Seinen Zeitgenossen galt er als Kenner der Musik- und Kunstgeschichte, der seine Festreden bei Gelegenheit auch in lateinischer Sprache vortrug; als Komponist, der mit lässiger Geste dreifache Kontrapunkte einfädelte und vielfarbig zu instrumentieren wusste: Joachim Raff, geboren 1822 in Lachen am Zürichsee, gestorben 1882 als Direktor des Hoch´schen Konservatoriums in Frankfurt. Als langjähriger Sekretär von Liszt in Weimar galt er jahrelang als Speerspitze der „neudeutschen“ Partei, obwohl er innerlich immer unabhängig blieb und kompositorisch eher dem „Gegenlager“ angehörte. Mendelssohn z. B. blieb in stilistischer Hinsicht immer sein großes Vorbild. Raff war im 20. Jahrhundert fast in Vergessenheit geraten, und erst in letzter Zeit beginnt eine zaghafte Renaissance.
Man beginnt festzustellen, dass hier, in der Fixierung auf Brahms und Bruckner, wieder eine ganz eigene Stimme des 19. Jahrhunderts unterzugehen droht. Nachdem viele Orchesterwerke Raffs inzwischen auf CD vorliegen, widmen wir uns nun seiner Kammermusik und beginnen mit den Klaviertrios 1 und 4, Werken aus den Jahren 1861 und 1870, voller Originalität und formaler Überraschungen. Es spielt das junge Trio Opus 8.
Press comments
Classicstoday. com: "Both discs in this series are
excellent, but this one is the top choice."
Fanfare 12 / 2001: "Mit einer derart eloquenten Darbietung
verdienen diese Trios einen Platz zwischen den
Meisterwerken des Genres von Beethoven, Schubert..."
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NoteCD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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