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    2. Alle Rezensionen von Jeremy bei jpc.de

    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17776

    Bitte beachten Sie

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    1544 Rezensionen

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    Familiar Places

    Familiar Places (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.04.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ueberzeugender Einstand eines Newcomers

    Der junge Pianist/Organist Dan Kaufman hat sich für seine erste CD Ambitiöses vorgenommen: Eingängige, farbige, abwechslungsreiche Melodien, verpackt in einer für die Mitspieler herausfordernden und stimulierenden Harmonik und Rhythmik. Kaufman, musikalisch hervorragend geschult (nach Klassikabschluss Jazzpianostudien bei Fred Hersch, Danilo Perez und Kenny Barron) meisterte seine selbstauferlegten Vorgaben bravourös. Unterstützt wird er von den empathisch agierenden Musikern Gilad Hekselman (Gitarre), Sam Sadigursky (Sax), Matt Clohesy Bass), Drummer Johnathan Blake und Keita Ogawa (Perkussion). Eine wärmstens empfohlene Debut-CD. Chapeau!
    August Love Song

    August Love Song (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.04.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Posaune und Stimme im Duett

    O-Ton Dick Hyman: “Working with Heather Masse has been a joy. What a singer!“. Nach der phänomenalen Duo-CD „Lock my Heart“ (ebenfalls Red House Records) mit dem in allen Jazzstilen sattelfesten Pianisten Hyman überrascht die Vokalistin Heather Masse erneut mit einer herausragenden Einspielung. In „August Love Song“ begegnet die emotional packende Alt-Stimme dem legendären und unkonventionellen Avantgardeposaunisten (mit instrumentalen Wurzeln im traditionellen New Orleans Jazz!) Roswell Rudd. Mit dabei der von Django Reinhardt geprägte Gitarrist Rolf Sturm und der erfahrene Bassist Mark Helias. Ein exquisit besetztes Quartett, das mit unkonventionell und frech aufgetischten Songs verblüfft, darunter Ellingtons „Mood Indigo“ und Gillespies „Con Alma“. Eine tolle Einspielung!
    Space Squid

    Space Squid (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.04.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Der Drummer als Leader und als Komponist



    Von Drummern geleitete Jazzgruppen sind oft nicht mehr als Staffage zur Selbstdarstellung ihres Leaders (sorry, keine Namen!). Bill Stewart, einer der wichtigsten Vertreter der jüngeren Generation, ist eine löbliche Ausnahme. Und dies, seit er vor 20 Jahren für das Traditionslabel „Blue Note“ gleich 2 CDs unter eigenem Namen einspielen konnte. Pianist Bill Carrothers und Seamus Blake (Tenor-/Sopransax) waren schon 1996 Stewarts Partner. Neu im Quartett ist Bassist Ben Street. Und Stewart hat gleich 10 von 11 Tunes komponiert und arrangiert: Zupackender New-York-Postbop mit Anklängen an Wayne Shorter, transparent und swingend aufgetischt. Eine wärmstens empfohlene Einspielung!
    Quiver

    Quiver (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.03.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Lyrischer Freebop

    Mit der CD „Baida“ gab der damals 50-jährige und bereits einschlägig bekannte Trompeter Ralph Alessi seinen vielbeachteten Einstand bei ECM. Bassist Drew Gress und Nasheet Waits (Drums) sind auf der Quartett-CD „Quiver“ erneut Alessis erste Wahl. Pianist Gary Versace, wie Alessi von Kalifornien nach New York gezogen, ersetzt nun Jason Moran. Eine gute Rochade, legen doch Versace, Gress und Waits in perfektem „Timing und Spacing“ einen inspirierenden Klangteppich für Alessis interaktiven, dynamisch austarierten Freebop in der Tradition der grossen lyrischen Trompeter Kenny Wheeler, Booker Little und Art Farmer.
    River Silver

    River Silver (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.02.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Die jazzistische Leichtigkeit des Seins

    Mit „River Silver“ ist dem französischen Bassisten Michel Benita eine bestechend schöne, ja zauberhafte CD gelungen. Kein Wunder, besteht doch sein Quintett „Ethics“ seit 5 Jahren in unveränderter Besetzung, mit logistisch vertrackten Randbedingungen: der Flügelhornspieler Mattieu Michel lebt in Fribourg(Schweiz), Eivind Aarset (Gitarre, Elektronik) ist Norweger, Philippe Garcia (Drums) lebt in der Türkei, die Kotospielerin Mieko Miyazaki in Tokyo und Benita in Paris. Die transparente, mit viel Freiraum für interaktive Gestaltung gehäkelte Musik kann sich über Benitas groovenden Basslinien ideal aufbauen und entfalten. Und der Trompeter/Flügelhornspieler Matthieu Michel, noch immer und schon fast kriminell unterbewertet, ist in musikalischer Hochform.
    Duets

    Duets (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.02.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Transparent strukturierte Pianoduos

    In der Klassik hat Musik für zwei Pianisten ihren festen Platz: Mozart, Schubert, Brahms, Debussy usw. Eine eher ungeliebte Aufführungspraxis blieben Jazzimprovisationen für 2 Pianisten, vor allem, weil sich die Akteure bei ihrem Spiel allzu oft in die Quere kommen, Resultat: Ein überladener Tonsalat! Exemplarisch gelungene Pianoduette sind also die Ausnahme, erwarten aber die Hörer mit dem international renommierten britischen Pianisten John Taylor (1942-2015) und seinem hochtalentierten Schüler Richard Fairhurst (geb. 1975) in elf pianistischen Zwiegesprächen über eigenes Material und Tunes von Bill Evans und Kenny Wheeler.
    Word Circus

    Word Circus (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.02.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Im musikalisch–poetischen Wortzirkus

    Künstlerisches Talent allein garantiert nicht automatisch kommerziellen Erfolg. Spannend bleibt, so auch im kompetitiven Jazzsektor, die Suche nach unterschätzten „artists deserving wider recognition“. Der New Yorker Pianist Frank Carlberg etwa, von Musikerkollegen schon immer hoch geachtet, ist hier noch zu entdecken. Für sein Quintett mit John O’Gallagher (Altsax), Pascal Niggenkemper(Bass), Michael Sarin (Drums) und der Vokalistin Christine Correa komponiert, schickt Carlberg sieben zeitgenössische US-Kurzgedichte von Ken Mikolowski, Joe Elliot, Anselm Berrigan und Ron Padgett in die Vernehmlassung, kunstvoll von Carlberg vertont und für sein eigenes CD-Label eingespielt. Eine hochwillkommene Entdeckung!
    Amorphae

    Amorphae (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.02.2016
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein Klangmaler mit unerhörten Sounds

    Eine vorsorgliche Warnung an alle Jazzpuristen: Ben Monders erste Produktion für das Label ECM ist keine Jazz-CD! Die Musik des hier stilistisch kaum mehr einzuordnenden Gitarren-Magiers, der auch in David Bowies letztem Album «Blackstar» mitwirkt, präsentiert sich als 45-minütiges Gesamtkunstwerk, als gigantisches, ja geradezu bombastisches Sound-Panorama aus natürlichen und elektronisch verfremdeten Klängen, aufgetürmt wie die Cumuluswolken vor einem Gewitter. Acht frei aus dem
    Moment heraus improvisierte Traumklanggemälde (mit den Jazzdrummern Paul Motian und Andrew Cyrille, beide allzusehr im Hintergrund und dem Synthesizer-Tüftler Pete Rende) wurden für die CD nachträglich dramaturgisch kunstvoll in eine symmetrische Anordnung montiert: Solo-2 Duos-2 Trios-2Duos-Solo.
    Amateur Dentist

    Amateur Dentist (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.01.2016
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Exkursionen in musikalisches Neuland

    Mit der begeisternden, ja hinreissenden CD „Aliens Deliberating“ (2014, Pirouet Records) hat sich der holländische Holzbläser Joris Roelofs als der interessanteste Bassklarinettist auf der aktuellen Jazzszene etabliert. In gleicher Besetzung, einem auf das Minimum von Bass (Matt Penman), Drums (Ted Poor) und Bassklarinette reduzierten Trio, erkundet Roelofs auf „Amateur Dentist“ überraschende Klangfarben und Texturen, dramaturgisch hervorragend sequenziert. Der konzeptionelle Ansatz liefert bestechend plausible Resultate über breit gestreutes thematisches Material (Ellington, Jazz-Standards, pfiffige Originals und die „Konzertmusik-Klassiker“ Scriabin und de Machaut).
    Scenic Design

    Scenic Design (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.12.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Aktueller Brooklyn-Postbop

    Brooklyn gilt als der jazzistische Jungbrunnen der Stunde, mit einem schier unerschöpflichen Reservoir von hervorragend ausgebildeten, optimal vernetzten jungen Musikern. Einer davon ist der hochtalentierte Trompeter David Smith. Er stellt sich auf zwei neuen Quintett-CDs vor: „Impetus“ unter eigenem Namen (siehe dort, bei jpc.de greifbar) und „Scenic Design“ unter Leitung des ebenso beachtlichen Pianisten David Cook mit dem Senkrechtstarter Kendrick Scott (Drums) und weiteren jungen Künstlern aus der Talentschmiede Brooklyn, etwa dem herausragenden Saxophonisten Ben Wendel (spannende Videos bei YouTube! Dort speziell empfohlen: The Seasons). "Scenic Design" und "Impetus" sind wärmstens empfohlene Einspielungen!
    Impetus

    Impetus (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.12.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Aktueller Brooklyn-Postbop

    Brooklyn gilt als der jazzistische Jungbrunnen der Stunde, mit einem schier unerschöpflichen Reservoir von hervorragend ausgebildeten, optimal vernetzten jungen Musikern. Einer davon, auf dieser CD zu entdecken, ist der hochtalentierte Trompeter David Smith. Er stellt sich gleich auf zwei neuen Quintett-CDs vor: „Impetus“ unter eigenem Namen, „Scenic Design“ unter Leitung des ebenso beachtlichen Pianisten David Cook (siehe dort, ebenso bei jpc.de im Sortiment) mit dem Senkrechtstarter Kendrick Scott (Drums) u.a. Mit seinem gepflegten Ton erinnert Smith an legendäre Vorgänger wie Booker Little, Art Farmer und Chet Baker. Stilistisch ist er bei seinem wenig älteren Zeitgenossen Ron Horton zu verorten.
    Recondita Armonia

    Recondita Armonia (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.12.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Bestechend neue Wege in der Jazzimprovisation

    Was ist gute Musik? Klassik? Folklore? Jazz? Rock? Den gordischen Knoten hat Duke Ellington mit einem Satz gelöst, lapidar, klug und treffend: „Musik ist dann gut, wenn sie gut klingt!“. Das bestens eingespielte Trio des jungen deutschen Pianisten Pablo Held (Robert Lanfermann, Bass; Jonas Burgwinkel, Drums) folgt dem Rat des grossen Duke auch auf seiner neuesten CD und verarbeitet thematisches Material aus der europäischen Konzertmusik (Bartók, Hindemith, Puccini, Scriabin, Mompou u.a.) so unbefangen und zugleich respektvoll, wie sich Jazzmusiker seit eh und je das „American Songbook“ zu eigen machten. Unbedingt anhören........und staunen, wie gekonnt, unforciert und kongenial sich das Held Trio in einem auf den ersten Eindruck eher jazzfernen musikalischen Kontext zurecht findet. Chapeau!
    The First Quartet

    The First Quartet (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.12.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Drei frühe Referenzaufnahmen von ECM

    Das lange Warten hat sich gelohnt! Nun sind auch die drei letzten, noch nicht als CD veröffentlichten ECM-Einspielungen des ersten John Abercrombie Quartetts (1978-80) in einem sorgfältig editierten, neu gemasterten 3-CD-Set erhältlich. Mit dabei ein Booklet mit hilf- und äusserst kenntnisreichen Erläuterungen des Autors John Kelman zur spannenden Entstehungsgeschichte der Sessions, welche die vielgelobten LPs „Arcade“, „Abercrombie Quartet“ und „M“ generierten, allesamt Referenzeinspielungen im frühen Erfolgskatalog von ECM. Mit geradezu unbändiger Spielfreude dabei: John Abercrombie (Gitarren), Pianist Richie Beirach, Bassist George Mraz und Peter Donald (Drums).
    Balancing Act

    Balancing Act (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.11.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Die Kunst der klangvollen Orchestrierung

    Jazzmusik lässt sich ja in allen denkbaren Besetzungen und Formationsgrössen spielen. Zwischen unbegleitetem Solo über Trio, Quintett bis hin zur Bigband gehört die Oktettbesetzung allerdings in die Kategorie „pro specie rara“. Mit der durchwegs instrumental eingesetzten Lead-Singstimme von Kate McGarry eröffnet der vielseitige Pianist, Komponist und Arrangeur Mike Holober hier neue Wege im klangmächtigen, fein ausbalancierten Oktettspiel, solistisch grandios aufgetischt von ausgewiesenen Meistern ihres Fachs. Darunter finden sich Trompeter/Flügelhornist Marvin Stamm, Dick Oatts (Saxophone, Flöte), Bassist John Hébert und Drummer Brian Blade. Wärmstens empfohlen!
    Pocket Compass

    Pocket Compass (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.11.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Verblüffender Wayne-Shorter-Tribut einer Newcomerin

    Wetten, dass auch bestens informierte Jazzaficionados den Namen der jungen britischen Tenor- und Sopransaxophonistin Trish Clowes auf dieser Seite zum ersten Mal lesen. In ihrer 3. CD verarbeitet sie Eindrücke einer Kalifornienreise, die hörbar geprägt war von Begegnungen mit Clowes’ musikalischem Mentor Wayne Shorter. „Pocket Compass“ kann gedeutet werden als Wegweiser zur sehr individuell gestalteten Musik einer Newcomerin, zu hören im Sextett (mit dabei u.a. der britische Pianostar
    Gwilym Simcock) und, man lese, höre und staune, dem renommierten „The BBC Concert Orchestra“. Eine grossartige, wärmstens empfohlene Einspielung!
    We Are The Drum

    We Are The Drum (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.11.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Junger New York-Jazz mit Pop-Appeal

    Das Traditionslabel „Blue Note“ hat Jazzgeschichte geschrieben – und probt nach einer sehr wechselvollen Periode einmal mehr seine Auferstehung. Mit einem Pool von Musikern, wie sie der faszinierende und technisch hervorragende Drummer/Komponist Kendrick Scott auf seiner neuesten CD präsentiert, dürfte auch der Blue-Note-Relaunch gelingen, gehören doch Pianist Taylor Eigsti, John Ellis (Saxophone, Bassklarinette), Gitarrist Michael Moreno, Bassist Joe Sanders und die Vokalistin Lizz Wright zu den etablierteren Vertretern einer stilistisch nach allen Seiten offenen und undogmatischen Generation von jüngeren Jazzmusikern aus der New York Szene.
    The Complete Concert By The Sea: Live In Carmel, California September 19, 1955

    The Complete Concert By The Sea: Live In Carmel, California September 19, 1955 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.10.2015
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Concert By The Sea erstmals komplett, die Reissue-Sensation des Jahres!

    Der Pianist Erroll Garner (1921-1977) war einer der wenigen Superstars des Jazz, der selbst ein breiteres, auch jazzfernes Publikum mit seiner Kunst und seinem Charme zu gewinnen vermochte. Das Klavierspiel hatte er sich als 3-jähriger Knirps selbst beigebracht, Melodien konnte er nach einmaligem Hören memorieren, harmonisieren und in jede Tonart transponieren. Notenlesen lernte er nie, er brauchte dies nicht zu können. Und weil Garner nie auf die Tastatur schaute, griff er so schön daneben wie kein anderer - und machte aus jedem seiner Fehler grosse Kunst, absolut einmalig! Sein „Concert by the Sea“ von 1955 wurde völlig zu recht zu einem der wenigen Millionenseller in der Jazzgeschichte. Nun sind elf weitere Tracks aufgetaucht, die erstmals samt Interviews, neu verpackt, mit neuen Kommentaren, auf einer 3-CD-Box vorliegen. Die Jazzsensation des Jahres!
    Range

    Range (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.10.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Aktueller Post- und Freebop aus New York

    Die innovativsten US-Jazzmusiker werden immer seltener von einheimischen US-CD-Firmen unter Vertrag genommen. So veröffentlicht der Gitarrist Pete McCann, seit 25 Jahren an vorderster Front in New York aktiv, seine neueste CD nun auf dem rührigen britischen Label „Whirlwind“. Die CD „Range“ ist dem Andenken an den kürzlich verstorbenen kanadisch-englischen Trompeter Kenny Wheeler gewidmet. Als „primus inter pares“ hat McCann ein illuster besetztes Quintett ins Studio geladen: den hervorragenden Altsaxophonisten John O’Gallagher, Henry Hey (Piano, Rhodes, Orgel), Matt Clohesy (Bass) und den formidablen Drummer Mark Ferber. Eine wärmstens empfohlene temperamentvolle Einspielung mit einer top New York Crew!
    Exclusively For My Friends

    Exclusively For My Friends (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.10.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Hauskonzerte mit dem Jazz-Superstar Oscar Peterson, ganz privat und zu Gast im Schwarzwald

    Alter Wein in neuen Schläuchen? Teils, teils,respektive ja und nein! Aber auf jeden Fall gute Nachrichten für alle Fans des Jahrhundertpianisten Oscar Peterson (1925-2007). Seine legendären Hauskonzerte (1963-1971) in der Schwarzwaldvilla des MPS-Labelchefs und Toningenieurs Hans Georg Brunner-Schwer (1927-2004) erschienen ursprünglich auf 6 LPs, einzeln betitelt (Action, Girl Talk, The Way I Really Play, My Favorite Instrument, Mellow Mood und Travelin’) samt Zusatz „Exclusively for my Friends“. Längst vergriffen und zu prohibitiv hohen Liebhaberpreisen gehandelt, wurde später eine auf 4 CDs eingedampfte , heute vergriffene Box auf den Markt gebracht, ergänzt durch die CD „The Lost Tapes“ mit 12 unveröffentlichten Titeln. Nun sind 10 weitere Tracks aufgetaucht: Peterson solo, im Trio, im Quartett mit Milt Jackson und als Vokalist(!) mit „The Singers Unlimited“. Kurz und gut: In der mit viel Sachverstand und Liebe zum Detail aufbereiteten 8-CD-Box sind erstmals alle MPS-Hauskonzerte enthalten, die CDs verpackt in Replika der ursprünglichen LP-Covers. Die legendäre Peterson’sche Dramaturgie der einzelnen Konzerte blieb so gewahrt. Eine editorische Glanzleistung erster Güte in einmaliger Tonqualität!
    Westerley

    Westerley (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.09.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eigensinnig, farbig, originell…..and very British

    Noch immer führt der britische Jazz ein auf dem europäischen Kontinent kaum beachtetes Eigenleben. Weitgehend ungehört, verblüfft die britische Szene mit einer unerhörten Reichhaltigkeit. Davon kann man sich auf der Website jazzcds.co.uk (mit Soundclips) überzeugen. Als Appetizer ist die vorliegende CD „Westerly“ dieses prominent besetzten Sextetts unbedingt zu empfehlen. Von der britischen Presse hochgelobt und geleitet von der herausragenden Pianistin Nikki Iles und der Vokalistin Norma Winstone, ist die breit gefächerte, farbig aufgetischte Musik dem kürzlich verstorbenen Trompeter Kenny Wheeler gewidmet. Wärmstens empfohlen!
    Solo

    Solo (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.09.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Die hohe Schule des Solopianospiels im Jazz

    Vorbei die Zeiten, in der sich Solopiano-CDs kaum verkaufen liessen, es sei denn, der Pianist hiess Keith Jarrett. Fred Hersch, eben 60 geworden, gehört mit zu den Inspiriertesten unter den aktuellen Pianisten, ein hoch kultivierter, breit abgestützter Stilist, der über einen überaus reichen gestalterischen Fundus verfügt. Musikalisch aus einem Guss, ist Herschs CD voll befrachtet mit allerlei Geschiebe aus einer reichen künstlerischen Vita, die auf der Solopianotradition seit Earl Hines basiert, mit den Ankerpunkten Ahmad Jamal, Thelonious Monk und Jaki Byard, nebst, so erstaunlich, wie für Hersch zentral, Bachs vierstimmigen Choralvorspielen.
    Atlas Revolt

    Atlas Revolt (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.09.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Aktueller, pfiffiger „World Jazz“ made in Canada


    Eine höchst erstaunliche Einspielung mit einer hier noch völlig unbekannten jungen Combo. Aber Namen und Besetzung von Bret Higgins’ Worldjazz-Quintett „Atlas Revolt“ lassen die stilistische Vielfalt dieser faszinierenden kanadischen Newcomerband erahnen: Higgins (akustischer Bass), Aleksandar Gajic (Violine), Robbie Grunwald (Piano, Keyboard), Tom Juhas (Gitarre) und Joshua Van Tassel (Drums) servieren auf ihrer akuellen CD einen kühnen Verschnitt aus dem Multikulti-Lotterbett der Weltmusik. Die bunte Palette: Jazziges, Popiges, Klezmer, Rock, Konzertmusik, osteuropäischer Gypsy-Schmalz, Reggae, Filmsoundtrack-Kitsch und Electronica unter einem Dach in gut aufbereiteter, abenteuerlich-schräger Koexistenz! Wohl der akustische Super-GAU für jeden vernagelten Puristen mit einem Hang zur reinen Lehre und zum "echten" Jazz! Für alle anderen: Wärmstens empfohlen!
    The Melody

    The Melody (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    31.08.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Handwerklich untadelig, musikalisch unverbindlich

    Als einfühlsamer Begleiter ist der Pianist Kenny Werner (geb. 1951) ein Meister seines Faches, ein “musician’s musician”, der stilistisch unterschiedlichste Projekte zum Fliegen bringt. Weniger gelungen erweisen sich leider Werners Einspielungen unter eigenem Namen, solo, im Duo oder Trio bis hin zur Grossformation. Auch die neueste CD von Werners langjährigem Trio (Johannes Weidenmueller, Bass und Ari Hoenig, Drums), tönt im Vergleich mit Keith Jarrett, Chick Corea, Herbie Hancock, Fred Hersch u.a. etwas blass, unverbindlich und routiniert. Handwerklich zwar professionell und untadelig, doch im Vergleich klar 2. Liga.
    Emanation (Solo: Volume 2)

    Emanation (Solo: Volume 2) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.08.2015
    Musik:
    5 von 5

    Improvisatorische Erkundungen am Klavier

    Emanation? Unter dem geheimnisvollen CD-Titel versteht Roberta Piket den künstlerischen Prozess, den Gehalt aus einer Komposition herauszulocken und diesen dann improvisatorisch zu verarbeiten. Wie meisterhaft dies der erfahrenen Pianistin gelingt, beweist Piket in 10 Emanationen resp. improvisatorischen Auslegungen von 3 Standard-Songs, 4 Jazz-Standards (von Gillespie, Monk, Hancock, Marian McPartland), 2 Piket-Originals und der Jazzbearbeitung eines Chopin Préludes. Begeistert äussert sich Pianist Richie Beirach im CD-Begleittext zu Pikets CD: This is one of the very best solo piano CDs! Wie recht er hat!
    What I Hear Now

    What I Hear Now (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.08.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein grosser US-Drummer mit schweizerischen Wurzeln

    In der amerikanischen Jazzszene sind sie dünn gesät, die arrivierten Musiker mit schweizerischen Wurzeln. Die Vorfahren des Count-Basie-Arrangeurs Neal Hefti emigrierten aus dem Glarnerland, die Grosseltern des einflussreichsten Jazzpädagogen Jamey Aebersold aus Thun. Und der Schlagzeuger Jerry Granelli entstammt einer Tessinerfamilie aus Brissago. Der einstige Vorzeigestudent des Dave-Brubeck-Drummers Joe Morello machte eine beachtliche Karriere u.a. in den Trios von Vince Guaraldi, Mose Allison und Denny Zeitlin, arbeitete mit Gary Peacock, Ralph Towner, und selbst mit dem Pianisten Bill Evans, unterrichtete als Professor in Berlin und arbeitet heute in Halifax. Mit seinem jungen kanadischen Sextett (4 Bläser, Bass, Drums) verfolgt Granelli einen breitgefächerten, multistilistischen Ansatz zwischen Postbop, Free- und Worldjazz. Eine unbedingt empfehlenswerte Einspielung!
    1276 bis 1300 von 1544 Rezensionen
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