Andreas Romberg gehört zu den Vergessenen. Dass er zu Lebzeiten als Violinvirtuose und Komponist gefeiert wurde, bewahrte ihn nicht davor, durch das Raster der oft ungerechten Musikgeschichtsschreibung zu fallen. Seine Lebensstationen waren Bonn, Hamburg und Gotha. Noch in Bonn schrieb er 1793 seinen Messias, den er dann auch 1800 in seiner neuen Wirkungsstätte Hamburg aufführte. Ohne Zweifel sah er ihn als sein Haupt- und Lieblingswerk an, mit dem er sich immer wieder in Umarbeitungen beschäftigte. Unsere Ersteinspielung dieses berührenden und beeindruckenden Werkes ist gleichzeitig der Beginn einer klingenden Denkmäler-Reihe, die cpo zusammen mit der ZEIT-Stiftung und Deutschlandradio durchführt und veröffentlicht: Musica sacra Hamburgensis 1600-1800. Anhand exemplarisch ausgewählter Kompositionen, interpretiert von renommierten Ensembles aus dem Bereich der Alten Musik, sollen die Vielfalt wie auch manche Besonderheiten der in Hamburg entstandenen Kirchenmusik von der Frühzeit an bis zur beginnenden Romantik vermittelt werden. Freuen Sie sich schon auf spannende Entdeckungen! Die klingende Denkmäler-Reihe Musica sacra Hamburgensis 1600–1800 möchte ein nachhaltiges Interesse für diese Glanzzeit der Hamburger Kirchenmusik wecken. Anhand exemplarisch ausgewählter, oftmals unbekannter Kompositionen, dargeboten von renommierten Ensembles aus dem Bereich der Alten Musik, sollen die Vielfalt wie auch manche Besonderheiten der in Hamburg entstandenen Kirchenmusik von der frühen Neuzeit an bis zur beginnenden Romantik vermittelt werden. Die Reihe wurde von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiiert. Beratende Unterstützung erfährt sie von seiten der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, weitere Kooperationspartner sind Deutschlandradio Kultur sowie das Klassiklabel cpo.
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The Messiah of Romberg
Andreas Romberg numbers among those musicians of the past who are forgotten today. Although he was celebrated as a violin virtuoso and composer during his lifetime, his fame did not earn him a lasting place in music history – which often judges unjustly. Bonn, Hamburg, and Gotha were his career stations. He wrote his Messiah in 1793 while still in Bonn and later performed it in Hamburg, his new place of work, in 1800. He clearly regarded it as his main work and his favorite one as well, and he repeatedly occupied himself with it, returning to it for revisions. Our recording premiere of this impressive and stirring work at the same time marks the beginning of a musical monument series to be presented and released by cpo in cooperation with the ZEIT Foundation and Deutschlandradio: Musica sacra Hamburgensis 1600-1800. Exemplarily selected compositions interpreted by renowned ensembles from the field of early music will serve to convey something of the variety and the special qualities of the sacred music composed in Hamburg from the early modern period to the beginning of the romantic era. So get ready for an exciting series of discoveries!
Press comments
Westfälische Nachrichten 03 / 08: "Feine, zarte, enorm
gut komponierte Musik."
R. van Rijn in klassik-heute. com 04 / 08: "Einige wunderbar
stimmungsvolle Delikatessen, die sich nicht nach
einmaligem Hören abnutzen, wovon ich micht in bisher drei
kompletten 'Sitzungen' gern überzeugt habe."
klassik. com 04 / 08: "Wunderschöne Musik. Hermann Max
entlockt seinem Orchester eine sehr akzentuierte,
dynamisch aufregend gestaltete und blitzsauber musizierte
Begleitung zu den Gesangspartien, die alle Beteiligten
sehr ernst und liebevoll nehmen."
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