Literatur als Kommunikation, Flexibler Einband
Literatur als Kommunikation
- Ukrainische Beiträge zur europäischen Literaturtheorie des 20. Jahrhunderts
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- Herausgeber:
- Susanne Frank, Galina Babak
- Übersetzung:
- Susanne Frank, Oksana Stoychuk, Yelizaveta Landenberger, Lukas Joura
- Verlag:
- Arco Verlag GmbH, 05/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch, Ukrainisch
- ISBN-13:
- 9783965870772
- Artikelnummer:
- 12598875
- Umfang:
- 400 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.5.2026
- Serie:
- Arco Wissenschaft - Band 37
Klappentext
Dieser Band bietet erstmals eine Auswahl der maßgeblichen Texte ukrainischer Literaturtheorie seit ihren Anfängen im späten 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts - und zwar sowohl im Original als auch in deutscher Übersetzung. Am Anfang steht ein Text des Charkiver Philologen Oleksandr Potebnja, der auch Ideengeber des russischen Formalismus war. Der zweisprachige Band mit Beitragen u. a. von Oleksandr Bilec'kyj (1884-1961), Jeremija Ajzenštok (1900-1980), Pavlo Fylypovy¿ (1891-1937), Boris Jakubs'kyj (1889-1944), Majk Johansen (1895-1937) und Mykola Zerov (1890-1937) sowie einem wissenschaftlichen Kommentarapparat orientiert sich am Standardwerk 'Texte der russischen Formalisten' (1968 / 1971) und soll ebenso über die disziplinaren Grenzen der Slawistik hinaus als Grundlagenkompendium dienen. In historischer Perspektive zeigen die Aufsätze und Essays die enge Verflechtung zwischen ukrainischen und russischen literaturtheoretischen Entwicklungen in den frühen Jahren der Sowjetunion. Die ukrainischen Theoretiker, die in den 1920er Jahren die literaturtheoretischen Debatten prägten, setzten sich kritisch und inhaltlich eng sowohl mit dem russischen Formalismus als auch mit der marxistischen Literaturtheorie auseinander. Ihre Beiträge zeichnen sich durch literatursoziologische und rezeptionsästhetische Fragestellungen aus, die für die damalige Theorieentwicklung einzigartig sind. Spezifisch ist auch die Suche nach adäquaten Modellen einer nationalen Literaturgeschichte. Viele ukrainische Positionen der 1920er Jahre unterstutzen das politische Literaturverständnis im Kontext des sowjetischen Projekts, einige - wie Majk Johansen - ironisieren den didaktischen Literaturbegriff jedoch ganz offen. Nicht nur Johansen, sondern acht der insgesamt dreizehn in diesem Band vorgestellten Literaturwissenschaftler des frühen 20. Jahrhunderts waren unter Stalin von Repressionen betroffen, die meisten von ihnen wurden 1937 hingerichtet. Dmytro ¿yževs`kyj überlebte im deutschen Exil und wurde zum Ideengeber der deutschen Slawistik des späteren 20. Jahrhunderts. Die programmatische Verbindung des formalistischen mit dem soziologischen Ansatz scheint heute im Kontext der praxeologischen Wende in der Literaturwissenschaft wieder besonders aktuell.
Biografie (Susanne Frank)
Susanne Frank, Ethnologin, M.A., Diplomvolkswirtin, Autorin und Seminarleiterin in den Bereichen Demokratie-Erziehung und KommunikationBiografie (Susanne Frank)
Susanne Frank, Ethnologin, M.A., Diplomvolkswirtin, Autorin und Seminarleiterin in den Bereichen Demokratie-Erziehung und KommunikationAnmerkungen:
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