"Brahms war in seinem Klassizismus und seinem akademischen Stil ein großer Erneuerer der musikalischen Sprache", schrieb Schönberg in seinem berühmten Artikel "Brahms, the Progressive" (1947). Und auch später spricht er voller Dankbarkeit davon, was er von Bach, Mozart Beethoven, Wagner, aber vor allem von Brahms gelernt habe. So überrascht es nicht, dass Schönberg Otto Klemperers Bitte um "eine Art von Transkription" entsprach und 1937 / 38 das Klavierquartett op. 25 von Brahms für volles Symphonieorchester arrangierte. Während wir in seiner verdichteten, massiven Partitur die Handschrift des Symphonikers Brahms "erkennen", wirkt die von Berio bearbeitete Brahms-Komposition der Sonate op. 120, 1 eher wie ein instrumentales Kammerkonzert. So wurde das Brahms-Oeuvre um eine große (die "fünfte") Symphonie und ein "Klarinettenkonzert" erweitert - in beiden Arrangements aber steigert die Orchesterfassung die Aussagekraft der originalen Werke - in unserer Neuaufnahme hervorragend und intensiv interpretiert von der Rheinischen Philharmonie unter Leitung von Daniel Raiskin und dem Klarinettisten Karl Heinz Steffens.
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Brahms Arrangements
In his famous article »Brahms, the Progressive« Arnold Schönberg wrote in 1947, "with his classicism and academic style, Brahms was a great innovator in terms of musical language" . And later he spoke full of gratitude about what he had learned from Bach, Mozart, Beethoven, and Wagner – and above all from Brahms. It is thus not surprising that Schönberg agreed to Otto Klemperer’s request for »a sort of transcription« and in 1937-38 arranged the Piano Quartet op. 25 by Brahms for full symphony orchestra. While we recognize the signature of the symphonist Brahms in his compressed, massive score, the Brahms Sonata op. 120, 1 as arranged by Luciano Berio has more of the effect of an instrumental chamber concerto. It is thus that Brahms’s oeuvre is expanded to
include a great symphony (his »Fifth«) and a clarinet concerto, with the orchestral version enhancing the expressive power of the original works in the case of both arrangements. On our new recording they are interpreted outstandingly and intensively by the Rhine Philharmonic State Orchestra under Daniel Raiskin and with the clarinetist Karl Heinz Steffens.
Pressestimmen
klassik-heute. com 08 / 08: "Eine lehrreiche
Charakterstudie, bei der freilich der Solist nicht
vergessen sein darf, der den Leistungen des Orchesters in
nichts nachsteht und sich in seinem Part um dieselbe
herbstliche Schönheit bemüht, die Berio aus dem
originalen Klavierpart herausgehört und so überaus
geschmackvoll koloriert hat."
Klassik-com 08 / 08: "Brahms-Puristen mögen sich an dieser
CD reiben, aber wer mit derartigen Bearbeitungen kein
Problem hat, bekomt die bisweilen so bezeichnete 'fünfte
Symphonie' und das 'Klarinettenkonzert' auf hohem Niveau
dargeboten."
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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