Zeitschrift für Genozidforschung, 24. Jahrgang 2026, Heft 1, Kartoniert / Broschiert
Zeitschrift für Genozidforschung, 24. Jahrgang 2026, Heft 1
- Themenheft: Semantiken und Praktiken der Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg
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- Herausgeber:
- Christin Hansen, Julia Quast
- Verlag:
- Velbrueck GmbH, 06/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch, Englisch
- ISBN-13:
- 9783958324442
- Artikelnummer:
- 12590391
- Umfang:
- 150 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.6.2026
Klappentext
Anlässlich des 90. Jahrestags seines Ausbruchs beschäftigt sich das neue Heft der Zeitschrift für Genozidforschung mit den Semantiken und Praktiken von Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg. Zwar endete die franquistische Diktatur im Jahr 1975, doch wurde eine weitgehende Aufarbeitung der Bürgerkriegsgewalt wie auch des Franco-Regimes durch das Amnestiegesetz von 1977 verhindert. Erst in den letzten 20 Jahren wurden zunehmend zentrale Forschungsbeiträge geleistet, die den Spanischen Bürgerkrieg und die nachfolgende fast 40 Jahre andauernde Diktatur in das Zentrum u. a. der Militär-, Kultur- und vergleichenden Gewaltgeschichte rückte. Das Themenheft leistet einen Beitrag besonders zur Untersuchung von Strukturen und Mechanismen der während des Bürgerkriegs ausgeübten Gewalt und fragt dabei nicht zuletzt auch nach ihrer kommunikativen, symbolischen und mithin auch mobilisierenden Funktion. Neben einer systematisierenden Einführung der Gastherausgeberinnen zum Spannungsfeld von Semantiken und Praktiken der Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg bietet das Heft Beiträge, die die Gewaltdarstellung in Quellen von Zeitzeugen wie auch in literarischen Aufarbeitungen untersuchen, die Gewaltpraxis als Identitätsmarker, Mobilisierungs- und Inklusionsinstrumente diskutieren, den von rechts wie links praktizierten Einsatz von Musik und Liedern über Feindschaft und Gewalt als Träger politischer Botschaften analysieren und außerdem Aspekte der den Gewaltpraktiken eingeschriebenen Markierungen und (Re)Konstruktionsstrategien von Genderpositionen betrachten. Die Beiträge zeigen, dass Gewalt neben ihrer körperlichen, ganz direkten Einwirkung auch als Drohkulisse, Mittel der Aktivierung, aber auch Chiffre und organisatorische Struktur für Erinnerung, Identität und Sinnstiftung von Erfahrung wichtige Funktionen erfüllen kann.
Beiträge: Christin Hansen / Julia Quast: Semantiken und Praktiken der Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg - eine problematisierende Einführung Lena Hein / Elena von Ohlen: Gender and Regional Specificities in International Voluntarism during the Spanish Civil War: Differentiation through a Literary Approach Stephan Horn: Krieg als Reise? Gewalteinschreibungen in der 'touristischen' Spanienperzeption von Angehörigen der Legion Condor Ina Kühne: Die literarische Inszenierung der Gewalt gegen Frauen im spanischen Frauengefängnis Las Ventas (1931-1969) in dem Roman La voz dormida (2002) von Dulce Chacón Hiram Kümper: Songs Against Fascism: Hanns Eisler, Kurt Weill, and the Musical Semantics of Violence in the Spanish Civil War Julian Muhs: Das politische Lied der Falange. Ästhetisierung von Revolution und Opferbereitschaft Alba Llavina Ros: Rewarded violence: displaced loyalties, colonial pedigree and the construction of a New Order in rebels' Civil Guard (1936-1939) Stephan Scholz: Die visuelle Darstellung von Flüchtlingen als Gewaltopfern im Diskurs zum Spanischen Bürgerkrieg
ISSN 1438-8332
Anmerkungen:
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