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    raschke64 Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 06. Januar 2017
    "Hilfreich"-Bewertungen: 71

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    918 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Final Show

    Dirk Schmidt
    Final Show (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.09.2026

    Kein Thriller

    Lucy ist die neue Social Media-Beauftragte der Rockband Crrowl. Aber eigentlich hat sie einen ganz anderen Auftrag. Nur weiß sie nicht wirklich, von wem sie da engagiert wurde. Denn die Band hat ihre besten Zeiten schon ewig lange hinter sich. Doch jetzt beginnt noch einmal eine Tournee und Lucy begleitet sie und beginnt mehr oder weniger erfolgreich, viele Fragen zu stellen. Denn in der Vergangenheit gab es in der Band einige Todesfälle...

    Mir fällt es sehr schwer, das Buch einzuordnen. In erster Linie bin ich ziemlich enttäuscht und hatte etwas anderes erwartet. Auf jeden Fall fand ich das Buch an überhaupt keiner Stelle wirklich spannend und ein Thriller war es gleich gar nicht. Die Geschichte dümpelt mehr oder weniger vor sich hin und es werden so ziemlich alle Klischees bedient, die man über eine Rockband zu haben scheint. Ob sie zutreffen, kann ich nicht einschätzen. Aber die entsprechende Sprache hat mich mit der Zeit einfach nur genervt und die Handlung fand ich zum Teil eher aberwitzig. Alles in allem ist es gut, dass das Buch nur 260 Seiten hat. Es war jetzt nicht komplett schlecht, aber mehr wie Mittelmaß kann ich ihm nicht zugestehen und das ist schon geschmeichelt. Gelesen und vergessen muss ich leider sagen.
    DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören

    Melanie Raabe
    DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.09.2026

    Spannend mit ein paar Schwächen

    Luca ist tagsüber Anwältin und stark ausgelastet. In der Nacht allerdings wird sie zu einer Art weiblichem Robin Hood und zur Rächerin für ungesühnte Verbrechen. Dabei bemüht sie sich allerdings, kreativ zu sein und niemanden körperliche Schmerzen zuzufügen oder gar schlimmeres. Doch auf einmal dreht sich das Spiel um und sie wird zur Verfolgten. Sie wird überfallen und ihre Freunde bedroht...

    Das Buch ist sehr gut lesbar und über weite Strecken auch spannend. Durch die Rückblenden gerät man erst einmal auf eine falsche Fährte und erst etwa zur Mitte des Buches klärt sich das auf. Auch die verschiedenen Aktionen sind zum großen Teil spannend, allerdings gibt es durch diverse Wiederholungen bei den Überlegungen und durch diese eigenartigen Listen auch einige Längen. Das Wechselspiel, wer der Täter sein könnte, ist gut gelungen bis fast zum Ende. Dieses allerdings war für mich dann nicht mehr in allen Einzelheiten wirklich logisch und auch nicht überzeugend. Davon mal abgesehen kann ich allerdings eine Leseempfehlung aussprechen.
    Thornbird

    E. Kennedy
    Thornbird (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.09.2026

    Geheimnisse

    Ryan ist neu in der Stadt und auch an der Highschool. Ziemlich schnell kommt sie mit dem absoluten Liebling der Schule Everett zusammen. Doch Ryan ist gar nicht Ryan. In Wirklichkeit ist sie die Tochter eines Serienmörders. Vor zehn Jahren hat er sieben Frauen ermordet und verschweigt, wo ihre Leichen sind. Ryan hat aber keine andere Chance, als zu Onkel und Tante zu ziehen. Außer den beiden weiß niemand, wer sie ist. Aber weiß es wirklich niemand? Sie bekommt eigenartige Nachrichten auf ihr Handy.

    Das Buch lässt sich wirklich sehr gut lesen. Als Leser weiß man, wer Ryan ist und warum sie was tut. Alle anderen sind da relativ ahnungslos. Die Spannung ist nicht immer sehr hoch. Die Alltagsgeschichte zieht sich manchmal ein klein wenig. Und erst, wenn eine neue Nachricht an Ryan kommt, wird es dann wieder spannend. Ganz zum Ende hin überschlagen sich quasi die Ereignisse und manche Sachen nehmen eine - wenn auch nicht ganz überraschende - Wendung. Trotzdem fand ich das Buch richtig gut und gebe eine Leseempfehlung ab.
    Der Clan - Die Straße

    Pascal Engman
    Der Clan - Die Straße (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.09.2026

    Hochaktuell und sehr gut lesbar

    In Stockholm gibt es immer mehr Familienclans, die die Stadt unter sich aufgeteilt haben, sie dealen, morden, schüchtern die Menschen ein und verdienen damit einen Haufen Geld. Die meisten kommen aus dem arabischen Raum.

    In dem Buch wird beschrieben, wie die Clans ihren Aufstieg organisiert haben, wie sie heute zu Geld kommen und immer mehr Macht erhalten. Wie sie innerhalb der Familie und des Clans reagieren und wie sie reagieren, wenn jemand nicht dazu gehört, nicht macht, was sie wollen, und sei es nur ein Schulkind, das ein Fußball behalten will. Das ist sehr gut beschrieben und man kann es auch als Leser einfach nachvollziehen. Gleichzeitig ist es furchtbar erschreckend. Auch wie wenig der Staat, sei es in Schweden oder in Deutschland, Macht hat, um das zu verhindern. Wie wenig er tun kann oder will. Dabei ist dem Autor etwas besonderes gelungen, zum Teil hat man tatsächlich Sympathie für einige Kriminelle. Zum Teil verfolgt man das Geschehen fasziniert und interessiert. Auf jeden Fall wollte ich einfach immer nur weiterlesen und freue mich absolut auf die Fortsetzung des Buches, das ich regelrecht verschlungen habe.
    Sturmland

    Miriam Georg
    Sturmland (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.08.2026

    Sehr authentisch

    Cora begleitet als Hauslehrerin einen Vater mit seiner Tochter Emmi auf Norderney. Emmi ist schwer lungenkrank und soll sich dort erholen. Allerdings ist Cora in Wirklichkeit keine einfache Angestellte, sondern war in Hamburg Tochter einer Reederfamilie. Nur wenige Tage auf der Insel geschieht ein Unglück und Cora und Emmi geraten in Lebensgefahr. Zum Glück werden sie von Anwohnern gerettet. Dabei lernen sie Onnen kennen, der bald auch für die Familie arbeitet. Und Cora kommt ihm näher, als ihr lieb ist.

    Ich empfand das Buch als sehr authentisch. Zum einen ist es eine interessante Geschichte, auch eine Liebesgeschichte. Aber in erster Linie erzählt es von den wenigen Möglichkeiten der Frauen um 1860. U nd die Geschichte erzählt auch von dem schweren Leben der Bewohner auf den Ostfriesischen Inseln und deren ebenfalls eingeschränkte Möglichkeiten, vom Beginn des Bädertourismus und z. B. von fehlenden Seerettungsmöglichkeiten. Das alles ist sehr gut beschrieben und durch geschickt eingestreute Rückblenden erfährt man erst langsam von der Vergangenheit sowohl von Cora, von Onnen und von einigen anderen Bewohnern. Das macht das Ganze immer wieder spannend und man möchte einfach nur weiterlesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf den zweiten Teil.
    Was sie nicht weiß

    Shari Lapena
    Was sie nicht weiß (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.08.2026

    Solide

    Bryden ist verschwunden. Sie hat ihre dreijährige Tochter nicht aus dem Kindergarten abgeholt. Dabei ist sie sonst absolut zuverlässig. Und jetzt ist sie weg und es gibt so gar keine Spur. Ihr Mann meldet sie als vermisst, doch bald stellt sich heraus, es ist etwas Schlimmes passiert...

    Das Buch ist für mich ein solider Thriller. Nicht mehr und nicht weniger. Die Autorin wird hochgelobt und so hatte ich wahrscheinlich einfach zu hohe Erwartungen. Für mich war das Buch gut lesbar, aber die Spannung fehlte mir an einigen Ecken. Die vorkommenden Personen waren für mich alle zwar suspekt, aber irgendwie auch nicht greifbar. Die meisten hatten einfach nur einen negativen Touch und die wenigen positiven Personen konnten mich nicht wirklich überzeugen. Die Nebenhandlungen waren teilweise für mich etwas wirr. Das Ende bringt dann nur noch eine kleine Überraschung, weil sich alles in diese Richtung entwickelt hat. Da wäre in meinen Augen mehr möglich gewesen.
    Ms Atkins und die Bibliothek der Träume

    Vanessa Göcking
    Ms Atkins und die Bibliothek der Träume (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.08.2026

    Mehr lesen - mehr träumen

    Amanda Atkins lebt ein streng geregeltes Leben. Sie ist Finanzbeamtin und ihre Untergebenen haben nichts als zu arbeiten. Sie selbst tut immer das gleiche. Das hat sie von ihrem früh verstorbenen Vater übernommen. Doch eines Tages wird sie in der Bibliothek von der Aushilfe Henry zu einem besonderen Leseraum geführt, den sie vorher nie gesehen hat. Dort lernt sie Robert und Xiao Mei kennen. Anfangs ist sie nur genervt, doch durch den speziellen Leseraum fängt sie an, sich zu öffnen und mehr zu erfahren.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Natürlich ähnelt es inhaltlich ein wenig der Mitternachtsbibliothek und hatte diese vielleicht auch zum Vorbild. Auch hier geht es um spezielle Fähigkeiten und mehr als nur lesen. Die Hauptfiguren müssen sich ihren alten Ängsten und Schwierigkeiten stellen. Sie erhalten aber auch Hoffnung und Hilfe und am Ende neue Einsichten. Das ist extrem gut lesbar und man kann mit allen Personen mitfühlen. Jede ist auf ihre Art besonders und trotz der vielen Unterschiede haben sie letztendlich unheimlich viele Gemeinsamkeiten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Die Mitternachtsreise

    Matt Haig
    Die Mitternachtsreise (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.08.2026

    Philosophisch poetisch

    Wilbur ist 81, als er stirbt. Sein Leben lang hat er ein Bücherladen-Imperium aufgebaut, viel Geld damit verdient, viel gearbeitet. Jetzt am Ende seines Lebens ist er allerdings ohne Familie und Freunde und ziemlich einsam. Nach dem Tod landet er im sogenannten Mitternachtszug und erlebt als Geist sein Leben noch einmal mit.

    Mir hat das Buch in großen Teilen sehr gut gefallen. Zum einen erzählt es eine interessante Lebensgeschichte, zum anderen geht es natürlich um Bücher und lesen. Und es gibt eine spezielle Sicht auf die Entscheidungen, die man im Leben trifft. Die Idee, nach dem Tod einen Geist sozusagen sein Leben verfolgen zu lassen, finde ich interessant. Das ist auch gut beschrieben, nachvollziehbar und ich fand es sehr poetisch. Allerdings wurde es mir dann gegen Ende des Buches doch etwas zu viel, als neben dem Geist auch noch ein Träumer - sozusagen ein zweiter Geist auftauchte - und die Hauptperson dann dreiteilig vorhanden war. Trotzdem fand ich insgesamt das Buch sehr gut lesbar und spreche eine Leseempfehlung aus.
    Alleinruhelage

    Eva Menasse
    Alleinruhelage (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.08.2026

    Reden mit dem Haus

    Eine Frau um die 50 hat nach der Scheidung und inzwischen erwachsenen Kindern das Wochenendhaus behalten. Dieses steht mitten im tiefsten brandenburgischen Wald an einem See, der allerdings gekippt und damit für Baden ungeeignet ist. Jahrelang hat sie versucht, das Haus und Grundstück zu erhalten – nur möglich mit Hilfe zweier „Polen“. Jetzt will sie es verkaufen. Und in Vorbereitung dessen denkt sie an ihr Leben und die Zeiten im Haus zurück – sozusagen in „Alleinruhelage“, ein österreichischer Ausdruck für ein Grundstück weit weg von allem.

    Das Buch ist irgendwie eigenartig. Wer redet schon mit seinem Haus? Die Autorin ist Österreicherin und so fließen eine Menge anderer Ausdrücke mit ein. Die Geschichte der Frau springt in den Zeiten hin und her, beleuchtet ihre Ehe und später die Feiern mit Freunden, aber auch die Schwierigkeiten in der Nachwendezeit – mit den Gesetzen und den Nachbarn. Oft blitzt Humor durch, manchmal Fassungslosigkeit. Das Ganze liest sich überraschend gut – obwohl gar nicht so viel passiert. Mich jedenfalls hat es überzeugt.
    Tödliches Verderben

    Karin Slaughter
    Tödliches Verderben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.08.2026

    Etwas schwächer

    In Verona wird die ehemalige Polizistin Alison in ihrem Haus ermordet gefunden. Ihre 16-jährige Tochter ist schwer verletzt und schwebt im Krankenhaus in Lebensgefahr. Sheriff Emmy hat gerade ihre Mutter beerdigt und muss mit den Ermittlungen beginnen. Doch sie hat es schwer, weil viele Kollegen sie als Nachfolgerin des Vaters noch nicht anerkennen und sie eigentlich auch noch nicht gewählt ist. Ihre Schwester Jude, eine ehemalige FBI-Agentin, hilft ihr. Die Sache wird gefährlich, denn sie legen sich so ziemlich mit jedem im Ort an.

    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um North Falls und Sheriff Emmy. Ich empfand ihn als etwas schwächer als den ersten Teil. Das lag in erster Linie daran, dass mir hier etwas die Spannung fehlt. Die Ermittlungen sind auch wie im Vorgängerband extrem ausführlich, hinzu kommt aber noch, dass sich ein riesengroßer Teil nur um privates und die Familie drehte und das wurde mir manchmal ein wenig zu viel. Auch wenn die Autorin es wieder schafft, gegen Ende hin noch einige Überraschungen einzubauen, fand ich den ersten Teil besser. Und überraschender. Trotzdem kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Ist doch schön hier

    Miriam Burdelski
    Ist doch schön hier (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    31.07.2026

    Berührt

    Liesel ist 19 und arbeitet in einer Waschanlage, ohne Schulabschluss, ohne Pläne und bei ihrer Mutter lebend. Diese verlässt kaum das Haus und macht auch im Haushalt so gut wie nichts. Dann gibt es noch Emmi, Liesels Oma. Sie lebt im Pflegeheim, weil sie stark dement ist. Trotzdem erzählt sie immer mal wieder von ihrer Kindheit in Ostpreußen. Irgendwann beschließt Liesel, dass sie das Dorf ihrer Oma besuchen will. Völlig ungeplant wird sie von Jascha, einem polnischen Altenpfleger, und letztendlich ihrer Oma begleitet. Die Reise ist ganz anders, als sie sich vorgestellt hat

    Das Buch berührt sehr. Und das auf verschiedenen Ebenen. Da ist z. B. die sehr genaue Beschreibung der Demenz von Emmi, ihres Verhaltens und den Schwierigkeiten, die Angehörige damit haben. Das kann ich extrem gut nachvollziehen. Teile davon habe ich selbst erlebt. Auf der anderen Seite gibt es die Vergangenheit von Emmi und die extrem schwierige Mutter. Zwischenzeitlich hatte ich teilweise etwas Wut auf diese Figuren, weil sie zum Teil so gar nicht gut für und mit Liesel waren. Doch die Autorin schafft es, diese Geschichten sehr berührend zu schreiben. Man ist immer im Geschehen drin und dabei. Und die Auflösung und die Gründe, warum alles so gekommen ist, sind sehr verständlich und sehr nachvollziehbar. Ich kann absolut nur eine Leseempfehlung aussprechen.
    Ein unglücklicher Tod

    Peter Grainger
    Ein unglücklicher Tod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.07.2026

    Schwer zu beschreiben

    DC Smith ist ein sehr spezieller Ermittler und würde von seinen Vorgesetzten gern in den Ruhestand versetzt werden. Doch das macht er nicht. Stattdessen bekommt er spezielle Aufgaben: Schüler in den Schulen über Drogen und ähnliche Sachen zu informieren, einen Praktikanten einzuarbeiten und einen Routinefall abzuschließen, bei dem ein junger Mann im Wasser umgekommen ist. Doch bei den Untersuchungen stellt sich heraus, dass einiges unklar ist und die DC Smith ermittelt weiter.

    Die Beurteilung des Buches fällt mir irgendwie ein bisschen schwer. Das liegt daran, dass der Klappentext von einer Krimireihe ausgeht, das Buch selber aber vom Verlag als Roman beschrieben wird. Letzteres trifft es irgendwie besser, denn für einen Krimi fehlte mir durchweg die Spannung. Für einen Roman wiederum fand ich die Hauptfigur erfrischend anderes und, nachdem ich mich eingelesen hatte, fand ich die Dialoge sehr speziell, aber auch sehr witzig. Irgendwie ist es zwar nicht Fisch noch Fleisch, aber trotzdem hat das Lesen mir Spaß gemacht und ich würde jederzeit eine Fortsetzung lesen. Eine Leseempfehlung spreche ich daher nur für Leute aus, die eher ruhige Krimis mögen.
    Er lügt

    Rebecca Taylor McKay
    Er lügt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.07.2026

    Ohne Spannung

    Spencer und Clara verbringen ihre Flitterwochen in Italien. Doch so richtig sind sie nicht glücklich. Clara war lange krank und ist immer noch angeschlagen und Spencer verhält sich eigenartig, vor allem, als sie auf ein amerikanisches Paar treffen. Sie verbringen einige Zeit mit Fred und Vivian. Doch es gibt immer mehr Spannungen und dann geschieht ein Unglück.

    Mich konnte die Geschichte leider nicht überzeugen und für mich war sie keinesfalls ein Thriller. Das Ganze dümpelt irgendwie vor sich hin in langen ausführlichen Erklärungen und die Andeutungen, die gemacht werden, lassen jede Art von Spannung vermissen. Als dann endlich etwas passiert, ist ein Teil davon sehr vorhersehbar. Der andere Teil - eine eher kleine Überraschung - verpufft auch wieder ganz schnell, weil eine der Hauptfiguren so gar nicht versucht, für sich einzustehen und zu kämpfen. Der Rest dümpelt dann eben wieder vor sich hin und ich war ehrlich gesagt einfach nur froh, dass das Buch zu Ende war. Für mich kommt es leider über Mittelmaß nicht hinaus.
    Tage am Fluss

    Jochen Mariss
    Tage am Fluss (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.07.2026

    Überzeugt

    Sara betreibt an einem Fluss eine Gierfähre. Bereits in 4. Generation. Doch der dazugehörige Hof und das Grundstück überfordern sie allerdings ziemlich. Eines Tages kommt ein verletzter junge Mann und sie lässt ihn bei sich wohnen. Es stellt sich heraus, dass er zu den Klimaaktivisten einer Baumbesetzung gehört. Er wird in die Konflikte hineingezogen, die es um Sara gibt. Denn über den Fluss soll eine Brücke gebaut werden, was Sara noch verhindert, indem sie ihr Grundstück nicht verkauft. Doch der junge Mann ist mehr involviert, als Sarah weiß.

    Mich hat das Buch überrascht, und zwar im sehr positiven Sinn. Es ist extrem gut lesbar. Die Figuren sind tiefgründig und gut beschrieben und erst im Laufe des Buches bekommt man mehr und mehr Sympathie für sie. Am Anfang sind sie oft eher fremd und unnahbar. Auch die Beschreibungen um die Klimaveränderungen und das Für und Wider eines Brückenbaus sind nachvollziehbar. Natürlich ist klar erkennbar, in welche Richtung der Autor geht. Aber er macht es weder mit erhobenem Zeigefinger, sondern er lässt dem Leser Raum für eigene Entscheidungen und eigene Abwägungen. Auch die zwischenmenschliche Geschichte ist in meinen Augen gelungen, man merkt das Zueinanderkommen auf beiden Seiten und alles rutscht nie in Kitsch ab. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Luft nach unten

    Tamara tajner
    Luft nach unten (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.07.2026

    Eher viel Luft nach oben

    Iva stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien und lebt schon lange in Wien. Zusammen mit ihrem Mann versucht sie, schwanger zu werden. Als es auf natürlichem Weg nicht funktioniert, gehen sie in die künstlichen Behandlungen. Als ihr ehemaliges Kindermädchen stirbt, fährt sie in die alte Heimat zur Beerdigung. Dort leben auch ihre Eltern, zu denen sie ein eher sehr gespaltenes Verhältnis hat.

    Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Der Klappentext spricht über eine herrlich komische Tour in die Vergangenheit. Die komischen Sachen, spricht der spezielle Humor, scheint mir völlig entgangen zu sein. Auch das groß angekündigte Familiengeheimnis auf dem Grabstein ist mit wenigen Worten abgehandelt und tut eigentlich so gut wie nichts zur Sache. Die meiste Zeit geht es um das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter und die Versuche, schwanger zu werden. Vor allem letzteres ist sehr ausführlich beschrieben. Das alles ist insgesamt gut lesbar, der Stil gefällt mir. Allerdings nerven die vielen fremdsprachigen Worte, die nur ansatzweise übersetzt werden. Das stört den Lesefluss gewaltig. Außerdem ist die Hauptperson für mich durch und durch unsympathisch. Sie behandelt ihren Mann oft wie den letzten Dreck. Ihre Ausdrucksweise ist mehr als vulgär und während sie gleichzeitig versucht, ein Kind zu bekommen, läuft nebenbei ein Verhältnis mit einem Liebhaber. Daher kann ich keine Leseempfehlung aussprechen.
    Über vier Leben

    Pauline Hatscher
    Über vier Leben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.07.2026

    Deprimiert

    Mirabell ist einsam und so beginnt sie, ihre Familiengeschichte zu recherchieren. Denn sie weiß so gut wie nichts davon. Ihre Mutter scheint in einer gewalttätigen Ehe zu sein, ihre Großmutter hat Selbstmord begangen und ihre Urgroßmutter wurde vergewaltigt…

    Mich lässt das Buch ziemlich deprimiert zurück. Die Geschichte der Frauen ist einfach furchtbar. Allerdings nur zum Teil durch die ihnen angetanen Sachen. 1930 und 1968 ist es mir noch relativ klar, dass die Frauen in der Gesellschaft für ihr Glück einen Mann brauchten. Warum allerdings in der Mitte der 1980er Jahre und in der Gegenwart unbedingt ein Mann nötig ist, um eine Familie zu haben und glücklich zu sein, erschließt sich mir nicht. So fällt es mir extrem schwer, Mirabell und auch ihre Mutter wirklich zu verstehen. Besonders Mirabell möchte ich am liebsten rütteln und sagen, sie soll sich aufraffen und Leute kennenlernen. Immer die Schuld auf andere zu schieben (sei es Corona, sei es die falsche Dating-App und ähnliches) wird nicht funktionieren.

    Was sich jetzt wie ein totaler Verriss anhört, ist allerdings keiner. Das Erstlingswerk der Autorin überrascht mehr als angenehm durch eine wunderbare Sprache und durch kluge Gedanken - auch wenn ich sie nicht immer teile. Durch eine Konstruktion, die über vier Frauenleben funktioniert und die immer wieder eine Überraschung hervorbringt. Und die auch mit viel Fantasie verschiedene Möglichkeiten auslotet und Lösungswege aufzeigt, auch wenn sie im Buch nicht immer gegangen werden. Es fällt mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Eben weil das Buch so speziell ist. Allerdings habe ich das Lesen wirklich sehr genossen.
    Insel der Ratten

    Jo Nesbø
    Insel der Ratten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.07.2026

    Speziell

    Die Welt wird von einer Pandemie heimgesucht und versinkt im Chaos. Jeder ist sich selbst der Nächste und versucht, irgendwie zu überleben und durchzukommen. In den Städten bilden sich Banden, vor allem von Jugendlichen. Eine dieser Banken überfällt Wills Familie und entführt seine Tochter. Wenig später ist sie tot. Will kennt den Täter. Es ist der Sohn seines besten Freundes.

    Das Buch ist speziell, die Geschichte erinnert sehr stark an Corona, wenn es auch damals nicht diese Auswüchse wie im Buch gegeben hat. Aber es wäre möglich gewesen. Im Chaos treffen viele Menschen Entscheidungen, die sie im normalen Leben so nicht getroffen hätten. Das Buch wirft die Frage auf, ob auch in solchen Fällen Selbstjustiz gerechtfertigt ist und wie man mit Recht und Gesetz umgeht. Diese Frage muss für jeder für sich selbst beantworten. Die Lösung im Buch ist zumindest interessant

    Wie immer von dem Auto ist der Stil relativ geradlinig und gut zu lesen. Trotzdem war ich ehrlich gesagt etwas schockiert darüber, dass dieses kleinformatige Buch mit gerade 200 Seiten und einem Pappbeinband 20 € kosten soll. Das finde ich definitiv viel zu viel.
    Klein aber tot

    Jo Fischler
    Klein aber tot (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.07.2026

    Klein und witzig

    In der kleinen Stadt Knuffingen geht es eigentlich ruhig zu. Kommissar Jojo Wunder hat nicht wirklich viel zu tun. Doch das ändert sich schnell, als ein Toter aufgefunden wird. Friedrich Frank war Journalist und hat viele Leute in Knuffingen in seinen Kolumnen sehr niedergemacht. Es gibt also eine Menge Verdächtige, darunter auch Jojos Mutter…

    Ich fand das Buch herrlich witzig. Allein schon die Idee, eine fiktive Stadt aus dem Hamburger Miniatur-Wunderland Schauplatz eines Krimis (einer Serie) werden zu lassen, ist schon eine tolle Idee. Dazu kommt, dass ich das Wunderland kenne und daher auch alle Bezüge im Buch dazu sofort erkannt habe. Trotzdem ist es auch für Nichtkenner gut lesbar und man versteht den Inhalt. Es ist wie ein kleiner Regionalkrimi, nicht super spannend, aber gut lesbar und vor allem sehr unterhaltsam. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung
    Im Morgengrauen

    Marc Raabe
    Im Morgengrauen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.06.2026

    Spannend

    Seit Tagen ist der Bundeskanzler verschwunden. Und seit Tagen kursieren im Netz Videos, die ihn quasi anklagen der sexuellen Belästigung einer jungen Frau. Hängt das beides miteinander zusammen, ist es die Wahrheit? Nele und Art ermitteln. Doch bald stellt sich heraus, dass Art tiefer in die Sache verwickelt ist und er gerät unter Mordverdacht…

    Das vierte Buch der Reihe setzt die Vorgänger fort. Es ist wiederum sehr spannend und die Geschichte wird quasi weitererzählt. Für mich war es allerdings etwas schwieriger zu lesen durch die ständigen unterschiedlichen Rückblicke und ich habe manchmal den Überblick verloren, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Insgesamt bin ich sehr gespannt, ob es einen weiteren Teil geben wird, weil ja ein Teil des wichtigen Personals quasi fehlen wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Komm spielen

    Linwood Barclay
    Komm spielen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    15.06.2026

    Falsches Etikett

    Annie ist Autorin und schreibt süße Kinderbücher mit einem kleinen Pinguin. Doch das letzte Jahr war absolut der Horror. Erst stirbt ein kleiner Junge, als er etwas aus einem ihrer Bücher nachmachen möchte. Nicht lange danach stirbt auch noch ihr Mann bei einem Unfall. Sie kann nicht mehr schreiben und trauert. Nur ihr Sohn Charlie hält sie aufrecht. Ihr Verleger mietet ihr ein Haus in einer kleinen ländlichen Ortschaft. Doch dort passieren merkwürdige Dinge und auf einmal ist Charlie verschwunden…

    Das Buch wird als Thriller bezeichnet. Er ist es zwar irgendwie auch, aber in erster Linie ist es ein Horrorroman. Und das wird nirgendwo wirklich so gesagt und damit wird man teilweise auf eine extrem falsche Fährte gelockt. Es ist sehr gut lesbar und auch wirklich spannend. Doch lange Zeit ist nicht erkennbar, dass die Dinge in Gegenwart und Vergangenheit passieren bzw. passiert sind. Einiges wird noch rational erklärt, doch das meiste muss man einfach als übersinnlich hinnehmen. Damit habe ich meine Schwierigkeiten. Ich mag diese Bücher nicht und da ja nicht erkennbar war, wohin das Ganze geht, fühle ich mich auf eine gewisse Art „betrogen“, obwohl das Buch wirklich gut lesbar und spannend ist. Daher kann ich insgesamt aber nicht wirklich eine Leseempfehlung aussprechen.
    The Artist

    Lucy Steeds
    The Artist (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.06.2026

    Überzeugendes Debüt

    Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so gibt es eine Art Vertrag: Joseph sitzt im Maler Modell und darf dafür im Haus wohnen und seinen Artikel schreiben. Tata ist allerdings nicht allein, da gibt es noch seine Nichte Ettie, die den gesamten Haushalt managt und die Launen von Tata aushalten muss.

    Das Buch ist ein überzeugendes Debüt der Autorin. Besonders gut ist sie, wenn sie die Natur in der Provence beschreibt oder auch die Farben und Gegenstände auf den Bildern. Man meint förmlich, man ist dabei, kann die Farben sehen und die Gerüche spüren und den Wind und die Wärme merken. Die Geschichte selbst ist etwas schwieriger. Die Beschreibungen sind zwar wiederum gut gelungen - vor allem die Gegensätze der Idylle in der Provence zu dem tyrannischen Verhalten des Malers, die friedliche Natur zu den Schrecken des Ersten Weltkrieges, z. B. im Lazarett oder später in den Krankenhäusern, und die Unterdrückung der Frau im Haushalt und das Verbot, sie eine Künstlerin sein zu lassen. Die Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Allerdings blieben mir nach dem Lesen einfach noch zu viele offene Fragen, was die Vergangenheit von Tata angeht und wie es mit ihm weitergeht. Hier hätte ich gern mehr erfahren. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Weil sie lügt

    Caroline Seibt
    Weil sie lügt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.06.2026

    Interessante Wendungen

    Annas Schwester Juliane ist vor anderthalb Jahren verschwunden. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus und verdächtigt Annas Vater, der in Untersuchungshaft im Gefängnis sitzt. Er beteuert seine Unschuld. Anna glaubt ihm mehr oder weniger. Sie selbst versucht, etwas über Julis Verbleib herauszufinden.

    Das Buch ist sehr gut lesbar und über weite Strecken auch sehr spannend. Man möchte Anna glauben, doch sie selbst hat scheinbar viele Geheimnisse und nach und nach werden mögliche Verdächtige und Täter präsentiert, doch irgendwie passt alles nicht zusammen. Und so bleibt man ziemlich bis zum Ende ahnungslos, was denn passiert sein könnte und wer der Täter ist. Und dann werden eben zum Ende hin interessante Wendungen präsentiert, die zumindest ich nicht so auf dem Schirm hatte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Moorland. Die Zwillinge

    Andreas Winkelmann
    Moorland. Die Zwillinge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.05.2026

    Spannend bis zum Schluss

    Malia kehrt zurück in ihre Heimat, um dort als Kommissarin zu arbeiten. 15 Jahre war sie nicht da und ist im Streit mit ihrer Mutter weggegangen. Das Zurückkommen fällt ihr nicht leicht. Zumal sie gleich am ersten Arbeitstag einen schweren Fall bekommt. Zwei Mädchen, Zwillinge, sind verschwunden. Zuletzt wurden sie in Moor gesehen. Und dort ist es gefährlich...

    Das Buch ist wohl der Beginn einer neuen Reihe. Und ich muss sagen, mir hat es sehr gut gefallen. Durchweg war Spannung vorhanden und bis kurz vorm Schluss hatte man keine Idee, wer der Täter ist. Alle Verdächtigen schieden nach und nach aus und den wirklichen Täter hatte zumindest ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Bis dahin war es interessant zu lesen, wie so ein Moor funktioniert und was es dort für Mythen und Legenden gibt, die nicht unbedingt stimmen. Aber auch, wie fragil und gefährlich es ist. Die handelnden Personen haben mir gut gefallen. Das Ganze hat auf jeden Fall Potenzial für noch mehr und ich freue mich darauf. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
    Hope Joanna

    Horst Evers
    Hope Joanna (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2026

    Irgendwie charmant

    Hope Joanna ist Polizistin und arbeitet seit kurzem mit einem neuen Team zusammen. Nachts hat sie sich gegen eine Horde Männer gewehrt und das wurde gefilmt und nun wird sie von der Innensenatorin als neue Hoffnung Berlins aufgebaut und muss sich auf Social Media zeigen, auch wenn sich ihre Begeisterung dazu in Grenzen hält. Gleichzeitig hat sie einen sehr komischen Fall zu bearbeiten und es wird nicht der einzige bleiben…

    Das Buch ist irgendwie schräg und charmant. Ich kann es nicht anders beschreiben. Als Kriminalroman ist es eigentlich ein wenig spannungslos, als witziges Buch nicht richtig witzig genug. Und trotzdem liest man es gern und kann es trotz des teilweise sehr unwahrscheinlichen Geschehens tatsächlich genießen und fühlt sich gut unterhalten. Viele Sachen sind wirklich absolut absurd und normalerweise würde ich das Buch dann in der Luft zerreißen. Aber hier muss ich einfach sagen, es hat was. Ich weiß zwar nicht was, aber es hat was und so kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Ein Ort, der bleibt

    Sandra Lüpkes
    Ein Ort, der bleibt (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.04.2026

    Nicht nur Botanik

    Imke fliegt nach Istanbul, um an einem Gutachten über einen alten Botanischen Garten mitzuwirken. Dieser wurde 1933 angelegt, und zwar von einem deutschen Professor, der vor den Nazis geflohen ist. Jetzt soll entschieden werden, ob der Garten und die Gebäude aufgelöst werden.

    Das Buch erzählt die interessante Geschichte einer wahren Begebenheit. Der Botanische Garten in Istanbul wurde tatsächlich von dem jüdischen Professor Alfred Heilbronn angelegt. Er ist vor den Nazis zusammen mit seiner Familie geflohen. Auch seine Frau ist Doktor, aber in Istanbul kann sie nur als Hausfrau arbeiten. Trotzdem ist sie unheimlich wichtig für ihren Mann. Das kommt in dem Buch sehr gut rüber. Die Geschichte in der Gegenwart konnte mich nicht so packen, auch weil ich mit Imke nicht wirklich warm geworden bin. Ihre Ängste und Marotten haben mich eher genervt. Die Geschichte in der Vergangenheit war für mich tatsächlich wesentlich interessanter. Auch wie damals in der Türkei die Wissenschaft gefördert wurde und Frauen auf einmal viele Freiheiten bekommen. Das ist gut beschrieben und deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung
    1 bis 25 von 918 Rezensionen
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