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    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17776

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    1544 Rezensionen

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    The Capitol Studio Sessions

    The Capitol Studio Sessions (CD)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.07.2019
    Klang:
    2 von 5
    Musik:
    1 von 5

    Flüssig?

    ........mehr als dies: ü b e r f l ü s s i g!!..... ja geradezu grauenhaft! Ergo mein Rat: Hände weg von diesem Machwerk!
    Glimpses

    Glimpses (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.06.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Saxomania!

    Denver, Colorado, ist nicht gerade aktenkundig als Hotspot des US-Jazz, hat aber mit dem aus New York hierher emigrierten Pianisten Art Lande und dem Tenorsaxophonisten Keith Oxman genügend Ausstrahlung, um regelmässig renommierte Jazzstars in die gebirgige Diaspora der Rockies zu locken. So liess sich auch der unermüdlich tätige und schon fast notorisch umtriebige Tenor- & Sopransaxophonist David Liebman immer wieder von seinem ehemaligen Jünger Oxman für Konzerte und Workshops gewinnen. Verdankenswert, dass nach dem Liebman-Workshop vom Herbst 2017 eine CD realisiert werden konnte mit Liebman und dem hervorragend eingespielten Keith Oxman Quartett (mit der Rhythmusgruppe von Jeff Jenkins(p), Ken Walker(b) und Drummer Todd Reid). In Songs von Duke Ellington, Cedar Walton, Oxman, Liebman u.a. ist der Respekt für die Inspiration und den epochalen musikalischen Ansatz von John Coltrane auf Schritt und Tritt unüberhörbar. Eine tolle, wärmstens empfohlene CD!
    Getz At The Gate (Live At The Village Gate 1961) (180g)

    Getz At The Gate (Live At The Village Gate 1961) (180g) (LP)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.06.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Pressqualität:
    5 von 5

    Ein geradezu sensationeller Archivfund von 1961

    Selbst bestens informierte Jazzaficionados geraten ob dieser musikalisch superben, ja grandiosen, Stan-Getz-Trouvaille aus dem Jahre 1961 wohl aus dem Häuschen: Das Quartett des grossen Tenorsaxophonisten und Jazzstylisten Stan Getz (1927-1991) war im Herbst 1961 für einige Doppelkonzerte im New Yorker Jazzclub " The Village Gate" gebucht, zusammen mit Getz' instrumentalen Antipoden, dem epochalen Neuerer John Coltrane (1926-1967) und dessen Quartett. Das Getz-Konzert vom 26. November wurde zwar in voller Länge aufgezeichnet…und verschwand darauf für 58 Jahre im Archiv der Schallplattenfirma "Verve", bis der auf Raritäten fokussierte "Resonace Records"-Produzent Zev Feldman den als verschollen geglaubten Schatz vor kurzem ortete und hob. Die damalige Formation von Getz mit dem heute 94-jährigen und noch immer aktiven(!!!) Drummer Roy Haynes, dem Pianisten Steve Kuhn (geb. 1938) und dem Bassisten John Neves (1931-1988) war nur für wenige Monate aktiv, da Getz mit seinen kurz darauf einspielten Bossa-Nova-Platten die kommerziell ergiebige Fusion aus brasilianischer Folklore und melodiösem Modern Jazz gelang, einem Geschäftsmodell, das als sprudelnde "Money Machine" den "reinen" Jazz weit hinter sich liess.
    "Getz at the Gate", veröffentlicht als 2-CD- resp. 3-LP-Set, ist der musikalisch wie klangtechnisch hervorragende Mitschnitt von 15 Standards, Jazzstandards, Blues und Originals. Darunter finden sich Klassiker wie Sonny Rollins' "Airegin", Dizzy Gillespies "Woody 'N' You", "Jumpin' with Symphony Sid" eine musikalische Verbeugung von Getz für sein grosses Vorbild, den Tenorsaxophonisten Lester Young. Eine für jeden Jazzfreund absolut unverzichtbare Trouvaille, die das Zeug zur historischen Entdeckung des Jahres hat!
    Getz At The Gate (Live At The Village Gate 1961)

    Getz At The Gate (Live At The Village Gate 1961) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.06.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein geradezu sensationeller Archivfund von 1961

    Selbst bestens informierte Jazzaficionados geraten ob dieser musikalisch superben, ja grandiosen, Stan-Getz-Trouvaille aus dem Jahre 1961 wohl aus dem Häuschen: Das Quartett des grossen Tenorsaxophonisten und Jazzstylisten Stan Getz (1927-1991) war im Herbst 1961 für einige Doppelkonzerte im New Yorker Jazzclub " The Village Gate" gebucht, zusammen mit Getz' instrumentalen Antipoden, dem epochalen Neuerer John Coltrane (1926-1967) und dessen Quartett. Das Getz-Konzert vom 26. November wurde zwar in voller Länge aufgezeichnet…und verschwand darauf für 58 Jahre im Archiv der Schallplattenfirma "Verve", bis der auf Raritäten fokussierte "Resonace Records"-Produzent Zev Feldman den als verschollen geglaubten Schatz vor kurzem ortete und hob. Die damalige Formation von Getz mit dem heute 94-jährigen und noch immer aktiven(!!!) Drummer Roy Haynes, dem Pianisten Steve Kuhn (geb. 1938) und dem Bassisten John Neves (1931-1988) war nur für wenige Monate aktiv, da Getz mit seinen kurz darauf einspielten Bossa-Nova-Platten die kommerziell ergiebige Fusion aus brasilianischer Folklore und melodiösem Modern Jazz gelang, einem Geschäftsmodell, das als sprudelnde "Money Machine" den "reinen" Jazz weit hinter sich liess.
    "Getz at the Gate", veröffentlicht als 2-CD- resp. 3-LP-Set, ist der musikalisch wie klangtechnisch hervorragende Mitschnitt von 15 Standards, Jazzstandards, Blues und Originals. Darunter finden sich Klassiker wie Sonny Rollins' "Airegin", Dizzy Gillespies "Woody 'N' You", "Jumpin' with Symphony Sid" eine musikalische Verbeugung von Getz für sein grosses Vorbild, den Tenorsaxophonisten Lester Young. Eine für jeden Jazzfreund absolut unverzichtbare Trouvaille, die das Zeug zur historischen Entdeckung des Jahres hat!
    Altered Narratives

    Altered Narratives (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.06.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Kammerjazz-Piano-Trio in der Tradition von Bill Evans

    San Diego, Kalifornien, ist punkto Jazz "Terra incognita", ergo alles andere als ein "Hot Spot". So liefert auch eine Google-Suche wenig Brauchbares mit Ausnahme von ein paar lokalen Jazzartisti. Doch die Ehrenrettung kommt vom jungen, musikalisch von Bill Evans geprägten Pianisten Danny Green, der es mit seinem Trio und dem namhaften Jazzproduzenten Matt Pierson geschafft hat, mit der vorliegenden, absolut beachtlichen CD, einen Wurf zu landen, der auch von der Jazzpresse durchwegs positiv eingeschätzt wurde. Mit dabei im Trio sind Bassist Justin Grinnell und Drummer Julien Cantelm, beide zumindest mir bislang unbekannt, doch absolut beachtlich in ihren musikalisch überzeugenden Ansätzen.
    Altered Narratives

    Altered Narratives (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.06.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Kammerjazz-Piano-Trio in der Tradition von Bill Evans

    San Diego, Kalifornien, ist punkto Jazz "Terra incognita", ergo alles andere als ein "Hot Spot". So liefert auch eine Google-Suche wenig Brauchbares mit Ausnahme von ein paar lokalen Jazzartisti. Doch die Ehrenrettung kommt vom jungen, musikalisch von Bill Evans geprägten Pianisten Danny Green, der es mit seinem Trio und dem namhaften Jazzproduzenten Matt Pierson geschafft hat, mit der vorliegenden, absolut beachtlichen CD, einen Wurf zu landen, die auch von der Jazzpresse durchwegs positiv eingeschätzt wurde. Mit dabei im Trio sind Bassist Justin Grinnell und Drummer Julien Cantelm, beide zumindest mir bislang unbekannt, doch absolut beachtlich in ihren musikalisch überzeugenden Ansätzen.
    Chi

    Chi (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.06.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Perkussiv - freitonale Wundertüte aus der Worldjazz-Superklasse

    Das so originelle wie höchst eigenwillige Label RareNoiseRecords etablierte sich mit hervorragend produzierten Preziosen weit ab vom Mainstream. Dazu genügt ein Blick auf den kontinuierlich wachsenden Katalog der bisherigen RareNoise-Produktionen.
    Mit freitonalem Worldjazz profilieren sich auf den vorliegenden CD Dave Liebman (Sax, Holzflöte, Piano) und die beiden bestbekannten Perkussionisten Hamid Drake und Adam Rudolph in einer 6-sätzigen Orgie, unterlegt von einem Arsenal an Schlaginstrumenten, ergänzt durch Vocals und auch mal spärlich und sehr diskret eingesetzte Elektronik. Obschon weitgehend frei aus dem Moment heraus kreiert, verblüfft die formal bestechende Prägnanz dieser abgerundeten Einspielung von drei unbestrittenen Meistern ihrer Instrumente. Meine unbedingte und wärmste Empfehlung für improvisierte Musik vom Besten!
    Shamania

    Shamania (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.06.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Musikantische Wundertüte mit skandinavischer Frauenpower

    Das so originelle wie höchst eigenwillige und noch junge Label RareNoiseRecords etablierte sich mit hervorragend produzierten Preziosen weit ab vom Mainstream. Auf der vorliegenden Einspielung trommelte die dänische Perkussionistin Marilyn Masur neun skandinavische Spitzenjazzerinnen zusammen in ihr multistilistisches Tentett "Shamania". Auch wenn dem kontinentalen jazzistischen Durchschnittskonsumenten (mich inbegriffen) ausser der Leaderin Marilyn Masur kaum ein Name geläufig sein dürfte, wird der neugierige Hörer am laufenden Band geradezu multilateral überrascht und überfahren von der Kreativität des Kollektivs, den solistischen Exkursionen, den progressiven Sounds und, und....und nicht zuletzt von den 16 eigens komponierten Titeln der Leaderin, welche zudem als Perkussionistin u.a. auf dem Ballaphon und der Kalimba zu hören ist. Bleibt zu hoffen, dass diese gelungene Nischenproduktion das Interesse der Jazzgemeinde finden wird. Immerhin gilt der grosse Miles Davis als Entdecker der dänischen Multiinstrumentalistin, die von Davis stante pede in eine seiner späteren Formationen geholt wurde.
    3

    3 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.05.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Afrojazz – Stern-Stunde

    Der Kalauer im Jazztipp-Titel drängt sich geradezu auf: Die renommierte Gitarristin und Vokalistin Leni Stern emigrierte vor Jahrzehnten von München nach New York, wo sie sich alsbald als DIE rastlose Sucherin im Umfeld der unterschiedlichsten musikalischen Idiome von Jazz und Weltmusik etablierte, heute als "Worldjazz" etiketiert. Als aktuellster Appetizer empfiehlt sich die CD mit der faszinierenden Synthese von Jazz (mit Ehemann Mike Stern und Akkordeonist Gil Goldstein) und traditioneller senegalesischer Musik (mit u.a. dem grandiosen Multiinstrumentalisten und packenden Vokalisten Alioune Faye an den im Jazzkontext noch immer exotischen Instrumenten Sabar, Djembe, Calabas). Mit dabei der umsichtige Bassist Mamadou Ba, welcher den nötigen Kitt samt rhythmischem Fundament für die durchwegs gelungene Session liefert. Kurz: Eine empfehlenswerte Einspielung für musikalische Feinschmecker!
    Musical Prophet

    Musical Prophet (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Hochwillkommene Trouvaillen

    Der ungebremst innovative Avantgardist Eric Dolphy (Altsax, Bassklarinette, Flöte) starb 1964 im Alter von nur 36 Jahren an undiagnostizierter Diabetes. Doch in der Publikumswahrnehmung stand Dolphy zeitlebens immer etwas im Schatten von Ornette Coleman, wurde aber von Musikerkollegen (so u.a. von Charles Mingus u.v.a.) hoch geschätzt, schon weil er den Bezug zur Bebop-Tradition nie verleugnete, nachzuprüfen in früheren Sidemen-Einspielungen, u.a. im Westküsten-Quinett des Drummers Chico Hamilton. So galt Dolphy bei Mitmusikern im Vergleich mit dem Revolutionär Coleman als musikalisch hervorragender, instrumentaltechnisch äusserst erfahrener und versierter Evolutionär. Was zu den bisher unveröffentlichten Titeln aus den legendären Sessions "Conversations" und "Iron Man" von 1963 zu sagen ist, steht detailliert bereits in den obigen Texten. Daher mein kurz gefasstes Fazit: Zeitloser Jazz ohne Verfalldatum!
    Changes

    Changes (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.05.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Jazzstandards neu und pfiffig verpackt

    Pianist Russ Lossing ist seit Jahren ein fester Wert der melodisch orientierten New York Jazz-Avantgarde, von Kollegen als musician's musician hoch geschätzt. Und er war zudem der bevorzugte Pianist in den Formationen des Drummers Paul Motian (der immerhin in den Formel-1-Trios und -Combos der Pianisten Bill Evans, Keith Jarrett und Paul Bley u.a. beamtet war). Lossings improvisatorischer Ansatz erinnert am ehesten an Paul Bley, dessen Stilistik Lossing auf sehr eigenständige und absolut originelle Art weiter entwickelt hat. Doch seit Jahren gespannt war man, wie Lossing den Lackmustest punkto Jazzstandards bestehen würde. Dafür liess er sich denn auch viel Zeit. Nun liegt das Resultat namens "Changes" endlich vor, eingespielt mit den beiden prominenten Sidemen Michael Formanek (Bass) und Gerald Cleaver (Drums). Klares und von A bis Z überzeugendes Verdikt: Die bestechend gelungene innovative Einspielung geriet zu Russ Lossings Standards-Visitenkarte par excellence, ergo wärmstens empfohlen (und à continuer, wie der Franzmann sagt).
    In Real Time

    In Real Time (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Fetzig swingender, aktueller Hardbop-Jazz aus New York

    Der 52-jährige Trompeter John Bailey startete als musikalisches Wunderkind in den Bigbands von Buddy Rich, Ray Charles, Ray Barretto, Frank Sinatra u.v.a. Der heute in New York aktive Musiker zählt Dizzy Gillespie, Charlie Parker, Miles Davis und, ganz zentral, den legendären Clifford Brown, zu seinen prägenden Vorbildern. Doch auch legendäre Trompeter der 50-er und 60-er Jahre wie die verdienstvollen "Blue Note"-Artisten Kenny Dorham, Donald Byrd, Blue Mitchell u.a. dürften wohl Bailey nachhaltig geprägt haben. Kein Wunder, dass denn auch Baileys aus lauter New-York-Topmusikern bestehendes Quintett mit Stacey Dillard (Tenor-, Sopransax), John Hart (Gitarre), Cameron Brown (Bass) und Victor Lewis (Drums) lupenreinen Hardbop in einem aktuellen Ansatz pflegt. Eine wärmstens empfohlene Einspielung mit einem noch viel zu wenig bekannten eklektischen Jazztrompeter!
    Gary - A Tribute to Gary Peacock

    Gary - A Tribute to Gary Peacock (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.03.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Gary Peacock, der Bassist als Komponist

    Gary Peacock (geb.1935) gehört mit Scott LaFaro und Eddie Gomez zu den technisch versiertesten und virtuosesten Kontrabassisten im modernen Jazz. Ergo liest sich Peacocks Liste seiner musikalischen Partner wie ein "Who's who" des modernen Jazz, von Bud Shank über Clare Fischer zu Albert Ayler, Don Cherry, Jan Garbarek bis hin zu Miles Davis, in dessen Combo Peacock nach eigenen Aussagen die prägendsten musikalischen Erfahrungen sammeln konnte. Und, Pianisten wie Bill Evans, Paul Bley, Chick Corea, Keith Jarrett, Art Lande, Martial Solal, Michel Petrucciani u.v.a. haben mit Peacock legendäre CDs im Trio, Quartett oder Duo eingespielt. Doch sein bevorzugter Piano-Partner ist und bleibt seit Jahren Marc Copland, bestens dokumentiert mit Aufnahmen für InnerVoice Jazz, ECM, Pirouet und diverse japanische Label. Naheliegend deshalb, dass Copland nun eine Soloeinspielung mit Peacocks bekanntesten Kompositionen vorlegt. Die melodisch, harmonisch und rhythmisch überzeugenden Preziosen haben allesamt den Einzug in den Olymp etablierter Jazz-Standards längst geschafft. Darunter "Vignette", "Moor", "Voice Of The Past". Als Encore und zugleich Titel der CD wählte Copland die Komposition "Gary" geschrieben von Peacocks Ex-Ehefrau Annette.
    Besonderes Lob gebührt der exemplarisch gut gelungenen Produktion der Co-Produktion des kleinen französischen Labels "Illusions Music" mit dem deutschen Pendant "InnerVoiceJazz", eine Entente Cordiale, wo nun einfach alles stimmt, von Produktion über die Gestaltung der CD-Hülle bis hin zum vorbildlich gestimmten Flügel. Kurz und gut, und zum Schluss en français: Chapeau!!!
    This World Of Dew

    This World Of Dew (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.03.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Kontemplative Klangmalereien

    Jazzmusiker sind sich weitgehend einig: Der in New York tätige Gitarrist und Soundtüftler Ben Monder hat es geschafft, seinem 6-saitigen Instrument bisher ungehörte und auch unerhörte neue Klänge zu entlocken. Und Monders Duo-Partner Aaron Shragge, Flügelhornist, Trompeter auf der eigens entwickelten Dragon Mouth Trumpet und Shakuhachi-Flötist, hat sich intensiv mit Freejazz und indianischen Gesängen auseinandergesetzt. Auf ihrer ersten CD kreieren die beiden Partner ein so farbiges wie provokantes kontemplatives Klanggebilde in 15 faszinierenden Episoden. Unbedingt auschecken!
    Summerwind

    Summerwind (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.02.2019
    Klang:
    2 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Klangverliebte Jazz – Duette, durch elektronisches Gesäusel leider verschlimmbessert

    Der sardische Trompeter/Flügelhornspieler Paolo Fresu und der schwedische Bassist/Cellist Lars Danielsson gehören längst zu den weltweit bekanntesten Künstlern ihrer Instrumente. Und sie beide gehören seit Jahren zum festen Bestand des äusserst umtriebigen deutschen CD-Labels ACT. Kommt dazu, dass Fresu und Danielsson eine Vorliebe für lyrisch-getragene Klänge haben, was den rührigen ACT-Impresario Siggi Loch zur Produktion der vorliegenden CD bewog, einer musikalisch durchaus farbigen Duo-Begegnung in 16 Episoden. Doch die für meinen musikalischen Geschmack so überflüssige wie peinlich anmutende Soundkolorierung einiger Takes mit elektronischem Gesäusel im Hintergrund lässt die durchaus gelungenen Duos abstürzen in den Edelkitsch. Ich nehme zur geschmacklichen Ehrenrettung der beiden Artisti einmal an, dass diese ärgerliche Soundverschlimmbesserung ohne Wissen der beiden Künstler nachträglich appliziert wurde. Doch sicher bin ich mir nicht.
    Atwood Suites

    Atwood Suites (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.01.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Lyrisch-poetischer Klangzauber

    Der produktive und äusserst vielseitige Andrew Rathbun (Tenorsax, Komponist, Arrangeur) geniesst einen respektablen Ruf in der New Yorker Jazzszene, wo er bestens vernetzt ist. Sein kompositorischer und klanglicher Ansatz reflektiert Einflüsse von Gil Evans, Maria Schneider, nebst Anleihen bei der europäischen Konzertmusik des 20. Jahrhunderts (Ravel, Strawinsky, Bartók u.a.). Die hier eingespielten drei grossorchestralen Suiten zu Gedichten der grossen kanadischen Lyrikerin und Nobelpreisträgerin Margaret Atwood, betitelt "Two Islands", "Power Politics" und "Fractured" schuf Rathbun in Erinnerung an den grossen britisch-kanadischen Trompeter Kenny Wheeler. Mit dabei im herausragend mit New York Spitzenmusikern besetzten 20-köpfigen Grossorchester sind u.a. Trompeter Tim Hagens als Hauptsolist, die Vokalistinnen Luciana Souza und Aubrey Johnson, John O'Gallagher (ss/as), Dave Smith (tp), Alan Ferber (tb), Nate Radley (g), Jeremy Siskind (p, rhodes), David Ambrosio (b) und die Drummer Bill Stewart resp. Owen Howard. Als Tüpfchen auf dem i finden sich hervorragend informative Liner Notes, verfasst vom Arrangeur, Komponisten und Pianisten Jim McNeely. Meine unbedingte Empfehlung!!!
    Long Ago And Far Away: Live In Mannheim 2007 (SHM-CD)

    Long Ago And Far Away: Live In Mannheim 2007 (SHM-CD) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Was lange währt, wurde doch noch veröffentlicht! Jazzistische Duo-Preziosen

    Das Duo des so eigensinnigen wie charismatischen Bassisten Charlie Haden (1937 – 2014) mit dem eine Generation jüngeren Pianisten Brad Mehldau (geb. 1970) ist eine hochwillkommene CD-Erstveröffentlichung, auf welche wir allzu lange haben warten müssen,"Long ago and far away", d.h. bei dieser Veröffentlichung 12 Jahre! Ihr Konzert vom 5. November 2007 in Mannheim blieb denn auch und leider, leider ihre einzige Live-Begegnung, nach früheren Studiosessions mit Lee Konitz (Blue Note) und Paul Motian (ECM). Sechs Tunes, davon vier Jazzstandards, liefern die Basis für geradezu exemplarisch gelungene Interaktionen von zwei Spitzenmusikern "at their very BEST"!
    Long Ago And Far Away: Live In Mannheim 2007

    Long Ago And Far Away: Live In Mannheim 2007 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.01.2019
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Was lange währt, wurde doch noch veröffentlicht! Jazzistische Duo-Preziosen

    Das Duo des so eigensinnigen wie charismatischen Bassisten Charlie Haden (1937 – 2014) mit dem eine Generation jüngeren Pianisten Brad Mehldau (geb. 1970) ist eine hochwillkommene CD-Erstveröffentlichung, auf welche wir allzu lange haben warten müssen,"Long ago and far away", d.h. bei dieser Veröffentlichung 12 Jahre! Ihr Konzert vom 5. November 2007 in Mannheim blieb denn auch und leider, leider, ihre einzige Live-Begegnung, nach früheren Studiosessions mit Lee Konitz (Blue Note) und Paul Motian (ECM). Sechs Tunes, davon vier Jazzstandards, liefern die Basis für geradezu exemplarisch gelungene Interaktionen von zwei Spitzenmusikern "at their very BEST"!
    Without A Trace

    Without A Trace (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.01.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Superbe New York Bigband

    Kein Wunder, dass die Jazzpresse vor Begeisterung über das Scott Reeves Jazz Orchestra und seine CD "Without A Trace" unisono ins Hyperventilieren gerät: Die 17-köpfige Bigband ist mit lauter New Yorker-Topmusikern besetzt. Mit dabei u.a. Steve Wilson, Tim Armacost (Sax), Bill Mobley, Reeves (Trompeten), Matt Haviland, Reeves erneut (Posaune), Jim Ridl (Piano), Todd Coolman (Bass), Andy Watson (drums) und im Titelstück die superbe Vokalistin Carolyn Leonhart. Reeves' raffinierte und clever strukturierte Orchestrierungen sind zwar überraschend neu, doch durchwegs geprägt vom Respekt für seine grossen Vorbilder, darunter Duke Ellington, Thad Jones, Gil Evans und Jim McNeely. Reeves ist in der New Yorker Jazz Community bestens vernetzt und hoch geschätzt, hier aber noch zu entdecken. Kurz, ein unverzichtbares "Must" für alle Aficionados des aktuellen grossorchestralen Jazz!
    End To End

    End To End (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.01.2019
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Packende und berührende Solo-Bass Kurzgeschichten

    Vor seiner Berufung zum ECM-Produzenten war Manfred Eicher u.a. (klassischer) Kontrabassist bei den
    Berliner Philharmonikern und daneben (Jazz-Kontrabassist) im Pianotrio von Bob Degen. Wenig überraschend deshalb,
    dass Bassisten bei ECM seit den Anfängen des Labels immer wieder im Fokus stehen und dies sogar mit unbegleiteten Soloeinspielungen. So etwa Dave Holland, Gary Peacock, Eberhard Weber, Miroslav Vitous und seit den ECM-Anfängen
    immer wieder Barre Philips. Seine hier vorliegende letzte Einspielung von 2017 ist zugleich Philips' opus
    magnum, ein emotionell so berührendes wie abgeklärtes, stimmiges, reifes und packendes
    Meisterwerk in Dramaturgie und musikalischem Gehalt. Kurz: Barre Philips' aktuelles Alterswerk geriet zu einem (weiteren!) Meisterwerk! Ergo wärmstens empfohlen und dies nota bene nicht nur für Kontrabass-Aficionados!
    Moose Blues

    Moose Blues (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.12.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Hochmelodiöser Postbop

    Zur Krönung seines 13-jährigen Bestehens wurde das renommierte Berliner Postbop-Quintett "Subtone" im Frühjahr 2018 zu einer 2-wöchigen Trans-Kanada-Tour eingeladen. Den fünf deutschen Spitzenmusikern mit den Bläsern Magnus Schriefl und Malte Dürrschnabel winkte als Höhepunkt zum Abschluss eine Studioaufnahme in Montréal. Die zum Dank an das Gastgeberland "Moose Blues" getaufte CD liegt nun vor: Die elf bestechend attraktiven und musikalisch breit gefächerten Songs haben sich die Musiker der Band quasi auf den Leib geschrieben. Die vorliegende CD ist für mich ganz klar der bisherige künstlerische Höhepunkt in der Bandgeschichte dieser so herausragenden, wie vorzüglich eingespielten Combo. Kurz: Eine wärmstens empfohlene, von A bis Z gelungene Einspielung, die auch den Vergleich mit namentlich besser bekannten US-amerikanischen Jazzstars nicht zu scheuen braucht. Dazu vorbildlich und sorgfältigst produziert. Chapeau!! .
    Change In The Air

    Change In The Air (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.12.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine facettenreiche musikantische Wundertüte

    Der vietnamesische Trompeter Cuong Vu wuchs in Saigon, Seattle auf. Doch musikalisch sozialisiert wurde Vu in der Downtown Szene von New York. Stilistisch geprägt von Keyboarder Jamie Saft und von Cuong Vus Mentor, Trompeter Dave Douglas, landete Vu Sideman-Jobs bei u.a. Laurie Anderson, David Bowie, und, für Vu prägend, in der Pat Metheny Group. Die vorliegende CD spielte Vu im Quartett mit seinen charismatischen und langjährigen Freunden Bill Frisell (Gitarre), Ted Poor (Drums) und Bassist Luke Bergman ein. Die musikalische Wundertüte ist vollgepackt mit facettenreichen multistilistischen Überraschungen, vom jungen britischen Label "Rare Noise Records" sorgfältig und liebevoll bis ins kleinste Detail produziert. Eine der ganz raren Einspielungen, wo einfach alles von A bis Z stimmt, vom wunderbaren CD-Cover über die bestechend stimmige musikalische Dramaturgie des musikalischen Geschehens bis hin zur final abgemischten CD. Für mich ganz klar eine der spannendsten und besten CDs der letzten Jahre, ergo unbedingt und ohne Vorbehalte wärmstens empfohlen!
    Live From San Pedro

    Live From San Pedro (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.12.2018
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Mitreissender, unbändig swingender Mainstream Triojazz

    Seit seinen Lehr- und Wanderjahren spielte Drummer Jeff Hamilton mit zahllosen Mainstreammusikern von Rang und Namen (Oscar Peterson, Monty Alexander, Ray Brown, Diana Krall, Clark Terry u.v.a.). Mit unbändigem, elektrisierendem Swing und Drive kommt auch Hamiltons aktuelles Trio zur Sache. So auch in der 2017 im kalifornischen San Pedro mitgeschnittenen Live-CD mit dem hochtalentierten und langjährigen Hamilton-Pianisten Tamir Hendelman und Bassist Christoph Luty. Motto: It don't mean a thing if it ain't got that swing! Unbedingt anhören!
    Quartet oblique

    Quartet oblique (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.12.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Meine Jazz-CD des Jahres!

    Kurz & bündig: Der Titel meiner Kurzempfehlung sagt eigentlich alles zu dieser packenden und bewegenden Einspielung von 4 absoluten Topmusikern! Ergo: Wärmstens empfohlene Live-Konzert-Einspielung mit Dave Liebman(ss,ts), Marc Copland (p). Drew Gress (b) und Michael Stephens (dm und Leader dieser absoluten Supergroup von Formel-1 Jazzmusikern aus New York)!!!
    Early In The Mornin'

    Early In The Mornin' (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.12.2018
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Alter Wein in neuen Schläuchen resp. alter Blues in neuer Verpackung

    Die Posaune, im Bebop und Hardbop allzu lange und geradezu sträflich verschmäht, wird z.Zt. im aktuellen Jazz neu entdeckt und als expressives und klanglich äusserst vielseitiges Instrument zunehmend populär. An der vordersten Front aktiv ist der gebürtige Schweizer Trombonist, notre cher compatriote Samuel Blaser, der sich in New York, u.a. als Mitglied der Combo von Drummer Paul Motian, einen hervorragenden Namen als Posaunen-Erneuerer schaffen konnte. Im Quartett mit dem vielseitigen Keyboarder Russ Lossing (Motians bevorzugter Pianist!), Bassist Masa Kamaguchi, Drummer Gerry Hemingway und den beiden illustren Gastsolisten Trompeter Wallace Roney und Altsaxophonist Oliver Lake erkundet und erschliesst Blaser auf seiner neuesten CD neue, klanglich und konzeptionell schon fast schockierend kühne, ja freche, provozierend ungewohnte Zugänge zum archaischen Südstaatenblues. So sind 5 der 10 der hier präsentierten Titel traditionelle Blues-Songs im neuen Blaser-Outfit. Zugegeben: Für Anhänger der reinen Lehre vom guten alten 12-taktigen Blues keine leichte Kost! Eine wärmstens empfohlene pfiffige Einspielung!
    1101 bis 1125 von 1544 Rezensionen
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