„In London befindet sich die Partitur einer E-Dur Symphonie von Schubert. Die Einleitung und ein Teil des ersten Satzes sind vollständig instrumentiert. Der ganze Verlauf des Folgenden ist bis zum Schluss der auslinierten Partitur durch die führenden Themen mit zeitweiliger Andeutung von Begleitstimmen vermerkt. ...es war wiederholt an mich herangetreten worden, die Skizze Schuberts auszuführen. Im deutlichen Vorhandensein von kühnen modulatorischen Absichten, im Charakter des von Beethovens Geist bestrahlten Andante und im Hinweis auf die große C-Dur Symphonie, die uns das Scherzo gibt, erkannte ich, dass hier ein Übergang von den Frühwerken zur großen letzten Schaffensperiode des Meisters vorliegt, und sagte zu, die Vollendungsarbeit zu übernehmen.“ So beschrieb Felix Weingartner 1934 die Entstehung seiner Beatbeitung und Vollendung des Schubert-Torsos. Bei seiner lebenslangen liebe zu diesem Komponisten war aber auch keiner prädestinierter für diese Aufgabe. Zwanzig Jahre vorher war sein Violinkonzert für Fritz Kreisler entstanden, ein „kleines, lebensfrohes Fest der Geige, bei dem allerdings auch das in modernen Farben prangende Orchester mitfeiert“, wie der Kritiker Julius Korngold nach der Uraufführung anerkennend schrieb. Ein weiterer Meilenstein in unserer Weingartner-Erkundung.
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Weingartner’s Homage to Schubert
»The score of an E major symphony by Schubert is in London. The introduction and a part of the first movement are instrumented in full. The whole course of what follows is marked to the conclusion of the lined-out score with the leading themes and sometimes with an indication of the accompaniment voices. […] I have repeatedly been approached about completing Schubert’s sketch. In the clear presence of the bold modulatory intentions, in the character of the andante radiating with Beethoven’s spirit, and in view of the great C major symphony, which gives us the scherzo, I recognized that here a transition from the master’s early works to his great least creative period is underway and agreed to undertake the task of its completion.« It was thus that Felix Weingartner described how he came to
rework and finish this Schubertian symphonic fragment in 1934. Given his lifelong love for this composer, nobody was more predestined for this task. Twenty years before Weingartner had composed his violin concerto for Fritz Kreisler, a »little festival of the violin, full of joie de vivre, in which, however, the orchestra, resplendent in modern colors, also joins in the
celebration.« It was thus that the critic Julius Korngold applauded the premiere of what now marks yet another milestone in our exploration of Weingartner’s musical world.
Press comments
klassik. com 11 / 09: "Vor allem das Violinkonzert -
uraufgeführt übrigens von keinem Geringeren als Fritz
Kreisler - macht diese CD zu einer höchst hörenswerten
Entdeckung für alle Freunde (spät-)romantischer
Orchestermusik"
klassik-heute. com 11 / 09: "Laurent Albrecht Breuninger
spielt den Solopart in großer Manier, gleichermaßen
brillant und nuanciert, technisch souverän und
musikalische überzeugend - kurz: in jedem Moment seines
großen Vorgängers würdig. Alun Francis begleitet ihn
dabei mit außerordentlicher Delikatesse. Weingartner hat
diese Aufgabe in vorbildlicher Weise gelöst, so dass wir
es hier zwar nicht mit einem hundertprozentig echten
Schubert zu tun haben, doch mit einem eindrucksvollen
Werk in schlüssiger Gestalt. Zu guter Letzt empfiehlt
sich diese SWR-Produktion durch einen bemerkenswert
klaren und natürlichen Klang."
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