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    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17776

    Bitte beachten Sie

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    1544 Rezensionen

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    No One Ever Tells You

    No One Ever Tells You (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.10.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Folkig – bluesige Jazzsongs

    Wer groovig-bluesige Songs mit einem jazzigen Timbre mag, sollte sich die Vokalistin Amy Cervini anhören. Noch gilt die New Yorkerin als ein "well-kept secret", als Geheimtipp für Aficionados, doch bei Musikern längst akzeptiert mit ihrem eklektisch-breiten Repertoire von "North Americana": Country, Blues, Folk-, Broadwaysongs, Jazzstandards, Gospels, Roadsongs, Songs aus dem "Great American Songbook" etc. in einem bestechenden und eklektischen Mix. Auf den 10 Songs ihrer neuesten CD wird Cervini erneut von einem hervorragenden Quintett sekundiert, mit u.a. dem hervorragenden und musikalisch höchst einfühlsamen Organisten Gary Versace als "special guest" und dem langjährigen Cervini-Begleit-Quartett um den Gitarristen Jesse Lewis. Eine wärmstens empfohlene CD auf dem Label Anzic Records.
    (N.B: Die korrekte Label-Information fehlt z.Zt. noch auf der obigen Website, von JPC bitte schleunigst zu korrigieren!)
    Live

    Live (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.10.2018
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein europäisches Spitzentrio - hier erstmals "live in Concert"

    Das Marcin Wasilewski Trio zählt seit 25 Jahren (und dies notabene in unveränderter Besetzung!) zu den festen Werten des ECM-Labels. Der kürzlich verstorbene charismatische polnische Trompeter Tomasz Stanko holte bekanntlich die drei damaligen Teenager Marcin Wasilewski (piano), Slawomir Kurkiewicz (bass) und Michal Miskiewicz (drums) in sein Quartett, in welchem sich das Trio, zuerst als Begleitformation (also sozusagen in einer geschützten Werkstatt), dann als selbständige Einheit, zu einer der dauerhaftesten Formationen in der europäischen Jazzgeschichte entfalteten konnte.....und dies bis heute hörbar ohne Abnützungserscheinungen….und in einem traumwandlerischen Zusammenspiel interagierend: Temperamentvoll wie nie zuvor und die Grenzen der Dynamik voll auslotend, dokumentiert im vorliegenden Live-Mitschnitt vom August 2016 in Antwerpen.
    Uncharted Territories

    Uncharted Territories (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.10.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Jazzistisches Neuland

    Uncharted Territories – der Titel von Dave Hollands neuester Einspielung ist zugleich Programm: Der Bassist und sein Quartett, besetzt mit dem britischen Tenorsaxophonisten Evan Parker, mit Keyboarder/Pianisten/Organisten Craig Taborn und dem Perkussionisten/Vibraphonisten Ches Smith, erkundet auf seinem aktuellen 2 CD-Set improvisatorisches Neuland, sozusagen im "work in process"-Modus entstanden. Die faszinierende, kühne und lustvolle Expedition stösst dabei auf allerhand Unerhörtes und noch nie Gehörtes. Keine leichte Kost für Liebhaber tradierter Jazzformen und Hörmuster, doch allemal ein verblüffender neuer Improvisationsansatz! Und endlich wieder eine CD von Dave Holland mit einem von A bis Z innovativen Ansatz, auch wenn mir nicht jeder Track als gelungen erscheint. Doch auf jeden Fall Pflicht (und meistens auch Kür!!) für alle an aktuellen Formen des Jazz Interessierte!
    Plus One

    Plus One (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.09.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine verblüffende Mini-Bigband

    Der junge Drummer, Arrangeur und Bandleader Dan Pugach präsentiert mit seinem Nonett (Trompete, 2 Posaunen, 3 Saxophone, Rhythmusgruppe) eine künstlerisch und handwerklich verblüffende CD. Mit Respekt für seine Inspiratoren Buddy Rich, Count Basie, Gil Evans, Maria Schneider u.a. gelang Pugach eine erstaunlich eigenständige, stimmige und kohärente musikalische Einspielung. Für solistische Höhepunkte in Pugachs Nonett von noch wenig bekannten jungen N.Y.-Musikern sorgen die Trompeterin Ingrid Jensen (die wohl am besten bekannte Musikerin in der Band) und Pugachs Ehefrau und Vokalistin Nicole Zuraitis, die ominöse "Plus One" im CD-Titel.
    Original Albums

    Golden Gate Quartet
    Original Albums (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.09.2018
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Unverzichtbares, Altbekanntes und Raritäten

    Als Ergänzung zum obigen informativen Einführungstext in dieses wärmstens empfohlene 10-CD-Set:
    CDs 1 bis 7 decken die ersten Jahre des "Golden Gate Quartet",durchwegs unbegleitete à capella Aufzeichnungen in wechselnder Bestzung, doch musikalisch untadelig.
    CD 7 enthält auf den ersten 7 Tracks die lange kaum greifbaren Aufnahmen mit dem GGQ und dem Bluessänger und Gitarristen Leadbelly von 1940. Tracks 8 bis 10 wurden in Frankreich mit dem Orchester des Tenorsaxophonisten Guy Lafitte 1952 eingespielt.
    CD 9 und 10 enthält auf insgesamt 31 Tracks die legendären Carnegie Hall Konzerte vom 23. und 24. Dezember 1939 mit den Combos und Big Bands von Benny Goodman, Count Basie, Kansas City Six, New Orleans Feetwarmers, den legendären Pianisten James P. JohnsonMeade Lux Lewis, Albert Ammons, Pete Johnson, den Vokalisten Sonny Terry, Joe Turner, Big Bill Broonzy, Ida Cox, Mitchell's Christian Singers, dem Golden Gate Quartet. Dazu Jam Sessions mit ausgewählten Musikern aus allen beteiligten Bands.
    Inhuman Wilderness

    Inhuman Wilderness (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Abenteuerlicher Newcomer mit einem spannenden neuen Improvisationsansatz

    Der Pianist Bobby Avey verblüffte mit seinem unkonventionellen Ansatz erstmals im Duo (CD Vienna Dialogues), dann im Quintett von Saxophonist David Liebman, wo Avey quasi seine Lehre als Jazzmusiker begann und sich das nötige Rüstzeug aneignete. Andererseits gesteht Maestro Liebman unumwunden ein, auch von Avey eine ganze Menge gelernt zu haben. Aveys Solo-CD "Be not so long to speak" (Minsi Ridge Rec.) weckte das Interesse von Pianist Marc Copland, der Avey umgehend für die vorliegende Quartett-CD mit u.a. dem Altsaxophonisten John O'Gallagher auf Coplands eigenem Label "InnerVoiceJazz" verpflichtete. Aveys Ansatz erweist sich auch hier als ein stilistisch und kompositorisch vielschichtiges, anregendes Kaleidoskop jenseits der bis anhin gängigen und tradierten jazzistischen Improvisationskonventionen, präsentiert in 7 Quartett- und einer Soloeinspielung von Avey (in Track 7). Und als besonders innovativ outet sich hier einmal mehr der Altsaxophonist John O'Gallagher. Kurz: Eine von A bis Z anregende Einspielung für alle Jazzaficionados, die eine mögliche Antwort auf die (bange?) Frage suchen, wohin denn der Weg des aktuellen Jazz führen könnte.
    Rites Of Ascension

    Rites Of Ascension (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.09.2018
    Klang:
    4 von 5

    Neues Licht auf Herbie Hancock

    Cantaloupe Island, Driftin', One Finger Snap, allesamt Kompositionen des Pianisten Herbie Hancock, die es längst auf die Liste, ja sogar in das Pantheon der unverzichtbaren Jazzstandards geschafft haben. Doch allemal verblüffend, wie das Quartett um den jungen kanadischen Pianisten/Keyboarder Nick Maclean es schafft, neue Funken aus dem altbewährten Hancock-Repertoire zu schlagen. Als umwerfend spielwitziger Improvisator erweist sich dabei Trompeter/Produzent Brownman Ali, der selbst den Vergleich mit Freddie Hubbard auf den Blue Note CDs von Hancock nicht zu scheuen braucht. Kurz: Eine absolut grandiose, von A bis Z gelungene Tribut-CD mit hier noch zu entdeckenden jungen kanadischen Jazzmusikern.
    Whispers And Cries

    Whispers And Cries (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.08.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine Duo-CD der Extraklasse!!

    Der heute 32-jährige Tenorsaxophonist Noah Preminger hat sich in kürzester Zeit vom einstigen Wunderkind am Bostoner New England Conservatory zum respektierten Sideman und zum Leader eigener Projekte emanzipiert. Saxophonist David Liebman, sein ehemaliger Privatlehrer, ist noch heute des Lobes voll über Premingers ausserordentliches Talent. Und für den renommierten Pianisten Frank Kimbrough vom "Maria Schneider Jazz Orchestra" ist Preminger gar der unbestritten beste junge Tenorist auf der kompetitiven aktuellen New Yorker Jazzszene.
    Seit er als 24 jähriger Jungspund seine 1.CD einspielte (mit u.a. Kimbrough und dem Gitarristen Ben Monder), hat Preminger bereits mehr als zehn CDs unter seinem Namen veröffentlicht, dazu kommen CDs als Sideman in den Combos von u.a. Pianist Fred Hersch und Drummer Rob Garcia.
    Die hier vorliegende Duo-CD mit Noah Preminger und dem renommierten, sehr erfahrenen und mit allen Wassern des Jazzbusiness gewaschenen Pianisten Frank Carlberg eröffnet einen neuen und erfrischenden Zugang zu zehn altgedienten Jazzstandards und Liedern aus dem "Great American Songbook". Eine wärmstens empfohlene neue Einspielung von zwei Meistern ihrer Instrumente.
    Braid

    Braid (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.08.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Von Swing über Klezmerjazz und Hardbop zu Freebop

    3 Cohens! Hinter diesem Kürzel verbirgt sich eine der angesagtesten Band in der New Yorker Jazzszene: Anat (Klarinette,Tenorsax), Yuval (Sopransax) und Avishai Cohen (Trompete). Die drei Geschwister einer israelitischen Immigrantenfamilie spielen seit ihrer Jugend zusammen einen lustvollen Jazz ohne stilistische Grenzen. Und so findet hier sich auf ihrer ersten gemeinsamen und nun neu aufgelegten CD "Braid" (Geflecht) von 2007 ein bluesiger, grooviger und sehr temperamentvoller, musikalisch bestechend dicht verzahnter und kompakter Mix über alle stilistischen Grenzen hinweg. Mit von der Partie ist das hervorragend kohärent agierende Pianotrio von Aaron Goldberg (mit Bassist Omer Avital und dem umwerfend einfallsreichen Drummer Eric Harland). Eine unbedingte Empfehlung!
    Late Set

    Late Set (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.08.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein Liederabend mit Jazz-Standards

    Die Ratings in der Zeitschrift DownBeat sind der ultimative Lackmus-Test für Jazz-CDs. Äusserst selten werden 4 oder mehr von 5 möglichen Sternen vergeben. Die CD "The Late Set" mit der Vokalistin Hilary Gardner und dem aufstrebenden Swing- und Stridepianisten Ehud Asherie schaffte im DownBeat vom Januar 2018 sensationelle 4½ Sterne und eine begeisternde Rezension mit ihrem berührenden Rezital von 9 meist altbekannten Songs aus dem Great American Songbook, welche hier auf eine durchwegs erfischende Art und perfekt auf die beiden Interpreten zugeschnitten, dargereicht werden. Für die CD-Einspielung zeichnet das kleine New York Label Anzic Records, welches sich hier erneut mit einer durchwegs pfiffigen Produktion profiliert.. Kurz: Eine von A bis Z gelungene Einspielung von zwei Newcomern, ergo wärmstens empfohlen!
    Flaneur

    Flaneur (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.06.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein höchst anregender Manhattan – Jazzbummel

    Ein Flaneur hat es nicht eilig, er schlendert. Und offenbar galt das Motto "Gut Ding will Weile haben" auch für die Veröffentlichung der vorliegenden CD, die vom Quartett des Tenorsaxophonisten Michael Adkins bereits 2008 eingespielt, doch erst anfangs 2018 herausgebracht wurde. Mit dem Trio des 2011 verstorbenen Drummer-Ziseleurs Paul Motian (Russ Lossing, Piano; Larry Grenadier, Bass) hatte Adkins die ideale Begleitung für seine beiden mit "First Walk" und "Second Walk" betitelten jazzistischen Stadtspaziergänge durch Manhattan. Diese von A bis Z gelungene Produktion ist die von Jazzaficionados geradezu sehnlichst erwartete Fortsetzung der anno 2007 bei "hatology" erschienenen CD "Rotator". In "Flaneur" und "Rotator" wurde Adkins vom faszinierenden Paul Motian Trio begleitet, diesmal erneut mit Motians langjährigem Lieblingspianisten Russ Lossing. Im Manhattan-Walk ist hingegen neu der Bassist Larry Grenadier an die Stelle seines Vorgängers John Hébert gerückt.
    Music From Man Of La Mancha

    Music From Man Of La Mancha (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.06.2018
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Wenn Don Quijote über den Jazz stolpert

    Bluesmelodien, Volkslieder und die Songs aus dem "Great American Songbook" liefern neben sog. Jazz-Originals den Grundstock zu Jazzimprovisationen. Ein grosser Anteil von diesem Fundus gebührt noch immer den Broadway-Musical-Melodien. Die US-Brasilianerin und Pianistin Eliane Elias erschliesst auf ihrer neuesten Trio-CD (allerdings bereits anno 1995 im Studio eingespielt, doch aus unerfindlichen Gründen erst jetzt veröffentlicht) nun erstmals neun Songs aus dem Mitch Leigh Don Quijote-Inquisitions-Musical "Man of la Mancha" aus dem Jahr 1965, eingespielt mit zwei hochkarätigen Jazzcombos der Spitzenklasse: Elias mit Bassist Eddie Gomez/Jack DeJohnette (Drums) resp. Marc Johnson (Bass)/Satoshi Takeisi (Drums)/Manuolo Badrena (Perkussion). Das überfällige Tondokument hinterlässt allerdings zwiespältige Eindrücke: Positiv daran ist, dass uns Elias diesmal mit ihren Vokalisen verschont. Doch die musikalische Qualität der Musicalmelodien bleibt, zumindest im Vergleich mit dem bekannteren, durchaus jazztauglichen und improvisatorisch auch ergiebigeren etablierteren Musicalrepertoire (von Cole Porter, Lerner & Loewe, Rodgers & Hart u.v.a), doch eher dürftig und melodisch/harmonisch wenig ergiebig. Das müssen auch Elias' hochkotierte Sidemen realisiert haben, die sich allesamt doch eher uninspiriert ihrer Begleitpflicht entledigen: Ergo & sozusagen Jazz-Dienst nach Vorschrift! Ob diese Vorbehalte der Grund für die 13-jährige Latenzzeit dieser Veröffentlichung sind?
    Descansado: Songs For Films

    Descansado: Songs For Films (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.05.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Norma Winstones "Movie-Soundbook"

    Ergänzungen zum obigen Text: Mit dieser CD gedenkt die langjährige ECM-Künstlerin Norma Winstone auch ihrer beiden verstorbenen Kollegen Kenny Wheeler(Trompete, Flügelhorn) und John Taylor (Piano) vom Trio "Azimuth", das mit legendären Einspielungen (die meisten davon auf ECM) für Furore auf der Jazz-Szene sorgte und neue Wege des Jazzgesangs eröffnete. Liebhaber von sprachlichen Finessen kommen mit den tief empfundenen und bewegenden "Lyrics" von Norma Winstone auf ihre Rechnung (sämtliche Liedtexte, auch die, welche nicht von Winstone geschrieben wurden, sind im CD-Booklet aufgeführt). Zu erwähnen ist auch Produzent Manfred Eicher, der, zusammen mit Venier und Gesing, für das gelungene Arrangement des Michel Legrand Songs "Vivre Sa Vie" als Co-Arrangeur zeichnet. A suivre!
    Live In Europe

    Live In Europe (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.05.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Das Fred Hersch Trio auf seinem künstlerischen Zenith

    Ergänzung/Berichtigung zum obigen Text: Dieser wärmstens empfohlene Live-Mitschnitt vom 24. November 2017 stammt von einem Hersch-Konzert in Brüssel (und nicht aus Norwegen), das, wichtiges Detail, ohne Wissen der Künstler aufgezeichnet wurde. Umso lockerer und unbeschwerter gingen Hersch, Hébert und McPherson ihr Rezital an. Und, den oben erwähnten Vergleich mit dem Bill Evans Trio würde Hersch nie bestätigen, seine musikalische Vita ist nach Herschs eigener Einschätzung vielmehr bei seinen Inspiratoren Ahmad Jamal, Earl "Fatha" Hines, Jaki Byard und Thelonious Monk zu verorten. Und mit Monks "We See" beginnt denn auch dieses Konzert, welches mit dem solo gespielten Encore "Blue Monk" endet. Allein dieses Bijou lohnt den Erwerb der CD: Wie unbekümmert Hersch sich an diesen Monk-Klassiker herantastet, das Thema umkreist, doch erst zum Schluss seiner kühnen Improvisation bei Monk landet, ist schlicht und einfach so bezaubernd, so atemraubend, so zwingend gelungen, dass diese 5 Minuten Ausnahmeimproviation den Erwerb der CD lohnen. Dies muss auch Hersch realisiert haben, ergo seine Einschätzung im O-Ton: Our best recording!
    Live In Healdsburg 2016

    Live In Healdsburg 2016 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Bewegender Kammerjazz – Pas de Deux

    Anat Cohen (Klarinette) und Fred Hersch (Piano): Was sich wie DIE Traumpaarung liest, übertrifft die Erwartungen von an kammermusikalischem Jazz interessierten Zuhörern! Im vorliegenden Konzertmitschnitt vom kalifornischen Jazzfestival im Juli 2016 duettierten die beiden Ausnahmekünstler in einem Programm mit eigenen Songs und Kompositionen von Ellington, Fats Waller und Jimmy Rowles. Die Ausnahmeklarinettistin Anat Cohen und der eine Generation ältere, als Solist und Begleiter unglaublich erfahrene Pianomeister Fred Hersch, zeigten, was an Interaktion und musikalischer Empathie im jazzistischen Duospiel möglich ist, wenn die beiden Künstler auf derselben Wellenlänge ticken. Kurz: Ein tief bewegender Konzertmitschnitt zweier Meister ihres Fachs.....und ergo unbedingt hörenswert!
    Awase

    Awase (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.05.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    1 von 5

    Die nebenwirkungsfreie Einschlafhilfe aus dem ECM-Schlaflabor!

    Vergessen Sie alle homöopathischen Wässerchen und Zuckerkügelchen.....und legen Sie als Einschlafhilfe getrost diese CD ein, voll mit repetitiv einlullender Melodik aus dem Flecken Zureich im lieblichen Helvetia im Herzen von Europa, all wo die Hirtenknaben und ihr Sennentuntschi hoch oben auf der Alp den lieben langen Tag an ihrem Käse schnitzen und wo dazu "Ronin" den immergleichen, repetitiv einlullenden akustischen Alpsegen abliefert. "Für ä tüüfä gsundä Schlaaf"...der Reklameslogan für eine schweizerische Bettmatratze ist offenbar auch die Botschaft von "Ronin".
    Contra La Indecisión

    Contra La Indecisión (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.05.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein unkonventionelles Programm in einer austarierten Darbietung

    Pianist Bobo Stenson ist ein ECM-Künstler der ersten Stunde. Mit eigenen Projekten und als Sideman, u.a. von Jan Garbarek und Charles Lloyd, konnte sich Stenson auch international profilieren. Doch archimedischer Punkt und kreative Keimzelle von Stensons Kosmos ist und bleibt sein langjähriges Trio mit Anders Jormin (Bass) und Jon Fält (Drums), zwei geistesverwandten Partnern, mit denen Stenson über die Jahre ein unkonventionelles Triorepertoire erkundet, seit längerer Zeit schon fast eine fixe Idee des Stenson-Trios, so auch auf der vorliegenden neuesten CD mit Werken von Erik Satie, Federico Mompou, Béla Bartók und Silvio Rodriguez. Dazu sind 5 neue Komposition des Bassisten Anders Jormin, ein Stenson-Song und die Kollektivimprovisation "Kalimba Impressions" zu hören. Eine empathisch agierendes Trio mit einem faszinierenden Improvisationsansatz jenseits des Mainstreams gängiger Standards und Jazzstandards! Unbedingt hörenswert!
    Onward

    Onward (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.04.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein hochtalentierter Newcomer in einer faszinierenden Einspielung!

    Noch ist der erst 27-jährige Tenorsaxophonist Chad Lefkowitz-Brown ein no-name-artist und hat deshalb und leider auch die besten, resp. schlechtesten, Chancen, im ungebremsten Ausstoss der CD-Neuerscheinungs-Inflation unbeachtet zu versinken. Trompeter und Gastsolist Randy Brecker sei Dank, dass Lefkowitz und sein hervorragendes Quartett, zumindest durch dessen Teilnahme, die verdiente Beachtung erhalten. Auf der vorliegenden, seiner zweiten CD unter eigenem Namen, überzeugt Lefkowitz, ehemaliger Schüler des grossen Dave Brubeck, u.a. mit einer erfrischenden Version von Coltranes teuflisch schwierigem „Giant Steps“ sowie mit neuen und kecken Einfällen über Blues und Jazzstandards. Durchaus beachtlich das abgeklärt agierende Begleittrio mit Steven Feifke(p), Raviv Markovitz(b) und Jimmy McBride(dm), allesamt erstaunliche Solisten und reife Begleiter! Kurz: Eine wärmstens empfohlene CD mit no-nonsense-Modern Jazz. Und all dies auf einem hohen Niveau!
    B-A-C-H

    B-A-C-H (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.04.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Bachs Musik als Anregung....und als Sprungbrett

    Bach und der Jazz.....seit den kommerziell erfolgreichen, doch musikalisch fragwürdigen und zu recht noch immer umstrittenen „Bach-Verjazzungen und -Verschnitten" des Jacques Loussier Trios bleibt die Verschränkung von Bach mit Jazz eine nach wie vor umstrittene „Entente“, und diese bleibt denn auch, je nach Standpunkt, mehr oder weniger „cordiale“! Auch die CD „B-A-C-H“ mit dem Dieter Ilg Trio (Ilg, Bass; Rainer Böhm, Piano; Patrice Héral, Drums) wird zu Diskussionen führen, auch wenn im bestechenden und musikalisch doch sehr überzeugenden und improvisatorisch untadeligen Ansatz des Ilg-Trios Bachs Kompositionen nicht verjazzt werden, sondern zu Anregungen für faszinierende improvisatorische Erkundungen dienen. Eine unbedingte Empfehlung also! Zumindest für mich ist die vorliegende Einspielung des Dieter Ilg Trios die bislang gelungendste improvisatorische Auseinandersetzung in der causa "Jazz und Bach".
    In House Science: Live 2016

    In House Science: Live 2016 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.04.2018
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Temperamentvoll und mit Lust am Risiko!

    Der norwegische Bassist Arild Andersen ist ein ECM-Musiker der ersten Stunde, seit der Gründung des Labels mit den unterschiedlichsten Projekten dabei und immer tatkräftig von ECM unterstützt. In der vorliegenden Trioeinspielung kommt vor allem der schottische Tenorsaxophonist Tommy Smith ausgiebig zum Zug: Temperamentvoll, mit ungebremster Lust am Risiko die instrumentalen Grenzen auslotend, seine beiden Kollegen an Bass und Schlagzeug ständig herausfordernd und zu Höchstleistungen lockend, anspornend und herausfordernd. Mit Bestimmtheit gehört diese Live-Einspielung zum Besten, was heute auf der europäischen Jazzszene geboten wird! Eine unbedingte Empfehlung für diese CD, welche durchaus auf einem Level mit Rollins' und Coltranes wegweisenden Tenorsax-Bass-Drums-Trioeinspielungen zu verorten ist.
    The Subject Tonight Is Love

    The Subject Tonight Is Love (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.04.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Berührendes Rezital aus einem Guss!

    Die Sängerin Kate McGarry ist längst arriviert. Doch noch immer favorisiert sie für ihre tief berührenden, und immer äusserst nuanceneichen Songs und Vokalisen Entourage und Rahmen einer kleinen, intimen kammermusikalischen Begleitformation. Ihre neueste Einspielung umkreist das ewige Thema "Liebe“ in einem tiefgründigen musikalischen Kaleidoskop von 12 Songs (Standards aus dem "Great American Songbook", Jazzstandards, irische Volkslieder, eigene Songs) , sekundiert in Minimalbesetzung von ihrem Ehemann und Gitarrist Keith Ganz und dem hochtalentierten Tastentausendsassa Gary Versace (Piano, Keyboards, Orgel, Akkordeon). Eine bewegende, von A bis Z gelungene Einspielung mit Musik, die unter die Haut geht!
    Light Blue

    Light Blue (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.03.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Aktueller New York-Postbop der Spitzenklasse!

    Der Flensburger Bassist Martin Wind folgte vor mehr als 20 Jahren dem Ruf des Pianisten Bill Mays und dislozierte nach New York, wo er inzwischen längst arriviert ist, einen hervorragenden Ruf als einfühlsamer, inspirierender Begleiter wie auch als Initiant seiner eigenen Projekte geniesst, für europäische Jazzmusiker auf dem unerbittlich harten und gnadenlos selektierenden New-York-Jazzparkett noch immer die ganz grosse Ausnahme! Seine aktuelle Visitenkarte hat Wind in wechselnder, doch höchst prominenter Besetzung mit langjährigen Weggefährten realisiert, allesamt respektiert als absolute Topmusiker ihrer Instrumente. Das Resultat ist hochmusikantischer, aktueller NYC-Jazz mit u.a. Scott Robinson (Alt-, Tenor-, Bass-Saxophon, Taragota, Klarinette), Ingrid Jensen (Trompete), Anat Cohen (Klarinette), Bill Cunliffe resp. Gary Versace (Piano, Versace auch Orgel), Matt Wilson resp. Duduka Da Fonseca (Drums), Anat Cohen, Maucha Adnet (Vocals). Martin Wind ist auf dem akustischen Bass und auf der akustischen Bassgitarre zu hören. Und Wind hat sämtliche 10 Titel komponiert, doch um die portugiesischen Texte der 3 Wind-Songs mit der Sängerin Maucha Adnat (eine Entdeckung!) hat sich die Vokalistin gekümmert. Eine musikalisch höchst attraktive, sorgfältigst realisierte, ergo auch von mir wärmstens empfohlene, von A bis Z gelungene Einspielung des in Musikerkreisen rundum respektierten Bassisten Martin Wind. Chapeau!
    Kind Of Spain (180g)

    Kind Of Spain (180g) (LP)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.03.2018
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    2 von 5
    Pressqualität:
    3 von 5

    España-Jazz im Zeitraffer

    Seit der epochalen Einspielung „Sketches Of Spain“ mit Miles Davis als Solisten in Arrangements von Gil Evans ist die spanische Musik im Jazz angekommen. Nun reiht sich auch der deutsche Drummer Wolfgang Haffner ein in die illustre Liste der „Jazz meets España“ – Aficionados, durch seine Wahlheimat Ibiza durchaus legitimiert. Doch die 13 zu kurz geratenen Titel (darunter Coreas „Spain“ oder ein auf 4 Minuten eingedampftes „Concierto de Aranjuez“) bleiben nicht mehr als ein Appetizer unter dem Motto „Von zu viel zu wenig“. OK, auch Schillers Schauspiel "Wilhelm Tell" lässt sich problemlos komprimieren. Im Zeitraffer für Eilige zur Kuzversion: Zivilist schiesst auf Obst. Doch, Hand aufs Hemd, wollen und brauchen wir das?
    Kind Of Spain

    Kind Of Spain (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.03.2018
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    España-Jazz im Zeitraffer

    Seit der epochalen Einspielung „Sketches Of Spain“ mit Miles Davis als Solisten in Arrangements von Gil Evans ist die spanische Musik im Jazz angekommen. Nun reiht sich auch der deutsche Drummer Wolfgang Haffner ein in die illustre Liste der „Jazz meets España“ – Aficionados, durch seine Wahlheimat Ibiza durchaus legitimiert. Doch die 13 zu kurz geratenen Titel (darunter Coreas „Spain“ oder ein auf 4 Minuten eingedampftes „Concierto de Aranjuez“) bleiben nicht mehr als ein Appetizer unter dem Motto „Von zu viel zu wenig“. OK, auch Schillers Schauspiel "Wilhelm Tell" lässt sich problemlos komprimieren. Im Zeitraffer für Eilige zur Kuzversion: Zivilist schiesst auf Obst. Doch, Hand aufs Hemd, wollen und brauchen wir das?
    Otterville

    Otterville (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.03.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Folkiger Jazz aus Kanada

    Otterville? So nennt sich das von tiefreligiösen Quäkern gegründete Kaff in der kanadischen Provinz Ontario. Wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, wuchs der heute vielbeschäftigte Cellist Andrew Downing in einem Umfeld ländlicher Musik auf. Der liebevolle musikalische Tribut an seine Heimat ist denn auch ein verträumtes, pastellfarbiges Tongemälde, näher bei der Folkmusic als beim Jazz. Eingespielt wurde die 15-sätzige Suite mit Cello, Lap Steel Guitar, Vibraphon, Rhythmusgruppe und einem Hardbopjazz-Bläsersatz.
    1126 bis 1150 von 1544 Rezensionen
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