Edmund Kesting, Gebunden
Edmund Kesting
- Avantgardist
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- Herausgeber:
- Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Christian Philipsen, Thomas Bauer-Friedrich, Paul Kaiser
- Verlag:
- Seemann Henschel GmbH, 07/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783690010498
- Artikelnummer:
- 12701368
- Umfang:
- 256 Seiten
- Sonstiges:
- Hardcover, 270 Farb- und S/W-Abbildungen
- Erscheinungstermin:
- 31.7.2026
Klappentext
EINE BEDEUTENDE WIEDERENTDECKUNG
Edmund Kesting (1892--1970) ist eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Moderne. Der Maler, Grafiker und Fotograf entwickelte über fünf Jahrzehnte hinweg eine eigenständige Bildsprache zwischen Expressionismus, konstruktivistischer Abstraktion und experimenteller Fotografie. Trotz seiner starken Verbindung zur internationalen Avantgarde wurde sein wegweisendes Werk infolge politischer Verfolgung lange in den Hintergrund gedrängt. Diese Publikation macht Kesting als radikalen Erneuerer sichtbar, der die Grenzen zwischen Malerei, Fotografie und Objektkunst immer wieder neu auslotete.
erste umfassende Retrospektive zu Edmund Kesting
mit Werken aus allen Schaffensphasen: Malerei, Fotografie, Collage und experimentelle Verfahren
neue Perspektiven auf einen bedeutenden Vertreter der deutschen Moderne
zur Rezeptionsgeschichte zwischen NS-Verfolgung und DDR-Kulturpolitik
Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), mit weiteren Stationen in Grenoble, Ahrenshoop und Hagen
ABSTRAKTION UND EXPERIMENT: IM LABOR DER MODERNE
Kestings vielschichtiges Werk bündelt auf eindrucksvolle Weise die zentralen Strömungen der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Zugleich ist es von den politischen Verwerfungen seiner Zeit geprägt wie kaum ein anderes. In den 1920er Jahren arbeitete er an der avantgardistischen Zeitschrift „Der Sturm" mit und entwickelte seine konstruktivistischen Arbeiten im Austausch mit Künstlern wie Kurt Schwitters und László Moholy-Nagy. Er entdeckte früh die Fotografie als künstlerisches Experimentierfeld und erschloss sich immer neue Bildverfahren. Nach 1933 wurden seine Werke jedoch als „entartet" diffamiert, aus Museen entfernt und aus Ausstellungen verbannt. Kesting wandte sich verstärkt der dokumentarischen Fotografie zu, ohne seine experimentellen Forschungen aufzugeben. So entstand die „Chemische Malerei", bei der er mit fotochemischen Substanzen auf lichtempfindlichem Papier arbeitete. Doch auch nach 1945 blieb seine abstrakte Bildsprache umstritten: In der DDR verlor er Lehraufträge, weil seine Kunst nicht der kulturpolitischen Norm entsprach. Kestings von außergewöhnlicher Innovationskraft geprägtes Werk geriet über Jahrzehnte an den Rand der kunsthistorischen Wahrnehmung.
ZUR AKTUALITÄT EINES VIELSCHICHTIGEN WERKS
Die reich bebilderte Publikation versammelt zentrale Werke aus allen Schaffensphasen. Sie beleuchtet Kestings Schaffen im Spannungsfeld der europäischen Avantgarde, seine innovativen fotografischen Verfahren und die vielschichtige Geschichte seiner Rezeption im 20. Jahrhundert. So eröffnet der Band einen neuen Zugang zu einem Werk, das es in seiner Radikalität und Bedeutung innerhalb der deutschen Moderne neu zu verorten gilt. Herausgegeben von Christian Philipsen, Thomas Bauer-Friedrich und Paul Kaiser.
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Anmerkungen:
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