Valentin Silvestrov: Quiet Music auf CD
Quiet Music
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit.
+Serge Prokofieff: Symphonie Nr. 6
- Künstler:
- Aarhus Symphony Orchestra, Dmitry Matvienko
- Label:
- OUR
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12696597
- UPC/EAN:
- 0636943693629
- Erscheinungstermin:
- 22.5.2026
Auf den ersten Blick scheint die Auswahl der Komponisten für diese Aufnahme eine seltsame Kombination zu sein: Der eine entwickelte eine raue, ausdrucksstarke Musiksprache, während der andere ein Verfechter introspektiver Klangwelten war. Das eine Stück endet in einer Explosion, während das andere uns meditative Kontemplation bietet. Zudem gibt es einen offensichtlichen Konflikt der Nationalitäten: Sergei Prokofjew war Russe (geb. in Sontsivka, Ukraine), Valentin Silvestrov ist Ukrainer und der Dirigent Dmitry Matvienko ist Weissrusse. Doch durch Kunst und Musik können wir uns stets im Dialog und im gegenseitigen Verständnis begegnen. Nach Ansicht von Dmitry Matvienko bestehen starke Verbindungen zwischen den beiden Komponisten. Unter Berufung auf Valentin Silvestrovs Überzeugung, dass 'nur die Melodie die Musik ewig macht', erklärt Matvienko, warum er "Quiet Music" für diese Aufnahme ausgewählt hat. Trotz sehr unterschiedlicher musikalischer Sprachen waren beide Komponisten außergewöhnliche Melodiker, die die Melodie als Grundlage aller Musik betrachteten, unabhängig von Genre oder avantgardistischen Trends des 20. Jahrhunderts. Matvienko sieht beide Werke zudem als von ihren historischen Realitäten geprägt an. Prokofjews Sinfonie spiegelt die Verwüstung der Nachkriegszeit wider und lässt künftige Katastrophen ahnen, während Silvestrovs "Quiet Music", geschrieben im Jahr 2002, zwar früher entstand, aber tief mit späteren Konflikten mitschwingt. Prokofjews Arbeit an Eisensteins "Iwan der Schreckliche" deckte die zerstörerische Paranoia eines Herrschers auf - eine Anspielung, die Stalin erkannte. Heute, so argumentiert Matvienko, wiederholt sich die Geschichte in neuen Formen. Demgegenüber bietet Silvestrovs "Quiet Music" Trost: einen Zufluchtsort, der jedem offensteht, jenseits von Nationalität oder Religion, an dem die Trauer für einen Moment beiseitegeschoben werden kann.
Mehr von Valentin Silves...