Grateful Dead: Crimson, White & Indigo:Philadelphia, 7.7.1989 (3CD + DVD)
Disk 1 von 4
-
1
Hell In A Bucket
Start
-
2
Iko Iko
Start
-
3
Little Red Rooster
Start
-
4
Ramble On Rose
Start
-
5
Stuck Inside of Mobile with the Memphis Blues Again
Start
-
6
Loser
Start
-
7
Let It Grow
Start
-
8
Blow Away
Start
Disk 2 von 4
-
1
Box of Rain
Start
-
2
Scarlet Begonias
Start
-
3
Fire On The Mountain
Start
-
4
Estimated Prophet
Start
-
5
Standing On The Moon
Start
-
6
Rhythm Devils
Start
Disk 3 von 4
-
1
Space
Start
-
2
The Other One
Start
-
3
Wharf Rat
Start
-
4
Turn On Your Lovelight
Start
-
5
Knockin' On Heaven's Door
Start
Disk 4 von 4
-
1
DVD: Komplettes Konzert
DVD:Sound:DSS 5.1/Dolby Digital 2.0;Ländercode:Keine Anga-
ben;Laufzeit:176 Min./CD:HDCD - High Definition CD/Digipack
Product Information
Sommer 1989, die letzten Wochen vor dem Beginn einer Epoche, die der ganzen Welt in rasendem Tempo atemberaubende Umbrüche bringen sollte. Das gilt auch für Philadelphia, wo am 4.7.1776 die Unabhängigkeitserklärung der USA verkündet wurde. Fast auf den Tag genau 213 Jahre später läuteten die Grateful Dead dem JFK–Stadion, in dem zahllose legendäre Sportwettkämpfe ausgetragen wurden, das Totenglöckchen - der Abriss begann am nächsten Tag. Auch der kaum weniger legendären Band aus San Francisco war von den Auguren und Deutern des Rockkosmos schon mehrmals besagtes Glöckchen geläutet worden. Doch die Band stand, wie auf dem neuen CD/DVD–Set zu erleben ist, noch voll im Saft, erlebte den werweißwievielten Frühling, weshalb sie bei dieser Tour einen Triumph nach dem anderen feiern konnten. Und wer immer noch dem Klischee vertraut, die Anhängerschaft der Band hätte sich damals nur noch aus „alternden Hippies“ rekrutiert, der wird bei Ansicht der DVD durch einen einzigen majestätischen Kameraschwenk über die wogenden Zuschauermassen eines Besseren belehrt. Genau zwei Jahre zuvor, im Sommer 1987, hatten die Dead nach siebenjähriger Pause mit „In the Dark“ ein neues Studioalbum veröffentlicht, das ein Riesenerfolg wurde und mit „Touch of Grey“ sogar einen Single-Hit enthielt. Obwohl er der Band sicherlich half, ein jüngeres Publikum zu erschließen, brachten sie ihn während der 89er–Tour kaum zu Gehör. Dafür aber bereits einige Tracks des Nachfolgealbums „Built to Last“, das während der laufenden Tour aufgenommen wurde und im Herbst erscheinen sollte. Hierzu zählen die wunderbare, von Jerry Garcia gesungene Ballade „Standing on the Moon“ und das impulsiv mitreißende „Blow Away“, das so etwas wie das Vermächtnis des Keyboarders Brent Mydland ist, der wie seine beiden Vorgänger Ron „Pigpen“ McKernan und Keith Godchaux eines frühen und unnatürlichen Todes starb. Die Grateful Dead hatten immer ein sicheres Gespür für dramaturgischen Spannungsaufbau, überrumpelten ihr Publikum nie zu Beginn mit irgendwelchen Losgehnummern, nahmen sich stets Zeit, um sich warm und in Form zu spielen. Das war an diesem Tag nicht anders, weshalb Bob Weirs „Hell in a Bucket“, das im gerade zu Ende gehenden Kalten Krieg noch einmal alle apokalyptischen Ängste der Reagan–Ära thematisierte, noch etwas holprig klingt. Aber schon bei „Iko Iko“, ist die kollektive Spielfreude im grünen Bereich. Über „Little Red Rooster“ (mit fantastischer Slide von Weir), dem alten Klassiker „Ramble on Rose“ und „Stuck Inside of Mobile with the Memphis Blues Again“ (wie die Zugabe „Knockin’ on Heaven’s Door“ ein Überbleibsel der 87er–Tour mit Bob Dylan) nähert sich der erste Set dem fulminanten Finale „Blow away“. Die zweite CD wird mit Phil Leshs Showpiece „Box of Rain“ eröffnet. Danach folgt das mit dezentem Karibik–Touch versehene „Scarlet Begonias“, das nahtlos in „Fire on the Mountain“ übergeht, dessen simples Riff aus zwei Akkorden schon Ausgangspunkt für Jams war, die in die entlegendsten Gefilde führten. Nach dem Psychedelic-Reggae „Estimated Prophet“ und dem schon erwähnten „Standing on the Moon“ kommt es – inzwischen ist es Abend geworden und die Dunkelheit über dem Stadion hereingebrochen – zum bekannten Break, der damals Bestandteil jedes Auftritts der Dead war: ein knapp halbstündiger Free Music–Block aus „Rhythm Devils“, „Space“ und „The Other One. Und bei der Schlussnummer „Turn on your Lovelight“ - in den frühen Jahren der Band der große Moment von Pigpen - singt sich Bob Weir beinahe die Seele aus dem Leib. Uns führt der Genuss, sich ein Konzert der Band in voller Länge anschauen zu können, vor allem zurück in eine Zeit, in der es bei einem Auftritt dieser Größenordnung ausschließlich um die Qualität der Musik ging. Die 19 Stücke der drei CDs waren, von einer Ausnahme abgesehen, bisher unveröffentlicht, wurden von den analogen 24 Spur-Masterbändern gemischt und werden hier in HDCD–Qualität präsentiert. Das Booklet enthält viele seltene Fotos und einen ausführlichen Essay von Steve Silberman, der bereits Co–Produzent des Box-Sets „So Many Roads (1965 – 1995) war. Die DVD, die das vollständige Konzert enthält, besticht durch eine brillante Bild- und Tonqualität. Dieselbe Crew, die schon für die berühmte DVD „Truckin’ up to Buffalo“ verantwortlich zeichnete, war auch hier mit mehreren, teils extrem mobilen Kameras aktiv.
EUR 32.99
EUR 30.99*
nur noch 1 Stück am Lager. Danach versandfertig within a week (soweit verfügbar beim Lieferanten)
Free shipping
within Germany