Franz Liszt: Die Legende von der heiligen Elisabeth
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Franz Liszt (1811-1886)
Die Legende von der heiligen Elisabeth
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Zum Inhalt der CD:Der Virtuose im Kirchengewand
Man mag zu Franz Liszt und seiner Musik stehen wie man will, eines wird man ihm attestieren müssen: er war einer der vielseitigsten Musiker des 19. Jahrhunderts. Zwischen den Extremen des gefeierten Salonvirtuosen und des asketischen Abbés war er zeitlebens auf der Suche nach Wahrheit und Intensivierung des musikalischen Ausdrucks. So kam er zur Symphonischen Dichtung, die so eigentlich seine Schöpfung ist, so kam er aber auch zu seinen späten seltsamen Klavierwerken und zu seiner inbrünstigen Kirchenmusik. Die Legende von der Heiligen Elisabeth, 1857 in Weimar begonnen, 1862 in Rom vollendet und 1865 in Budapest uraufgeführt, ist sicherlich eines seiner Schlüsselwerke, identifizierte sich Liszt doch in besonderer Weise mit der Figur Elisabeths: Wie er stammte sie aus Ungarn, beide hatten sich einer Mission verschrieben – er für die reine Kunst, sie für die reine Liebe- beide fühlten sich innerlich zerrissen zwischen dem Anspruch an sich selbst, den hohen Idealen und den Niederungen des realen Lebens. Die Form des Oratoriums orientiert sich an dem Freskenzyklus von Moritz von Schwind, der auf der Wartburg, dem einstigen Lebens- und Wirkensort Elisabeths, zu bewundern ist und die zentralen Stationen im Leben der Heiligen abbildet.


