Thomas Wally: Entre parentheses auf CD
Entre parentheses
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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Concertino für Violine & kleines Ensemble; Les Iles des nombres V für Ensemble; Caprice (VIII) pa(ren)thique für kleines Ensemble
- Künstler:
- Ivana Pristasova, PHACE, ensemble risonanze erranti, Michael Wendeberg, Peter Tilling
- Label:
- col legno
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12885798
- UPC/EAN:
- 9120142500075
- Erscheinungstermin:
- 25.9.2026
Entre parenthèses – in Klammern, nebenbei bemerkt. Wer so einen Titel über eine Porträt-CD setzt, übt sich in Understatement. Doch bei Thomas Wally ist die Klammer keine Marginalie: Sie ist eine Denkfigur. Was am Rand zu stehen scheint, rückt ins Zentrum – so wie im Titel der Caprice (VIII) pa[ren]thétique, wo die Klammer mitten im Wort sitzt und die Kompositionsweise nicht nur benennt, sondern selbst darstellt. Drei Werke aus acht Jahren – drei Positionen auf der Achse, die Wally zwischen „geplant“ und „frei“ aufspannt. Die Caprice (VIII) (2017) entsteht ohne Skizzen, aus dem Moment heraus; immer wieder unterbricht ein Einschub den Fluss, Musik „entre parenthèses“. Les Îles des nombres V (2020) arbeitet mit rigider Intervallordnung – was streng konstruiert ist, klingt als Klangtupfer in Harfe, Vibraphon und Celesta: mathematische Struktur, auf der Poesie wächst. Das Concertino (2024), komponiert für die Geigerin Ivana Pristašová-Zaugg, schließt seine Ideen in Klammern im Großformat ein: ein mehrfach angepeiltes Ende auf C umschließt das Werk wie ein wiederkehrendes Satzzeichen. Thomas Wally (u. a. Geiger im ensemble LUX, Substitut bei den Wiener Philharmonikern, Ö1-Moderator im Format „Neue Musik auf der Couch“) komponiert zwischen den Klammern eines vielstimmigen Musikerlebens. „Mich hat das Verstehen von Musik immer wahnsinnig gereizt“, sagt er, „dieses Dahinter-Schauen mehr noch als das Selberspielen.“ Nach Jusqu'à l'aurore (2020) ist dies Wallys zweites Porträt bei col legno – eines (nebenbei bemerkt) aus der Mitte seines Schaffens.