i
„Das Werk ist sehr schwer...Es ist sozusagen eine Art Brahms d-moll Konzert ins Moderne übertragen“, schrieb Max Reger in einem Brief sechs Wochen vor der Uraufführung. Und genau wie das Brahms Konzert erlebte Regers Opus ein Fiasko bei Kritik und Publikum: „eine neue Fehlgeburt der in Inzucht verkommenen Reger-Muse, nur im ersten Satz halbwegs erfunden, im übrigen schematisch er-Regert“ – das ist so boshaft wie sprachlich gewitzt. Für den Komponisten war es allerdings eine herbe Enttäuschung: „Mein Klavierconcert wird für etliche Jahre noch unverstanden bleiben, die Tonsprache ist zu herb und ernst, da muss sich das Publikum erst daran gewöhnen..“
Leider hat sich das Publikum bis heute nicht daran gewöhnt, vielleicht aber auch, weil es ihm so gut wie nie angeboten wird: Pianisten machen einen weiten Bogen um das als „Schinken“ verrufene Konzert, das technisch schwierig und dann noch undankbar ist. Diese Werk-Malaise muss einen Pianisten wie Michael Korstick herausfordern und mit intellektueller Grazie stellt er sich dem Feind – und gewinnt. Absolut aufregend! Als Zugabe gibt’s Bachs d-moll Konzert in Busonis Sicht: eine akustische Zeitreise ins fr4ühe 20. Jahrhundert.
Product Information
Korstick Plays Reger and Busoni
Six weeks prior to the premiere of his Piano Concerto in F minor Max Reger
wrote in a letter, »The work is very difficult. It is, so to speak, a sort of
Brahms D minor concerto translated into the modern mode.« And, just like
the Brahms concerto, Reger’s opus was a fiasco with the press and the
public. As one critical pundit put it, maliciously as well as pointedly, the
concerto was »a new miscarriage of the Reger Muse, degenerated to incest,
only in its first movement halfway generated, in the rest schematically
Regernerated.« The work’s failure bitterly disappointed the composer:
»My piano concerto will continue to be misunderstood for some years;
the musical language is too severe and serious; the public will first have
to become accustomed to it.« Unfortunately, the public even today has not
become accustomed to it – perhaps also because it is hardly presented to it:
pianists steer clear of this »keyboard monstrosity,« which not only poses
technical difficulties but also seems to be a thankless task. The malaise
surrounding this concerto had to challenge a pianist like Michael Korstick;
he takes on the enemy with intellectual grace – and wins. Absolutely
enthralling! The encore, Bach’s Concerto in D minor from Busoni’s perspective,
takes us on an acoustic journey back to the early twentieth century.
Press comments
Pizzicato 05 / 09: "Wenn sich Michael Korstick gleich zu
Beginn des Klavierkonzerts von Max Reger mächtig ins Zeug
legt und den Zuhörer mit donnernden Akkorden in den Sog
dieser tollen Musik reißt, ist schon klar, dass Reger
einen Interpreten gefunden hat, der alles Mögliche macht,
um das ungeliebte Konzert des ungeliebten Komponisten
aufzuwerten. Michael Korstick hat das Regersche
Klaviergebirge bezwungen! Ein bewundernswerter Akt!"
FonoForum 06 / 09: "Eine rundum geglückte Aufnahme von zwei
ziemlich verschiedenen Außenseitern, die beide kennen zu
lernen sich unbedingt lohnt."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
Note
Information on availability or release dates for items is based on information that we receive from our suppliers. These dates are not guaranteed and are subject to change at any time.