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    2. Alle Rezensionen von Jeremy bei jpc.de

    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17776

    Bitte beachten Sie

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    1544 Rezensionen

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    The Art Of Conversation

    The Art Of Conversation (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.07.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Null-acht-fünfzehn-Mainstreamjazz


    Auf dem neu lancierten Traditionslabel „Impulse!“ spielt sich dieses Formel-1-Jazz-Duo mit einer lässigen Nonchalance, mit viel Können und ebensoviel Routine durch Eigenkompositionen nebst Stücken von Billy Strayhorn, Thelonious Monk und Charlie Parker. Nur, die im CD-Titel angekündigte „Kunst der Konversation“ sucht man weitgehend vergebens. Ein klarer Etikettenschwindel also, wer sich hier auf interaktive Duos à la Duke Ellington/Jimmy Blanton oder Bill Evans/Eddie Gomez freut. Kurz: Etwas gar brav und unaufgeregt geratener Mainstream-Kammerjazz ohne Ecken und Kanten.
    Tokyo Adagio

    Tokyo Adagio (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.07.2015
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine Duo-Trouvaille aus dem Nachlass von Charlie Haden

    Auf dem Label „Impulse!“ erschienen einige der wichtigsten (und schönsten!) Aufnahmen der Jazzgeschichte (Coltrane, Rollins, Basie, Jarrett, Mingus u.v.a.). Das Traditionslabel wurde vor kurzem reanimiert und profiliert sich seither u.a. mit hochkarätigen Duo-Einspielungen: Jim Hall/Charlie Haden, Kenny Barron/Dave Holland. Ein weiterer Archivschatz, das Duo des Bassisten Charlie Haden (1937-2014) mit dem kubanischen Pianovirtuosen Gonzala Rubalcaba (geb. 1963), ein vergessen gegangener oder verschollener Live-Mitschnitt eines Konzertes von 2005 in Tokyo, ist nun erstmals greifbar: Wunderbar austarierter, unprätentiöser, balladesker Late Night Clubjazz, unaufgeregt und relaxed. Wärmstens empfohlen!
    Many More Days

    Many More Days (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.07.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Lyrisch-impressionistischer Kammerjazz


    Akustische Aquarelle? Eine etwas gewagte Neuschöpfung vielleicht, doch die stimmungsvoll-transparenten Klangbilder von „Third Reel“ entführen den aufmerksamen Hörer in eine veritable Klanggalerie. Das schweizerisch-italienische Trio mit Nicolas Masson (Sax/Klarinette), Roberto Pianca (Gitarre) und Emanuele Maiscalco (Drums/Klavier) kreiert auf seiner 2. CD für ECM eine filigrane, schwebende, unaufgeregte und weitgehend frei pulsierende, oft geradezu feierliche Musik mit Assoziationen an das Jimmy Giuffre/Paul Bley-Trio, Paul Motians Trio mit Joe Lovano/Bill Frisell - und an die Impressionisten Debussy und Erik Satie.
    The Gods Are In The House

    The Gods Are In The House (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.06.2015
    Klang:
    2 von 5
    Musik:
    2 von 5

    Eine ganz üble Verschlimmbesserung

    Was technisch möglich ist, ist künstlerisch oft ein Sakrileg! Die alten Einspielungen von drei der wichtigsten Jazzpianisten wurden hier aufnahmetechnisch mit allen möglichen Studio-Tricks so "auf Vordermann" gebracht, dass ihre musikalische Substanz, und leider auch der Swing und ihr Charme weitgehend bis komplett wegoptimiert wurden. Tatum klingt nun wie ein geschniegelt aufspielender Barpianist. Und Waller geht es leider, leider nur wenig besser, James P. Johnson kommt noch am ehesten ungeschoren weg. Vom Erwerb dieser CD ist abzuraten, da einzuordnen unter "Unglücksfälle und Verbrechen". Schade, schade!
    Love Is A Pendulum

    Love Is A Pendulum (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.06.2015
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Groove, Komplexität und Pop-Appeal

    Joe Locke gilt in der New York Szene unbestritten als Nummer-1-Vibraphonist. In seinem Spiel vereint er das unbändige Temperament von Altmeister Lionel Hampton mit der 4-Schlegel-Technik von Gary Burton und dem Swing und der Präzision von Milt Jackson. Locke hat seine neueste CD mit seiner Rhythmusgruppe und einem Pool aus 6 illustren Gästen realisiert. Mit dabei sind u.a. die Saxophonisten Donny McCaslin und Rosario Giuliani, Paul Bollenbeck (Gitarre) und der Stimmartist Theo Bleckmann. Und verblüffend, wie es Locke schafft, Komplexität, Groove und vertrackte Metren zu einem eingängigen Sound mit Pop-Appeal zu schmieden.
    Love Is A Pendulum

    Love Is A Pendulum (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.06.2015
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Groove, Komplexität und Pop-Appeal

    Joe Locke gilt in der New York Szene unbestritten als Nummer-1-Vibraphonist. In seinem Spiel vereint er das unbändige Temperament von Altmeister Lionel Hampton mit der 4-Schlegel-Technik von Gary Burton und dem Swing und der Präzision von Milt Jackson. Locke hat seine neueste CD mit seiner Rhythmusgruppe und einem Pool aus 6 illustren Gästen realisiert. Mit dabei sind u.a. die Saxophonisten Donny McCaslin und Rosario Giuliani, Paul Bollenbeck (Gitarre) und der Stimmartist Theo Bleckmann. Und verblüffend, wie es Locke schafft, Komplexität, Groove und vertrackte Metren zu einem eingängigen Sound mit Pop-Appeal zu schmieden.
    Juvenile

    Juvenile (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.06.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Kammermusikalischer Jazz der Spitzenklasse

    Die Kunst des Duos im Jazz stellt an die beiden Künstler höchste Anforderungen, vergleichbar einem musikalischen Seiltanz, einem "pas de deux" ohne sicherndes Netz. Als besonders heikel gelten die Duos zweier Akkordinstrumente. Und seit den legendären Sessions „Underground“ und „Intermodulation“ mit Bill Evans und Jim Hall liegt die qualitative Latte hoch. Subtiler, interaktiver Kammerjazz, gepaart mit Swing, Groove, Transparenz, Eleganz und Raffinesse erwartet den aufmerksamen Zuhörer mit der Einspielung „Juvenile“ von Rainer Böhm (Piano) und Norbert Scholly (unverstärkte akustische Gitarre), zwei festen Grössen in der europäischen Spitzenklasse.
    The 2 Bass Band... Live

    The 2 Bass Band... Live (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.06.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Billy Mintz – der Drummer als Bandleader und Komponist

    Drummer Billy Mintz ist ein vielbeschäftigter „musician’s musician“. Als Sideman von Lee Konitz, Charles Lloyd, Stanley Clarke u.a. hochgeschätzt, leitet er seit Jahren seine „2 Bass Band“, einen 10-köpfigen Workshop in der aktualisierten Tradition der Bands von Charles Mingus und George Russell. Mit dabei in Mintz’ aktueller Band sind NYC-Topmusiker, unter den 7 Bläsern die Trompeter Ron Horton und Dave Scott, John O’Gallagher (Altsax) und der CH-Posaunist Samuel Blaser, die sich über dem treibenden Groove von Mintz und den beiden Bassisten Cameron Brown und Masa Kamaguchi hörbar mit grossem Vergnügen austoben.
    Threading

    Threading (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.06.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Oded Lev-Ari, multistilistischer Tausendsassa

    „Threading“, ein perfekt gewählter Titel für die erste CD von Komponist-Pianist-Arrangeur-Produzent Oded Lev-Ari. Verblüffend, wie sich der in Israel geborene Newyorker einzufädeln versteht (so der Titel „Threading“) in Jazz, Klezmer, Blues, Film- und Kammermusik. In seinem eklektisch-multistilistischen Ansatz verweist Lev-Ari auf gewichtige Vorbilder: Gil Evans, Maria Schneider, Bob Brookmeyer, Nino Rota, Astor Piazzolla. Seine Visitenkarte, mit einem prominent besetzten 11-köpfigen Ensemble eingespielt mit u.a. Anat Cohen(cl), Gilad Hekselman(g), Matt Wilson(dm) und den VokalistInnen Jo Lawry und Alan Hampton, ist handwerklich untadelig, kultiviert und originell - und eine heilsame Zumutung für jeden musikalisch vernagelten Puristen - gut so! Wärmstens empfohlen!
    Now This

    Now This (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.05.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Gary Peacocks Geburtstagsgeschenk an seine Hörer

    Was der Motor im Auto, ist der Bassist im Jazzensemble. Und wehe, wenn der Motor ins Stottern gerät, der Bassist den rhythmischen Puls, das Timing verstottert! Exakt „getimt“ wie die präzise und souverän platzierten Basstöne von Gary Peacock erscheint auch die neueste CD zu seinem 80. Geburtstag am 12. Mai aus dem Hause von ECM-Labelchef Manfred Eicher, auch er gelernter Bassist. Die Trio-Einspielung mit Peacocks Wunschpartnern Marc Copland (piano) und Joey Baron (drums) enthält 10 Originals der drei Künstler, nebst „Gloria’s Step“, Komposition des früh verstorbenen Bassisten-Genies und Peacock-Freundes Scott La Faro.
    Centennial - Newly Discovere

    Truesdell Ryan
    Centennial - Newly Discovere (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.05.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Zu Gil Evans' 100. Geburtstag – Tonschätze aus dem Evans-Archiv

    Unter den grossen Arrangeuren des Jazz gilt der kanadisch-stämmige Gil Evans (1912-1988) als das alle überragende Genie. Die Emanzipation der traditionellen Bigband zum Jazzorchester ist weitgehend Evans' Verdienst, Kulminationspunkt die Jahrhunderteinspielungen mit dem Solisten Miles Davis. Zu Evans' 100.Geburtstag erscheint nun eine grandiose CD mit 10 unveröffentlichten Trouvaillen aus dem riesigen Evans-Archiv. Ryan Truesdell, Assistent der Orchesterleiterin Maria Schneider, hat diese Evans-Preziosen von 1946 bis 1971 aufbereitet und mit Top-Musikern aus dem Umfeld des "Maria Schneider Jazz Orchestra" eingespielt: Ein sensationelles und unverzichtbares Tondokument, das zu Recht mit den höchsten Auszeichnungen und geradezu enthusiastischen Kommentaren aus der Jazz-Fachpresse "geadelt" wurde!
    The Honeycomb

    The Honeycomb (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.05.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Freitonaler Jazz mit Wurzeln in der Tradition

    „John O’Gallagher is GREAT!“, so brachte der grosse Saxophonist Dave Liebman die uneingeschränkte Wertschätzung für seinen jüngeren Kollegen auf dem Altsaxophon auf den Punkt. In akustisch transparenter Trio-Besetzung (hervorragend aufgenommen!) mit Johannes Weidenmueller, Bass und Mark Ferber, Drums, präsentiert O’Gallagher ein abgerundetes und stimmiges Programm aus 8 Eigenkompositionen. Die in die jazzistische Gegenwart versetzten Reflexionen über musikalische Inspirationen aus der Jazzgeschichte lassen sich bei O’Gallaghers Vorbildern verorten, bei den Saxophonikonen Charlie Parker, Cannonball Adderley, Ornette Coleman und Joe Henderson.
    Wolfgang Lackerschmid Quartet

    Wolfgang Lackerschmid Quartet (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.04.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Swingend, gepflegt und zeitlos

    Lieber spät als nie! Respektive: Was lange währt, wird endlich gut! Und zwar so gut, dass die Studioproduktion mit dem Wolfgang Lackerschmid Quartett von anno 1999 soeben für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiert wurde. Die (allzu) lange verschollene Trouvaille mit dem rührigen Vibraphonisten und dem hervorragend eingespielten Begleittrio der Pianistin Lynne Arriale (Mike Sharfe, Bass, Steve Davis, Drums) offeriert zeitlosen, raffiniert ausbalancierten, subtil swingenden Modern Kammerjazz im Dunstkreis (und in durchaus aktualisierter) Fortführung der Tradition des „Modern Jazz Quartet“ und der Quartette von Gary Burton.
    Duchess

    Duchess (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.04.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Nostalgisch-unterhaltsamer Vokaljazz „made in New York“

    „Duchess“, der geheimnisvolle Name des neugeborenen Vokalistinnentrios tönt, ausgesprochen, wie die Tarnung für die Aufforderung „do Jazz!“. Dahinter verstecken sich die Newcomerinnen Amy Cervini, Hilary Gardner und Melissa Stylianou. Nach CDs je unter eigenem Namen für das Label Anzic tritt nun das „Dreimäderlhaus“ gemeinsam auf mit vom Produzenten Oded Lev-Ari pfiffig arrangierten Jazzstandards: Swingender, etwas nostalgisch angehauchter Unterhaltungsjazz mit Anklängen an die in den 30er-Jahren ungemein populären „Boswell Sisters“, professionell unterstützt vom hervorragend aufspielenden Quintett des Drummers Matt Wilson, besetzt mit vielversprechenden, noch völlig unbekannten Newcomern aus der New York Szene. Schon die Begleitband allein lohnt den Erwerb dieser CD.
    Köln

    Köln (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.04.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Solist, Komponist, Arrangeur und Bandleader in Personalunion

    Marshall Gilkes?? Noch gilt der Posaunist als typischer „musician’s musician“. Als langjährige Stütze im „Maria Schneider Jazz Orchestra“ und in der „WDR Big Band“ zählt Gilkes zu den Jungtalenten auf der ausdrucksstarken Zugposaune. Seine instrumental verblüffende Wendigkeit verweist auf Conrad Herwig, die Ausdrucksstärke auf Ed Neumeister. Sie beide waren Gilkes’ Lehrer. In einem höchst ambitionierten Projekt schrieb sich nun Gilkes ein 10-sätziges Concerto grosso für Posaune und die WDR Big Band quasi auf den Leib, ein swingendes Fest für alle Liebhaber von Bigbandjazz mit einem Weltklasseensemble besetzt mit hervorragenden Solisten
    Strayhorn

    Strayhorn (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.03.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Swingende Hommage an einen Giganten des Jazz

    Wetten, dass selbst gut informierten Jazz-Aficionados der Name Malte Dürrschnabel noch (zu!) wenig sagt! Zwar hat sich der junge Kölner Altsaxophonist, Klarinettist, Flötist im Quintett „Subtone“ (aktuelle CD „Roswitha’s Revenge“/Laika-Records, ebenfalls empfohlen!) profiliert, aber mit „Strayhorn“ ist ihm ein veritabler Geniestreich gelungen. Dürrschnabels Hommage an den vor 100 Jahren geborenen Billy Strayhorn (1915-1967), Pianist, Komponist, Arrangeur und „alter ego“ von Duke Ellington ist eine bewegende Verneigung vor einem musikalischen Giganten in zehn respektvoll und bestechend neu gedeuteten Strayhorn-Kompositionen. Keine anbiedernde Tribut-CD zum alleinigen Zweck der Verkaufsförderung! Hervorragend neben Dürrschnabel auch die transparent und flexibel agierende Rhythmusgruppe um den hochtalentierten Ausnahmepianisten Rainer Böhm! Eine wärmstens empfohlene CD!
    Eric Ferrand-N'Kaoua - Strawinsky / Ravel / Gershwin

    Eric Ferrand-N'Kaoua - Strawinsky / Ravel / Gershwin (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.03.2015
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5
    Der renommierte französische Pianist präsentiert hier ein Programm mit früheren Kompositionen im Spannungsfeld zwischen Jazz(Gershwin), Impressionismus(Ravel) und Rückgriffen auf Folkloreeinflüsse(Strawinsky). Dass Ferrand-N'Kaoua, für den es keine instrumentaltechnischen Probleme zu geben scheint, mit dem Vokabular von Konzertmusik und Jazz gleichermassen vertraut ist, hebt vor allem die jazznahen Kompositionen von Gershwin von vergleichbaren Interpretationen ausschliesslisch klassisch geschulter Pianisten ab. Keine Spur von der sonst leider verbreiteten und ergo ärgerlichen Synkopenzickigkeit! Und aufnahmetechnisch auf einem geradezu exemplarisch hohen Referenzniveau. Hervorragend auch die Erläuterungen des Künstlers im dreisprachig abgefassten Booklet. Wärmstens empfohlen!
    Klavierwerke & Werke für 2 Klaviere

    Klavierwerke & Werke für 2 Klaviere (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.03.2015
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Charmanter und pfiffig-verschmitzter Pendler zwischen Jazz und Konzertmusik

    „In the first rank of Jazz pianists!“, so das begeisternde Lob von Bill Evans über seinen Kollegen Martial Solal. Dass der algerisch-französische Klaviervirtuose auch als Komponist in die erste Reihe gehört, beweist eine längst fällige Hommage, von Solals hochvirtuosem Pianistenkollegen Eric Ferrand-N’Kaoua als musikalisches „labour of love“ eben veröffentlicht. In 20 kürzeren Solokompositionen, darunter vielen Ersteinspielungen, einem irrwitzig schwierig zu spielenden, hochvirtuosen „Exercice de Concert“ (in der Transkription von Pascal Wetzel) und in der „Ballade For 2 Pianos“ (im Duo mit Solal) erweist sich der Komponist Solal als witziger, inspirierender hochmusikantischer Derwisch „plein d’esprit et de surprises musicales“, in der Konzertmusik (Debussy, Ravel, Strawinski u.a.) so überzeugend und sattelfest wie in der Jazztradition. Als Jazzmusiker ist Solal längst ein fester Wert, als konzertmusik-naher Komponist aber noch zu entdecken. Voilä der Appendizer zu letzterem! Technisch makellos und transparent aufgenommen. Die erleuternden "liner notes", ebenfalls von Eric Ferrand-N’Kaoua verfasst, liegen in Französisch, Englisch und Deutsch vor. Gesamturteil: Absolument formidable!
    Trip

    Trip (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.02.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Tom Harrells Gefecht mit den Windmühlen

    Miguel de Cervantes’ vergnüglich-schräger Ritterroman „Don Quijote“ (1605-1615) hat Künstler über Jahrhunderte inspiriert, darunter auch Jazzmusiker. So debütierte der 2014 verstorbene grosse britische Trompeter Kenny Wheeler 1968 mit der LP „Windmill Tilter“. Und Tom Harrell, von Dizzy Gillespie, Bill Evans, Phil Woods u.v.a. als wichtigster Postboptrompeter bezeichnet, legt nun mit „Trip“ seine jazzistische Transformation des zeitlosen Abenteuerromans vor, die durchaus Parallelen zu Harrells psychischer Vita erahnen lässt. Herausragende Quartett-CD mit den Jazzikonen Mark Turner (ts), Ugonna Okegwo (b) und Adam Cruz (dm). Ganz klar eine der wichtigsten Produktionen der letzten Monate. Wärmstens empfohlen!!
    Turboprop

    Turboprop (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.02.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Auf dem Weg nach oben!

    Der junge kanadische Drummer/Bandleader/Komponist Ernesto Cervini gilt als Riesentalent, mit hilfreichen familiären Bindungen zum verschwägerten Anzic-Produzenten Oded Lev-Ari. Mit „Turboprop“ ist Cervini und seinem kanadisch-amerikanischen Sextett eine überzeugende und verblüffende Einspielung im Dunstkreis und in aktueller Nachfolge von „Art Blakey’s Jazz Messengers“ gelungen: Swingender, groovender Postbop mit einer hervorragend eingespielten jungen Combo. Mit dabei sind der erfahrene Tenorsaxophonist Joel Frahm, die Altsaxophonistin Tara Davidson und der bemerkenswerte Pianist Adrean Farrugia. Unbedingt anhören!
    Break Stuff

    Break Stuff (CD)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.01.2015
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    1 von 5

    Peinlich und blamabel!

    Eine geradezu quälend langweilige "Musik" eines kritiklos gehypten Dilettanten am Piano (nein, als einen Pianisten kann man Vijay Ijer mit gutem Gewissen nicht bezeichnen, leider). Das Jazzvokabular hat er hörbar weder gelernt und schon gar nicht verinnerlicht, bricht dieses aber laufend, nicht wissend, dass nur wer die Form und die Tradition kennt, diese auch brechen kann. Und dass er sich dennoch auf Thelonious Monk bezieht, ohne diesen begriffen zu haben, ist nur noch peinlich. Swing? Groove? Klar strukturierter, nachvollziehbarer Aufbau der Improvisation? etc. etc., schön wär's, findet man im unbeholfenen Spiel von V.I. aber nicht. Dafür: Quälend dumpfe, öde, spannungslose Langweiligkeit en masse. "Des Kaisers neue Kleider im Jazz" ? Voilà! V.I. macht's möglich, mit einer kräftig gerührten PR-Walze im Sozius lässt sich sogar ein Scharlatan zum neuen Messias hochstemmen- und den Dumpfbacken andrehen, welche darauf hereinfallen.
    Cinema Paradiso

    Cinema Paradiso (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.01.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein Cinema Paradiso für die Ohren

    Jason Seizer hat sich als geschmackssicherer und rühriger Jazzproduzent für das Label „Pirouet“ in wenigen Jahren einen hervorragenden Ruf geschaffen. Dass Seizer auch als Tenorsaxophonist (in der Nachfolge von John Coltrane und Wayne Shorter) überzeugt, ja begeistert, beweist seine neueste Quartett-CD mit bewegenden und stimmigen Improvisationen über neun bekannte Movie-Songs. Bemerkenswert ist das nuancenreiche, schlafwandlerisch sichere Interplay zwischen Seizer und der dynamisch und elastisch agierenden jungen Rhythmusgruppe mit Pablo Held (piano), Matthias Pichler (bass) und Fabian Arends (drums). Kurz: Ein Meisterwerk! Eine absolut überzeugende Einspielung von A bis Z!
    Hamburg '72

    Hamburg '72 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.01.2015
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Das klanglich aufpolierte Keith Jarrett Trio anno 1972

    Das Gerücht von einem Hamburger Konzertmitschnitt anno 1972 mit dem Keith Jarrett Trio zirkulierte seit Jahren in der Fangemeinde seiner Jünger. Eine klanglich eher suboptimale Doppel-CD mit dem vollständigen Konzert in voller Länge von 96 Minuten war, weil illegal veröffentlicht, nur für kurze Zeit auf dem Markt. ECM legt nun einen auf 56 Minuten reduzierten, tonlich optimierten Ausschnitt vor mit Jarrett (Piano, Flöte, Sopransax. Perkussion), Charlie Haden (Bass) und Paul Motian (Drums). Das musikalisch breite Jarrett-Spektrum anno 1972: genialisch, berührend, temperamentvoll, lyrisch, aber leider auch mal durchgeknallt, überdreht, banal und sentimental bis kitschig.
    Shadows

    Shadows (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.12.2014
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Was lange währt…..die späte Trouvaille eines grossen Jazzsängers

    Wer den grossartigen klassischen Bassbariton Thomas Quasthoff auch als Jazzsänger ebenso hervorragend findet, hat ein Bildungsdefizit, das sich benennen lässt: Mark Murphy! Von Sammy Davis Jr. und Sheila Jordan entdeckt und von der Jazzprominenz um Miles Davis verehrt, bleibt der 1932 geborene Jazzvokalist und begnadete Scatsänger Murphy eine Ausnahmeerscheinung, wie das 1996 eingespielte Rezital von Standards und von Murphy getexteten Songs aufs Schönste belegt. Mit dabei ein prominent besetztes österreichisches Quartett um den Pianisten Fritz Pauer und Karlheinz Miklin (Saxophone und Flöte). Berührend die CD-Liner-Notes der grossen Jazzvokalistin Sheila Jordan!
    Slight Confusion 4tet

    Slight Confusion 4tet (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.12.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Cinéma acoustique – verspielter Jazz aus der französischen Schweiz

    Slight Confusion? – Etwa so könnte es tönen, wenn der grosse Filmkomiker Jacques Tati statt Drehbücher für ein Jazzquartett geschrieben hätte! Voilà la musique, Philippe Cornaz sei Dank! Verspielt, melodiös und sehr charmant verführt uns der welsche Vibraphonist mit seinen musikalisch hintergründigen Geschichten voller Assoziationen und joie de vivre in einen lauen Sommerabend. Grossartig, ja umwerfend der Akkordeonist Laurent Derache!! Das Repertoire: Valse de l’enfance, Joyeuse bonne ideé, Tango pédagogo, so drei von 12 Titeln. Noch Fragen? Bref, absolument formidable!
    1301 bis 1325 von 1544 Rezensionen
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