Johann Wilhelm Wilms, geboren im Bergischen Land, sein Berufsleben dann aber vollständig in Amsterdam verbringend, hat ein beachtliches Lebenswerk hinterlassen, das u. a. sieben Sinfonien, etliche andere Orchesterwerke, fünf Klavierkonzerte, zahlreiche weitere Solokonzerte, sehr viel Kammermusik sowie jede Menge Lieder und Vokalmusik umfasst. Seine Anfangserfolge waren sehr groß: „Dieser noch junge Komponist, voll Leben, Feuer und Anmuth, wird seinen Ruf, wenn er wie seit einigen Jahren fortarbeitet, bald überall verbreitet haben“ (AMZ 1807) Seine Musik aber hatte das Pech, dass sie zu einer Zeit öffentlich bekannt wurde, als sich ein Kanon von musikalischen Werken am Vorbild der Musik Beethovens zu bilden begann. Und gegenüber Beethovens Werken hatte Wilm´s Musik – wie die vieler seiner Zeitgenossen, von Eberl bis Fesca - aus musikalischen wie nichtmusikalischen Gründen keine Chance: Etwa zwei Jahrzehnte lang waren seine Werke beliebt und wurden viel gespielt, dann fielen sie der Vergessenheit anheim. Dass seine Musik dennoch lebensfähig und eigenständig ist, zeigt unsere Einspielung zweier Sinfonien und einer dem Spätwerk angehörenden Ouvertüre in der inspirierten Interpretation von Howard Griffiths!
Product Information
A Dutch Beethoven
Johann Wilhelm Wilms, a native of the Bergisches Land, spent his entire career in
Amsterdam and bequeathed to posterity a significant life’s work including seven symphonies,
a number of other orchestral works, five piano concertos, many other solo concertos, a rich
abundance of chamber music, and a great many songs and folk compositions. Wilms initially
met with great success: »This still young composer, full of life, fire, and grace, will soon have
spread his reputation everywhere« (AMZ, 1807). As things turned out, however, his music
unfortunately became known to the public when a canon of compositions based on Beethoven’s
music was beginning to be formed. Wilms’s music, like that of many of his contemporaries,
from Eberl to Fesca – had no chance against Beethoven, for musical as well as nonmusical reasons.
His works continued to enjoy popularity and to be frequently performed for about two decades,
but then they fell into oblivion. Our recording of two of Wilms’s symphonies and an overture
from his late period in an inspired interpretation by Howard Griffiths nevertheless demonstrates
the viability and independence of this composer’s oeuvre!
Pressestimmen
Formate 03 / 09: "In seiner vierten Sinfonie c-Moll op. 23
hatte der Komponist bereits seinen eigenen Stil gefunden,
der die Vorbilder Haydn und Beethoven nicht verleugnet,
sie aber auch nicht kopiert. Das Werk, das durch große
thematische Einheit besticht, hat eine bemerkenswerte
Qualität. Howard Griffiths bietet dem Hörer eine
eindringliche Interpretation. Hervorragender
Einführungstext und hervorragendes Klangbild."
American Record Guide: "Exzellente SACD-Aufnahmen."
Tages-Anzeiger 02 / 10: "Wie immer nimmt Griffiths die
Stücke mit Schwung und Emphase."
Die SACD verwendet eine höhere digitale Auflösung als die Audio-CD und bietet außerdem die Möglichkeit, Mehrkanalton (Raumklang) zu speichern. Um die Musik in High-End-Qualität genießen zu können, wird ein spezieller Super Audio CD-Player benötigt. Heute sind aber bereits Kombi-Player auf dem Markt, die alle Formate abspielen können. Dank Hybrid-Funktion (jeweils in unseren Artikeldetails angegeben) sind viele SACDs auch auf herkömmlichen CD-Playern abspielbar. Dann allerdings unterscheidet sich der Sound nicht von einer normalen CD.
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