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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    898 Rezensionen

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    The Artist

    Lucy Steeds
    The Artist (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2026

    Überzeugendes Debüt

    Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so gibt es eine Art Vertrag: Joseph sitzt im Maler Modell und darf dafür im Haus wohnen und seinen Artikel schreiben. Tata ist allerdings nicht allein, da gibt es noch seine Nichte Ettie, die den gesamten Haushalt managt und die Launen von Tata aushalten muss.

    Das Buch ist ein überzeugendes Debüt der Autorin. Besonders gut ist sie, wenn sie die Natur in der Provence beschreibt oder auch die Farben und Gegenstände auf den Bildern. Man meint förmlich, man ist dabei, kann die Farben sehen und die Gerüche spüren und den Wind und die Wärme merken. Die Geschichte selbst ist etwas schwieriger. Die Beschreibungen sind zwar wiederum gut gelungen - vor allem die Gegensätze der Idylle in der Provence zu dem tyrannischen Verhalten des Malers, die friedliche Natur zu den Schrecken des Ersten Weltkrieges, z. B. im Lazarett oder später in den Krankenhäusern, und die Unterdrückung der Frau im Haushalt und das Verbot, sie eine Künstlerin sein zu lassen. Die Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Allerdings blieben mir nach dem Lesen einfach noch zu viele offene Fragen, was die Vergangenheit von Tata angeht und wie es mit ihm weitergeht. Hier hätte ich gern mehr erfahren. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Weil sie lügt

    Caroline Seibt
    Weil sie lügt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Interessante Wendungen

    Annas Schwester Juliane ist vor anderthalb Jahren verschwunden. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus und verdächtigt Annas Vater, der in Untersuchungshaft im Gefängnis sitzt. Er beteuert seine Unschuld. Anna glaubt ihm mehr oder weniger. Sie selbst versucht, etwas über Julis Verbleib herauszufinden.

    Das Buch ist sehr gut lesbar und über weite Strecken auch sehr spannend. Man möchte Anna glauben, doch sie selbst hat scheinbar viele Geheimnisse und nach und nach werden mögliche Verdächtige und Täter präsentiert, doch irgendwie passt alles nicht zusammen. Und so bleibt man ziemlich bis zum Ende ahnungslos, was denn passiert sein könnte und wer der Täter ist. Und dann werden eben zum Ende hin interessante Wendungen präsentiert, die zumindest ich nicht so auf dem Schirm hatte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Moorland. Die Zwillinge

    Andreas Winkelmann
    Moorland. Die Zwillinge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2026

    Spannend bis zum Schluss

    Malia kehrt zurück in ihre Heimat, um dort als Kommissarin zu arbeiten. 15 Jahre war sie nicht da und ist im Streit mit ihrer Mutter weggegangen. Das Zurückkommen fällt ihr nicht leicht. Zumal sie gleich am ersten Arbeitstag einen schweren Fall bekommt. Zwei Mädchen, Zwillinge, sind verschwunden. Zuletzt wurden sie in Moor gesehen. Und dort ist es gefährlich...

    Das Buch ist wohl der Beginn einer neuen Reihe. Und ich muss sagen, mir hat es sehr gut gefallen. Durchweg war Spannung vorhanden und bis kurz vorm Schluss hatte man keine Idee, wer der Täter ist. Alle Verdächtigen schieden nach und nach aus und den wirklichen Täter hatte zumindest ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Bis dahin war es interessant zu lesen, wie so ein Moor funktioniert und was es dort für Mythen und Legenden gibt, die nicht unbedingt stimmen. Aber auch, wie fragil und gefährlich es ist. Die handelnden Personen haben mir gut gefallen. Das Ganze hat auf jeden Fall Potenzial für noch mehr und ich freue mich darauf. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Hope Joanna

    Horst Evers
    Hope Joanna (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2026

    Irgendwie charmant

    Hope Joanna ist Polizistin und arbeitet seit kurzem mit einem neuen Team zusammen. Nachts hat sie sich gegen eine Horde Männer gewehrt und das wurde gefilmt und nun wird sie von der Innensenatorin als neue Hoffnung Berlins aufgebaut und muss sich auf Social Media zeigen, auch wenn sich ihre Begeisterung dazu in Grenzen hält. Gleichzeitig hat sie einen sehr komischen Fall zu bearbeiten und es wird nicht der einzige bleiben…

    Das Buch ist irgendwie schräg und charmant. Ich kann es nicht anders beschreiben. Als Kriminalroman ist es eigentlich ein wenig spannungslos, als witziges Buch nicht richtig witzig genug. Und trotzdem liest man es gern und kann es trotz des teilweise sehr unwahrscheinlichen Geschehens tatsächlich genießen und fühlt sich gut unterhalten. Viele Sachen sind wirklich absolut absurd und normalerweise würde ich das Buch dann in der Luft zerreißen. Aber hier muss ich einfach sagen, es hat was. Ich weiß zwar nicht was, aber es hat was und so kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Ein Ort, der bleibt

    Sandra Lüpkes
    Ein Ort, der bleibt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.04.2026

    Nicht nur Botanik

    Imke fliegt nach Istanbul, um an einem Gutachten über einen alten Botanischen Garten mitzuwirken. Dieser wurde 1933 angelegt, und zwar von einem deutschen Professor, der vor den Nazis geflohen ist. Jetzt soll entschieden werden, ob der Garten und die Gebäude aufgelöst werden.

    Das Buch erzählt die interessante Geschichte einer wahren Begebenheit. Der Botanische Garten in Istanbul wurde tatsächlich von dem jüdischen Professor Alfred Heilbronn angelegt. Er ist vor den Nazis zusammen mit seiner Familie geflohen. Auch seine Frau ist Doktor, aber in Istanbul kann sie nur als Hausfrau arbeiten. Trotzdem ist sie unheimlich wichtig für ihren Mann. Das kommt in dem Buch sehr gut rüber. Die Geschichte in der Gegenwart konnte mich nicht so packen, auch weil ich mit Imke nicht wirklich warm geworden bin. Ihre Ängste und Marotten haben mich eher genervt. Die Geschichte in der Vergangenheit war für mich tatsächlich wesentlich interessanter. Auch wie damals in der Türkei die Wissenschaft gefördert wurde und Frauen auf einmal viele Freiheiten bekommen. Das ist gut beschrieben und deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung
    Meeresdunkel

    Till Raether
    Meeresdunkel (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.04.2026

    Hat nicht überzeugt

    Zwei Familien auf dem Weg nach Mallorca. Nicht alle Familienangehörigen kommen ganz freiwillig mit, aber sie haben ein besonders günstiges Angebot von einer Ferienhausvermietung erhalten und freuen sich auf die Finca über den Klippen am Ende des Ortes. Dumm nur, dass beide das gleiche gebucht haben. Da sie nichts anderes finden, arrangieren sie sich miteinander. Jeder hat irgendwas zu verbergen und die Atmosphäre ist ziemlich spannungsgeladen. Bis es den ersten Toten gibt.

    Ein wunderschönes Cover, ein Klappentext, der neugierig macht. Dann allerdings über weite Strecken wird es eher eine Enttäuschung. Alles lässt sich gut und flüssig lesen und anfangs beginnt die Geschichte auch sehr gut. Doch mehr und mehr fehlt jegliche Spannung und als gerade ein wenig davon aufkommt, gibt es einen Schwenk in die Vergangenheit. Und damit das nächste Problem für mich. Das Motiv einer alten Jugendliebe reicht für mich nicht aus für die Verrenkungen, die da gemacht werden, und auch die weiteren Abläufe überzeugen mich irgendwie nicht mehr. Vom Ende will ich dann gar nicht reden. Ich hatte wohl einfach mehr erwartet. So ist der Thriller für mich allenfalls Durchschnitt.
    Der Gesang der See

    Trude Teige
    Der Gesang der See (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.04.2026

    Guter Anfang einer Familiengeschichte

    Ein kleiner Ort an der Westküste Norwegens im 19 Jahrhundert. Kristiane stammt aus einer Lotsen-Familie und hat ihrem Vater versprochen, dass der Lotsenberuf dort erhalten bleibt. Doch ihr Mann Anders bleibt auf der See und so wird sie gezwungen, bald zu heiraten, damit sie weiter einen Lotsen in der Familie haben. Damit hat sie ein nächstes Problem, denn sie hat sich in Fredrik verliebt, der Sohn in einer Kaufmannsfamilie ist. Um ihrer Familie gerecht zu werden, heiratet sie Lars

    Das Buch ist das erste Buch der Autorin und wurde nachträglich in Deutschland veröffentlicht, als ihre späteren Romane große Erfolge wurden. Doch auch dieses Buch zeigt schon, dass die Autoren wunderbar schreiben kann. Es ist eine Familiengeschichte, aber gleichzeitig auch eine Geschichte um die Emanzipation der Frau. Obwohl das damals weder so genannt wird, noch erwünscht war. Kristiane ist eine besondere Frau und kämpft um möglichst viele Rechte. Damit eckt sie oft auch an. Interessant war auch, über das damalige Leben der Menschen und die Abhängigkeit von der Natur zu lesen. Eine Fortsetzung ist angekündigt und darauf freue ich mich auch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie?

    Iliana Xander
    Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    07.04.2026

    Wer ist der Boss?

    Natalies Freundin liegt im Krankenhaus im Koma. Sie war am Abend vorher mit einem gutaussehenden Mann mitgegangen und wurde dann an einer Bushaltestelle entdeckt. Mehr zufällig erkennt Natalie den Mann wieder. Es ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer und Natalie kommt durch einen weiteren Zufall an einen Job als Putzfrau in seiner Villa heran. Doch dort herrscht eine sehr merkwürdige Stimmung und Natalie fühlt sich mehr als unwohl.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die meisten Kapitel werden aus Sicht von Natalie erzählt und man kann verfolgen, wie sie mehr und mehr merkt, dass die Situation sie eines Teils überfordert und andererseits sehr gefährlich wird. Eine unterschwellige Spannung ist ständig vorhanden und als Leser weiß man oft eine ganze Reihe mehr. Hat allerdings auch keine Ahnung, wie alles zusammenpasst und wer die Leute, die dort agieren, wirklich sind. Das Ende bringt eine Menge an Wendungen und Überraschungen und auch eine Art an Gerechtigkeit. Von mir gibt es eine Leseempfehlung
    Fäden des Glücks

    Marit Warncke
    Fäden des Glücks (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.03.2026

    Nettes Buch

    Karla arbeitet in einer Unternehmensberatung und aufgrund eines eher dummen Fehlers wird sie entlassen. Gleichzeitig kommt Post von den Ämtern und sie muss sich endlich um das geerbte Gutshaus auf dem Land in Mecklenburg kümmern. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie es geerbt und alles schleifen lassen. Jetzt will sie es verkaufen und braucht dazu noch einiges an Renovierung und dann Papieren. Doch gleich am ersten Tag geht alles schief und sie setzt mehrere Räume unter Wasser.

    Das Buch ist nett zu lesen. Ich würde es als Feel good-Roman einsortieren. Schon der Name und das Landleben erinnern eher an Bullerbü, auch wenn Karla in Liebesdingen und bei der Renovierung so einiges an Problemen hat. Doch am Ende wird alles gut und bis dahin lässt sich das Buch wirklich sehr gut lesen. Es prallen Welten aufeinander, doch es zeigt auf, wie man mit Hilfe und Freundschaft und guten Ideen viel erreichen kann und dass nicht nur Geld glücklich macht, auch wenn man es braucht, um seine Ziele zu erreichen. Es gibt doch einige Rückblendn aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die sind allerdings sehr kurz gehalten. Es geht in erster Linie um die Geschichten aus der Gegenwart. Das geht für mich völlig in Ordnung und ich spreche eine Leseempfehlung aus
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers

    Gabriella Engelmann
    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.03.2026

    Schwächer

    Anne fährt erneut für ein halbes Jahr nach Sylt, um Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Seit 1958 ist diese offiziell verschollen. Anna recherchiert und findet eine eher traurige Geschichte heraus.

    Das Buch ist der zweite Teil und der Abschluss der Bücherfrauen von Listland. Es punktet vor allem mit der Beschreibung der Schönheit und der Natur der Inseln. Trotzdem empfand ich das Buch viel, viel schwächer als den ersten Teil. Das lag in erster Linie an Martje. Ich konnte sie nur in Teilen verstehen. Warum sie verschwindet, kann ich verstehen. Allerdings trifft sie ihre Schwester später und verbietet dieser sogar, ihrer Familie etwas mitzuteilen. Und sei es nur, dass sie noch lebt. Gleichzeitig vermisst sie die Familie angeblich unendlich. Für mich passt das nicht zusammen. Auch wenn sie für die Öffentlichkeit nicht mehr vorhanden sein will, hätte sie ab und zu ein Lebenszeichen an ihre Familie geben können, eine anonyme Karte, dass es ihr gut geht oder ähnliches. Vor allem zum Ende hin war mir das dann einfach zu viel heile Welt und das Auftauchen von Leevke war für mich einfach drüber. Auch das Verhältnis von Martje zu ihren Männern empfand ich nicht als realistisch und die Rückkehr von Hark war zu großes Drama. Es ist schade, weil das erste Buch mir sehr gut gefallen hat
    Elbland

    Claudia Rikl
    Elbland (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.03.2026

    Familiengeschichte

    Als Ninas Mutter Irma stirbt, könnte sich Nina nach Jahren des Betreuens plötzlich frei fühlen. Doch genau das passiert nicht. Als ihre Schwester Katja vorbeikommt, geraten sie auch noch richtig aneinander. Nina verliert ihre Stimme, was als Schauspielerin eine Katastrophe ist. Deshalb beschließt sie, ins tschechische Riesengebirge zu fahren. Ninas Mutter stammt von dort und Nina möchte den letzten gemeinsamen Urlaub als heile Familie nochmals aufleben lassen

    Das Buch ist eine tragische Familiengeschichte. In der Gegenwart sind zwei Schwestern, die sich gegenseitig die Schuld geben. Ist eine Mutter, die über ihre Vergangenheit und Herkunft so gut wie nichts gesprochen hat und viele Geheimnisse hatte. In der Vergangenheit gibt es nochmals zwei Ebenen. Die Kindheit der Mutter im Sudetenland und die Jugend der beiden Schwestern. Das alles ist sehr gut und vor allem flüssig zu lesen. Ich persönlich hätte mir zwar gewünscht, dass man noch mehr von der Zeit im Sudetenland erfährt. Diese Zeit wird relativ kurz abgehandelt. Die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und vor allem die noch schwierigere Schwestern-Beziehung ist gut erklärt und nachvollziehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Mord & Breakfast

    Anne Gordon
    Mord & Breakfast (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.03.2026

    Gemütlicher Krimi

    Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension dort vermacht hat. Melody dich schaut sich alles an, erfährt aber, dass sie die Pension und Geld nur erben wird, wenn sie die Pension weiterführt. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen, da sie das Geld aber braucht, übernimmt sie erstmal die Pension. Sie wundert sich allerdings sehr zeitnah, dass es sogar keinen Bewohner in dem Ort zu geben scheint, der über ihre Tante positiv denkt. Und so kommt ihr bald der Verdacht, dass ihre Tante vielleicht nicht an einem Unfall verstorben ist…

    Das Buch wird als sommerlicher Cosy Crime in Schottland beworben. Und genau das ist es auch. Dem Genre gemäß ist es nicht allzu spannend und kommt eher gemütlich daher. Schottland wird sehr gut beschrieben, einige Bräuche, viel an Essen (ich verstehe nicht, wie man Haggis nicht mag!) und einige Eigenheiten werden gut vorgestellt und man bekommt richtig Lust, erstmals oder erneut nach Schottland zu fahren. Auch die Landschaft um das Dorf wird gut eingebaut.

    Die Geschichte baut sich langsam auf und erst nach einer Weile wird klar, dass Melody mit ihrem Verdacht recht hat. Die Ermittlungen gehen ebenso gemächlich vorwärts und genauso kann man das Buch gut zwischenrein lesen und fühlt sich unterhalten. Das Ende war mir dann ein wenig zu schnell, da wurden auf wenigen Seiten so ziemlich alle Probleme gelöst und aufgeklärt. Da eine Fortsetzung geplant ist, wäre hier ein Cliffhanger möglich gewesen und es hätte sich nicht alles so gedrängt. Insgesamt kann ich allerdings eine Leseempfehlung aussprechen, das Buch ist unterhaltsam und liest sich flüssig. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
    Wellengrab

    Stefan Ahnhem
    Wellengrab (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.02.2026

    Hochaktuell

    2005 in Schweden: An einem Sommerabend wird die gesamte Küste schwarz. Ein Blackout erfasst Schweden. Die nachfolgenden Vorfälle werden noch mysteriöser: Banküberfälle, entführte Kinder nicht erreichbare Notrufe und ähnliches. Das Team um Fabian Risk beginnt mit den Ermittlungen, doch bald müssen sie diese an übergeordnete Organe und den Geheimdienst abgeben. Doch sie geben nicht auf und entdecken etwas absolut Schreckliches.

    Endlich wieder nach einigen Jahren ein neues Buch in der Reihe um Fabian Risk. Es wird als das beste dieser Reihe beworben und zumindest gehört es für mich auf jeden Fall mit zu den besten. Es ist eines Teils hochaktuell, andererseits sind viele gute neue Einfälle darin eingeflossen. Die Spannung ist durch viele Wendungen die ganze Zeit sehr hoch und die darin aufgezeigten Entwicklungen sind in jedem Land in Europa denkbar und möglich. Das zeigt auch viele Gefahren auf. Trotzdem ist das Buch immer noch unterhaltsam und extrem gut lesbar. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.
    Minus 22 Grad

    Quentin Peck
    Minus 22 Grad (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.12.2024

    Eiskalt

    Tiefster Winter in Thüringen. Laura ist mit dem Fahrrad im Wald unterwegs, als sie angefahren und entführt wird. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie in einem Käfig aus Plexiglas gefangen und soll ein Rätsel aus der Vergangenheit lösen. Anderenfalls droht ihr der Tod. Zeitgleich bekommt ihre Mutter eine Botschaft. Kommissar Lukas vermutet, dass es der Täter aus einem ungelösten Fall ist. Und die Ermittlungen beginnen...

    Das Buch ist gut, und zwar richtig gut. Anfangs musste ich mich ein wenig an die relativ knappe Schreibweise und den speziellen Stil gewöhnen. Doch je weiter die Geschichte vorwärts ging, desto mehr wurde ich hineingezogen. Alles ist unheimlich spannend und die verschiedenen Personen scheinen so überhaupt nichts miteinander zu tun zu haben. Natürlich wird es am Ende aufgelöst und es gibt einige Überraschungen. Das hat mich begeistert und noch mehr begeistert mich die Ankündigung, dass es eine Fortsetzung geben wird. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
    Wir finden Mörder

    Richard Osman
    Wir finden Mörder (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    23.12.2024

    Noch unentschlossen

    Amy arbeitet als Bodyguard bei einer berühmten Schriftstellerin. Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht die Autorin das Ziel eines Mörders ist, sondern Amy selbst. Denn sie arbeitet in einer Agentur, deren Kunden nach und nach ermordet werden und Amy ist immer in der Nähe. So ist sie gleichzeitig verdächtig wie auch gefährdet. Hilfe erhält sie nur von ihrem Schwiegervater, der eigentlich seine Ruhe genießen will, aber als Ex-Kriminalkommissar zumindestens Kompetenzen aufweisen kann.

    Das Buch lässt mich etwas unentschlossen zurück, unentschlossen vor allem, ob ich die angedeutete Fortsetzung lesen möchte. Ich kenne die Reihe um den Donnerstagsmord-Club und fand diese Bücher zwar nicht unbedingt spannend, aber immer sehr charmant und auch witzig. Bei diesem Buch war es etwas anders. Direkt spannend war es nicht und witzig auch nur in Teilen. Es gab Kapitel, da habe ich teilweise schallend gelacht. Aber es gab ebenso viele Kapitel, durch die ich mich wirklich quälen musste und die mich auch irgendwie gelangweilt haben. So ist das Buch insgesamt für mich bisher nur Durchschnitt.
    Mord im Himmelreich

    Andreas Winkelmann
    Mord im Himmelreich (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.12.2024

    Himmlisch schräg

    Ex Schauspieler Björn Kupernikus landet mit seinem 30 Jahre alten Camper auf dem Campingplatz Himmelreich. Doch eher irdisch ist am nächsten Morgen, dass er auf dem Wasser ein Paddelboard mit einem kleinen Hund sieht. Als er alles aus dem Wasser zieht, findet er unter dem Board eine Leiche. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch Kopernikus glaubt nicht daran. Er wollte schon immer einmal Tatort-Kommissar sein und so stürzt er sich mit mehr oder weniger Elan in die neue, nicht ungefährliche Aufgabe.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Ich liebe zwar auch die anderen Bücher des Autos, doch dieses ist einfach himmlisch schräg und mit unheimlich viel Humor geschrieben. Die Figuren hat man stets plastisch vor Augen. Irgendwie erinnern sie einen an jemanden, dem man kennt - sei es vom Campingplatz oder aus einer Gartensparte. Der Fall selbst ist dem Genre gemäß nicht super spannend und auch nicht brutal. Trotzdem habe ich das Buch sehr gern gelesen und gebe dafür absolut eine Leseempfehlung ab.
    Das zweite Kind

    Marco de Franchi
    Das zweite Kind (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.12.2024

    Heftig

    Nachts in der Toskana wird ein kleiner nackter Junge gefunden. Er erzählt der Polizei, dass er entführt wurde. Aber er wäre nicht allein gewesen. Als kurz darauf in Bologna erneut ein Junge entführt wird, stellen die Ermittler schnell fest, dass sich beide wie Zwillinge gleichen. Valentina wird als leitende Ermittlerin mit dem Fall beauftragt und stellt schnell fest, dass vielmehr dahinter steckt und dass sie von ihren Kollegen auch nicht immer wirklich unterstützt wird

    Das Buch ist heftig. Es hat eine über weite Strecken sehr große Spannung und berichtet über einen sehr grausamen Fall. Für mich hätte es ab und zu einige Straffungen haben können, denn immer mal wieder gab es Teile, auf die ich mich nicht komplett konzentrieren konnte und die ich auch etwas langatmig fand. Doch danach folgten wieder große Teile, die einfach nur gut zu lesen und sehr spannend waren. Immer, wenn man dachte, der Fall ist aufgeklärt, ergab sich eine neue Wendung und es ging rasant weiter. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Wintersonnenwende

    Pascal Engman
    Wintersonnenwende (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.11.2024

    Blick in die Vergangenheit

    Silvester 1994. Eine junge Frau flieht aus einem Bordell. Denn in dem Zimmer liegt ein toter Mann. Sie musste ansehen, wie ihr Freier erschossen wurde. Und der Mörder nannte ihren richtigen Namen. Die Kommissare Wolf und Zinga ermitteln. Dies tut parallel auch die Journalistin Vera. Doch es bleibt nicht der einzige Mord Und die Sache nimmt immer größere Ausmaße an.

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe der Krimis aus der schwedischen Vergangenheit. Er ist düster und sehr brutal. Der Schreibstil selbst ist gut und das Buch lässt sich ebenso gut lesen. Die Lösung ist überraschend und eigentlich fast aktuell. Trotzdem fand ich irgendwie nur schwer Zugang sowohl zum Thema wie auch zum Fall. Das Ganze konnte mich nicht wirklich fesseln und ich war jederzeit in der Lage, mit dem Lesen aufzuhören. Daher ist das Buch für mich am Ende dann doch nur Durchschnitt geworden.
    Blutrotes Karma

    Blutrotes Karma (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.11.2024

    Nicht sein bestes Buch

    1968 toben in Paris die Aufstände der Studenten. Herve ist mittendrin, als eine Freundin ermordet wird. Er bittet seinen Halbbruder Mersch, der Polizist ist, um Hilfe. Während sie gemeinsam mit Herves Freundin Nicole die Ermittlungen aufnehmen, wird eine weitere gemeinsame Freundin bestialisch ermordet. Die Spur führt nach Indien...

    Ich lese sehr gern die Bücher des Autors. Allerdings finde ich, dass dieses Buch nicht zu seinen besten gehört. Gerade am Anfang lässt er sich sehr ausführlich über die damalige Politik und die Studentenunruhen aus. Da mich Geschichte interessiert, fand ich das zwar interessant. Allerdings war das für einen Thriller in meinen Augen viel und zu ausführlich und minderte definitiv die Spannung. Gleiches trifft auf die Ermittlungen in Indien zu, wo diverse Sekten vorgestellt werden. Auch das ist in meinen Augen viel zu ausführlich, teilweise zu verwirrend und mit zu wenig Spannung. Zumal das Ende dann letztendlich doch etwas vorhersehbar war. Daher ist das Buch für mich insgesamt leider eher nur Durchschnitt.
    La Louisiane

    Julia Malye
    La Louisiane (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.10.2024

    Absolut lesenswert

    1720 in Paris werden einige Frauen mehr oder weniger freiwillig auf Schiffe gebracht und in die französische Kolonie La Louisane, das spätere Louisiana, gebracht. Dort sollen sie verheiratet werden und zusammen mit den Männern die Kolonie überhaupt zum Laufen und zum Überleben bringen. Dabei ist es uninteressant, wie alt die Frauen sind oder aus welcher Schicht sie stammen. Charlotte ist erst 12 Jahre alt, aber sie will unbedingt mitfahren. Auf dem Schiff lernt sie Petronille und Genevieve kennen, denen sie im Laufe ihres Lebens immer wieder begegnen wird.

    Das Buch ist absolut lesenswert. Es verbindet historische Tatsachen mit dem Leben dreier so unterschiedlicher Frauen. Wobei es neben diesen drei genannten Frauen noch andere in dem Buch gibt, über die allerdings nicht so ausführlich berichtet wird. Die Geschichte wird jeweils aus Sicht einer dieser Frauen erzählt und so erfährt man von einem Leben im Kloster, aber auch von unterschiedlichen Ehemännern, von freundlich bis gewalttätig. Von den vielen Gefahren in der neuen Kolonie, von den indigenen Völkern und deren Unterdrückung und später auch von der Unterdrückung der Schwarzen. Das alles ist sehr berührend geschrieben und man kann sich in die damalige Zeit und die Zustände zumindest annähernd hineinversetzen. Von mir gibt es deshalb eine Leseempfehlung.
    Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer

    Peter Prange
    Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.10.2024

    Gute Geschichte

    1871. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ist gerade vorbei. Und so treffen sich im böhmischen Kurort Karlsbad Menschen aus ganz Europa. Und auch aus unterschiedlichen Schichten.
    Vicky kommt aus London und trifft dort den jungen Paul, ein Berliner Ingenieur, der in Karlsbad erste Erfahrungen sammelt. Ebenfalls trifft sie Auguste, der als Koch arbeitet. Sie werden trotz ihrer Unterschiedlichkeit Freunde und teilweise noch mehr.

    Das Buch ist sehr gelungen. Wie immer schafft es der Autor, Weltgeschichte im ganz Kleinen zu verbinden und auch noch mit berühmten Leuten anzureichern. Aufgrund der Verschiedenheit der Hauptfiguren gelingt es ihm, dass man die damalige Zeit aus verschiedenen Sichtweisen und Schichten kennenlernen kann und trotzdem gut unterhalten wird. Das Ende des Buches ist zwar versöhnlich, aber die nächsten Konflikte sind schon vorprogrammiert. Und so freue ich mich auf eine Fortsetzung.
    Die Lungenschwimmprobe

    Tore Renberg
    Die Lungenschwimmprobe (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.10.2024

    Enttäuscht

    1681 bekommt die junge Anna in der Nähe von Leipzig auf dem Gut ihres Vaters ein Kind. Sie behauptet, dass das Kind tot geboren wurde. Aber Anna ist ledig und die Bediensteten in ihrem Haus zeigen sie und ihre Mutter der Kindstötung an. Ein junger Rechtsanwalt versucht, die Todesursache aufzuklären und Anna zu verteidigen. Dabei benutzt er die sogenannte Lungenschwimmprobe, ein wissenschaftliches, aber sehr neues und umstrittenes Experiment.

    Ich mag historische Romane. Noch mehr, wenn sie in meiner Heimat spielen. Und ich hatte von diesem Buch sehr viel erwartet. Doch leider wurde ich mehr als enttäuscht. Die Geschichte wird nicht stringent erzählt. Stattdessen springt sie in den Zeiten hin und her. Und jeder, irgendwie auch nur im Entferntesten an der Geschichte Beteiligte wird sehr ausführlich beschrieben. Jede nur kleine Gegebenheit wird regelrecht ausgewalzt und die eigentliche Geschichte kommt in meinen Augen viel zu kurz. So habe ich mich teilweise regelrecht durch das Buch gequält. Nur wenige Kapitel lesen sich für mich flüssig lesen. Ich würde keine Leseempfehlung aussprechen.
    Das Parfüm des Todes

    Katniss Hsiao
    Das Parfüm des Todes (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.10.2024

    Fand keinen Zugang

    Tatortreinigerin Yang Ning ist als einzige im Büro, als sie einen Anruf erhält und sofort eine Wohnung gründlich reinigen soll. Das tut sie auch. Doch Wochen später sucht sie die Polizei und verdächtigt sie, eine Mörderin zu sein. Yang Ning dämmert es langsam, dass ihr eine Falle gestellt wurde. Um sich zu entlasten, begibt sie sich selbst auf die Suche nach dem Täter.

    Die Beurteilung des Buches fällt mir extrem schwer, weil ich zum Inhalt und zur Hauptperson so überhaupt keinen Zugang fand. Ich habe mich mit den Namen sehr schwer getan. Da ich das Buch von vorne gelesen habe, habe ich erst am Ende gemerkt, dass es zum Schluss ein Namensverzeichnis gibt. Dies hätte mir am Anfang des Buches mehr geholfen. Die vor allem am Anfang drastischen Schilderungen der Tatorte haben mich nicht gestört, da ich durch einen Vortrag von einem echten Tatortreiniger vieles davon schon kannte. Ansonsten fand ich das Buch über größere Strecken langatmig und zum Teil auch langweilig. Nicht durchweg, aber insgesamt konnte es mich nicht fesseln.
    Die Mitford Schwestern

    Marie Benedict
    Die Mitford Schwestern (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.10.2024

    Englische Geschichte

    Mitglieder der adligen Familie Mitford spielen in England eine große Rolle, allen voran die drei ältesten Schwestern. Sie bewegen sich in den oberen Etagen der High Society und verursachen mehr oder weniger regelmäßig diverse Skandale. Sei es, weil eine Scheidung ansteht. Sei es, weil sie zum Kommunismus oder zu den Nazis neigen. Zwei der Schwestern werden sogar glühende Anhänger von Hitler und verkehren in dessen engstem Kreis

    Ich fand das Buch sehr interessant. Ich hatte von den Schwestern vorher nicht bewusst etwas gewusst. So war alles Neuland, was ich über die drei älteren Schwestern erfahren habe. Die Geschichte wird in unterschiedlichen Kapiteln jeweils aus Sicht einer Schwester erzählt und die Autorin hat sich um große Neutralität bemüht. So stehen die Bemühungen der beiden Schwestern in Deutschland dem Helfen wollen der anderen Schwester in Spanien oder in französischen Lagern gegenüber. Es ist erstaunlich, wie sie die Weltgeschichte vielleicht sogar hätten ändern können. Das alles ist gut beschrieben und nachvollziehbar erklärt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung
    Im Warten sind wir wundervoll

    Charlotte Inden
    Im Warten sind wir wundervoll (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.10.2024

    Etwas verschenkt

    Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Marburg. Die Amerikaner haben die Stadt befreit. Die Menschen versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Luise lernt den Soldaten Jo kennen. Mehr zufällig trifft sie ihn wieder, als sie in Marburg studiert. Sie verlieben sich ineinander und wollen heiraten. Doch die amerikanischen Gesetze stehen dagegen. Jo muss Deutschland verlassen und durch einen Fehler bei der Gesetzesänderung hat Luisa 1948 die Möglichkeit, nach New York zu fliegen und so zu heiraten. Dafür bleiben ihr nur wenige Tage und Jo ist nicht da, um sie abzuholen. Eine große Suche beginnt

    Das Buch lässt sich relativ gut lesen. Dazu musste ich mich an den etwas eigenartigen, manchmal abgehackten Stiel gewöhnen. Doch dann kommt man zügig vorwärts. Leider wird in meinen Augen sehr viel Potenzial verschenken. Die parallelen Stränge in der Vergangenheit und Gegenwart machen es am Anfang schwer zu erkennen, um welche Geschichte es sich gerade handelt. Später ist es durch die Namen einfacher. Gerade Luises Geschichte ist sehr berührend und zeigt auf, welche Schwierigkeiten es damals gab. Dazu hätte es die in meinen Augen unheimlich kitschige Geschichte der Gegenwart gar nicht benötigt. Diese ist für mich so banal, dass sie auch die Geschichte der Vergangenheit irgendwie abwertet. Das ist wirklich schade. So bleibt das Buch für mich leider nur Durchschnitt.
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