Dadurch kann sie sich ganz auf die Geschichte von Mathilda konzentrieren, ohne die anderen Familienmitglieder aus den Augen zu verlieren. Das hat mir gut gefallen. Auch ihre Art die Geschichten zu erzählen ist einfach genial. Mit viel Spannung gelingt es ihr den Leser so nach und nach auf die einzelnen Geheimnisse zu stoßen und diese erst nach und nach zu lüften. Und obwohl es der zweite Band einer Trilogie ist, kann man diese Geschichte auch getrost einzeln lesen, ohne den Faden zu verlieren.

    Der dritte Teil ist bereits angekündigt und ich kann es kaum erwarten, bis dieser erscheint. Von mir gibt es für die Liebhaber von Familiengeschichten eine unbedingte Leseempfehlung, für alle anderen natürlich auch und verdiente fünf Lesesterne.
    Spera, D: Alligatoren

    Spera, D: Alligatoren (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2018

    Eindringlich und ausdrucksstark

    Gertrude ist ganz unten, als sie bei Annie Coles um Arbeit in deren Näherei bittet. Annie stellt ihr zusätzlich ein Haus für sich und die vier Töchter zur Verfügung. Alvin, der Ehemann Gertrudes, versäuft das gesamte Geld und schlägt sie und die Kinder. Oretta, ist eine ehemalige Sklavin und kümmert sich bei den Coles um deren Haushalt. Sie ist es auch, die die jüngste Tochter von Gertrude aufnimmt und wieder hochpäppelt. Mary wäre an Unterernährung und Parasiten sonst vermutlich gestorben. Aber auch die anderen Mädchen sind nicht gesund und stark unterernährt.

    Es ist die Geschichte dieser drei Frauen aus den Südstaaten der USA um 1920. Sie kommen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und doch verbinden sie die Ereignisse zunehmend mehr miteinander. Die Zeiten sind hart. Die Baumwollernte wurde durch die Baumwollkapselkäferplage von 1918 bis in die 20er Jahre drastisch reduziert. Die reichen Plantagenbesitzer versuchen den Ruin durch Umstellung auf Tabak zu verhindern. Den kleinen Farmbesitzern gelingt das nicht. Die Not und das Elend gerade für diese Personen sind besonders schlimm.

    Eigentlich haben diese Frauen nichts gemeinsam. Annie ist reich und hat eine eigene Näherei. Ihr Mann hat zwar bei der Baumwollkrise auch viel Geld verloren, aber er ist optimistisch es mit dem Tabak zu schaffen.

    Dazu gehört Gertrude und ihre Familie. Gertrude und ihre Familie sind zwar weiß, sind aber durch die Krise bettelarm und kommen kaum noch über die Runden. Dazu vertrinkt Alvin das zusätzlich erarbeitete Geld.

    Oretta ist schwarz und mit Odell verheiratet. Sie ist meines Erachtens die gute Seele des Hauses, kümmert sich um alles, obwohl sie meiner Meinung nach mitunter trotzdem wie eine Sklavin behandelt wird. Sie hat das Herz auf den rechten Fleck und kann sich auch in der schwarzen Gemeinde gut durchsetzen. Sie ist ein durch und durch guter Mensch und liebt ihren Mann Odell über alles. Es ist rührend zu lesen, wie innig ihr Verhältnis ist.

    So unterschiedlich diese drei Frauen sind, so sehr rührte mich ihr Schicksal und es war spannend mitzuerleben, wie sie zusammenfanden und sich gegenseitig in den schwersten Stunden stärkten und unterstützten. Deb Spera schreibt so anschaulich, es gelingt einem beim Lesen direkt in die Story einzutauchen. Obwohl sich dieses Buch sehr leicht lesen lässt, gibt es Momente, bei denen ich schlucken musste, oder aber auch mal pausieren um das Gelesene sacken zu lassen. Das sind die Momente in denen das Buch besonders eindringlich auf mich wirkte. Dieses Buch werde ich auf jeden Fall nicht so schnell vergessen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.
    Rayne, P: Banker

    Rayne, P: Banker (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2018

    Für mich der Beste der drei Teile

    Dies ist nun der dritte Teil um die drei Freundinnen Whitney, Thalia und Lennon. Dieses Mal geht es um Lennon Hart. Sie ist die auffälligste der drei Frauen. Sie passt in so gar kein Raster - wenn man sie sehen würde, könnte man sie vermutlich schlecht einordnen. Sie ist unangepasst, vorlaut und nicht auf den Mund gefallen. Sie ist auffällig tätowiert und wirkt damit wahrscheinlich auf andere Menschen nicht vertrauenswürdig. Sie selbst ist Tätowiererin und hat gerade, wie sie findet, geniales Sexspielzeug erfunden. Um eine Produktion im großen Stil zu ermöglichen, sucht sie einen Geldgeber. Hier kommt Jasper Banks ins Spiel - er ist derjenige den sie treffen will und muss, damit er ihren neuen Geschäftszweig fördern kann.
    Das Treffen mit Jasper findet unter witzigen, merkwürdigen Umständen statt, die an sich schon beim Lesen sehr lustig sind. Für Lennon ist aber auch klar, dass sie Jasper als Mensch unbedingt kennenlernen will. Dafür würde sie sich auch einen anderen Geldgeber für ihr Geschäft suchen.

    Aber was ist, wenn Jasper doch herausfindet, dass das ganze eigentlich von Lennon geplant war? Möglichkeiten, das es herauskommen könnte, gibt es etliche. Lest selbst, wie sich alles entwickelt und ob aus Jasper und Lennon ein Paar werden kann.

    Mir hat dieser Band mit am besten von allen gefallen. Es lag wahrscheinlich daran, dass Lennon so anders als ihre Freundinnen war. Sie hat nicht von vornherein den Sympathiebonus wie Whitney und Thalia. Sie ist so ganz anders als ihre Freundinnen. Beim Lesen macht es riesigen Spaß zu erkennen, wie sich entwickelt und verändert, ohne sich dabei zu verbiegen.

    Das Buch ist absolut unterhaltsam geschrieben, man kann dieses Buch wirklich schnell lesen. Da jeder Teil sich gezielt mit einer Freundin beschäftigt, kann man alle drei Bücher auch gut allein lesen. Eine Vorkenntnis der beiden anderen Bücher ist also nicht notwendig.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die erotischen Liebegeschichten lesen und verdiente fünf Lesesterne.
    Kelly, E: Vier.Zwei.Eins.

    Kelly, E: Vier.Zwei.Eins. (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.08.2018

    Ungeahnt spannend

    Die totale Sonnenfinsternis im Sommer 1999 wird Laura und Kit für immer im Gedächtnis bleiben. Beide kennen sich noch nicht lange, sind sehr verliebt. Bei dem Sommerfestival, welches die Sonnenfinsternis begleitet, werden beide Zeuge einer Vergewaltigung. Laura, die die Situation als erste erfasst, versucht dem Opfer Beth zu helfen. Kit, der erst kurze Zeit später auftaucht, versucht dagegen den fliehenden Jamie zu stellen. Jamie wird verhaftet.

    Bei der Gerichtsverhandlung stehen sich alle Beteiligten gegenüber. Jamie beteuert seine Unschuld, hat die besten und teuersten Anwälte. Diese nehmen die Aussage von Beth komplett auseinander, es sieht nicht gut aus für Beth. Erst durch die Aussage von Laura gelingt es die Glaubwürdigkeit von Beth zu wahren. Jamie wird zu fünf Jahren wegen Vergewaltigung verurteilt.

    Monate später steht Beth plötzlich vor der Tür von Laura und Kit. Beide sind verunsichert. Was will sie von ihnen? Kit fühlt sich fast bedroht. Ihm ist die mittlerweile ständige Anwesenheit von Beth zunehmend mehr ein Dorn im Auge. Dann passiert dieser Anschlag. Fortan sind Laura und Kit auf der Flucht.

    Dieses Buch fasziniert u.a. dadurch, dass die Geschichte abwechselnd in verschiedenen Zeitebenen von Laura und Kit erzählt wird. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist, Ich wusste und ahnte nicht, was für eine Geschichte mir die Autorin erzählen will. Schnell merkte ich während des Lesens, da gibt es einige Geheimnisse, die im Dunkeln liegen, von denen auch ich wissen möchte. Auch wenn die Zeitebenen immer wieder wechseln, gelingt es der Autorin eine Kontinuität der Geschichte zu erhalten und mit psychologischer Raffinesse dabei die Spannung stetig zu steigern. Während des Lesens beginnt sich eine Spannung aufzubauen, die zunehmend mehr in einen Albtraum mit einer unterschwelligen Bedrohung aufzugehen droht und sich am Ende in einem ungeahnten schwer verdaulichen Finale endet. Damit hätte ich so niemals gerechnet.

    Ich war und bin von diesem Buch fasziniert. Von mir gibt es für diesen Psychothriller eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
    Die englische Fotografin

    Die englische Fotografin (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.08.2018

    Faszinierendes Buch

    1930 ist Indien eine britische Kronkolonie, die Macht wird von eingesetzten Stadthaltern der englischen Krone ausgeübt. Die herrschenden Maharadschas werden von der britischen Regierung nur toleriert, akzeptiert meist weniger. Wer sich auflehnt, wird relativ schnell verhaftet. Dabei macht man auch vor der Familie des Maharadschas nicht halt.

    Eliza, die Protagonistin bekommt durch die Vermittlung von Clifford - einem Mitglied der britischen Vertretung in Indien - einen für sie sehr interessanten Auftrag. Eliza ist früh verwitwet und möchte sich nun als Fotografin etablieren. Da passt es ganz gut, dass sie ein Jahr lang die Familie des Maharadscha von Rajputana und sein Volk dokumentarisch begleiten und fotografieren soll. Zusätzlich erhofft man sich von einer Frau als Fotografin das sie auch Zugang in die für Männer nicht öffentlichen Bereiche des Palastes erhält. Natürlich sollen diese Fotos nicht ohne Hintergrund gemacht werden. Clifford erhofft sich von Eliza auch Insiderinformationen, die vor allem für die englische Krone von großer Bedeutung sind, aus dem Palast zu erhalten. Auch privat macht er sich große Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft.

    Elizas Bekanntschaft mit Jay, dem Bruder des herrschenden Maharadschas beginnt relativ unspektakulär. Jedoch entsteht zwischen beiden bereits nach kurzer Zeit eine Anziehung, die beiden in ihrer Dimension anfänglich noch nicht bewusst ist. Durch Jay lernt Eliza das wahre Leben in Indien kennen. Durch ihn bekommt sie viel vom Elend der Menschen zu sehen und kann ihm durch ihre unkonventionelle Art auch Ideen zur möglichen positiven Verbesserung des Lebens der Einheimischen geben. Und es gelingt es ihr sehr schnell hinter die Fassaden des Palastes zu blicken und sie bekommt so einen Eindruck von den Intrigen hinter den Palastmauern zu erahnen. Jeder möchte seine Macht behalten und kämpft mit allen Mitteln darum.
    Die Liebe zwischen Jay und Eliza steht unter keinem guten Stern. Mischbeziehungen zwischen Indern und Engländern werden nicht geduldet und toleriert. Noch schlimmer ist der Umstand, dass Eliza Witwe ist und Jay der mögliche Thronerbe. Sehr schnell macht man Eliza klar, dass eine Liebe zwischen ihnen beiden keine Chance haben kann. Außerdem ist Jay längst jemand anderem versprochen.

    Ob die Liebe zwischen beiden eine Chance hat, was Eliza in Indien alles passiert, das sollte schon jeder selbst lesen.
    Für mich war dieses Buch Faszination pur. Malerische Beschreibungen über Land und Leute zu einer Zeit, die wir uns heute kaum noch vorstellen können. Die ganze Story verpackt in eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen zwei sympathischen Protagonisten. Der flüssige Schreibstil der Autorin lässt einen durch das Buch fliegen. Doch es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Art geschichtlicher Abriss über das wundervolle Land Indien zur Kolonialzeit. Ich konnte sehr viel über Sitten und Gebräuche erfahren. Für mich war dieses Buch eine absolute Bereicherung mit einem hohen Unterhaltungswert.

    Von mir gibt es fünf verdiente Lesesterne und natürlich eine unbedingte Leseempfehlung.
    Fischland-Angst

    Corinna Kastner
    Fischland-Angst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.08.2018

    Wieder absolut spannend

    Als Kassandra einen Anruf von Matthias Röwer entgegennimmt, ahnt sie noch nicht, was auf sie zukommt. Matthias bittet Paul aus der Biografie über seinen Vater öffentlich zu lesen. Eigentlich sollte das Greta, seine Ehefrau und Autorin des Buches machen, aber sie ist krank. Kurze Zeit später stellt sich dann heraus, dass Greta nicht krank, sondern entführt wurde. Die vereinbarte Lösegeldzahlung fand statt, aber Greta wurde nicht freigelassen. Im Gegenteil es werden weitere Lösegeldforderungen für die Freilassung von Greta gestellt. Aus Angst und Sorge um Greta bittet Matthias nun Kassandra und Paul statt die Polizei um Hilfe. Beide haben gemeinsam mit einem Netzwerk aus Freunden und Ermittlern schon einige Fälle auf dem Fischland lösen können. Doch die Suche nach vermeintlichen Feinden gestaltet sich schwierig. Und die Zeit drängt, es gibt keine Spur von Greta.

    Corinna Kastner hat hier bereits ihren fünften Regionalkrimi über das Fischland Darß veröffentlicht. Mit viel Liebe zum Detail gelingt es ihr, die Örtlichkeiten so anschaulich zu beschreiben, dass man bereits beim Lesen das Gefühl hat dabei zu sein. Liebgewordene Protagonisten, Kassandra Voß und Paul Freese, ermitteln auch wieder in diesem Fall in ihrem Heimatort Wustrow auf dem Darß. Da ich ihre Vorgeschichte bereits aus den vorangegangen Büchern kannte, war es besonders schön zu sehen, wie sie sich in ihrer Beziehung weiter entwickelt haben. Aber auch ohne die Vorgänger gelingt es einem gut in das Buch zu kommen.

    Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend. Das Buch lässt sich flüssig lesen, ich kann ihre Gedankengänge gut nachvollziehen, damit macht sie ihre gesamte Story äußerst lebensecht. Dabei bleibt die Spannung permanent auf einem hohen Level. Und die Autorin schafft es auch noch unerwartete Wendungen einzubauen, mit denen ich so nie gerechnet hätte.

    Das Buch konnte voll bei mir punkten und ich vergebe nur zu gerne fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es von Herzen weiter an alle.
    Peters, P: Zedernhaus

    Peters, P: Zedernhaus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.06.2018

    Der dritte Teil um Victoria Bredon

    Victoria Bredon, die ich bereits aus den vorangegangenen Teilen "Die rubinrote Kammer" und "Das Geheimnis des Rosenzimmers" kenne, scheint endlich am Ziel ihrer Wünsche. Sie kann ihren Jeremy, trotz der Widerstände weil er nicht standesgemäß ist, heiraten. Auch dem Ziel der Großmutter einer Trauung im Westminster Abbey widersetzt sie sich erfolgreich. Womit sie nicht rechnen kann, dass Jeremy die Hochzeit verschieben muss. Er wird von Sir Arthur, dem Commissioner von Scotland Yard in einer Geheimabteilung, nach Indien geschickt. Er soll dort das Attentat auf den Vizekönig Lord Minto aufklären. Da Jeremy in seiner Jugend einige Zeit in Indien gelebt hat und zudem auch noch Hindi und Urdu spricht, ist er der Einzige, der dafür in Frage kommt. Leider scheint in Indien einiges schief zu laufen. Es kommt die Nachricht, dass Jeremy vermisst wird.

    Victoria Bredon, unerschrocken wie immer, beschließt relativ schnell sich nicht auf die indische Polizei zu verlassen, sondern unternimmt mit Hopkins selbst die Reise nach Indien um ein Spur von ihrem Verlobten zu finden. Das sie dabei, schon durch ihre herrliche unkonventionelle Art so einiges erlebt, kann man sich gut vorstellen. Hopkins, der sie schon aus Anstandsgründen begleiten muss, schlüpft gekonnt in die Rolle eines dänischen Grafen, während Victoria sich als Deutsche ausgibt. Gekonnt gelingt es beiden Jeremy auf die Spur zu kommen.

    Das ist nun schon das dritte Abenteuer der außergewöhnlichen Protagonistin Victoria Bredon und ihrem Butler Hopkins. Interessant, dass dieses Mal die Handlung geschickt nach Indien verlegt wird. Das gibt diesem Buch noch eine ganz besondere Komponente. Da ich bereits die vorangegangenen Bücher lesen durfte, war es für mich besonders interessant, wie die Protagonisten sich weiterentwickelt haben. Pauline Peters hat hier ein weiteres spannendes Buch über die unkonventionelle Protagonistin geschrieben. Es macht beim Lesen sehr viel Spaß mitzuerleben, wie die Heldin versucht den Zwängen der Gesellschaft, die ihr immer wieder auferlegt werden, zu entfliehen.

    Ich habe mich erneut bestens unterhalten gefühlt, empfehle das Buch nur zu gerne weiter und vergebe verdiente fünf Lesesterne.
    After Work

    Simona Ahrnstedt
    After Work (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.06.2018

    Unterhaltsam

    Das erste Aufeinandertreffen zwischen Lexia und Adam ist ein großer Zufall. Sie betrinkt sich in einer Bar frustriert über den Verrat der Freundinnen, die sie sitzen gelassen haben. Er kommt zufällig in die Bar und setzt sich zu ihr. Sie erzählt ihm viel an diesem Abend, über die Arbeit, jüber den neuen Chef der Agentur, über den Frust in ihrem Leben. Er hört geduldig zu und gibt ihr weiter zu trinken. Aber da ist noch mehr zwischen beiden. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen. Er kann sich nicht erklären, was er an ihr findet, aber sie hat diese gewisse Anziehung. Der Abend ist zu Ende, nichts passiert und Lexia ist sich sicher, den sieht sie nie wieder.

    Der Schreck am nächsten Morgen, als sie verkatert in der Werbeagentur erscheint, ist riesig. Denn Adam ist der neue Chef. Ihre männlichen Kollegen lassen sie auch gleich ins Messer laufen und lassen Lexia die letzten Projekte präsentieren. So verunsichert und verkatert wie sie ist, läuft die Präsentation so derart schlecht, dass sich alle Kollegen sicher sind, es ist in jedem Fall Lexia, die gefeuert wird.

    Doch es kommt anders, ganz anders. Lexia gelingt es durch eigenen Initiative das sich die Agentur an der Ausschreibung für den Werbeetat von Damenunterwäsche teilnehmen kann. Sie ist sogar mit im Projektteam als es an die Erarbeitung der Vorschläge geht. Aber sie hat es nicht leicht. Von den männlichen Kollegen wird sie nicht ernst genommen. Bei Adam ist sie sich nicht sicher, wie es um ihr Verhältnis zueinandersteht. Und da ist dann auch noch Rebecca, die Tochter des Chefs, die als neue Mitarbeiterin und Projektleiterin mit ins Team geholt wird. Das Rebecca als ehemaliges Model unbedingt viel von Unterwäsche und Dessous versteht, scheint da nur verständlich. Es wird für Lexia immer schwieriger sich der Übermacht für die Kampagne zu erwehren. Sie hat als einzige wirklich verstanden, was die Eigentümerin mit ihrer neuen Kampagne erreichen wollte. Sie wollte unbedingt darauf aufmerksam machen, dass Frauen nicht nur schön sind, wenn sie dünn sind. Es gibt auch dicke Frauen, die mehr in der Werbung präsentiert werden sollen.
    Wie die Geschichte ausgeht, ob Lexia sich durchsetzen kann, ob sie mit Adam eine Zukunft hat, lest es selbst.

    Was mit an diesem Buch besonders gefallen hat, waren die Hauptpersonen Lexia und Adam. Während der einzelnen Abschnitte, die jeweils aus der Sicht von Lexia und Adam erzählt wurden, spürte man die Emotionen, das Knistern das zwischen ihnen herrschte. Aber es gab auch genug Personen, die einem während des Lesens zunehmend mehr unsympathischer wurden. Da ist Roy der arrogante Chef von Adam, der glaubt sich alles erlauben zu können. Er ist der große Macher, der immer das Sagen hat. Vor allem Adam versucht er mit dem Versprechen als sein Nachfolger sich an ihn zu binden. Dabei schreckt er auch vor Manipulationen um sein Ziel zu erreichen nicht zurück. Auch Leo der Sohn des ehemaligen Firmenchefs, der den Job wahrscheinlich nur hatte, weil er der Sohn war, ist ein echtes Miststück. Viel von dem Mobbing, das Lexia einstecken muss, geht von ihm aus. Er schreckt aber auch nicht davor zurück, ihre Arbeit als sein zu präsentieren.

    Kurzum hier wird viel aus der Welt des Arbeitslebens und dem Konkurrenzkampf zwischen Mann und Frau erzählt. Möglicherweise ist manches überspitzt, aber so wird es doch viel deutlicher und anschaulicher erzählt. Die Geschichte zwischen Lexia und Adam bietet hier den wunderbaren Rahmen, gibt der Handlung die nötige Dramatik und hält die Story am Laufen.

    Ich habe mich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt, konnte viel von den Emotionen nachvollzuziehen und war nach der Lektüre des Buches rundum zufrieden.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesternen.
    Haubrich, L: Sprache des Schmerzes

    Haubrich, L: Sprache des Schmerzes (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.06.2018

    Ausdrucksstarker Psychothriller von Leonie Haubrich

    Ist Thomas Juchmann wirklich unschuldig? Er weiß, dass er die junge Frau nicht vergewaltigt und ermordet hat. Seine Argumente und Erklärungen, die er sich selbst und dem Leser darlegt, lassen einen das auch wirklich glauben.

    Der psychologische Gutachter im Prozess Christopher Günther sieht das aber ganz anders. Für ihn gibt es ein eindeutiges Ergebnis auf Grund verschiedener psychologischer Tests, die er durchführte, dass Thomas Juchmann in jedem Fall schuldig ist. Vorausschauend gibt er sogar noch die Prognose, dass von Juchmann auch in Zukunft wahrscheinlich ähnliche Taten zu erwarten sind. Sein Ergebnis stützt er u.a. auf den Rohrschachtest, einem über hundert Jahre alten Verfahren, welcher für ihn ein unverzichtbares Hilfsmittel ist.

    Während des Lesens schwankte ich bereits von Thomas, der durchaus glaubhaft schilderte, dass er auf keinen Fall der Täter sein kann, dann doch wieder zu Christopher dem Gutachter. Dieser belegt nicht nur an Hand des Testes eine mögliche Täterschaft von Thomas. Doch wem soll ich nun glauben?

    Thomas Juchmann wiederum nimmt den Verlauf der Handlung selbst in die Hand. Er flieht aus der Haft und will sich nun rächen.

    Es ist aber auch die Geschichte von Liz und Jan. Jan, ein kleiner Junge, der zu Hause und auch in der Schule durch Gewaltphantasien auffällt. Liz ist seine Therapeutin. Ihr gelingt es in ersten Ansätzen zu ihm durchzudringen und ist der Meinung, sie kann ihm auf jeden Fall helfen.

    Obwohl alle diese Personen bis auf wenige Ausnahmen eigentlich keine Gemeinsamkeiten haben, gelingt es der Autorin ungemein gut, diese zusammen zu führen. Am Anfang ahnte ich noch nicht worauf es hinausläuft.

    Leonie Haubrich gelingt es auch in diesem Buch erneut, sich in die Psyche des Menschen so extrem hinein zu versetzen. Ob es nun die Gewaltphantasien von Jan sind, die nur zu Tage treten, wenn er mit Jakob seinem imaginären Freund spricht, oder aber auch das Sinnieren von Liz über ihre Ehe mit Christopher. Schon entsteht beim Lesen die Ahnung, ja so könnte es auf jeden Fall gewesen sein, und die eigenen Gedanken wandern weiter. Auch das Fortschreiten der Handlung wird geschickt durch die Gedanken der agierenden Personen gesteuert.

    Die Dramatik entsteht während des Lesens. Anfänglich, wie oben beschrieben, ahnt man das Ausmaß des Ganzen noch gar nicht. Aber dann verselbstständigen sich die Gedanken und die Spannung erhält einen neuen Schub.

    Dieser erneute Psychothriller von Leonie Haubrich spielt wieder mit den Gedanken der Protagonisten und lässt uns an ihnen teilhaben. Hilflos steht man als Leser und Zuschauer in der ersten Reihe und kann das Geschehen dann letztlich doch nicht verhindern. Für mich war auch dieses Buch von Leonie Haubrich wieder ein absolut gelungener Ausflug in die Psyche und die Abgründe der Menschen. Ich kann es allen nur empfehlen und vergebe verdiente fünf Lesesterne.
    Rayne, P: Boxer

    Rayne, P: Boxer (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.06.2018

    Absolut unterhaltsam

    In dieser Buchreihe geht es um die Freundschaft zwischen drei Frauen. Von Whitney und ihrer Geschichte und dem Glück das sie gefunden hat, konnte ich im ersten Buch erfahren. Das ist nun die Geschichte von Tahlia, die ich bereits im ersten Teil "The Bartender" kennenlernen durfte. Leider endete dieser Teil für Tahlia emotional sehr tragisch. Ihre geplante Hochzeit mit Chase hatte sie abgesagt, nachdem sie erfahren hatte, dass dieser sie mehrfach trotz geplanter Hochzeit betrogen hatte.

    Jetzt nach einem halben Jahr finden ihre beiden Freundinnen Whitney und Lennon, dass Tahlia wieder unter Leute gehört und vielleicht lernt sie ja dabei auch jemand kennen. Die spontane Überraschungsidee ist der Besuch eines Boxkampfes bei dem Tahlia auf Lucas trifft. Er hat eine Ausstrahlung und Anziehungskraft, der sie sich nur schwer entziehen kann. Jedoch geht an diesem Abend alles schief und sie blamiert sich bis auf die Knochen. Sie ist sich sicher, Lucas den Boxer sieht sie nach diesem Abend nie wieder. Um die Freundinnen aber zu beruhigen, nimmt sie deren Versöhnungsangebot an und will für vier Wochen bei "Singles in SF" mitmachen. Danach hofft sie für immer Ruhe vor ihnen zu haben.

    Es gibt Episoden in diesem Buch, die habe ich geradezu genossen. Das erste Zusammentreffen zwische Chase und Tahlia nach der Trennung. Tahlia ist völlig hilflos. Lucas zählt eins und eins zusammen und spielt ein wunderbares Schauspiel, so dass es am Ende Chase ist, der dumm dasteht. Es gibt Szenen in diesem Buch, die wir alle so oder so ähnlich bereits erlebt haben und die nicht immer so ausgingen, wie wir uns das gewünscht hätten. Hier klappt endlich einmal der gewünschte Ausgang und der Leser ist so ungemein zufrieden, weil er die Reaktion komplett nachvollziehen kann.

    Es ist den Autoren gelungen, die banalen Dinge des Lebens, die einem so oder ähnlich widerfahren, mit in diesem Buch einzubringen. Das und auch die Story machen dieses Buch lesenswert und ich hatte dabei immer wieder ein gutes Gefühl. Ich fühlte mich bestens unterhalten und kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Von mir gibt es dafür verdiente vier Lesesterne.
    Gallert, P: Tiefer denn die Hölle

    Gallert, P: Tiefer denn die Hölle (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.05.2018

    Rasant, spannend und unvorhersehbar

    Das ist ein Fall, der es in sich hat. Martin Bauer, ein Polizeiseelsorger der evangelischen Kirche, der in die Polizeiarbeit eingreift wird zu einem stillgelegten Bergwerk gerufen. Dort wurde eine Leiche, übergossen mit Honig gefunden. Sein Kollege Polizeidekan Rüdiger Vaals war vor ihm am Ort und ist im Schacht mit einem Herzinfarkt zusammen gebrochen. Bauer gelingt es mit viel Feingefühl, den Dekan und den völlig geschockten Polizisten aus dem Schacht zu retten.

    Die Aufklärung des Falles übernimmt Hauptkommissarin Verena Dohr. Wobei es von Anfang nicht ganz klar ist, ob es sich um Mord oder doch eher um eine Art ritueller Leichenschändung handelt. Martin Bauer sieht das ganz anders. Er hat noch die wirren Äußerungen von Vaal kurz vor dem Abtransport ins Krankenhaus im Ohr der ihm signalisierte, dass er das Opfer kennen könnte. Da er befürchtet, dass die ermittelnde Kommissarin in die falsche Richtung geht, beginnt er mit eigenen Ermittlungen.

    Dieser Thriller begann bereits im Auftakt absolut spannend. Dem Autorenduo ist es gelungen, diese Spannung nicht nur zu halten, sondern auch konsequent zu steigern. Auch wenn ich das vorangegangene Buch nicht kannte, störte mich das beim Lesen überhaupt nicht. Gut gefallen hat mir, dass die ermittelnde Kommissarin sich immer wieder von Bauer weitere Ermittlungsansätze sagen lässt. Denn der ist ihr auf Grund seiner Verbindungen zur Kirche doch immer wieder einen Schritt voraus.

    Gut haben mir auch die Protagonisten gefallen. Bauer, der sehr in seinem Job eingespannt ist und die eigene Familie dadurch auch oft vergisst. Zusätzlich kommen noch die Schwierigkeiten mit seiner hochschwangeren Frau, die in dieser Situation wenig Verständnis für seinen Job hat.

    Auch Verena Dohr kämpft mit ihren privaten Problemen, von denen um Himmelswillen auf keinen Fall jemand von den Kollegen etwas erfahren darf. Wie sieht es denn aus, wenn eine Kriminalkommissarin mit einem Junkie zusammenlebt, der nach jeder Entziehungskur erneut rückfällig wird.

    Interessant fand ich auch, dass die Handlung zum Teil in den stillgelegten Zechen spielt. Was mit denen ist, wenn sie nicht mehr betrieben werden, darüber hatte ich mir bis dato noch keine Gedanken gemacht.

    Ich fand diesen Thriller, als einen solchen würde ich diesen auf jeden Fall bezeichnen, extrem spannend. Von mir gibt es dafür eine ausgesprochene Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
    Mord auf der Hallig

    Mord auf der Hallig (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.05.2018

    Interessanter Fall der Kripo Wattenmeer

    Wer unblutige Krimis mit Lokalkolorit und zusätzlich einer Prise Humor mag, das Ganze auch noch durch ein liebenswürdiges Ermittlerteam veredelt, der ist hier genau richtig.

    Die beiden Kriminalkommissare Kuno Knudsen und Arne Zander wollen das verlängerte Wochenende zu einem gemeinsamen Ausflug auf die Halligen nutzen. Gemeinsam steigen sie am Tag nach der großen Sturmflut, die letzte Nacht auf der Nordsee gewütet hatte, auf das Boot und wollen ihre freien Tage genießen. Noch vor der Abfahrt werden sie mit der Meldung über eine Tote auf Langeneß konfrontiert. Noch mehr verwundert sie, dass sie auf der Überfahrt mit dem rasenden Reporter Fritz Fliegenfischer, FF genannt, zusammentreffen. Hat es etwas mit dem Todesfall zu tun?

    Schnell stellt sich heraus, dass der Tod von Beeke Klock kein Unfall, sondern Mord war. Sie war eine Umweltaktivistin und Gründerin des Forschungsinstituts "Nordfriesische Halligen". Am Abend vorher gab es im dortigen Institut eine Veranstaltung, bei der über weitere Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Warften heftig diskutiert wurde. Auch die Initiatorin der Veranstaltung Britta Tjarden ist verschwunden. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Haben sich die beiden Frauen, die sich partout nicht mochten, etwa gegenseitig umgebracht? Oder gibt es hier Leute, die ein falsches Spiel treiben? Lest selbst, ratet mit und lasst euch von Ulrike Busch geschickt das eine oder andere Mal in die Irre führen.

    Wieder ist es Ulrike Busch gelungen einen absolut unblutigen und trotzdem extrem spannenden Krimi zu schreiben. Die sympathischen Ermittler, die ich in den vorangegangenen Fällen bereits begleiten durfte, agieren hier wieder gekonnt und es gelingt ihnen zunehmend mehr mit der schwierigen Mentalität der Einwohner zurecht zu kommen. Besonders gut hat mir in diesem Buch gefallen, dass ich neben dem Krimigeschehen auch viel über die Halligen und das dortige Leben erfahren konnte. Während sie die Protagonisten über den Sturm und die möglichen Folgen für die Halligen berichten lässt, gelingt es ihr den Spannungsbogen permanent hoch zu halten.

    Immer wieder gefällt mir die Leichtigkeit der Sprache, der feine Humor, der sich durch alle Bücher von Ulrike Busch zieht. Zudem bin ich jedes Mal begeistert von ihrem Schreibstil. Wobei ich aber noch sagen muss, dass mir dieses Buch mit am besten von der Thematik her gefallen hat. Ich war begeistert, gebe eine ausdrückliche Lesesempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
    Totenweg

    Totenweg (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.05.2018

    Tolles Ermittlerduo

    Fritjof Paulsen ist niedergeschlagen worden. Offensichtlich in der Absicht, dass er auf jeden Fall nicht mehr aufsteht. Beim Fallen stürzte er in den Straßengraben. Hätte ihn seine Frau nicht noch in der Nacht so intensiv gesucht, wäre er vermutlich an Ort und Stelle verstorben.

    Seine Tochter Frida, die eigentlich mitten in den Prüfungen zum gehobenen Polizeidienst steht, kehrt nach Hause zurück, um ihre Mutter bei der Führung des Fruchthofs zu unterstützen. Die Ernte steht vor der Tür und wenn die Ernte des Obstes nicht eingebracht wird, drohen ihre Eltern alles zu verlieren.

    Im versuchtes Mordanschlag auf Fridas Vater ermittelt Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn. Er ist in der Gegend bekannt. Für ihn sind diese Ermittlungen auch ein guter Grund um erneute Spuren im Fall der ermordeten Marit zu suchen. Dieser Fall war 1998 sein erster Fall als Leiter der Mordkommission und er ist daran gescheitert. Der Fall konnte bis dato nie aufgeklärt werden und lässt ihm keine Ruhe. Jetzt kurz vor dem Ruhestand will er noch einmal alle Spuren prüfen. Vielleicht haben die Ereignisse ja einen Zusammenhang? Oder war es doch nur ein Anschlag von Schuchhardt, der alle Bauernhöfe in der Umgebung versucht aufzukaufen um diese dann abzureißen?

    Dieser, etwas untypische Krimi liest sich in einem weg. Schon die Idee die Ermittlungen durch eine in Ausbildung zum höheren Dienst stehenden Beamtin, die eigentlich so richtig noch gar nicht fertig ist, durchführen zu lassen, ist genial. Zusätzlich kommt ja noch der persönliche Aspekt von Frida hinzu, die ja in ihrem Heimatort alle persönlich kennt. Auch das Zusammenfinden von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ist bemerkenswert. Als Team sind die beiden absolut sympathisch. Hier lässt es mich als Leser auf weitere gemeinsame Fälle hoffen.

    Kurzum spannend und ereignisreich erzählt, sympathische Ermittler die mir mit ihren persönlichen Problemen zunehmend mehr ans Herz gewachsen sind, eine perfekte Mischung für einen tollen Krimi. Von mir gibt es in jedem Fall eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
    Zu nah

    Zu nah (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.04.2018

    Phasenweise lang

    Als die Wissenschaftlerin und Dozentin Eleanor Costello erhängt aufgefunden wird, deutet alles auf Selbstmord hin. Die engagierte Ermittlerin des Dubliner Police Departments Frankie Sheehan soll den Fall überprüfen. Sie kann durch ein winziges Detail beweisen das Eleanor Costello ermordet wurde. Gemeinsam mit ihrem Team konzentrieren sie sich auf diesen Fall. Kurze Zeit gibt es die nächste Tote. Auch der Ehemann von Eleanor Costello ist verschwunden, der ein Verhältnis mit der zweiten Toten gehabt haben soll. Die Ermittler tappen im Dunkeln, alle Spuren verlaufen im Sand.

    Zusätzlich wird Frankie, die Ermittlerin, von eigenen Ängsten geplagt. Sie wurde bei ihrem letzten Einsatz schwer verletzt und ist gerade wieder in den Dienst zurückgekehrt. Aber während des Lesens merkt man deutlich die Ängste sind noch da. Zusätzlich wird sie durch die anstehende Gerichtsverhandlung gegen ihren Peiniger belastet. Hier lässt uns die Autorin in die Gedanken und Gefühle der Ermittlerin schauen. Alles das führt dazu, dass es im Buch aus meiner Sicht zu unnötigen Längen kommt. Das ist der Moment, wo die Spannung deutlich nachlässt und mich überlegen lies, ob ich das Buch überhaupt weiterlesen will. Aber dann mit fortschreitendem Geschehen kam doch wieder Spannung auf. Plötzlich wurde die Handlung rasant, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Trotz allem lässt sich das Buch flüssig lesen, lediglich der Spannungsbogen hat immer mal wieder einige Schwächen.
    Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und für den gelungenen Schluss dann doch noch drei Lesesterne.
    226 bis 250 von 347 Rezensionen
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