Detailinformationen

  • Künstler: Veronika Winter, Cornelia Samuelis, Jan Kobow, Immo Schröder, Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max
  • Label: CPO, DDD, 2007
  • Bestellnummer: 3518555
  • Erscheinungstermin: 8.12.2010

Produktinfo

Aus Hamburgs großer Zeit

Hamburg war im 18. Jahrhundert eine relativ sichere und friedliche Stadt. Seit dem Angriff der Dänen 1668, hatte sie keiner mehr ernstlich bedroht. Man konnte sich also eine gewisse Laxheit in der Verteidigungsbereitschaft leisten. Trotzdem hatte man eine Bürgerwache, in der jeder Hamburger Bürger eine gewisse Zeit Dienst zu tun hatte. Die Offiziere dieser Bürgerwache nannten sich Kapitäne, und wenn sie schon nicht verteidigen mussten, so feierten sie alljährlich ein großes Festmahl, das Convivium. Zu einem Festmahl gehörte damals auch eine Festmusik, bestehend aus einem geistlichen Oratorium und einer weltlichen Serenata. Diese Festmusiken nannte man Kapitänsmusiken, und Georg Philipp Telemann, musikalischer Alleinherrscher im damaligen Hamburg schrieb davon 36. Neun blieben aber nur erhalten, und diese als bloße Gelegenheitswerke abzutun, hieße weit fehlzugehen. Für Telemann sind sie Experimentierfeld und repräsentatives Aushängeschild seiner Kunst, zeigen also alle Facetten seines fast unheimlich vielseitigen Schaffens. Die 1738er ist besonders reich instrumentiert, vielleicht auch, weil Telemann im Mai dieses Jahres seinen wohl größten Triumph in Paris erlebt hatte.

Product Information


From Hamburg’s Golden Age

During the eighteenth century Hamburg was a relatively secure and peaceful city. Since the attack of the Danes in 1666 nobody had posed a serious threat to it. The city could thus indulge in a certain amount of laxity when it came to readiness for defense but nevertheless maintained a civic guard in which every Hamburg resident had to serve for a period of time. The officers of this civic guard were known as captains; and if they were not engaged in defense, then they held a gala festive banquet every year, the convivium. The banquet included festive music consisting of a sacred oratorio and a secular cantata. These festive compositions for the captains were known as Kapitänsmusiken, and Georg Philipp Telemann, the city’s musical potentate, wrote thirty-six such works. Only nine of them survive, and it would be missing the mark to dismiss them as mere »occasional works.« For Telemann they were a field for experimentation and an opportunity to display his artistry revealing all the facets of his almost eerily vast and varied oeuvre. The Kapitänsmusik of 1738 exhibits an especially rich instrumentation, perhaps also because in May of the same year, during a Paris stay, Telemann had celebrated what ranks as his greatest triumph.

Pressestimmen

klassik-heute. com 02 / 11: "Max ist für das farbige Werk genau der richtige Mann, mit einer weiten Skala von temperamentvoll bis innig gestaltet er die dramatischen Akzente, passend zu dem abwechslungsreichen Stück tritt also auch die Interpretation nie auf der Stelle." American Record Guide 8 / 2011: "Die Chöre sind so schön, dass ich mir noch mehr davon wünschen würde." Toccata 09 / 11: "Bestechend ist die unveränderlich hohe Qualität und die Originalität dieser Werke. Das trifft auch auf die Kapitänsmusik des Jahres 1738 zu."

EUR 14,99*

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