Die Uraufführung 1973 bei den Filmfestspielen in Cannes wurde abgebrochen, der Schock über einen unbedarft wirkenden Hitler in Farbe war zu groß. Zusammengestellt nur aus Propagandamaterial und Eva Brauns privaten Filmen findet SWASTIKA einen Weg, sein Material zum Sprechen zu bringen. Ohne Kommentar, ohne Belehrung, allerdings mit Musik und nachsynchronisierten Stimmen. Zwischen den Bildern entlarvt sich das System selbst, denn die Montage fügt zusammen, was scheinbar nicht zusammen gehört, verbindet den Schrecken der KZ-Bilder, die visuelle Dogmatik der offiziellen Propagandabilder und der Massenaufmärsche mit der idyllischen Banalität des privaten Kaffeekränzchens auf dem Obersalzberg.
»In ›Swastika‹ traf das emphatische Staatsvolk des ›Dritten Reiches‹ nun auf Hitler und seine Entourage als Kleinbürger an der Kuchentafel, mit Hunden und Kindern. Der ›von der Vorsehung Erwählte‹ als mürrischer Spießer, seine Freundin als sportbesessener Nackedei, dazu ein devoter Goebbels und ein feister Göring. Und kein Kommentar, der das alles historisch einordnet und pädagogisch aufbereitet.« Berliner Zeitung
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