Klaus Zimmermann: Der Verlust der Welt, Flexibler Einband
Der Verlust der Welt
- Metaphysik als Widerstand
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- Verlag:
- Wunderhorn, 06/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783884237540
- Artikelnummer:
- 12701781
- Umfang:
- 220 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 22.6.2026
Klappentext
Wird die Welt, die wir kennen, noch lange bestehen? Verliert das irdische Leben, wenn nicht seine Existenz, so doch seine Selbstverständlichkeit, weil die Grundlagen eines menschlichen Lebens sich auflösen? Welcher geistige Gehalt kann einem solchen Gang in die Zukunft entgegengesetzt werden? Weil dies nicht einfach Fragen aus vorübergehender Ratlosigkeit sind, weisen sie zurück auf Grundfragen menschlichen Seins, auf Fragen nach der Welt im Ganzen, nach den Tendenzen ihrer Entwicklung. Es sind Fragen, die weder von der Wissenschaft noch vom Glauben beantwortet werden können. Der Wissenschaft bleibt der Grund der Entstehung und des Bestehens verborgen. Der Glauben ist nicht zuständig für Erkenntnis, sondern Bekenntnis. Die Digitale Welt stellt keine Fragen zum Grund der Dinge; ihre Sache ist die Funktion, die Wirkung und der Einfluss. Die objektive Entwicklung führt zu Intensivierung und Beschleunigung. Mit ihnen sind Erweiterungen des Einflusses und des digitalen Zugriffes verbunden. Subjektivität hat es schwer, sich zu behaupten in all dem, was mit ihr verbunden ist. Will sie aber sich nicht ausliefern an jenen objektiven Zugriff, bleibt ihr nur, sich auf das zu besinnen, was im Innersten den Wert und die Würde des Menschen ausmacht:
das Bewusstsein, die mögliche Nachdenklichkeit und Besinnung, das Verstehen und der Anspruch auf bewusste Gestaltung des eigenen Lebens, auf einen eigenen Ausdruck und Willen. Wesentlicher Ausdruck des Menschlichen ist die Transzendenz, die Überschreitung des je Gegebenen in eine nicht- sinnliche oder übersinnliche Welt, die gleichzeitig eine Welt des Alltäglichen ist. Es ist das metaphy- sische Empfinden, das den Dingen ihren Sinn, ihre Bedeutung verleiht und sie mit einer Unergründ- lichkeit versehen kann, einem Schleier des Geheim- nisses vielleicht. Es erscheint auf den ersten Blick als wenig, was dieser Entwicklung entgegenzusetzen mög- lich ist. Es ist die Besinnung darauf, was es heißt, ein menschliches Leben zu führen; es ist eine not- wendige Nachdenklichkeit, die bis zu den Fragen der Metaphysik reicht; es ist die entschiedene Sub- jektivität, das Beharren auf dem eigenen Urteil und auf einem Begriff von Bewusstsein und menschli- cher Würde. Es ist das Bewusstsein, verbunden mit metaphysischem Empfinden und mit der Fähigkeit zur Transzendenz, das den Menschen bleibende Größe verleihen kann: es ist diese Möglichkeit, die es erlaubt, Vertrauen in den Menschen zu setzen. Es ist diese Möglichkeit, die das Buch trägt
Biografie
Klaus Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und setzt sich im Rahmen seiner Forschungstätigkeit intensiv mit den Karthagern auseinander.Anmerkungen:
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