Detailinformationen

+Hizayon Hagigi (Festive Vision)

  • Künstler: NDR Radiophilharmonie Hannover, Israel Yinon
  • Label: CPO, DDD, 2002
  1. 1 Largo - Vivace - Largo Start
  2. 2 Lento - Vivace Start
  3. 3 A Tempo Start
  4. 4 Symphony No.2 Start
  5. 5 Symphony No.3 Start
  6. 6 Hizayon Hagigi - Festive Vision Start

Produktinfo

Musik vom Sohn des Rabbiners

Josef Tal ist der große alte Mann der israelischen Musik. Am 18. September feierte er bei guter Gesundheit seinen 93. Geburtstag in seinem Wohnort Jerusalem, und als cpo im September 2002 und im Januar dieses Jahres mit der NDR Radiophilharmonie unter Israel Yinon seine sechs Symphonien einspielte, ließ er es sich nicht nehmen, aus Israel zu allen Aufnahmesitzungen mit dem Flugzeug anzureisen und Dirigent Yinon in allen strittigen Fragen zu beraten. Neben der Sallinen-Edition entsteht hier also unsere zweite authentische Einspielung unter Einbeziehung des Komponisten.

Tals Musik baut auf der europäischen Tradition auf, in ihr ist er aufgewachsen und ausgebildet worden, in Berlin, wo sein Vater das Jüdische Waisenhaus in Charlottenburg leitete, seine Autobiographie heißt denn auch »Der Sohn des Rabbiners«. Dort studierte er auch vier Jahre lang an der Hochschule, die unter Franz Schrekers Leitung international hohes Ansehen genoss. 1934 emigrierte er nach Israel, um dort ein neues Leben zu beginnen und eine neue Kultur mit aufzubauen. Seine sechs Sinfonien – die erste entstand erst 1952 – umschließen einen Zeitraum von vierzig Jahren, die Spanne eines schöpferischen Lebens. Alle sind knapp gehalten, Werke der Konzentration, die sich nicht in Ornamenten verlieren, und die einen musikalischen Gedanken in seiner möglichen Tragweite fassen wollen. Musik von bohrender Expressivität.

Pressestimmen

klassik-heute. de: "Schon von der eben erschienenen ersten Folge läßt sich nurmehr mit Erstaunen konstatieren, wie ein so gewichtiger Beitrag zur Sinfonie im 20. Jahrhundert wie der von Josef Tal bisher so völlig übersehen werden konnte. Hier schreibt jemand kompositorisches Urgestein wie ein Sibelius, Honegger oder Martinu, mit dessen sechs Sinfonien sich in diesem Fall besondere Berührungspunkte finden lassen. Höchst spannende, immer neue Dramaturgien des Sinfonischen, die verschiedene Stilelemente und Kompositionstechniken des 20.Jahrhunderts integrieren und immer aufs Neue beleuchten können, ohne je den Eindruck eines Eklektizismus zu erzeugen. Die NDR Radiophilharmonie Hannover unter Israel Yinon stürzt sich mit größt-hörbarer Entdeckerfreude in die so komplexen wie originellen Partituren, offenbar beflügelt durch den bei den Aufnahmesitzungen persönlich anwesenden, 92jährigen Komponisten.

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