Bernd Arnold: Über die Zukunft der Fotografie, Kartoniert / Broschiert
Über die Zukunft der Fotografie
- Im Zeitalter künstlicher Intelligenzen
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- Verlag:
- morisel Verlag GmbH, 09/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783943915785
- Artikelnummer:
- 12776005
- Umfang:
- 352 Seiten
- Sonstiges:
- 28 Fotografien und 5 Illustrationen
- Erscheinungstermin:
- 15.9.2026
Klappentext
Was ist Fotografie, wenn ihre äußere Erscheinung von künstlicher Intelligenz perfekt imitiert werden kann?
Fotografien trugen lange ein aus analogen Zeiten tradiertes Versprechen in sich: Vor der Kamera musste Wirklichkeit gewesen sein. Ein Mensch, ein Ort, ein Ereignis. Dieses besondere Versprechen geriet mit der Digitalisierung ins Wanken und scheint sich nun in der Allgegenwart synthetischer Bilder zu verlieren. Mit den Bildgeneratoren künstlicher Intelligenz verbreitet sich ein neues visuelles Phänomen: Bilder, die aussehen wie Fotografien, ohne fotografiert worden zu sein. Sie zeigen Menschen, die nie existierten, Ereignisse, die nie stattgefunden haben, und Wirklichkeiten, die nur simuliert sind. Bernd Arnold nennt diese KI-generierten Imitationen von Fotografie Dichografien.
Dieses Buch fragt, was aus der Fotografie wird, wenn ihre Imitationen allgegenwärtig werden. Worin liegt ihre besondere Eigenschaft? Was unterscheidet die fotografische Spur von ihrer synthetischen Simulation? Und wie verändert sich der Umgang mit fotografischen Bildern in einer Welt, in der künstliche Intelligenz ihre äußere Erscheinung perfekt nachbilden kann?
Arnold führt von den Handabdrücken der Höhlenmalerei über Platons Höhle, die Zentralperspektive, die Erfindung der Fotografie, die Bildkultur der Massenmedien und den Fotojournalismus bis zu den synthetischen Bildwelten der Gegenwart. Dabei entsteht eine Geschichte der Bilder als Geschichte der Wahrnehmung.
Geschrieben aus der Perspektive eines Fotografen, der den Übergang von der analogen zur digitalen Bildwelt selbst durchlaufen hat, verbindet das Buch vier Jahrzehnte fotografischer Praxis mit Mediengeschichte, Bildtheorie und Philosophie. Nach 'Die Welt der Neuen Bilder', seinem Essayband über die aufkommenden synthetischen Bildwelten, rückt Arnold nun die Fotografie selbst in den Mittelpunkt. Der dort bereits angelegte Begriff der Dichografie wird hier als eigene Kategorie KI-generierter Imitationen von Fotografie entfaltet.
Dieses Buch ist keine nostalgische Verteidigung der Fotografie. Es ist ein Plädoyer für eine neue Aufmerksamkeit gegenüber fotografischen Bildern und für einen Kritischen Dokumentarismus, der in einer Welt der Simulationen den Bezug zur Wirklichkeit offenhält.
Der Autor Bernd Arnold studierte Fotografie an der Fachhochschule Dortmund und arbeitet seit den späten 1980er Jahren als Fotokünstler und Fotojournalist für deutsche und internationale Printmedien. In seinen Werkgruppen 'Macht und Ritual', 'Black East Wild West', 'Unbedeutende Persönlichkeiten' und 'Digitalis' untersucht er politische, religiöse, mediale und gesellschaftliche Inszenierungen. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und publiziert, unter anderem in Fotobüchern, Zeitschriften, Ausstellungen und musealen Zusammenhängen. Aus vier Jahrzehnten fotografischer Praxis, journalistischer Erfahrung und künstlerischer Arbeit heraus schreibt Arnold über den Übergang von der analogen Lichtspur zum digitalen Code, über KI-generierte Bilder und über die Zukunft der Fotografie im Zeitalter künstlicher Intelligenzen. Er ist berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Mitglied von VISUM und lebt in Köln.
Anmerkungen:
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