Als Max Bruch 1838 in Köln geboren wurde, hatte
Mendelssohnn noch sieben Jahre zu leben, und als er
1920 in Berlin starb, war Strawinskys Sacre du Printemps
schon sieben Jahre alt. Diese immense Spanne
eines künstlerischen, kreativen Lebens verdeutlicht auch
dessen Tragik: In der Tradition der Hochromantik aufgewachsen,
konnte und wollte Bruch den gewaltigen stilistischen
Entwicklungen zur Moderne nicht folgen. Für seine
Zeitgenossen hatte er sich schnell überlebt. Zum
Glück ist unser Blick heute freier für seine genuine künstlerische
Leistung.
Und hier kann ich lhnen drei wirklich
aufsehen erregende CD-Premieren ankündigen:
Bisher
unveröffentlichte Kammermusik des ganz späten Bruch:
das Streichoktett von 1920, das Streichquintett von
1918 und das Klavierquintett von 1886. Alle drei Werke
sind geradezu romantisch-melodische Ausbrüche gegen
ihre Zeit, wundervoll ausbalanciert und von meisterhafter
Faktur. Eine Mischung von Staunen und Rührung überkommt
einen beim Hören dieser Schwanengesänge des alten, vereinsamten Max Bruch.
Unterstützt wird dieses Gefühl noch durch die kongeniale Interpretation durch Ulf Hoelscher und seiner Professorenkollegen Nachum Erlich, Jörg-Wolfgang Jahn, Madeleine Prager, Martin Ostertag, Wolfgang Güttler und Jan Fountain.
Press comments
BBC Music Magazine 6 / 99: "Hoelscher and friends give a
wonderfully passionate account of this glorious music."
Klassik heute 8 / 99: "...die lyrischen Stärken dieses
ehernen Romantikers bieten Liebhabern von vollem
Wohlklang und eingängigen Melodien schwelgerische
Genüsse."
Fanfare 10 / 99: "The Ensemble Ulf Hoelscher brings these
works an ardent, breathtaking sonorous virtuosity."
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NoteCD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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