Bisher hoben wir unsere Petterson Edition ausschließlich den Sinfonien des schwedischen
Komponisten gewidmet. Dieser Werkblock steht mit l6 gigantischen Beitragen ja auch zweifellos
im Zentrum seines Schaffens. Die erste formal größere Gattunq allerdings, mit der Allan Pettersson
sich kompositorisch befasste, war das Konzert. So entstanden in den Jahren 1949-1957 die drei
Konzerte für Streichorchester, die wir nun zum ersten Mol komplett in einer Neuproduktion mit
der Deutschen Kammerakademie unter ihrem Leiter Johannes Goritzki vorstellen. Das diese
vergleichsweise frühen Stücke gegenüber den Sinfonien vollkommen unverständlicherweise in den
Hintergrund getreten sind, dürfte nicht zuletzt auf die immensen spieltechnischen Schwierigkeiten
zurückzuführen sein, die praktisch von jedem Orchestermitglied die Virtuosität eines Solisten
fordern. Die Kammerakademie wird diesem hohen Anspruch in so blendendem Maße gerecht, das
man schon versucht ist, an Hexerei zu glauben. Von diesen Schwierigkeiten abgesehen: Unbestreitbar
schuf Pettersson mit seinen Streicherkonzerten Werke, die zum musikalisch Anspruchsvollsten gehören,
was die Literatur für Streicher des 20. Jahrhunderts zu bieten hat.
Press comments
W. Goertz in FonoForum 12 / 94: "Es scheint sich
herumgesprochen zu haben, daß es die Musikwelt hier
mit dem wohl letzten großen Sinfoniker unseres
Jahrhunderts zu tun hat. In jedem Takt dieser
undekorativen Musik ist der ekstatische Wunsch
eines Komponisten zu spüren, seiner Ausdruckswut
kompromißlos Bahn zu schaffen. Es bedarf eines
Ensemble von hoher Fraktionsdisziplin, daß eine
Interpretation angesichts glühender kontrapunktischer
Durchlüftung und verstörender Homophonie den roten
Faden nicht verliert, der bei Pettersson immer
lautet: Expressivität. Hier ist sie sehr schön
getroffen. Exzellentes Klangbild."
C. Düren in NMZ 12 / 94:"Die Deutsche Kammerakademie
brilliert hier wie es einem Streichorchester bei
höchsten Ansprüchen nur irgend möglich ist."
M. Seigel in Audio 2 / 95: "Klassik-CD des Monats.
Gefühlslandschaften, die an den späten
Schostakowitsch erinnern. Phänomenale Premiere,
transparente Klangtechnik, luxuriöses Booklet."
U. Schreiber in Frankfurter Rundschau v. 29.4.95:
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Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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